{"id":9929,"date":"2020-11-22T11:00:24","date_gmt":"2020-11-22T10:00:24","guid":{"rendered":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/?p=9929"},"modified":"2022-11-18T12:19:15","modified_gmt":"2022-11-18T11:19:15","slug":"predigt-1-mose-121-3-sonderlektion-am-22-11-2020-online-konferenz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-1-mose-121-3-sonderlektion-am-22-11-2020-online-konferenz\/","title":{"rendered":"Predigt: 1. Mose 12,1 -3 (Sonderlektion am 22.11.2020 &#8211; Online Konferenz)"},"content":{"rendered":"<a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/2020Gen-SL-Gottes-Vision-fuer-Abraham.doc\"><strong>Download<\/strong><\/a>\r\n<h2 style=\"text-align: center;\">Gottes Vision f\u00fcr Abraham<\/h2>\r\n<h3>\u201eUnd der Herr sprach zu Abram: Geh aus deinem Vaterland und von deiner Verwandtschaft und aus deines Vaters Hause in ein Land, das ich dir zeigen will. Und ich will dich zum gro\u00dfen Volk machen und will dich segnen und dir einen gro\u00dfen Namen machen, und du sollst ein Segen sein. Ich will segnen, die dich segnen, und verfluchen, die dich verfluchen; und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter auf Erden.\u201c<\/h3>\r\n<p style=\"text-align: center;\">(1.Mose 12,1-3)<\/p>\r\nDanken wir Gott, der uns durch das Evangelium zu seinen Kindern gemacht und uns zu einer Gemeinde zusammengef\u00fcgt hat. Ich danke Gott f\u00fcr die Neuanfangskonferenz, dass wir trotz der Coronabeschr\u00e4nkungen miteinander reden und uns \u00fcber unsere Erfahrungen, Probleme und Verbesserungsvorschl\u00e4ge austauschen konnten. Dieses Wochenende ist sicher nur ein Anfang, und es gilt nun, dass wir weiter im Gespr\u00e4ch bleiben, Wege zur Verbesserung suchen und vor allem weiter Gott im Gebet um Erneuerung bitten. Ein wichtiger Punkt ist, dass wir alle Klarheit \u00fcber Gottes Vision f\u00fcr die Gemeinde bekommen; Gott will, dass wir seine Vision f\u00fcr uns selbst und f\u00fcr die Gemeinde ergreifen und mit seiner Vision im Herzen leben. Da wir in den letzten Wochen den Anfang von Gottes Heilswerk mit Abraham betrachtet haben und Abraham im Neuen Testament der Vater aller Gl\u00e4ubigen genannt wird, wollen wir Gottes Vision f\u00fcr Abraham gezielt betrachten und dadurch Gottes Vision f\u00fcr uns neu ergreifen. Gott helfe uns dabei!\r\n\r\nAbraham war ein normaler Mensch ohne besondere F\u00e4higkeiten und mit eingeschr\u00e4nkten M\u00f6glichkeiten, um noch etwas Besonderes in seinem Leben zu erfahren oder zu erreichen. Denn Abraham war schon ziemlich alt und er war kinderlos, weil seine Frau unfruchtbar war. In seiner Lage konnte Abraham keine Vision f\u00fcr sein Leben haben. Aber Gott hatte f\u00fcr ihn eine gro\u00dfartige Vision, die Gott eines Tages enth\u00fcllte, als er ihn berief. Gott sprach zu ihm: \u201eGeh aus deinem Vaterland und von deiner Verwandtschaft und aus deines Vaters Hause in ein Land, das ich dir zeigen will. Und ich will dich zum gro\u00dfen Volk machen und will dich segnen und dir einen gro\u00dfen Namen machen, und du sollst ein Segen sein. Ich will segnen, die dich segnen, und verfluchen, die dich verfluchen; und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter auf Erden.\u201c Gott wollte diesen kinderlosen \u00e4lteren Mann zu einem gro\u00dfen Volk machen, das in einer Bundesbeziehung mit Gott leben und ihn ehren sollte. Gott wollte ihn segnen und seinen Namen weltweit bekannt machen. Gott wollte ihn vor allem zu einem Segen f\u00fcr unz\u00e4hlige andere Menschen machen. Alle Geschlechter der Erde sollten durch Abraham und seine Nachkommen gesegnet werden. Das war Gottes eigener Wille und Plan, den Gott Abraham durch seine Verhei\u00dfung vermittelte.\r\n\r\nGott wollte und will alle Geschlechter auf Erden segnen. Gott will, dass alle Welt ihn erkennt und ihn als Gott anerkennt und seine Liebe und seinen Segen erfahren kann. Gott will alle V\u00f6lker wahrhaft segnen durch den einen Nachkommen Jesus Christus, seinen Sohn, der als Nachkommen Abrahams in die Welt kam, um uns von unserer S\u00fcnde zu retten und uns neues Leben als Gottes Kinder zu geben. Wahrer Segen kommt durch Jesus Christus. Wir k\u00f6nnen nicht f\u00fcr andere ein Segen sein \u2013 womit? Wir sind selbst normale Menschen und sind S\u00fcnder.\r\n\r\nEs ist wirklich sehr bemerkenswert, dass Gott f\u00fcr sein gro\u00dfes weltweites Heilswerk einen einzelnen Menschen berief und sich konzentriert um ihn k\u00fcmmerte. Warum tat Gott das? Welche Rolle sollte Abraham in Gottes gro\u00dfem Heilswerk spielen? Um auf diese Frage die richtige Antwort zu finden, sollen wir darauf achten, was Gott von Abraham wollte. In Kap. 12 befahl Gott Abraham, sein Vaterland und seine Verwandtschaft zu verlassen und in ein unbekanntes Land zu ziehen, und gab ihm dabei eine gro\u00dfartige Verhei\u00dfung seines Segens. Gott wollte, dass Abraham an Gottes Verhei\u00dfung glaubt und im Vertrauen darauf ein neues Leben anf\u00e4ngt. Im ganzen weiteren Bericht \u00fcber Abrahams Leben in den Kap. 12-25 sehen wir, dass Gott sich vor allem um einen Punkt bem\u00fcht hat: Abraham zu helfen, an Gottes Verhei\u00dfung wirklich und unter allen Umst\u00e4nden zu glauben. Deshalb erinnerte Gott ihn geduldig immer wieder an seine Verhei\u00dfung, die Gott immer wieder anders formulierte, damit Abraham sie tief und fest in seinem Herzen annimmt. Mal sagte Gott, dass seine Nachkommen so zahlreich wie die Sterne am Himmel sein sollten, ein anderes Mal, dass sie wie der Sand am Ufer des Meeres sein w\u00fcrden. Abraham sollte nicht nur irgendwie vage, gef\u00fchlsm\u00e4\u00dfig oder theoretisch daran glauben, sondern von ganzem Herzen fest glauben, sodass er aus dem Glauben an Gottes Verhei\u00dfung leben w\u00fcrde. Der erste praktische Schritt zur Erf\u00fcllung von Gottes Verhei\u00dfung war, dass Abraham einen Sohn bekommen sollte. Aber Gott wartete damit geduldig und erf\u00fcllte diese erste Stufe seiner Verhei\u00dfung erst, als er wirklich fest daran glaubte. Obwohl das 25 Jahre lang dauerte, wartete Gott und half ihm mit Geduld, den Glauben in seinem Herzen fest zu ergreifen und zu verankern. Erst als Abraham Gottes Verhei\u00dfung, dass er ein Vater vieler V\u00f6lker sein und von Sara einen leiblichen Sohn bekommen w\u00fcrde, wirklich glaubte und diesen Glauben in Leib und Seele gravierte, erf\u00fcllte Gott seine Verhei\u00dfung und gab ihm Isaak. (Davor half Gott noch Sara, auch an Gottes Wort zu glauben \u2013 Gott wollte, dass beide glauben.)\r\n\r\nWas bedeutet das? Gottes Vision war und ist, dass alle Geschlechter von Menschen auf der Erde wirklich gesegnet werden. Gottes Vision ist, dass alle V\u00f6lker durch seinen Sohn Jesus Christus seinen wahren Segen bekommen, n\u00e4mlich die Befreiung von ihrer S\u00fcnde und ein neues geheiligtes Leben als Gottes Kinder in der Beziehung zu ihm f\u00fchren und das ewige Leben erlangen. Das ist Gottes Vision, die er viele Propheten sehen lie\u00df. Das war auch die Vision, mit der Jesus Christus auf der Erde gebetet und gewirkt hat. Diese Vision hat er durch viele Gleichnisse vom Himmelreich gepredigt und in die Herzen vieler Menschen gepflanzt. F\u00fcr diese Vision, dass so unz\u00e4hlige Menschen in Gottes Reich kommen werden, hat er sein Leben am Kreuz hingegeben hat und ist von Gott von den Toten auferweckt worden. In Jesus ist das Heil f\u00fcr alle V\u00f6lker und es str\u00f6mt bis heute \u00fcberall dort in das Herz und Leben der Menschen, die davon h\u00f6ren und daran glauben. Dieses gro\u00dfartige weltweite Segenswerk wollte Gott damit beginnen, dass zuerst ein Mensch an Gottes Segenswerk wirklich glaubt. Darum war es Gott so wichtig, dass Abraham an Gottes Segensverhei\u00dfung wirklich glaubt. Gottes gro\u00dfe Vision f\u00fcr Abraham war, dass er in diesem gro\u00dfen Erl\u00f6sungswerk gebraucht werden und darin eine wichtige Rolle spielen sollte. Aber Abrahams Rolle war nicht, dass er bestimmte gro\u00dfartige Dinge tun sollte. Er sollte auch nicht mittelgro\u00dfe oder kleine Werke vollbringen. Abraham konnte das nicht. Gott wollte sein Werk tun. Was Gott von Abraham aber erwartete, war, dass er an Gottes Verhei\u00dfung fest glauben und aus diesem Glauben heraus sein ganzes Leben f\u00fchren sollte. Dadurch sollte Abraham der erste sein, der an Gottes Verhei\u00dfung fest glaubt und durch diesen Glauben in der Gemeinschaft mit Gott lebt. Dadurch sollte er ein Beispiel und Vorbild f\u00fcr seine Kinder und f\u00fcr unz\u00e4hlige Nachkommen werden. Was Gott von Abraham verlangte, war also nicht viel, sondern echter Glaube an Gottes Verhei\u00dfung des Segens und dass er aus diesem Glauben sein Leben mit Gott f\u00fchrt. Dabei hatte Gott die Vision, dass Abraham ein geistliches Vorbild und Stammvater f\u00fcr aller Gl\u00e4ubigen w\u00fcrde. Gott hatte die Vision, dass Abraham ein Vater vieler V\u00f6lker und sogar der Vorfahr Jesu Christi werden sollte, der den wahren Segen der Rettung von der S\u00fcnde und des ewiges Leben als Gottes Kinder f\u00fcr alle Geschlechter der Erde bringt. In Jesus Christus sollte Abraham wirklich ein Segen f\u00fcr alle Geschlechter der Erde werden. Diese Vision hat Gott inzwischen buchst\u00e4blich erf\u00fcllt (nur dass es noch eine kleine Zahl von Volksst\u00e4mmen gibt, die mit dem Evangelium Jesu noch nicht erreicht worden sind).\r\n\r\nWir Menschen k\u00f6nnen Gott eigentlich nichts bringen. Wir Menschen haben ein Wissen um Gott und ein Bewusstsein daf\u00fcr, dass wir Gott in unserem Leben ehren sollen. Dabei haben wir tief in uns die Vorstellung, dass wir Gott dadurch ehren sollen, dass wir bestimmte Dinge f\u00fcr ihn tun und so leben, dass es Gott ihm gef\u00e4llt und wir dadurch seine Anerkennung finden. Aber wir sind in unserem Wesen so s\u00fcndig, dass wir in Wirklichkeit nichts tun k\u00f6nnen, durch das wir Gott beeindrucken oder seine Anerkennung erlangen k\u00f6nnen. Als Gott Abraham berief, hat er von ihm kein Werke verlangt. Gott gab eine gro\u00dfe Verhei\u00dfung und befahl ihm, ihm in ein anderes Land zu folgen, wo er ein neues Leben aus Glauben an Gottes Verhei\u00dfung anfangen sollte. Gott wollte, dass Abraham Gottes Verhei\u00dfung tief annimmt und unabh\u00e4ngig von seinen Umst\u00e4nden fest glaubt. Erst dann gab er ihm den verhei\u00dfenen Sohn. Jahre sp\u00e4ter pr\u00fcfte Gott Abrahams Glauben an seine Verhei\u00dfung nochmal, indem er ihm befahl, Isaak im Gebirge Morija Gott zu opfern. Gott wollte also, dass Abraham so fest an seine Verhei\u00dfung glaubt, dass er bereit w\u00e4re, Isaak zu opfern, der f\u00fcr die Erf\u00fcllung der Verhei\u00dfung eigentlich eine Schl\u00fcsselrolle spielte. Gott wollte sein Werk nicht auf Menschen oder auf menschliche Bem\u00fchungen bauen. Gott wollte sein Werk selber tun. Gott wollte aber, dass mindestens ein Mensch auf der Erde an Gott und an seine Verhei\u00dfung des Segens glaubt. Als Abraham an Gottes Verhei\u00dfung wirklich fest glaubte, machte Gott ihn zu einem Beispiel und Stammvater des Glaubens und zu einer Quelle des Segens f\u00fcr alle Geschlechter der Erde.\r\n\r\nWir sollen begreifen, wie wichtig Gott der Glaube ist, und entsprechend ernsthaft daf\u00fcr beten und uns bem\u00fchen, an seine Verhei\u00dfungsworte wirklich zu glauben. Alles f\u00e4ngt mit dem Glauben an. Ohne Glauben ist es unm\u00f6glich, Gott zu gefallen. Wenn aber ein Mensch da ist, der Gottes Wort wirklich glaubt, ist Gott sehr froh und will auf seinen Glauben hin ihn oder sie segnen und durch sie andere segnen. Gott w\u00fcnscht sich von uns daher vor allem, dass wir an seine Verhei\u00dfungen in der Bibel wirklich glauben. Gott will, dass wir nicht nur gef\u00fchlsm\u00e4\u00dfig oder irgendwie vage glauben, sondern so fest an sein Wort glauben, dass wir unser ganzes Leben aus dem Glauben daran f\u00fchren. Gott hat uns seinen Sohn Jesus gegeben und die Verhei\u00dfung, dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. Gott hat uns in Jesus die Vergebung all unserer S\u00fcnden und ein neues, ewiges Leben als seine Kinder verhei\u00dfen. In Jesus gilt seine Segensverhei\u00dfung, die Gott Abraham gegeben hat, auch f\u00fcr uns. In Jesus will er uns wahrhaftig segnen und in ihm will er uns auch zum Segen f\u00fcr andere Menschen machen. Daher d\u00fcrfen wir Gottes Verhei\u00dfung in Gen 12,2 auch f\u00fcr uns annehmen und daran fest glauben, jeder pers\u00f6nlich und auch als Gemeinde. Durch unseren Glauben an Gottes Verhei\u00dfung sollen wir Gott als den treuen, wahrhaftigen und zuverl\u00e4ssigen Gott ehren. Wenn wir heute neu an Gottes Segensverhei\u00dfung glauben, ungeachtet dessen, was f\u00fcr gute oder schlechte Erfahrungen wir fr\u00fcher gemacht haben, und ungeachtet unserer momentanen Situation, wird Gott uns selbst neu und noch mehr als bisher segnen und uns auch zum Segen f\u00fcr andere Menschen machen. Wenn wir an Gottes Verhei\u00dfung wirklich glauben, wird Gott uns gebrauchen, um in der Familie, in der Gemeinde, an der Schule, an der Uni oder am Arbeitsplatz viele zu Jesus einzuladen und ihnen zu helfen, durch Glauben seinen umfassenden und ewigen Segen zu empfangen.\r\n\r\nWir haben bis jetzt betrachtet, wie wichtig f\u00fcr die Erf\u00fcllung von Gottes Vision der Glaube Abrahams war. Nun k\u00f6nnte jemand fragen: Ist also nur der Glaube wichtig? Ist es denn egal, wie wir leben? Der Glaube ist am wichtigsten, aber es ist nat\u00fcrlich nicht egal, wie wir leben. An Abrahams Beispiel k\u00f6nnen wir gut sehen, wie der Glaube sich im Leben ausdr\u00fcckt und es pr\u00e4gt. Wenn wir Abrahams Leben betrachten, finden wir drei Dinge, wie sich sein Glaube an Gottes Verhei\u00dfung ausgedr\u00fcckt hat.\r\n\r\n1. Gebet: Von Kap. 12 bis Kap. 25 finden wir viele Stellen, die erw\u00e4hnen, dass Abraham zu Gott betete. Immer wieder hei\u00dft es, dass er einen Altar baute und den Namen des Herrn anrief (12,7; 13,4; 21,33). Abrahams Glaube dr\u00fcckte sich vor allem dadurch aus, dass er Gott immer wieder dankte, ihn lobte und als Gott anbetete. Durch sein betendes Leben lernte er, Gott auch unter widrigen Umst\u00e4nden als Gott zu ehren und in einer gottlosen Umgebung seinen Glauben an Gott zu behalten. Gott freute sich \u00fcber sein betendes Lebens und erschien ihm wiederholt und half ihm immer wieder pers\u00f6nlich mit seinem Wort.\r\n\r\nVon den vielen Gebeten Abrahams wird eines ausf\u00fchrlich beschrieben. In Kap. 18,22-32 erfahren wir w\u00f6rtlich, wie Abraham f\u00fcr die Rettung der Menschen in Sodom betete. Wenn wir Abrahams Gebet lesen, wundern wir uns, mit welchem Mut er f\u00fcr sie betete und mit Gott aushandelte, dass Gott die ganze Stadt verschonen w\u00fcrde, wenn mindestens zehn Gerechte darin w\u00e4ren. Leider gab es nicht einmal zehn Gerechte. Trotzdem segnete Gott Abrahams Gebet und rettete Lot und seine T\u00f6chter vor dem Gericht \u00fcber Sodom. Dass Abraham so beharrlich und mutig f\u00fcr alle Menschen in Sodom betete, weist darauf hin, dass er wirklich angenommen hatte, dass Gott ihn zum Segen f\u00fcr andere machen wollte. Sein Gebet zeigt aber auch, dass er nicht davon ausging, dass das einfach automatisch passiert. Sein inst\u00e4ndiges Gebet ist vielmehr ein Ausdruck seines Glaubens an Gottes Verhei\u00dfung und eine konkrete Anwendung davon.\r\n\r\nWeil Gott uns verhei\u00dfen hat, uns zu segnen und uns zum Segen f\u00fcr andere zu machen, d\u00fcrfen auch wir mutig und beharrlich f\u00fcr uns und f\u00fcr andere beten. Bei der Umfrage haben erfreulich viele angegeben, dass sie regelm\u00e4\u00dfig pers\u00f6nlich in der Bibel lesen. Bei der Frage nach dem pers\u00f6nlichen Gebet war der h\u00f6chste Balken aber bei \u201enaja\u201c. Tats\u00e4chlich ist es nicht leicht, ein pers\u00f6nliches Gebetsleben \u00fcber lange Zeit zu f\u00fchren und aufrechtzuerhalten. Verschiedene Probleme k\u00f6nnen dazu f\u00fchren, dass unser Gebet oberfl\u00e4chlich und pflichtm\u00e4\u00dfig wird und unsere Gebetszeit immer k\u00fcrzer. Das k\u00f6nnen Dinge sein, die uns ablenken, Zweifel oder andere S\u00fcnden, die wir nicht vor Gott bringen. Von der anderen Seite her betrachtet ist der Hauptfaktor f\u00fcr das Gebet, wie stark der Glaube an Gottes Verhei\u00dfung in unserem Herzen brennt. Echte geistliche Erneuerung f\u00e4ngt immer mit der Erneuerung unserer eigenen Beziehung zu Gott an. Und wie es um unsere Beziehung zu Gott steht, zeigt sich gerade an unserem Gebet \u2013 wie viel und wie herzlich wir zu Gott kommen und wie ernsthaft wir dabei auch bereit sein, seine Stimme zu h\u00f6ren, unsere S\u00fcnde zuzugeben und davon abzukehren und seine Wort anzunehmen. Ich bin dankbar, dass viele unter uns beharrlich und treu zu Gott beten. Ich bin dankbar f\u00fcr die Frauen, die seit Jahren jeden Mittwoch zusammenkommen, um gemeinsam zu beten. Gott hat einen brennenden Wunsch, uns zu segnen und zum Segen f\u00fcr andere zu machen. Lasst uns im Glauben daran zu Gott mutig und freim\u00fctig beten, ihm danken und herzlich f\u00fcr uns und f\u00fcr unsere N\u00e4chsten bitten! Lasst uns mehr f\u00fcreinander beten und einander im Gebet tragen. Lasst uns f\u00fcr unsere Kinder und die jungen Leute in der Gemeinde beten, dass sie Gott finden und unter seinem Segen leben k\u00f6nnen. Lasst uns f\u00fcr die Studenten und jungen Menschen in unserer Stadt beten, dass sie Jesus kennen lernen und seinen wahren Segen erfahren. Wenn wir beten, werden wir zu Mitarbeitern in Gottes Heilswerk und werden von ihm f\u00fcr andere zum Segen gemacht, weit mehr, als wir es uns vorstellen k\u00f6nnen!\r\n\r\n2. Lehre: Im selben Kapitel, in dem Abrahams Gebet f\u00fcr Sodom beschrieben wird, erfahren wir vorher, wie Gott Abrahams Rolle in der Geschichte sah und wie er diese Rolle erf\u00fcllen sollte. In Kap. 18,17-19 hei\u00dft es: \u201eWie k\u00f6nnte ich Abraham verbergen, was ich tun will, da er doch ein gro\u00dfes und m\u00e4chtiges Volk werden soll und alle V\u00f6lker auf Erden in ihm gesegnet werden sollen? Denn dazu habe ich ihn auserkoren, dass er seinen Kindern befehle und seinem Hause nach ihm, dass sie des HERRN Wege halten und tun, was recht und gut ist, auf dass der HERR auf Abraham kommen lasse, was er ihm verhei\u00dfen hat.\u201c\r\nHier sehen wir, dass Gott Abraham als einen Mitarbeiter in seinem Werk betrachtete. Gott ist souver\u00e4n und kann jederzeit tun, was er will, ohne sich mit jemandem abzusprechen. Aber Gott sagte, dass er Abraham nicht verbergen konnte, was er vorhatte, da er doch ein gro\u00dfes und m\u00e4chtiges Volk werden sollte und alle V\u00f6lker in ihm gesegnet werden sollten. Das zeigt, dass Gott Abraham inzwischen zu einem Mitarbeiter Gottes geworden war, den Gott in seine Pl\u00e4ne einweihen und seine Stimme bzw. Gebete dazu h\u00f6ren wollte.\r\n\r\nDiese Rolle hat Gott auch jedem zugedacht, der an seinen Sohn Jesus und seine Verhei\u00dfung glaubt. In Gottes Augen sind wir nicht einfach Sch\u00fcler, Studenten, Hausfrauen, Angestellte oder Selbst\u00e4ndige. Wenn wir an Gottes Verhei\u00dfung in Jesus glauben, sind wir ungeachtet unserer Stellung in der Welt Gottes Mitarbeiter, die er in seine Vorhaben mit einbeziehen und deren Gebete er gerne h\u00f6ren will. In diesem Sinn hat unsere Gemeinde eine gro\u00dfe Bedeutung. Auch wenn wir nicht viele sind, auch wenn wir in vieler Hinsicht mangelhaft sind: wenn wir f\u00fcr einander beten, f\u00fcr Gottes Wirken in der Gemeinde und in unserer Stadt, wird Gott uns h\u00f6ren und uns f\u00fcr sein Heilswerk gebrauchen.\r\n\r\nDiese Stelle zeigt aber auch einen weiteren Weg, wie Abrahams Glaube sich ausdr\u00fccken sollte und wie er praktisch ein Segen f\u00fcr seine Nachkommen werden sollte. Gott sagte: \u201eDenn dazu habe ich ihn auserkoren, dass er seinen Kindern befehle und seinem Hause nach ihm, dass sie des HERRN Wege halten und tun, was recht und gut ist, auf dass der HERR auf Abraham kommen lasse, was er ihm verhei\u00dfen hat.\u201c Gott wollte, dass Abraham seine Nachkommen lehrt, Gottes Wege zu halten und zu tun, was recht und gut ist. Dann w\u00fcrde Gott auf Abraham den Segen kommen lassen, den er ihm verhei\u00dfen hatte. Damals gab es noch keine Bibel, aber Abraham hatte verschiedene Worte Gottes empfangen und hatte gelernt, danach zu leben. Abraham lehrte diese Worte Gottes und seinen Willen seine Nachkommen. Er hatte nur einen Sohn, den Gott als Nachkommen anerkannte, Isaak. Aber ihn lehrte Abraham, an Gottes Verhei\u00dfung des Segens zu glauben und dementsprechend zu leben. Wenn wir Kap. 24 lesen, wundern wir uns, dass Isaak die Frau, die Abrahams Knecht aus Mesopotamien zu ihm brachte, einfach annahm und zur Frau nahm, obwohl er sie gar nicht kannte, sondern nur den Bericht des Knechts geh\u00f6rt hatte, wie Gott ihn gef\u00fchrt hatte. In Kap. 25 erfahren wir, dass Isaak 20 Jahre lang beharrlich f\u00fcr Rebekka betete, weil sie unfruchtbar war. Isaak betete, bis Gott ihn erh\u00f6rte und Rebekka schwanger werden lie\u00df. Woher hatte er so einen gro\u00dfen Glauben, dass er so lange beten konnte? In Kap. 26 erfahren wir, dass Gott Isaak befahl, nicht nach \u00c4gypten zu ziehen, sondern trotz der Hungersnot im Land zu bleiben, und dass er ihm verhie\u00df, mit ihm zu sein und ihn zu segnen. Isaak glaubte Gott und gehorchte ihm und blieb in Gerar. Wir lesen auch, dass er danach, als die Philister ihm immer wieder seine Brunnen streitig machten, immer ruhig blieb und weiterzog, bis Gott er einen Brunnen fand, den sie ihm nicht streitig machten. Woher kam dieser Glaube? Wann hatte Isaak solchen Glauben gelernt? Der Grund daf\u00fcr war, dass Abraham seinen Sohn Gottes Wege lehrte und ihn dazu anhielt, seinen Worten zu glauben und danach zu leben.\r\n\r\n3. Vorbild. Dabei spielte auch Abrahams Vorbild eine wichtige Rolle. Wir wissen, dass Erziehung nach dem Motto: \u201eDu sollst tun, was ich dir sage, aber nicht tun, was ich tue\u201c, nicht funktioniert. Die Worte, die Eltern ihren Kindern sagen, m\u00fcssen mit ihrem Leben \u00fcbereinstimmen. Es gilt als erwiesen, dass das Vorbild von Eltern einen tiefergehenden Einfluss auf ihre Kinder hat als ihre Worte. Isaak h\u00f6rte nicht nur Abrahams Worte, sondern konnte an seinem Vater im allt\u00e4glichen Leben immer wieder praktisch sehen, was es hei\u00dft, an Gottes Verhei\u00dfung zu glauben und nach seinem Willen zu leben. So lernte er von seinem Vater, unabh\u00e4ngig von den Umst\u00e4nden auf Gottes Segen zu vertrauen. Er lernte von ihm auch, unabh\u00e4ngig vom Kontostand in Zelten zu leben und seine Hoffnung auf die Heimat im Himmel zu setzen. So konnte Isaak von Kind an zu einem Mann des Glaubens heranwachsen und selbst ein Stammvater des Glaubens werden.\r\n\r\nWas kann das f\u00fcr uns bedeuten? Gott will uns weiter segnen mit allem geistlichen Segen durch Jesus und will uns auch zum Segen f\u00fcr andere machen. Gott will uns insbesondere zum Segen f\u00fcr unsere Kinder machen, was leibliche und geistliche Kinder umfasst. Darum sollen wir f\u00fcr sie herzlich und mutig beten. Aber wir sollen nicht nur f\u00fcr sie beten, sondern sie auch Gottes Wege lehren und ihnen helfen, an Gottes Verhei\u00dfung zu glauben und danach zu leben. Vor allem sollen wir ihnen helfen, dass sie Jesus Christus kennen lernen und ihm begegnen und ihr Leben auf dem Weg seiner Nachfolge f\u00fchren k\u00f6nnen. Das ist nicht nur eine gute Sache, sondern Gottes Wille f\u00fcr uns, der uns f\u00fcr sie zum Segen machen will. Das gilt nicht nur f\u00fcr die jeweiligen Eltern, sondern f\u00fcr die ganze Gemeinde. Fr\u00fcher haben P. und B. mit H., W. und S. in der Dachkammer Kindergottesdienste gefeiert. Sp\u00e4ter haben W. und S. und dann H. den jungen Leuten in der Jugendstunde bzw. dem Hoffnungskreis mit Gottes Worten gedient. In den letzten Jahren haben M. und C. die Kinder, die inzwischen Teenager sind, jeden Samstag Gottes Worte gelehrt, und G., R., P. G. H. und R. die kleineren Kindern am Freitag. Dadurch hat Gott sicher schon einige geistliche Samen in sie ges\u00e4t. Daf\u00fcr bin ich dankbar. Aber wir d\u00fcrfen damit nicht aufh\u00f6ren. Da die Kinder st\u00e4ndig gr\u00f6\u00dfer werden und die Zeit sich \u00e4ndert, k\u00f6nnen wir nicht einfach alles wie fr\u00fcher machen. Lasst uns deshalb beten und neue Wege finden, den Kindern und den Jugendlichen in passender Weise zu helfen, Gottes Liebe und seine Wege zu erkennen, eine pers\u00f6nliche Beziehung zu ihm einzugehen und nach seinem Willen zu leben. Wir haben so viele Kinder und Jugendliche, die Gottes Segen bekommen sollen. Lasst uns alle f\u00fcr sie beten und eine gute Umgebung f\u00fcr sie bilden.\r\n\r\nDas sollen wir nicht nur auf die eigenen Kinder in der Gemeinde beschr\u00e4nken. Gott will uns zum Segen f\u00fcr viele Menschen machen. Es gibt \u00fcber 30.000 Studenten in unserer Stadt, die jung sind und viele M\u00f6glichkeiten f\u00fcr ihr Leben haben, aber Gott und seinen Sohn nicht kennen und fern von ihm und seinem wahren Segen leben. Gott will sie zu Jesus f\u00fchren und ihnen neues, wahres Leben als seine Kinder schenken. Gott gebraucht daf\u00fcr diejenigen, die an seine Verhei\u00dfung glauben und f\u00fcr sie von Herzen beten. Lasst uns f\u00fcr sie neu beten und Wege suchen, sie mit Jesus bekannt zu machen und ihnen zu helfen, an ihn fest zu glauben. Lasst uns auch f\u00fcr unsere Freunde, Mitsch\u00fcler, Kommilitonen, Nachbarn und Verwandte beten, dass wir ihnen geistlich helfen und ein Segen f\u00fcr sie werden k\u00f6nnen. Lasst uns daf\u00fcr beten, dass wir in der Gemeinde daf\u00fcr eine gute geistliche Umgebung schaffen k\u00f6nnen, voll herzlicher Liebe und geistlichem Leben. Lasst uns daf\u00fcr beten, dass dazu jeder im Glauben gesund und stark wird und als fr\u00f6hlicher Christ ein gutes Vorbild werden kann. Lasst uns beten und danach streben, dass wir durch echte liebevolle Beziehungen untereinander eine Gemeinde werden, die ihn ehrt und jeden, der hineinkommt, auf ihn hinweist. Das ist nicht etwas, was wir in kurzer Zeit erreichen k\u00f6nnen. Das ist etwas, das wir aus eigener Bem\u00fchung heraus \u00fcberhaupt nicht schaffen k\u00f6nnen. Es ist aber etwas, f\u00fcr das wir beten und wonach wir streben k\u00f6nnen mit der Zuversicht, dass es Gottes Willen voll entspricht. Lasst uns daf\u00fcr beten, dass Gott uns durch sein heiliges Wort und seinen Heiligen Geist dabei hilft, sodass er uns noch viel mehr segnen und uns f\u00fcr unsere Kinder und Jugendlichen, f\u00fcr viele Studenten und junge Leute und weitere Menschen zum Segen machen kann, wie er es verhei\u00dfen hat. Lesen wir noch einmal die Verse 2 und 3: \u201eUnd ich will dich zum gro\u00dfen Volk machen und will dich segnen und dir einen gro\u00dfen Namen machen, und du sollst ein Segen sein. Ich will segnen, die dich segnen, und verfluchen, die dich verfluchen, und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter auf Erden.\u201c\r\n\r\n<!-- \/wp:post-content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download Gottes Vision f\u00fcr Abraham \u201eUnd der Herr sprach zu Abram: Geh aus deinem Vaterland und von deiner Verwandtschaft und aus deines Vaters Hause in ein Land, das ich dir zeigen will. 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