{"id":988,"date":"2010-08-08T17:00:29","date_gmt":"2010-08-08T16:00:29","guid":{"rendered":"http:\/\/ubfheidelberg.org\/?p=988"},"modified":"2023-01-29T20:48:35","modified_gmt":"2023-01-29T19:48:35","slug":"predigt-1-samuel-131-1452","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-1-samuel-131-1452\/","title":{"rendered":"Predigt: 1.Samuel 13,1-14,52"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/P07-1Sa1301-1452_neu.doc\">Download<\/a><\/strong><\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\"><strong>Gottes  Herz  wich  von  Saul<\/strong><\/h2>\n<p style=\"text-align: center;\">\u201e<strong>Samuel aber sprach zu Saul: Du hast t\u00f6richt gehandelt und nicht gehalten das Gebot des Herrn, deines Gottes, das er dir geboten hat. Er h\u00e4tte dein K\u00f6nigtum best\u00e4tigt \u00fcber Israel f\u00fcr und f\u00fcr. Aber nun wird dein K\u00f6nigtum nicht bestehen. Der Herr hat sich einen Mann gesucht nach seinem Herzen, und der Herr hat ihn bestellt zum F\u00fcrsten \u00fcber sein Volk; denn du hast das Gebot des Herrn nicht gehalten.\u201d <\/strong><strong> <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">(1.Sam 13,13.14)<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Letzte Woche haben wir Samuels Abschiedsrede betrachtet. Darin hat sich Samuel als ein frommer Mann gezeigt, der bis zum Ende seines Lebens Gott liebte und nach dem geistlichen Wohl seines Volkes strebte. Wegen dem Begehren des Volkes hatte Samuel Saul als K\u00f6nig \u00fcber Israel eingesetzt. Saul h\u00e4tte eigentlich ein w\u00fcrdiger Nachfolger Samuels werden und langfristig \u00fcber Israel regieren sollen. Aber sein K\u00f6nigtum dauerte nicht lange, weil Gottes Herz von Saul wich. Warum wich Gottes Herz von Saul, den Gott berufen hatte? Lasst uns heute die Antwort auf diese Frage finden! Gott helfe uns, aus Sauls negativem Beispiel f\u00fcr uns eine positive Konsequenz zu ziehen!<strong><\/strong><\/p>\n<p><strong>Teil 1: Der Beginn des Krieges gegen die Philister (13,1-14)<\/strong><\/p>\n<p>Was das \u00e4u\u00dfere Geschehen anbelangt, handelt unser heutiger Text haupts\u00e4chlich von dem Krieg der Israeliten gegen die Philister. Wie kam es zu diesem Krieg? Betrachten wir den Text. Die Verse 1 und 2 berichten dar\u00fcber, dass Saul nach dem Sieg \u00fcber die Ammoniter nicht alle Israeliten nach Hause entlie\u00df, sondern sich eine st\u00e4ndige Armee von dreitausend Mann zulegte, von denen zweitausend bei Saul und eintausend bei seinem Sohn Jonatan blieben. Dadurch wollte Saul offenbar seine Macht absichern und hatte gleichzeitig eine gewisse Sicherheit gegen die Philister, die immer mehr Druck auf Israel aus\u00fcbten.<\/p>\n<p>Betrachten wir Vers 3. Eines Tages k\u00e4mpfte Jonatan gegen die Wache der Philister in Gibea und  erschlug sie. Gibea liegt mitten in Benjamin, hier erfahren wir, dass die Philister bis weit in das Gebiet Israels hinein milit\u00e4rische St\u00fctzpunkte errichtet hatten, mit denen sie Israel kontrollierten und unterdr\u00fcckten. Doch w\u00e4hrend Saul diesen Zustand erduldete, versuchte Jonatan, etwas gegen die Unterdr\u00fcckung zu unternehmen. Daraufhin versammelten sich die Philister zum Kampf gegen Israel. Vers 5 beschreibt ihre milit\u00e4rische St\u00e4rke, n\u00e4mlich dreitausend Wagen, sechstausend Gespanne und Fu\u00dfvolk, soviel wie Sand am Ufer des Meeres \u2013 es war eine riesige, gut ausger\u00fcstete Armee mit moderner Waffentechnik. Sie zogen herauf und lagerten sich bei Michmas, das mitten im Gebiet von Benjamin liegt.<\/p>\n<p>Wie war der Zustand der Israeliten, die sich zum Kampf versammeln sollten? Vers 6 sagt: <strong>\u201eAls aber die M\u00e4nner Israels sahen, dass das Volk in Gefahr und Bedr\u00e4ngnis war, verkrochen sie sich in die H\u00f6hlen und Kl\u00fcften und Felsen und Gew\u00f6lbe und Gruben.\u201c <\/strong>Als die Israeliten das hochger\u00fcstete Heer der Philister sahen, verkrochen sie sich, anstatt sich auf den Kampf gegen die Feinde vorzubereiten. Sie hatten eine katastrophale Kampfmoral. Etliche desertierten und setzten sich im Gebiet \u00f6stlich des Jordans ab (7a). Das Volk, das nicht weglief, sondern sich bei Saul in Gilgal versammelte, war voll Angst (7b).<\/p>\n<p>Was tat Saul? Er wartete in Gilgal zun\u00e4chst auf Samuel, der angek\u00fcndigt hatte, nach sieben Tagen dorthin zu kommen und Brandopfer und Dankopfer zu opfern (10,8). Als Samuel nicht nach Gilgal kam, begann das Volk von Saul wegzulaufen (8). Saul geriet in eine schwierige Situation. Dass immer mehr M\u00e4nner von ihm wegliefen, war kein geringes Problem angesichts des bevorstehenden Kampfes. In dieser Situation sollte Saul sein Vertrauen auf Gott setzen, der ihn als K\u00f6nig eingesetzt hatte, und durch den Glauben an Gott weiter auf Samuel warten. Doch was tat Saul? Vers 9 sagt:<strong> \u201eDa sprach er: Bringt mir her das Brandopfer und die Dankopfer. Und er brachte das Brandopfer dar.\u201c<\/strong> Saul entschied sich, selbst das Brandopfer darzubringen. Warum war das ein sehr ernstes Problem? Das Darbringen von Opfern ist der Weg, den der heilige Gott den s\u00fcndigen Menschen er\u00f6ffnet hatte, durch den sie zu ihm kommen und ihre Beziehung zu ihm wiederherstellen konnten. Beim Darbringen von Opfern geht es also unmittelbar um die Heiligkeit Gottes. Darum hat Gott die Darbringung der Opfer im Gesetz sehr genau geregelt und darin eindeutig festgelegt, dass nur die Nachkommen Aarons, die als Priester gesalbt waren, berechtigt waren, Opfer vor ihn zu bringen. Dass Saul es dennoch wagte, selbst Brandopfer darzubringen, war eine krasse Missachtung Gottes in seiner Heiligkeit.<\/p>\n<p>Warum beging Saul diese S\u00fcnde? Als er von Samuel zur Rede gestellt wurde, sagte er:<strong> \u201eIch sah<\/strong><strong>, dass das Volk von mir wegzulaufen begann, und du kamst nicht zur bestimmten Zeit, w\u00e4hrend doch die Philister sich schon in Michmas versammelt hatten. Da dachte ich: Nun werden die Philister zu mir herabkommen nach Gilgal, und ich habe die Gnade des Herrn noch nicht gesucht; da wagte ich&#8217;s und opferte Brandopfer\u201c <\/strong>(11.12). Saul spricht hier st\u00e4ndig \u00fcber die Situation, in der er sich befand \u2013 dass das Volk von ihm wegzulaufen begann, dass Samuel noch nicht gekommen war und dass die Philister sich schon in Michmas versammelt hatten. Saul wusste, dass Gottes Wort ihm verbot, Gott Opfer darzubringen, weil er kein Priester war. Aber Saul h\u00f6rte nicht auf Gottes Wort, sondern h\u00f6rte vielmehr auf die Stimme der Situation, die sein dringendes Handeln verlangte. Schlie\u00dflich gab er dem Druck der Situation nach und brachte selbst das Brandopfer dar, um seinen M\u00e4nnern ein Gef\u00fchl der Zuversicht zu verschaffen und sie dazu zu bewegen, bei ihm zu bleiben. So missbrauchte er das heilige Opfer Gottes f\u00fcr politische Zwecke und verachtete durch seine Anma\u00dfung Gottes Heiligkeit in krasser Weise.<\/p>\n<p>Was sagte Samuel \u00fcber Sauls Verhalten? Welche Folge w\u00fcrde Sauls Ungehorsam haben? Betrachten wir die Verse 13-14: <strong>\u201eSamuel aber sprach zu Saul: Du hast t\u00f6richt gehandelt und nicht gehalten das Gebot des Herrn, deines Gottes, das er dir geboten hat. Er h\u00e4tte dein K\u00f6nigtum best\u00e4tigt \u00fcber Israel f\u00fcr und f\u00fcr. Aber nun wird dein K\u00f6nigtum nicht bestehen. Der Herr hat sich einen Mann gesucht nach seinem Herzen, und der Herr hat ihn bestellt zum F\u00fcrsten \u00fcber sein Volk; denn du hast das Gebot des Herrn nicht gehalten.\u201c <\/strong>Samuel bezeichnete Sauls Verhalten als t\u00f6richt und tadelte es als Ungehorsam gegen\u00fcber dem Gebot des Herrn. Sauls Ungehorsam w\u00fcrde schwerwiegende Folgen haben. Gott hatte zwar vorgehabt, Sauls K\u00f6nigtum \u00fcber Israel f\u00fcr und f\u00fcr zu best\u00e4tigen; aber nun w\u00fcrde sein K\u00f6nigtum nicht bestehen, sondern an einen Mann nach Gottes Herz \u00fcbergehen. Gottes Herz war von Saul gewichen! Wie schlimm ist es, wenn das Herz eines Mannes von seiner Ehefrau weicht! Wie schlimm ist es f\u00fcr Kinder, wenn ihr Vater aufh\u00f6rt, sie zu lieben, und er sich nur noch f\u00fcr seine Karriere oder seine Hobbys oder f\u00fcr eine andere Frau und deren Kinder interessiert! Doch wie viel schlimmer ist es, wenn Gottes Herz von einem Menschen weicht. Aber gerade das geschah bei Saul.<\/p>\n<p>Warum wich Gottes Herz von Saul? Vers 14 sagt: \u201e<strong>Der Herr hat sich einen Mann gesucht nach seinem Herzen, und der Herr hat ihn bestellt zum F\u00fcrsten \u00fcber sein Volk; denn du hast das Gebot des Herrn nicht gehalten.\u201c<\/strong> Diese Worte besagen indirekt, dass Saul ein Mann geworden war, der nicht nach Gottes Herzen war. Wie k\u00f6nnen wir das verstehen? Wir k\u00f6nnen nicht sagen, dass Saul sich bis dahin wie ein gottloser Mann v\u00f6llig unm\u00f6glich verhalten h\u00e4tte. Saul bem\u00fchte sich, seine Aufgaben als K\u00f6nig zu erf\u00fcllen und sich dabei moralisch korrekt zu verhalten und auch die religi\u00f6sen Regeln und das Gesetz zu halten (wir lesen im heutigen Text zum Beispiel, dass Saul auch fastete, dass er Gott einen Altar baute und dass er Gott befragte, ob er in den Kampf ziehen sollte, als der Priester ihn dazu aufforderte). Aber als es darauf ankam, handelte Saul nicht nach Gottes Wort, sondern nach dem, was ihm selbst in der Situation vorteilhaft erschien. Er erzeigte sich als ein Mensch, der im Zweifelsfall der Situation und seinen eigenen Gedanken folgt anstatt dem Willen Gottes. So erwies sich Saul als ein Mensch, der nicht nach Gottes Herz war.<\/p>\n<p>Wenn wir Gott und Saul mit einem Ehepaar vergleichen w\u00fcrden, war Saul wie ein Ehepartner, der seine Aufgabe erf\u00fcllt, zum Beispiel zu kochen, einzukaufen, und die Kinder zu versorgen und\/oder arbeiten zu gehen, der seinen Ehepartner aber nicht liebt und das alles nicht vom Herzen f\u00fcr ihn tut, sondern nur aus Pflichtgef\u00fchl. Saul bem\u00fchte sich, seine Aufgabe als K\u00f6nig zu erf\u00fcllen, aber er tat dies eher wie ein Angestellter, der seine Pflicht erf\u00fcllt, nicht vom Herzen f\u00fcr Gott. Kurz gesagt fehlte Saul die Liebe zu Gott. Saul hatte anders gesagt in seinem Herzen kaum Raum f\u00fcr Gott. Stattdessen war sein Herz voll mit eigenen Gedanken, zum Beispiel dar\u00fcber, was die Menschen von ihm denken, Gedanken an seinen eigenen Vorteil, an den Erhalt seiner Macht usw. \u2013 Wie anders war dagegen David, der ein Mann nach Gottes Herz war. David liebte Gott und trachtete immer danach, Gott zu gefallen, sowohl als er als ein Fl\u00fcchtling leben musste, als auch, als er jahrzehntelang ein m\u00e4chtiger K\u00f6nig war. Einmal zum Beispiel, als die Bundeslade gebracht wurde, tanzte David aus Freude dar\u00fcber m\u00e4chtig vor dem Herrn, obwohl er dabei von anderen, sogar von seiner Frau verachtet wurde. Aber David ging es nicht um sein eigenes Ansehen bei den Menschen, sondern ihm war vor allem anderen wichtig, durch all sein Tun Gott zu gefallen. Einmal schlief Saul, der David mit seinen Soldaten jahrelang verfolgte, zuf\u00e4llig gerade in der H\u00f6hle, in der David und seine M\u00e4nner sich versteckt hatten. Die Situation schien wie daf\u00fcr gemacht, dass David sich endlich an seinem Verfolger r\u00e4chen und seinen Mordversuchen ein f\u00fcr alle Mal ein Ende machen w\u00fcrde. Auch Davids M\u00e4nner forderten ihn dazu auf, Saul umzubringen. Aber David weigerte sich strikt, Saul irgendetwas anzutun, weil er Gott liebte und niemals wagen wollte, gegen den Gesalbten des Herrn etwas zu tun. David handelte nicht nach der Situation, sondern trachtete in jeder Situation danach, Gottes Willen zu tun. Denn David liebte Gott und wollte immer Gottes Herz erfreuen.<\/p>\n<p>Was sollen wir hier lernen? Auch wir befinden uns manchmal in Situationen, die von uns ein bestimmtes Handeln verlangen, das aber nicht dem Wort Gottes entspricht, \u00e4hnlich wie Saul, dem die Leute davon liefen und der versucht war, deshalb ausnahmsweise selber das Brandopfer darzubringen. Wenn uns zum Beispiel unsere Freunde zu etwas einladen, von dem wir wissen, dass es Gott nicht gef\u00e4llt, und wir Angst haben, dass wir ihre Anerkennung verlieren, wenn wir nicht mitmachen, ist der Druck, mitzugehen, gro\u00df. Wenn wir f\u00fcr eine wichtige Pr\u00fcfung noch viel lernen m\u00fcssen, fordert die Situation uns dazu auf, unsere Gemeinschaft mit Gott in der Stillen Zeit, beim Bibelstudium oder bei der Bibelfreizeit zu reduzieren oder ausfallen zu lassen. Oder wenn wir eine Arbeitsstelle ben\u00f6tigen und eine attraktive Stelle angeboten bekommen, mit der wir aber nicht unsere Aufgabe in Gottes Werk in Einklang bringen k\u00f6nnen, dann sind wir versucht, mit unserer Berufung Kompromisse zu machen, um uns die \u201egute Chance\u201c nicht entgehen zu lassen. Oder wenn jemand schon eine Weile f\u00fcr den richtigen Ehepartner betet, Gott ihn aber noch nicht gezeigt hat, w\u00e4hrend andere Gleichaltrige oder J\u00fcngere in der Verwandtschaft oder im Freundeskreis schon geheiratet haben, verlangt diese Situation scheinbar, sich ab sofort aktiv auf die Suche zu machen, anstatt weiter auf Gott zu warten. Es ist nicht leicht, dem Druck solcher Situationen standzuhalten. Es ist vor allem nicht leicht, dem Druck bis zum Ende standzuhalten. Saul konnte sieben Tage lang dem Druck der Situation standhalten, aber am letzten Tag, kurz bevor Samuel tats\u00e4chlich kam, gab er dem Druck nach und brachte selbst das Brandopfer dar und verachtete dadurch Gottes Heiligkeit in einer Weise, die Gott nicht akzeptieren konnte. Wenn der Druck der Situation gro\u00df ist, ist man leicht geneigt, Kompromisse einzugehen und diese zu verharmlosen oder zu rechtfertigen. Dann kann uns sogar der v\u00f6llig irrelevante Gedanke, dass es eben eine besondere Situation sei und dass unser Vorhaben garantiert eine einmalige Ausnahme sein soll, wie ein triftiges Argument vorkommen. Aber wir m\u00fcssen uns klar sein, dass gerade in solchen schwierigen Situationen unser Glaube gepr\u00fcft wird. Gerade in den Situationen, in denen es uns nicht leicht f\u00e4llt, nach Gottes Wort zu handeln, soll sich unser Glaube bew\u00e4hren und reifen. Gerade in solchen Entscheidungssituationen sollen wir uns als M\u00e4nner und Frauen nach dem Herzen Gottes erweisen. Saul bestand an jenem Tag seine Pr\u00fcfung nicht; und das war keine kleine Sache, sondern hatte zur Folge, dass Gottes Herz von ihm wich. Auch viele in unserer Zeit, die Gottes Berufung empfangen und den Weg des Glaubens eingeschlagen haben, haben in einer kritischen Situation dem Druck der Situation bzw. ihrem eigenen Verlangen nachgegeben und haben mit dem Glauben einen Kompromiss geschlossen und haben so mehr oder weniger bewusst ihre Berufung verleugnet und den eingeschlagenen Glaubensweg verlassen. Darum ist es von entscheidender Bedeutung, dass wir gerade auch in schwierigen Situationen unseren Glauben festhalten und nicht auf die Stimme der Situation h\u00f6ren, sondern allein auf die Stimme Gottes h\u00f6ren und konsequent danach handeln, und zwar nicht nur am Anfang, sondern bis zum Ende des siebten Tags \u2013 bis Gott selbst gehandelt und unseren Glauben als richtig best\u00e4tigt hat. Durch unser konsequentes Leben aus Glauben auch in schwierigen Situationen sollen wir uns als M\u00e4nner und Frauen nach dem Herzen Gottes erweisen und Gott ehren und seinen gro\u00dfen Segen im Leben empfangen. M\u00f6ge Gott jedem von uns dabei helfen, nicht auf die Stimme der Situation zu h\u00f6ren, sondern auf sein Wort zu h\u00f6ren und konsequent danach zu leben! M\u00f6ge Gott uns helfen, uns so bis zum Ende unseres Lebens als M\u00e4nner und Frauen des Glaubens zu erweisen! M\u00f6ge er unser Leben dadurch reichlich segnen!<\/p>\n<p><strong>Teil 2: Jonatans Heldentat und Israels Sieg (13,15-14,52)<\/strong><\/p>\n<p>Was tat Saul, nachdem er die tadelnden Worte Gottes durch Samuel geh\u00f6rt hatte? Der Vers 15 berichtet, dass Saul von Gilgal nach Gibea in Benjamin zog und dort das Volk musterte. Hier wird nichts davon berichtet, dass Saul f\u00fcr seine S\u00fcnde Bu\u00dfe getan oder sie mindestens bereut h\u00e4tte, wir finden auch nicht eine leise Andeutung daf\u00fcr. Vielmehr machte Saul weiter, als ob nichts passiert w\u00e4re. Sicherlich musste er sich auf den Kampf gegen die Philister vorbereiten. Aber die Tatsache, dass Saul auf den Tadel durch Gottes Knecht offenbar nicht reagierte, ist ein weiteres Zeichen daf\u00fcr, dass Saul nicht ein Mann nach Gottes Herzen war.<\/p>\n<p>Betrachten wir weiter den Text. Nach Vers 15 waren die M\u00e4nner, die bei Saul waren, etwas sechshundert Mann. Wie klein war diese Truppe im Vergleich zu dem Heer der Philister, deren Soldaten zahlreich wie Sand am Meer waren. Die Verse 17 und 18 berichten, dass die Philister nun drei Heerhaufen losschickten, um das Land zu verheeren. Erschwerend kam hinzu, dass die Israeliten keine richtigen Waffen hatten; denn die Philister hatten den Israeliten die Aus\u00fcbung des Schmiedehandwerks untersagt und verlangt, dass sie ihre Ackerger\u00e4te von den Schmieden der Philister anfertigen und reparieren lie\u00dfen (19-21). So wurde, als der Tag des Kampfes kam, kein Schwert oder Spie\u00df in der Hand des ganzen Volks gefunden, nur Saul und sein Sohn hatten Waffen (22). Menschlich betrachtet sah es so aus, als ob die Israeliten den Krieg schon verloren h\u00e4tten, bevor er begonnen hatte.<\/p>\n<p>Was tat Jonatan in dieser Situation? Betrachten wir Kap. 14. W\u00e4hrend Saul in dieser Situation mit seinen M\u00e4nnern aus Furcht tatenlos sitzen blieb, wagte Jonatan, eine Wache der Philister an einer Felsklippe anzugreifen und so die \u00dcbermacht der Philister herauszufordern. Aus welcher Motivation heraus konnte er das wagen? Er sagte zu seinem Waffentr\u00e4ger im Vers 6: <strong>\u201eKomm, lass uns hin\u00fcbergehen zu der Wache dieser Unbeschnittenen! Vielleicht wird der Herr etwas f\u00fcr uns tun, denn es ist dem Herrn nicht schwer, durch viel oder wenig zu helfen.\u201c<\/strong> Jonatan konnte in der aussichtslosen Lage etwas unternehmen, weil er auf den allm\u00e4chtigen Gott vertraute, der auch durch wenig viel bewirken kann.<\/p>\n<p>Was passierte, als Jonatan durch seinen Glauben die Wache der Philister an der Felsklippe angriff? Obwohl ihre Ausgangsposition ung\u00fcnstig war, half Gott Jonatan und seinem Waffentr\u00e4ger, die Wache der Philister von etwa zwanzig Mann zu besiegen (13.14). Und das war nur der Anfang. Denn Gott segnete den Schritt aus Glauben, den Jonatan getan hatte, in gro\u00dfartiger Weise und wirkte gewaltig f\u00fcr die Israeliten. Vers 15 berichtet: \u201e<strong>Und es entstand ein Schrecken im Lager und auf dem freien Felde; und das ganze Kriegsvolk, die Wache und die streifenden Rotten erschraken; und die Erde erbebte. Und so geschah ein Gottesschrecken.<\/strong>\u201c Gott bewirkte, dass in der gesamten Armee der Philister Schrecken und Chaos entstanden. Als Saul, der keine Ahnung hatte, was passiert war, zum Kampfplatz kam, stellte er fest, dass bei den Philistern eines jeden Schwert gegen den andern ging und ein gro\u00dfes Get\u00fcmmel herrschte (20). Auch die Hebr\u00e4er, die vorher bei den Philistern gewesen und mit ihnen ins Feld gezogen waren, gingen nun zu Sauls Leuten \u00fcber und k\u00e4mpften auf ihrer Seite. Alle M\u00e4nner, die sich aus Angst verkrochen hatten und h\u00f6rten, dass die Philister flohen, kamen aus ihren Verstecken heraus und jagten ihnen im Kampf hinterher. Zusammenfassend hei\u00dft es im Vers 23a: <strong>\u201eSo half der Herr Israel an diesem Tage.\u201c<\/strong> Jonatan hatte eine einzige Tat durch seinen Glauben getan und zwanzig M\u00e4nner auf der Klippe angegriffen. Aber Gott war so froh \u00fcber diese eine Tat aus Glauben, dass Gott daraufhin das ganze Volk segnete und ihnen im Kampf gegen das Heer der Philister m\u00e4chtig half.<\/p>\n<p>Was tat Saul inmitten des Kampfes? Vers 24 sagt: <strong>\u201eUnd als die M\u00e4nner Israels in Bedr\u00e4ngnis kamen an jenem Tage, belegte Saul das Volk mit seinem Fluch und schwor: Verflucht sei jedermann, der etwas isst bis zum Abend, bis ich mich an meinen Feinden r\u00e4che! Da a\u00df das ganze Volk nichts.\u201c<\/strong> Saul belegte das Volk mit einem v\u00f6llig unn\u00f6tigen, folgenschweren Fluch. Wir erfahren nicht, warum Saul das tat. Vielleicht wollte er durch diese pseudo-geistliche Aktion sich selbst und anderen beweisen, dass er doch ein geistlicher Mensch und guter K\u00f6nig war. Aber wir erfahren klar, dass Sauls Motivation v\u00f6llig ichbezogen war.  Er verbot dem Volk bis zum Abend etwas zu essen, damit er sich an seinen Feinden r\u00e4chen k\u00f6nnte. Saul war K\u00f6nig geworden, aber er lernte nicht, die Dinge, mit denen er zu tun hatte, aus Gottes Sicht zu sehen und im Hinblick auf das Volk, sondern lebte weiterhin ichbezogen. Es ging Saul nicht so sehr um die Ehre Gottes und das Wohl seines Volkes als vielmehr um seine verletzten Gef\u00fchle, seinen Wunsch nach Rache und letztlich um seine eigene Ehre. Ein Mensch mit so einer Gesinnung kann Gott nicht gefallen.<\/p>\n<p>Was waren die Folgen? Die Verse 25-30 berichten dar\u00fcber, dass Jonatan, der Sauls Schwur nicht bekommen hatte, etwas Honig a\u00df und so unwissentlich dagegen verstie\u00df. Zu welcher S\u00fcnde wurde danach das Volk verf\u00fchrt? Als das Volk bis zum Abend k\u00e4mpfte, ohne etwas essen zu d\u00fcrfen, wurden sie sehr matt. Als sie ihren Hunger nicht mehr aushalten konnten, fielen sie \u00fcber die Beute her und schlachteten Rinder und Schafe und a\u00dfen das Fleisch mit dem Blut, was Gott im Gesetz ausdr\u00fccklich verboten hat. Saul versuchte, weitere S\u00fcnde des Volks zu verhindern, indem er schnell organisierte, dass die Tiere vorschriftsm\u00e4\u00dfig geschlachtet wurden. Aber es ist fraglich, ob Saul bewusst war, dass das ganze eine Folge von seinem unbedachten Fluch war.<\/p>\n<p>Betrachten wir die Verse 36-46. Saul wollte noch in derselben Nacht den Philistern nachjagen und sie v\u00f6llig besiegen. Doch auf den Vorschlag des Priesters hin befragte er zuerst Gott, ob Gott sie in ihre H\u00e4nde geben w\u00fcrde. Als Gott darauf nicht antwortete, lie\u00df Saul das Los werfen, um den Schuldigen daf\u00fcr zu finden, und k\u00fcndigte an, dass der Schuldige sterben m\u00fcsse, selbst wenn es sein Sohn Jonatan w\u00e4re. Als dann das Los tats\u00e4chlich auf Jonatan fiel und der erkl\u00e4rte, dass er etwas Honig gegessen hatte, sagte Saul: <strong>\u201eGott tue mir dies und das; Jonatan, du musst des Todes sterben!\u201c<\/strong> (41) Dieses Wort zeigt nochmals, wie weit Saul von Gottes Herz entfernt war. Durch seinen v\u00f6llig unangebrachten, ungeistlichen Schwur hatte Saul das ganze Problem verursacht. Doch anstatt das einzusehen und Bu\u00dfe zu tun, war Saul willens, seinen eigenen Sohn zu t\u00f6ten, um sein eigenes Wort nicht zu brechen. Er wollte sein eigenes, unverantwortliches Wort treu halten, w\u00e4hrend er andererseits leichtfertig gegen Gottes Gebot verstie\u00df. Saul war wirklich ein Mann, der Gottes Herz nicht kannte und nicht danach lebte. Nur durch den entschiedenen Widerspruch des Volks wurde Jonatans Leben gerettet.<\/p>\n<p>In diesem Kapitel haben wir gesehen, dass Gott auf die kleine Glaubenstat Jonatans hin Israel m\u00e4chtig geholfen und ihnen einen gro\u00dfen Sieg gegeben hat. Dadurch hat Gott seine Liebe zu seinem Volk und seinen inst\u00e4ndigen Wunsch gezeigt, ihnen irgendwie gegen ihre Feinde zu helfen, die sie unterdr\u00fcckten und auspl\u00fcnderten. Aus dieser Motivation heraus hat Gott auch Saul nicht sofort abgesetzt oder versto\u00dfen, sondern hat ihn weiterhin f\u00fcr die Befreiung seines Volkes gebraucht. Betrachten wir dazu die Verse 47 und 48, in denen zusammenfassend Sauls K\u00f6nigsherrschaft beschrieben wird: \u201e<strong>Als Saul die K\u00f6nigsherrschaft \u00fcber Israel erlangt hatte, k\u00e4mpfte er gegen alle seine Feinde ringsumher: gegen die Moabiter, die Ammoniter, die Edomiter, gegen die K\u00f6nige Zobas und gegen die Philister. Und wo er sich hinwandte, da gewann er den Sieg. Und er vollbrachte tapfere Taten und schlug die Amalekiter und errettete Israel aus der Hand aller, die es auspl\u00fcnderten.\u201c <\/strong>Obwohl Sauls Einstellung und sein Verhalten Gott gegen\u00fcber verkehrt geworden waren, hat Gott ihn noch jahrelang erduldet und ihn regieren lassen, um durch ihn sein Volk von ihren Feinden zu befreien, die sie hart bedr\u00e4ngten und auspl\u00fcnderten. Hier sehen wir Gottes Weisheit, mit der er sein Erl\u00f6sungswerk in der Geschichte f\u00fchrt und daf\u00fcr selbst einen Mann wie Saul gebrauchte. Wir sehen auch gro\u00dfe Liebe und sein herzliches Mitleid mit seinem Volk und seine Langmut mit einem eigensinnigen S\u00fcnder.<\/p>\n<p>Lesen wir zum Schluss nochmals das Leitwort, 13,13.14:<strong> \u201eSamuel aber sprach zu Saul: Du hast t\u00f6richt gehandelt und nicht gehalten das Gebot des Herrn, deines Gottes, das er dir geboten hat. Er h\u00e4tte dein K\u00f6nigtum best\u00e4tigt \u00fcber Israel f\u00fcr und f\u00fcr. Aber nun wird dein K\u00f6nigtum nicht bestehen. Der Herr hat sich einen Mann gesucht nach seinem Herzen, und der Herr hat ihn bestellt zum F\u00fcrsten \u00fcber sein Volk; denn du hast das Gebot des Herrn nicht gehalten.\u201d <\/strong>M\u00f6ge Gott uns helfen, auch in schwierigen Situationen auf Gott zu h\u00f6ren und ihm zu folgen und uns so als Menschen nach Gottes Herz zu erweisen!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download Gottes Herz wich von Saul \u201eSamuel aber sprach zu Saul: Du hast t\u00f6richt gehandelt und nicht gehalten das Gebot des Herrn, deines Gottes, das er dir geboten hat. Er h\u00e4tte dein K\u00f6nigtum best\u00e4tigt \u00fcber Israel f\u00fcr und f\u00fcr. Aber nun wird dein K\u00f6nigtum nicht bestehen. 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