{"id":788,"date":"2010-04-18T17:05:50","date_gmt":"2010-04-18T16:05:50","guid":{"rendered":"http:\/\/ubfheidelberg.org\/?p=788"},"modified":"2023-01-29T20:44:34","modified_gmt":"2023-01-29T19:44:34","slug":"predigt-johannes-1616-33","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-johannes-1616-33\/","title":{"rendered":"Predigt: Johannes 16,16-33"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/J39-F16-1633-Botschaft.doc\">Download<\/a><\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\">Ich\u00a0 habe\u00a0 die\u00a0 Welt\u00a0 \u00fcberwunden<\/h2>\n<address style=\"text-align: center;\">\u201eDas habe ich mit euch geredet, damit ihr in mir Frieden habt. In der Welt habt ihr Angst; aber seid getrost, ich habe die Welt \u00fcberwunden.\u201c<\/address>\n<address style=\"text-align: center;\">(16,33)<\/address>\n<p><strong> <\/strong><\/p>\n<p>In den letzten acht Wochen haben wir die Abschiedsrede Jesu vom Kapitel 13 bis zum ersten Teil vom Kapitel 16 betrachtet. Was tat er alles w\u00e4hrend seiner Abschiedsrede? Er liebte seine J\u00fcnger bis ans Ende. Er wusch ihre F\u00fc\u00dfe und gab ihnen ein neues Gebot, sich untereinander zu lieben. Und er gab ihnen die Hoffnung aufs Vater Haus. Durch das Gleichnis vom Weinstock und der Rebe ermutigte er sie, in seinem Wort zu bleiben. Er versprach ihnen, sie nicht als Waisenkinder zur\u00fcckzulassen, sondern ihnen einen anderen Tr\u00f6ster, n\u00e4mlich den heiligen Geist zu senden. Jesus sprach auch \u00fcber den Hass der Welt, damit sie sich darauf vorbereiten k\u00f6nnen. Im ersten Teil von Kapitel 16 wiederholte Jesus, dass der heilige Geist kommen und sie weiter auf den rechten Weg f\u00fchren w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Heute gelangen wir zum letzten Teil seiner Abschiedsrede. In diesem Abschnitt erfahren wir, wie geduldig und best\u00e4ndig Jesus seine J\u00fcnger geliebt hat. Jesus half ihnen in Geduld, damit sie aus ihrem Unglauben herauskamen. Jesus sah nicht auf ihren jetzigen Zustand, sondern blickte mit Hoffnung in die Zukunft, in der seine J\u00fcnger als seine Apostel leben w\u00fcrden. Schlie\u00dflich ermutigte er sie, an seinen Sieg zu glauben.<\/p>\n<ol>\n<li><strong>I. <\/strong><strong>Noch eine kleine Weile (16-24)<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p><strong> <\/strong><\/p>\n<p>Lesen wir Vers 16: <strong>\u201eNoch eine kleine Weile, dann werdet ihr mich nicht mehr sehen; und abermals eine kleine Weile, dann werdet ihr mich sehen.\u201c <\/strong><\/p>\n<p>Es ist nicht schwer zu erkennen, was Jesus meinte. \u201eNoch eine kleine Weile\u201c bezieht sich auf die Zeit bis zur Kreuzigung. Und \u201eabermals eine kleine Weile\u201c bezieht sich auf die Zeit bis zur Auferstehung Jesu. Doch gerade das fiel den J\u00fcngern schwer, sich vorzustellen, dass sie ohne Jesus allein bleiben w\u00fcrden. Jesus hatte ihnen schon mehrmals sein Weggehen angek\u00fcndigt, aber sie wollten weder dar\u00fcber sprechen noch daran denken.<\/p>\n<p>Trotz aller positiven Folgen des Weggangs Jesu wollten sie diesen Plan nicht willkommen hei\u00dfen. Sie redeten untereinander: <strong>\u201c<\/strong> <strong>Was bedeutet das, was er zu uns sagt: Noch eine kleine Weile, dann werdet ihr mich nicht sehen; und abermals eine kleine Weile, dann werdet ihr mich sehen; und: Ich gehe zum Vater? Da sprachen sie: Was bedeutet das, was er sagt: Noch eine kleine Weile? Wir wissen nicht, was er redet.\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Jesus hatte ihnen mehrfach seinen Weggang und seine Auferstehung angek\u00fcndigt, aber sie waren noch nicht bereit seinen Weggang anzunehmen. Darum sagten sie: \u201eWir wissen nicht, was er redet.\u201c Wie half Jesus seinen J\u00fcngern?<\/p>\n<p>Betrachten wir Verse 19-20. \u201e<strong>Da merkte Jesus, dass sie ihn fragen wollten, und sprach zu ihnen: Danach fragt ihr euch untereinander, dass ich gesagt habe: Noch eine kleine Weile, dann werdet ihr mich nicht sehen; und abermals eine kleine Weile, dann werdet ihr mich sehen? Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ihr werdet weinen und klagen, aber die Welt wird sich freuen; ihr werdet traurig sein, doch eure Traurigkeit soll in Freude verwandelt werden.\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Jesus merkte, wor\u00fcber sie untereinander redeten, um ihn gleich zu fragen. F\u00fcr einen Lehrer ist es m\u00fchevoll, wenn seine Sch\u00fcler trotz vielseitiger Erkl\u00e4rungen es nicht verstehen. Aber Jesus behandelte seine J\u00fcngern vom Anfang bis zum Ende mit gro\u00dfer Liebe. Obwohl er nur noch wenig Zeit hatte, entstand in ihm weder \u00c4rger noch\u00a0 Selbstmitleid. Er betrachtete sie nicht als einen hoffnungslosen Fall, sondern half ihnen in geduldiger Demut und voller Respekt, weil er wusste, dass sie ihm von Gott anvertraut waren.<\/p>\n<p>Jesus hatte ein gutes Verst\u00e4ndnis f\u00fcr ihren innerlichen Zustand. Jesus wusste, dass sie seine bevorstehende Leiden nicht wahrnehmen wollten, obwohl es eine fest beschlos\u00adsene Sache war. Sie wollten keinesfalls akzeptieren, dass Jesus leiden w\u00fcrde. F\u00fcr sie bedeutete das Kreuz nur Traurigkeit. Wenn sie an das Kreuz dachten, wurden sie \u00e4ngstlich. Wenn Jesus gekreuzigt w\u00fcrde, w\u00e4ren sie total verzweifeln. Doch Jesus wusste jetzt schon, dass ihre Traurigkeit in Freude verwandelt wird. Bis sie diese Freude erfahren w\u00fcrden, mussten sie eine schmerzliche Zeit erleben. Sie w\u00fcrden weinen und klagen, aber die Welt w\u00fcrde sich freuen. Tats\u00e4chlich w\u00fcrden sie traurig sein, aber dann w\u00fcrden sie auch erleben, dass sie nicht mehr zu trauern br\u00e4uchten, weil sie Jesus wieder sehen w\u00fcrden.<\/p>\n<p>In K\u00fcrze w\u00fcrden sie weinen und klagen, aber nach wenigen Tagen w\u00fcrden sie sich freuen.\u00a0 <strong>\u201eIhr werdet traurig sein, doch eure Traurigkeit soll in Freude verwandelt werden.\u201c <\/strong>Es ist die Verhei\u00dfung Jesu, die seine J\u00fcnger unter allen Umst\u00e4nden festhalten sollten. Je gr\u00f6\u00dfer die Traurigkeit ist, desto gr\u00f6\u00dfer wird Freude sein.<\/p>\n<p><strong> <\/strong><\/p>\n<p>Betrachten wir Vers 21. <strong>\u201eEine Frau, wenn sie gebiert, so hat sie Schmerzen, denn ihre Stunde ist gekommen. Wenn sie aber das Kind geboren hat, denkt sie nicht mehr an die Angst um der Freude willen, dass ein Mensch zur Welt gekommen ist.\u201c <\/strong>F\u00fcr eine schwangere Frau ist es schmerzlich, wenn die Geburtswehen kommen. Doch nach der Entbindung sind Angst und Schmerzen vergessen. Vielmehr freut sie sich, dass ihr Kind zur Welt gekommen ist. Jesus h\u00e4tte das Kreuz vermeiden k\u00f6nnen, aber trotz der Schmerzen erduldete er das Kreuz und achtete die Schande gering, denn er wusste mit Gewissheit, dass er zur Rechten Gottes sitzen wird.<\/p>\n<p>Wenn die Zeit der Schmerzen vorbei ist werden die J\u00fcnger gro\u00dfe Freude erleben. Nach der Kreuzigung Jesu dauerte es nur drei Tage, bis sie Jesus wieder sahen. Danach dauerten nur 50 Tage, bis sie das Pfingstwunder erlebten und den Heiligen Geist empfingen.<\/p>\n<p>Auch f\u00fcr uns dauert es nur \u201eeine kleine Weile\u201c, bis die Zeit der Leiden vorbei ist. In\u00a0 Jakobus 5,8 steht: <strong>\u201eSeid auch ihr geduldig und st\u00e4rkt eure Herzen; denn das Kommen des Herrn ist nahe.\u201c<\/strong> Unser Herr, Jesus, steht vor der T\u00fcr. Wenn wir hier \u201eeine kleine Weile\u201c auf sein Kommen warten, wird er mit gro\u00dfer Kraft und Herrlichkeit wieder\u00adkommen, um uns zu unseren herrlichen Wohnungen bei ihm zu f\u00fchren. Gott wird alle Tr\u00e4nen von unseren Augen abwischen, weder Tod noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird uns begegnen. Bis dieser Tag kommt dauert es nicht mehr lange. Jesus sagt: \u201eNur noch eine kleine Weile.\u201c Jesus verhei\u00dft: \u201e<strong>Ja, ich komme bald.<\/strong><\/p>\n<p>Lesen wir die Verse 22-24 zusammen.<\/p>\n<p><strong>\u201eUnd auch ihr habt nun Traurigkeit; aber ich will euch wieder sehen, und euer Herz soll sich freuen, und eure Freude soll niemand von euch nehmen. An dem Tag werdet ihr mich nichts fragen. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr den Vater um etwas bitten werdet in meinem Namen, wird er&#8217;s euch geben. Bisher habt ihr um nichts gebeten in meinem Namen. Bittet, so werdet ihr nehmen, dass eure Freude vollkommen sei.\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Jesus verhei\u00dft, dass ihnen niemand ihre Freud nehmen kann. Dar\u00fcber hinaus werden sie ein selbst\u00e4ndiges Glaubensleben f\u00fchren, indem sie Gott direkt im Namen Jesu bitten. Dann werden sie Gebetserh\u00f6rungen erfahren. So werden sie die vollkommene Freude erleben.<\/p>\n<p><strong>II. In der Welt habt ihr Angst, aber seid getrost! (25-33)<\/strong><\/p>\n<p>Betrachten wir Vers 25. <strong>\u201eDas habe ich euch in Bildern gesagt. Es kommt die Zeit, dass ich nicht mehr in Bildern mit euch reden werde, sondern euch frei heraus verk\u00fcndigen von meinem Vater.\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Eigentlich hatte er ihnen viel zu sagen, aber Jesus wusste, dass sie nicht in der Lage waren, seine Lehre zu verstehen, darum redete er in Bildern zu ihnen. Doch in der Zukunft wird er mit ihnen nicht mehr in Bildern reden, weil der heilige Geist sie in alle Wahrheit leiten wird. Wenn der heilige Geist kommt, werden sie Gott direkt bitten. Gott selbst wird ihnen helfen, weil Jesus nun bald die Welt verlassen und zum Vater zur\u00fcck\u00adgehen wird.<\/p>\n<p>Betrachten wir die Verse 29-30. <strong>\u201eSprechen zu ihm seine J\u00fcnger: Siehe, nun redest du frei heraus und nicht mehr in Bildern. Nun wissen wir, dass du alle Dinge wei\u00dft und bedarfst dessen nicht, dass dich jemand fragt. Darum glauben wir, dass du von Gott ausgegangen bist.\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Bis jetzt haben sei J\u00fcnger ihren Unglauben, Unwillen und ihre Unwissenheit gezeigt. Zum Beispiel sagten sie: \u201e<strong>Warum kann ich dir diesmal nicht folgen?\u201c, \u201eHerr, wir wissen nicht, wohin du gehst.\u201c, \u201eHerr, zeige uns den Vater und es gen\u00fcgt uns.\u201c \u201eWas bedeutet das, was er sagt: Noch eine kleine Weile? Wir wissen nicht, was er redet.\u201c<\/strong> Nun endlich formulierten sie ihr Bekenntnis: \u201eDarum glauben wir, dass du von Gott ausgegangen bist.\u201c Zwar war ihr Bekenntnis nicht sehr \u00fcberzeugend, doch nun endlich redeten sie nicht mehr ungl\u00e4ubig, sondern aus Glauben. Bald w\u00fcrde Jesus seine Abschiedsrede beenden. Gerade rechtzeitig legten die J\u00fcnger ihr Glaubens\u00adbekenntnis ab, um nicht bis zum Ende in ihrem Unwillen und Unglauben zu bleiben.<\/p>\n<p>Betrachten wir die Verse 31-32. <strong>\u201eJesus antwortete ihnen: Jetzt glaubt ihr? Siehe, es kommt die Stunde und ist schon gekommen, dass ihr zerstreut werdet, ein jeder in das Seine, und mich allein lasst. Aber ich bin nicht allein, denn der Vater ist bei mir.\u201c <\/strong>Jesus wusste, dass ihr Glaube noch nicht stark genug war, um die Bedr\u00e4ngnisse zu \u00fcberwinden. Sie w\u00fcrden sich alle zerstreuen und Jesus allein lassen. Es sieht so aus, als ob Jesus bei der J\u00fcngererziehung starke Misserfolge hinnehmen m\u00fcsste. Aber Jesus liebte sie bis ans Ende. Er glaubte alles, hoffte alles und duldete alles, weil er sie liebte. Aus Liebe verbrachte er seine letzte Stunde mit ihnen und hinterlie\u00df den Stempel seine Lieb in ihrem Herzen. Er wusch ihre F\u00fc\u00dfe und a\u00df das letzte Abendmahl mit ihnen. Obwohl sie nicht in der Lage waren, ihn zu verstehen, nannte er sie seine Freunde. Auf jede Frage seiner J\u00fcnger antwortete er geduldig und verst\u00e4ndnisvoll. Darum verga\u00dfen seine J\u00fcnger diesen Abend ihr Leben lang nicht. Dieser Abend war ein unvergesslicher Abend, an dem sie seine tiefe Liebe sp\u00fcren und praktisch erfahren durften. Seine Liebe schenkte ihnen nach seiner Auferstehung den Mut, Jesus wieder anzunehmen.<\/p>\n<p>Lesen wird Vers 33. <strong>\u201eDas habe ich mit euch geredet, damit ihr in mir Frieden habt. In der Welt habt ihr Angst; aber seid getrost, ich habe die Welt \u00fcberwunden.\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Betrachten wir den ersten Teil vom Vers 33: <strong>\u201eDas habe ich mit euch geredet, damit ihr in mir Frieden habt.\u201c <\/strong>Dieser Vers ist eine Zusammenfassung seiner Abschiedsrede. An diesem Abend hat Jesus mit ihnen geredet, damit sie in ihm Frieden haben sollten. Jesus sprach zu ihnen, wie sie ihr Leben weiter f\u00fchren sollten, wenn er weggehen w\u00fcrde. Bis jetzt hatten sie auf den sichtbaren Jesus vertraut. Er war bei immer k\u00f6rperlich ihnen gewesen. Aber nach seinem Weggang sollten sie anfangen, ein selbst\u00e4ndiges Glaubensleben zu f\u00fchren. Sie sollten anfangen mit dem unsichtbaren Gott zu reden. Sie sollten dem unsichtbaren heiligen Geist folgen. Darum versprach Jesus ihnen, einen anderen Tr\u00f6ster zu senden und hat sie gelehrt, dass sie Gott in seinem Namen um alles bitten d\u00fcrfen. Gott w\u00fcrde sie nicht allein lassen, sondern w\u00fcrde bei ihnen sein und sie in alle Wahrheit leiten, \u00e4hnlich wie eine Mutter ihr Kind begleitet, zwar unsichtbar, aber sie w\u00fcrden weiter in der Gemeinschaft mit Jesus stehen, wobei ihnen der heilige Geist\u00a0 dabei helfen w\u00fcrde. Wenn sie Jesu Wort annehmen w\u00fcrden, konnten sie in ihm Frieden haben. Darum ist Friede die Frucht des Glaubens. Also, Jesus hat mit ihnen geredet, damit sie Glauben an sein Wort haben. Die ganze Zeit waren sie \u00e4ngstlich, weil sie Jesu Wort nicht annehmen wollten. Sie blieben in Traurigkeit und Angst, weil sie nicht aus Glauben leben wollten. Das neue Glaubensleben forderte sie auf, neue Situation und neue Herausforderungen anzunehmen. Aber sie wollten nach wie vor ein bequemes Leben f\u00fchren, indem sie auf den sichtbaren Jesus vertrauten. Sie wollten weiter zu dem sichtbaren Jesus gehen und von ihm Hilfe bekommen. Aber sie brauchten einen neuen Anfang, um aus Glauben zu leben. Sie sollten auf den unsichtbaren Gott vertrauten. In den letzten drei Jahren hatten sie das Privileg gehabt, mitzuerleben, dass Gott leibhaftig unter ihnen gewohnt. Sie sahen wie herrlich Gottes Sohn war. Das war n\u00f6tig, weil sie dazu berufen waren, zu bezeugen, dass Gott ein Mensch wurde. Nun aber w\u00fcrden sie, wie wir Christen heute, den sichtbaren Jesus nicht mehr haben. Mehrfach hatte Jesus betont, dass er sie nicht als Waisenkinder zur\u00fccklassen, sondern ihnen an seiner Stelle den heiligen Geist als Tr\u00f6ster senden w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Wie half Jesus seinen J\u00fcngern ihr Glaubensleben zu f\u00fchren? Betrachten wir Vers 33b noch einmal. <strong>\u201eIn der Welt habt ihr Angst; aber seid getrost, ich habe die Welt \u00fcberwunden.\u201c <\/strong>Jesus leugnete nicht, dass die J\u00fcnger in der Welt Angst haben. Dennoch wollte er sie nicht aus der Welt nehmen, sondern sie als Zeugen in die Welt schicken. Jesus war noch nicht gekreuzigt und auch nicht auferstanden. Dennoch sagt er: \u201eIch habe die Welt \u00fcberwunden.\u201c Jesus betrachtete die Kreuzigung und die Auferstehung als eine abgeschlossene Tatsache, obwohl das noch nicht stattgefunden hatte. Der Sieg durch das Kreuz und die Auferstehung w\u00fcrde in den n\u00e4chsten Tagen geschehen, aber Jesus sah es schon als eine geschehene Tatsache an. Das war der Punkt, womit die J\u00fcnger am meisten Schwierigkeiten hatten. Sie konnten nur glauben, wenn etwas schon geschehen war. Sie konnten glauben, wenn sie es selber gesehen hatten. Nun war die Zeit gekommen mit dem Glauben anzufangen. Sie k\u00f6nnen glauben, weil Jesus ihnen alles gesagt hat. In der Tat hatten sie weiter Schwierigkeiten zu glauben. Das zeigten sie, als Jesus sie nach seiner Auferstehung besuchte. Sie zweifelten an die Auferstehung Jesu, obwohl er schon auferstanden war. Jesus wollte seinen J\u00fcngern helfen, zu glauben, was geschehen war. \u201e<strong>Seid getrost, ich habe die Welt \u00fcberwunden.\u201c <\/strong>Wie er sagte, hat Jesus die Todesmacht besiegt. Jesus ist der Sieger \u00fcber H\u00f6lle, Tod und Teufel. Die J\u00fcnger Jesu haben erlebt, dass Jesus der Sieger ist. In der Welt herrschen Unglaube, Aberglaube und Hass gegen die Christen. Aber die J\u00fcnger k\u00f6nnen Frieden haben, weil Jesus die Welt \u00fcberwunden hat. Solange wir in dieser Welt leben, leiden wir unter der Macht der Welt: Tod, Krankheiten, Hass, Ablehnung der Menschen, Gewalt, Katastrophen, Konflikte usw.<\/p>\n<p>Aber wir k\u00f6nnen Jesu Verhei\u00dfung f\u00fcr uns festhalten. <strong>\u201eAber seid getrost, ich habe die Welt \u00fcberwunden.\u201c <\/strong>Wir k\u00f6nnen die Welt nicht \u00fcberwinden, aber wir k\u00f6nnen glauben, dass Jesus die Welt \u00fcberwunden hat. In der Welt haben wir Angst, aber wir k\u00f6nnen getrost sein, weil Jesus der Herr \u00fcber die Welt ist. In Jesus k\u00f6nnen wir Frieden haben, egal was auch kommen mag. Was sollen wir \u00fcberwinden? Was macht uns Angst?\u00a0 Durch den Glauben \u00fcberwinden wir Angst. Durch den Glauben \u00fcberwinden wir Hindernisse. Jesus hat die Welt \u00fcberwunden, um uns diesen Sieg zu schenken. Er wurde arm, damit wir durch seine Armut reich werden. Er wurde geschlagen, damit wir durch seine Wunden geheilt werden. Er ist auferstanden, damit wir das ewige Leben haben. Preiset den Herrn! Was erleben wir in Jesus? In diesem Jahr habe ich pers\u00f6nlich daf\u00fcr gebetet, dass Gott seine Allmacht unter uns offenbaren m\u00f6ge. F\u00fcr M. Petra habe ich gebetet, dass Gott ihr sowohl leibliche als auch geistliche Nachkommen schenken m\u00f6ge, wie wir wissen, ist sie schon schwanger geworden und ihre Bibelsch\u00fclerin m\u00f6chte zur Fr\u00fchlingsbibelfreizeit kommen. F\u00fcr Rosa habe ich lange gebetet, dass sie die Lateinpr\u00fcfung bestehen m\u00f6ge, damit sie weiter studiert. Vor einer Woche erfuhr ich durch H. Birgit, dass sie diese Pr\u00fcfung bestanden hat. Gott hat unsere Zusammenarbeit f\u00fcr Info-Abend gesegnet. Einige neu Studenten kamen dazu. Pers\u00f6nlich betete ich f\u00fcr meine Arbeit. So wurde die Arbeitsstundenzahl ab April von 31 auf 33 Stunden pro Woche erh\u00f6ht. Wie wir wissen, haben wir noch f\u00fcr viele Anliegen f\u00fcr die wir beten. Aber schon jetzt k\u00f6nnen wir in Jesus Frieden haben. Dieses oder jenes kann uns belasten und uns traurig machen, aber wir k\u00f6nnen schon getrost sein, weil Jesus uns seine Verhei\u00dfung gibt: <strong>\u201eIhr werdet traurig sein, doch eure Traurigkeit soll in Freude verwandelt werden.\u201c<\/strong> Wiederum sagt er: <strong>\u201eAber seid getrost, ich habe die Welt \u00fcberwunden.\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Heute haben wir den letzten Teil der Abschiedsrede betrachtet. Jesus liebte seine J\u00fcnger bis ans Ende und half ihnen, auf ihn zu vertrauen, damit sie in ihm Frieden haben. Jesus half ihnen weiter, aus Glauben zu leben, indem sie an seinen Sieg glaubten. Aus diesem Glauben k\u00f6nnen sie Zeugen sein, dass Jesus der Sieger \u00fcber die Welt ist. Wir k\u00f6nnen auch an seinem Sieg teilhaben, indem wir auf seinen Sieg vertrauen. Wir sind Sieger, weil wir an seinem Sieg teilhaben.<strong> \u201eAber seid getrost, ich habe die Welt \u00fcberwunden.\u201c<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download Ich\u00a0 habe\u00a0 die\u00a0 Welt\u00a0 \u00fcberwunden \u201eDas habe ich mit euch geredet, damit ihr in mir Frieden habt. In der Welt habt ihr Angst; aber seid getrost, ich habe die Welt \u00fcberwunden.\u201c (16,33) In den letzten acht Wochen haben wir die Abschiedsrede Jesu vom Kapitel 13 bis zum ersten Teil vom Kapitel 16 betrachtet. 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