{"id":979,"date":"2010-08-03T17:36:43","date_gmt":"2010-08-03T16:36:43","guid":{"rendered":"http:\/\/ubfheidelberg.org\/?p=979"},"modified":"2023-01-29T20:48:36","modified_gmt":"2023-01-29T19:48:36","slug":"predigt-1-samuel-81-1115","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-1-samuel-81-1115\/","title":{"rendered":"Predigt: 1.Samuel 8,1-11,15"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/P05-1Sam-0801-1115.doc\">Download<\/a><\/strong><\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\"><strong>Der Geist des Herrn wird \u00fcber dich kommen!<\/strong><\/h2>\n<p style=\"text-align: center;\">\n<h3 style=\"text-align: center;\">\u201eUnd der Geist des Herrn wird \u00fcber dich kommen, dass du mit ihnen in Verz\u00fcckung ger\u00e4tst; da wirst du umgewandelt und ein anderer Mensch werden.\u201d<\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\">(1.Sam 10,6).<\/p>\n<p>In den letzten Wochen haben wir uns im ersten Buch Samuel mit einigen Leuten besch\u00e4ftigt. N\u00e4mlich mit Hanna, mit Eli und mit Samuel. Heute wird uns die vierte Person vorgestellt, n\u00e4mlich Saul, der zum ersten K\u00f6nig in Israel gesalbt wurde. Die Israeliten wollten wie alle Heiden einen K\u00f6nig \u00fcber das Volk haben. Gott wurde von seinem Volk verworfen, sie waren wie der verlorene Sohn im Gleichnis, der seinen Vater verlie\u00df. Hier k\u00f6nnen wir \u00fcber Gottes Kummer nachdenken, der von seinem Volk verworfen wurde. Aber auch dabei tat Gott sein Bestes, um sein Volk Israel von ihren Feinden zu retten. Durch Samuel salbte er Saul zum K\u00f6nig \u00fcber sein Volk.<\/p>\n<p><strong>I. Gott wurde von seinem Volk verworfen. (Kapitel 8 )<\/strong><\/p>\n<p>Betrachten wir die Verse 1-3.<\/p>\n<p>Samuel war alt geworden. Darum setzte er seine S\u00f6hne als Richter. Aber seine S\u00f6hne wandelten nicht in seinen Wegen, sondern suchten ihren Vorteil und nahmen Geschenke und beugten das Recht. Da versammelten sich alle \u00c4ltesten Israels und kamen zu Samuel, um ihn aufzufordern, einen K\u00f6nig \u00fcber sie zu setzen.<\/p>\n<p>Lesen wir Vers 5.<strong> \u201eSiehe, du bist alt geworden und deine S\u00f6hne wandeln nicht in deinen Wegen. So setze nun einen K\u00f6nig \u00fcber uns, der uns richte, wie ihn alle Heiden haben.\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Was hier zu beobachten ist, ist da\u00df alle \u00c4ltesten Israels einig waren, einen K\u00f6nig \u00fcber sich setzen zu lassen. Es war nicht nur eine Mehrheit, sondern sie waren zu hundert Prozent daf\u00fcr, einen K\u00f6nig \u00fcber sich zu haben. Und sie argumentierten offensiv, um ihren Willen durchzusetzen. Zuerst argumentierten sie, dass Samuel wegen seines hohen Alters nicht mehr in der Lage war, \u00fcber sie zu richten. Als zweites Argument machten sie auf Samuels S\u00f6hne aufmerksam: \u201eDeine S\u00f6hne wandeln nicht in deinen Wegen.\u201c Sie meinten: Samuels Zeit ist vorbei. Auch seine S\u00f6hne waren nicht genug f\u00fcr sie. Also forderten sie Samuel mit Nachdruck auf:<strong> \u201eSo setze nun einen K\u00f6nig \u00fcber uns, der uns richte, wie ihn alle Heiden haben.\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Sie nahmen alle Heiden zum Vorbild. Sie meinten: Alle Heiden haben schon einen K\u00f6nig. Nur wir haben ihn nicht. Alle anderen haben das, nur wir allein haben das nicht. Alle anderen haben Vorteile, aber wir nicht. Alle anderen Menschen haben bessere Chancen, aber wir nicht. Alle anderen Menschen haben es gut, weil sie unter der sichtbaren, greifbaren und berechenbaren F\u00fchrung leben, aber wir m\u00fcssen Gott fragen, seiner F\u00fchrung folgen, auf ihn vertrauen und, und, und.<\/p>\n<p>Sie wollten endlich einmal von dieser Abh\u00e4ngigkeit frei werden und eigene Selbst\u00e4ndigkeit entwickeln. Wie alle anderen Menschen wollten sie etwas Sichtbares haben, worauf sie vertrauen k\u00f6nnten, anstatt vom Segen Gottes abh\u00e4ngig zu leben. Sie waren davon \u00fcberzeugt, dass ein neues System ihnen solch ein sicheres und freies Leben anbieten w\u00fcrde. Alle \u00c4ltesten Israels waren zuversichtlich, dass ein K\u00f6nig ihnen eine bessere, sichere und stabile Zukunft geben w\u00fcrde. Darum forderten sie Samuel auf: <strong>\u201eSo setze nun einen K\u00f6nig \u00fcber uns, der uns richte, wie ihn alle Heiden haben.\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Im Gleichnis vom verlorenen Sohn forderte der zweite Sohn seinen Vater auf, ihm sein Erbteil voraus geben, bevor sein Vater starb. Er tr\u00e4umte davon, dass sein Leben besser laufen w\u00fcrde, wenn er ins ferne Land gehen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Die Israeliten waren eigentlich ein sklavisches Volk gewesen. Sie hatten keine Freiheit, sondern mussten hart arbeiten. Sie hatten weder eine Zukunft noch hatten sie menschliche W\u00fcrde. Aber Gott befreite sie und ern\u00e4hrte sie 40 Jahre lang in der W\u00fcste. Durch seine Hilfe konnten sie das Land Kanaan erobern und dort ihre neue Lebensgrundlage haben. Das alles war Gottes Gnade. Gott gab ihnen alles, was sie brauchten. Aber sie hatten immer wieder G\u00f6tzen neben Gott. Wie die Heiden wollten sie eine andere Religion haben, anstatt Gott anzubeten. Nun wollten sie wie alle Heiden ein System haben, in dem ein K\u00f6nig f\u00fcr ihre Sicherheit sorgen sollte.<\/p>\n<p>Wie reagierte Samuel auf die Aufforderung aller \u00c4ltesten Israels? Lesen wir Vers 6. \u201eDas missfiel Samuel, dass sie sagten: Gib uns einen K\u00f6nig, der uns richte. Und Samuel betete zum Herrn. Menschlich betrachtet wurde Samuel angegriffen und beleidigt. Sie hatten gesagt: Du ist zu alt. Deine S\u00f6hne sind schlecht. Darum brauchen wir einen anderen Mann, der uns f\u00fchrt. Aber Samuel reagierte nicht menschlich, sondern betete zu Gott. Er h\u00e4tte ihnen sagen k\u00f6nnen: Ihr undankbares Volk. Ihr habt vergessen, wie viel Tage und N\u00e4chte ich f\u00fcr euch gebetet habe. Ihr habt vergessen, wie lang ich auf mein privates Leben verzichtet habe, um euch zu helfen. Aber er reagierte nicht emotional, sondern ging zu Gott. Es war f\u00fcr Samuel ein trauriger Tag, aber er versuchte nicht, ihnen aus seiner Weisheit zu helfen, sondern warf all seine Sorgen und seinen Kummer auf Gott.<\/p>\n<p>Als ein Knecht Gottes hatte er sein Leben lang treu Gottes Volk gef\u00fchrt. Aber nun wurde er von den Menschen verletzt und entt\u00e4uscht. An diesem traurigen Tag ging er zu Gott.<\/p>\n<p>Wie tr\u00f6stete Gott Samuel?<\/p>\n<p>Lesen wir die Verse 7 und 8. <strong>\u201eDer Herr aber sprach zu Samuel: Gehorche der Stimme des Volkes in allem, was sie zu dir gesagt haben: denn sie haben nicht dich, sondern mich verworfen, dass ich nicht mehr K\u00f6nig \u00fcber sie sein soll. Sie tun dir, wie sie immer getan haben von dem Tage an, da ich sie aus \u00c4gypten f\u00fchrte, bis auf diesen Tag, dass sie mich verlassen und andern G\u00f6ttern gedient haben.\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Gott tr\u00f6stete Samuel: Sie haben nicht dich, sondern mich verworfen.<\/p>\n<p>Gott erkl\u00e4rte, dass sie ihn nicht zum ersten Mal verlassen haben, sondern dass sie  von Anfang an bis heute immer wieder getan haben, was Gott traurig machte. Gott hat lange Zeit wegen der Haltung der Israeliten gelitten. Gott hat ihnen als das erste Gebot gegeben, keine anderen G\u00f6tter neben ihm zu haben. Aber sie verlie\u00dfen ihn und gingen zu anderen G\u00f6ttern. Es war f\u00fcr Gott eine gro\u00dfe Beleidigung, so wie ein Mann von seiner Frau verletzt wird, die immer wieder zu einem anderen Mann geht.<\/p>\n<p>Erst heute konnte Samuel kennen lernen, wie lange Gott Kummer und Leid getragen hat, um sein Volk zu einem heiligen Volk zu erziehen. Sie hielten alles f\u00fcr selbstverst\u00e4ndlich, was sie von Gott bekommen hatten. Anstatt Gott zu danken, waren sie unzufrieden damit, was sie noch nicht hatten. Obwohl sie Gott beleidigt haben, wollte Gott auf ihr Bed\u00fcrfnis eingehen. Darum gab Gott Samuel die Orientierung: <strong>\u201eGehorche der Stimme des Volkes in allem, was sie zu dir gesagt haben.\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Wie der Vater im Gleichnis vom verlorenen Sohn erlaubte Gott hier dem Volk seinen Willen, einen K\u00f6nig zu haben. Wir k\u00f6nnen Gottes Kummer besser verstehen, wenn wir uns vorstellen, dass eine Frau neben ihrem Mann einen anderen Liebhaber hat. Obwohl es f\u00fcr Gott schmerzhaft war, lie\u00df Gott sein Volk einen K\u00f6nig haben.<\/p>\n<p>Gott respektierte ihren Willen und ihre Entscheidung, aber gab ihnen eine Warnung, welche Konsequenz sie tragen m\u00fcssten. Gott respektiert unsere Entscheidung und unseren Willen, aber er lehrt uns, dass wir f\u00fcr unsere Entscheidung die volle Verantwortung tragen m\u00fcssen. Wir d\u00fcrfen all das, woran wir selbst Schuld, nicht auf Gott schieben.<\/p>\n<p>Lesen wir Vers 10. <strong>\u201eUnd Samuel sagte alle Worte des Herrn dem Volk, das von ihm einen K\u00f6nig forderte.\u201c <\/strong>Es war Gottes Warnung. Nicht eine Warnung von Samuel, sondern Gott warnte sie pers\u00f6nlich vor der Konsequenz ihrer Entscheidung.<\/p>\n<p>Gott sagte ihnen klar, dass ihr neues System ihre Erwartung nicht erf\u00fcllen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Stattdessen w\u00fcrden sie im Gegenteil erleben: Ihr K\u00f6nig w\u00fcrde ihre S\u00f6hne nehmen, um sie zu seinen Dienern zu machen. Ihre T\u00f6chter w\u00fcrden auch des K\u00f6nigs Dienerinnen. Dar\u00fcber hinaus w\u00fcrde der K\u00f6nig vom Volk den Zehnten nehmen. Ihre Knechte und M\u00e4gde und ihre Rinder und ihre Esel w\u00fcrde er auch nehmen, um sie in seinen Dienst zu stellen. Schlie\u00dflich w\u00fcrden sie selber seine Knechte werden. Die Israeliten dachten, dass sie durch einen K\u00f6nig nur Vorteile haben w\u00fcrden. Aber sie w\u00fcrden viel Verlust erfahren. Dann w\u00fcrden sie es wieder bereuen und zu Gott schreien. Aber Gott sagte voraus, dass er ihr Schreien nicht erh\u00f6ren w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Samuel hatte ihnen alle Worte Gottes gesagt und nun stellte er sie vor die Entscheidung, ob sie dennoch einen K\u00f6nig haben wollten oder nicht.<\/p>\n<p>Was w\u00e4hlten die Israeliten?<\/p>\n<p>Lesen wir Verse 19-20.<\/p>\n<p>\u201e<strong>Aber das Volk weigerte sich, auf die Stimme Samuels zu h\u00f6ren, und sie sprachen: Nein, sondern ein K\u00f6nig soll \u00fcber uns sein, dass wir auch seien, wie alle Heiden, dass uns unser K\u00f6nig richte und vor uns ausziehe und unsere Kriege f\u00fchre!\u201c <\/strong>Nicht Samuel, sondern Gott hatte sie gewarnt. Dann sollten sie Gott Recht geben. Sie sollten auf Gott h\u00f6ren. Aber das Volk weigerte sich, zu gehorchen. Vielmehr beharrten sie auf ihrem Willen. Nein, Nein, Nein, wir wollen sein wie alle Heiden.<\/p>\n<p>Sie wollten ihr Vorhaben unbedingt durchsetzen. Sie waren fest davon \u00fcberzeugt, dass ihre Entscheidung ihnen nur Vorteile bringen w\u00fcrde. Ihr Wille war zu stark, so dass sie nicht mehr auf Gottes Wort h\u00f6ren konnten. Sie waren wie ein Kind, das trotz aller Warnungen nur noch seinen eigenen Willen durchsetzen will.<\/p>\n<p>In der Bibel erfahren wir, dass unser Gott vor der Sintflut bereut hatte, dass er die Menschen geschaffen hatte, weil ihre Gedanken und das Trachten ihrer Herzen nur b\u00f6se waren. Es bek\u00fcmmerte ihn in seinem Herzen. Nach der Sintflut hat Gott einen Menschen Abraham berufen, damit dieser der Vater vieler V\u00f6lker wird, die Gott anbeten. Seine Nachkommen sind die Israeliten. Aber sie waren nicht viel anders als die Menschen vor der Sintflut. Obwohl sie so viel Gnade Gottes in der Vergangenheit erlebt hatten, wollten sie Gott verlassen und auf eigenen Weg gehen.<\/p>\n<p>Sie haben Gottes Liebe zu ihnen noch nicht erkannt. Sie haben Gottes Willen f\u00fcr sie noch nicht erkannt. Sie sollten nicht wie alle Heiden sein, sondern ein heiliges Volk sein. Sie sollten nicht allen Heiden folgen, sondern f\u00fcr die Heiden ein vorbildliches Volk sein. Sie wollten all das nicht. Sie wollten lieber sein wie alle Heiden, die scheinbar mehr Freiheit und Erfolg und Sicherheit hatten. Sie brauchten Gott auch, solange er ihnen Gesundheit, Gl\u00fcck, Freude geben w\u00fcrde. Aber Gott war nur in einer Ecke in ihrem Herzen. Gott war f\u00fcr sie nicht so wichtig. Was f\u00fcr sie wichtig war, waren Erfolg, sichere Zukunft und, und, und.<\/p>\n<p>Wie oft ignorieren die Menschen Gottes Wort? Wie oft denken die Menschen, dass ihre eigene Entscheidung besser sei, als Gottes Wort zu gehorchen? Gott ist traurig wegen der S\u00fcnde der Menschen. Ein Prediger sagte: Der viele Regen bei der Sintflut seien seine Tr\u00e4nen gewesen. Gott hat viel Kummer, weil die Menschen nicht auf ihn h\u00f6ren. Er ist fest entschlossen, sein Volk zu lieben und ihnen alles zu geben, wenn sie allein auf ihn vertrauen. Gott will geliebt werden. Gott will, dass wir ihn von Herzen lieben. Gott will die Menschen finden, die ihn von ganzem Herzen lieben und ihn anbeten. Wer kann Gott tr\u00f6sten? Wer kann ihn erfreuen? Wir sind seine Kinder. Wir sollen das tun.<\/p>\n<p><strong>II. Gott salbte Saul zum F\u00fcrsten, um sein Volk zu retten. (Kapitel 9 &#8211; Kapitel 11)<\/strong><\/p>\n<p>Gott akzeptierte das Vorhaben des Volkes. Darum w\u00e4hlte er einen K\u00f6nig f\u00fcr das Volk aus. Er war Saul, ein Benjaminiter. Sauls Vater Kisch hatte Eselinnen verloren. Darum wurde Saul von seinem Vater beauftragt, die Eselinnen zu finden. Saul ging mit einem Knecht suchen. Obwohl er \u00fcberall gesucht hatte, fand er die Eselinnen nicht. Als er nach Hause zur\u00fcckgehen wollte, schlug sein Knecht vor, zu einem ber\u00fchmten Mann Gottes zu gehen. Sein Knecht sagte: Vielleicht sagt er uns unseren Weg, den wir gehen sollen. Saul nahm diesen Vorschlag an und kam zu Samuel. Bevor Saul kam, bereitete Gott Samuel auf die Begegnung mit ihm vor. Betrachten wir Kapitel 9,15 \u201eAber der Herr hatte Samuel das Ohr aufgetan einen Tag, bevor Saul kam. Gott handelte nun, um einen K\u00f6nig f\u00fcr sein Volk vorzubereiten. Lesen wir den Vers 16. <strong>\u201eMorgen um diese Zeit will ich einen Mann zu dir senden aus dem Lande Benjamin, den sollst du zum F\u00fcrsten salben \u00fcber mein Volk Israel, dass er mein Volk errette aus der Philister Hand. Denn ich habe das Elend meines Volkes angesehen, und sein Schreien ist vor mich gekommen.\u201c<\/strong><\/p>\n<p>In diesem Vers wiederholte Gott das Wort \u201emein Volk\u201c dreimal. Gott hatte sein Volk in seinem Herzen. Er liebte sein Volk unendlich. Darum wollte er f\u00fcr sie einen besten Mann zum K\u00f6nig machen. Als Saul zu Samuel kam, beruhigte Samuel ihn, dass er sich keine Sorgen um die Eselinnen zu machen brauchte, weil sie gefunden seien. Samuel ermutigte Saul: Wem geh\u00f6rt denn alles, was wertvoll ist in Israel? Geh\u00f6rt es nicht dir und dem ganzen Hause deines Vaters? Saul war \u00fcberrascht und antwortete: Bin ich nicht ein Benjaminiter und aus einem der kleinsten St\u00e4mme Israels, und ist nicht mein Geschlecht das Geringste unter allen Geschlechtern des Stammes Benjamin? Warum sagst du mir solches? Samuel aber lud ihn zum Festmahl ein und gab ihm Ehre unter allen G\u00e4sten. Nach der Essensgemeinschaft machte Samuel f\u00fcr Saul ein Lager auf dem Dach. Dort \u00fcbernachtete Saul. Am n\u00e4chsten Tag weckte Samuel Saul auf und erz\u00e4hlte ihm, was Gott gesagt hatte.<\/p>\n<p>Betrachten wir Kapitel 10,1. Saul wurde zum K\u00f6nig gesalbt. Samuel sagte Saul voraus, was ihm an diesem Tag begegnen w\u00fcrde. Die Eselinnen w\u00fcrden gefunden werden. Er w\u00fcrde drei M\u00e4nner treffen, die drei B\u00f6cklein, drei Brote und einen Krug mit Wein trugen. Sie w\u00fcrden ihm zwei Brote geben. Danach w\u00fcrde er eine Schar von Propheten treffen, die in Verz\u00fcckung sein w\u00fcrden. Dann w\u00fcrde der Geist Gottes \u00fcber Saul kommen, und Saul w\u00fcrde auch in Verz\u00fcckung geraten. Lesen wir Kapitel 10 Vers 7.<strong> \u201eWenn bei dir nun diese Zeichen eintreffen, so tu, was dir vor die H\u00e4nde kommt; denn Gott ist mit dir.\u201c<\/strong> Saul war noch kleinm\u00fctig und dachte, dass er nicht als Leiter geeignet w\u00e4re.<\/p>\n<p>Darum sagte Samuel voraus, dass ihm diese vielen Zeichen gegeben werden w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Gott gab ihm an demselben Tag all diese Zeichen. Lesen wir Vers 9.<strong> \u201eUnd als Saul sich wandte, um von Samuel wegzugehen, gab ihm Gott ein anderes Herz, und alle diese Zeichen trafen ein an demselben Tag.\u201c <\/strong>Gott machte Saul Mut und best\u00e4tigte, dass er mit ihm war.<\/p>\n<p>Betrachten wir Vers 10. Als Saul nach Gibea kam, begegnete er einer Prophetenschar. Der Geist Gottes kam \u00fcber ihn, dass er mit ihnen in Verz\u00fcckung geriet. Die Leute sahen Saul und sagten: Ist Saul auch unter den Propheten?<\/p>\n<p>Gott st\u00e4rkte Saul, um ihn zum K\u00f6nig zu machen. Samuel rief das Volk nach Mizpa zusammen, um ihnen Saul offiziell als ihren K\u00f6nig vorzustellen. Da wiederholte Samuel Gottes Wort:<strong> \u201eSo sagt der Herr, der Gott Israels: Ich habe euch aus der Hand der \u00c4gypter errettet und aus der Hand der K\u00f6nigreiche, die euch bedr\u00e4ngten. Ihr aber habt heute euren Gott verworfen, der euch aus aller eurer Not und Bedr\u00e4ngnis geholfen hat, und habt gesprochen: Nein, setze vielmehr einen K\u00f6nig \u00fcber uns.\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Durch das Losverfahren wurde allen bekannt, dass Saul zum K\u00f6nig erw\u00e4hlt war. Aber er war nicht zu finden, weil er sich bei dem Tross versteckt hat. Saul war noch nicht bereit, ein K\u00f6nig zu sein. Er dachte nicht daran, dass Gott mit ihm war, sondern schaute auf sich selbst. Er schaute auf die Menschen, die noch st\u00e4rker aussahen. Darum wurde er kleinm\u00fctig. Einige ruchlose Leute verachteten ihn: Was soll der uns helfen? Sie brachten ihm kein Geschenk. Aber Saul tat, als ob er nichts geh\u00f6rt h\u00e4tte.<\/p>\n<p>Es gab eine Gelegenheit f\u00fcr Saul, sich als K\u00f6nig vor den Leute zu beweisen.<\/p>\n<p>Die Ammoniter griffen Israel an. Das Volk geriet in Angst und weinte. Aber Saul war vom Geist Gottes erf\u00fcllt und rief alle Israeliten zum Kampf auf. 330 000 Mann folgten ihm und f\u00fchrten den Krieg gegen die Ammoniter. Die Israeliten schlugen die Ammoniter. Da sprach das Volk: \u201cWer sind die, die gesagt haben: \u201eSollte Saul \u00fcber uns herrschen? Gebt sie her, die M\u00e4nner, dass wir sie t\u00f6ten.\u201c Aber Saul antwortete: \u201e<strong>Es soll an diesem Tage niemand sterben; denn der Herr hat heute Heil gegeben in Israel.\u201c <\/strong>An diesem Tag freuten sie sich alle sehr. Somit wurde Saul nicht nur amtlich, sondern auch praktisch vom Volk als K\u00f6nig best\u00e4tigt. Gott war mit Saul, damit dieser seinem Volk helfen sollte. Gott liebt sein Volk. Aus dieser Liebe plant er und handelt er. Es sah so aus, als ob das Volk mit seinem Wunsch nach einem K\u00f6nig Recht behalten h\u00e4tte, weil sie einen Kampf durch Saul gewannen. Ihr K\u00f6nig hatte sie gerettet. Aber es war nicht so. Gott hatte Saul f\u00fcr das Volk vorbereitet. Gott hatte Saul geholfen, um sie aus ihrer Not zu retten.<\/p>\n<p>Vergessen wir nicht, dass Gott uns bis heute geholfen hat. Eben-Eser. Bis hierher hat uns der Herr geholfen. Wir Menschen verwerfen Gott, aber er liebt uns unver\u00e4nderlich. Obwohl die Menschen Gottes Sohn verworfen und get\u00f6tet haben, hat Gott sie geliebt und ihnen vergeben. Gottes Liebe tr\u00e4gt uns bis heute. Er will von uns geliebt werden. Er will von uns angebetet werden. Darum hat er uns seine Liebe erwiesen, indem er f\u00fcr uns seinen Sohn am Kreuz get\u00f6tet werden lie\u00df. Denken wir dar\u00fcber nach, ob wir auch wie die Israeliten nur noch auf unserem Willen beharrt haben. Stellen wir unseren Willen zur\u00fcck und denken wir \u00fcber Gott nach, der Kummer hat. Die kleinen Kinder sind kindisch, weil sie nur an ihr eigenes Bed\u00fcrfnis denken. Sie sind nicht in der Lage, den Willen ihrer Eltern zu ber\u00fccksichtigen. Die Israeliten waren wie solche Kinder. Sind wir anders als die Israeliten? Oder tun wir das Gleiche? Gott weint wie bei der Sintflut immer noch, weil er sehen muss, dass so viele Menschen trotz allen Warnungen ein gottloses Leben w\u00e4hlen und in die H\u00f6lle fallen.<\/p>\n<p>Unsere Freiheit wird von Gott respektiert. Aber f\u00fcr unsere Entscheidung m\u00fcssen wir selber die Verantwortung tragen. Gott m\u00f6chte, dass allen Menschen geholfen werde. Tun wir Bu\u00dfe, bevor es zu sp\u00e4t daf\u00fcr wird. Lassen wir es niemals dazu kommen, da\u00df wir von Gott h\u00f6ren m\u00fcssen, dass wir ihn verworfen h\u00e4tten. Lasst uns von ihm h\u00f6ren: Danke, dass du auf mich geh\u00f6rt hast. Ich freue mich und es ist gro\u00dfartig, dass du mir gehorcht hast.<\/p>\n<p>Zum Schluss m\u00f6chte ich mich und euch fragen: Wer ist Gott f\u00fcr dich?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download Der Geist des Herrn wird \u00fcber dich kommen! \u201eUnd der Geist des Herrn wird \u00fcber dich kommen, dass du mit ihnen in Verz\u00fcckung ger\u00e4tst; da wirst du umgewandelt und ein anderer Mensch werden.\u201d (1.Sam 10,6). In den letzten Wochen haben wir uns im ersten Buch Samuel mit einigen Leuten besch\u00e4ftigt. 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