{"id":9995,"date":"2021-01-17T11:00:02","date_gmt":"2021-01-17T10:00:02","guid":{"rendered":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/?p=9995"},"modified":"2022-11-18T12:19:09","modified_gmt":"2022-11-18T11:19:09","slug":"predigt-kolosser-316-17-jahresanfang-2021","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-kolosser-316-17-jahresanfang-2021\/","title":{"rendered":"Predigt: Kolosser 3,16.17  (Jahresanfang 2021)"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/2021_Kolosser-Lektion-3B-P.doc\"><strong>Download<\/strong><\/a><\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\">Lasst das Wort Christi reichlich unter euch wohnen<\/h2>\n<h3 style=\"text-align: center;\">\u201eLasst das Wort Christi reichlich unter euch wohnen: Lehrt und ermahnt einander in aller Weisheit. Mit Psalmen, Lobges\u00e4ngen und geistlichen Liedern singt Gott dankbar in euren Herzen.\u201c<\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\">Kolosser 3,16<\/p>\n<p>Im ersten Teil von Kapitel 3 hat Paulus gelehrt, dass wir als Christen nach dem suchen sollen, was droben ist, wo Christus ist, und nicht nach dem, was auf Erden ist. Wir sollen tief annehmen und verinnerlichen, dass Jesus f\u00fcr uns gestorben ist und wir mit ihm, und aus diesem Glauben die Glieder unserer alten irdischen Natur, die zum Teil noch an uns h\u00e4ngen, wie Unzucht, Unreinheit, sch\u00e4ndliche Leidenschaft, b\u00f6se Begierde und Habsucht, t\u00f6ten, d.h. uns f\u00fcr immer davon trennen. Auch Zorn, Wut, Bosheit, l\u00e4sternde und schandbare Worte sollen wir ablegen und stattdessen die Eigenschaften des neuen Menschen anziehen, n\u00e4mlich herzliches Erbarmen, Freundlichkeit, Demut, Sanftmut und Geduld, und anderen vergeben. Vor allem sollten wir die Liebe anziehen, die uns trotz unserer Unterschied vollkommen miteinander verbindet. Alle diese Aufforderungen bedeuten eine gravierende Ver\u00e4nderungen unserer Gesinnung und Innerlichkeit. Wir sehen ein, dass sie richtig und n\u00f6tig sind, und w\u00fcnschen sie uns, aber wir wissen auch, dass wir sie nicht aus eigener Kraft vollbringen k\u00f6nnen. Wir haben verstanden, dass es so ja auch nicht gemeint ist, sondern dass Gott all dies letztlich selbst in uns bewirken will. Wie will er uns daf\u00fcr die Motivation und die Kraft geben? Das Wort im Vers 16 gibt uns einen entscheidenden Hinweis darauf, wie das alles m\u00f6glich ist. Paulus fordert die Gl\u00e4ubigen dazu auf, dass sie das Wort Christi reichlich unter sich wohnen lassen sollen. Damit fordert er nicht nur zu einer christlichen Tugend auf, sondern nennt ihnen und uns den Schl\u00fcssel zu einem gesunden geistlichen Leben mit Wachstum, das Gott f\u00fcr alle Gl\u00e4ubigen vorgesehen hat. Lasst uns heute lernen, was wir daf\u00fcr tun k\u00f6nnen, dass das Wort Christi reichlich unter uns wohnt, und was f\u00fcr einen gro\u00dfartigen Segen wir dadurch erwarten k\u00f6nnen!<\/p>\n<p>Betrachten wir nochmal den Vers 16: \u201eLasst das Wort Christi reichlich unter euch wohnen: Lehrt und ermahnt einander in aller Weisheit. Mit Psalmen, Lobges\u00e4ngen und geistlichen Liedern singt Gott dankbar in euren Herzen.\u201c<\/p>\n<p>Das Wort Christi steht im engeren Sinn f\u00fcr die Worte, die Jesus Christus gesprochen hat. Im weiteren Sinn steht es f\u00fcr das Evangelium, das Jesus durch all sein Reden und Wirken im Leben und durch seinen Tod am Kreuz bezeugt hat. Das Wort Christi erinnert uns an das, was er f\u00fcr uns getan hat, und lehrt uns die tiefe Bedeutung davon. Das Wort Christi sind nicht nur seine Anweisungen f\u00fcr das Leben seiner Nachfolger. Es er\u00f6ffnet uns die tiefe geistliche Wirklichkeit, vor allem lehrt es uns die Gr\u00f6\u00dfe und die Tiefe von Gottes Liebe zu uns, seinen heiligen Willen f\u00fcr uns und das herrliche Ziel, zu dem er uns bringen will. Wenn das Wort Christi reichlich unter uns wohnt, werden wir vom Wort selbst gereinigt und ver\u00e4ndert und durch einen neuen Sinn im t\u00e4glichen Leben geleitet. Wenn das Wort Christi unter uns wohnt, k\u00f6nnen wir einander reichlich ermutigen.<\/p>\n<p>Die Christen in Koloss\u00e4 hatten eigentlich guten Glauben an das Evangelium. Aber sie wurden von den Irrlehren angegriffen und hatten es n\u00f6tig, geistlich weiter zu wachsen. Sie sollten die Glieder auf Erden, die \u00fcbrig gebliebenen Eigenschaften ihrer alten s\u00fcndigen Natur, t\u00f6ten und die Eigenschaften des neuen Menschen anziehen. Um das zu tun, sollten sie das Wort Christi reichlich unter sich wohnen lassen. Was bedeutet das?<\/p>\n<p>Das besagt zum einen, dass das Evangelium reichlich, also im \u00dcberfluss bei ihnen vorhanden sein sollte. Das Evangelium ist etwas von dem wir nie zu viel haben k\u00f6nnen. Zum anderen sollte es unter ihnen wohnen. Es sollte nicht nur ab und zu gepredigt und bedacht werden, sondern es sollte unter ihnen wohnen, also dauerhaft bei ihnen sein, 24 Stunden am Tag und sieben Tage die Woche. Dazu sollten sie nicht nur einmal in der Woche davon h\u00f6ren, sondern sollten einander lehren und ermahnen, und zwar in aller Weisheit. Wenn das Wort Christi reichlich unter ihnen wohnt, haben sie die geistliche Kraft, die verkehrten Lehren als solche zu identifizieren und sich von ihnen klar zu trennen. Wenn das Wort Christi reichlich unter ihnen wohnt, werden sie zur Heiligung angespornt und k\u00f6nnen den alten Menschen vollends ablegen und den neuen anziehen. Dann k\u00f6nnen alle geistlich wachsen und ihre Gemeinschaft wird immer erbaulicher. Wenn das Wort Christi reichlich unter ihnen wohnt, k\u00f6nnen sie mit geistlichen Liedern Gott dankbar in ihren Herzen singen, statt sich mit den Irrlehren herumzuschlagen. Weil Paulus wusste, dass das Wort Christi bzw. das Evangelium alle diese elementar wichtigen, guten Dinge unter ihnen bewirken kann, hat er sie am Ende des Abschnitts 3,1-17 aufgefordert, dass sie das Wort Christi reichlich unter sich wohnen lassen sollten. Dabei verzichtete er darauf, zu erl\u00e4utern, wie sie das tun k\u00f6nnten, da es viele M\u00f6glichkeiten daf\u00fcr gibt und es ihre Verantwortung war, wie sie das erreichen wollten. Nur sagte er, dass sie einander lehren und ermahnen sollten mit aller Weisheit. Das hei\u00dft, dass nicht allein die begabten Lehrer oder Prediger daf\u00fcr verantwortlich waren, sondern dass jeder mit dazu beitragen sollte und konnte.<\/p>\n<p>Welche Relevanz hat diese Aufforderung f\u00fcr uns? Und wie k\u00f6nnen wir ihr nachkommen? Wie die Umfrage gezeigt hat, lesen die meisten von uns t\u00e4glich pers\u00f6nlich in der Bibel. Also h\u00f6ren die meisten t\u00e4glich sein Wort und bem\u00fchen sich, damit zu leben. Au\u00dferdem machen die meisten von uns einmal in der Woche Bibelstudium und h\u00f6ren sonntags eine Predigt. Das ist an sich gut. Trotzdem m\u00fcssen wir uns fragen, ob das Wort Christi wirklich reichlich unter uns wohnt. Wohnt das Evangelium so best\u00e4ndig und so fest in unseren Herzen, dass es unsere Gesinnung, unser Reden und Handeln im Alltag bestimmt? Sodass wir von Jesu Geist und seiner Liebe best\u00e4ndig erf\u00fcllt sind und einander erbauen, wenn wir einander begegnen oder mit anderen reden zu Hause, mit Freunden oder mit Kollegen am Arbeitsplatz? Wie k\u00f6nnen wir das Wort Christi reichlich in uns und unter uns haben und davon erf\u00fcllt sein?<\/p>\n<p>Ein Pastor sagte, dass manche Christen am Sonntag im Gottesdienst Jesus zuh\u00f6ren und sich danach verabschieden und sinngem\u00e4\u00df sagen: Auf Wiedersehen, Jesus, bis n\u00e4chsten Sonntag. Damit das Wort Christi unter uns wohnen kann, m\u00fcssen wir einen Weg finden, dass das Wort st\u00e4ndig in uns ist. Dazu ist es ohne Frage wichtig, dass wir jeder pers\u00f6nlich t\u00e4glich auf sein Wort h\u00f6ren und eine herzliche Gemeinschaft mit ihm haben. Dazu gibt es verschiedene M\u00f6glichkeiten wie einen Bibelabschnitt mit Hilfe des \u201eT\u00e4gliches Brot\u201c-Heft zu lesen und tiefer zu betrachten oder die Bibel fortlaufend zu lesen. Verse oder ganze Texte auswendig zu lernen, ist auch eine hervorragende M\u00f6glichkeit, dem Wort besser zuzuh\u00f6ren und es jederzeit bedenken zu k\u00f6nnen, auch dann, wenn wir keine Bibel lesen oder per Audio h\u00f6ren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Dass wir nicht nur alleine, sondern auch zusammen die Bibel studieren, ist eigentlich eine hervorragende M\u00f6glichkeit, durch die jeder Einzelne das Wort Christi neu verstehen kann und wir es auch als Gemeinschaft unter uns wohnen lassen k\u00f6nnen. Wenn wir die Bibel schon seit Jahren oder Jahrzehnten studiert haben, ist es aber eine Herausforderung, die Bibel so zu studieren, dass das Wort Christi uns jede Woche anspricht und lebendig unter uns wohnt und wirkt. Fr\u00fcher habe ich jedes Bibelstudium ausf\u00fchrlich vorbereitet und mit jeder Teilfrage versucht, jeden Vers zu verstehen. Beim Bibelstudium habe ich dann mehrere Seiten mitgeschrieben und in den Tagen danach trotz Zeitmangel darum gerungen, beim Stellungnahme-Schreiben die Bedeutung von Gottes Wort f\u00fcr mich zu begreifen und darauf pers\u00f6nlich zu antworten. Sicherlich war mein Verst\u00e4ndnis sehr mangelhaft und mein Glaube kindlich; aber Gott konnte mir durch diese begierige Haltung einige Worte ins Herz pflanzen und mir manches von der geistlichen Wahrheit zeigen. Mir ist klar geworden, dass die geistliche Haltung eine entscheidende Rolle spielt, wie viel das Wort Christi in meinem Herzen wohnen kann, und ich bete, dass ich zu der begierigen Haltung und kindlichem Vertrauen zur\u00fcckkomme.<\/p>\n<p>Lasst uns alle beten, dass Gott unser Bibelstudium in diesem Jahr belebt und vertieft, sodass dadurch jeder Woche f\u00fcr Woche das Wort Christi empfangen und geistlich wachsen kann. Dazu ist es wichtig, dass wir schon vorher den jeweiligen Text tiefgehend und von Herzen betrachten und finden, was das Wort f\u00fcr uns bedeutet, sodass wir beim Bibelstudium unsere Einsichten und Erfahrungen dar\u00fcber austauschen k\u00f6nnen. Unsere Bibelstudien sollten nicht nur vom jeweiligen Leiter abh\u00e4ngen. Die meisten von uns sind Bibellehrer, deshalb w\u00e4re es schade, wenn wir einfach kommen, um zu h\u00f6ren, was der Leiter zum Text zu sagen hat. Wenn jeder schon vorher den Text studiert und von Herzen betet und sucht, was das Wort f\u00fcr ihn oder sie bedeutet, werden unsere Bibelstudien interessanter, reichlicher, lebendiger und viel leichter anwendbar f\u00fcr unser reales Leben. Das gilt f\u00fcr alle Bibelstudien, von den Kreisleitern und Predigern, den Kreisen, den Jugendlichen und f\u00fcr Bibelstudien zu zweit. Wie viel wir vom Bibelstudium mitnehmen k\u00f6nnen, wie tief das Wort Christi in uns kommt und bleibt, h\u00e4ngt wesentlich davon, wie viel wir uns selbst vorher mit dem Wort besch\u00e4ftigt und und gebetet haben.<\/p>\n<p>Dabei ist es ebenso wichtig, dass wir uns nach dem Bibelstudium mit dem geh\u00f6rten Wort weiter besch\u00e4ftigen und dem Heiligen Geist erlauben, es in uns weiter zu erl\u00e4utern und einzupflanzen. Wenn wir uns jede Woche daf\u00fcr Zeit nehmen und es betend tun, wird uns das viel helfen, dass das Wort in uns wohnen kann und unsere Gesinnung und unser Leben ver\u00e4ndert. Wenn wir die Gnade, die wir dabei empfangen haben, auch einander mitteilen, wird uns das helfen, dass das Wort auch unter uns reichlicher wohnt. Lasst uns beten, dass unsere Bibelstudien eine Quelle werden, aus der das Wort Christi reichlich flie\u00dft, sodass alle geistlich erneuert werden! Wenn das Wort Christi in uns selbst wohnt und uns bestimmt, wird es sich auch auf die anderen auswirken, sei es wenn wir austauschen, was wir gelernt haben, oder wenn wir uns zuf\u00e4llig auf der Stra\u00dfe treffen. Lasst uns beten, dass das Wort Christi so reichlich unter uns wohnt, dass es jeden von uns und unsere Gemeinde geistlich erneuert! Beten wir auch, dass Gott den Predigern hilft, das Wort und seine Bedeutung f\u00fcr uns so klar zu verstehen, dass sie es in aller Weisheit predigen k\u00f6nnen, sodass alle davon erf\u00fcllt werden und die, die noch zweifeln, zum Glauben an Christus finden k\u00f6nnen. Amen!<\/p>\n<p>Wegen der Orientierung aus diesem Vers wollen wir nach unserem Genesis-Bibelstudium wieder verst\u00e4rkt B\u00fccher aus dem Neuen Testament studieren. Aber die Aufforderung, das Wort Christi reichlich unter uns wohnen zu lassen, gilt nicht nur, wenn wir Texte aus dem Neuen Testament lesen. Auch bei Texten aus dem Alten Testament sollten wir suchen, inwiefern sie auch auf Jesus Christus und auf das Evangelium von Gottes Liebe hinweisen, und sollten sie entdecken, soweit sie darin vorhanden ist \u2013 und sie ist viel \u00f6fter im Alten Testament vorhanden, als wir es vielleicht meinen. Diese Art von Bibelstudium muss Jesus im Sinn gehabt haben, als er seine J\u00fcnger mit dem Wort ermutigte: \u201eDarum gleicht jeder Schriftgelehrte, der ein J\u00fcnger des Himmelreichs geworden ist, einem Hausvater, der aus seinem Schatz Neues und Altes hervorholt\u201c (Mt 13,52).<\/p>\n<p>Was f\u00fcr gro\u00dfartige Dinge k\u00f6nnen wir erwarten, wenn das Wort Christi reichlich unter uns wohnt? Wenn das Wort Christi reichlich unter uns wohnt, werden wir in unserer Beziehung zu Jesus best\u00e4ndig bleiben und in der Erkenntnis und im Vertrauen auf ihn t\u00e4glich wachsen. Dann k\u00f6nnen wir auch in schwierigen Situationen im Alltag und bei gro\u00dfen Problemen weiter aus Glauben denken und beten und seine Hilfe erfahren und im Glauben wachsen, anstatt schwach zu werden oder gar abzufallen. Wenn wir das Wort Christi reichlich in uns haben, k\u00f6nnen wir alle Versuchungen identifizieren und \u00fcberwinden.<\/p>\n<p>Wenn wir das Wort Christi reichlich in uns haben, wird auch unsere Gemeinschaft erneuert und gest\u00e4rkt und f\u00fcr alle erbaulich. Viele haben in der Umfrage ihren Wunsch nach mehr Gemeinschaft ausgedr\u00fcckt. Dabei denken viele, dass wir zurzeit wegen Corona wenig M\u00f6glichkeiten zur Gemeinschaft haben. Das stimmt, zum Beispiel k\u00f6nnen wir zurzeit nicht alle zusammen im Zentrum Gottesdienst feiern und danach zusammen beten und beim Mittagessen \u00fcber alles M\u00f6gliche austauschen. Aber tats\u00e4chlich haben wir einige M\u00f6glichkeiten zur Gemeinschaft, zum Beispiel k\u00f6nnen wir einander jederzeit schreiben, einander anrufen oder im Video Chat miteinander sprechen oder uns zu zweit treffen und spazieren gehen. Ich wei\u00df nicht, wie oft ihr das untereinander macht. Aber wir haben unsere M\u00f6glichkeiten l\u00e4ngst nicht ausgesch\u00f6pft. Warum? Was uns davon ab, uns \u00f6fter auf diese oder jene erlaubte Weise zu treffen und Gemeinschaft zu haben? Liegt es daran, dass wir mit unseren Alltagsaufgaben so besch\u00e4ftigt sind? Oder an unserer inneren Tr\u00e4gheit? Bestimmt beides. Aber liegt es zum Teil vielleicht auch daran, dass wir uns nicht sicher sind, ob die Gemeinschaft mit dem Bruder oder der Schwester wirklich erbaulich wird \u2013 ob das Gespr\u00e4ch oder die Gemeinschaft den anderen wohl wirklich erbauen wird? Und ob es auch f\u00fcr mich erbaulich wird? Und dass wir im Zweifelsfall eben lieber weiter f\u00fcr uns bleiben? Ihr wisst selbst, inwieweit das auf euch zutrifft. Bei mir spielt das eine gro\u00dfe Rolle. Aber: wenn das Wort Christi reichlich in uns wohnt, wird unsere Gemeinschaft mit anderen erbaulich, weil das Wort Christi in uns und unter uns wirkt, sei es bei unseren Versammlungen oder privaten Treffen. Jesus hat gesagt: \u201eDer Geist ist\u2019s, der lebendig macht; das Fleisch ist nichts n\u00fctze. Die Worte, die ich zu euch geredet habe, die sind Geist und sind Leben\u201c (Joh 6,63). Wenn das Wort Christi in uns ist, werden wir von Liebe und Freude erf\u00fcllt und bekommen auch die Weisheit, einander zu verstehen und zu ermutigen. Wir k\u00f6nnen einander zuh\u00f6ren, mit einander beten und letztlich einander ermutigen, egal in welcher Form wir uns treffen.<\/p>\n<p>Wenn das Wort Christi reichlich unter uns wohnt, wird unsere Gemeinschaft von seiner Liebe, seiner Freude und seinem Frieden gepr\u00e4gt, sodass diejenigen, die in die Gemeinde kommen, den Wunsch bekommen werden, diesen Jesus kennenzulernen und ihn zu finden.<br \/>\nWenn wir das Wort Christi reichlich in uns haben, werden wir Gottes Vision f\u00fcr uns pers\u00f6nlich und f\u00fcr unsere Gemeinde einm\u00fctig erkennen und annehmen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Ich bete, dass in diesem Jahr mehrere Familien ihre T\u00fcr \u00f6ffnen und Hauskreise anbieten, sodass Studenten und junge Leute das Evangelium in einer nat\u00fcrlicheren Weise h\u00f6ren und Jesus begegnen k\u00f6nnen oder wo bestimmte Gruppen, zum Beispiel Frauen oder berufst\u00e4tige M\u00e4nner sich \u00fcber f\u00fcr sie relevante Themen austauschen k\u00f6nnen. Ich bete auch, dass wir in Workshops bestimmte geistliche Fragen betrachten und durch das Wort Christi eine richtige Anschauung dazu finden k\u00f6nnen. Ich bete, dass Gott uns seine Weisheit und Hilfe schenkt, dass wir den Kindern und Jugendlichen das Wort Christi auch in den Corona-Beschr\u00e4nkungen in geeigneter Weise geben und ihnen helfen k\u00f6nnen, Jesus als ihren wahren Freund und Retter zu erkennen, und dass jeder Jugendliche das Wort Christi pers\u00f6nlich studiert.<\/p>\n<p>Der Vers 16 beinhaltet noch ein andere Aufforderung: \u201eMit Psalmen, Lobges\u00e4ngen und geistlichen Liedern singt Gott dankbar in euren Herzen.\u201c In dieser Zeit, wo es ein st\u00e4ndiges gesundheitliches Risiko und viele Einschr\u00e4nkungen gibt und vieles, was selbstverst\u00e4ndlich war, nicht m\u00f6glich ist, sind viele Menschen unzufrieden und klagen. Aber als Christen werden wir hier ermutigt, mit Psalmen, Lobges\u00e4ngen und geistlichen Liedern Gott dankbar in unseren Herzen zu singen. Die Aufforderung, dankbar zu sein und Gott zu danken, kommt in den Versen 15-17 dreimal vor. Vers 15 endet mit der Ermahnung: \u201eUnd seid dankbar!\u201c Vers 17 sagt: \u201eUnd alles, was ihr tut mit Worten oder mit Werken, das tut alles im Namen des Herrn Jesus und dankt Gott, dem Vater, durch ihn.\u201c Auch viele andere Stellen in der Bibel fordern uns auf, dankbar zu sein und Gott zu loben und zu danken. Man k\u00f6nnte denken, dass wir Gott automatisch danken werden, wenn wir Grund dazu haben. Aber das stimmt nicht. Dass die Bibel so vielfach zum Danken auffordert, zeigt, dass das Danken etwas ist, das wir Menschen tendenziell vergessen. Die Kolosser waren reife Christen. Dass Paulus sie hier dreimal hintereinander zum Danken auffordert, zeigt, dass sie diese Aufforderung brauchten.<\/p>\n<p>Auch uns kann es leicht passieren, dass wir das Gute, das wir haben, f\u00fcr selbstverst\u00e4ndlich halten \u2013 selbst wenn wir daf\u00fcr fr\u00fcher gebetet haben \u2013 und dass wir ohne Dankbarkeit leben. Es ist wichtig, dass wir diese Ermahnung in diesem Jahr beherzigen und Gott bewusst danken. Wir sollten nicht vers\u00e4umen, Gott zu danken, selbst wenn wir ein akutes Problem haben. Wir k\u00f6nnen, wenn wir morgens aufstehen, immer Gott danken, dass wir aufstehen konnten und einen weiteren Tag mit Gott leben k\u00f6nnen. Wir k\u00f6nnen Gott immer danken, dass er uns seinen Sohn gab und ihn f\u00fcr uns dahingab, und dass er uns aus seiner Gnade zum Glauben an ihn gef\u00fchrt und uns zu seinen Kindern gemacht hat. Wir k\u00f6nnen auch, was die Gemeinde angeht, trotz aller M\u00e4ngel dankbar sein \u2013 dass Gott uns als Gemeinde zusammengef\u00fcgt und uns hineingef\u00fcgt hat, f\u00fcr die Glaubensgeschwister, die Gott treu lieben und f\u00fcr uns beten; wir k\u00f6nnen Gott danken f\u00fcr das, was Gott unter uns getan hat, und f\u00fcr die M\u00f6glichkeiten, die wir als Gemeinde haben, um das Evangelium weiter zu erfahren und es auszuleben und es auch anderen zu bezeugen. Wenn das Wort Jesu reichlich unter uns wohnt, k\u00f6nnen wir immer dankbar sein und Gott danken und ihm Lieder singen. Wenn wir nicht laut singen, k\u00f6nnen wir Gott doch dankbar in unseren Herzen singen. Wenn das Wort Christi reichlich unter uns wohnt, werden wir alles, was wir tun, zur Ehre Gottes tun und ihm im Namen Jesu f\u00fcr alles danken. M\u00f6ge Gott uns helfen, dass das Wort Christi in diesem Jahr reichlich unter uns wohne, und alles, was daf\u00fcr gut ist, zu tun! M\u00f6ge Gott uns dadurch reichlich segnen und einzeln und uns als Gemeinde geistlich erneuern! M\u00f6ge Gott uns helfen, ihm f\u00fcr seine Gnade und seinen Segen immer dankbar zu sein und ihm t\u00e4glich im Herzen dankbar zu singen!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download Lasst das Wort Christi reichlich unter euch wohnen \u201eLasst das Wort Christi reichlich unter euch wohnen: Lehrt und ermahnt einander in aller Weisheit. 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