Predigt: Johannes 16,5-15 — Sonderlektion Pfingsten 2022

Download

Mehr als ein Anwalt

„Er wird mich verherrlichen; denn er wird von dem, was mein ist, nehmen und es euch verkünden.“

(Johannesevangelium 16,14)

Wir haben jetzt wieder fast die Hälfte des Jahres erreicht. Eine Sache, die ich in den letzten Jahren versucht habe, ist, die Jahreszeiten etwas bewusster wahrzunehmen: der Übergang vom Winter zum Frühling, die ersten Blumen, die hellgrünen Knospen auf den Zweigen. Der Übergang vom Frühling zum Sommer mit der Erdbeer- und Spargelsaison. Wir haben in den Supermärkten die ersten Kirschen. Wir nehmen die Zeit nicht nur durch Jahreszeiten wahr. Wir haben auch Jahresfeste. Die großen christlichen Feste: Ostern, Pfingsten und Weihnachten.
Die großen christlichen Feste dienen uns zur Erinnerung. Weihnachten erinnert uns an das Kommen Jesu. Die ganze Menschheitsgeschichte besteht seither aus zwei Teilen: eine Zeit vor und eine Zeit nach Christus. Ostern erinnert uns an die Kernbotschaft des Evangeliums: dass Jesus für uns gestorben ist und dass er auferstanden ist. Der heutige Pfingstsonntag erinnert uns auch an etwas. Es ist die Erinnerung daran, dass wir in einem neuen Zeitalter leben: das Zeitalter des Heiligen Geistes. Jeder, der will, kann und darf mit dem Heiligen Geist leben.
Der heutige Text lehrt uns drei Dinge:

1. Wer der Heilige Geist ist
2. Was er in der Welt tut
3. Was er für uns tut

1. Wer ist der Heilige Geist
In den letzten Jahren haben wir an Pfingsten immer wieder Apostelgeschichte Kap. 2 gelesen, das Kommen des Heiligen Geistes. Und wir haben die Kraft des Geistes gesehen, die äußeren Zeichen, die Veränderung der Apostel, die Gaben des Geistes. Johannes legt einen etwas anderen Schwerpunkt. Beide Seiten ergänzen sich gut.
Das Erste, was wir im Text über den Heiligen Geist erfahren ist, dass er der Beistand ist. Vers 7: „Doch ich sage euch die Wahrheit: Es ist gut für euch, dass ich fortgehe. Denn wenn ich nicht fortgehe, wird der Beistand nicht zu euch kommen; gehe ich aber, so werde ich ihn zu euch senden.“ Die Einheitsübersetzung übersetzt hier mit „der Beistand“. Ich habe mir die Mühe gemacht, sämtliche deutsche Übersetzungen, die auf Bibleserver zu finden waren, miteinander zu vergleichen. Die moderneren freieren Übersetzungen wie Gute Nachricht, Hoffnung für alle, Menge, Neue Genfer Bibel schreiben hier „der Helfer“. Die Übersetzung „Das Buch“ verwendet hier „der Unterstützer“. Neues Leben verwendet das Wort „der Ratgeber“. Zürcher schreibt hier: „der Fürsprecher“. Lutherbibel benutzt das Wort „der Tröster.“ Das sind sechs verschiedene Wörter in 12 verschiedenen Übersetzungen. Viele von diesen Bedeutungen sind sehr ähnlich (Unterstützer, Helfer), andere hingegen sehr anders (Tröster versus Ratgeber, Fürsprecher, Beistand).
Und wisst ihr was? Alle Übersetzungen haben hier irgendwo recht. Der Heilige Geist ist das alles. Alle Übersetzungen erfassen einen Teil, aber auch nur einen Teil. Das griechische Wort ist parakletos, und es ist ein sehr reichhaltiges, bedeutungsvolles Wort. Es besteht aus dem Präfix para und aus dem Wortstamm kaleo. Das Verb bedeutet, jemanden zu rufen oder anzuweisen. Das Präfix para bedeutet herbei, zur Seite. Sprichwörtlich bedeutet das Wort „der Herbeigerufene“ oder „der zu Hilfe gerufene“. In der Elberfelder Studienbibel steht dazu: „Bei den klassischen griechischen Schriftstellern bezeichnet es den juristischen Berater, den Fürsprecher, den Mittler und auch den Anwalt, jemand, der für einen anderen oder als dessen Stellvertreter vortritt und eintritt.“
Und genau das tut der Heilige Geist. Wie kann man das illustrieren? In den vergangenen Wochen gab es einen Gerichtsstreit, der von den Medien weltweit erfolgt wurde: der Verleumdungs-Prozess Amber Heard gegen Johnny Depp. Eigentlich war es eine richtig hässliche Angelegenheit. Es war ein in der Öffentlichkeit ausgetragener Ehestreit. Johnny Depp ist als Gewinner und Amber Heard ist als Verliererin hervorgegangen. Es gab eine weitere klare Gewinnerin. Es war die Anwältin von Johnny Depp: Camille Vasquez. Sie war das Gesicht von Johnny Depp. Weil sie gut aussah, sah Depp gut aus. Weil sie eloquent war, war Depp eloquent. Weil sie brillierte, brillierte Depp. Weil sie die Jury überzeugen konnte, konnte Depp die Jury überzeugen. Sie umarmte ihn, sie stand an seiner Seite, und sie stand für ihn ein. Sprichwörtlich. Als am letzten Prozesstag das Urteil verkündet wurde, war Depp noch nicht einmal im Gerichtssaal. Er wurde von seinen Anwälten vertreten, die für ihn eintraten. Es war eine wirklich eindrucksvolle Demonstration dessen, was Anwälte für ihren Mandanten tun können.
Vielleicht ist es daher ein hilfreiches Bild, was wir vor Augen haben dürfen: im Heiligen Geist haben wir einen Bestand, einen Helfer, einen Fürsprecher, der an unserer Seite steht, auf unserer Seite steht und uns vertritt, ermutigt und tröstet. Das, was der Heilige Geist für uns tut, ist ungleich viel größer und ungleich viel höher. Und gleichzeitig ist es nicht weniger als das.
Einen weiteren Punkt, bevor wir fortfahren. Der Heilige Geist ist nicht nur unser Beistand. In Johannes 14,16 sagt Jesus: „Und ich werde den Vater bitten und er wird euch einen anderen Beistand geben, der für immer bei euch bleiben soll.“ Jesus sagt, dass der Heilige Geist ein anderer Beistand ist. Die Frage ist dann natürlich, wer ist dann der erste Beistand? Und die Antwort finden wir in 1. Johannes 2,1: „Meine Kinder, ich schreibe euch dies, damit ihr nicht sündigt. Wenn aber einer sündigt, haben wir einen Bestand beim Vater: Jesus Christus, den Gerechten.“ Jesus ist unser Beistand. Der Heilige Geist ist der andere Beistand.
Jesus ist der Beistand, der uns beim Vater vertritt. Jesus betet für uns. Er bittet den Vater an unserer Stelle. Denken wir eine Sekunde darüber nach, wie krass das eigentlich ist. Wenn es uns schlecht geht und wir unseren gläubigen Freunden davon erzählen, dann schauen sie uns mitleidig an und sagen: „Ich werde für dich beten.“ Und das kann schon richtig ermutigend sein. Aber wie unvorstellbar ist es, dass Jesus Christus, der eingeborene Sohn Gottes, für uns betet. Jesus betet für uns.
Der Heilige Geist tut etwas anderes. Seinen Dienst richtet sich direkt an uns, weniger zum Vater. Das bringt uns zum nächsten Punkt.

2. Was der Heilige Geist in der Welt tut
Jesus sagt, dass der Heilige Geist die Welt überführen wird in Bezug auf Sünde, Gerechtigkeit und des Gerichts. Ich habe an dieser Stelle noch einmal die Elberfelder Studienbibel konsultiert. Da heißt es: „überzeugen durch die Überführung des Straftäters.“ Vielleicht kann man sich das vorstellen wie das, was ein Staatsanwalt tut, wenn er einen Angeklagten kreuzverhört: mit vielen Fragen den Angeklagten dazu verleiten, sich doch zu verplappern und seiner Schuld zu überführen. Was genau bedeutet das?
In den folgenden Versen erklärt Jesus das weiter: „der Sünde, weil sie nicht an mich glauben; der Gerechtigkeit, weil ich zum Vater gehe und ihr mich nicht mehr seht; des Gerichts, weil der Herrscher dieser Welt gerichtet ist.“ Diese Verse sind nicht so einfach zu verstehen. Es gibt einige Interpretationen zu diesen Versen. Ich fand die Auslegung von N.T. Wright sehr gut. Zusammengefasst: der Heilige Geist überzeugt die Welt davon, dass sie sich gewaltig geirrt hat und auf dem falschen Dampfer befindet. Und wie schon erwähnt, tut er es in Bezug auf drei Dinge.
Zum einen wird die Welt der Sünde überführt. Die Sünde wird dadurch offenbar, dass die Welt nicht an Jesus glaubt. Wir haben das bereits im Prolog vom Johannes Evangelium gesehen: „Er war in der Welt und die Welt ist durch ihn geworden, aber die Welt erkannte ihn nicht.“
Als nächstes, wird die Welt der Tatsache überführt, dass sie sich im Bezug auf Gerechtigkeit geirrt hat, weil Jesus zum Vater geht und man Jesus nicht mehr sehen kann. Es ist wieder nicht ganz einfach zu verstehen. Frage ist: Was hat Gerechtigkeit damit zu tun, dass Jesus zum Vater geht und nicht mehr gesehen werden kann? N.T. Wright kommentiert: „Die Welt glaubt, sie habe die Gerechtigkeit auf ihrer Seite. Aber die Rechtfertigung Jesu, die darin besteht, dass er „weggeht“ und zum Vater erhöht wird, ist wie in Daniel 7 das Zeichen dafür, dass der lebendige Gott das Urteil für ihn bereits gefällt hat. Wenn es um Gerechtigkeit geht, dann kennen wir das Urteil bereits: Gott hat sich für Jesus als den Gerechten entschieden.“ Jesu Himmelfahrt ist der Beweis, dass er als wahrer König eingesetzt ist. Gott hat sich für Jesus entschieden. Die Gerechtigkeit Gottes steht im völligen Kontrast zu dem, was die Welt unter Gerechtigkeit versteht.
Und schließlich das Gericht: der Herrscher dieser Welt ist gerichtet. In dieser Welt wurde Jesus gerichtet und zum Tod verurteilt. Die Welt hat unzählige Nachfolger Jesu gerichtet und zum Tod verurteilt. Aber Jesu Tod und Auferstehung zeigen, dass Jesus den Tod besiegt hat; dass die Macht von Tod und Teufel bereits gebrochen sind; am Ende des Tages werden das Gericht und die Souveränität Jesus allein gehören. Jesus ist der Richter, der das letzte Wort sprechen wird.
Ich hoffe, dass uns die Bedeutung dieser Verse etwas vertrauter sind. Aber Frage bleibt natürlich: Was bedeutet das jetzt genau? Was können wir uns praktisch darunter vorstellen? Da wir heute Pfingsten feiern, möchte ich nur ein Beispiel geben. Als Jesus mit seiner öffentlichen Wirksamkeit begann, war Tiberius Kaiser des römischen Reiches. Stellen wir uns vor, wir hätten am Vorabend mit diesem Kaiser eine Wette abgeschlossen: Welcher Name wird in die Geschichte eingehen; welcher Name wird der Name sein, den in 2.000 Jahren praktisch alle Menschen kennen werden: sein Name Tiberius Cäsar? Oder aber der Name eines obskuren Wanderpredigers, der in der nicht besonders wichtigen römischen Provinz Palästina am Kreuz hingerichtet wurde? Wer wäre auf die Idee gekommen, auf Jesus zu setzen?
Historisch gesehen ist die Entstehung der Gemeinde Christi eigentlich extrem schwer zu erklären. Aber nach 2.000 Jahren ist klar, Tiberius ist ein Niemand im Vergleich zu Jesus. Nicht nur das, Jesus stellt alle römischen Kaiser völlig in den Schatten, niemand von ihnen kann ihm annähernd das Wasser reichen; nicht nur das, Jesus stellt alle Könige und alle anderen Herrscher in den Schatten. Jesus ist in der Tat der König aller Könige und der Herr aller Herren, und alle Knie werden sich eines Tages vor ihm beugen müssen. Die Existenz der Gemeinde Jesu ist der Beweis: Der Heilige Geist hat bereits in dieser Welt gewirkt. Er hat diese Welt bereits davon überzeugt, dass sie sich auf dem Holzweg befindet. Und er wird es weiterhin tun, bis sein Werk vollendet ist.

3. Was der Heilige Geist in uns tut
Was tut der Heilige Geist in den Menschen, die an Jesus glauben? Verse 13 und 14 antworten darauf: „Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, wird er euch in der ganzen Wahrheit leiten. Denn er wird nicht aus sich selbst heraus reden, sondern er wird reden, was er hört, und euch verkünden, was kommen wird. Er wird mich verherrlichen; denn er wird von dem, was mein ist, nehmen und es euch verkünden.“ Jesus sagt, dass der Heilige Geist nicht aus sich selbst heraus reden wird. Und Jesus sagt, dass der Heilige Geist ihn (also Jesus) verherrlichen wird. Was uns hier erstaunt ist, ist die Demut des Geistes. Er spielt sich nicht auf.
Dale Bruner hat einen Aufsatz über die Trinität und den Heiligen Geist geschrieben. Und er sagte folgendes: „Eine der überraschendsten Entdeckungen in meinem eigenen Studium der Lehre und Erfahrung des Geistes im Neuen Testament ist etwas, was ich nur als die Schüchternheit des Geistes bezeichnen kann … Was ich hier meine, ist nicht die Schüchternheit der Scheu / Furcht (wie z.B. in 2 Tim 1,7), sondern die Schüchternheit der Ehrerbietung, die Schüchternheit der konzentrierten Aufmerksamkeit auf den anderen; es ist nicht die Schüchternheit der Selbstbezogenheit (die wir oft erleben), sondern die Schüchternheit der Fremdbezogenheit.“ Der Heilige Geist ist wie ein Flutlicht, das nicht auf sich selbst gerichtet ist, sondern auf Jesus. Der Heilige Geist hilft uns, Jesus zu sehen, wie er wirklich ist in seiner ganzen Herrlichkeit. Und das ist das wesentliche Werk des Heiligen Geistes.
Einige Anwendungen zum Schluss. Die erste Anwendung: die Fülle mit dem Geist kann mit spektakulären Zeichen verbunden sein (Heilungen, Zungengebet, prophetische Gaben), aber muss es nicht unbedingt. 1. Korinther 12-14 sind die ausführlichsten Kapitel der Bibel über die Gaben des Geistes. Die wichtigste Gabe ist weder Prophetie noch Heilungen, noch sonst irgendetwas Spektakuläres, sondern die Liebe. Jesus hat gesagt, dass es dem Heiligen Geist nicht um sich selbst geht. Alle seine Aufmerksamkeit gilt der Verherrlichung Jesu. D.h., die Menschen, die wirklich mit dem Heiligen Geist erfüllt sind, sind vermutlich die Menschen, die es am wenigsten merken, dass sie den Geist haben. Stattdessen haben sie eine ansteckende Begeisterung und Freude an Jesus; sie verherrlichen Jesus, weil es das ist, was der Geist tut.
Die nächste Anwendung: wer von euch hatte schon mal folgenden Gedanken: „ich wünschte, ich könnte mit einer Zeitmaschine zurück in die Vergangenheit, um zu sehen, wie Jesus wirklich gewirkt hat. Ich wünschte es würde Video-Aufnahmen davon gehen, wie Jesus kranke Menschen geheilt hat und wie er Lazarus auferweckt hat. Ich wünschte, es gäbe eine Aufzeichnung von Jesu wichtigsten Predigten, am besten natürlich, mit der entsprechenden Übersetzung im Untertitel. Ich wünschte, ich hätte die Auferstehung Jesu mit meinen eigenen Augen sehen können.“ Insgeheim denken wir immer wieder, dass unser Leben sicherlich ein ganz anderes Leben wäre, wenn wir Jesus leiblich gesehen hätten, wie er hier auf Erden gelebt hat.
Und genau diese Art von Gedanken machen das Werk des Heiligen Geistes kleiner, als es ist. Der Heilige Geist verherrlicht Jesus. Er erlaubt es uns, Jesus auf eine Weise zu sehen, zu erleben, zu erfahren, wie es die Jünger Jesu vor Pfingsten nicht möglich war. Jesus sagte, dass es besser für die Jünger ist, dass er selbst geht, weil dann erst der Heilige Geist kommen kann. Durch den Heiligen Geist steht uns mehr, nicht weniger, von Jesus Christus zur Verfügung. Wir haben keinen Grund, die direkten Augenzeugen Jesu in irgendeiner Form zu beneiden, weil uns durch den Heiligen Geist Größeres und Besseres zur Verfügung steht. Wie schwer ist das zu glauben!
Und das bringt uns zur nächsten Anwendung. Vers 13 sagt, dass der Geist der Wahrheit uns in der ganzen Wahrheit leiten wird. Praktisch alle unserer geistlichen Probleme sowohl in unserem persönlichen Leben als auch in unserem Gemeindeleben lassen sich auf folgendes zurückführen: wir werden nicht in der ganzen Wahrheit geleitet. Oder anders formuliert, wir haben keinen echten Bezug zur Realität. Das, was nicht real ist, ist für uns total real; und das, was real ist, ist für uns unreal. Hier ist ein Beispiel: 2012 war das Champion’s League Spiel Bayern gegen Chelsea. Ich hatte das Spiel mit sehr guten Freunden zusammen gesehen. Nicht nur die Tatsache, dass Bayern verloren hatte, sondern wie sie verloren hatten, war zutiefst deprimierend. Ich war tagelang traurig. Wegen eines dämlichen Fußballspiels. Das ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie etwas, was völlig irrelevant ist, sich so anfühlt, als ob es das Wichtigste auf der Welt ist.
Hier sind ein paar weitere Beispiele: deine Klausuren am Ende des Semesters, dein Kontostand, die Schulprobleme unserer Kinder, der Jobverlust, die Inflationsrate… alle diese Dinge sind wichtig. Sie haben Auswirkungen auf unser Leben. Aber sie sind nicht absolut wichtig, auch wenn wir es unbewusst so wahrnehmen. Das Problem ist, dass das, was wirklich real ist, Jesu Tod und Auferstehung, das ewige Leben, die unendliche Liebe des Vaters in unserer Wahrnehmung viel weniger real ist. Vor einiger Zeit hatte ich eins unserer Kinder ins Bett gebracht. Irgendwie kamen wir beim Gebet auf das Thema Auferstehung und ewiges Leben zu sprechen. Und ich habe meinem Sohn erklärt, dass wir alle auferstehen werden und mit Jesus in Ewigkeit leben dürfen in Gemeinschaft mit allen Menschen, die Jesus lieben. Mein Sohn überlegte kurz und danach jubelte er: „Jaaaaaa!“ Ich hatte mir gedacht: genau das ist die richtige und passende Reaktion auf diese Wahrheit. Warum reagiere ich nicht so darauf? Was ist los mit mir?
Fragen an euch: Ist in eurem Herzen ein innerer Strom der Freude und Dankbarkeit, der durch keine Umstände in dieser Welt kaputt gemacht werden kann, einfach weil ihr an das Evangelium glaubt? Seid ihr allezeit fröhlich, allezeit großzügig, allezeit liebend, allezeit geduldig, allezeit friedevoll? Oder seid ihr eher bekannt als die Meckerer und die Nörgler? Seid ihr knauserig? Seid ihr griesgrämig? Seid ihr deprimiert? Seid ihr jähzornig? Seid ihr ungeduldig? Seid ihr oberflächlich? Wie ich gesagt hatte, praktisch jedes unserer geistlichen Probleme lässt sich darauf zurückführen, dass wir keinen echten Bezug zur geistlichen Realität haben.
Wenn praktisch alle unsere geistlichen Probleme darauf zurückzuführen sind, dann ist die mögliche Antwort darauf, dass wir, mit der ganzen uns zur Verfügung stehenden Gnade Gottes, den Heiligen Geist einladen, in uns sein Werk zu tun. Mit allen Mitteln, die Gott uns zur Verfügung stellt, sind wir angehalten, die Fülle des Heiligen Geistes zu suchen: in der persönlichen Bibellese, im persönlichen Gebet, im gemeinsamen Gebet, im Gottesdienst, in den Kreisen und Kleingruppen. Jede von Gott zur Verfügung gestellte Möglichkeit ist eine Einladung an uns, den Heiligen Geist zu suchen und ihn darum zu bitten, dass er uns Jesus Christus zeigt.

„Komm Heiliger Geist. Wir laden dich in unser Leben ein. Leite du uns in aller Wahrheit, weil du der Geist der Wahrheit bist. Zeige uns die Liebe Jesu in seinem Sterben am Kreuz für uns. Zeige uns die Macht Jesu in seiner Auferstehung und dem Überwinden des Grabes. Zeige uns die Herrlichkeit Jesu, der zur Rechten des Vaters sitzt und für uns betet. Zeige uns, wie sehr wir angenommen sind. Zeige uns die unendliche Herrlichkeit, die auf uns wartet, die Freude des ewigen Lebens.“

Share

Fragebogen: Johannes 16,5-15 — Sonderlektion Pfingsten 2022

Download

Der Beistand

„Alles, was der Vater hat, ist mein; darum habe ich gesagt: Er nimmt von dem, was mein ist, und wird es euch verkünden.“

(Johannesevangelium 16,15)

Der Text heute ist Johannes 16,5-15. Es ist Teil von Jesu langen Abschiedsreden an die Jünger (das Obergemachgespräch).
Kannst du ganz kurz (in wenigen Sätzen) den Kontext vom heutigen Text erklären?  Wie würdest du den Text gliedern?  Kannst du den Inhalt der Abschnitte kurz zusammenfassen?

Eines der reichhaltigsten Wörter im Text heute ist „der Beistand“ in Vers 7. Die Luther-Bibel übersetzt hier mit „der Tröster“. Allein das zeigt, wie vielfältig dieses Wort ist (das griechische Wort ist Paracletos). Was sagt uns dieses Wort über die Rolle des Heiligen Geistes?

Drei weitere bedeutungsschwangere Wörter: der Heilige Geist überführt die Welt der Sünde, der Gerechtigkeit und des Gerichts. Erkläre (und/oder diskutiere)!
In den Versen 14 und 15 fasst Jesus das Werk des Heiligen Geistes zusammen. Was tut der Heilige Geist? (Hinweis: es kann an dieser Stelle auch hilfreich sein, darüber nachzudenken, was der Heilige Geist nicht tut). Welche primären Eigenschaften sollten Menschen haben, die mit dem Heiligen Geist erfüllt sind?

Bonusfrage: Johannes 16,5 scheint im direkten Widerspruch mit Johannes 13,36 und 14,4.5 zu stehen. Das hat bereits einigen Ausleger Kopfschmerzen bereitet. Hast du eine mögliche Erklärung?

Share

Fragebogen: Apostelgeschichte 20,18-38 — Sonderlektion

Download

Paulus‘ Ermahnung an die Ältesten

„So habt nun acht auf euch selbst und auf die ganze Herde, in der euch der Heilige Geist eingesetzt hat zu Bischöfen, zu weiden die Gemeinde Gottes, die er durch sein eigenes Blut erworben hat.“

(Apostelgeschichte 20,28)

  1.  Mit welcher Haltung hatte Paulus Gott und den Menschen in Ephesus gedient (18-20; Mt 5,5)? Was war dabei seine zentrale Botschaft, und was bedeutet sie (21)?
  2. Welche Haltung hatte Paulus gegenüber seinem Auftrag von Gott (22-24)? Warum erachtete er sich nun als rein vom Blut aller in der Gemeinde (25-27)? Was kannst du durch diesen Abschnitt lernen?
  3. Wozu ermahnte Paulus die Ältesten direkt (28-31)? Wer hatte sie als Bischöfe eingesetzt, und was bedeutet das (28)? Welches Beispiel hatte Paulus selbst gegeben (19-31)? Was kannst du hier lernen?
  4. Was bedeutet es, dass Paulus sie schließlich Gott und dem Wort seiner Gnade anbefahl (32)? Was lehrte Paulus über das Arbeiten und das Geben (33-35)? Was hat Jesus dazu gesagt? Was zeigt die Abschiedsszene über die geistliche Liebesbeziehung, die zwischen Paulus und ihnen durch seinen demütigen Dienst entstanden war (36-38)?
Share

Predigt: Matthäus 28,1-20 – Ostern 2022

Download

Er ist auferstanden

„Aber der Engel sprach zu den Frauen: Fürchtet euch nicht! Ich weiß, dass ihr Jesus, den Gekreuzigten, sucht. Er ist nicht hier; er ist auferstanden, wie er gesagt hat. Kommt und seht die Stätte, wo er gelegen hat.“

(Matthäusevangelium 28,5.6)

Frohe Ostern!
Warum wird der Tag der Auferstehung Jesu „Ostern“ genannt?
Laut Duden kommt die Bezeichnung „Ostern“ aus dem Osten, wo die Sonne aufgeht, und das Morgenlicht erstrahlt. Interessanterweise leiten viele Sprachen in Europa das Wort vom aramäischen Wort pas-cha ab, angelehnt an das hebräische Wort Pessach. Im Spanischen: Pascua, Dänisch: påske, Niederländisch: Pasen usw. Diese Sprachtradition weist auf das Passafest der Juden hin, welches anlässlich des Auszugs der Israeliten aus der Sklaverei gefeiert wird. Abends am Karfreitag beginnt das Passafest und wird jedes Jahr eine Woche lang gefeiert. Durch diese Festtage erinnerte Gott das jüdische Volk an den Auszug aus der Sklaverei. Bis Jesus am Karfreitag gekreuzigt wurde, wurde über 1300 Jahre hinweg jährlich eine Woche lang Passa gefeiert. Darin zeigt sich Gottes Absicht, dass die Juden ihre Herkunft nicht vergessen, im Hinblick auf diese Herkunft ihre Gegenwart verstehen und in die Zukunft blicken sollten. Heute feiern wir Ostern bzw. „Pessah“. Einerseits können wir uns entlastet fühlen, weil wir von den Pflichten der Arbeit befreit sind und die Festtage genießen dürfen. Zum anderen können wir uns an die Auferstehung erinnern.

Paulus schrieb an die Korinther folgendes: „Ich erinnere euch aber, Brüder und Schwestern, an das Evangelium, das ich euch verkündigt habe: … Dass Christus gestorben ist für unsre Sünden nach der Schrift; und dass er begraben worden ist; und dass er auferweckt worden ist, am dritten Tage nach der Schrift.“ Diese Predigt dient dazu, uns an die Auferstehung zu erinnern. Das Matthäusevangelium berichtet über die Auferstehung Jesu nach diesem Schema: das Hören der Botschaft zuerst, danach die Begegnung mit Jesus.

Als der Sabbat vorüber war und der erste Tag der Woche anbrach, kamen Maria Magdalena und die andre Maria, um nach dem Grab zu sehen. An diesem Morgen ereigneten sich am Grabe Jesu einige wundersame Dinge: zuerst ein Erdbeben, danach erschien ein Engel, der große Grabstein vor der Öffnung des Grabes wurde fortgewälzt, und die Soldaten sind vor Angst und Schrecken erstarrt wie tote Menschen. Vom Engel hörten die Frauen die Botschaft: „Fürchtet euch nicht! Ich weiß, dass ihr Jesus, den Gekreuzigten, sucht. Er ist nicht hier; er ist auferstanden, wie er gesagt hat. Kommt und seht die Stätte, wo er gelegen hat.“ Vom griechischen Wort „Angelos“ kommt das Wort „Engel“, welches folgende Bedeutung hat: eine Person, die eine Nachricht überbringt. Um den Frauen die Botschaft der Auferstehung Jesu zu verkünden, sandte Gott seinen Engel. Die Frauen hatten nicht mit einem leeren Grab gerechnet. Sie suchten lediglich nach dem Leichnam des gekreuzigten Jesu.

Die Botschaft vom Engel bestätigte die Worte, die Jesus vor seinem Tod mehrfach angekündigt hatte: Er wird und ist nun auferstanden von den Toten. Gottes Engel gab den Frauen die Aufgabe: „Geht eilends hin und sagt seinen Jüngern: Er ist auferstanden von den Toten. Und siehe, er geht vor euch hin nach Galiläa; da werdet ihr ihn sehen. Siehe, ich habe es euch gesagt.“ Als die Frauen vom Engel die Botschaft der Auferstehung hörten, waren ihre Herzen mit Furcht und großer Freude erfüllt.
Eilends gingen sie weg vom Grab und gingen zu den Jüngern, um zu verkündigen, was am Grabe Jesu geschehen war.

Während die Frauen noch auf dem Weg zu den Jüngern waren, begegnete ihnen Jesus. Vom Engel Gottes hörten sie die Osterbotschaft, und kurz daraufhin konnten sie Jesus direkt sehen. Jesus begrüßte sie: „Seid gegrüßt!“ Ohne Zögern traten sie zu ihm und umfassten seine Füße und fielen vor ihm nieder. Bis vor kurzem haben sie den gekreuzigten Jesus am Grab gesucht, aber der Auferstandene ging ihnen entgegen und zeigte sich ihnen. Nun konnten sie direkt seine Füße umarmen. Jesus hatte Verständnis für ihre Furcht. Darum tröstete er sie zuerst: „Fürchtet euch nicht!“ Am Karfreitag starb Jesus bitterlich und sprach die Worte: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ Aber nun sagte dieser gekreuzigter und nun auferstandene Jesus: „Fürchtet euch nicht!“

Auch Jesus befahl ihnen: „Geht hin und verkündigt es meinen Brüdern, dass sie nach Galiläa gehen: Dort werden sie mich sehen.“ Die elf Jünger hörten von den Frauen die Geschichten, die am Grabe Jesu geschehen waren. Nach dem Bericht der Frauen gingen die elf Jünger nach Galiläa auf den Berg, den Jesus für die Begegnung mit ihnen bestimmt hatte. Als sie den Auferstandenen sahen, warfen sie sich auf den Boden. Genauso wie die Frauen durften sie ihn nun direkt sehen. Dennoch zweifelten einige. Es genügte ihnen noch nicht, daran zu glauben, dass Jesus wahrhaftig auferstanden ist. Das Matthäusevangelium berichtet auch über die Zweifel der Jünger. Der Verfasser hielt das Festhalten dieser Tatsache für sinnvoll. Darum ließ er die Zweifel der Jünger nicht weg. Die Jünger Jesu waren keine Helden, sondern Menschen, die die Hilfe Jesu benötigen. Jesus, der Auferstandene, sprach zu seinen Jüngern: „Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden.“ Es gibt Menschen, die Gewalt und Macht haben. Die Römer hatten mit ihrer Gewalt Jesus gekreuzigt. Ihre Gewalt schien stärker als Jesu Gewalt zu sein. Als die Hohenpriester von der Wache über die Auferstehung hörten, gaben sie ihnen viel Geld, um folgende Gerüchte zu verbreiten. Und zwar: die Jünger kamen in der Nacht und haben den Leichnam Jesu gestohlen. Diese manipulierte Nachricht verbreitete sich unter den Juden. Solche Menschen wie Politiker, reiche Leute scheinen die notwendige Macht zu haben. Von solch einer Gewalt wurde Jesus gekreuzigt. Daher hatten die Jünger zurecht Furcht vor dieser Gewalt. Aber nun sprach Jesus zu ihnen: „Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden.“ Das heißt mit anderen Worten: Jesus ist der Herr über alle Gewalt. Was der Chef sagt, nehmen alle Kollegen ernst. Was der Herr sagt, sollen alle ernst nehmen. Durch diese Erklärung ermutigte Jesus seine Jünger, die noch Zweifel hatten.

Matthäus Kapitel 28 berichtet, wie die Nachricht der Auferstehung weitergegeben wurde. Zuerst kam der Engel Gottes herab und verkündete den Frauen von der Auferstehung Jesu. Danach begegnete Jesus ihnen. Darauffolgend hörten die Jünger von den Frauen die Botschaft der Auferstehung, und anschließend begegneten sie Jesus. Es ist interessant, zu beobachten, wie die Botschaft der Auferstehung weitergegeben wurde. Zwischen dem Hören der Botschaft und dem Begegnen mit Jesus gab es immer einen gewissen Zeitraum. Jesus hätte ohne den Boten direkt den Frauen oder seinen Jüngern begegnen können. Es hätte viel leichter und überzeugender sein können, wenn Jesus direkt den Frauen bzw. den Jüngern erschienen wäre. Aber Jesus wollte seine Leute unbedingt zuerst die Botschaft hören lassen. Danach räumte er einen Zeitraum ein, damit die Frauen bzw. seine Jünger diese Botschaft im Herzen verarbeiten konnten, um an die Auferstehung zu glauben. Jesus gab seinen Leuten Zeit, in der sie persönlich zum Glauben kommen können. Er ist der Herr über alle Gewalt, aber er kommt zu den Menschen demütig und dienend. Er respektiert die Freiheit der Menschen, mit der sie Jesus als den wahren König annehmen können. Wie Jesus seinen Jüngern begegnet war, kommen die Menschen bis heute auf gleiche Weise zum Glauben, indem sie die Botschaft hören und danach persönlich Jesus begegnen. Jesus, der alle Gewalt im Himmel und auf Erden hat, steht demütig draußen, bis wir ihm die Tür unserer Herzen öffnen. Es kann lange dauern, bis wir unsere Herzen öffnen. Aber er will jedem die Zeit geben, in der jeder die Botschaft hört und persönlich glaubt.

Der Herr über alle Gewalt im Himmel und auf Erden beauftragte seine Jünger: „Darum gehet hin und lehret alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.“
Jesus, der alle Gewalt hat, will alle Völker durch seine Jünger erreichen. Eigentlich waren seine Jünger die ganze Zeit ausschließlich im Land Israel gewesen. Sie sprachen ihre Muttersprache, Aramäisch bzw. Galiläisch. Aber nun beauftragte er sie, alle Völker zu lehren, damit sie von Jesus lernen und ihm nachfolgen können. Wie können die Jünger alle Völker zu Jesus einladen, damit sie Jesus nachfolgen können? Sie können die Menschen lehren, wie Jesus sie gelehrt hat. Sie können die Menschen taufen, die Jesus als den Herrn annehmen. Um dieses Werk zu vollbringen, wird Jesus sie begleiten. Bis an der Welt Ende wird er alle Tage bei seinen Jüngern sein.

Warum will der Herr alle Völker durch seine Jünger ausrufen, ihm zu folgen? Eigentlich ist der Herr nicht auf die Hilfe der Menschen angewiesen. Alle Gewalt gehört ihm. Er kann ohne Zusammenarbeit mit den Menschen alles allein schaffen. Aber er will durch die Menschen andere Menschen zu seinen Jüngern machen. Einerseits ist die Aufgabe, den anderen Menschen von Jesus zu erzählen, schwer. Anderseits ist diese Aufgabe ein Privileg, weil Jesus seine Jünger mit der Verheißung begleitet: Bis an der Welt Ende will er bei seinen Jüngern alle Tage sein.
Jeden Tag hören wir von vielen Seiten die Nachricht, dass unsere Existenz bedroht wird. Der Krieg in der Ukraine kann uns erreichen. Ca. 5 Millionen aus der Ukraine sind auf der Flucht. Viele Menschen haben ihr Leben verloren. Wenn wir mit den Bildern von den bombardierten Gebäuden konfrontiert werden, fühlen wir uns elend. Vor der Gewalt des Krieges fühlen wir uns schwach. Werden wir mit Atomwaffen bedroht, geraten wir in Angst. Wenn wir nur die Welt betrachten, sieht es so aus, als ob die Menschen alle Gewalt hätten. Es mag sein, dass die Gewalt der Menschen uns bedrohen kann. Aber heute spricht Jesus zu uns wieder: Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden. Nicht die Menschen können über unser Leben entscheiden, sondern der Herr, der von den Toten auferstanden ist. Nicht der Tod, sondern Jesus ist der Herr über unser Leben. Darum können wir getrost Jesus nachfolgen. Es mag sein, dass wir wie Jesus von den Menschen verletzt werden. Es mag sein, dass wir wie Jesus sogar getötet werden. Aber wir haben die Wahrheit. Jesus ist der Herr. Wenn wir ihm nachfolgen, werden wir in ihm leben. Der Tod ist kein Ende, sondern der Weg zum Leben. Darum können wir trotz aller Bedrohungen alle Völker auffordern, Jesus nachzufolgen. Jesus wird uns alle Tage begleiten. Er lebt. Er lebt. Er ist bei dir und bei mir.
Der Herr ist auferstanden!

Share