{"id":9952,"date":"2020-12-06T11:00:21","date_gmt":"2020-12-06T10:00:21","guid":{"rendered":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/?p=9952"},"modified":"2022-11-18T12:19:13","modified_gmt":"2022-11-18T11:19:13","slug":"predigt-micha-51-14-weihnachten-2020","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-micha-51-14-weihnachten-2020\/","title":{"rendered":"Predigt: Micha 5,1 &#8211; 14 (Weihnachten 2020)"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/2020_WN-1_Micha_5-0114-P.doc\"><strong>Download<\/strong><\/a><\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\">Der Messias bringt die Wende<\/h2>\n<h3 style=\"text-align: center;\">\u201eUnd du, Bethlehem Efrata, die du klein bist unter den Tausenden in Juda, aus dir soll mir der kommen, der in Israel Herr sei, dessen Ausgang von Anfang und von Ewigkeit her gewesen ist.\u201c<\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\">(Micha 5,1)<\/p>\n<p>Wir befinden uns inmitten der Weihnachtszeit und feiern heute schon den 2. Advent. In dieser Zeit besinnen wir uns in besonderer Weise auf das Kommen Christi auf diese Welt und dessen Bedeutung f\u00fcr uns. Tats\u00e4chlich ist dieses Ereignis so wichtig, dass Gott darauf schon mehr als sieben Jahrhunderte zuvor hingewiesen hatte. Es geschah durch den Propheten Micha, der im 8. Jahrhundert vor Christus lebte. In welcher Situation Micha das Kommen des Messias voraussagte, ist sehr bedeutsam. Denn zur Zeit von Micha stand das Volk Israel in gro\u00dfer Bedr\u00e4ngnis. Das Nordreich Israel fiehl an Assyrien. Der Gro\u00dfteil der Bev\u00f6lkerung wurde gefangen weggef\u00fchrt. Nun sah es so aus, dass das S\u00fcdreich Juda als n\u00e4chstes erobert werden w\u00fcrde. Das S\u00fcdreich Juda stand in akuter Bedrohung vor der assyrischen Supermacht. St\u00e4ndig mussten die Leute in Juda damit rechnen, dass sie dasselbe Schicksal bevorsteht wie den Juden aus Nordisrael. Micha sagte ihnen voraus, dass sie dasselbe Schicksal wie Israel ereilen w\u00fcrde. Auch sie w\u00fcrden einst durch eine Supermacht gefangen weggeschleppt werden, allerdings nicht durch Assyrien, sondern durch Babel. In Micha 4,14 hei\u00dft es: \u201eJetzt! Ritze dich, Tochter der Kriegsschar! Man hat eine Belagerung gegen uns gerichtet; mit dem Stab schlagen sie den Richter Israels auf die Backe.\u201c Juda stand etwas Schreckliches bevor! Aber gerade in dieser Zeit voller Angst und Hoffnungslosigkeit gab Gott den Juden die wunderbare Verhei\u00dfung des Messias. Das Kommen des Messias w\u00fcrde die Lage der Juden v\u00f6llig ver\u00e4ndern. Mit seinem Kommen w\u00fcrde es in der Situation Israels zu einem tiefgreifenden Wendepunkt kommen.<br \/>\nUm diesen Wendepunkt geht es in dem heutigen Text aus Micha 5. Wir wollen uns mit diesem Text anhand von drei Fragen auseinandersetzen:<br \/>\n1. Wer ist der Messias, der die Wende bringt?<br \/>\n2. Was f\u00fcr eine Wende bringt der Messias?<br \/>\n3. Was zerst\u00f6rt der Messias, um diese Wende zu erm\u00f6glichen?<\/p>\n<p><strong>Teil I: Die Pers\u00f6nlichkeit des Messias (V.1-3)<\/strong><\/p>\n<p>Bereits in Kapitel 4 k\u00fcndigte Gott den Juden die Wende f\u00fcr ihre miserable Lage an. Diese Wende stand in unmittelbarer Verbindung mit dem Auftreten einer Person, mit der Person des Messias. Wie k\u00fcndigte Micha den damaligen Juden die Person des Messias an? Wer war der, der die Wende einleiten sollte? Lesen wir Vers 1 einmal gemeinsam: \u201eUnd du, Bethlehem Efrata, die du klein bist unter den Tausenden in Juda, aus dir soll mir der kommen, der in Israel Herr sei, dessen Ausgang von Anfang und von Ewigkeit her gewesen ist.\u201c Aus Bethlehem, ausgerechnet aus Bethlehem sollte der Messias kommen. Solch eine gro\u00dfe Pers\u00f6nlichkeit, von der es hei\u00dft, dass sie der Herr \u00fcber Israel sei und dass dessen Ausgang von Anfang und von Ewigkeit her gewesen ist. Solch eine gro\u00dfe Pers\u00f6nlichkeit w\u00fcrde ausgerechnet in einem Dorf namens Bethlehem geboren werden. Normalerweise w\u00fcrde man den Geburtsort solch einer Pers\u00f6nlichkeit, die das Schicksal von Israel wenden w\u00fcrde, nicht in einem Dorf wie Bethlehem erwarten.<br \/>\nAber was zeigt das \u00fcber die Person des Messias, dass er nicht in der Hauptstadt, sondern in Bethlehem geboren werden w\u00fcrde? Aus der Sicht der damaligen Juden mochte es vielleicht entw\u00fcrdigend erscheinen, dass der Messias in solch einem unbedeutenden Ort geboren werden sollte, aber aus Gottes Sicht nicht. Die damaligen Juden sollten verstehen, dass der Messias nicht in Herrlichkeit, sondern in Niedrigkeit kommen w\u00fcrde. In Jesaja 53,2 hei\u00dft es \u00fcber ihn: \u201eEr hatte keine Gestalt und keine Pracht.\u201c Der Messias w\u00fcrde ein dem\u00fctiger K\u00f6nig sein. Jesus selbst sagt von sich: \u201eich bin sanftm\u00fctig und von Herzen dem\u00fctig\u201c (Mt 11,29). Jesus ist ein K\u00f6nig, zu dem nicht nur besondere, privilegierte Menschen, sondern jedermann kommen darf. Weder Status noch Privilegien, noch ein bestimmter Bildungsgrad oder irgendwelche Titel sind eine Voraussetzung daf\u00fcr, um zu ihm kommen zu d\u00fcrfen. In der Regel ist es ja so: Zu besonderen Menschen d\u00fcrfen nur besondere Menschen. Jesus aber ist ein K\u00f6nig f\u00fcr die einfachsten Leute. Man kann zu ihm eine Beziehung haben, auch wenn man nicht etwas Besonderes ist. Ist das nicht wunderbar?<br \/>\nLesen wir Vers 1 noch einmal gemeinsam: \u201eUnd du, Bethlehem Efrata, die du klein bist unter den Tausenden in Juda, aus dir soll mir der kommen, der in Israel Herr sei, dessen Ausgang von Anfang und von Ewigkeit her gewesen ist.\u201c Es ist als ob Gott mit einem Zeigefinger \u00fcber die Orte Israels fuhr und dann schlie\u00dflich sagte: \u201eUnd du, Bethlehem!\u201c Gott hatte Bethlehem zum Geburtsort des Messias erw\u00e4hlt. Warum musste es denn unbedingt Bethlehem sein? Wenn die damaligen Juden Bethlehem h\u00f6rten, mit welcher Person aus der Bibel w\u00fcrden sie es wohl verbinden? Mit David nat\u00fcrlich. David kam ja aus Bethlehem. Gott hatte diesen Ort erw\u00e4hlt, weil David aus diesem Ort kam. Gott hatte David die Verhei\u00dfung gegeben, dass der Messias aus seiner Linie kommen w\u00fcrde. Nun ging Gott soweit, dass der Messias sogar aus demselben Ort wie David kommen sollte. Obwohl in diesem Vers der Name David nicht auftaucht, spielt er deutlich auf David an. Dies wird auch daran deutlich, dass es zwischen der Erw\u00e4hlung Davids und der Erw\u00e4hlung Bethlehems eine gewisse Parallele gibt: David war der j\u00fcngste aus der Familie Isais. So wie Gott gegen die Erwartung aller, den J\u00fcngsten aus der Familie Isais zum K\u00f6nig erw\u00e4hlt hatte, so hatte Gott unter den Ortschaften Israels ausgerechnet ein Dorf zum Geburtsort des Messias erw\u00e4hlt.<br \/>\nWas bedeutet es aber, dass der verhei\u00dfene Messias sowohl aus der Linie als auch aus dem Heimatort Davids kommt? Es bedeutet, dass der verhei\u00dfene Messias der wahre David ist. Jesus ist der wahre David. In Hesekiel 37,24 hei\u00dft es: \u201eUnd mein Knecht David soll ihr K\u00f6nig und ihrer aller einiger Hirte sein.\u201c Als Hesekiel das sagte, war David schon l\u00e4ngst verstorben. Mit \u201emein Knecht David\u201c meint er niemand anders als den Messias. Der verhei\u00dfene Messias w\u00fcrde der wahre David sein. Was bedeutet das? Mit K\u00f6nig David verbanden die Juden viele positive Assoziationen. Neben anderen biblischen Pers\u00f6nlichkeiten ist auch David ein Stolz der Juden. David war ein heldenhafter Mann. Ob er gegen L\u00f6wen oder B\u00e4ren oder gegen Riesen oder gegen die Feinde Israels k\u00e4mpfte, er war siegreich. Er war derjenige, der den Sieg f\u00fcr sein Volk erwarb. Zudem war David ein Mann mit Hirtenherz. In 1. Samuel erfahren wir, dass sich bei ihm allerlei M\u00e4nner, die in Not und Schulden und verbitterten Herzens waren, versammelt hatten. Um ihn hatten sich sozusagen lauter Versager der Gesellschaft versammelt. Er war jemand, f\u00fcr den sich die Leute gerne hingaben. Als David noch auf der Flucht war, riskierten seine Helden ihr Leben daf\u00fcr, um ihm Wasser zu bringen. Jonathan verzichtete um Davids willen freiwillig auf seinen Anspruch als Thronnachfolger. David war kein Tyrann. David war ein K\u00f6nig, der f\u00fcr Recht und Gerechtigkeit sorgte. David war ein K\u00f6nig, den sich viele Menschen w\u00fcnschen.<br \/>\nAber auch David war ein sehr fehlerhafter Mensch. Er versagte als gerechter K\u00f6nig, als er z.B. mit der Frau eines seiner loyalsten M\u00e4nnern Ehebruch beging und anschlie\u00dfend den Mann ermordete. David versagte als Hirte, als z.B. die Amalekiter Frauen und Kinder seiner M\u00e4nner entf\u00fchrten (1. Sam 30). David versagte als Held, als er den Priester von Nob aus Angst belog und um seinetwillen viele Priester ermordet wurden usw. (1. Sam 21). David war in allem nur begrenzt ein guter K\u00f6nig, nur z. T. ein guter Hirte f\u00fcr sein Volk usw. In Allem, worin David nur z. T. ein guter K\u00f6nig war, w\u00fcrde es der Messias in vollkommener Weise sein. Als der wahre David w\u00fcrde der verhei\u00dfene Messias in vollkommener Weise ein gerechter K\u00f6nig sein, in vollkommener Weise ein Hirte sein, in vollkommener Weise ein Freund der Versager bzw. der S\u00fcnder, in vollkommener Weise ein Sieger und Held sein. Er w\u00fcrde derjenige sein, der den wahren Sieg f\u00fcr seine Untertanen erwirbt. Er w\u00fcrde ein K\u00f6nig sein, f\u00fcr den sich die Untertanen grenzenlos hingeben. Er w\u00fcrde der wahre K\u00f6nig sein, ein K\u00f6nig, den sich eigentlich so viele Menschen w\u00fcnschen.<br \/>\n\u00dcbrigens ist die Bedeutung des Ortsnamen \u201eBethlehem\u201c selbst eine ausgezeichnete Anspielung auf das Wesen des Messias. Bethlehem hat die Bedeutung \u201eHaus des Brotes\u201c. Dieser Ort tr\u00e4gt diesen Namen, weil zu alttestamentlichen Zeiten Getreide in dieser Region angebaut wurde. Hier wird das Sprichwort wahr: \u201enomen est omen\u201c. Aus Bethlehem sollte das wahre Brot, das Brot des Lebens kommen. Anders als der K\u00f6nig von Assur w\u00fcrde der Messias seine Untertanen nicht ausbeuten, sondern ihnen das Leben in H\u00fclle und F\u00fclle geben. Er w\u00fcrde ein K\u00f6nig f\u00fcr die Hungrigen sein, ein K\u00f6nig f\u00fcr die geistlich Armen.<br \/>\nDa der Messias wie jeder andere Mensch auch einen Geburtsort haben w\u00fcrde, k\u00f6nnten die damaligen Juden meinen, dass der Messias ein ganz normaler Mensch sein w\u00fcrde. Aber worauf weist der zweite Teil dieses Verses ausdr\u00fccklich hin? Lesen wir Vers 1 noch einmal gemeinsam: \u201eUnd du, Bethlehem Efrata, die du klein bist unter den Tausenden in Juda, aus dir soll mir der kommen, der in Israel Herr sei, dessen Ausgang von Anfang und von Ewigkeit her gewesen ist.\u201c Aus diesem kleinen Ort Bethlehem sollte eine gewaltige Pers\u00f6nlichkeit hervorgehen: Der Herr von Israel. Dieser Herr von Israel w\u00fcrde anders sein als die Herren bzw. K\u00f6nige von Israel zuvor. Er w\u00fcrde nicht einfach nur ein weiterer K\u00f6nig Israels sein. Micha sagt, dass er von Ewigkeit her sei. Die damaligen Juden sollten begreifen, dass der verhei\u00dfene Messias kein normaler Mensch sein w\u00fcrde. Der Messias w\u00fcrde Gott h\u00f6chstpers\u00f6nlich sein. W\u00e4hrend der erste Teil eher auf die menschliche Natur des Messias hinweist, weist der zweite Teil des Verses ausdr\u00fccklich auf die g\u00f6ttliche Natur des Messias hin. Denn nur Gott allein ist von Ewigkeit her. Gott! Gott h\u00f6chstpers\u00f6nlich w\u00fcrde in Bethlehem zur Welt kommen und der Herr \u00fcber Israel sein. Was f\u00fcr ein krasses Ereignis!<br \/>\nDieses Ereignis ist umso bewundernswerter, wenn man es im Zusammenhang mit der j\u00fcdischen Geschichte betrachtet: Israel hatte einst Gott als seinen K\u00f6nig verworfen. Zur Zeit des Propheten Samuels w\u00fcnschte es sich einen menschlichen K\u00f6nig, wie es bei den anderen V\u00f6lkern der Fall war. Obgleich dieses Anliegen verkehrt war, ging Gott darauf ein. Aber was haben diese K\u00f6nige mit Israel gemacht? Bis auf einige wenige Ausnahmen trieben die K\u00f6nige durch ihre Gottlosigkeit Israel in den Abgrund, in eine nationale Katastrophe. Zur Zeit von Micha setzte der Anfang dieser Katastrophe ein, indem das Nordreich Israel gefangen nach Assyrien weggef\u00fchrt wurde. Gott h\u00e4tte \u201eeinen auf beleidigt machen k\u00f6nnen\u201c. Er h\u00e4tte zu den Juden in der Zeit Michas sagen k\u00f6nnen: \u201eSelbst schuld, ihr wolltet mich ja nicht haben! Die Suppe, die ihr euch eingebrockt habt, m\u00fcsst ihr nun selbst ausl\u00f6ffeln.\u201c Aber was hat Gott stattdessen gemacht? Gerade in dieser Zeit gab Gott den Juden die Verhei\u00dfung, die wir in Vers 1 lesen. Gott verhie\u00df den Juden, dass er selber wieder der Herr \u00fcber Israel sein w\u00fcrde, um es aus dem selbstverschuldeten Schlamassel wieder herauszuholen.<br \/>\nNachdem Israel so viele Herren hatte, die darin gescheitert waren, f\u00fcr Gottes Volk wahre K\u00f6nige zu sein, w\u00fcrde Gott kommen. Um diese Verhei\u00dfung zu erf\u00fcllen, machte sich Gott klein. Er schl\u00fcpfte in die k\u00f6nigliche Linie Davids hinein. Gott verlie\u00df den Himmel und kam in ein Dorf namens Bethlehem als Mensch auf die Erde. Gott erniedrigte sich so sehr, um wieder der rechtm\u00e4\u00dfige K\u00f6nig \u00fcber Israel zu sein. Was f\u00fcr eine Gnade!<br \/>\nWas k\u00fcndigte Micha den Juden noch \u00fcber den Messias an? Betrachten wir Vers 3: Er aber wird auftreten und sie weiden in der Kraft des HERRN und in der Hoheit des Namens des HERRN, seines Gottes. Und sie werden sicher wohnen; denn er wird zur selben Zeit herrlich werden bis an die Enden der Erde. Mit g\u00f6ttlicher Vollmacht und Autorit\u00e4t w\u00fcrde der Messias auftreten und das Volk Gottes weiden. Das Wort \u201eweiden\u201c weist auf die Art und Weise hin, wie der Messias sein Volk leiten w\u00fcrde \u2013 eben wie ein Hirte. Lange Zeit w\u00fcrde das Volk ohne Hirte sein. Es w\u00fcrde keinen geben, der sich wirklich um dieses Volk k\u00fcmmert. Es w\u00fcrde in jeglicher Hinsicht verwahrlosen. Doch das Auftreten des Messias w\u00fcrde diese Zeit beenden.<br \/>\nEs gibt Leiter, die sind autorit\u00e4r, mit anderen Worten herrisch, militant usw. Auf der anderen Seite gibt es Leiter, die alles erlauben. Sie haben keine innere Autorit\u00e4t und k\u00f6nnen sich nicht durchsetzen. Unter ihrer Leitung macht jeder, was er will. Der Messias aber w\u00fcrde keiner der Beiden sein. Der Messias w\u00fcrde nach der Art eines Hirten Leiter sein. Ein Hirte hat Autorit\u00e4t, seine Schafe nehmen ihn ernst und kennen seine Stimme. Aber der Hirte tritt nicht herrisch gegen\u00fcber seinen Schafen auf. Es geht ihm (zumindest einem guten Hirten) darum, dass seine Schafe wirklich alles haben, dass ihre Bed\u00fcrfnisse auch wirklich gestillt werden usw. Er setzt seine Autorit\u00e4t daf\u00fcr ein, um f\u00fcr seine Schafe F\u00fcrsorge zu leisten. Ebenso w\u00fcrde der Messias seine Autorit\u00e4t und seine Vollmacht daf\u00fcr nutzen, sich um sein Volk zu k\u00fcmmern. Der Messias w\u00fcrde ein f\u00fcrsorglicher K\u00f6nig sein. Wie der Messias seine Autorit\u00e4t und Vollmacht daf\u00fcr eingesetzt hat, seinem Volk zu dienen, sehen wir ausdr\u00fccklich in Johannes Kap. 13. Dort hei\u00dft es, dass Jesus wusste, dass Gott ihm alles in seine H\u00e4nde gegeben hat. Was hat er direkt danach gemacht? Er hat dann seinen J\u00fcngern die F\u00fc\u00dfe gewaschen. Er gebrauchte seine uneingeschr\u00e4nkte Autorit\u00e4t daf\u00fcr, zu dienen. Was f\u00fcr ein herrlicher K\u00f6nig!<br \/>\nVers 3 spricht auch davon, dass unter seiner Leitung das Volk Sicherheit haben w\u00fcrde, ebenso wie Schafe unter der Obhut ihres Hirten Schutz finden. Ein messianischer Bibellehrer erkl\u00e4rt, dass Sicherheit mehr und mehr zu einem ma\u00dfgeblichen Faktor der Politik Israels werden wird. Aus Sicherheitsgr\u00fcnden w\u00fcrden alle politischen Entscheidungen gerechtfertigt werden. Aus Sicherheitsgr\u00fcnden w\u00fcrde Israel auch politische B\u00fcndnisse eingehen. Aber all diese politischen Bem\u00fchungen werden scheitern, sodass Israel schlie\u00dflich seine wahre Sicherheit in dem Messias findet.<br \/>\nVers 3 schlie\u00dft ab mit den Worten: \u201edenn er wird zur selben Zeit herrlich werden bis an die Enden der Erde.\u201c Der Messias w\u00fcrde nicht nur \u00fcber Israel herrschen, sondern ein K\u00f6nig \u00fcber die ganze Welt sein. Der Herrlichkeit seiner Pers\u00f6nlichkeit entspricht die Gr\u00f6\u00dfe seines Herrschaftsbereichs. Einem K\u00f6nig mit solch einer herrlichen Pers\u00f6nlichkeit geb\u00fchrt es, die ganze Welt zu regieren. Wie schade w\u00e4re es, wenn so ein gro\u00dfartiger K\u00f6nig nur f\u00fcr Israel da w\u00e4re. Nein, nicht nur Israel, sondern auch wir d\u00fcrfen Jesus als unseren K\u00f6nig haben &#8211; der K\u00f6nig, den sich eigentlich jeder w\u00fcnscht.<\/p>\n<p>Wie eingangs erw\u00e4hnt k\u00fcndigte Micha den Messias an, um den damaligen Juden Hoffnung und Zuversicht auf eine Wende zu geben. Wie w\u00fcrde diese Wende aussehen, die der Messias bringt?<\/p>\n<p><strong>Teil II: Die Wende (V. 4 &#8211; 8)<\/strong><\/p>\n<p>Micha sagte voraus, dass Israel in der Endzeit in einer \u00e4hnlichen Situation stecken wird wie zu seiner Zeit: Vers 4 spricht davon, dass eine feindliche Supermacht, wof\u00fcr Assyrien bildlich steht, Israel bedr\u00e4ngen wird. Diese Supermacht wird soweit vordringen, dass sie bereits ins Gebiet von Israel kommt, ja sogar soweit, dass sie in die Pal\u00e4ste Israels tritt. Doch das Kommen des Messias in der Endzeit w\u00fcrde das Blatt wenden. Vers 5 berichtet davon, dass der Messias Israel von der feindlichen Supermacht erretten und aus dem Volk gen\u00fcgend F\u00fchrer erwecken wird, die f\u00e4hig sind, das feindliche Heer zu vertreiben. Vers 7 spricht davon, das Israel inmitten vieler V\u00f6lker wie ein L\u00f6we sein wird. Es wird also gef\u00fcrchtet und \u00fcberlegen sein. Auf diese Weise w\u00fcrde sich die Lage von Israel wenden. Eine Ver\u00e4nderung der \u00e4u\u00dferen Lage von Israel ist nicht das Einzige, was der Messias vollbringen wird. Selbst wenn ein Land in Sicherheit ist, kann es doch in st\u00e4ndiger Angst, Unfrieden und Unruhe sein. In Spr\u00fcche 28,1 hei\u00dft es: \u201eDer Gottlose flieht, auch wenn niemand ihn jagt, aber die Gerechten sind furchtlos wie ein junger L\u00f6we.\u201c Was die entscheidende Wende in Israel bringt, erfahren wir im Beginn von Vers 4: \u201eDieser wird Friede sein.\u201c Israel, das sich st\u00e4ndig bedroht f\u00fchlt und nach Sicherheit hascht, wird einst Frieden haben. Bemerkenswerterweise steht nicht: Dieser wird Friede bringen, sondern dieser wird Friede sein. Der Messias selbst ist der Friede. Der Friede kommt also nicht daher, weil sich die au\u00dfenpolitische Lage verbessern wird, sondern der Friede ist in dem Messias selbst, in seiner Person begr\u00fcndet. Mit seinem Tod am Kreuz brachte uns Jesus Christus den Frieden mit Gott. Wenn Israel Jesus Christus als Messias annehmen wird, wird es Frieden haben, nicht mehr in Angst, Unruhe und Unfrieden leben. Und das ist das, was die Wende eigentlich kennzeichnen wird.<\/p>\n<p>Weitere Kennzeichen dieser Wende erfahren wir im Vers 6. Die Worte \u201eTau\u201c und \u201eRegenschauer\u201c sind Bilder f\u00fcr den Segen Gottes. Israel wird f\u00fcr viele V\u00f6lker eine Quelle des Segens sein. In Jesaja 2,3b erfahren wir, was dieser Segen in erster Linie bedeutet. Dort hei\u00dft es: \u201eDenn von Zion wird Weisung ausgehen und das Wort des HERRN von Jerusalem.\u201c Israel w\u00fcrde vor allem zu einem geistlichen Segen f\u00fcr die Menschen werden. Aus Israel w\u00fcrden sozusagen vollm\u00e4chtige Bibellehrer, sowie Missionare und Evangelisten hervorgehen. Gott w\u00fcrde sie dazu gebrauchen, um Menschen aus anderen V\u00f6lkern sein lebendiges Wort zu geben.<br \/>\nWieviel geistlichen Einfluss nimmt Israel zur Zeit auf die Welt? Kaum, nur sehr gering. Aber wenn sich Israel, zumindest ein Teil von Israel, einst zu dem Messias bekehren wird, werden viele Juden zum Salz der Erde. Jetzt ist Israel noch geistlich fad, aber der Messias wird Israel so richtig salzig machen: F\u00fcr die einen zum Segen, f\u00fcr die anderen zum Fluch. Gottes Ziel f\u00fcr Israel war es seit jeher, dass es Ihn inmitten der V\u00f6lker verherrlicht. In 5. Mose hei\u00dft es: \u201eSo haltet sie [die Gebote] nun und tut sie! Denn darin zeigt sich den V\u00f6lkern eure Weisheit und euer Verstand.\u201c Aber bisher hat Israel dieses Ziel nicht erf\u00fcllt. Seinetwegen wurde der Name Gottes nicht verherrlicht, sondern verl\u00e4stert. Gott ist mit seinem Volk immer noch nicht zum Ziel gekommen, obwohl schon mehrere tausend Jahre vergangen sind. Vers 6 macht aber deutlich, dass Gott einst mit seinem Volk zum Ziel kommen wird.<\/p>\n<p>Frieden, Sicherheit und Segen f\u00fcr die Welt &#8211; das wird das Kommen des Messias in der Endzeit f\u00fcr Israel bringen \u2013 eben eine herrliche Wende f\u00fcr Israel. Damit diese Wende eintreten kann, wird das Kommen des Herrn noch etwas bewirken oder besser gesagt, etwas zerst\u00f6ren. Was das ist, wollen wir im dritten Teil der Predigt betrachten.<\/p>\n<p><strong>Teil III: Die radikale Reinigung Israels (V. 9 &#8211; 14)<\/strong><\/p>\n<p>Betrachten wir die Verse 9 und 10. In diesen Versen ist von \u201ePferden\u201c, \u201eKriegswagen\u201c, \u201eSt\u00e4dte\u201c und \u201eFestungen\u201c die Rede, die Gott vernichten wird. Alle diese Dinge stehen f\u00fcr milit\u00e4rische St\u00e4rke, worauf Israel so sehr vertrauen wird. Dieses Vertrauen auf milit\u00e4rische St\u00e4rke ist im Grunde genommen nichts anderes als Selbstvertrauen. Im Vers 11 ist von Zauberei und Wahrsagern die Rede. Sie stehen f\u00fcr Okkultismus bzw. Vertrauen auf d\u00e4monische M\u00e4chte und Kr\u00e4fte. In den Versen 12 und 13 ist von G\u00f6tzenbildern, Steinmalen und Ascherabildern die Rede. Sie stehen f\u00fcr G\u00f6tzendienst.<br \/>\nFalsches Vertrauen, Okkultismus und G\u00f6tzendienst sind eng miteinander verwandt: G\u00f6tzendienst gibt es daher, weil man sein Vertrauen auf sich, auf andere Dinge oder M\u00e4chte setzt, anstelle auf Gott. Man erhofft von diesen Dingen den Segen, den eigentlich nur Gott wahrhaftig geben kann.<br \/>\nWie sehr Gott falsches Vertrauen verhasst ist, macht Jeremia 17,5 deutlich: \u201eSo spricht der HERR: Verflucht ist der Mann, der sich auf Menschen verl\u00e4sst und h\u00e4lt Fleisch f\u00fcr seinen Arm, und mit seinem Herzen vom HERRN weicht.\u201c<br \/>\nSolange diese Dinge wie G\u00f6tzendienst, Okkultismus und falsches Vertrauen in Israel herrschen, kann es f\u00fcr Israel keine Wende zum Frieden, Sicherheit und Segen geben. Was wird der Messias daher tun? In dem Abschnitt der Verse 9 bis 14 werden radikale Verben verwendet: Immer wieder ist von \u201eausrotten\u201c die Rede, nach der Elberfelder-\u00dcbersetzung taucht dieses Verb vier Mal auf. Weitere radikale W\u00f6rter, die in dieser Stelle verwendet werden, sind \u201evernichten\u201c, \u201ezunichte machen\u201c und \u201eausrei\u00dfen\u201c. Gott ist es bei Dingen wie falsches Vertrauen und G\u00f6tzendienst bitter ernst. Der Messias wird sie daher nicht einfach nur beseitigen, sondern sie restlos vernichten, sie sozusagen kurz und klein hauen, bis nichts mehr von ihnen \u00fcbrig bleibt. Radikal und kompromisslos wird der Messias diese Dinge in Israel ausl\u00f6schen.<br \/>\nIn dem Abschnitt von V. 9-14 hei\u00dft es auch wiederholt \u201ewill\u201c.<br \/>\nV.9: will ich deine Rosse ausrotten&#8230; V.10: und will die St\u00e4dte deines Landes vernichten&#8230; V.11: ich will die Zauberei bei dir ausrotten&#8230; V.12: Ich will deine G\u00f6tzenbilder&#8230; ausrotten&#8230; V.13: will deine Ascherabilder ausrei\u00dfen.<br \/>\nDieses wiederholte \u201ewill\u201c macht ebenfalls deutlich, wie ernst es Gott ist, jeglichen G\u00f6tzendienst, falsches Vertrauen und Okkultismus zu vernichten. Hinter diesem \u201ewill\u201c steckt Gottes heiliger Eifer um seine Ehre. In Jesaja 9,6 hei\u00dft es: \u201eDer Eifer des HERRN der Heerscharen wird dies tun.\u201c Der Messias wird erpicht sein, jene Dinge in Israel auszurotten.<br \/>\nDar\u00fcber hinaus macht die st\u00e4ndige Wiederholung des Wortes \u201eich\u201c deutlich, dass nicht Israel, sondern der Messias Israel vom G\u00f6tzendienst reinigen wird. Der Messias selbst wird es tun. Er ist derjenige der es tun wird und auch der Einzige der es tun kann.<\/p>\n<p>Die Wende Israels, die der Messias bringen wird, wird also nicht einfach so kommen, sondern mit einer radikalen, geistlichen Reinigung Israels einhergehen. Das Kommen des Messias wird sowohl Frieden bringen als auch eine radikale Vernichtung von falschem Vertrauen und G\u00f6tzendienst. Beides sind zwei Seiten von ein- und derselben Medaille.<\/p>\n<p>Was lehrt uns der Text? Viele Menschen haben den Wunsch nach einer Wende in ihrem Leben, nach \u00c4nderungen von Missst\u00e4nden &#8211; bei dem einen in der Familie oder Ehe, bei dem anderen in der Arbeit, bei dem einen in der Gemeinde, bei dem anderen in seinem geistlichen Leben und bei den meisten wohl in mehreren Lebensbereichen zugleich. Insbesondere am Ende des Jahres sind viele Menschen frustriert, weil der lang ersehnte Wendepunkt auch in diesem Jahr einfach ausgeblieben ist. Und es kann sein, dass sie darauf schon Jahrzehnte warten \u2013 aber nichts, keine \u00c4nderung ist in Sicht. Doch der heutige Text lehrt uns, wer und was den entscheidenden Wendepunkt in unserem Leben bringt. Es ist das Kommen des Messias. Wie wir im ersten Teil der Predigt betrachtet haben, ist er der K\u00f6nig, den sich eigentlich jeder w\u00fcnscht. Da wo dieser K\u00f6nig herrscht, herrscht auch Frieden. Durch diesen Frieden k\u00f6nnen wir zufrieden sein, obgleich sich nichts an unseren Umst\u00e4nden ge\u00e4ndert hat.<br \/>\nMan kann an dieser Stelle nat\u00fcrlich einwenden: Was ist das denn f\u00fcr ein Wendepunkt, wenn sich \u00e4u\u00dferlich gar nichts \u00e4ndert? Zwar verspricht der Messias uns in diesem Erdenleben keine optimalen Zust\u00e4nde, keineswegs. Aber immer wieder geschieht es, dass indem wir ver\u00e4ndert werden, auch unsere Umst\u00e4nde ver\u00e4ndert werden k\u00f6nnen. Die Wendepunkte, die der Herr bringt, geschehen oft von innen nach au\u00dfen. Im Seelsorgeseminar lernten wir das Fallbeispiel eines Mannes kennen, der sehr mit unkontrolliertem Zorn zu k\u00e4mpfen hatte und dadurch die Beziehungen in seiner Familie zerst\u00f6rte. Doch als er anfing mit Hilfe des Herrn gegen dieses Problem anzugehen, erlebte er positive Ver\u00e4nderungen in der Familie. Ich lese einen Ausschnitt aus seinem Bericht \u00fcber die Wendepunkte, die er erlebt hatte, vor:<br \/>\n\u201eEs hat mich \u00fcberrascht (\u2026), als ich merkte, wie viel sich ge\u00e4ndert hat, wie sehr Gott meine Versuche, ihm zu vertrauen und zu gehorchen, gesegnet hat. Meine Frau und ich reden freier und offener als je zuvor in unserer Ehe. (\u2026) Ich sp\u00fcre eine N\u00e4he in unserer ganzen Familie, die vorher fehlte. Meine Kinder scheinen mir gegen\u00fcber entspannter zu sein, doch sie nehmen die Verantwortung ernst, einander zu warnen, nicht zu grob oder zu wild im Haus zu werden. (\u2026) Mit anderen Worten werde ich als Elternteil respektiert und geliebt und nicht mehr gef\u00fcrchtet. Die Vorteile gehen auch \u00fcber die Familie hinaus (\u2026) es scheint, dass Menschen die Ver\u00e4nderung in unserer Familie sehen k\u00f6nnen. Leute in der Gemeinde haben uns gesagt, wie gl\u00fccklich wir aussehen; unser Leben ist Teil unseres Zeugnisses (\u2026) Wir haben mehr M\u00f6glichkeiten, au\u00dferhalb unserer Familie zu dienen (\u2026).\u201c<\/p>\n<p>Das Kommen des Messias bewirkt Wendepunkte von innen nach au\u00dfen. Was bedeutet dieses Kommen des Messias aber konkret? Ich m\u00f6chte mit einem bekannten Weihnachtslied antworten: \u201eMacht hoch die T\u00fcr, die Tor macht weit\u201c. In den Strophen 3 und 5 des Liedes hei\u00dft es:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 80px;\">Wohl allen Herzen insgemein,<br \/>\nDa dieser K\u00f6nig ziehet ein.<br \/>\nEr ist die rechte Freudensonn,<br \/>\nBringt mit sich lauter Freud und Wonn. (\u2026)<\/p>\n<p style=\"padding-left: 80px;\">Komm, o mein Heiland Jesu Christ,<br \/>\nMeins Herzens T\u00fcr dir offen ist.<br \/>\nAch zieh mit deiner Gnade ein;<br \/>\nDein Freundlichkeit auch uns erschein.<\/p>\n<p>Da wo der Herr Jesus kommen m\u00f6chte, ist nirgendwo anders als in unsere Herzen. Lasst uns den Herrn Jesus in unsere Herzen willkommen hei\u00dfen und zwar soweit, dass wir ihm erlauben, alle G\u00f6tzen und falsches Vertrauen niederzurei\u00dfen. In den Strophen 1 und 4 desselben Liedes hei\u00dft es:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 80px;\">Macht hoch die T\u00fcr, die Tor macht weit;<br \/>\nEs kommt der Herr der Herrlichkeit,<br \/>\nEin K\u00f6nig aller K\u00f6nigreich,<br \/>\nEin Heiland aller Welt zugleich,<br \/>\nDer Heil und Leben mit sich bringt;<br \/>\nDerhalben jauchzt, mit Freuden singt:<br \/>\nGelobet sei mein Gott,<br \/>\nMein Sch\u00f6pfer reich von Rat.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 80px;\">Macht hoch die T\u00fcr, die Tor macht weit,<br \/>\nEu&#8217;r Herz zum Tempel zubereit&#8216;.<br \/>\nDie Zweiglein der Gottseligkeit<br \/>\nSteckt auf mit Andacht, Lust und Freud;<br \/>\nSo kommt der K\u00f6nig auch zu euch,<br \/>\nJa, Heil und Leben mit zugleich.<\/p>\n<p>Wir sollen dem Herrn nicht nur einen kleinen Spalt der Herzenst\u00fcr \u00f6ffnen, sondern: \u201eMacht hoch die T\u00fcr, die Tor macht weit\u201c. Hierf\u00fcr ist uns eine Verhei\u00dfung gegeben. In den Versen 11 und 12 des heutigen Textes hei\u00dft es nach der Elberfelder-\u00dcbersetzung zwei Mal \u201edu wirst\u201c: \u201eDu wirst keine Wahrsager mehr haben&#8230; du wirst dich nicht mehr niederwerfen vor dem Werk deiner H\u00e4nde. Dies ist eine Verhei\u00dfung, eine Verhei\u00dfung, dass der Messias alle G\u00f6tzen in einem Herz, in das er eingekehrt ist, zunichte machen wird. Er wird es tun!\u201c Was wird das Resultat davon sein? Best\u00e4ndiger Frieden und echte Freude &#8211; eben eine wahre Wende, die sich jeder w\u00fcnscht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download Der Messias bringt die Wende \u201eUnd du, Bethlehem Efrata, die du klein bist unter den Tausenden in Juda, aus dir soll mir der kommen, der in Israel Herr sei, dessen Ausgang von Anfang und von Ewigkeit her gewesen ist.\u201c (Micha 5,1) Wir befinden uns inmitten der Weihnachtszeit und feiern heute schon den 2. Advent. 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