{"id":9650,"date":"2020-04-26T11:00:54","date_gmt":"2020-04-26T09:00:54","guid":{"rendered":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/?p=9650"},"modified":"2022-11-18T12:19:55","modified_gmt":"2022-11-18T11:19:55","slug":"predigt-johannes-211-25","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-johannes-211-25\/","title":{"rendered":"Predigt: Johannes 21,1 &#8211; 25"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/2019-Joh_21-0125_P.doc\"><strong>Download<\/strong><\/a><\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\">Weide meine L\u00e4mmer<\/h2>\n<h3 style=\"text-align: center;\">\u201eDa sie nun das Mahl gehalten hatten, spricht Jesus zu Simon Petrus: Simon, Sohn des Johannes, liebst du mich mehr, als mich diese lieb haben? Er spricht zu ihm: Ja, Herr, du wei\u00dft, dass ich dich lieb habe. Spricht Jesus zu ihm: Weide meine L\u00e4mmer!\u201c<\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\">(Johannes 21,15)<\/p>\n<p>Heute betrachten wir das letzte Kapitel des Johannesevangeliums. Es beginnt mit den Worten: \u201eDanach offenbarte sich Jesus abermals den J\u00fcngern am See von Tiberias. Er offenbarte sich aber so:\u201c Nachdem Jesus den J\u00fcngern zweimal in Jerusalem erschienen war, erschien er ein weiteres Mal sieben von ihnen am See Tiberias (See Genezareth) in Galil\u00e4a. Das Kapitel hat eine pers\u00f6nliche Note, da es von der Begegnung des Auferstandenen mit nur sieben seiner J\u00fcnger und ganz speziell vom pers\u00f6nlichen Gespr\u00e4ch zwischen Jesus und Petrus handelt. Wie offenbarte sich Jesus dabei? Was k\u00f6nnen wir dadurch \u00fcber den auferstandenen Jesus erkennen und was bedeutet seine Offenbarung f\u00fcr uns? M\u00f6ge Gott jeden von euch durch das letzte Kapitel des Johannesevangeliums segnen!<\/p>\n<p><strong>I. Jesus offenbarte sich sieben J\u00fcngern am See Tiberias (1-14)<\/strong><\/p>\n<p>Betrachten wir den Text. Der Vers 2 z\u00e4hlt die sieben J\u00fcnger auf, die in Galil\u00e4a dem auferstandenen Jesus begegneten: Simon Petrus, Thomas, Nathanael, die S\u00f6hne des Zebed\u00e4us (Johannes und Jakobus) und zwei J\u00fcnger, die nicht namentlich genannt werden. Vom Matth\u00e4usevangelium wissen wir, dass Jesus seinen J\u00fcngern schon vor seiner Kreuzigung angek\u00fcndigt hatte, dass sie ihn in Galil\u00e4a sehen sollten, und dass er sie nach seiner Auferstehung durch die Frauen nochmals dorthin bestellt hatte (Mt 26,32; 28,7). Als die sieben J\u00fcnger Jesus in Galil\u00e4a aber nicht trafen, wussten sie nicht, was sie machen sollten. Au\u00dferdem waren sie offenbar hungrig. Simon Petrus sagte zu den anderen: \u201eIch gehe fischen.\u201c Die anderen sagten zu ihm: \u201eWir kommen mit dir.\u201c Sie gingen hinaus an den See und stiegen in das Boot. Aber in dieser Nacht fingen sie nichts. Der Vers 4 sagt uns, dass sie die Nacht hindurch gearbeitet und trotzdem keinen einzigen Fisch gefangen haben. Die J\u00fcnger m\u00fcssen sehr frustriert gewesen sein, dass sie, nachdem sie in der Nachfolge Jesu gescheitert waren, als sie alle Jesus verlassen hatten, jetzt auch noch beim Fischen eine Niederlage erlebten.<\/p>\n<p>Aber der auferstandene Jesus war in ihrer N\u00e4he und sah sie, ohne dass sie es wussten. Die Verse 4 und 5 sagen: \u201eAls es aber schon Morgen war, stand Jesus am Ufer, aber die J\u00fcnger wussten nicht, dass es Jesus war. Spricht Jesus zu ihnen: Kinder, habt ihr nichts zu essen?\u201c Jesus sprach sie liebevoll mit \u201eKinder\u201c an. Die J\u00fcnger erkannten ihn nicht, wohl deswegen weil Jesus ca. 90 Meter von ihnen entfernt war und es in der Morgend\u00e4mmerung war. Es lag aber wohl auch daran, dass die J\u00fcnger nicht mit Jesus rechneten, obwohl sie eigentlich nach Galil\u00e4a gekommen waren, um ihm zu begegnen. Als sie auf Jesu Frage mit einem kurzen \u201eNein\u201c antworteten, gab Jesus ihnen eine klare Anweisung: \u201eWerft das Netz aus zur Rechten des Bootes, so werdet ihr finden.\u201c Als die J\u00fcnger dieser Anweisung gehorchten und das Netz auswarfen, konnten sie es kurz darauf wegen der gro\u00dfen Menge an Fischen nicht mehr ziehen. Sie m\u00fcssen \u00fcber ihren gro\u00dfen Fang froh gewesen sein. Jesus lie\u00df sie einen Erfolg erleben und machte dadurch ihr Versagen wieder gut.<\/p>\n<p>Nach ihrer ersten Begeisterung \u00fcber den gro\u00dfen Fang muss Johannes dar\u00fcber nachgedacht haben, wie so ein gro\u00dfer Fang auf einmal m\u00f6glich geworden war. Vielleicht kam ihm auch die Erinnerung an das Ereignis von vor drei Jahren, wo Jesus ihnen auf ganz \u00e4hnliche Weise einen gro\u00dfen Fang beschert hatte (Lk 5,1-10). Pl\u00f6tzlich schoss es aus ihm heraus: \u201eEs ist der Herr!\u201c Als Simon Petrus diese Worte h\u00f6rte, reagierte er sofort und g\u00fcrtete sich das Obergewand um, und warf sich in den See (7). Dass Petrus gleich ins Wasser sprang und zum Ufer schwamm, zeigt, wie sehr er Jesus liebte und sich nach einer Wiederherstellung seiner Beziehung zu ihm sehnte.<\/p>\n<p>Die anderen J\u00fcnger kamen langsam mit dem Boot und dem Netz hinterher. \u201eAls sie nun an Land stiegen, sahen sie ein Kohlenfeuer am Boden und Fisch darauf und Brot.\u201c Der auferstandene Jesus hatte f\u00fcr die J\u00fcnger ein warmes Fr\u00fchst\u00fcck vorbereitet und dazu eigenh\u00e4ndig Fisch und Brot gegrillt. Aber Jesus wollte die hungrigen J\u00fcnger nicht nur k\u00f6rperlich st\u00e4rken, sondern ihnen weiter helfen, dass sie aus ihrer tiefen Frustration herauskommen. Deshalb sagte er ihnen: \u201eBringt von den Fischen, die ihr jetzt gefangen habt!\u201c Sie sollten auch von den selbst gefangenen Fischen essen und so die Fr\u00fcchte ihrer Arbeit genie\u00dfen. Petrus war ganz aktiv geworden und zog mit ganzer Kraft das schwere Netz ans Ufer. Offenbar z\u00e4hlten sie auch die Fische, denn wir erfahren, dass es 153 waren. Es scheint, dass die J\u00fcnger sich nicht so recht trauten, zu Jesus zu kommen. Jesus musste kommen und sie extra einladen: \u201eKommt und haltet das Mahl!\u201c Niemand unter den J\u00fcngern wagte ihn zu fragen: Wer bist du? Denn sie wussten: Es ist der Herr. Die J\u00fcnger waren wegen ihrem schlechten Gewissen so befangen, dass niemand sich traute, etwas von dem Essen zu nehmen. Jesus kam ihnen noch einen Schritt entgegen. Vers 13 sagt: \u201eDa kommt Jesus und nimmt das Brot und gibt\u2019s ihnen, desgleichen auch den Fisch.\u201c Jesus gab jedem von ihnen freundlich einen frischen Fischburger in die Hand. Der Vers 14 schlie\u00dft diesen Abschnitt mit einer kurzen Zusammenfassung ab: \u201eDas ist nun das dritte Mal, dass sich Jesu den J\u00fcngern offenbarte, nachdem er von den Toten auferstanden war.\u201c<\/p>\n<p>Was war an dieser Offenbarung Jesu besonders? W\u00e4hrend Jesus bei den ersten beiden Offenbarungen in Jerusalem die J\u00fcnger und Thomas von der Tatsache seiner Auferstehung \u00fcberzeugte und ihnen Glauben daran einpflanzte, zeigte Jesus am See Tiberias sein tiefes Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die J\u00fcnger. Er h\u00e4tte sie eigentlich tadeln k\u00f6nnen, weil sie ihn alle im Stich gelassen hatten und geflohen waren. Aber Jesus machte ihnen gar keine Vorw\u00fcrfe! Jesus war voller Liebe und Verst\u00e4ndnis. Er verstand ihre tiefe Frustration und half ihnen, einen praktischen Erfolg zu erleben und gab ihnen ein leckeres Essen, als hungrig und frustriert waren. Als sie sich nicht trauten zu kommen, lud er sie ein und dr\u00fcckte jedem einen Fisch-Burger in die Hand. Durch dieses Fr\u00fchst\u00fcck am Ufer dr\u00fcckte Jesus wortlos seine Liebe zu ihnen aus und zeigte ihnen praktisch, dass er ihnen ihr Versagen l\u00e4ngst vergeben hatte. Mit jedem neuen Burger, den die J\u00fcngern aus seiner Hand empfingen, verschwanden in ihnen die Zweifel und ihre dunklen Gef\u00fchle von Schuld und Versagen. Mit jedem Bissen, den sie a\u00dfen, wuchs in ihnen die Gewissheit, dass Jesus sie liebt und ihnen alles, alles vergeben hat. Es war eine unvergessliche Gemeinschaft, bei der Jesu g\u00f6ttliche Liebe in ihre Herzen str\u00f6mte und sie neu mit Glauben f\u00fcllte und sie wieder hell und froh machte. Auf diese besondere Weise offenbarte Jesus ihnen seine unver\u00e4nderliche g\u00f6ttliche Liebe, ohnen viele Worte zu machen. Niemand kann so lieben und so helfen wie Jesus.<\/p>\n<p><strong>II. Jesus half Simon Petrus (15-25)<\/strong><\/p>\n<p>Nachdem sich alle satt gegessen hatten, wandte sich Jesus ganz Simon Petrus zu. Vers 15a sagt: \u201eDa sie nun das Mahl gehalten hatten, spricht Jesus zu Simon Petrus: Simon, Sohn des Johannes, liebst du mich mehr, als mich diese lieb haben?\u201c Simon Petrus hatte etwa drei Jahre zuvor bei einem wundersamen Fischfang Jesus erkannt und seine Berufung empfangen: \u201eVon nun an wirst du Menschen fangen!\u201c Er hatte Jesu Berufung angenommen und sich bem\u00fcht, ihm als sein bester J\u00fcnger nachzufolgen. Noch kurz vor Jesu Gefangennahme hatte Petrus Jesus versprochen, dass er ihn nie verlassen w\u00fcrde und sogar bereit w\u00e4re, f\u00fcr ihn zu sterben. Aber als im Palast des Hohenpriesters eine Magd und danach auch zwei M\u00e4nner ihn als einen J\u00fcnger Jesu erkannten, verleugnete Petrus jedes Mal seine Zugeh\u00f6rigkeit zu Jesus und leugnete sogar, Jesus ihn \u00fcberhaupt zu kennen. Dadurch hatte er die Beziehung zu Jesus verraten und war in seiner Nachfolge komplett gescheitert. Als er das erkannte, fing er an, bitterlich zu weinen. Durch sein Versagen erkannte Petrus, wie schwach er war und unf\u00e4hig, Jesus aus seiner eigenen Kraft heraus zu folgen. Anders gesagt erkannte er, was f\u00fcr ein S\u00fcnder er war. Seitdem waren mindestens anderthalb Wochen vergangen, in denen er \u00fcber sich und \u00fcber Jesus viel nachgedacht haben muss. Inzwischen war Jesus den J\u00fcngern schon zweimal erschienen und hatte ihnen bewiesen, dass er lebt. Aber Petrus war durch die Tatsache, dass er total versagt und seine Beziehung zu Jesus zerbrochen hatte, innerlich immer noch zerst\u00f6rt. Die Erfahrung des Fischfangs und Jesu sp\u00fcrbare Liebe beim Fr\u00fchst\u00fcck m\u00fcssen seine Schuldgef\u00fchle und dunkle Verzweiflung zum Teil vertrieben haben. Aber Petrus war immer noch belastet von dem starken Eindruck, dass seine Beziehung zu Jesus durch seine schwere S\u00fcnde kaputt und nicht wirklich wiederhergestellt war.<\/p>\n<p>Wie half Jesus ihm? Betrachten wir nochmals den Vers 15. Zuerst sehen wir, dass Jesus von sich aus die Initiative ergriff und den hilflosen Petrus von sich aus ansprach. Dabei verwendete Jesus seinen urspr\u00fcnglichen Namen \u201eSimon\u201c und nicht den Namen \u201ePetrus\u201c, Fels, den Jesus ihm als Ausdruck seiner Vision und Hoffnung selbst gegeben hatte. Aber Jesus tadelte ihn mit keinem Ton wegen seines Versagens, sondern fragte ihn nur, ob er ihn liebte. Damit machte Jesus deutlich, dass er seine ganze S\u00fcnde vergeben hatte. Er stellte auch keinerlei Bedinungen oder Forderungen, was Petrus tun sollte, um Jesu Gunst etwa etwa zu behalten. Jesus wollte nur wissen, ob Petrus ihn nun liebte.<\/p>\n<p>Dabei fragte Jesus ihn, ob er ihn mehr liebte, als die anderen J\u00fcnger es taten. Damit spielte Jesus darauf an, dass Petrus eigentlich den ersten Platz unter den J\u00fcngern gehabt hatte und dass er auch den Anspruch an sich gehabt hatte, Jesus in vorbildlicher Weise nachzufolgen. Diese Fragestellung muss f\u00fcr Petrus etwas unangenehm gewesen sein, weil sie ihn daran erinnerte, dass er gescheitert war, als er aus seiner Kraft heraus versucht hatte, Jesus zu folgen. Aber Jesus fragrte ihn dies nicht, um ihm neu Schmerzen zuzuf\u00fcgen und ihn so doch noch ein wenig daf\u00fcr zu bestrafen. Nein, die Strafe f\u00fcr Petrus\u2018 Versagen hatte Jesus am Kreuz vollst\u00e4ndig bezahlt! Aber es war f\u00fcr Petrus wichtig, dass er sich ganz klar dar\u00fcber wurde, dass er in sich keine ausreichende Grundlage hatte, um Jesus treu zu lieben und zu folgen. Diese Erkenntnis war n\u00f6tig, damit Petrus bereit w\u00fcrde, ganz auf Jesus und seine Gnade zu bauen.<\/p>\n<p>Aber es gab noch einen anderen Grund f\u00fcr seine Frage. Durch seine Frage: \u201eLiebst du mich mehr, als mich diese lieb haben?\u201c, brachte Jesus auch zum Ausdruck, dass er seine besondere Hoffnung f\u00fcr Petrus nicht aufgegeben hatte. Jesus glaubte und hoffte noch immer, dass Petrus ein J\u00fcnger w\u00fcrde, der Jesus treu folgen und ihn mehr lieben w\u00fcrde als die anderen J\u00fcnger, nicht weil er so einen guten Charakter oder so einen starken Willen hatte, sondern wegen der unver\u00e4nderlichen Liebe Jesu, die Petrus nun mehr erfuhr als die anderen. Jesu unver\u00e4nderte Liebe und Hoffnung f\u00fcr Petrus m\u00fcssen wie Lichtstrahlen in sein dunkles Herz geleuchtet haben und darin neues Leben und eine neue brennende Liebe zu Jesus entfacht haben.<\/p>\n<p>Wie reagierte Petrus auf Jesu Frage? \u201eEr spricht zu ihm: Ja, Herr, du wei\u00dft, dass ich dich lieb habe.\u201c Petrus muss so froh \u00fcber Jesu Frage gewesen sein und antwortete aus tiefem Herzen: \u201eJa, Herr.\u201c Petrus liebte Jesus, der ihn trotz seines Versagens immer noch liebte. Aber er konnte nicht sagen: \u201eJa, Herr, ich liebe dich, mehr als die andern!\u201c weil er nach seinem Scheitern nicht mehr auf sich selbst und seine eigene Liebe vertrauen konnte. Vielmehr hat er Jesus in seine Antwort mit eingebunden. Er sagte praktisch: \u201eJa, Herr, du wei\u00dft, dass ich dich lieb habe; du wei\u00dft aber auch, wie sehr ich deine Hilfe brauche, damit ich dich treu lieben und dir wirklich folgen kann.\u201c Petrus bekannte Jesus seine Liebe, nicht auf der Basis seines Gef\u00fchls oder Selbstvertrauens, sondern auf der Grundlage von Jesu Liebe.<\/p>\n<p>Wie reagierte Jesus auf Petrus\u2018 Antwort? Betrachten wir nochmals Vers 15. \u201eSpricht Jesus zu ihm: Weide meine L\u00e4mmer!\u201c Jesus nahm Petrus\u2018 Liebesbekenntnis an und sagte ihm umgehend, wie er seine Liebe zu ihm ausdr\u00fccken sollte. Wie k\u00f6nnen wir das verstehen? Wahre Liebe ist nicht nur eine Sache von Gef\u00fchlen im Herzen und Bekenntnissen mit dem Mund. Jesus hat schon in Kap. 14 gesagt: \u201eLiebt ihr mich, so werdet ihr meine Gebote halten\u201c (14,15). Wer Jesus wirklich liebt, wird seine Gebote halten. Als Petrus Jesus seine Liebe bekannte, gab Jesus ihm ein klares Gebot: \u201eWeide meine L\u00e4mmer!\u201c<\/p>\n<p>Was meinte Jesus damit? Jesus meint mit seinen Schafen all die Menschen, die zu seiner Herde geh\u00f6ren. Im engeren Sinne sind das die Menschen, die bereits an Jesus glauben. Jesus betrachtet aber auch diejenigen als seine Schafe, die noch nicht gefunden und zur Herde gef\u00fchrt worden sind. Jesus sagt in Kap. 10,16, dass er noch andere Schafe hat, die nicht aus diesem Stall sind. Er sagt: \u201eAuch sie muss ich herf\u00fchren, und sie werden meine Stimme h\u00f6ren, und es wird eine Herde und ein Hirte werden.\u201c Jesus bezeichnete hier Menschen als seine Schafe, die zu dem Zeitpunkt noch nicht von ihm geh\u00f6rt hatten und noch nicht bekehrt waren. Dass Petrus Jesu Schafe weiden sollte, bedeutete also zun\u00e4chst, dass er Jesu Schafe unter den Menschen suchen sollte. Er sollte ihre Lage verstehen und ihnen helfen, bis sie Jesus erkennen und an ihn glauben k\u00f6nnen. Dann sollte er ihnen mit Jesu Liebe und mit seinem Wort weiter helfen, bis sie im Glauben an ihn fest werden und ihr ganzes Leben nach seinem Wort f\u00fchren (Mt 28,20a). Einfach gesagt sollte Petrus die Liebe, die er von Jesus empfing, an Jesu Schafe weitergeben, damit sie Ihm folgen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Warum gab Jesus Petrus gerade diesen Auftrag? Jesus h\u00e4tte auch etwas anderes von Petrus verlangen k\u00f6nnen, wie er seine Liebe zu ihm ausdr\u00fccken soll. Wenn wir gr\u00fcndlich dar\u00fcber nachdenken, kommen wir zu der Antwort, dass Jesus ihm befahl, seine Schafe zu weiden, weil Ihm seine Schafe so wichtig sind. Obwohl der Vergleich stark hinkt, k\u00f6nnen wir das vielleicht ein bisschen besser verstehen, wenn wir uns vorstellen, dass ein Mann seiner Frau bekennt, dass er sie wirklich liebt, vielleicht nachdem seine Liebe zu ihr zwischenzeitlich erkaltet und ihre Beziehung fast zerbrochen war. Wenn seine Frau erkennt, dass sein Liebesbekenntnis ehrlich ist, wird sie ihm bei dieser Gelegenheit sagen, was sie sich von ihm wirklich w\u00fcnscht (z.B. dass er jeden Abend die Zeit mit ihr verbringt oder die Weltreise macht, die er ihr fr\u00fcher versprochen hat). Als Petrus Jesus seine Liebe ehrlich bezeugt, sagt Jesus ihm, was er sich wirklich von ihm w\u00fcnscht, weil es Ihm wirklich am Herzen liegt: \u201eWeide meine L\u00e4mmer!\u201c Jesus sagt das, weil ihm das Wohl und das Schicksal seiner L\u00e4mmer wirklich am Herzen liegt. Im Urtext verwendet Jesus an dieser Stelle drei verschiedene Ausdr\u00fccke, die hier mit \u201emeine L\u00e4mmer\u201c und \u201emeine Schafe\u201c \u00fcbersetzt sind. Durch \u201emeine L\u00e4mmer\u201c und \u201emeine Schafe\u201c bringt Jesus zum Ausdruck, wie kostbar seine Schafe f\u00fcr ihn sind, und wie sehr er sich um sie sorgt, weil er sie liebt.<\/p>\n<p>L\u00e4mmer und Schafe sind anmutige und gleichzeitig sehr hilfs- und schutzbed\u00fcrftige Tiere. Sie brauchen einen Hirten, der sie jeden Tag zur Weide und zum frischen Wasser leitet. Sie brauchen einen Hirten, der sie vor Feinden und vor anderen Gefahren sch\u00fctzt und sie sorgf\u00e4ltig versorgt, wenn sie verletzt oder krank sind. Die Menschen brauchen in vieler Hinsicht jemanden, der sich wie ein Hirte um sie k\u00fcmmert und ihnen hilft, den richtigen Weg zu gehen \u2013 nicht nur, solange sie Kinder sind. Das tun zun\u00e4chst die Eltern, aber das k\u00f6nnen die meisten Eltern allein nicht leisten. Vor allem brauchen die Menschen jemanden, der sie zu Jesus f\u00fchrt, damit sie von ihm Vergebung, Heilung und das Leben in F\u00fclle bekommen. Jeder Mensch meint aber instinktiv, dass er den richtigen Weg f\u00fcr sein Leben alleine finden und gehen kann. Die Bibel sagt, dass wir alle in die Irre gehen wie Schafe \u2013 d.h. wir gleichen Schafen, die sich von der Herde entfernen und dadurch in Lebensgefahr geraten, ohne es zu merken. Jesus hat sich selbst als der gute Hirte offenbart, der seine Schafe pers\u00f6nlich kennt und sie beim Namen ruft und vor ihnen hergeht. In einem anderen Gleichnis hat Jesus ausgedr\u00fcckt, dass ihm seine Schafe so sehr am Herzen liegen, dass er kein Risiko scheut, um selbst ein verloren gegangenes Schaf wieder zu finden. Schlie\u00dflich hat Jesus tats\u00e4chlich sein eigenes kostbares Leben f\u00fcr seine Schafe gelassen, um sie zu retten! Jesus starb f\u00fcr uns, um uns von der Herrschaft der S\u00fcnde und des Teufels und vom ewigen Tod zu retten. Als Jesus Petrus sagte: \u201eWeide meine Schafe!\u201c, vertraute er ihm seine geliebten Schafe an und bat ihn, sich um sie zu k\u00fcmmern. Er sollte ihnen bis dahin helfen, dass sie selbst Jesus folgen und in ihm das Leben finden. Nat\u00fcrlich wusste Jesus, dass Petrus das nicht alleine tun kann. Als Jesus ihm den Auftrag gab, seine Schafe zu weiden, wollte Jesus das durch Petrus\u2018 Gehorsam selbst tun. Jesus will selber seine Schafe weiden, wenn wir sie weiden.<\/p>\n<p>Es gibt noch einen zweiten Grund. Dadurch, dass Jesus Petrus den Auftrag gab, seine Schafe zu weiden, half er Petrus, selbst dauerhaft in Jesu Liebe zu bleiben und sie immer tiefer zu verstehen. Wenn wir die Bibel weiterlesen, erfahren wir, dass Petrus Jesus nach Pfingsten freim\u00fctig als den Herrn und Christus verk\u00fcndigte, wodurch immer mehr Menschen zur Gemeinde kamen. Petrus wurde von den j\u00fcdischen Leitern daf\u00fcr gehasst und wurde vor dem Hohen Rat angeklagt. Aber Petrus bekam den Mut, selbst dort Jesus zu bezeugen, und lernte dadurch, Jesus in allen Lagen zu vertrauen und, als er geschlagen wurde, auch Leiden f\u00fcr Jesus mit Freude zu tragen. Sp\u00e4ter konnte er viele verfolgte Christen ermutigen, ihre Leiden f\u00fcr Jesus geduldig zu ertragen und sich dar\u00fcber zu freuen, indem er schrieb: \u201e&#8230;freut euch, dass ihr mit Christus leidet, damit ihr auch durch die Offenbarung seiner Herrlichkeit Freude und Wonne haben m\u00f6gt\u201c (1.Petr 4,13). Fr\u00fcher hatte Petrus weitgehend aus seiner eigenen Kraft gelebt und kaum gebetet. Aber wenn wir die Apostelgeschichte und seine Briefe lesen, f\u00e4llt auf, wie oft Petrus betete und die Gl\u00e4ubigen zum Gebet ermutigte (1.Petr 4,7; 5,7). Als er Jesus Schafe weidete, wurde er ein Mann des Gebets. Dass Petrus Jesu Schafe weidete, half ihm auch dabei, seine traditionelle j\u00fcdische Denkweise und sein enges Herz zu \u00fcberwinden und Jesu Liebe zu den Heiden anzunehmen. So wuchs er in der Liebe Jesu immer weiter und wurde ein Hirte f\u00fcr die unterschiedlichsten Menschen und Jesus immer \u00e4hnlicher.<\/p>\n<p>Wenn wir unseren Text betrachten, f\u00e4llt auf, dass Jesus Petrus die Frage, ob er ihn liebt, drei Mal stellt. Dadurch gab er Petrus, der ihn drei Mal verleugnet hatte, die Gelegenheit, drei Mal Jesus seine Liebe zu bekennen. Als Petrus beim zweiten Mal antwortete: \u201eJa, Herr, du wei\u00dft, dass ich dich lieb habe\u201c, sagte Jesus zu ihm: \u201eWeide meine Schafe!\u201c Als Jesus zum dritten Mal zu ihm sagt: \u201eSimon, Sohn des Johannes, hast du mich lieb?\u201c, wird Petrus dar\u00fcber traurig und sagt zu ihm: \u201eHerr, du wei\u00dft alle Dinge, du wei\u00dft, dass ich dich lieb habe.\u201c Jesus sagt wieder zu ihm: \u201eWeide meine Schafe!\u201c (16.17) Auf diese Weise erneuert Jesus die Liebesbeziehung zwischen ihm und Petrus und pflanzt ihm den Auftrag, seine Schafe zu weiden, fest ein.<\/p>\n<p>Danach hilft Jesus ihm, sich auf sein zuk\u00fcnftiges Leben als Hirte einzustellen. Jesus sagt ihm: \u201eAls du j\u00fcnger warst, g\u00fcrtetest du dich selbst und gingst, wo du hinwolltest; wenn du aber alt bist, wirst du deine H\u00e4nde ausstrecken und ein anderer wird dich g\u00fcrten und f\u00fchren, wo du nicht hinwillst\u201c (18). Jesus sagte ihm das, um anzuk\u00fcndigen, mit welchem Tod er Gott preisen w\u00fcrde (19). Das war keine leichte Botschaft f\u00fcr Petrus. Aber Jesus k\u00fcndigte Petrus hier nicht nur an, dass er einst als M\u00e4rtyrer sterben w\u00fcrde, sondern gab ihm dadurch auch eine Orientierung, wie er nun als ein Hirte leben sollte. Petrus sollte nicht l\u00e4nger leben, wie er wollte, sondern sollte konsequent Gottes F\u00fchrung folgen, bis dahin, dass sein alter Mensch stirbt. Als Jesus das gesagt hatte, spricht er zu ihm: \u201eFolge mir nach!\u201c (19b) Eigentlich hatte Jesus Petrus schon vor Jahren zur Nachfolge berufen, und Petrus war Jesus nachgefolgt. Aber nach all dem, was inzwischen passiert war, auf der einen Seite Petrus\u2018 totales Scheitern in der Nachfolge, und auf der anderen Seite, dass Jesus aus Liebe f\u00fcr ihn am Kreuz gestorben und wieder auferstanden war, wollte Jesus ihm helfen, eine neue Entscheidung f\u00fcr die Nachfolge zu treffen. Diese Entscheidung sollte er aufgrund von Jesu Liebe zu ihm treffen und sollte die Nachfolge nicht mehr mit einem Leben nach seinem eigenen Willen verquicken, sondern wirklich ganz f\u00fcr ihn leben.<\/p>\n<p>Wie reagierte Petrus? Verse 20 und 21 berichten: \u201ePetrus aber wandte sich um und sah den J\u00fcnger folgen, den Jesus liebt hatte, der auch beim Abendessen an seiner Brust gelegen und gesagt hatte: Herr, wer ist\u2019s, der dich verr\u00e4t? Als Petrus diesen sah, spricht zu Jesus: Herr, was wird aber mit diesem?\u201c Petrus wollte Jesus nachfolgen. Aber er wollte es offensichtlich nicht alleine tun. Er sah sich nach Johannes um und fragte Jesus, was denn mit diesem sei. Er sagte damit praktisch, dass er Jesus schon nachfolgen wollte, aber nur, wenn Johannes mitgeht. Petrus Wunsch erscheint uns irgendwie verst\u00e4ndlich. Aber Jesus sagte ihm: \u201eWenn ich will, dass er bleibt, bis ich komme, was geht es dich an? Folge du mir nach!\u201c Jesus lehrte ihn, dass er seine eigene Entscheidung vor Gott treffen und sie nicht von anderen Menschen abh\u00e4ngig machen sollte. Die Entscheidung zur Nachfolge soll unsere ganz pers\u00f6nliche Antwort auf Jesus Liebe und Hingabe f\u00fcr uns am Kreuz sein, und gerade deswegen ist es verkehrt, wenn wir sie von anderen Menschen oder irgendeiner Bedingung abh\u00e4ngig machen. \u2013 Jesu drastische Antwort an Petrus hatte unter den ersten Christen offenbar zu dem Ger\u00fccht gef\u00fchrt, dass Johannes nicht sterben w\u00fcrde, bis Jesus wiederkommt. Aber Johannes stellte klar, dass Jesus das nicht gesagt hatte, sondern lediglich quasi im Konjunktiv gesagt hatte: \u201eWenn ich will, dass er bleibt, bis ich komme, was geht es dich an?\u201c (23)<\/p>\n<p>An dieser Stelle leitet Johannes zu den abschlie\u00dfenden Worten seines Buches \u00fcber: \u201eDies ist der J\u00fcnger, der das bezeugt und aufgeschrieben hat , und wir wissen, dass sein Zeugnis wahr ist\u201c (24). Hier finden wir so etwas wie Johannes\u2019 Unterschrift unter seinem Bericht. Mit der Erg\u00e4nzung \u201eWir wissen, dass sein Zeugnis wahr ist\u201c, weist er darauf hin, dass sein Bericht auch von anderen Augenzeugen best\u00e4tigt wurde. Johannes bezeugt, dass Jesus noch viele andere nennenswerte Dinge getan hat. Dass er von allem aber nur eine Auswahl berichtet, erkl\u00e4rt er abschlie\u00dfend so: \u201eWenn aber eins nach dem andern aufgeschrieben werden sollte, so w\u00fcrde, meine ich, die Welt die B\u00fccher nicht fassen, die zu schreiben w\u00e4ren\u201c (25).<\/p>\n<p>Heute haben wir erfahren, wie der auferstandene Jesus die J\u00fcnger am See Tiberias besucht und ihnen praktisch gezeigt hat, dass er sie unver\u00e4nderlich liebt. Danach hat Jesus Petrus geholfen, seine Liebesbeziehung zu ihm zu erneuern und sich gr\u00fcndlich neu daf\u00fcr zu entscheiden, Jesus nachzufolgen und aus Liebe zu ihm seine Schafe zu weiden.<\/p>\n<p>Was kann das f\u00fcr uns bedeuten? Ich denke, dass die meisten von uns sich mit Petrus identifizieren k\u00f6nnen. Wer kann sagen, dass er in seiner Nachfolge noch nicht gescheitert ist? Wenn wir vor Gott ganz ehrlich sind, m\u00fcssen wir dann nicht zugeben, dass wir t\u00e4glich darin scheitern? F\u00fcr alle, die jetzt innerlich nicken oder \u201eStimmt\u201c sagen, ist der heutige Text eine gute Botschaft. Denn der Text sagt, dass Jesus uns sieht und uns trotz unseres Versagens unver\u00e4nderlich liebt, und dass er selber kommen und uns helfen will, unsere Beziehung zu ihm wiederherzustellen und dazu uns nur eine Frage stellt: \u201eHast du mich lieb?\u201c Und wenn wir auf diese Frage ehrlich \u201eJa, Herr\u201c sagen k\u00f6nnen, weil uns unsere S\u00fcnde wirklich leid tut, nimmt er unser Bekenntnis an und will uns auch einen Auftrag geben, der uns hilft, in seiner Liebe zu bleiben und unser Leben hier f\u00fcr ihn zu f\u00fchren.<\/p>\n<p>Dann stellt sich schlie\u00dflich die Frage: gilt Jesu Auftrag \u201eWeide meine L\u00e4mmer\u201c f\u00fcr jeden oder war er speziell f\u00fcr Petrus? Ich glaube, dass Beides gewisserma\u00dfen stimmt. Sicher war dieses Wort zun\u00e4chst Jesu Auftrag an Petrus, den dieser in seinem Leben ausf\u00fchren sollte und den er als einer der zw\u00f6lf Apostel auch in ganz besonderer Weise ausgef\u00fchrt hat. Gott hat f\u00fcr jeden seine eigene Berufung, die sowohl seinen oder ihren Gaben und zugleich Gottes Willen und Plan entsprechen. Jeder von uns soll deshalb aufrichtig zu Jesus kommen, seine Frage \u201eHast du mich lieb?\u201c h\u00f6ren und beantworten und das Wort annehmen, den Jesus uns dann geben wird.<\/p>\n<p>Aber wir konnten im heutigen Text auch sehen, dass Jesu Herz ganz besonders f\u00fcr seine Schafe schl\u00e4gt. Jesus hat von sich selbst bezeugt, dass er gekommen ist, um die Verlorenen zu suchen und selig zu machen und dass er gekommen ist, um uns zu dienen und sein Leben als L\u00f6segeld f\u00fcr viele zu geben. Jesus hat sich als der gute Hirte offenbart, der sein Leben f\u00fcr seine Schafe gelassen hat. Jeder, der diese Liebe selbst erkannt und angenommen hat und ihm folgt, kann gegen\u00fcber seiner Liebe zu seinen Schafen nicht gleichg\u00fcltig sein, sondern wird daran Anteil nehmen. Wir haben wohl nicht alle genau die gleiche Berufung (sondern manche als Prediger des Evangeliums, manche als Bibellehrer, manche eher als Seelsorger, manche mehr f\u00fcr Studenten, manche mehr f\u00fcr \u00c4ltere, manche f\u00fcr Jugendliche oder Kinder, manche als Beter, manche als Diener in der Musik oder einem anderen, praktischen Bereich). Auch wenn wir nicht alle die gleiche Berufung haben, hat jede Berufung von Jesus doch mit seinem Herzensanliegen zu tun, seine Schafe so zu weiden, dass sie ihn erkennen und ihm nachfolgen und das Leben in F\u00fclle haben und so Gott verherrlichen; daher werden wir auch alle dazu etwas beitragen, wenn auch in unterschiedlicher Form.<\/p>\n<p>M\u00f6ge Gott jedem von uns helfen, dem auferstandenen Jesus pers\u00f6nlich neu zu begegnen, seine Frage zu h\u00f6ren und unsere Liebesbeziehung zu ihm zu erneuern! M\u00f6ge der Herr Jesus jedem von uns helfen, seine Berufung neu oder zum ersten Mal wahrzunehmen und ihm treu zu folgen und der Berufung entsprechend dazu beizutragen, dass Jesu Schafe geweidet werden und bei ihm das Leben haben!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download Weide meine L\u00e4mmer \u201eDa sie nun das Mahl gehalten hatten, spricht Jesus zu Simon Petrus: Simon, Sohn des Johannes, liebst du mich mehr, als mich diese lieb haben? 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