{"id":894,"date":"2010-06-21T21:57:09","date_gmt":"2010-06-21T20:57:09","guid":{"rendered":"http:\/\/ubfheidelberg.org\/?p=894"},"modified":"2023-01-29T20:46:47","modified_gmt":"2023-01-29T19:46:47","slug":"predigt-1-samuel-11-120","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-1-samuel-11-120\/","title":{"rendered":"Predigt: 1.Samuel 1,1-20"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/1.Sam-11-120.doc\">Download<\/a><\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\">Hannas Gebet<\/h2>\n<p style=\"text-align: center;\"><em><strong>und gelobte ein Gel\u00fcbde und sprach: HERR Zebaoth, wirst du das Elend deiner Magd ansehen und an mich gedenken und deiner Magd nicht vergessen und wirst du deiner Magd einen Sohn geben, so will ich ihn dem HERRN geben sein Leben lang, und es soll kein Schermesser auf sein Haupt kommen. <\/strong><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">1. Sam 1,11<\/p>\n<p>Ich freue mich, dass wir von dieser Woche an die beiden Samuelsb\u00fccher betrachten werden. Im Mittelpunkt dieser B\u00fccher steht K\u00f6nig David, der uns im Neuen Testament neben Abraham als wichtigster Vorfahr Jesu und als besonderes Glaubensvorbild vor Augen gestellt wird. Die ersten Kapitel von 1. Samuel handeln allerdings zun\u00e4chst vom Werdegang und Wirken des letzten Richters, dem Propheten und Priester Samuel, den Gott f\u00fcr den \u00dcbergang von der Richterzeit zur Zeit der K\u00f6nige gebrauchte.<\/p>\n<p>Unser heutiger Text behandelt die Geburt von Samuel. Wir lernen besonders den Glauben seiner Mutter Hanna kennen.<\/p>\n<p>Werfen wir zun\u00e4chst einen kurzen Blick auf den historischen Kontext:<\/p>\n<p>1.Samuel setzt ein, als die Richterzeit sich ihrem Ende n\u00e4herte. Politisch, sozial und vor allem geistlich war es bekanntlich eine sehr finstere Zeit, in der auf allen Gebieten Anarchie herrschte. Wie wir aber Anfang des Jahres schon durch das Buch Rut gesehen haben, gab es auch in dieser Zeit Menschen, die den Glauben an Gott hielten und wie ein helles Licht in dieser dunklen Zeit schienen. Ein solcher Mensch war Hanna.<\/p>\n<p>Wie waren Hannas Lebensumst\u00e4nde? Die Verse 1 bis 3 geben uns dar\u00fcber Auskunft.<\/p>\n<p>Hanna war mit Elkana verheiratet. Weil Hanna keine Kinder bekommen konnte, hatte Elkana irgendwann Peninna als weitere Ehefrau hinzu genommen, um durch sie zu Nachkommen zu gelangen. In der gottlosen Richterzeit bem\u00fchte sich Elkana um ein frommes Leben. J\u00e4hrlich reiste er mit seiner Familie nach Silo, wo Josua die Stiftsh\u00fctte errichtet hatte. Dort betete er Gott an und brachte ihm Opfer dar.<\/p>\n<p>Nach dem Opfer pflegten die Gl\u00e4ubigen eine fr\u00f6hliche Mahlzeit zu halten. Wie beschreiben aber die Verse 4-8 die Stimmung, wenn Elkanas Familie zusammen a\u00df?<\/p>\n<p>Wenn Elkana das zubereitete Fleisch verteilte, gab er Peninna und allen ihren S\u00f6hnen und T\u00f6chtern ihre Portion. Hanna bekam von ihm ein besonderes oder gr\u00f6\u00dferes St\u00fcck, um sie dadurch zu tr\u00f6sten.<\/p>\n<p>Diese Bevorzugung muss Peninnas Eifersucht und Missgunst angestachelt haben. Sie k\u00e4mpfte gegen Hanna, indem sie sie kr\u00e4nkte und reizte, bis Hanna weinte und den Appetit verlor. Elkana versuchte, Hanna zu tr\u00f6sten, aber es gelang ihm nicht.<\/p>\n<p>F\u00fcr Hanna muss schon die Tatsache an sich sehr schmerzlich gewesen sein, dass sie keine Kinder bekommen konnte. Doch neben der Leere in ihrem Leben ohne Kinder und dem Gef\u00fchl, als Ehefrau versagt zu haben, gab es das noch schlimmere Problem, dass sie an Gottes Liebe zu ihr gezweifelt haben muss, denn anscheinend war sie von Gottes Segen abgeschnitten. Wie elend muss sie sich wegen ihrer Unfruchtbarkeit gef\u00fchlt haben! Welchen Sinn hatte ihr Leben, wenn sie nur endlos unter Peninnas Sticheleien leiden und schlie\u00dflich kinderlos sterben musste?<\/p>\n<p>Was tat Hanna, als sie diese Qual nicht mehr aushalten konnte? Betrachten wir die Verse 9 und 10.<\/p>\n<p>Sie stritt nicht mit Peninna, sie beschwerte sich auch nicht bei Elkana, sie blieb auch nicht einfach selbstmitleidig sitzen, um weiter endlos zu leiden. Sie stand auf und ging zum Tempel, um dort zum Herrn zu beten. Sie sonderte sich bewusst und aktiv ab. So wurde ihre innere Qual zum Antrieb f\u00fcr sie, Gott zu suchen.<\/p>\n<p>Was wird \u00fcber die Art und Weise gesagt, wie Hanna betete? Sehen wir uns die Verse 12 bis 16 an.<\/p>\n<p>Vers 12 sagt, dass sie lange betete vor dem HERRN. Vers 13 beschreibt:<\/p>\n<p>13 denn Hanna redete in ihrem Herzen, nur ihre Lippen bewegten sich, ihre Stimme aber h\u00f6rte man nicht.<\/p>\n<p>Als Eli meint, sie sei betrunken, erkl\u00e4rt sie, dass sie ihr Herz vor dem Herrn ausgesch\u00fcttet und aus ihrem gro\u00dfen Kummer und Herzeleid so lange geredet hatte (V. 15.16).<\/p>\n<p>Hanna betete lange. Sie redete in ihrem Herzen, aber doch mit gro\u00dfer innerer Bewegung, sodass sich ihre Lippen bewegten, obwohl sie ihre Anliegen nicht laut aussprach. Wir k\u00f6nnen uns vorstellen, dass sie geistlich in einer anderen Welt war, n\u00e4mlich im Thronsaal Gottes, wo sie ganz innige Gemeinschaft mit Gott hatte.<\/p>\n<p>Welchen Inhalt mag ihr Gebet gehabt haben?<\/p>\n<p>Berichtet ist uns lediglich, was in Vers 11 geschrieben steht. Lesen wir Vers 11 gemeinsam:<\/p>\n<p>11 und gelobte ein Gel\u00fcbde und sprach: HERR Zebaoth, wirst du das Elend deiner Magd ansehen und an mich gedenken und deiner Magd nicht vergessen und wirst du deiner Magd einen Sohn geben, so will ich ihn dem HERRN geben sein Leben lang, und es soll kein Schermesser auf sein Haupt kommen.<\/p>\n<p>Sie bezeichnete sich selbst mehrfach als \u201eMagd\u201c. Sie war sich bewusst, dass sie keinen Anspruch gegen den HERRN der Heerscharen behaupten konnte. Ganz dem\u00fctig kam sie zu Gott und sch\u00fcttete ihr Herz vor ihm aus. Ausf\u00fchrlich brachte sie ihren ganzen gro\u00dfen Kummer und ihr Herzeleid zu ihm.<\/p>\n<p>Sie betete um Gottes Erbarmen, und sie betete um einen Sohn. Doch ihr Gebet muss sich ja entwickelt haben, bis sie zu diesem Punkt kam. Vielleicht fing sie so an: \u201eHerr, warum bin ich von deinem Segen abgeschnitten? Warum gibst du mir kein Kind? Warum l\u00e4sst du zu, dass Pennina so gemein zu mir ist?\u201c Nachdem sie all ihren Jammer vor Gott ausgesprochen hatte, mag sie vielleicht erst einmal weinend in der Gegenwart Gottes geblieben sein. Doch wie wir auch durch die Psalmen sehen, wird in der Gegenwart Gottes das menschliche Herz ver\u00e4ndert. In Hannas Herzen m\u00fcssen die Hoffnung auf die Barmherzigkeit Gottes und die Zuversicht, dass Gott sie doch segnen wollte, aufgekeimt sein. Ihr Herz wurde dankbar, und sie bekam den Wunsch, Gottes Segen nicht f\u00fcr sich zu gebrauchen, sondern damit Gott zu dienen. So legte sie als Antwort auf Gottes Zusage und Ausdruck der Dankbarkeit f\u00fcr die Barmherzigkeit und den Segen, von denen sie schon wusste, dass sie sie empfangen w\u00fcrde, das Gel\u00fcbde ab, ihren Sohn ganz und gar Gott zu weihen.<\/p>\n<p>Welche Ver\u00e4nderung sehen wir bei Hanna, nachdem sie gebetet hatte?<\/p>\n<p>In Vers 18 hei\u00dft es:<\/p>\n<p>Da ging die Frau ihres Weges und a\u00df und sah nicht mehr so traurig drein.<\/p>\n<p>Ihre \u00e4u\u00dfere Situation hatte sich nicht ver\u00e4ndert. Sie hatte immer noch kein Kind und war auch nicht schwanger, und wohin sie zur\u00fcckging, wartete schon Peninna darauf, sie weiter zu qu\u00e4len. Aber das spielte irgendwie gar keine Rolle mehr f\u00fcr Hanna. Sie hatte mit Gott Gemeinschaft gehabt. All ihre K\u00fcmmernisse lie\u00df sie bei Gott zur\u00fcck. Beim Gebet hatte sie auch das Versprechen gegeben, Gottes Segen nicht egoistisch zu gebrauchen, sondern mit diesem Segen Gott zu dienen. Als sie zu ihrer Familie zur\u00fcckging, war sie fr\u00f6hlich und konnte zuversichtlich in die Zukunft blicken. Sie entwickelte wieder einen gesunden Appetit, und sie sah nicht mehr so traurig drein. So gro\u00dfe Ver\u00e4nderungskraft hat das Gebet!<\/p>\n<p>Wie segnete Gott Hanna tats\u00e4chlich? Sehen wir uns die Verse 19 und 20 an.<\/p>\n<p>Gottes Segen lie\u00df nicht auf sich warten. Hanna wurde sehr bald schwanger und bekam ihren Sohn. Sie nannte ihn Samuel und verk\u00fcndete dadurch, dass Gott ein Gott ist, der sich erbitten l\u00e4sst.<\/p>\n<p>Durch diesen Text habe ich Gott kennen gelernt, der auch mich segnen will. Gott will aber, dass ich daf\u00fcr wie Hanna zu ihm kommen soll. Gott will durch die pers\u00f6nliche Gemeinschaft zuerst mich ver\u00e4ndern, wie er Hanna ver\u00e4ndert hat, und dann will er mich segnen, wie er Hanna gesegnet hat. Ich bin also entschlossen, wie Hanna zu Gott zu beten. M\u00f6ge Gott mich segnen!<\/p>\n<p>Bis hierhin haben wir von Hannas Gebet gelernt. H. Brigitte wird uns nun weitergeben, wie Hanna ihr Gel\u00fcbde, das sie im Gebet abgelegt hat, erf\u00fcllen wird.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download Hannas Gebet und gelobte ein Gel\u00fcbde und sprach: HERR Zebaoth, wirst du das Elend deiner Magd ansehen und an mich gedenken und deiner Magd nicht vergessen und wirst du deiner Magd einen Sohn geben, so will ich ihn dem HERRN geben sein Leben lang, und es soll kein Schermesser auf sein Haupt kommen. 1. 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