{"id":9949,"date":"2020-12-13T11:00:52","date_gmt":"2020-12-13T10:00:52","guid":{"rendered":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/?p=9949"},"modified":"2022-11-18T12:19:13","modified_gmt":"2022-11-18T11:19:13","slug":"predigt-jesaja-91-6-weihnachten-2020","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-jesaja-91-6-weihnachten-2020\/","title":{"rendered":"Predigt: Jesaja 9,1 &#8211; 6 (Weihnachten 2020)"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/2020_WN-2_Jesaja_9-0106-Predigt.doc\"><strong>Download<\/strong><\/a><\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\">Denn uns ist ein Kind geboren<\/h2>\n<h3 style=\"text-align: center;\">\u201eDenn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben, und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter; und er hei\u00dft Wunder-Rat,<br \/>\nGott-Held, Ewig-Vater, Friede-F\u00fcrst.\u201c<\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\">Jesaja 9,5<\/p>\n<p>In diesem Jahr feiern wir unseren Weihnachtsgottesdienst anders als sonst. Wegen der Korona-Pandemie konnten wir uns nicht wie sonst alle versammeln, sondern die meisten sitzen zu Hause vor dem Bildschirm. W\u00e4hrend fr\u00fcher die Medien in dieser Zeit berichtet haben, ob es an Weihnachten vielleicht Schnee gibt, erfahren wir zurzeit t\u00e4glich von steigenden Infektionszahlen. Aber wir haben trotzdem Grund, Weihnachten zu feiern, weil es Grund gibt zu gro\u00dfer Freude. Denn bei Weihnachten geht es um ein Ereignis, durch das unser grundlegendes Problem gel\u00f6st und unser tiefstes Bed\u00fcrfnis im Leben gestillt wird. Der Prophet Jesaja sah durch Gottes Geist etwa 700 Jahre vor Jesu Geburt auf dieses Ereignis voraus. Im Kapitel 9 verk\u00fcndigt er in den Versen 1-4 Jesu Kommen als das gro\u00dfe Licht. In den Versen 5 und 6 werden durch vier Doppel-Namen die Charaktereigenschaften Jesu und seiner Herrschaft erkl\u00e4rt. M\u00f6ge Gott jedem helfen, die Bedeutung von Jesu Kommen neu zu erfassen und dadurch wahre Weihnachtsfreude zu haben!<\/p>\n<p>Betrachten wir den Vers 1: \u201eDas Volk, das im Finstern wandelt, sieht ein gro\u00dfes Licht, und \u00fcber denen, die da wohnen im finstern Lande, scheint es hell.\u201c Dieser Vers spricht davon, dass die Menschen in Israel damals in der Finsternis lebten. Sie hatten bis zur Berufung Jesajas nochmal eine wirtschaftliche Bl\u00fcte erlebt. Aber wie der Prophet in den ersten Kapiteln beschreibt, hatten die meisten sich bereits im Herzen von Gott abgewandt und lebten geistlich gesehen in der Finsternis. Obwohl Gott ihre V\u00e4ter aus der Sklaverei in \u00c4gypten befreit und in ein gutes Land gef\u00fchrt hatte und ihnen jahrhundertelang mit seinem Schutz und Segen geholfen hatte, lebten sie nicht mehr nach seinen Geboten, sondern folgten dem inneren Drang, nach ihren eigenen Vorstellungen zu leben. Als sie nicht mehr Gott, sondern ihr eigenes Gl\u00fcck zum Ziel machten, wandten sie sich immer mehr von Gott ab und nahmen die Dinge, von denen sie sich Gl\u00fcck versprachen, wichtiger als Gott. Als Folge davon gerieten sie in geistliche Finsternis. Sie erkannten nicht mehr, wer Gott eigentlich ist, und konnten sein Wirken und seinen guten Willen nicht mehr sehen. Sie merkten auch nicht, wie absurd es war, dass sie verschiedenen G\u00f6tzen dienten, von denen sie sich Freude und Gl\u00fcck und Sicherheit versprachen. In Kap. 3 klagt Jesaja \u00fcber die Frauen, die sich nur noch f\u00fcr Mode und ihr attraktives Aussehen interessierten (3,16.18-23). In Kap. 5 klagt er \u00fcber die M\u00e4nner, die sich wie Helden vorkamen, wenn sie viel Alkohol tranken und ihre innere Leere durch Rauschmittel bet\u00e4ubten (5,22). Im letzten Abschnitt von Kap. 8, direkt vor dem heutigen Text, wird beschrieben, wie sich die Menschen wegen ihrer Ungewissheit und Angst vor der Zukunft immer mehr f\u00fcr okkulte Praktiken \u00f6ffneten. Der Prophet warnte: \u201eWenn sie aber zu euch sagen: Ihr m\u00fcsst die Totengeister und Beschw\u00f6rer befragen, die da fl\u00fcstern und murmeln, so sprecht: Soll nicht ein Volk seinen Gott befragen? Oder soll man f\u00fcr Lebendige die Toten befragen? Hin zur Weisung und hin zur Offenbarung! Werden sie das nicht sagen, so wird ihnen kein Morgenrot scheinen, sondern sie werden im Lande umhergehen, hart geschlagen und hungrig. Und wenn sie Hunger leiden, werden sie z\u00fcrnen und fluchen ihrem K\u00f6nig und ihrem Gott, und sie werden \u00fcber sich blicken und unter sich die Erde ansehen und nichts finden als Tr\u00fcbsal und Finsternis; denn sie sind im Dunkel der Angst und gehen irre im Finstern\u201c (8,19-22).<\/p>\n<p>Diese Worte beschreiben eindr\u00fccklich, wo die Menschen hingeraten, wenn sie sich von Gott abwenden. Und die Beschreibung der Menschen damals hat erschreckende \u00c4hnlichkeiten mit unserer Zeit heute. Die meisten Menschen haben den Glauben an Gott aufgegeben. Sie versuchen, ihr Leben nach ihren eigenen Vorstellungen und W\u00fcnschen zu gestalten, wobei sie sich an ihrem Verstand und Bed\u00fcrfnissen orientieren mit dem Grundsatz, dass alles erlaubt ist, was nicht anderen schadet. Die meisten bem\u00fchen sich um materielle Sicherheit durch eine gut bezahlte Stelle und um optimale Gestaltung ihrer Freizeit und ihrer Beziehungen, um gl\u00fccklich und zufrieden zu werden. Aber unabh\u00e4ngig davon, wie erfolgreich sie dabei sind, leiden viele unter dem Gef\u00fchl der Sinnlosigkeit ihres Lebens, und immer mehr Menschen leiden unter Depressionen. Nach der Statistik sind in Deutschland im Laufe eines Jahres 8,2% bzw. 5,3 Millionen Erwachsene zwischen 18-79 Jahren an einer Depression erkrankt; diese Zahl ist noch h\u00f6her, wenn man die Kinder und Jugendlichen und die Menschen \u00fcber 79, die an einer Depression erkranken, mitrechnet. Wer kann ihnen helfen? Obwohl viele Experten aus Politik, Wirt\u00adschaft, Medizin, Psychologie und P\u00e4dagogik st\u00e4ndig daran arbeiten, die Lage der Men\u00adschen zu ver\u00adbessern, w\u00e4chst die Zahl derer, die psychisch krank werden oder\/und in Drogen oder Alkohol fliehen, von Jahr zu Jahr. Denn das zugrunde liegende Problem ist kein wirtschaftliches, soziales oder psychologisches, sondern ein geistliches \u2013 die geistliche Finsternis, in der die Menschen leben, ohne das wahrzunehmen (das ist symptomatisch); und aus dieser Finsternis kommen die Menschen aus eigener Anstrengung nicht heraus, ebenso wie die Menschen im Volk Israel damals.<\/p>\n<p>Doch welche Wende verk\u00fcndigt der Prophet im Vers 1? \u201eDas Volk, das im Finstern wandelt, sieht ein gro\u00dfes Licht, und \u00fcber denen, die da wohnen im finstern Lande, scheint es hell.\u201c Hier wird das Kommen eines gro\u00dfen Lichts als die entscheidende Wende verk\u00fcndigt. Das einzige, was Menschen in der Finsternis wirklich hilft, ist Licht. Licht vertreibt schlagartig die Finsternis und erm\u00f6glicht uns, die Wirklichkeit zu sehen, die Wirklichkeit \u00fcber uns Menschen und die Realit\u00e4t \u00fcber Gott, wer er ist und was er tut. Das Licht vertreibt in uns alle Elemente der Finsternis wie Sorgen, \u00c4ngste, Neid, Hass und Schuld. Wir brauchen das Licht, um wahre Orientierung und Hoffnung f\u00fcr unser Leben sehen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Aber wer ist dieses gro\u00dfe Licht? Jesus Christus ist das gro\u00dfe Licht, das die Finsternis vertreibt. Lukas 1,78.79 bezeichnet Jesus als das aufgehende Licht aus der H\u00f6he, das den Menschen im Finstern und Schatten des Todes erscheint. Jesus sagt \u00fcber sich selbst: \u201eIch bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben\u201c (Joh 8,12). Jesus ist das Licht, das die ganze Welt erhellt. Weil Jesus als das wahre Licht gekommen ist, braucht niemand mehr orientierungslos in Unwissenheit \u00fcber Gottes Willen zu bleiben; niemand braucht mehr in Traurigkeit oder Hilflosigkeit zu leben. Denn wer Jesus nachfolgt, wird nicht mehr in der Finsternis wandeln, sondern im Licht leben.<\/p>\n<p>Was bewirkt das gro\u00dfe Licht in unserem Leben? Betrachten wir Vers 2: \u201eDu weckst lauten Jubel, du machst gro\u00df die Freude. Vor dir wird man sich freuen, wie man sich freut in der Ernte, wie man fr\u00f6hlich ist, wenn man Beute austeilt.\u201c In diesem einen Satz wird f\u00fcnf Mal die gro\u00dfe Freude ausgedr\u00fcckt, die das Licht bei uns Menschen bewirkt. Wieso bewirkt das Kommen Jesu so eine gro\u00dfe Freude? Jesus schenkt uns so gro\u00dfe, \u00fcberschw\u00e4ngliche Freude, weil Jesus uns den Sieg \u00fcber unsere Feinde gibt.<\/p>\n<p>Dies wird im Vers 3 anhand eines Beispiels aus der Geschichte erkl\u00e4rt, wo vom \u201eTag Midians\u201c die Rede ist. Als die Israeliten von Gott abfielen, lie\u00df Gott es zu, dass sie von den Midianitern bedr\u00e4ngt wurden. Jedes Jahr fielen die Midianiter zur Zeit der Ernte so zahlreich wie Heuschrecken ins Land und zerst\u00f6rten ihre Ernte. Gegen ihre \u00dcbermacht konnten die Israeliten nichts ausrichten. Sie waren so hoffnungslos und verzweifelt, dass sie sich in den Bergen und Schluchten H\u00f6hlen machten, damit sie sich beim n\u00e4chsten Angriff dort verstecken konnten. Aber Gott erweckte f\u00fcr sie einen Mann namens Gideon und wendete durch ihn ihre Lage schlagartig. Gott selbst bewirkte, dass sie einen gro\u00dfen Sieg erlangten, der die Unterdr\u00fcckung durch die Midianiter ein f\u00fcr alle Mal beendete. Gott zerbrach das dr\u00fcckende Joch auf ihren Schultern und den Stecken, mit dem ihre Feinde sie immer wieder geg\u00e4ngelt und vor sich her trieben hatten.<\/p>\n<p>Was hat die Befreiung von den Midianitern mit dem Kommen Jesu zu tun? Die Midianiter, die die Israeliten unterdr\u00fcckt und immer wieder beraubt haben, stehen anschaulich f\u00fcr die Macht der S\u00fcnde, die uns Menschen immer wieder angreift und uns den Frieden und die Freude raubt und unsere Lebensgrundlage zerst\u00f6rt. Mit ihrem Stachel treibt sie uns immer wieder an, zu s\u00fcndigen in Gedanken, Worten und Taten. Die Schuld, die wir dadurch auf uns laden, ist wie ein schweres Joch, das wir nicht abwerfen k\u00f6nnen. Wir k\u00f6nnen uns von dieser Last und den Angriffen nicht befreien, so wie die Israeliten sich von der Herrschaft der Midianiter nicht befreien konnten. Aber so, wie Gott den Israeliten an einem Tag den Sieg \u00fcber die Midianiter gegeben und sie f\u00fcr immer von ihrer Herrschaft befreit hat, hat er uns seinen Sohn Jesus Christus gesandt, der f\u00fcr uns den Sieg gegen die S\u00fcnde, den Satan und den Tod errungen hat. Jesus tat dies, indem er unsere S\u00fcnde selbst auf sich nahm und am Kreuz daf\u00fcr starb. Durch seinen Tod und seine Auferstehung hat Jesus das Joch der S\u00fcnde und den Stecken des Teufels zerbrochen. Die Befreiung von der Herrschaft der S\u00fcnde, die Jesus uns schenkt, ist wirklich Grund zu lautem Jubel und zu gro\u00dfer Freude! Unter seiner guten Herrschaft k\u00f6nnen wir von ihrer Macht frei leben und gute geistliche Frucht im Leben bringen und sie genie\u00dfen. Preiset Gott daf\u00fcr!<\/p>\n<p>Bis hierhin hat der Prophet Jesus nur als das gro\u00dfe Licht in der Finsternis und als Grund zu gro\u00dfer Freude beschrieben. Aber wer ist der, durch den diese gro\u00dfe Ver\u00e4nderung kommt? Im Vers 5a hei\u00dft es: \u201eDenn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben, und die Herrschaft ist auf seiner Schulter.\u201c Die gro\u00dfe Errettung beginnt mit der Geburt eines Kindes. Aber dieses Kind ist kein gew\u00f6hnliches Kind. Von ihm wird gesagt, dass es uns geboren ist und uns gegeben ist. Er ist ein K\u00f6nig, der f\u00fcr das ganze Volk geboren ist. Obwohl Jesus als ein kleines Kind auf die Welt kam, ruhte von Anfang die g\u00f6ttliche Herrschaft auf ihm.<\/p>\n<p>Welches Wesen hat er? Im Vers 5b werden seine Charaktereigenschaften durch vier Namen beschrieben. Betrachten wir Vers 5b: \u201eUnd er hei\u00dft Wunder-Rat, Gott-Held, Ewig-Vater, Friede-F\u00fcrst\u201c. Die Menschen damals hatten einen Namen und einen Namenszusatz, meistens \u201eSohn des sowieso\u201c oder die Stadt, aus der sie kamen, um sie zu identifizieren. Aber Jesus, der f\u00fcr die Welt die Wende bringt, kann auch nicht ann\u00e4hernd durch einen oder zwei Namen beschrieben werden. Hier finden wir acht Bezeichnungen , von denen jeder eine gro\u00dfe Bedeutung hat. Luther hat diese acht Bezeichnungen zu vier Doppel-Namen zusammengefasst, die Jesu einzigartige Person beschreiben. Lasst uns Jesus durch seine Namen besser kennen lernen!<\/p>\n<p>Der erste Name ist \u201eWunder-Rat\u201c. Die alte Elberfelder \u00dcbersetzung sagt hier getrennt \u00fcbersetzt \u201eWunderbarer, Ratgeber\u201c, die NIV \u201ewonderful Counselor\u201c, also \u201ewunderbarer Ratgeber\u201c. Es gibt viele Arten von Rat, den wir auf der Welt bekommen k\u00f6nnen, zum Beispiel wie man sein Studium gut schaffen oder wo man eine g\u00fcnstige Wohnung finden oder eine gute Arbeitsstelle bekommen kann. Menschen k\u00f6nnen uns aufgrund ihrer Erfahrung oder Wissens gute Tipps oder Ratschl\u00e4ge geben, aber keinen wunderbaren Rat. Aber Jesus ist der, der uns wunderbaren Rat gibt. Denn sein Rat kommt von Gott. Jesus gibt uns nicht nur Rat, wie wir leben k\u00f6nnen, sondern offenbart uns durch sein Wort die Antwort auf die wichtigsten Fragen, wie die Frage, wer Gott ist und wie wir zu ihm kommen k\u00f6nnen. Kein Mensch kann diese Frage zuverl\u00e4ssig beantworten. Aber Jesus sagt: \u201eWer mich sieht, der sieht den Vater\u201c (Joh 14,9). Und: \u201eIch bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich\u201c (Joh 14,6). Wir haben die wichtige Frage: Gibt es ein Leben nach dem Tod? Die Menschen haben dar\u00fcber unendlich spekuliert und philosophiert und Tausende von Ansichten dazu hervorgebracht. Aber Jesus sagt klar: \u201eIch bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, auch wenn er stirbt; und wer da lebt und glaubt an mich, der wird nimmermehr sterben\u201c (Joh 11,25.26). Wenn wir ernsthaft fragen, wie wir leben sollen, damit unser Leben hier gelingt und wir das wahre, ewige Leben erlangen, sagt Jesus uns: \u201eFolge mir nach!\u201c (Mk 2,14). Wenn wir versuchen, Jesus nachzufolgen, sto\u00dfen wir auf viel Schwierigkeiten und in uns entsteht eine neue Frage: Wie kann ich Jesus wirklich folgen? Jesus sagt in seiner g\u00f6ttlichen Weisheit und Wahrhaftigkeit: \u201eWer mir nachfolgen will, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach\u201c (Mk 8,34). Wenn wir uns auf unsere Gedanken oder auf andere Menschen verlassen, sind wir bald am Ende. Aber Jesus ist voll von g\u00f6ttlicher Weisheit und Wahrheit; er gibt uns in allen Dingen wunderbaren Rat.<\/p>\n<p>Der zweite Name Jesu ist \u201eGott Held\u201d. Die englische NIV \u00dcbersetzung sagt an dieser Stelle \u201eMighty God\u201c. Dieser Name bedeutet, dass Jesus der starke Gott ist. Jesus konnte unz\u00e4hlige Kranke heilen, Blinde sehend und Lahme gehen machen und sogar Tote auferwecken, weil er nicht nur ein Mensch, sondern Gott ist. Jesus gebrauchte seine Macht daf\u00fcr, um gegen unsere schlimmsten Feinde, die S\u00fcnde, den Tod und den Teufel zu k\u00e4mpfen. Jesus besiegte sie f\u00fcr uns, indem er am Kreuz starb und von den Toten auferstand, und erwies sich so als unser wahrer Held. Jesus ist unser Held, auf den wir uns in der gr\u00f6\u00dften Not im Leben und im Tod verlassen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Jesu dritter Name hei\u00dft \u201eEwig-Vater\u201c. Ein Vater versorgt und sch\u00fctzt seine Kinder und erzieht sie. Ein guter Vater liebt seine Kinder und versteht sie; er hilft ihnen, sich selbst zu erkennen, ihre St\u00e4rken zu entwickeln und gegen ihre Schw\u00e4chen zu k\u00e4mpfen. Ein guter Vater ermutigt und hilft seinen Kindern durch sein eigenes Vorbild, was wohl das wichtigste Erbe ist, das er hinterlassen kann. Unsere irdischen V\u00e4ter k\u00f6nnen uns nur begrenzt lieben, verstehen und helfen und uns nur ein ganz begrenztes Erbe hinterlassen. Aber der Ewig-Vater Jesus liebt, versteht, sch\u00fctzt und erzieht uns in vollkommener Weise. Er sieht uns nicht einfach nur mit menschlichen Augen, sondern versteht auch unsere Probleme und W\u00fcnsche im tiefsten Herzen. Er hilft uns nicht nur, bestimmte Einstellungen und Verhaltensweisen zu erlernen, sondern er reinigt, heilt und erneuert unser Herz und hilft uns so, zu dem Menschen zu werden, den Gott sich eigentlich gedacht hat. W\u00e4hrend unsere V\u00e4ter nur eine Zeitlang f\u00fcr uns da sind, hilft Jesus uns unser Leben lang in vollkommener Weise und liebt uns auch in Ewigkeit. Vor allem gibt Jesus uns als ewiger Vater als Erbe das ewige Leben in seinem herrlichen Reich.<\/p>\n<p>Jesu vierter Name ist \u201eFriede-F\u00fcrst\u201c. Alle Menschen w\u00fcnschen sich Frieden. Ein wichtiger Grund, warum Weihnachten bis heute so viele Menschen anzieht, ist ihre Sehnsucht nach wahrem Frieden mit anderen und tiefem Frieden in ihrem Inneren. Diesen Frieden k\u00f6nnen sie aber nirgends in der Welt finden. Jesus ist der Friede-F\u00fcrst, der durch sein reines Leben und seinen Tod am Kreuz den Sieg \u00fcber die S\u00fcnde und den Teufel errungen hat und uns Frieden mit Gott schenkt. Solange wir noch unser eigener Herr sein wollen, haben wir keinen Frieden. Aber wenn wir wirklich unter Jesu Herrschaft leben, haben wir wahren Frieden hier und in Ewigkeit.<\/p>\n<p>Der Vers 6 besagt, wie Jesus sein Friedensreich weiter aufbaut: \u201e&#8230; auf das seine Herrschaft gro\u00df werde und des Friedens kein Ende auf dem Thron Davids und in seinem K\u00f6nigreich, dass er\u2019s st\u00e4rke und st\u00fctze durch Recht und Gerechtigkeit von nun an bis in Ewigkeit.\u201c Jesu Werk, die Menschen zu erl\u00f6sen, fing ganz klein an, als er in in einem Dorf in Israel als ein Kind geboren wurde. Jesus predigten den Menschen in Galil\u00e4a das Evangelium von Gottes Reich und lud einzelne Fischer und Z\u00f6llner dazu ein, ihm zu folgen und unter seiner Herrschaft zu leben. Als Jesus am Kreuz starb, um f\u00fcr alle Menschen in der Welt den Weg in Gottes Reich zu \u00f6ffnen, standen nur einige Frauen und ein J\u00fcnger unter seinem Kreuz. Aber das Reich, das Jesus aufrichtet, w\u00e4chst unaufh\u00f6rlich. Heute ist das Christentum zahlenm\u00e4\u00dfig die gr\u00f6\u00dfte Weltreligion, und der Glaube an Jesus w\u00e4chst weiter. Immer noch haben l\u00e4ngst nicht alle Menschen seine Herrschaft angenommen. Viele leben noch unter der Macht der S\u00fcnde in Orientierungslosigkeit, Hoffnungslosigkeit, Schuld und Angst. Jesus will sein Reich ausweiten, in dem Recht und Gerechtigkeit herrschen. Er will, dass wir ganz unter seiner Herrschaft leben und von seinem Frieden erf\u00fcllt werden. Er will uns dazu gebrauchen, viele andere zum Leben unter seiner guten Herrschaft einzuladen.<\/p>\n<p>In diesen Versen haben wir den wahren Grund zur Freude an Weihnachten erfahren. Jesus ist f\u00fcr uns als ein schwaches Kind in die Welt gekommen und hat sich f\u00fcr uns ganz gegeben, um aus der Finsternis in der S\u00fcnde herauszuholen und uns ein neues Leben im Frieden mit Gott und wahrer Freude zu schenken, das hier beginnt und in seinem Reich in Vollkommenheit ewig fortgesetzt wird. Jesus ist also gekommen, um eine v\u00f6llige Wende in unserem Leben zu bewirken. Wenn wir ihn neu in unser Herz einlassen und unsere ganzes Leben unter seine Herrschaft stellen, will er uns mit seinem Licht ganz erleuchten und hell und rein machen kann. Diese wahre Wende und Befreiung ist nicht nur f\u00fcr bestimmte Menschen, sondern f\u00fcr alle Menschen in der Welt. Jesus will auch die Studenten und jungen Leute in unserer Stadt sowie alle Menschen in unserem Land und in der Welt mit seinem Licht erleuchten. Jesus ist als ein Kind geboren, damit jeder sich vor ihm beugen und ihn annehmen und neues ewiges Leben in seinem Reich erlangen kann. Das ist die wirklich gute Nachricht von Weihnachten!<\/p>\n<p>Wie ist aber dieses gro\u00dfartige Werk m\u00f6glich? Wie k\u00f6nnen wir sicher sein, dass dieses Werk an uns selbst und an anderen in unserer Gemeinde und in der ganzen Welt weitergeht und bis zum Ende der Geschichte vollzogen wird? Die Antwort auf diese Fragen finden wir in Vers 6b. Dort hei\u00dft es: \u201eSolches wird tun der Eifer des Herrn Zebaoth.\u201c Der Grund ist Gottes Eifer. Gott hat die Welt nach seinem guten Plan geschaffen und hat alles sehr gut gemacht, auch uns Menschen, die er als Krone der Sch\u00f6pfung gemacht hat. Gott hat einen gro\u00dfen brennenden Eifer darum, die Ordnung und das Leben in seiner Sch\u00f6pfung, die durch die S\u00fcnde der Menschen zerst\u00f6rt wurde, wiederherzustellen. Gottes Eifer hat ihn dazu getrieben, Jesaja in einer dunklen Zeit die Geburt eines Kindes vorauszusagen, das f\u00fcr sein Volk in der Finsternis ein gro\u00dfes Licht sein und sie von ihren Feinden befreien w\u00fcrde. Gottes Eifer hat bewirkt, dass etwa 700 Jahre sp\u00e4ter Gottes Sohn tats\u00e4chlich als ein Kind in die Welt kam. Jesus hat sein ganzes Leben daf\u00fcr eingesetzt, um uns Menschen den Weg in sein herrliches Reich zu zeigen. Wegen Gottes Eifer um unser Erl\u00f6sung hat er schlie\u00dflich sein Leben gegeben und ist am Kreuz gestorben, damit wir Gottes Kinder werden und unter seiner guten Herrschaft leben k\u00f6nnen. Gottes Eifer hat daf\u00fcr gesorgt, dass das Licht dieser Botschaft seit \u00fcber 2000 Jahren nicht von der Finsternis der Welt erstickt wurde, sondern zahllose Menschen Jesus als ihren Herrn erkennen und neues Leben als Gottes Kinder erlangen konnten. Gottes Eifer hat auch uns zu ihm gef\u00fchrt und treibt ihn dazu an, sich weiter um uns zu k\u00fcmmern und sein Werk der Reinigung und Heiligung in seinem Licht fortzusetzen, bis wir gereinigt und geheiligt in sein ewiges Reich einziehen k\u00f6nnen. M\u00f6ge Gott jedem von uns helfen, Jesus in diesen Tagen als wunderbaren Ratgeber, starken Gott, ewigen Vater und Friede-F\u00fcrst zu erfahren und wahre Weih\u00adnachts\u00adfreude zu erleben! Lesen wir zum Schluss noch einmal das Leitwort: \u201eDenn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben, und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter; und er hei\u00dft Wunder-Rat, Gott-Held, Ewig-Vater, Friede-F\u00fcrst.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download Denn uns ist ein Kind geboren \u201eDenn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben, und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter; und er hei\u00dft Wunder-Rat, Gott-Held, Ewig-Vater, Friede-F\u00fcrst.\u201c Jesaja 9,5 In diesem Jahr feiern wir unseren Weihnachtsgottesdienst anders als sonst. 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