{"id":9666,"date":"2020-03-29T11:00:37","date_gmt":"2020-03-29T09:00:37","guid":{"rendered":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/?p=9666"},"modified":"2022-11-18T12:20:38","modified_gmt":"2022-11-18T11:20:38","slug":"predigt-johannes-1828-1916-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-johannes-1828-1916-2\/","title":{"rendered":"Predigt: Johannes 18,28 &#8211; 19,16"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/2019-Joh_1828-1916_P.doc\"><strong>Download<\/strong><\/a><\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\">Jesus wird zur Kreuzigung \u00fcberantwortet<\/h2>\n<h3 style=\"text-align: center;\">\u201eDa \u00fcberantwortete er ihnen Jesus, dass er gekreuzigt w\u00fcrde.\u201c<\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\">(Johannes 19,16)<\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: medium;\">Der heutige Text berichtet detailliert \u00fcber Jesu Verh\u00f6r und seine Verurteilung durch Pilatus. Im gesamten Text f\u00e4llt auf, dass Jesus sich nicht verteidigt oder zu seiner Entlastung geredet hat. Stattdessen hat er Pilatus die geistliche Natur seines Reiches verk\u00fcndigt und sich selbst als der wahre K\u00f6nig offenbarte und ihn dazu eingeladen, seine Stimme zu h\u00f6ren und die Wahrheit zu erkennen. Lasst uns betrachten, wie Jesus sich und das Wesen seines Reiches offenbart hat und warum er am Ende von Pilatus doch zur Kreuzigung verurteilt wurde. M\u00f6ge Gott jeden durch sein Wort segnen!<\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: medium;\">Betrachten wir den Vers 28: <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eDa f\u00fchrten sie Jesus von Kaiphas vor das Pr\u00e4torium; es war aber fr\u00fch am Morgen. Und sie gingen nicht hinein in das Pr\u00e4torium, damit sei nicht unrein w\u00fcrden, sondern das Passamahl essen k\u00f6nnten.\u201c<\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\"> Pontius Pilatus war von 26-36 n.Chr. r\u00f6mischer Statthalter der Provinzen Jud\u00e4a und Samarien und damit auch oberster Richter im Land. Die Juden betraten das Pr\u00e4torium nicht, damit sie sich nicht unrein machen w\u00fcrden, sondern das Passamahl essen k\u00f6nnten. Ihre Einhaltung der j\u00fcdischen Satzungen stand in krassem Gegensatz zu der m\u00f6rderischen Absicht, mit der sie Jesus zu Pilatus brachten. Pilatus wollte sich nur ungern mit dem Fall befassen. Aber als er sie aufforderte, Jesus selbst nach ihrem Gesetz zu richten, erwiderten sie, dass es ihnen nicht erlaubt sei, jemanden zu t\u00f6ten. Dadurch wurde Jesu Ank\u00fcndigung erf\u00fcllt, dass er den Heiden \u00fcberantwortet w\u00fcrde und dass sie ihn gei\u00dfeln und t\u00f6ten w\u00fcrden (Mk 10,33.34). <\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: medium;\">Die Verse 33-38 berichten \u00fcber Pilatus Gespr\u00e4ch mit Jesus. Pilatus fragte Jesus direkt: <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eBist du der Juden K\u00f6nig?\u201c <\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\">Jesus fragte zur\u00fcck, ob Pilatus das aus eigenem Interesse wissen wollte oder nur, um einen Anklagepunkt der Juden abzukl\u00e4ren. Aber Pilatus erwiderte:<\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b> \u201eBin ich ein Jude? Dein Volk und die Hohenpriester haben mir dich \u00fcberantwortet. Was hast du getan?\u201c<\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\"> (33-35)<\/span><b> <\/b><span style=\"font-size: medium;\">Obwohl Pilatus Jesus nicht wirklich aus pers\u00f6nlichem Interesse fragte, war Jesus trotzdem bereit, ihm wahrheitsgem\u00e4\u00df zu antworten: <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eMein Reich ist nicht von dieser Welt. W\u00e4re mein Reich von dieser Welt, meine Diener w\u00fcrden darum k\u00e4mpfen, dass ich den Juden nicht \u00fcberantwortet w\u00fcrde; aber nun ist mein Reich nicht von hier.\u201c<\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\"> Mit diesen Worten lehrte Jesus ihn die geistliche Natur seines Reiches. Pilatus konnte das nicht richtig verstehen und fragte zur\u00fcck: <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eSo bist du dennoch ein K\u00f6nig?\u201c <\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\">Eigentlich war es f\u00fcr Jesus gef\u00e4hrlich, dem r\u00f6mischen Statthalter zu sagen, dass er ein K\u00f6nig ist. Aber Jesus sagte ihm <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eDu sagst es: Ich bin ein K\u00f6nig.<\/b><\/span> <span style=\"font-size: medium;\"><b>Ich bin dazu geboren und in die Welt gekommen, dass ich die Wahrheit bezeuge. Wer aus der Wahrheit ist, der h\u00f6rt meine Stimme.\u201c <\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\">Jesus bezeugte klar, dass er ein K\u00f6nig ist, und dass er nicht von dieser Welt ist. Jesus bezeugte ihm, dass er dazu geboren und in diese Welt gekommen ist mit dem Ziel, dass er die Wahrheit bezeugt.<\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: medium;\">Warum ist Jesus daf\u00fcr in die Welt gekommen, um den Menschen die Wahrheit zu bezeugen? Wenn wir dar\u00fcber nachdenken, erkennen wir, dass das gr\u00f6\u00dfte und grundlegende Problem von uns Menschen in dieser Welt ist, dass wir die Wahrheit nicht kennen. Wir m\u00f6gen zwar manches dar\u00fcber wissen, wie diese Welt funktioniert, wie wir uns z.B. verhalten sollen, um nicht unn\u00f6tig viele Probleme mit unseren Mitmenschen zu bekommen, oder wie wir eine gute Stelle bekommen und sie auch behalten k\u00f6nnen, oder wo wir Dinge mit einem guten Preis-Leistungs-Verh\u00e4ltnis kaufen k\u00f6nnen oder einfach, wie wir dem Leben sch\u00f6ne Momente abgewinnen k\u00f6nnen. Aber all das ist keine Wahrheit und keine Basis, auf die wir unser Leben bauen k\u00f6nnten. <\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: medium;\">Die aktuelle Situation, in der das Coronavirus sich weltweit stark verbreitet, ist f\u00fcr viele Menschen eine Gelegenheit, genau das zu erkennen. Wir erleben viele Einschr\u00e4nkungen; vieles, was selbstverst\u00e4ndlich war, ist zurzeit nicht mehr m\u00f6glich, etwa weil Sportvereine, Fitnessstudios, Kinos und Restaurants<\/span><b> <\/b><span style=\"font-size: medium;\">geschlossen sind. Man soll sich nicht mehr mit Freunden oder Verwandten treffen und viele arbeiten von zu Hause und k\u00f6nnen ihre Kollegen nicht mehr sehen. Etliche bangen um ihren Job oder um ihre wirtschaftliche Existenz. Die gr\u00f6\u00dfte Sorge ist, sich an dem Virus anzustecken. Diese Situation f\u00fchrt viele zu der Frage, worum es im Leben eigentlich geht. In einer Umfrage, die schon vor \u00fcber einer Woche in Deutschland gemacht wurde, als die Verbreitung und die Gegenma\u00dfnahmen noch viel geringer waren als jetzt, hat eine Mehrheit angegeben, dass sie mehr \u00fcber den Sinn des Lebens nachdenken. Viele m\u00f6gen jetzt merken: wenn es im Leben vor allem darum dreht, erfolgreich zu sein und seine Zeit und Geld m\u00f6glichst gut f\u00fcr die Erf\u00fcllung der eigenen W\u00fcnsche einzusetzen, hat sein Leben keine richtige Basis und geht an Gottes Ziel vorbei. Tats\u00e4chlich ist das aber wohl bei den meisten Menschen der Fall, wenn auch in unterschiedlicher Form. Der Grund daf\u00fcr ist, dass uns Menschen die Wahrheit fehlt. <\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: medium;\">Dieses Problem gibt es nicht nur auf individueller Ebene. Alle Reiche dieser Welt haben diese Eigenschaft, dass sie nicht erf\u00fcllen k\u00f6nnen, was sie zu geben versprechen, und keinen Bestand haben, weil ihnen die Wahrheit als Grundlage fehlt. Das gilt nicht nur f\u00fcr polilitische Reiche, f\u00fcr Wirtschaftsimperien oder f\u00fcr gl\u00e4nzende Reiche in der Gesellschaft und Kultur. Auch wer sich durch rechtschaffenes Arbeiten als kleiner Angestellter oder Selbst\u00e4ndiger und\/oder durch eine Freundschaft oder eine Familie sein eigenes kleines privates Reich aufbauen will, aber nicht die Wahrheit in Jesus als Grundlage hat, hat f\u00fcr sein Reich keine richtige Grundlage und sein Reich wird bleiben und ihm nicht bringen, was er erhofft hat. Wir brauchen unbedingt die Wahrheit f\u00fcr unser Leben. Wir m\u00fcssen die Wahrheit \u00fcber Gott erkennen, wer er ist, was sein Ziel f\u00fcr uns ist und wie wir es erreichen, und m\u00fcssen auch die Wahrheit \u00fcber uns selbst erkennen. Vor allem sollen wir erkennen, dass Gott uns so sehr geliebt hat, dass er seinen einzigen Sohn dahingab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. Jesus ist der K\u00f6nig der Wahrheit. Er ist als ein Mensch in diese Welt gekommen, um uns die Wahrheit zu bezeugen. Jesus sagt: <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eWer aus der Wahrheit ist, der h\u00f6rt meine Stimme\u201c <\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\">(37b).<\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: medium;\">Was meint Jesus damit, dass wer aus der Wahrheit ist, seine Stimme h\u00f6rt? Zum einen sagt Jesus dadurch, dass wir, um die Wahrheit zu erkennen, seine Stimme h\u00f6ren m\u00fcssen, weil die Wahrheit von ihm kommt. Viele haben die Neigung zu denken, dass sie irgendwie von sich aus die Wahrheit erkennen k\u00f6nnten. Viele verlassen sich auf ihren eigenen Verstand oder h\u00f6ren auf ihre \u201einnere Stimme\u201c, als ob sie dadurch die Wahrheit erkennen und richtig leben k\u00f6nnten. Aber das ist nicht wahr. Niemand kann von sich aus durch scharfes Nachdenken oder H\u00f6ren auf seine innere Stimme die Wahrheit \u00fcber Gott und seinen Willen erkennen, nicht einmal die Wahrheit \u00fcber sich selbst. Das liegt nicht daran, dass der eine oder andere daf\u00fcr nicht intelligent genug w\u00e4re. Die Wahrheit \u00fcber Gott und das Leben, das er geschaffen hat und seinen Sinn, ist der Welt, die sich von Gott abgewandt hat, unbekannt. Nur Jesus kennt die Wahrheit, und er ist gekommen, um uns die Wahrheit durch sein Wort zu bezeugen. Wenn wir seine Stimme h\u00f6ren und ihm glauben, werden wir die Wahrheit erkennen und mit ihm ewig leben. <\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: medium;\">Zum anderen sagt Jesus in diesem Vers, dass es zwei Arten von Menschen gibt. Es gibt die Menschen, die aus der Wahrheit sind und seine Stimme h\u00f6ren. Es sind diejenigen, die Jesus zuh\u00f6ren und seine Worte annehmen und sie glauben. Sie erkennen Jesus als den wahren K\u00f6nig und unterstellen sich seiner Herrschaft und setzen ihre Hoffnung ganz auf seine Gnade und sein Reich. Dadurch macht die Wahrheit sie frei von allen m\u00f6glichen L\u00fcgen, unn\u00f6tigen Sorgen und \u00c4ngsten, von der Herrschaft ihres eigenen Egos und der S\u00fcnde. Sie k\u00f6nnen mit Jesus in der Wahrheit und dadurch in der wahren Freiheit frei und fr\u00f6hlich leben. <\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: medium;\">Aber nicht alle tun das. Es gibt auch diejenigen, die nicht aus der Wahrheit sind. Sie h\u00f6ren Jesu Stimme nicht. Ihnen ist die Wahrheit in Wirklichkeit nicht so wichtig. Sie lieben bestimmte Menschen oder Dinge in dieser Welt oder eine bestimmte Lebensweise mehr als Gott. Deshalb bleiben sie in der S\u00fcnde und entziehen sie sich so der Liebe Gottes. Jesus hat in Kap. 3 gesagt: <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eDas ist aber das Gericht, dass das Licht in die Welt gekommen ist, und<\/b><\/span> <span style=\"font-size: medium;\"><b>die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht, denn ihre Werke waren b\u00f6se<\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\">. <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>Wer B\u00f6ses tut, der hasst das Licht und kommt nicht zu dem Licht, damit seine Werke nicht aufgedeckt werden.<\/b><\/span> <span style=\"font-size: medium;\"><b>Wer aber die Wahrheit tut, der kommt zu dem Licht, damit offenbar wird, dass seine Werke in Gott getan sind\u201c<\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\"> (Joh 3,19-21). Lasst uns beten, dass Gott uns hilft, uns als Menschen der Wahrheit zu erweisen, indem wir weiter auf seine Stimme h\u00f6ren, die Wahrheit erkennen und aufgrund dessen wirklich unter seiner Herrschaft leben!<\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: medium;\">Wenn wir den Text weiter betrachten, erkennen wir, dass Pilatus leider kein Mensch aus der Wahrheit war. Er stand vor dem K\u00f6nig der Wahrheit und h\u00f6rte seine Einladung, die Wahrheit zu erkennen. Aber statt weiter zuzuh\u00f6ren und nachzufragen, sagte er einfach: <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eWas ist Wahrheit?\u201c<\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\">, und ging wieder hinaus zu den Juden. Er meinte, dass die Wahrheit ein gro\u00dfes, schwieriges Thema sei, und wandte sich lieber wieder seiner Arbeit zu. <\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: medium;\">Immerhin erkannte Pilatus durch das Gespr\u00e4ch mit Jesus, dass Jesus keine Schuld hatte. Er sagte zu den Juden im Vers 38: <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eIch finde keine Schuld an ihm.\u201c<\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\"> Das gleiche sagte er dreimal (19,4+6). Konsequenterweise h\u00e4tte er Jesus freilassen sollen. Aber stattdessen machte er den Juden den Vorschlag, Jesus ihm Rahmen der Tradition, am Passafest einen Gefangenen zu begnadigen, loszugeben. Eigentlich war Pilatus als Statthalter des Kaisers der oberste Richter im Land und konnte souver\u00e4n entscheiden. Aber er wollte offenbar die Juden nicht ver\u00e4rgern und seine Beziehung zu ihnen nicht belasten und suchte deshalb eine L\u00f6sung, mit der sie auch einverstanden w\u00e4ren. Wenn er Jesus im Rahmen der Tradition begnadigen w\u00fcrde, k\u00f6nnte er ihn freilassen, ohne dass sie in dem Prozess als Verlierer dastehen und ihr Gesicht verlieren w\u00fcrden. <\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: medium;\">Darin zeigt sich, dass Pilatus keine klare Haltung gegen\u00fcber der Wahrheit hatte. Er respektierte die Wahrheit nicht als etwas, das \u00fcber dem Menschen steht und dem man unbedingt folgen muss, auch wenn es Nachteile bedeutet. F\u00fcr ihn war die Wahrheit etwas, mit dem er je nach der Situation hantieren kann. Er wollte nicht frontal gegen die Wahrheit versto\u00dfen; aber er war bereit, mit der Wahrheit Kompromisse zu machen, wenn sie nicht allzu gravierend w\u00e4ren. Aber sein kluger Plan ging nicht auf. Als er die Juden fragte: <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eWollt ihr nun, dass ich euch den K\u00f6nig der Juden losgebe?\u201c<\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\">, schrien sie unerwartet:<\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b> \u201eNicht diesen, sondern Barabbas!\u201c<\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\"> Barrabas war ein R\u00e4uber. <\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: medium;\">Pilatus h\u00e4tte an dieser Stelle seine Haltung \u00fcberdenken sollen, aber das tat er wohl nicht. In Kap. 19,1 lesen wir: <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eDa nahm Pilatus Jesus und lie\u00df ihn gei\u00dfeln.\u201c <\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\">Die Gei\u00dfelung war, wie die meisten wohl wissen, eine der gef\u00fcrchtetsten Foltermethoden der R\u00f6mer. Dabei wurde der Gefangene mit langen Lederstriemen ausgepeitscht, an deren Ende oft spitze Metall- oder Knochenst\u00fcckchen eingeflochten waren, die den R\u00fccken bis zu den Knochen aufrissen. Die Verletzungen und Schmerzen bei Gei\u00dfelungen waren oft so schwer, dass viele dabei in Ohnmacht fielen und manche starben. Jesus musste bei der Gei\u00dfelung uns\u00e4glich leiden. <\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: medium;\">Pilatus lie\u00df Jesus gei\u00dfeln, obwohl er ihn f\u00fcr unschuldig hielt; offenbar spekulierte er darauf, dass durch Jesu Gei\u00dfelung der Zorn der Juden bes\u00e4nftigt w\u00fcrde und sie danach seiner Freilassung eher zustimmen w\u00fcrden. Anstatt der Wahrheit zu folgen, suchte er weiter einen Kompromiss, bei dem er die gute Beziehung zu den Juden behalten konnte, ohne Jesus t\u00f6ten zu lassen. <\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: medium;\">Als die Gei\u00dfelung endlich zu Ende ging, h\u00f6rten Jesu Leiden nicht auf. Die Soldaten hatten mitbekommen, dass er der K\u00f6nig der Juden genannt wurde. Sie flochten eine Korne aus Dornen und setzten sie auf Jesu Haupt und legten ihm ein Purpurgewand an und traten zu ihm und sagten zu ihm: <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eSei gegr\u00fc\u00dft, K\u00f6nig der Juden!<\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\">\u201c, und schlugen ihm ins Gesicht (19,2.3). Sie waren so hart und unbarmherzig und hatten sadistischer Freude daran, dass sie einmal \u00fcber einen K\u00f6nig Gewalt hatten. Auf diese Weise verh\u00f6hnten sie Jesu K\u00f6nigtum. <\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: medium;\">Pilatus ging wieder hinaus und sagte zu den Juden: <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eSeht, ich f\u00fchre ihn heraus zu euch, damit ihr erkennt, dass ich keine Schuld an ihm finde\u201c<\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\"> (4). Vers 5 sagt: <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eDa kam Jesus heraus und trug die Dornenkrone und das Purpurgewand. Und Pilatus spricht zu ihnen: Sehet, welch ein Mensch!\u201c<\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\"> Pilatus\u2018 Worte <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201e<\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>Sehet, welch ein Mensch!\u201c<\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\">, waren wohl ein Ausruf, der ihm spontan entfuhr, als er Jesus sah. Jesus stand da, von den Qualen gezeichnet, mit der Dornenkrone auf dem Haupt, sein blutender R\u00fccken mit dem purpurroten Mantel bedeckt. Etliche Maler haben versucht, Jesus in jenem Moment darzustellen, als Pilatus <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eSeht, welch ein Mensch!\u201c<\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\">, auf lateinisch <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eEcce homo!\u201c<\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\">rief. Jesu Anblick war einerseits mitleiderregend, ein Inbegriff des menschlichen Elends und Leidens und der Erniedrigung. Und obwohl seine Krone aus Dornen war und Blut \u00fcber sein Gesicht lief, strahlte er mitten in seinem tiefsten Elend trotzdem auch etwas von k\u00f6niglicher W\u00fcrde aus. Jesus klagte nicht, schrie nicht, fluchte nicht, jammerte nicht und bettelte nicht um Erbarmen und war trotz allem nicht verzweifelt. Pilatus rief: <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eEcce homo!\u201c &#8211; \u201eSeht, welch ein Mensch!\u201c<\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\">, weil er von Jesu Anblick gleichzeitig fasziniert und entsetzt war, als er den wahren K\u00f6nig sah, der tiefstes Leid und Erniedrigung erfuhr und es dennoch mit W\u00fcrde trug.<\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: medium;\">Wie reagierten die Hohenpriester und ihre Diener, als sie Jesus so sahen? Vers 6 sagt: <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eAls ihn die Hohenpriester und die Diener sahen, schrien sie: Kreuzige! Kreuzige!\u201c<\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\"> Ihre laute Forderung nach Jesu Tod zeigt ihre Unbarmherzigkeit und ihren blinden Hass gegen Jesus. Ihre Herzen waren f\u00fcr jegliches Mitgef\u00fchl unempf\u00e4nglich, weil sie vom Hass und Verlangen nach Jesu Tod erf\u00fcllt waren. Wie konnte es dazu kommen? Eigentlich waren sie religi\u00f6se Menschen, die die Bibel kannten. Eigentlich hatten sie auch Jesu Zeichen selbst gesehen und vielfach davon geh\u00f6rt. Aber sie hatten auf ihren eigenen religi\u00f6sen Ansichten beharrt und hatten deshalb die Wahrheit \u00fcber Jesus nicht erkannt. Wegen ihres Unglaubens blieben sie geistlich blind und missverstanden Jesu Offenbarung als Gottes Sohn als Gottesl\u00e4sterung. Wegen ihres Unglaubens und Missverst\u00e4ndnisses wurden sie vom Hass gefangen und wurden zur schlimmsten Perversion von Gottes Dienern, die alles daf\u00fcr einsetzten, den Sohn Gottes zu t\u00f6ten. Die Menschen in unserer Zeit halten Unglauben f\u00fcr etwas Harmloses, weil dadurch nach ihrer Vorstellung niemand zu Schaden kommt. Aber an den Hohenpriestern und Dienern k\u00f6nnen wir erkennen, dass Unglaube die krasseste S\u00fcnde ist, da er Gott und seinen Sohn verachtet und die Menschen zu Unmenschen macht, die zu allem f\u00e4hig sind.<\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: medium;\">Pilatus muss ihren blinden Hass gemerkt haben und wollte sich ihrem Bestreben widersetzen und sagte: <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eNehmt ihr ihn hin und kreuzigt ihn, denn ich finde keine Schuld an ihm.\u201c<\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\"> Die Juden erwiderten: <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eWir haben ein Gesetz, und nach dem Gsetz muss er sterben, denn er hat sich selbst zu Gottes Sohn gemacht\u201c<\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\"> (7). Pilatus muss als R\u00f6mer an alle m\u00f6glichen G\u00f6tter geglaubt haben; aber als er h\u00f6rte, dass Jesus Gottes Sohn ist, f\u00fcrchtete er sich noch mehr und ging wieder ins Pr\u00e4torium und spricht zu Jesus: <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eWoher bist du?\u201c<\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\"> Aber Jesus gab ihm keine Antwort. Pilatus fragte ihn: <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eRedest du nicht mit mir? Wei\u00dft du nicht, dass ich Macht habe, dich loszugeben, und Macht habe, dich zu kreuzigen?\u201c<\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\"> Jesus antwortete: <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eDu h\u00e4ttest keine Macht \u00fcber mich, wenn es dir nicht von oben gegeben w\u00e4re. Darum hat, der mich dir \u00fcberantwortet hat, gr\u00f6\u00dfere S\u00fcnde.\u201c <\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\">(8-11) W\u00e4hrend Pilatus w\u00e4hrend dem Verh\u00f6r versuchte, durch geschicktes Taktieren f\u00fcr sich Vorteile zu erhalten, redete Jesus nicht so, wie es f\u00fcr ihn vorteilhaft war, sondern schwieg oder redete nach der Wahrheit. Oberfl\u00e4chlich gesehen hatte Pilatus Macht \u00fcber Jesu Leben und Tod. Aber Jesus wies ihn darauf hin, dass er keine Macht \u00fcber ihn h\u00e4tte, wenn sie ihm nicht von oben gegeben w\u00e4re. Jesus wusste, dass sein Leben nicht in Pilatus\u2019, sondern in Gottes Hand lag. In diesem Wissen sprach er Pilatus auch auf die S\u00fcnde an, die er auf sich laden w\u00fcrde. Jesus bezeugte ihm die Wahrheit, unabh\u00e4ngig davon, ob es f\u00fcr ihn vorteilhaft war oder nicht.<\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: medium;\">Dies muss Pilatus irgendwie beeindruckt haben. Vers 12a sagt: <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eVon da an trachtete Pilatus danach, ihn freizulassen.\u201c<\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\"> Aber sein Gesinnungswandel kam zu sp\u00e4t. Die Juden erh\u00f6hten den Druck auf ihn, indem sie sagten: <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eL\u00e4sst du diesen frei, so bist du des Kaisers Freund nicht; wer sich zum K\u00f6nig macht, der ist gegen den Kaiser\u201c<\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\"> (12b). Diese Worte erwischten Pilatus an seinem Schwachpunkt. Als sie eine Freilassung Jesu als eine Illoyalit\u00e4t gegen\u00fcber dem Kaiser darstellten, schien das nicht nur seiner Karriere, sondern auch sein Leben zu bedrohen. Auf diese Worte hin f\u00fchrte Pilatus Jesus heraus und setzte sich auf den Richterstuhl. Der Verfasser betont die Bedeutung dieses Moments, indem er genau den Ort und die Uhrzeit erw\u00e4hnt. Es war um die sechste Stunde, also zw\u00f6lf Uhr mittags. Pilatus machte nochmals einen zaghaften Versuch und sagte: <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eSehet, euer K\u00f6nig!\u201c<\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\"> Aber sie schrien hasserf\u00fcllt: <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eWeg, weg mit dem! Kreuzige ihn!\u201c <\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\">Pilatus fragt sie ein letztes Mal, als ob er damit die Verantwortung f\u00fcr seine Entscheidung auf sie abw\u00e4lzen wollte: <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eSoll ich euren K\u00f6nig kreuzigen?\u201c<\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\"> Die Hohenpriester antworteten: <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eWir haben keinen K\u00f6nig au\u00dfer dem Kaiser\u201c<\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\"> (15). Ihre Antwort war nicht nur voll geheuchelter Loyalit\u00e4t gegen\u00fcber dem Kaiser in Rom, sondern war ihr endg\u00fcltiger Verrat am wahren K\u00f6nig, den Gott ihnen gesandt hatte. Daraufhin traf Pilatus als Richter seine Entscheidung. Vers 16a sagt: <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eDa \u00fcberantwortete er ihnen Jesus, dass er gekreuzigt w\u00fcrde.\u201c<\/b><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: medium;\">Wir sind damit am Ende unseres heutigen Textes. In diesem Text hat sich Jesus als der K\u00f6nig der Wahrheit offenbart, dessen Reich nicht von dieser Welt ist, sondern geistlich und heilig und ewig ist. Und derselbe Text berichtet, dass Jesus schlie\u00dflich zur Kreuzigung verurteilt wurde. Dadurch stellt er indirekt die Frage: Warum musste Jesus, der K\u00f6nig der Wahrheit, gekreuzigt werden? Und der Text gibt selbst darauf Antworten, indem er uns ausf\u00fchrlich die S\u00fcnde mehrerer Personen bzw. Gruppen von Personen beschreibt. <\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: medium;\">An Pilatus sehen wir die S\u00fcnde seiner Geringachtung der Wahrheit und Streben nach seinem Vorteil, weswegen er Jesus nicht freigelassen hat, sondern einen Kompromiss gesucht hat und ihn schlie\u00dflich zur Kreuzigung \u00fcberantwortet hat. Der Text beschreibt nicht nur einen ungl\u00fccklichen Verlauf der Ereignisse, sondern macht klar, dass Jesus <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>wegen der S\u00fcnde von Pilatus<\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\"> zur Kreuzigung \u00fcberantwortet werden musste. <\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: medium;\">Jesus musste auch wegen der S\u00fcnde der Hohenpriester gekreuzigt werden. Sie hatten Jesu Wunderzeichen selber gesehen. Aber weil sie ihre Illusion, dass sie selbst gerecht w\u00e4ren, festhielten und sich weigerten, Jesus anzuerkennen, wurden sie geistlich blind und von grundlosem Hass auf ihn erf\u00fcllt und wurden zu Gottes Feinden, die all ihre Macht und F\u00e4higkeiten daf\u00fcr einsetzten, dass Jesus gekreuzigt w\u00fcrde. Jesus musste <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>wegen dem Unglauben und der Blindheit der Hohenpriester<\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\"> gekreuzigt werden. <\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: medium;\">Jesus musste auch wegen der S\u00fcnde der Diener sterben. Sie bildeten sich keine eigene Meinung \u00fcber Jesus, sondern folgten blind ihre Leitern. Als diese Jesu Kreuzigung verlangten, schrien sie mit ganzer Kraft: <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eWeg, weg mit dem! Kreuzige ihn!\u201c<\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\"> Jesus musste auch wegen dem verantwortungslosen Mitl\u00e4ufertum der Diener gekreuzigt werden.<\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: medium;\">Und wenn wir das einsehen, k\u00f6nnen wir in diesem Text auch <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>die frohe Botschaft f\u00fcr uns<\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\"> entdecken. Jesus, der wegen der S\u00fcnde von Pilatus und der Hohenpriester und der Diener gekreuzigt wurde, ist <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>auch<\/b><\/span> <span style=\"font-size: medium;\"><b>f\u00fcr unsere S\u00fcnde<\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\"> gekreuzigt worden. Alle Menschen haben mangelnden Respekt gegen\u00fcber der Wahrheit. Jeder hat eine Neigung, Kompromisse einzugehen, um Nachteile zu vermeiden oder Vorteile f\u00fcr sich zu erlangen. Jesus ist auch f\u00fcr unseren mangelnden Respekt gegen\u00fcber der Wahrheit zur Kreuzigung verurteilt worden. Jesus ist auch wegen unserer S\u00fcnde des Unglaubens gekreuzigt worden. Jesus ist auch wegen unserer Vers\u00e4umnisse, uns eine ausreichend klare geistliche Meinung zu bilden, am Kreuz get\u00f6tet worden. Jesus ist wegen allen anderen S\u00fcnden von uns am Kreuz get\u00f6tet worden, damit wir nicht daf\u00fcr sterben m\u00fcssen, sondern mit ihm ewig leben k\u00f6nnen. \u2013 M\u00f6ge Gott jedem von uns helfen, auf Jesu Stimme zu h\u00f6ren und die Wahrheit zu erkennen, vor allem die Wahrheit \u00fcber Jesu Kreuzigung und \u00fcber unsere eigene S\u00fcnde. M\u00f6ge er uns helfen, wenn wir die Wahrheit erkennen, dann weiter auf ihn zu h\u00f6ren und ihm vertrauensvoll zu folgen und hier und in Ewigkeit unter seiner Herrschaft in seinem Reich zu leben! Amen.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download Jesus wird zur Kreuzigung \u00fcberantwortet \u201eDa \u00fcberantwortete er ihnen Jesus, dass er gekreuzigt w\u00fcrde.\u201c (Johannes 19,16) Der heutige Text berichtet detailliert \u00fcber Jesu Verh\u00f6r und seine Verurteilung durch Pilatus. Im gesamten Text f\u00e4llt auf, dass Jesus sich nicht verteidigt oder zu seiner Entlastung geredet hat. 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