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Gott nennt Abram Abraham
„Darum sollst du nicht mehr Abram heißen, sondern Abraham soll dein Name sein; denn ich habe dich gemacht zum Vater vieler Völker.“
(1. Mose 17,5)
Letzte Woche haben wir im Kapitel 16 betrachtet, wie Abram und Sarai versucht haben, ihr Problem der Kinderlosigkeit auf eigene Faust zu lösen, nachdem sie zehn Jahre lang im verheißenen Land gelebt hatten, aber immer noch kein Kind hatten. Als sie ihren eigenen Plan ausführten, geriet Abrams Familie in eine schwere Krise und in eine dramatische Situation, in der alle Beteiligten hilflos wurden und keiner mehr die drohende Katastrophe abwenden konnte. Aber Gott blieb Abram auch nach seinem schweren Fehler treu und griff ein, um seine Familie wiederherzustellen. Gott sandte dazu seinen Engel zu Hagar, Sarais Magd, in die Wüste und half ihr, wieder zu Abrams Familie zurückzukehren, wo sie schließlich den Ismael gebar. Das Kapitel 16 endet mit dem Hinweis, dass Abram 86 Jahre alt war. Kapitel 17 beginnt mit der Angabe, dass Abram 99 Jahre alt war. Dadurch weist der Verfasser dezent, aber unübersehbar auf die große Lücke von 13 Jahre hin, über die kein Wort berichtet wird. Das ist sehr erstaunlich, da über die ersten zehn Jahre von Abrams Glaubensleben fünf Kapitel lang berichtet wird, weil es so viel über die Beziehung zwischen Abraham und Gott zu sagen gab. Aber über diese 13 Jahre gab es aus Gottes Sicht offenbar nichts zu berichten. Der Text sagt nicht direkt warum. Aber Gottes Verheißung und sein Plan spielten nach Ismaels Geburt für Abram offenbar nur noch eine untergeordnete Rolle. Abram war froh, dass er endlich einen Sohn hatte, dem er sein Wissen weitergeben und an den er eines Tages seinen Besitz vererben konnte, und muss sich hauptsächlich mit ihm beschäftigt haben. Darüber verlor er immer mehr das Interesse an Gottes Plan und die Zuversicht auf die Erfüllung seiner Verheißung, sodass es für ihn zur Nebensache wurden. Gott hatte Abram berufen, um ihn für sein großes Werk zu gebrauchen, alle Völker der Erde zu retten. Aber Abram führte immer mehr nur noch ein normales privates Leben für sich und seine Familie.
Aber unser heutiger Text berichtet uns, wie Gott nach 13 Jahren eingriff. Gott erschien Abram und hielt eine lange Rede, die längste Rede Gottes im ganzen Buch Genesis (eine Seite lang!). Darin sehen wir, wie engagiert Gott Abram half, aus seiner geistlichen Schwachheit und „Verschwommenheit“ ein für alle Mal herauszukommen und in der Beziehung zu Gott stabil und stark zu werden. Wir wollen diesen Text mit drei Fragen betrachten: 1. Wie half Gott Abram, sein geistliches Problem zu überwinden? 2. Was können wir hier über Gottes Ratschluss lernen und über die Art und Weise, wie er Menschen hilft? 3. Was bedeutet all das für uns?
Wie erschien Gott dem Abram? Betrachten wir den Vers 1: „Als nun Abram neunundneunzig Jahre alt war, erschien ihm der Herr und sprach zu ihm: Ich bin der allmächtige Gott; wandle vor mir und sei fromm.“ Gott offenbarte sich Abram als der allmächtige Gott. Das hebräische Wort, das Gott gebrauchte, ist „El Shaddai“. Gott ist der allmächtige Gott, der mit seiner Macht Himmel und Erde schuf. El Shaddai ist der Gott, der mit seiner Macht alles tun kann und alle seiner Worte erfüllt. Gott hatte Abram verheißen, ihn zu einem großen Volk zu machen und ihn zu segnen und durch ihn alle Völker der Erde zu segnen. Gott war nach wie vor fest entschlossen, diese Verheißung zu erfüllen und so durch Abram sein großes Werk zur Rettung der Menschen zu tun. Aber wir haben schon letzte Woche in Kapitel 16 gesehen, dass Abraham im Glauben an Gottes Verheißung wieder schwach geworden war. Wie bekümmert muss Gott darüber gewesen sein! Aus Gottes Sicht war es ein ernstes Problem, dass Abram immer wieder im Glauben schwach wurde, sodass Gott seinen großen Plan mit ihm nicht ausführen konnte. Darum erschien Gott ihm und sagte zu ihm: „Ich bin El Shadai; wandle vor mir und sei fromm!“ Abraham sollte vor diesem Gott für seinen Kleinglauben und Zweifel Buße tun und fest an den allmächtigen Gott und seine Verheißung glauben und aus diesem Glauben leben.
Gottes Aufforderung „Wandle vor mir“ drückt aus, wie sehr Gott sich wünschte, dass Abram nicht nur grundsätzlich und theoretisch an Gott glaubten, sondern wirklich glaubt und durch den Glauben vor Gott lebt. Diese Aufforderung weist uns darauf hin, dass Abram seinen Glauben nicht völlig verloren hatte und sich etwa von Gott losgesagt hatte. Er hatte all die Jahre Gott weiter grundsätzlich anerkannt und hatte wohl jeden Morgen und vor jeder Mahlzeit gebetet. Aber Gott war mit Abrams Leben nicht zufrieden, weil er nicht mehr vor Gott lebte, sondern sich nur mit seinen Aufgaben im Alltag und mit seinem kleinen Sohn Ismael beschäftigte. Abram lebte so, weil er nicht mehr von Herzen an die Erfüllung von Gottes Verheißung glaubte. Gott wollte, dass Abram von nun an vor dem allmächtigen Gott lebt, der alle seine Verheißungen erfüllt, und an ihre Erfüllung glaubt, anstatt weiter entfernt von Gott irgendwo im Nebel von Zweifeln und kleinen weltlichen Wünschen in einer geistlichen Grauzone zu bleiben.
Dabei sagte Gott zu ihm auch: „Sei fromm!“ Dieses Wort hat mit der Herzenseinstellung und der Lebensweise bzw. mit der Beziehung zu Gott zu tun. Das hier verwendete hebräische Wort bedeutet wörtlich „Sei ganz!“ Gott wollte, dass Abram ganz mit ihm ist. Er sollte nicht länger grundsätzlich an Gott glauben, aber andererseits an seiner konkreten Verheißung zweifeln. Er sollte Gottes Verheißung von ganzem Herzen glauben und konsequent danach leben. Er sollte Gottes Ratschluss für sich klar erkennen und anerkennen und sein ganzes Leben dafür einsetzen. Abram sollte keine halben Sachen mehr machen, sondern ganze Sache mit Gott machen.
Verbunden mit dieser Ermahnung gab Gott Abram gleich auch eine Verheißung: „Und ich will meinen Bund zwischen mir und dir schließen und will dich über alle Maßen mehren“ (2). Dieses Wort Gottes ist wiederum erstaunlich. Ein Bund ist eigentlich eine offizielle Abmachung zwischen zwei oder mehr Parteien, die feierlich vereinbart und oft schriftlich festgehalten wird. Beispiel dafür sind der Bund der Ehe zwischen einem Mann und einer Frau oder wirtschaftliche oder politische Bündnisse zwischen Staaten wie etwa die Europäische Union oder die NATO. Gottes Wort ist an sich absolut vertrauenswürdig, sodass es keiner weiteren Beteuerung bedarf. Trotzdem wollte Gott mit Abram einen Bund schließen, durch den Gott sich unwiderruflich an sein Wort band, weil er sich so sehr wünschte, dass Abram von nun an immer an seine Verheißung glaubt. Der Bund sollte Abram auch helfen, von seiner Seite her sein Glaubensleben mit großem Verantwortungsbewusstsein und Verbindlichkeit zu führen.
Wie reagierte Abram auf Gottes Worte? Vers 3 sagt: „Da fiel Abram auf sein Angesicht.“ Abram demütigte sich vor Gott. Er fiel vor Gott nieder und drückte so seine Buße und seine Bereitschaft aus, dass er von nun an vor Gott leben und seinen Worten glauben wollte. Als Abram diese Haltung einnahm, redete Gott weiter mit ihm.
Was sagte Gott über den Bund, den er mit Abram schließen wollte? „Siehe, ich habe meinen Bund mit dir, und du sollst ein Vater vieler Völker werden“ (4). Der Inhalt des Bundes war, dass Abram ein Vater vieler Völker werden sollte. Abram war 99 Jahre alt und hatte noch kein Kind von seiner Frau, das Gott anerkennen würde, nur Ismael, den Abram auf eigene Faust mit der Magd gezeugt hatte. Aber Gott wollte ihm nicht nur einen weiteren Sohn geben, sondern ihn zum Vater vieler Völker machen. Abram sollte nicht nur ein paar Nachkommen haben, die seine Linie fortsetzen, sondern viele Völker sollten von ihm abstammen. Auf diese Weise sollte Abram eine wichtige Rolle in Gottes Geschichte spielen.
Gott gab Abram einen neuen Namen, damit er diesen Ratschluss Gottes nicht mehr vergisst, sondern sich dessen bewusst bleibt. Abrams alter Name bedeutet „guter Vater“ und war wie eine bittere Ironie in seinem kinderlosen Leben gewesen. Gott gab ihm den neuen Namen „Abraham“, was „Vater vieler“ oder „Vater vieler Völker“ bedeutet. Dadurch sollte er sich jeden Tag daran erinnert, dass Gott ihn bereits zum Vater vieler Völker gemacht hat und dass Gott dieses Wort sicher auch praktisch erfüllen würde. Jedes Mal, wenn seine Frau ihn beim Namen rief, sollte Abraham daran denken, dass er ein Vater vieler Völker ist, und sollte sein Bewusstsein damit prägen. So sollte der neue Name Abraham helfen, eine neue Identität als Gottes Bundespartner und als Vater vieler Völker zu entwickeln und sein Leben jeden Tag mit einem entsprechenden Bewusstsein vor Gott zu führen. Was Abraham denkt und wie er im Alltag lebt, war nicht egal, weil er ein Bundespartner Gottes und der Vater vieler Völker war, die direkt oder indirekt von seinem Leben mit Gott lernen würden und für die er ein Vorbild sein sollte.
Tatsächlich hatte Gottes Bund mit Abraham eine weitreichende Bedeutung, die über Abrahams Leben weit hinausging! In den Versen 6–8 sagte Gott: „Und ich will dich sehr fruchtbar machen und will aus dir Völker machen und Könige sollen von dir kommen. Und ich will aufrichten meinen Bund zwischen mir und dir und deinen Nachkommen von Geschlecht zu Geschlecht, dass es ein ewiger Bund sei, sodass ich dein und deiner Nachkommen Gott bin. Und ich will dir und deinem Geschlecht nach dir das Land geben, darin du ein Fremdling bist, das ganze Land Kanaan, zu ewigem Besitz und will ihr Gott sein.“ Gottes Bund galt nicht nur zwischen Gott und Abraham, sondern galt auch für Abrahams Nachkommen. Gott wollte seinen Bund mit jeder Generation von Abrahams Nachkommen aufrichten, sodass es ein ewiger Bund wäre und Gott auch jeweils ihr Gott wäre. Diese Ankündigung Gottes bezieht sich zunächst auf Abrahams leibliche Nachkommen, die Israeliten. Wenn wir das Alte Testament lesen, sehen wir, wie Gott wirklich mit jeder Generation der Israeliten den Bund schließen und ihr Gott sein wollte. Das galt nicht nur für Abrahams Sohn Isaak, dessen Sohn Jakob und dessen zwölf Söhne, die die Stammväter der zwölf Stämme Israels wurden. Etwa 600 Jahre später würde Gott durch Mose seinen Bund mit dem ganzen Volk Israel aufrichten und ihr Gott werden. Gott würde ihnen das ganze Land Kanaan geben, wie er es Abraham hier versprochen hat. Gott tat alles, um auch jeder weiteren Generation Israels zu helfen, diesen Bund mit Gott zu schließen bzw. im Bund mit Gott zu bleiben.
Wie sollten Abraham und seine Nachkommen den Bund mit Gott halten? In den Versen 9–14 gab Gott Abraham die Beschneidung als Zeichen des Bundes. Abraham sollte den Bund mit Gott praktisch bestätigen, indem er sich, seinen Sohn Ismael und alles, was männlich war in seinem Haus, beschnitt. Durch diese kleine schmerzhafte Veränderung am Körper konnte Abraham dem Bund mit Gott bewusst beitreten. Dieses Zeichen würde ihn auch immer wieder daran erinnern, dass der im Bund mit Gott steht, und dass Gott sein Versprechen halten wird, ihn zum Vater vieler Völker und zum Segen zu machen.
Was tat Gott noch, um die Bundesbeziehung mit Abraham zu festigen? Im Vers 15 gab Gott auch Abrahams Frau Sarai einen neuen Namen. Ihr neuer Name Sara bedeutet Fürstin oder Herrin und bringt Gottes Plan für sie zum Ausdruck. Gott sagte: „Denn auch von ihr will ich dir einen Sohn geben; ich will sie segnen, und Völker sollen aus ihr werden und Könige über viele Völker. Als Abraham das hörte, fiel er auf sein Angesicht und lachte und sagte in seinem Herzen: Soll mir mit hundert Jahren ein Kind geboren werden, und soll Sara, neunzig Jahre alt, gebären?“ (16–17) Als Abraham Gottes Plan hörte, musste er lachen, weil er an seine Lage und an die seiner Frau dachte und sich nicht vorstellen konnte, dass sie noch ein Kind bekommen könnten. Abraham und Sara waren ja 99 bzw. 89 Jahre alt und körperlich zu alt, um ein Kind zeugen bzw. gebären zu können. Außerdem hatte Abraham im Herzen den Wunsch, dass Gott Ismael anerkennen möge, der ihm ans Herz gewachsen war. Aber Gott hatte bereits seinen perfekten Plan und sagte: „Nein, Sara, deine Frau, wird dir einen Sohn gebären, den sollst du Isaak nennen, und ich will meinen Bund mit ihm aufrichten als einen ewigen Bund für seine Nachkommen“ (19). Gott wollte nicht Abrahams eigenmächtiges Handeln aus Unglauben für sein weltweites Erlösungswerk gebrauchen und daher Ismael nicht als Erben anerkennen. Trotzdem erhörte Gott auch Abrahams Bitte für Ismael und wollte ihn auch segnen und zu einem großen Volk machen. Aber seinen Bund wollte Gott mit Isaak aufrichten, den Sara schon im nächsten Jahr gebären sollte. Gott fuhr auf von Abraham. Jetzt war es an Abraham, auf Gottes Worte zu reagieren. Die Verse 23–27 beschreiben ausführlich, wie Abraham daraufhin sich, seinen Sohn Ismael und alle männlichen Mitglieder in seinem Haushalt beschnitt. Die Ausführlichkeit, mit der diese Gehorsamstat beschrieben wird, drückt aus, wie ernsthaft Abraham Gottes Wort angenommen hatte und in den Bund mit Gott trat.
Was können wir von diesem Text lernen? Zum einen lernen wir wie sorgfältig Gott einem Menschen half, den er berufen hatte und für sein Werk gebrauchen wollte. Gott half Abraham als guter Hirte entsprechend seiner geistlichen Situation, und er machte langsam Fortschritte. Im heutigen Text sehen, dass Gott Abraham schließlich gründlich half, indem er sich ihm als der allmächtige Gott offenbarte und ihn ermahnte, ihm und seiner Frau neue Namen gab und mit ihm einen Bund schloss. Gottes intensive Hilfe trug gute Frucht. Von diesem Tag an finden wir in Abrahams Leben keine Schwankungen mehr. Abraham lebte seitdem beständig vor Gott im Glauben an seine Verheißung und wurde zu einem Segen für viele.
Zum anderen können wir lernen, dass Gott für sein weltweites Rettungswerk einen perfekten Plan hat und ihn ausführt. Gott schloss mit Abraham einen Bund und sagte ihm, dass dieser Bund mit ihm und seinen Nachkommen ein ewiger Bund sein sollte. Wenn wir die Bibel und die Geschichte weiter betrachten, erkennen wir, wie genau Gott dieses Versprechen erfüllt hat. Gott hat Abraham zum Vater der Israeliten gemacht und zum Vater der Ismaeliter, der Araber. Gottes Bund endete nicht mit Abrahams leiblichen Nachkommen. Nachdem die Israeliten geistlich gesehen versagt hatten, ließ Gott zu seiner Zeit Jesus als Nachkommen Abrahams zur Welt kommen, der sich als wahrer König und Retter für Israel und für alle Völker offenbarte. Durch ihn hat Gott einen neuen Bund gestiftet, der viel herrlicher und besser als der erste Bund ist. Das Zeichen des neuen Bundes ist nicht die Beschneidung an unserem Fleisch ist. Das Zeichen und Siegel des neuen Bundes ist Jesu Blut, das Jesus vergossen hat, als er für unsere Vergehen und Untreue gegenüber Gott am Kreuz gestorben ist und unsere Schuld vor ihm vollständig beglichen hat. In diesem Bund hat Gott gänzlich alles getan, was nötig ist, damit wir unter seiner guten Herrschaft leben und in sein herrliches ewiges Reich hinein erretten werden können und so von ihm wahrhaft gesegnet werden.
Was Gott von uns nur will, ist, dass wir wie Abraham an diese seine Verheißung wirklich glauben und darauf unsere ganze Hoffnung setzen und aus dem Glauben jeden Tag vor Gott leben, ganz mit Gott leben. Wir sollen nicht nur prinzipiell an Gott glauben und im Alltag distanziert von ihm irgendwo in der Grauzone von Zweifeln, weltlichen Problemen und Wünschen leben. Damit ist Gott nicht zufrieden, so wie er mit Abrahams Leben in den 13 Jahren nicht einverstanden war. Wir sollen vor Gott wandeln und fromm sein, ganz bei Gott sein. Das ist nicht eine Frage unserer Disziplin oder dass wir uns mehr anstrengen. Dazu sollen wir Gottes Verheißung hören und sie im Glauben annehmen und unsere ganze Hoffnung darauf setzen und unser Leben ganz darauf ausrichten. Das ist die Beschneidung des Herzens, die Gott von uns will. Dann können wir vor Gott wandeln und ganz bei Gott sein, egal, wie unsere Lage ist, egal wie groß unsere Probleme sind, auch egal wie schwach wir sind. Abraham war 99 Jahre alt, er war nicht mehr stark. Aber schwach zu sein, ist kein Problem. Ob wir ungelöste Probleme haben, ist auch nicht das Problem. Ob wir vor Gott niederfallen, wenn er spricht, und Gottes Ermahnung und Verheißung zu Herzen nehmen und Buße tun, das ist entscheidend. Wenn wir an seine Verheißung glauben und den Bund mit ihm eingehen, indem wir an Jesu Blut glauben und ihm unsere Sünden geben, dann wird Gott uns segnen und wird uns für viele Nachkommen zum Segen machen, wie er es mit Abraham getan hat. Hunderte Millionen von Menschen in so vielen Völkern haben inzwischen Gottes Verheißung angenommen und sind durch den Glauben an Jesus den Bund mit Gott eingegangen. Nach der Bibel sind sie alle Abrahams Nachkommen (Römer 4,11-17) – Deutsche, Koreaner, Chinesen, Mexikaner, so viele Völker. So sehr hat Gott die Welt geliebt. So sehr hat Gott seine Verheißung an Abraham wahr gemacht: „Du sollst ein Vater vieler Völker werden.“ Diesem Gott dürfen wir vertrauen.