{"id":9759,"date":"2020-06-28T11:00:31","date_gmt":"2020-06-28T09:00:31","guid":{"rendered":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/?p=9759"},"modified":"2022-11-18T12:19:51","modified_gmt":"2022-11-18T11:19:51","slug":"predigt-1-mose-11-25","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-1-mose-11-25\/","title":{"rendered":"Predigt: 1. Mose 1,1 &#8211; 25"},"content":{"rendered":"<a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/2020Gen-01_0101-0125-P.doc\"><strong>Download<\/strong><\/a>\r\n<h2 style=\"text-align: center;\">Am Anfang<\/h2>\r\n<h3 style=\"text-align: center;\">\u201eAm Anfang schuf Gott Himmel und Erde.\u201c<\/h3>\r\n<p style=\"text-align: center;\">(1. Mose 1,1)<\/p>\r\nWir danken Gott daf\u00fcr, dass wir heute mit dem Buch Genesis neu anfangen k\u00f6nnen. Das Wort \u201eGenesis\u201c bedeutet Entstehung. Tats\u00e4chlich erfahren wir darin von der Entstehung von Himmel und Erde, von der Entstehung des Menschen und seines Gl\u00fccks. Die Genesis berichtet auch vom Anfang der S\u00fcnde und ihren dramatischen Folgen und davon, wie Gott ein weit angelegtes, gro\u00dfes Rettungswerk begann. In der Genesis k\u00f6nnen wir daher Antwort auf viele grundlegenden Fragen finden, zum Beispiel woher wir kommen, wozu wir leben sollen, woher so viel Leid und der Tod kommt und welche Hoffnung es gibt. Vor allem k\u00f6nnen wir Gott kennenlernen, sein Wesen, seine Macht und seine Wirkensweise. Die Genesis ist ein Buch, auf das die Bibel an sehr vielen anderen Stellen im Alten und Neuen Testament Bezug nimmt und auf das sich Jesus Christus selbst mehrfach bezogen hat; zum Beispiel hat Jesus Genesis Kap. 2,24 zitiert, als er \u00fcber die Scheidung sprach; Jesus hat ausf\u00fchrlich \u00fcber Abraham geredet und hat erw\u00e4hnt, dass seine J\u00fcnger in Gottes Reich mit Abraham, Isaak und Jakob zu Tisch sitzen werden. Unser heutiger Text berichtet \u00fcber die Entstehung von Himmel und Erde und dar\u00fcber, wie Gott aus der Erde einen sch\u00f6nen Planeten voller Leben gemacht hat. M\u00f6ge Gott uns helfen, ihm durch sein Wort in der Genesis neu zu begegnen!\r\n\r\nDie Genesis beginnt mit den Worten: \u201eAm Anfang schuf Gott Himmel und Erde\u201c (1). Mit diesem Wort proklamiert der Verfasser, dass Gott schon am Anfang war und dass das ganze Universum einschlie\u00dflich der Erde schuf. Wohl die meisten Menschen haben sich irgendwann mal die Frage gestellt, was der Ursprung der Welt ist und woher wir Menschen kommen und, verbunden damit, was der Sinn unseres Daseins ist. Viele Philosophen, Religionsstifter und Naturwissenschaftler haben versucht, auf diese Frage zu antworten. Aber die Frage nach dem Ursprung aller existierender Dinge und des menschlichen Lebens konfrontiert uns mit den Grenzen unserer Forschung, weil die Erforschung der jetzt existierenden Dinge nicht ausreicht, um auf diese Frage eine sichere und endg\u00fcltige Antwort zu erhalten. Aber die Bibel verk\u00fcndigt uns im ersten Satz: \u201eAm Anfang schuf Gott Himmel und Erde.\u201c Damit sagt sie uns, dass am Anfang Gott existierte, bevor es irgendetwas anderes gab; und dass Gott am Anfang Himmel und Erde schuf. In Offenbarung 1,8 sagt Gott: \u201eIch bin das A und das O, spricht Gott der Herr, der da ist und der da war und der da kommt, der Allm\u00e4chtige.\u201c Gott ist ewig. Gott w\u00e4hlte einen Moment der Ewigkeit und machte ihn zum Anfangspunkt von Zeit, Raum und Materie. An diesem von Gott bestimmten Anfang schuf Gott Himmel und Erde, also alles, was existiert.\r\n\r\nDas hier verwendete hebr\u00e4ische Wort f\u00fcr \u201eschuf\u201c bedeutet, etwas aus nichts bzw. ohne Ausgangsmaterial herzustellen. Wir Menschen k\u00f6nnen viele Dinge herstellen und sprechen auch von \u201eschaffen\u201c oder \u201ekreieren\u201c, zum Beispiel in Zusammenhang mit Kunst. Aber wir brauchen immer ein Ausgangsmaterial, wenn wir etwas herstellen wollen. Aber Gott schuf aus nichts Himmel und Erde, alles, was existiert. Somit ist Gott der Urheber und Sch\u00f6pfer aller Dinge. Das Weltall mit all seinen Sonnen und Galaxien und auch die Erde existieren, weil Gott sie geschaffen hat. Weil Gott das Universum schuf, geh\u00f6rt alles ihm und h\u00e4ngt von ihm ab. Allein Gott existiert aus sich selbst und unabh\u00e4ngig von allem.\r\n\r\nSehen wir uns noch einmal Vers 1 an: \u201eAm Anfang schuf Gott Himmel und Erde.\u201c Dieser Vers versucht nicht, uns mit vielen Worten zu \u00fcberreden oder seine Aussage zu beweisen. Er verk\u00fcndigt uns Gott, der am Anfang war und der das Universum schuf, und l\u00e4dt uns dazu ein, das wahrzunehmen. Dieser Vers ist eine T\u00fcr zur geistlichen Erkenntnis und zum Verst\u00e4ndnis der ganzen Bibel. Wer dieses Wort von Herzen annimmt, f\u00e4ngt an, die geistliche Realit\u00e4t zu begreifen, und kann Gott pers\u00f6nlich kennenlernen. Die Erkenntnis Gottes als Sch\u00f6pfer ist daher weniger eine Frage der Intelligenz, als eine Frage, wie dem\u00fctig unser Herz ist, genauer gesagt, ob wir bereit dazu sind, diese geistliche Realit\u00e4t wahrzunehmen. Im Buch Spr\u00fcche, das voll von Wahrheiten \u00fcber Gott und \u00fcber das Leben der Menschen ist, hei\u00dft es am Anfang: \u201eDie Furcht des Herrn ist der Anfang der Erkenntnis. Die Toren verachten Weisheit und Zucht\u201c (Spr 1,7). Um Gott als den Sch\u00f6pfer und lebendigen Gott zu erkennen, brauchen wir eine innere Bereitschaft f\u00fcr diese Erkenntnis. Daher sagt Gott an einer anderen Stelle: \u201eIhr werdet mich suchen und finden; denn wenn ihr mich von ganzem Herzen suchen werdet, so will ich mich von euch finden lassen\u201c (Jer 29,13.14a).\r\n\r\nGott will sich von uns finden lassen. Er w\u00fcnscht sich, dass jeder ihn als den Sch\u00f6pfer erkennt und als seinen Gott kennenlernt. Deshalb hat Gott sich vor uns Menschen nicht verborgen, sondern hat sich durch seine Werke in der Natur f\u00fcr uns erkennbar gemacht. Im R\u00f6merbrief hei\u00dft es: \u201eDenn was man von Gott erkennen kann, ist unter ihnen offenbar; denn Gott hat es ihnen offenbart. Denn sein unsichtbares Wesen \u2013 das ist seine ewige Kraft und Gottheit \u2013 wird seit der Sch\u00f6pfung der Welt, wenn man es wahrnimmt, ersehen an seinen Werken, sodass sie keine Entschuldigung haben\u201c (R\u00f6m 1,19.20). Wenn wir eine Orchidee anschauen oder ein Tier oder ein Kind beobachten oder nachts den Sternenhimmel betrachten, k\u00f6nnen wir eine Ahnung von Gottes Genialit\u00e4t und seiner unfassbaren Sch\u00f6pfungsmacht bekommen. Gott bezeugt sich uns auch durch unser Gewissen, das uns, je nach dem, was wir sagen und tun, erfreut oder belastet (R\u00f6m 2,14.15). Wenn wir die Bibel weiterlesen, stellen wir fest, dass Gott dar\u00fcber hinaus immer wieder in die Geschichte eingegriffen hat, dass er zu Menschen geredet und seinem Wort entsprechend auch gehandelt hat und sich so als der lebendige, allm\u00e4chtige Gott erwiesen hat. F\u00fcr all diese Erkenntnisse reicht es nicht aus, wenn wir unseren Verstand einsetzen. Wir brauchen letztlich auch eine Bereitschaft, Gott zu vertrauen. Daher hei\u00dft es im Hebr\u00e4erbrief: \u201eDurch den Glauben erkennen wir, dass die Welt durch Gottes Wort geschaffen ist, sodass alles, was man sieht, aus nichts geworden ist\u201c (Hebr 11,3). Durch den Glauben erlangen wir aus dem Wort Gottes und den zahllosen Indizien in der Natur die klare Erkenntnis, dass Gott tats\u00e4chlich Himmel und Erde schuf. Dadurch haben wir die Gewissheit, dass Gott unser Sch\u00f6pfer ist, und k\u00f6nnen ihn in seinem Wort und im t\u00e4glichen Leben immer weiter kennen lernen. Weil wir wissen, dass Gott Himmel und Erde schuf, wissen wir, dass die Welt und auch unser Leben in seiner Hand sind, und dass Ihm nichts unm\u00f6glich ist. Weil Gott Himmel und Erde schuf, k\u00f6nnen wir ihm in allen Lagen vertrauen und ihm unter allen Umst\u00e4nden danken. Weil Gott am Anfang Himmel und Erde schuf, k\u00f6nnen wir glauben, dass Gott an dem von ihm bestimmten Tag auch einen neuen Himmel und eine neue Erde schaffen wird, wo es keine S\u00fcnde, kein Leid und keinen Tod geben wird und wo wir mit ihm ewig leben werden. M\u00f6ge Gott jedem von uns helfen, jeden Tag neu im Glauben an den Sch\u00f6pfer-Gott zu leben, ihm in allem zu vertrauen und ihm in allen Dingen zu danken! M\u00f6ge Gott vielen jungen Menschen in Heidelberg helfen, ihren Sch\u00f6pfer kennenzulernen und ihr Leben im Glauben an ihn zu f\u00fchren!\r\n\r\nBetrachten wir weiter den Text. Vers 2 sagt: \u201eUnd die Erde war w\u00fcst und leer, und Finsternis lag auf der Tiefe; und der Geist Gottes schwebte \u00fcber dem Wasser.\u201c Dieser Vers beschreibt quasi den Rohzustand der Erde, nachdem Gott sie erschaffen hat. Das hebr\u00e4ische Wort f\u00fcr \u201ew\u00fcst\u201c lautet \u201etohu wabohu\u201c, was man noch heute manchmal f\u00fcr ein totales Durcheinander oder Chaos benutzt. Die Erde war am Anfang noch in einem chaotischen Zustand, es gab keinerlei Gesch\u00f6pfe oder Leben, sie war nur von Wassermassen bedeckt und ansonsten v\u00f6llig leer und absolut dunkel. Aber Gottes Geist schwebte auf dem Wasser und war bereit, mit seiner g\u00f6ttlichen Kraft Gottes Sch\u00f6pfungsplan weiter auszuf\u00fchren.\r\n\r\nDie anschlie\u00dfenden Verse 3-25 beschreiben, wie Gott die Erde von ihrem chaotischen Anfangszustand Schritt f\u00fcr Schritt gestaltete und mit Licht und Leben f\u00fcllte. Dabei tat Gott nichth alles auf einmal, sondern gestaltete die Erde Tag f\u00fcr Tag ein St\u00fcck mehr. Am ersten Tag der Sch\u00f6pfung sprach Gott: \u201eEs werde Licht!\u201c (3a) Auf Gottes Befehl hin entstand mitten in der absoluten Finsternis Licht. Das Licht vertrieb die Finsternis und machte die Umgebung hell. Es ist bemerkenswert, dass die Erschaffung des Lichts deutlich vor der Erschaffung der Sonne erw\u00e4hnt wird, die die Menschen fr\u00fcher f\u00fcr die Quelle des Lichts schlechthin hielten. Gott nannte das Licht Tag und die Finsternis Nacht. Am zweiten Tag sprach Gott: \u201eEs werde eine Feste zwischen den Wassern, die da scheide zwischen den Wassern\u201c (6). Wieder geschah genau, was Gott gesagt hatte. Gott nannte die Feste Himmel (8). So schuf Gott die Atmosph\u00e4re. Am dritten Tag sprach Gott: \u201eEs sammle sich das Wasser unter dem Himmel an einem Ort, dass man das Trockene sehe\u201c (9). Gott nannte das Trockene Erde und die Sammlung der Wasser Meer. Nachdem er trockenes Land geschaffen hatte, sprach Gott: \u201eEs lasse die Erde aufgehen Gras und Kraut, das Samen bringe, und fruchtbare B\u00e4ume, die ein jeder nach seiner Art Fr\u00fcchte tragen, in denen ihr Same ist auf der Erde. Und es geschah so\u201c (11). Auf Gottes Wort gingen \u00fcberall die unterschiedlichsten Pflanzen auf und es entstand die ganze Vegetation. Auf diese Weise wurde an den ersten drei Tagen der Lebensraum f\u00fcr die Tiere und die Menschen geschaffen.\r\n\r\nBetrachten wir Gottes weiteres Sch\u00f6pfungswerk an den darauffolgenden drei Tagen. Am vierten Tag sagte Gott: \u201eEs werden Lichter an der Feste des Himmels, die da scheiden Tag und Nacht. Sie seien Zeichen f\u00fcr Zeiten, Tage und Jahre und seien Lichter an der Feste des Himmels, dass sie scheinen auf die Erde\u201c (14.15). Gott schuf die gesamten Himmelsk\u00f6rper und setzte sie alle an die von ihm bestimmten Pl\u00e4tze im Universum und ordnete das System. Gott machte die Sonne, und sie begann, das von Gott bereits geschaffene Licht auszustrahlen. Der Mond fing an, um die Erde zu kreisen und das Sonnenlicht zu reflektieren, und unz\u00e4hlige Sterne wurden geschaffen und begannen, am Himmel zu funkeln. Wenn wir abends den Sternenhimmel betrachten und dar\u00fcber nachdenken, k\u00f6nnen wir nur staunen, wie gro\u00dfartig und wunderbar Gott ist. Der Psalmist lobt Gott: \u201eDie Himmel erz\u00e4hlen die Ehre Gottes, und die Feste verk\u00fcndigt seiner H\u00e4nde Werk. Ein Tag sagt\u2018s dem andern, und eine Nacht tut\u2018s kund der andern, ohne Sprache und ohne Worte; unh\u00f6rbar ist ihre Stimme. Ihr Schall geht aus in alle Lande und ihr Reden bis an die Enden der Welt. Er hat der Sonne ein Zelt am Himmel gemacht; sie geht heraus wie ein Br\u00e4utigam aus seiner Kammer und freut sich wie ein Held, zu laufen ihre Bahn. Sie geht auf an einem Ende des Himmels und l\u00e4uft um bis wieder an sein Ende, und nichts bleibt vor ihrer Glut verborgen\u201c (Ps 19,2-7).\r\nBetrachten wir, wie Gott weiter wirkte. Am f\u00fcnften Tag sagte Gott: \u201eEs wimmle das Wasser von lebendigem Getier, und V\u00f6gel sollen fliegen auf Erden unter der Feste des Himmels\u201c (20). Gott schuf viele Arten von Fischen und von V\u00f6geln (21), die das Wasser und die Luft bev\u00f6lkerten. Gott segnete sie mit Fruchtbarkeit und der F\u00e4higkeit, sich zu vermehren, sodass die Menschen bis heute noch nicht geschafft haben, sie auszurotten. Am sechsten Tag schuf Gott alle Arten von landlebenden Tieren. Gott sprach: \u201eDie Erde bringe hervor lebendiges Getier, ein jedes nach seiner Art: Vieh, Gew\u00fcrm und Tiere des Feldes, ein jedes nach seiner Art. Und es geschah so.\u201c (24). Gott schuf alle Tiere, die in freier Wildbahn leben, auch das Vieh und die schier unz\u00e4hlbaren Arten von Insekten, W\u00fcrmern und Amphibien. An diesem Tag schuf Gott auch den Menschen. Auf diese Weise f\u00fcllte Gott an diesen drei Tagen die Umgebung, die er an den vorangegangenen drei Tagen vorbereitet hatte, mit den Gesch\u00f6pfen, die darin leben sollten.\r\nWenn wir diesen Sch\u00f6pfungsbericht lesen, finden wir mehrere Ausdr\u00fccke, die sich mehrfach wiederholen. Zum einen lesen wir immer wieder, dass es Abend und Morgen wurde und der soundso vielste Tage wurde. Gott schuf die Welt nicht auf einmal, sondern an sechs Tagen. Auch wenn es unterschiedliche Auffassungen dar\u00fcber gibt, ob mit einem Tag 24 Stunden gemeint sind oder l\u00e4ngere Zeitabschnitte, wird deutlich, dass Gott ruhig nach einem bestimmten Plan vorging. Gott hat unbegrenzte Macht, sodass er aus nichts alle Dinge schaffen konnte. Aber Gott handelt dabei nach seinem eigenen Zeitplan.\r\nWas in diesem Text noch auff\u00e4llt, ist, dass Gott immer wieder ansah, was er machte, und feststellte, dass es gut war. Nachdem Gott das Licht geschaffen hatte, sah Gott das Licht an. Vers 4a sagt: \u201eUnd Gott sah, dass das Licht gut war.\u201c Der Ausdruck \u201eund Gott sah, dass es gut war\u201c wiederholt sich in diesem Kapitel f\u00fcnf Mal. Nachdem Gott den Menschen geschaffen und damit sein Sch\u00f6pfungswerk vollendet hatte, hei\u00dft es sogar: \u201e&#8230; es war sehr gut\u201c (31b). Das zeigt uns, dass Gott selbst gut ist und dass das, was er tut, gut ist. Alle Dinge und alle Lebewesen, die Gott geschaffen hat, waren am Anfang genau so, wie Gott es wollte \u2013 gut. Gott hat die Welt gut gemacht, und alles darin war gut.\r\nEs ist wahr, dass die Sch\u00f6pfung Gottes gut ist. Noch heute versetzt uns die Sch\u00f6pfung in Staunen und Bewunderung. Wenn wir dar\u00fcber nachdenken, dass die DNA in den Zellen daf\u00fcr sorgt, dass aus einem Mohnsamen eine Mohnblume und aus einem Kirschkern ein Kirschbaum wird, und auch daf\u00fcr sorgt, dass jede Zelle in unserem K\u00f6rper ihre spezifische Aufgabe erf\u00fcllt. Wenn wir daran denken, dass die Sterne am Himmel abertausend Lichtjahre voneinander entfernt sind und wie gro\u00df das Universum mit all seinen Galaxien ist! Wie zahlreich und wie unterschiedlich sind die einzelnen Gesch\u00f6pfe in Flora und Fauna! Ganz besonders wundern wir uns \u00fcber die wundersch\u00f6ne Ordnung und Harmonie in der Sch\u00f6pfung, und wir erkennen, wie gro\u00dfartig Gottes Werke sind. Ein Psalmist bewunderte die Sch\u00f6pfung, sodass er Gott pries: \u201eHerr, wie sind deine Werke so gro\u00df und viel! Du hast sie alle weise geordnet, und die Erde ist voll deiner G\u00fcter\u201c (Ps 104,24). Gottes Sch\u00f6pfung ist gro\u00dfartig. Die Welt, in der wir leben, ist inzwischen wegen der S\u00fcnde des Menschen verflucht (1.Mose 3,17-19), und hat trotzdem noch viel von ihrer Sch\u00f6nheit. Wie viel sch\u00f6ner muss es gewesen sein, bevor die Sch\u00f6pfung verflucht wurde. Dieser Sch\u00f6pfungsbericht lehrt uns viele Dinge \u00fcber Gott. Gott ist gut. Gott ist voller G\u00fcte und er ist ein Gott der Ordnung. Insbesondere zeigt der Sch\u00f6pfungsbericht, dass Gott allm\u00e4chtig ist. Gottes Name in diesem Kapitel ist \u201eElohim\u201c und bedeutet der Allm\u00e4chtige. Gott offenbarte sich selbst auch gegen\u00fcber Abraham: \u201eIch bin der allm\u00e4chtige Gott\u201c (17,1). Das Wort von uns Menschen hat nur ganz begrenzte Wirkung. Aber Gottes Wort ist ganz anders. In Vers 3 hei\u00dft es: \u201eUnd Gott sprach: Es werde Licht! Und es ward Licht.\u201c Als Gott sagte: \u201eEs werde eine Feste zwischen den Wassern, die da scheide zwischen den Wassern\u201c, geschah das, was Gott gesagt hatte. Der Ausdruck \u201eUnd Gott sprach &#8230; und es geschah so\u201c wiederholt sich im Sch\u00f6pfungsbericht st\u00e4ndig. Gott wirkt, indem er spricht. Gottes Wort ist voller Macht. Was Gott sagt, geschieht. Wenn wir an sein Wort glauben, k\u00f6nnen wir die Macht und ver\u00e4ndernde Sch\u00f6pfungskraft Gottes in unserem Leben und im Leben der anderen, f\u00fcr die wir beten, erfahren.\r\nLesen wir zum Schluss noch einmal gemeinsam das Leitwort: \u201eAm Anfang schuf Gott Himmel und Erde\u201c (1,1). Lasst uns Gott danken, der alles gut gemacht hat! M\u00f6ge Gott uns helfen, unser Leben im Glauben an ihn nach seinem Willen zu f\u00fchren!\r\n\r\n<!-- \/wp:post-content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download Am Anfang \u201eAm Anfang schuf Gott Himmel und Erde.\u201c (1. Mose 1,1) Wir danken Gott daf\u00fcr, dass wir heute mit dem Buch Genesis neu anfangen k\u00f6nnen. Das Wort \u201eGenesis\u201c bedeutet Entstehung. Tats\u00e4chlich erfahren wir darin von der Entstehung von Himmel und Erde, von der Entstehung des Menschen und seines Gl\u00fccks. 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