{"id":897,"date":"2010-06-21T21:59:50","date_gmt":"2010-06-21T20:59:50","guid":{"rendered":"http:\/\/ubfheidelberg.org\/?p=897"},"modified":"2023-01-29T20:46:47","modified_gmt":"2023-01-29T19:46:47","slug":"predigt-1-samuel-121-211","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-1-samuel-121-211\/","title":{"rendered":"Predigt: 1.Samuel 1,21-2,11"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/1.Sam-121-211.doc\">Download<\/a><\/p>\n<p>Meine Predigt besteht aus zwei Teilen: erstens, Hanna erf\u00fcllt ihr Gel\u00fcbde und zweitens, Hanna lobt Gott.<\/p>\n<p><strong>I. Hanna erf\u00fcllt ihr Gel\u00fcbde (1. Samuel 1,21-28)<\/strong><\/p>\n<p>Gott hatte Hannas Gebet erh\u00f6rt und gesegnet, indem er ihr den Sohn Samuel gab. Was tat Hanna? Die Verse 21 und 22 berichten: \u201eUnd als der Mann Elkana hinaufzog mit seinem ganzen Hause, um das j\u00e4hrliche Opfer dem HERRN zu opfern und sein Gel\u00fcbde zu erf\u00fcllen, zog Hanna nicht mit hinauf, sondern sprach zu ihrem Mann: Wenn der Knabe entw\u00f6hnt ist, will ich ihn bringen, dass er vor dem HERRN erscheine und dort f\u00fcr immer bleibe\u201c (V22). Damals wurden die Kinder gew\u00f6hnlich drei Jahre lang gestillt und erst dann entw\u00f6hnt. So lange Samuel noch v\u00f6llig von seiner Mutter abh\u00e4ngig war und f\u00fcr die Priester an der Stiftsh\u00fctte nur eine Last w\u00e4re, wollte Hanna Samuel versorgen, um ihn dann dem HERRN zu bringen. Elkana zeigte sich mit ihrer Entscheidung einverstanden, V23: \u201eSo tu, wie dir\u2019s gef\u00e4llt! Bleib, bis du ihn entw\u00f6hnt hast; der HERR aber best\u00e4tige, was er geredet hat. So blieb die Frau und stillte ihren Sohn, bis sie ihn entw\u00f6hnt hatte.\u201c<\/p>\n<p>Die Verse 24 und 25 lauten: \u201eNachdem sie ihn entw\u00f6hnt hatte, nahm sie ihn mit sich hinauf nach Silo, dazu einen dreij\u00e4hrigen Stier, einen Scheffel Mehl und einen Krug Wein, und brachte ihn in das Haus des HERRN. Der Knabe aber war noch jung. Und sie schlachteten den Stier und brachten den Knaben zu Eli.\u201c Sie erf\u00fcllte ihr Gel\u00fcbde sehr gewissenhaft und treu. Als  besonderes Gel\u00fcbdeopfer sollte ein Stier, Widder, Schaf oder eine Ziege geopfert werden. Hanna entschied sich f\u00fcr das Beste, n\u00e4mlich f\u00fcr einen dreij\u00e4hrigen Stier als ein Feueropfer zum lieblichen Geruch f\u00fcr den HERRN. Hanna opferte das Doppelte von der vorgeschriebenen Menge an Wein opferte, was zeigt, dass sie Samuel von ganzem Herzen Gott gab. Unmittelbar nach dem Opfer brachten sie den Jungen zum Hohenpriester Eli, wo Samuel sein Leben lang Gott in der Stiftsh\u00fctte in Silo dienen sollte. (Tim, Samuel, Lukas, Sara) Bereits im Alter von drei Jahren war er in der Lage, die Regeln des Dienstes in der Stiftsh\u00fctte erlernen.<\/p>\n<p>Betrachten wir die Verse 26-28: \u201eUnd sie sprach: Ach, mein Herr, so wahr du lebst, mein Herr: Ich bin die Frau, die hier bei dir stand, um zum HERRN zu beten. Um diesen Knaben bat ich. Nun hat mir der HERR die Bitte erf\u00fcllt, die ich an ihn gerichtet hatte. Darum gebe ich ihn dem HERRN wieder sein Leben lang, weil er vom HERRN erbeten ist. Und sie beteten dort den HERRN an.\u201c Hanna gab Samuel dem HERRN zur\u00fcck sein Leben lang, d. h. f\u00fcr immer. Obwohl der Wohnort von Elkanas Familie nur ungef\u00e4hr 24 km von Silo entfernt war, besuchte Hanna ihn einmal im Jahr, wenn sie das j\u00e4hrliche Opfer darbrachten, wobei sie ihm ein selbst gemachtes Oberkleid brachte. Hier k\u00f6nnen wir Hannas Glauben sehen. Es war gro\u00dfartig, dass sie ihr Gel\u00fcbde erf\u00fcllt hatte. Sie hat ihr Herz nicht an ihr Kind verloren. Gott segnete sie im \u00dcberfluss. So lautet es in 2,21: \u201eUnd der HERR suchte Hanna heim, dass sie schwanger ward, und sie gebar noch drei S\u00f6hne und zwei T\u00f6chter. Aber der Knabe Samuel wuchs auf bei dem HERRN. Sie bekam danach f\u00fcnf weitere Kinder: drei S\u00f6hne und zwei T\u00f6chter.<\/p>\n<p lang=\"en-GB\"><strong>II. Hanna lobt Gott (1. Samuel 2,1-11)<\/strong><\/p>\n<p lang=\"en-GB\">\n<p>I Kapitel 2,1 hei\u00dft es: \u201eUnd Hanna betete und sprach: Mein Herz ist fr\u00f6hlich in dem HERRN, mein Haupt ist erh\u00f6ht in dem HERRN. Mein Mund hat sich weit aufgetan wider meine Feinde, denn ich freue mich deines Heils.\u201c Hanna hatte die Souver\u00e4nit\u00e4t Gottes angenommen und konnte Gott dann so loben. Sie sprach von ihrer Freude im HERRN, der ihr geholfen hatte. In dem HERRN konnte sie fr\u00f6hlich sein, gerade auch nachdem sie Samuel f\u00fcr immer Gott gegeben hatte, so wie auch Paulus in dem HERRN immer Freude haben konnte, selbst im Gef\u00e4ngnis.<\/p>\n<p>Lesen wir Vers 2: \u201eEs ist niemand heilig wie der HERR, au\u00dfer dir ist keiner, und ist kein Fels, wie unser Gott ist.\u201c Schon Mose sang am Ende seines Lebens von Gott \u201eEr ist ein Fels\u201c (5. Mose 32,4a). Auch David spricht in seinen letzten Worten vom Gott Israels als dem Fels Israels. Diese Beschreibung weist auf Gottes St\u00e4rke und Souver\u00e4nit\u00e4t hin und darauf, dass diejenigen, die auf Ihn vertrauen wahre Sicherheit haben.<\/p>\n<p>Vers 3 lautet: \u201eLasst euer gro\u00dfes R\u00fchmen und Trotzen, freches Reden gehe nicht aus eurem Munde; denn der HERR ist ein Gott, der es merkt, und von ihm werden Taten gewogen. Der Bogen der Starken ist zerbrochen, und die Schwachen sind umg\u00fcrtet mit St\u00e4rke.\u201c Gott ist derjenige, der die Gewalt des Gerechten erh\u00f6ht, aber die Gewalt der Gottlosen zerbricht und so das Leben der Menschen wendet.<\/p>\n<p>Betrachten wir die Verse 5-8: \u201e Die da satt waren, m\u00fcssen um Brot dienen, und die Hunger litten, hungert nicht mehr. Die Unfruchtbare hat sieben geboren, und die viele Kinder hatte, welkt dahin. Der HERR t\u00f6tet und macht wieder lebendig, f\u00fchrt hinab zu den Toten und wieder herauf. Der Herr macht arm und macht reich; er erniedrigt und erh\u00f6ht. Er hebt den D\u00fcrftigen aus dem Staub und erh\u00f6ht den Armen aus der Asche, dass er ihn setze unter die F\u00fcrsten und den Thron der Ehre erben lasse. Denn der Welt Grundfesten sind des HERRN, und er hat die Erde darauf gesetzt.\u201c<\/p>\n<p>Der HERR zeigte durch seine Eigenschaften wie Heiligkeit, St\u00e4rke als Fels, Wissen und Unterscheidungsverm\u00f6gen (V 2.3) seine g\u00f6ttliche Souver\u00e4nit\u00e4t, nicht zuletzt durch seine Taten sowohl gegen\u00fcber den Gottlosen als auch gegen\u00fcber den Gottesf\u00fcrchtigen (V4-8). Das Brechen des Bogens (V4), die S\u00e4ttigung des Hungrigen (V5), die Auferweckung vom Tod (V6) und die Erh\u00f6hung des Armen (V7-8) beziehen sich auf das Prinzip, dass die letzte Anordnung aller Dinge in der Hand des HERRN liegt. Er, der die ganze Welt erschaffen hatte, war auch in der Lage, Hanna zum Triumph zu verhelfen.<\/p>\n<p>Lesen wir die Verse 9 und 10: \u201eEr wird beh\u00fcten die F\u00fc\u00dfe seiner Heiligen, aber die Gottlosen sollen zunichte werden in Finsternis; denn viel Macht hilft doch niemand. Die mit dem HERRN hadern, sollen zugrunde gehen. Der H\u00f6chste im Himmel wird sie zerschmettern, der HERR wird richten der Welt Enden. Er wird Macht geben seinem K\u00f6nige und erh\u00f6hen das Haupt seines Gesalbten.\u201c Hannas Ank\u00fcndigung in Vers 10 b \u201eEr wird Macht geben seinem K\u00f6nige\u2026\u201c ist bemerkenswert, da sie noch in der Zeit der Richter lebte. Ihr Sohn Samuel w\u00fcrde schlie\u00dflich der letzte Richter werden. Erst zu seiner Zeit w\u00fcrde das K\u00f6nigtum in Israel eingef\u00fchrt werden.<\/p>\n<p>In ihrem Lobgesang hat Hanna Samuel gar nicht erw\u00e4hnt, Gott stand ganz im Zentrum ihres Lobes. Hannas Lobgesang ist eines der fr\u00fchesten Gedichte im Alten Testament. In seinem Mittelpunkt stehen die Souver\u00e4nit\u00e4t und Gnade gegen\u00fcber den Dem\u00fctigen. Sein Charakter weist so sehr auf den Messias hin, dass Maria, die Mutter Jesu, es in ihr eigenes Triumphlied aufnahm, in dem sie Gott f\u00fcr die Auserw\u00e4hlung pries, die menschliche Mutter des Messias zu sein (Lk 1,46-55). Beide Lieder beginnen mit der Freude an der Erl\u00f6sung des HERRN (V 1; Lk 1,46-48), erheben die Einzigartigkeit und Heiligkeit Gottes (V 2; Lk 1,49.50), verurteilen stolzes R\u00fchmen (V 3; Lk 1,51), zeigen auf die Wende von menschlichem Schicksal als dem Eingreifen des souver\u00e4nen HERRN (V 4; Lk 1,52.53) und weisen auf die treue F\u00fcrsorge Gottes f\u00fcr die Seinen hin (V9; Lk 1,54.55). Hannas Lied schlie\u00dft mit der Verhei\u00dfung, dass der HERR selbst seinem K\u00f6nig und Auserw\u00e4hlten St\u00e4rke geben wird (V9.10).<\/p>\n<p lang=\"en-GB\">\n<p>In Vers 11 sehen wir, dass die Familie von Samuel nach Hause ging, n\u00e4mlich nach Rama,  w\u00e4hrend Samuel selbst des HERRN Diener vor dem Priester Eli war. Seine Ausbildung begann unmittelbar nach der Heimkehr seiner Eltern. Vers 26 berichtet von seiner weiteren k\u00f6rperlichen und insbesondere geistlichen Entwicklung: \u201eAber der Knabe Samuel nahm immer mehr zu an Alter und Gunst bei dem HERRN und bei den Menschen.\u201c Ganz \u00e4hnlich wird beschrieben, wie Jesus als Junge heran wuchs: \u201eUnd Jesus nahm zu an Weisheit, Alter und Gnade bei Gott und den Menschen. (Lukas 2,52).<\/p>\n<p>Von Hanna lerne ich haupts\u00e4chlich, wie sie sich ganz zu Gott wandte. In ihrer Not und Bedr\u00e4ngnis k\u00e4mpfte sie nicht mit ihrer Widersacherin, sondern kam im Gebet zu Gott. Ihr Gebet war sehr pers\u00f6nlich, so dass sie nicht, wie es damals wohl \u00fcblich war, laut betete, sondern viel dabei weinte und nur ihre Lippen bewegte. Sicher hatte sie sich selbst von Gott verlassen gef\u00fchlt, so dass sie jetzt so flehentlich darum bat, dass sich Gott \u00fcber sie erbarmen w\u00fcrde. Es geht hier also um weit mehr als nur darum, einen Sohn zu bekommen, als vielmehr darum, eine pers\u00f6nliche Beziehung zu Gott einzugehen. Dies war sicher der Grund daf\u00fcr, weshalb sie in diesem Gebet gelobte, ihren Sohn sein Leben lang Gott zu weihen. Weil ihr so viel an der pers\u00f6nlichen Beziehung zu Gott lag, blieb sie ihrem Gel\u00fcbde treu und erf\u00fcllte es vollst\u00e4ndig.<\/p>\n<p>Von Hanna lerne ich daher v. a., von welcher Wichtigkeit es ist, die pers\u00f6nliche Beziehung zu Gott zu haben und ernsthaft zu ihm zu kommen und ihn selbst zu suchen. In diesem Jahr bem\u00fche ich mich, jeden Morgen als Erstes 4 Kapitel in meiner englischen Bibel, was jeden Morgen meine gro\u00dfe Freude und Speise ist. Ich kann auch von Herzen F\u00fcrbitte f\u00fcr andere ablegen. Doch es f\u00e4llt mir noch immer schwer, so wie Hanna mit allem Schmerz so ehrlich, offen und lange zu Gott zu beten und frei mit ihm zu sprechen. Ich bete, dass meine Beziehung zu Gott so eng wird wie Hanna sie zu Gott hatte und bete, dass jeder von uns eine solche pers\u00f6nliche Beziehung zu Gott eingeht.<\/p>\n<p><!-- \t\t@page { margin: 2cm } \t\tP { margin-bottom: 0.21cm } --><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download Meine Predigt besteht aus zwei Teilen: erstens, Hanna erf\u00fcllt ihr Gel\u00fcbde und zweitens, Hanna lobt Gott. I. Hanna erf\u00fcllt ihr Gel\u00fcbde (1. Samuel 1,21-28) Gott hatte Hannas Gebet erh\u00f6rt und gesegnet, indem er ihr den Sohn Samuel gab. Was tat Hanna? 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