{"id":85,"date":"2009-06-14T14:14:10","date_gmt":"2009-06-14T13:14:10","guid":{"rendered":"http:\/\/ubfheidelberg.org\/?p=85"},"modified":"2023-01-29T20:19:14","modified_gmt":"2023-01-29T19:19:14","slug":"predigt-joh-725-53","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-joh-725-53\/","title":{"rendered":"Predigt: Joh 7,25-53"},"content":{"rendered":"<p><!--StartFragment--><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><strong><a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/j19-p07-2553.doc\">Download<\/a><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\">Von dessen Leib werden Str\u00f6me lebendigen Wassers flie\u00dfen<\/h2>\n<address style=\"text-align: center;\"><strong>\u201eWer an mich glaubt, wie die Schrift sagt, von dessen Leib werden Str\u00f6me lebendigen Wassers flie\u00dfen.\u201c<br \/>\n<span style=\"font-weight: normal;\">(38)<\/span><\/strong><\/address>\n<p class=\"MsoNormal\">Letzte Woche haben wir erfahren, dass Jesus im Verborgenen nach Jerusalem ging, um am Laubh\u00fcttenfest teilzunehmen. Dort wurde er von vielen erwartet. Doch Jesus nahm nicht teil um Wunder zu vollbringen, sondern um &#8211; laut Vers 14 &#8211; das Wort Gottes zu lehren. Was beabsichtige Jesus damit? Er wollte, dass die Menschen sein Wort h\u00f6ren und verstehen sollten. Kein Mensch kann durch das Gesetz gerecht werden, deshalb hatte Gott Jesus in die Welt gesandt. Durch den Glauben an Jesus gerettet zu werden war die gro\u00dfartigste Gnade, die Gott ihnen erweisen konnte.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Auch im heutigen Text erfahren wir wie Jesus am letzten und zugleich h\u00f6chsten Tag des Laubh\u00fcttenfestes zum Volk gesprochen hat. Jesus lud die geistlich Durstigen zu sich ein, sie sollten kommen um zu trinken. Jesu Lehre entsprang aus der tiefe seines liebenden Herzens. Er m\u00f6chte die Menschen zu Gottes privilegierten Kindern ver\u00e4ndern. M\u00f6ge Gott uns durch Jesu Worte ansprechen, damit wir zu ihm kommen und die Gabe Gottes empfangen.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><strong>Teil I Verwirrung \u00fcber die Person Jesu<\/strong> (25-36)<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">In diesem ersten Teil wollen wir betrachten wie das Volk und wie die religi\u00f6se Schicht auf die liebevolle Botschaft Jesu reagiert haben. Wie reagierten die Jerusalemer? Betrachten wir dazu die Verse 25-27. Die Jerusalemer kannten die religi\u00f6sen Oberen der Hauptstadt nat\u00fcrlich viel besser als die meisten eingereisten Pilger. Obwohl sie von den Mordgedanken der religi\u00f6sen Leiter wussten, wunderten sie sich \u00fcber ihre Tatenlosigkeit, denn Jesus redete frei und offen und niemand sagte etwas. Sollte Jesus etwa doch der Christus sein? Was aber hinderte sie trotz der vollm\u00e4chtigen Verk\u00fcndigung Jesu, an ihn zu glauben? Vers 27 sagt: <strong>\u201eDoch wir wissen, woher dieser ist; wenn aber der Christus kommen wird, so wird niemand wissen, woher er ist.\u201c<\/strong> Sie waren voreingenommen und ihre Voreingenommenheit hinderte sie daran Jesus als den Christus anzunehmen, obwohl er nach Jahrhunderten der Prophezeiung leibhaftig vor ihnen stand. Dass der Messias quasi aus heiterem Himmel erscheinen w\u00fcrde, war eine weit verbreitete theologische Meinung. Doch ein kleiner Blick auf Vers 42 gen\u00fcgt, um zu zeigen, dass diese Vorstellung von Grund auf falsch ist, denn die Schrift Gottes verk\u00fcndet sehr wohl die Herkunft des Christus. So kam es, dass sie aufgrund ihrer Voreingenommenheit trotz eindeutiger messianischer Zeichen und eindeutiger messianischer Botschaften, also eindeutiger messianischer Fakten, davon abgehalten wurden Jesus als den Christus anzuerkennen. Die Tragik dieser Situation wog schwer.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Wie antwortete Jesus auf ihre Ablehnung? Betrachten wir Verse 28 und 29: <strong>\u201eDa rief Jesus, der im Tempel lehrte: Ihr kennt mich und wisst, woher ich bin. Aber nicht von mir selbst aus bin ich gekommen, sondern es ist ein Wahrhaftiger, der mich gesandt hat, den ihr nicht kennt. Ich aber kenne ihn; denn ich bin von ihm, und er hat mich gesandt.\u201c<\/strong> Die Menschen h\u00e4tten sich freuen sollen, denn mit diesen Worten setzte Jesus jeder Spekulation ein Ende und beantwortete die Frage nach seiner messianischen Identit\u00e4t. Zwar kannten sie seine leibliche Abstammung, jedoch nicht seine geistliche Herkunft. Er war von Gott, dem Wahrhaftigen gesandt worden. Er war also wahrhaftig der Messias. Diese Erkenntnis ist sehr wichtig, schlie\u00dflich ist Jesus das personifizierte Heil. Er ist die Erf\u00fcllung des Gesetzes und der Propheten. Er wirkt f\u00fcr die Erl\u00f6sung des Menschen. Deshalb spielt die wahrheitsgem\u00e4\u00dfe Identit\u00e4t Jesu eine enorme Bedeutung f\u00fcr jeden.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Wie gingen die Menschen mit Jesu Lehre um? Betrachten wir Verse 30 und 31. Einige suchten ihn zu ergreifen, aber weil seine Stunde noch nicht gekommen war, legten sie keine Hand an ihn. <strong>\u201eAber viele aus dem Volk glaubte an ihn und sprachen: Wenn der Christus kommen wird, wird er etwa mehr Zeichen tun, als dieser getan hat?\u201c<\/strong> Es gab also doch Menschen, die an ihn als den Christus glaubten, wenn auch ihr Glaube auf die Zeichen Jesu beruhte.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Nun wollen wir die Reaktion der Oberen betrachten. Wie reagierten diese? Vers 32 sagt: <strong>\u201eUnd es kam den Pharis\u00e4ern zu Ohren, dass im Volk solches Gemurmel \u00fcber ihn war. Da sandten die Hohenpriester und Pharis\u00e4er Knechte aus, die ihn ergreifen sollten.\u201c<\/strong> Nat\u00fcrlich gefiel das Gemurmel \u00fcber Jesus den Pharis\u00e4ern nicht. Im Kommentar wird das Gemurmel mit einem lauter werdenden Summen eines Bienenschwarmes verglichen. Wir sehen an dieser und an anderer Stelle, dass sie aufgrund ihres festgefahrenen Vorhabens, Jesus t\u00f6ten zu wollen, v\u00f6llig taub und v\u00f6llig blind f\u00fcr Jesu Offenbarungen waren. Die Wahrheit fand keinen Zugang zu ihnen.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Was sagte Jesus zu den Juden? Betrachten wir Verse 33 und 34. <strong>\u201eDa sprach Jesus zu ihnen: Ich bin noch eine kleine Zeit bei euch, und dann gehe ich hin zu dem, der mich gesandt hat. Ihr werdet mich suchen und nicht finden; und wo ich bin, k\u00f6nnt ihr nicht hinkommen.\u201c<\/strong> Bis zum letzten Passafest Jesu waren etwa noch 6 Monate. So lange w\u00fcrde Jesus noch unter ihnen weilen, bis er durch seine Himmelfahrt zur\u00fcck zum Vater kehren w\u00fcrde. Danach konnten sie ihn suchen, so viel sie wollten, sie w\u00fcrden ihn nicht finden, auch w\u00fcrde keiner imstande sein ihn dorthin zu folgen.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Was bedeuteten die Worte Jesu? Wir sehen Jesus, der auch in dieser Situation von der Gelegenheit gebrauch machte, um die Wahrheit des Evangeliums zu verk\u00fcnden. Der Tod, die Auferstehung und die Himmelfahrt Jesu bilden den Kern des Evangeliums und das war Inhalt seiner Verk\u00fcndigung.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Haben die Juden das Evangelium verstanden? In den Versen 35 und 36 erfahren wir von ihrem Unverst\u00e4ndnis \u00fcber die Ank\u00fcndigung Jesu. Der \u00fcberw\u00e4ltigende Teil des Volkes war voreingenommen und beinahe die gesamte Leiterschicht war festgefahren in ihrem Vorhaben.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Auch wir treffen bei unserer Verk\u00fcndigung des Evangeliums auf starke Vorurteile der Studenten. Diese Vorurteile sind ein gro\u00dfes Hindernis f\u00fcr das Bibelstudium. Wir wollen im zweiten Teil betrachten, wie Jesus mit dieser Situation umgegangen ist.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><strong>Teil II Str\u00f6me lebendigen Wassers<\/strong> (37-53)<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Was tat Jesus trotz der gro\u00dfen Ablehnung? Lesen wir Vers 37: <strong>\u201eAber am letzten Tag des Festes, der der h\u00f6chste war, trat Jesus auf und rief: Wen da d\u00fcrstet, der komme zu mir und trinke!\u201c<\/strong> Bereits letzte Woche haben wir erfahren, dass das Laubh\u00fcttenfest das Fr\u00f6hlichste unter allen j\u00fcdischen Festen war. Der 8. und somit letzte Tag wurde auf besondere Weise zelebriert. Dabei wurde ein goldenes Gef\u00e4\u00df mit Wasser aus dem Teil Siloah gef\u00fcllt und vom Hohenpriester zum Tempel getragen. Am Wassertor des inneren Tempelhofs angekommen erklangen drei Trompeten um den freudigen Anlass zu betonen, wobei Jes 12,3 vorgetragen wurde: <strong>\u201eIhr werdet mit Freuden Wasser sch\u00f6pfen aus den Heilsbrunnen.\u201c <\/strong>Schlie\u00dflich ging der Priester in aller \u00d6ffentlichkeit zum Altar, wo das Wasser zur Zeit des Morgenopfers dargebracht wurde. W\u00e4hrenddessen erklang ein pr\u00e4chtiger Tempelchor, wobei das Hallel gesungen wurde. (Ps 113-118)<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Wieso wurde der H\u00f6hepunkt des Laubh\u00fcttenfestes auf diese besondere Weise gefeiert? Das Laubh\u00fcttenfest k\u00fcndigte ein zuk\u00fcnftiges Ereignis an. In Hesekiel 47 hatte Gott prophezeit, dass sich der Tempel mit Wasser f\u00fcllen und als gro\u00dfer Strom aus dem Tempel hinaus flie\u00dfen w\u00fcrde. Dieses Wasser, das von besonderer Qualit\u00e4t war, w\u00fcrde vom Tempel aus in die weite Welt hinausstr\u00f6men. Es w\u00fcrde jeden gesund machen und jedem das Leben schenken, der damit in Ber\u00fchrung kommen w\u00fcrde. Auch Sacharja 13,1 prophezeite: <strong>\u201eZu der Zeit werden das Haus David und die B\u00fcrger Jerusalems einen offenen Quell haben gegen S\u00fcnde und Befleckung.\u201c<\/strong> Das fr\u00f6hliche Laubh\u00fcttenfest wies also auf einen Tag hin, an dem sich eine Wasserquelle im Tempel auftun und mit der Vollmacht Krankheit, S\u00fcnde, Befleckung und Tod zu bezwingen, hinausstr\u00f6men w\u00fcrde. Welch ein wunderbarer Tag w\u00fcrde es sein, wenn das lebendige Wasser nicht nur durch Jerusalem, sondern in die ganze Welt hinausstr\u00f6men w\u00fcrde!<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Da war sie nun, die gewaltige Menschenmenge, deren Zahl an die 2 Mio. gesch\u00e4tzt wird, alle versammelt in der kleinen Stadt Jerusalem. Man war am H\u00f6hepunkt des Festes angelangt. Was geschah in diesem Moment? Betrachten wir erneut den Vers 37. Gerade in diesem Moment, als alle versammelt waren, stand Jesus auf und fing an laut zu predigen. Die Zeit war gekommen. Jesus forderte die Aufmerksamkeit aller Beteiligten, ganz Israel sollte die Erf\u00fcllung der Prophezeiung miterleben. Lesen wir Vers 37 noch einmal: <strong>\u201eAber am letzten Tag des Festes, der der h\u00f6chste war, trat Jesus auf und rief: Wen da d\u00fcrstet, der komme zu mir und trinke!\u201c<\/strong> Laut rufend lud Jesus die Menschen zu sich ein. Mit seiner Einladung verk\u00fcndete er sich selbst als die Erf\u00fcllung des Laubh\u00fcttenfestes. Alle durstigen Seelen, die geistlich matt und krank waren, die an ihrer S\u00fcnde und Befleckung litten, alle Menschen, denen das ewige Leben fehlte, sollten kommen und trinken.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Es ist wirklich ein Qualit\u00e4tsmerkmal der Liebe Jesu, dass er dem ganzen Volk seine hilfreichen Arme ausstreckte, obwohl ihm viele misstrauten.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Es war ein gro\u00dfartiger Moment, als Jesus auftrat und seine Einladung hinausrief. Doch um die gro\u00dfartige Hilfe Jesu zu empfangen, muss der Mensch seinen geistlichen Durst wahrnehmen und eingestehen. Wer seinen geistlichen Durst nicht wahrnimmt, f\u00fcr den ist die heilsame Einladung Jesu bedeutungslos. Warum fehlte ihnen eine wirklichkeitsnahe Selbsteinsch\u00e4tzung? Der Grund ist, dass sie sich mit dem begn\u00fcgten, was sie hatten. Und sie hatten eine ganze Menge. Sie hatten ihre allj\u00e4hrlichen Feste, sie hatten ihre vielf\u00e4ltigen Zeremonien, sie hatten ihre einzigartige Kultur und sie waren stolz auf ihr kultiviertes Glaubensleben. Doch eines hatten sie nicht, das Entscheidende fehlte ihnen, n\u00e4mlich der Sinn und Zweck ihrer religi\u00f6sen Praktiken. Denn ihr Glaubensleben und alles was dazu geh\u00f6rte besa\u00df aus der Sicht Gottes nur ein Ziel, n\u00e4mlich zu Jesus zu kommen und von ihm die geistliche F\u00fclle zu erlangen.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Auch wir stehen in derselben Verantwortung. Auch wir m\u00fcssen unsere mannigfaltigen Veranstaltungen wie Konferenzen, Bibelstudien, Gebetsstunden, Versammlungen, also unser strukturiertes Glaubensleben in der Gemeinde, im Lichte Jesu wahrnehmen. In dieser Hinsicht ist jede Gebetsstunde und jeder Gottesdienst eine kostbare Gelegenheit, zu Jesus zu kommen.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Was wird geschehen, wenn ein Mensch die Einladung Jesu annimmt? Lesen wir den Vers 38: <strong>\u201eWer an mich glaubt, wie die Schrift sagt, von dessen Leib werden Str\u00f6me lebendigen Wassers flie\u00dfen.\u201c<\/strong> In dem Menschen, der anf\u00e4ngt an Jesus zu glauben, wird eine deutliche Ver\u00e4nderung stattfinden. In welchem Zustand befindet sich der Mensch, bevor er zu Jesus kommt? Er ist durstig, er ist wie eine Pflanze, die am austrocknen ist. Doch der Glaube an Jesus ver\u00e4ndert den Menschen vollst\u00e4ndig. Er wird zum Gegenteil dessen was er zuvor war. Eben noch litt er an geistlichem Durst, kannte die Bedeutung seines Lebens nicht, hatte Mangel an Erkenntnis, war orientierungslos, kannte weder den Weg des Lebens, noch das wahrhaftige Lebensziel. Doch der Glaube an Jesus stillt seine geistlichen Sehns\u00fcchte.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Diese Ver\u00e4nderung durfte ich vor 10 Jahren pers\u00f6nlich erleben. Ich hatte gro\u00dfen Durst und mein Durst fing fr\u00fch an, im Vorschulalter, und wuchs mit den Jahren an. Ich lechzte nach der Wahrheit. Ich wollte unbedingt erfahren ob es Gott wirklich gab oder nicht, denn nur so konnte ich Antwort auf die Bedeutung meines Daseins und das Dasein der gesamten Sch\u00f6pfung finden. Doch wer kann diese Frage beantworten? Wer kann sagen ob es Gott wirklich gibt und was Gottes Wesen ausmacht? Entt\u00e4uscht musste ich feststellen, dass niemand meinem gro\u00dfen Durst das Wasser reichen konnte. Und gerade deshalb ist es wirklich unfassbare Gnade Gottes, dass ich gerade in einer Lebensphase, in der mein Durst nach Wahrheit kaum noch auszuhalten war, sondern mich an den Rand des Verdurstens dr\u00e4ngte, dem einzig wahren Wasserspender begegnet bin. Es ist wirklich unaussprechliche Gnade und deshalb hat es mich damals wie ein Blitz getroffen und ich denke es hat mich ein f\u00fcr allemal getroffen, als ich Jesus durch sein Wort begegnet bin, denn dabei \u00fcberreichte er mir ein volles Ma\u00df und ich trank und trank und wurde lebendig.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Betrachten wir Vers 38. Jesu Wasser stillt nicht nur den Durst, sondern aus dem Leib des Durstigen werden Str\u00f6me lebendigen Wassers flie\u00dfen. Was bedeutet dieses Gleichnis? Der Leib symbolisiert die Tiefe des menschlichen Herzens oder der menschlichen Seele, also dort wo Gott wirkt. Auch unsere Leiber, die in Wirklichkeit Tempel Gottes sind, werden vom lebendigen Wasser Jesu geflutet, bis es hinausstr\u00f6mt, d.h. dass nicht nur unser geistlicher Durst gestillt wird, sondern dass Gott uns zugleich als Segen f\u00fcr andere gebrauchen wird. So fing Gott recht fr\u00fch auch durch mich an Menschen in meiner Umgebung zu erreichen, auch wenn ich es niemals f\u00fcr m\u00f6glich gehalten h\u00e4tte.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Das ist die Verhei\u00dfung Jesu. Der Glaube an seine Verhei\u00dfung schenkt uns die vollkommene Freude, die ihren Ursprung im Himmel hat.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Doch aus welchem Grund sind der Durst, den Jesus anspricht, und das lebendige Wasser, das er verhei\u00dft, geistlich zu verstehen? Betrachten wir Vers 39: <strong>\u201eDas sagte er aber von dem Geist, den die empfangen sollten, die an ihn glaubten; denn der Geist war noch nicht da; denn Jesus war noch nicht verherrlicht.\u201c<\/strong> Die Gabe Gottes, die Jesus auszuteilen suchte, war der heilige Geist. Leider fand die Einladung Jesu keine gro\u00dfe Resonanz, so dass die Ausgie\u00dfung des Geistes warten musste. Doch nach seiner Verherrlichung, also nach Jesu Auferstehung und Himmelfahrt, w\u00fcrde der heilige Geist in Vollmacht herniederfahren und die J\u00fcnger und alle Gl\u00e4ubigen erf\u00fcllen und in ihnen wirksam werden. Der Geist Gottes wirkt in den Menschen, die den Glauben an Jesus aufbringen, m\u00e4chtig.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Wie war dieses Mal die Reaktion der Menschen auf Jesu vollm\u00e4chtige Verk\u00fcndigung? Betrachten wir die Verse 40-44. \u00dcber Jesus entstand Zwiespalt im Volk. Seine Identit\u00e4t wurde kontrovers diskutiert. Dennoch gab es einige, die aufgrund der herrlichen Botschaft Jesu bekannten: <strong>\u201eEr ist der Christus.\u201c<\/strong> Das Wort Jesu war also auch unter den damaligen Menschen wirksam. Dieses Mal waren nicht die Zeichen Jesu Grundlage ihres Bekenntnisses, sondern seine Botschaft. M\u00f6ge Gott viele Menschen aus unserer Umgebung mit seinem Wort \u00fcberzeugen und zu diesem Zeugnis bef\u00e4higen.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Welche weitere, bemerkenswerte Reaktion auf das Wort Jesu erfahren wir noch? Betrachten wir die Verse 45 und 46: <strong>\u201eDie Knechte kamen zu den Hohenpriestern und Pharis\u00e4ern; und die fragten sie: Warum habt ihr ihn nicht gebracht? Die Knechte antworteten: Noch nie hat ein Mensch so geredet wie dieser.\u201c<\/strong> Ist das nicht erstaunlich? Diese Knechte waren Leviten, quasi eine Tempelpolizei, die vom Hohenrat eingesetzt werden konnte. Doch anstatt den Befehl ihrer mordlustigen Auftraggeber gehorsam auszuf\u00fchren, kamen sie mit leeren H\u00e4nden zur\u00fcck, mit der Begr\u00fcndung: <strong>\u201eNoch nie hat ein Mensch so geredet wie dieser.\u201c<\/strong> Was f\u00fcr ein starkes Zeugnis! Die Leviten waren eigentlich da um den Priestern zu dienen und ihrem Befehl zu gehorchen. Doch in diesem Fall konnten sie selbst den direkten Befehl des Hohenpriesters nicht ausf\u00fchren; wieso? Weil sie sich vor jemandem befanden, der mehr war als ein Hohepriester. Sie standen vor dem Herrn der Herren, vor dem K\u00f6nig der K\u00f6nige, dem wahren Propheten und dem wahrhaftigen Hohepriester, der kein Opfer f\u00fcr seine eigenen Vergehen darbringen musste, weil seine Person das wahre Opferlamm Gottes darstelle, v\u00f6llig rein und v\u00f6llig makellos. Da standen sie nun, vor dem gr\u00f6\u00dften Prediger aller Zeiten, dessen Worte Geist und Leben waren. Vielleicht hatten sie Seile und Handschellen dabei, doch wer konnte es wagen Jesus festzunehmen? Wer konnte seinen Worten widerstehen? Noch nie hatte ein Mensch so geredet wie dieser, nicht einmal die Propheten im AT.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Wie reagierten die Pharis\u00e4er? Betrachten wir die Verse 47-49. Ein Donnerwetter platze aus ihnen heraus. Ihre Rede glich einem verbalen Amoklauf. Sie gingen so weit, dass sie anfingen ihr eigenes Volk zu beschimpfen. Sie wurden als Gesetzeslose und Verfluchte bezeichnet. Au\u00dferdem stellten sie die Frage: \u201eGlaubt denn einer von den Oberen oder Pharis\u00e4ern an ihn?\u201c (48) Was geschah? Betrachten wir Verse 50 und 51. Just in diesem Augenblick meldete sich Nikodemus zu Wort. Wenn wir an dieser Stelle auch kein klares Glaubensbekenntnis zu Jesus erkennen k\u00f6nnen, so sehen wir doch seinen Eifer f\u00fcr Christus, der an dieser Stelle nicht aufh\u00f6rte. Er fing an Jesus zu verteidigen und ging dabei ein gro\u00dfes Risiko ein. Es gab also doch jemanden aus der Reihe der Oberen und Pharis\u00e4er, der zu Jesus hielt, denn Nikodemus war beides, Oberer und Pharis\u00e4er, in diesem Punkt hatten sie sich bereits geirrt. Zudem sagte das Gesetz wirklich, dass niemand verurteilt werden sollte, ohne verh\u00f6rt zu werden. Sie selbst, die im Gegensatz zum einfachen Volk den Anspruch hatten als gesetzestreu zu gelten, brachen durch ihre b\u00f6swilligen Motive das Gesetz.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">In welchem Punkt lagen die Pharis\u00e4er noch v\u00f6llig falsch? Betrachten wir den Vers 52: \u201eSie antworteten und sprachen zu ihm: Bist du auch ein Galil\u00e4er? Forsche und sieh: Aus Galil\u00e4a steht kein Prophet auf.\u201c Jetzt wurde es peinlich, denn zumindest Jona, Nahum, Hosea und Amos kamen aus Galil\u00e4a.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Anhand der sturen Argumentation der Pharis\u00e4er lernen wir ein Wesensmerkmal des Menschen kennen. Das eigene Ziel wird, wenn auch v\u00f6llig falsch, mit allen Mitteln verteidigt. Im Umkehrschluss sollten wir beten, dass wir in Jesus das wahre Ziel anvisieren, dann wird uns auch keine Gewalt im Himmel und auf Erde davon abbringen, ihm bis ans Ende unserer Tage treu nachzufolgen.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">M\u00f6ge der Herr uns mit seinem lebendigen Wort erreichen. M\u00f6ge unser geistlicher Durst uns in seine ausgestreckten Arme treiben. M\u00f6ge der Glaube an Jesus uns ver\u00e4ndern, so dass aus unseren Leibern Str\u00f6me lebendigen Wasser flie\u00dfen.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Lesen wir das Leitwort, Vers 38: <strong>\u201eWer an mich glaubt, wie die Schrift sagt, von dessen Leib werden Str\u00f6me lebendigen Wassers flie\u00dfen.\u201c<\/strong><\/p>\n<p><!--EndFragment--><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download Von dessen Leib werden Str\u00f6me lebendigen Wassers flie\u00dfen \u201eWer an mich glaubt, wie die Schrift sagt, von dessen Leib werden Str\u00f6me lebendigen Wassers flie\u00dfen.\u201c (38) Letzte Woche haben wir erfahren, dass Jesus im Verborgenen nach Jerusalem ging, um am Laubh\u00fcttenfest teilzunehmen. Dort wurde er von vielen erwartet. Doch Jesus nahm nicht teil um Wunder [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":14,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[16,4],"tags":[],"class_list":["post-85","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-johannes","category-predigt"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/85","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/14"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=85"}],"version-history":[{"count":9,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/85\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":11433,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/85\/revisions\/11433"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=85"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=85"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=85"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}