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Tut alles in Liebe
„Alle eure Dinge lasst in der Liebe geschehen!“
(1. Korinther 16,14)
Heute betrachten wir das letzte Kapitel des 1. Korintherbriefs. Im vorangehenden Kapitel hatte Paulus die Christen nochmal an Jesu Tod und Auferstehung erinnert und an die herrliche Auferstehung, die auf uns wartet. Kapitel 15 endet mit der Aufforderung: „Darum, meine lieben Brüder und Schwestern, seid fest und unerschütterlich und nehmt immer zu in dem Werk des Herrn, denn ihr wisst, dass eure Arbeit nicht vergeblich ist in dem Herrn“ (15,58). Im heutigen Text spricht Paulus über die Geldsammlung für die Gemeinde in Jerusalem (1-4), über seine Reisepläne (5-12), über den Respekt gegenüber Mitarbeitern (13-18) und Ermahnungen und Grüße (19-24). Im Zentrum steht die Ermahnung, im Glauben fest zu stehen und alle Dinge in der Liebe geschehen zu lassen. Obwohl dieses Kapitel der Abschluss von Paulus‘ Brief an die Christen in Korinth ist, sind die darin enthaltenen Lehren eindeutig auch für uns relevant. Lasst uns gut zuhören und nicht verpassen, was wir hier mitnehmen sollen!
Worum geht es zunächst? Paulus schreibt: „Was aber die Sammlung für die Heiligen angeht: Wie ich den Gemeinden in Galatien geboten habe, so sollt auch ihr tun! An jedem ersten Tag der Woche lege ein jeder von euch bei sich etwas zurück und sammle an, so viel ihm möglich ist, damit die Sammlung nicht erst dann geschieht, wenn ich komme“ (1-2). Hier spricht Paulus über eine Geldsammlung für die Gläubigen in Jerusalem, die wegen einer Hungersnot unter Armut litten. Paulus hatte schon die Gemeinden in Galatien (wo er während seiner ersten Missionsreise wirkte) aufgefordert, für die Not leidenden Brüder in Jerusalem eine Geldspende zu sammeln. Hier forderte er jetzt auch die Korinther dazu auf, sich daran zu beteiligen. Dabei gab er ihnen die Anweisung, regelmäßig dafür etwas zurückzulegen, damit sie nicht erst bei seiner Ankunft sammeln und nur eine kärgliche Summe aufbringen würden. Wenn er zu ihnen kommen würde, wollte er die Gabe durch bewährte Mitarbeiter nach Jerusalem schicken. Wenn nötig, würde er sogar selbst mit ihnen reisen (4).
Diesen Abschnitt ist nicht schwer zu verstehen. Aber wenn wir darüber nachdenken, stellt sich die Frage: Warum war Paulus diese Geldsammlung so wichtig, dass er sich so stark dafür einsetzte? Es ging Paulus eindeutig nicht um sich selbst; er selbst hatte ja keinen Vorteil davon. Warum engagierte er sich dann so stark dafür? Wenn wir darüber nachdenken, können wir erkennen, dass es Paulus um die Einheit der Christen ging. Die Christen in Jerusalem kannten die Gemeinden in Kleinasien und in Griechenland nicht persönlich. Sie hatten nur davon gehört, dass dort auch Menschen zum Glauben an Jesus gekommen und Gemeinden entstanden waren. Aber es gab zwischen den Gläubigen in Jerusalem und denen in Kleinasien und Korinth gewaltige kulturelle Unterschiede. Vor allem die Tatsache, dass die meisten in der Korinther Gemeinde nicht Juden, sondern Heiden gewesen waren, machte es denen in Jerusalem schwer, sie wirklich als geistliche Brüder anzusehen. Andersherum waren für die Korinther die Gläubigen in Jerusalem unbekannt und wegen ihrem starken jüdischen Hintergrund auch fremd. Es gab also viele Hindernisse für die geistliche Einheit der Christen.
Als die Christen in Jerusalem in eine materielle Notlage gerieten, sah Paulus diese Not als eine Gelegenheit, die geistliche Einheit unter den Gemeinden zu fördern. Durch eine großzügige Spende von den Christen in Korinth konnten die Jerusalemer Christen ihre herzliche Liebe spüren und erkennen, dass sie wirklich Geschwister in Christus waren und sie als solche von Herzen annehmen. Andererseits konnten die Korinther Christen dadurch lernen, die Gläubigen in Jerusalem nicht nur theoretisch, sondern praktisch als Glaubensgeschwister anzuerkennen und Liebe zu üben. Dabei war ihre Spende auch ein Ausdruck davon, dass sie die Jerusalemer als Muttergemeinde anerkannten, von der das Evangelium ausgegangen war und der sie dankbar waren. So entstand durch die Spende zwischen den heidnischen Gemeinden und der Gemeinde in Jerusalem eine geistliche Beziehung und trug dazu bei, dass zwischen den christlichen Gemeinden eine geistliche Einheit entstand.
Warum war Paulus diese Einheit zwischen den Christen aber so wichtig? Der Grund ist, dass die Einheit unter den Gläubigen Jesu Herzensanliegen ist. Jesus hat am letzten Abend vor seiner Kreuzigung dafür gebetet. Jesus betete: „Ich bitte aber nicht allein für sie, sondern auch für die, die durch ihr Wort an mich glauben werden, dass sie alle eins seien. Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir, so sollen auch sie in uns sein, auf dass die Welt glaube, dass du mich gesandt hast“ (Joh 17,20.21). Jesu Hauptanliegen in seinem Gebet für die Christen war, dass sie eins seien. Jesus wünscht sich, dass die Christen so eins sind, wie er und der Vater eins sind, also vollkommen eins. Dabei hat er auch den Grund genannt: „… auf dass die Welt glaube, dass du mich gesandt hast“ (Joh 17,21b). Wenn Christen wirklich eins sind, können die Menschen in der Welt erkennen, dass Jesus wirklich Gottes Sohn ist. Warum? Weil zwar alle Menschen eine tiefe Sehnsucht nach echter Einheit und Harmonie haben, es tiefe, grundlegende Einmütigkeit aber in der Welt nirgends gibt – weder in Firmen noch in Vereinen noch im Freundeskreis oder der Verwandtschaft, oft nicht einmal in den Familien. Natürlich gibt es Übereinstimmung in bestimmten Bereichen. Aber wo gibt es tiefgehende, ehrliche Einmütigkeit in allen grundlegenden Fragen des Lebens? Es ist nur unter den Menschen möglich, denen Jesus sich selbst und den Vater offenbart hat und die er durch seine Liebe von der Sünde befreit hat. Paulus hat sich so sehr um die geistliche Einheit innerhalb der Korinther Gemeinde bemüht (Überwindung der Spaltung, Ordnung und Liebe) und um die Einheit zwischen den Gemeinden, weil er erkannt hatte, wie sehr Gott sich geistliche Einheit unter den Gläubigen wünscht.
Hier sollen wir erkennen, wie sehr Gott sich die geistliche Einheit unter seinen Kindern wünscht. Wie bewusst ist uns dieser Wunsch Gottes? Wie ernsthaft streben wir nach Einheit? Wie sehr beten wir dafür? Sicherlich bilden wir schon eine Einheit in unserem Glauben, unserem Leben danach und unserer Liebe. Aber wenn wir daran denken, dass Jesus will, dass wir so eins werden, wie er und der Vater eins sind, wird uns klar, wie weit wir davon noch entfernt sind, viel wir noch darin zu wachsen haben. Lasst uns von Herzen dafür beten und danach streben, dass wir in der geistlichen Einheit wachsen. Wir können danach streben, indem wir uns bemühen, Jesus, seine Gnade und seinen Willen gemeinsam tiefer zu erkennen, uns in Liebe offen darüber austauschen, was wir unterschiedlich sehen, und ein gemeinsames Verständnis suchen. Lasst uns bewusst alles vermeiden, was die Einheit behindert, d.h. einerseits keine unnötigen Diskussionen oder Streit zu beginnen wegen Dingen, die für Gottes Sache eigentlich nicht erheblich sind; andererseits uns auch nicht innerlich zurückzuziehen und offenen Austausch zu vermeiden, was auch eine tiefere Einigkeit verhindert.
Im Licht dieser Worte können wir erkennen, wie wertvoll es ist, dass wir mit den benachbarten Gemeinden gemeinsam Bibelfreizeiten feiern, Kontakte pflegen, füreinander beten und so immer mehr eine geistliche Einheit mit ihnen bilden. Wie sehr muss Gott sich darüber gefreut haben, dass an diesem Wochenende 24 junge Menschen aus sechs Ländern zusammengekommen sind und eines Sinnes dafür gebetet haben, dass an der Encounter-Konferenz viele junge Menschen Jesus begegnen und ihm nachfolgen mögen! Ihr Beispiel zeigt uns, wie wertvoll es ist, eine geistliche Einheit zu bilden, und ermutigt uns dazu, nach noch mehr Einheit zu streben und für den Bau von Gottes Reich einmütig zusammenzuarbeiten. Ich bin auch dankbar, dass nach meinem Eindruck in den letzten Jahren in unseren Gemeinden in Deutschland, Europa und weltweit die Einheit in Jesus gewachsen ist, was sich zum Beispiel in mehr Gebet füreinander und mehr Zusammenarbeit über Gemeinde- und Landesgrenzen hinweg ausdrückt. Trotzdem haben wir in der geistlichen Einheit noch viel zu wachsen, nicht nur innerhalb der UBF-Gemeinschaft, sondern noch mehr in der Einheit mit anderen Gemeinden und Werken. Darin sollen und wollen wir Fortschritte machen. Aber um mit anderen Gemeinden eine stabile Einheit zu bilden, ist es wichtig, dass jede Gemeinde selbst eine echte Einheit zu bilden. Lasst uns einen großen Wunsch haben und dafür ernsthaft beten, dass wir als geistliche Einheit wachsen. Lasst uns nicht nur danach streben, dass wir jeder selbst in der persönlichen Beziehung zu Jesus wachsen, sondern dass wir unser Glaubensleben noch viel mehr miteinander und füreinander führen. Ab nächster Woche wollen wir den 1. Johannesbrief studieren, dessen Hauptthema ist, wie wir in der Liebe Jesu wahre Gemeinschaft (Koinonia) haben können. Gott möge dieses Bibelstudium segnen, damit wir in der Einheit wachsen und dadurch viele Menschen Jesus als den Sohn Gottes erkennen können!
Betrachten wir die Verse 5-9. In diesem Abschnitt schreibt Paulus über seine Reisepläne. Er schrieb diesen Brief in Ephesus während seiner dritten Missionsreise. Er wollte die Korinther gerne besuchen, wollte aber noch bis Pfingsten in Ephesus bleiben, weil Gott ihm „eine große Tür“ zu reichem Wirken aufgetan hatte. Dieses „reiche Wirken“ bezieht sich offenbar auf die zwei Jahre, in der Paulus täglich in der Schule des Tyrannus lehrte, wodurch viele zum Glauben kamen und schließlich die ganze Provinz „Asia“ das Wort des Herrn hörte (Apg 19,9.10). Paulus setzte sein ganzes Herz, Zeit und Kraft dafür ein und kämpfte gegen die aufkommenden Widerstände. Trotzdem dachte er dabei auch an die Gläubigen in Korinth und schrieb ihnen von Herzen diesen langen Brief, um ihnen bei ihren Problemen zu helfen. Paulus hatte vor, sie danach zu besuchen und für längere Zeit bei ihnen zu bleiben, um mit ihnen Gemeinschaft zu haben und ihnen weiter zu helfen.
Hier können wir lernen, wie Paulus Gott diente. Paulus hatte von Jesus die Gnade der Vergebung und die Berufung erhalten, als sein auserwähltes Werkzeug Jesu Namen vor Juden und vor Heiden zu tragen und ein Licht für die Heiden zu sein. Paulus stellte sich Jesus ganz zur Verfügung und setzte alles dafür ein, seinen Auftrag gut zu erfüllen. Hier sehen wir, dass Paulus seinen ganzen Verstand dafür ein setzte, wie er das Evangelium am besten verbreiten konnte. Deshalb plante er, während er sich in Ephesus voll für das Evangelium einsetzte, schon die nächsten Schritte, die er danach für Jesu Sache unternehmen wollte. Dabei zeigen seine Formulierungen wie zum Beispiel im Vers 6 der Ausdruck „wenn möglich“, dass er nicht an seine Pläne gebunden war, sondern immer Raum für Gottes Führung ließ. Deshalb blieb er zum Beispiel weiter in Ephesus, wo Gott ihm eine Tür zu mächtigem Wirken aufgetan hatte, obwohl er von den Problemen der Korinther gehört hatte und sie gerne besuchen wollte, um ihnen zu helfen; stattdessen schrieb er ihnen zunächst „nur“ diesen Brief. Auf diese Weise folgte Paulus immer Gottes Führung, auch wenn er gute Pläne gemacht hatte; denn er war sich immer bewusst, dass Jesus sein Rettungswerk leitet und dass er selbst nur sein Werkzeug ist.
Was können wir hier lernen? Manche könnten denken, dass sie sich nicht viele Gedanken machen bräuchten, wie sie Gott am besten dienen können, weil Gott sie ja sowieso auf beste führen kann. So eine Einstellung klingt sehr fromm und enthält auch eine wichtige Wahrheit. Aber wir sehen in diesem Abschnitt, dass Paulus Gott anders gedient hat. Wir sollten wie er alles, was wir haben, einsetzen, um Jesu Willen auf bestmögliche Weise zu gehorchen, alle Völker zu lehren und sie zu seinen Jüngern zu machen. Dazu gehört auch, dass wir mit unserem Verstand versuchen, die anderen Menschen und unsere eigenen Möglichkeiten zu verstehen und zu suchen, wie wir sie auf beste Weise erreichen können. Aber wir sollten nicht von unseren Plänen oder unserer Methode abhängig sein, sondern wie Paulus immer betend nach Gottes Führung suchen und ihr folgen. Gott möge uns dabei helfen, damit er uns für sein lebengebendes Werk gebrauchen kann! Gott möge auch dem Encounter-Team helfen, die Konferenz auf beste Weise vorzubereiten und dabei stets für Gottes Führung offen zu sein.
In den Versen 10-18 schreibt Paulus den Korinthern über verschiedene Mitarbeiter und wie sie sich ihnen gegenüber verhalten sollten. Timotheus war ein junger Mann, den Paulus als seinen Sohn im Glauben erachtete. Wenn er kommen würde, sollten sie dafür sorgen, dass er trotz seines jungen Alters ohne Furcht bei ihnen sein konnte. Paulus warnte: „Dass ihn nur nicht jemand verachte!“ Als Grund für diese Ermahnung schrieb er: „… denn er treibt das Werk des Herrn wie ich.“
Apollos hatte beim Wachstum der Korinther Gemeinde eine wichtige Rolle gespielt. Deshalb hatte Paulus ihn mehrmals gebeten, nach Korinth zu reisen, um der Gemeinde zu helfen. Aber Apollos wollte nicht gehen, vermutlich weil er in Gottes mächtiges Wirken in Ephesus involviert war un diesem Werk zunächst noch dienen wollte (9). Paulus respektierte seine Entscheidung, tröstete aber die Korinther mit der Zusagen, dass Apollos zu ihnen kommen würde, sobald er dazu Gelegenheit hatte.
In den Versen 15-16 ermahnt Paulus die Korinther dazu, die Familie von Stephanas zu respektieren, die in Achaja als Erste zum Glauben gekommen waren und die sich selbst in den Dienst der Gläubigen gestellt hatte. Paulus sagt: „Ordnet auch ihr euch solchen unter und allen, die mitarbeiten und sich mühen!“ (16) Stephanas und zwei Brüder aus Korinth hatten Paulus durch ihren Besuch erfreut und hatten seinen Geist erquickt. Paulus ermahnt: „Erkennt solche Leute an!“
In diesem Abschnitt hat Paulus dreifach dazu ermahnt, Mitarbeiter, die sich für Gottes Werk eingesetzt haben, anzuerkennen. Der Respekt gegenüber Mitarbeitern beruht nicht auf menschlichen Kriterien wie Alter, Klugheit, Beruf oder Erfolg, sondern auf dem Glauben und der Liebe zu Gott, die sich in der Hingabe für sein Werk ausdrücken. Dadurch lehrt Paulus nicht nur die Korinther, sondern alle Christen die Basis für Harmonie und geistliche Ordnung in der Gemeinde. Paulus fand das so wichtig, dass er es gleich an drei Beispielen lehrte. Denn Harmonie und geistliche Ordnung sind eine wichtige Voraussetzung für die Einheit einer Gemeinde.
Wer bis jetzt aufmerksam zugehört hat, hat bestimmt gemerkt, dass wir zwei wichtige Verse übersprungen haben. Mitten zwischen diesen Versen über geistlichen Respekt stehen zwei kurze, aber starke Ermahnungen, die wir als letztes betrachten wollen. Die erste Ermahnung steht im Vers 13: „Wachet, steht im Glauben, seid mutig und seid stark!“ Paulus war in seinem Brief auf alle wichtigen Probleme der Korinther eingegangen. Zuletzt hatte er sie im Kapitel 15 nochmal an Jesu Tod für unsere Sünden und an die herrliche Auferstehung erinnert. Es war wichtig, dass sie von nun an geistlich wachsam bleiben und im Glauben fest stehen, damit sie nicht wieder in die alte Probleme hineingeraten.
Diese Ermahnung gilt zweifelsfrei auch für uns. Es reicht nicht, dass wir das Evangelium kennen und nur vage daran glauben. Wir sollen nicht nur in sprunghaften Gedanken oder Gefühlen schweben, sondern sollen im Glauben fest stehen, wie ein Soldat, der mit beiden Füßen fest auf dem Boden steht. Wir müssen geistlich wachsam sein, weil wir ständig in der Gefahr sind, durch inmitten der Herausforderungen unseres Alltags durch Probleme oder Versuchungen in unserer Glaubenshaltung unklar zu werden und in der Nachfolge Jesu Kompromisse zu machen. Wir sollen mutig und stark zu unserem Glauben stehen und danach leben, unabhängig davon, was andere dazu sagen oder was wir dadurch möglicherweise verlieren könnten. Wir können im Glauben fest stehen und Jesus treu sein, wenn wir daran denken, wie sehr Gott uns so geliebt hat und was für ein herrliches Ziel vor uns liegt.
Die zweite Ermahnung ist im Vers 14: „Alle eure Dinge lasst in der Liebe geschehen!“ Mit dieser Ermahnung erinnert Paulus nochmals an die Wichtigkeit der Liebe, die er schon im Kapitel 13 betont hat. Als Christen sollen wir aus der Liebe zu Gott und aus der Liebe zu unseren Nächsten leben. Insbesondere sollen wir in der Gemeide alle Dinge, die wir tun, in der Liebe tun. Jemand mag jetzt vielleicht denken: Alle Dinge? Ist das nicht übertrieben? Nein, ist es nicht! Der Grund dafür ist, dass Gott uns so geliebt hat und seinen Sohn für uns dahingegeben hat, um uns unsere Sünden zu vergeben und uns das ewige Leben zu geben! Diese Liebe sollen wir nie vergessen, sondern sie ständig zum Ausdruck bringen, indem wir alles aus Liebe tun. Das ehrt Gott, ermutigt die anderen in der Gemeinde und hilft uns selbst, in Jesu Liebe zu bleiben. 1. Johannes 4,16 sagt: „Gott ist Liebe, und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm.“
Was bedeutet das für uns? Wenn wir Gott dienen, ist es nicht nur wichtig, dass wir bestimmte Dinge tun, sondern auch wie wir sie tun. Ob wir einen Joynity-Abend oder eine Konferenz vorbereiten, mit einem Menschen Bibelstudium machen oder samstags das Gemeindehaus putzen oder kochen – es ist nicht nur wichtig, dass wir das tun, sondern wir es in der Liebe tun. Gerade wenn wir eine große Aufgabe haben, etwa eine Bibelkonferenz vorzubereiten, besteht die Gefahr, dass wir irgendwann performance-orientiert denken und nur noch erreichen wollen, dass jeder seine Aufgaben erfüllt und alles gut abläuft. Doch dann handeln wir nicht mehr in der Liebe. Auch wenn die Aufgaben herausfordernd werden, sollen wir in Jesu Liebe bleiben und in der Liebe mit anderen zusammenarbeiten. Dann können wir Gott schon bei der Vorbereitung erfreuen und dürfen seinen großen Segen auf die Veranstaltung erwarten.
Ich glaube, dass ein Grund, warum Gott die bisherigen Encounter-Konferenzen segnen konnte, war, dass die Mitarbeiter im Team in Liebe zusammengearbeitet haben. Ich glaube auch, dass das Vorbereitungsteam dieses Wochenende in der Liebe geplant und zusammenarbeitet hat. Dieser Vers soll das Team uns alle dazu ermutigen, weiter alles in der Liebe zu tun, auch dann, wenn unerwartet Probleme auftreten oder wenn jemand Fehler gemacht hat. Gott möge die diesjährigen Encounter-Konferenz reichlich segnen und alle Teilnehmer zur Nachfolge Jesu führen! Möge Gott uns allen helfen, immer in Jesu Liebe zu bleiben und alles in der Liebe zu tun! Gott möge uns dadurch auch helfen, in der Einheit zu wachsen! Amen.