{"id":78,"date":"2009-06-07T14:43:00","date_gmt":"2009-06-07T13:43:00","guid":{"rendered":"http:\/\/ubfheidelberg.org\/?p=78"},"modified":"2023-01-29T20:19:14","modified_gmt":"2023-01-29T19:19:14","slug":"predigt-joh-71-24","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-joh-71-24\/","title":{"rendered":"Predigt: Joh 7,1-24"},"content":{"rendered":"<p><!--StartFragment--><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/j18-p07-0124.doc\">Download<\/a><\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\">Ein gerechtes Urteil \u00fcber Jesus Christus<\/h2>\n<address style=\"text-align: center;\">\u201eRichtet nicht nach dem, was vor Augen ist, sondern richtet gerecht.\u201c<\/address>\n<address style=\"text-align: center;\">Johannes 7,24<\/address>\n<p class=\"MsoNormal\"><span lang=\"DE\">Zwischen dem Text von letzter Woche und dem Text von heute liegen etwa 6 Monate. Es sind 6 Monate, \u00fcber welche uns Johannes nichts berichtet. Und wir k\u00f6nnten uns fragen, was Jesus in diesen 6 Monaten wohl gemacht hatte. Letzte Woche haben wir ein Ereignis studiert, das einen tiefen Einschnitt in Jesu Wirken markiert. Um kurz zu rekapitulieren: wir haben in Kapitel 6 studiert, wie Jesus eine Konferenz der besonderen Art veranstaltet hatte. Gesch\u00e4tzte 10-20.000 Menschen hatten Jesu Wort geh\u00f6rt und sein Brot gegessen. Diesen Menschen hatte Jesus klar gezeigt, dass sie f\u00fcr das rechte Lebensziel leben sollten. Und der Herr Jesus selbst hatte sich ihnen als das Brot vom Himmel und das Brot des Lebens offenbart. Aber die Predigt kam gar nicht gut an. Jesu Worte trafen auf versteinerte Herzen. Und Jesus wurde auf breiter Front abgelehnt. Wir wissen nicht, wie viele Menschen Jesus vorher nachgefolgt waren. Aber wir wissen, dass der allergr\u00f6\u00dfte Teil dieser Menschen Jesus desertierte. Und wir haben letzte Woche geh\u00f6rt, wie Jesus sich an die Zw\u00f6lf wandte und sie fragte: <strong>\u201eWollt ihr auch weggehen?\u201c<\/strong> Eine bessere \u00dcbersetzung aus dem Griechischen w\u00fcrde lauten: \u201eIhr wollt nicht auch weggehen, oder?\u201c Es war eine Frage, die aus einem gebrochenen Herzen kam. Es musste Jesus unendlich geschmerzt haben, dass fast alle seiner J\u00fcnger sich von ihm abgewandt hatten, voller Entt\u00e4uschung und Leere. Die Zw\u00f6lf hingegen hielten Jesus die Treue. Und um diese 12 J\u00fcnger k\u00fcmmerte sich Jesus besonders intensiv. Das war es vermutlich, was Jesus die letzten 6 Monate getan hatte. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span lang=\"DE\">Im heutigen Text studieren wir den Auftakt zu Jesu Besuchs des Laubh\u00fcttenfests. Wir haben heute zwei Abschnitte. Wir sehen im ersten Teil, dass Jesus immer nach Gottes Zeit handelte. Und wir sehen im zweiten Teil, wie Jesus die ungl\u00e4ubigen Juden dazu aufforderte rechtes Urteil zu f\u00e4llen. Ein rechtes Urteil braucht eine rechte Grundlage. Worauf sollte ihr Urteil basieren? Der heutige Text zeigt uns die absolute Glaubw\u00fcrdigkeit und Verl\u00e4sslichkeit von Jesu Worten und Werken. Das in aller Klarheit zu zeigen, ist das Ziel dieser Predigt. Der Text m\u00f6ge uns dabei helfen, aufgrund dieser Tatsachen rechtes Urteil \u00fcber die Person Jesu Christi zu f\u00e4llen. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span lang=\"DE\"> <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span lang=\"DE\">Teil 1 Jesu Zeit (1-13)<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span lang=\"DE\">Betrachten wir den Text. Jesus zog in Galil\u00e4a umher und nicht in Jud\u00e4a. Wir erfahren in Vers 1 auch den Grund daf\u00fcr: die Juden trachteten nach dem Leben Jesu. Wer sind die Juden? Wenn der Evangelist Johannes das Wort \u201eJuden\u201c gebraucht, dann bezieht er sich fast immer auf die religi\u00f6sen Leiter. Es bezieht sich auf diejenigen, die im Zentrum der j\u00fcdischen Religionsgemeinschaft standen. Es waren diejenigen, die sowohl religi\u00f6s als auch politisch das Sagen hatten. Und diese Menschen hassten Jesus. Aus ihrem Hass waren Mordabsichten geworden. Woran lag das? Sp\u00e4ter im Text sehen wir, wie Jesus sich auf ein spezifisches Ereignis bezog. Es war die Heilung des Gel\u00e4hmten am Teich Betesda. F\u00fcr alle vern\u00fcnftig denkenden Menschen war das ein \u00fcbernat\u00fcrliches Wunder, das Gottes Allmacht und Gottes Liebe widerspiegelte. F\u00fcr die Juden hingegen war es eine Verletzung des Sabbatgebotes. Wir haben des Weiteren ausf\u00fchrlich betrachtet, wie Jesus den Anspruch erhob und verteidigte, dass er Gottes Sohn ist. Damit war die Feindschaft f\u00fcr die Juden eindeutig beschlossene Sache. Diesen Mordabsichten ging Jesus aus dem Weg. Er tat dies, indem er ein halbes Jahr aus Jud\u00e4a fernblieb. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span lang=\"DE\">Sehen wir uns Vers 2 an. Das Laubh\u00fcttenfest stand vor der T\u00fcr. Was f\u00fcr ein Fest war das? Das Laubh\u00fcttenfest war eines der drei gro\u00dfen Hauptjahresfeste. Es sollte am f\u00fcnfzehnten Tag des siebten Monats begonnen werden und eine Woche lang gefeiert werden. In unserem Kalender w\u00e4re das ungef\u00e4hr die Zeit von September bis Oktober. Es fand zur Zeit der Trauben- und Olivenernte statt. Es war ein richtig fr\u00f6hliches und volkst\u00fcmliches Fest. Laut Josephus war es bei den Juden das beliebteste Fest, nicht so ernst und bedr\u00fcckend wie das Passafest. Nach 6 Monaten war also die Zeit gekommen, wieder nach Jerusalem zu pilgern. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span lang=\"DE\">Zu diesem Zeitpunkt kamen die leiblichen Br\u00fcder auf Jesus zu. Sie sagten ihm: <strong>\u201eMach dich auf von hier und geh nach Jud\u00e4a, damit auch deine J\u00fcnger die Werke sehen, die du tust. Niemand tut etwas im Verborgenen und will doch \u00f6ffentlich etwas gelten. Willst du das, so offenbare dich vor der Welt.\u201c<\/strong> Die Br\u00fcder forderten Jesus dazu, nach Jud\u00e4a zu gehen, weil dort die Hauptstadt Jerusalem, der Tempel und das Zentrum j\u00fcdischer Geschichte, Kultur und Politik waren. Jesu J\u00fcnger sollten dort seine Werke zu sehen bekommen, die er tat. Hier beziehen sich die J\u00fcnger nicht auf die Zw\u00f6lf, denn das w\u00fcrde keinen Sinn ergeben. Vermutlich bezog es sich auf J\u00fcnger, die Jesus in Jud\u00e4a hatte, vielleicht auf die Menschen, die Jesus bei seinen vorigen Reisen nach Jerusalem erlebt hatten. Weiterhin sagten sie, dass Jesus nicht so im Verborgenen wirken sollte. Sie sagten sozusagen: \u201eDu erhebst doch den Anspruch, was Besonderes zu sein. Dann kannst du doch nicht einfach hier in Galil\u00e4a rumgammeln. Geh doch in die \u00d6ffentlichkeit! Offenbare dich vor der Welt!\u201c Wenn wir die Worte der Br\u00fcder Jesu oberfl\u00e4chlich betrachten, dann klingt das alles, sehr vern\u00fcnftig, oder? Ganz offensichtlich meinten sie es doch nur gut mit ihm! Und sie hatten ein Herz f\u00fcr seine J\u00fcnger, die in Jud\u00e4a waren. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span lang=\"DE\">Aber was lesen wir in Vers 5? <strong>\u201eDenn auch seine Br\u00fcder glaubten nicht an ihn.\u201c<\/strong> Der Evangelist ging hier auf ihre unlautere Haltung ein. Ihre Worte kamen nicht aus Glauben sondern aus Unglauben. Weil sie aus Unglauben sprachen, konnten ihre Motive schon einmal gar nicht gut sein. Was stimmte noch nicht mit ihren Worten? Es sind verschiedene Dinge. Zum einen, <em>ihre Worte waren anma\u00dfend<\/em>. Sie sagten: <strong>\u201eMach dich auf von hier und geh nach Jud\u00e4a.\u201c<\/strong> Das war eine Aufforderung. Es klingt wie ein Befehl. Ich wei\u00df nicht, was f\u00fcr ein Umgangston ihr mit euren Geschwistern habt, aber noch nicht einmal Esra spricht so mit mir. Und hier standen die Br\u00fcder vor dem Befehlshaber aller himmlischen Heerscharen, dem Richter aller Lebenden und Toten, dem K\u00f6nig aller K\u00f6nige und dem Herrn aller Herren, und sie sagten: <strong>\u201eMach dich auf von hier und geh nach Jud\u00e4a.\u201c<\/strong> Sie sagten sozusagen: \u201eHey Bruderherz, wir wissen es besser als du. Wir wissen, was du tun musst, um es nicht wieder zu vermasseln. Also auf nach Jud\u00e4a!\u201c Wie anma\u00dfend ist das! Wie geringsch\u00e4tzig gegen\u00fcber der Person Jesu! <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span lang=\"DE\">Wir sehen zum anderen <em>ihre Achtlosigkeit und Fahrl\u00e4ssigkeit im Bezug auf Jesu Leben<\/em>. In Jud\u00e4a stand Jesu Leben unter akuter Gefahr. Die religi\u00f6sen F\u00fchrer des Landes warteten nur darauf, dass Jesus ihnen ins Netz lief. \u00dcberall hatten sie Fahndungsfotos von Jesus aufgeh\u00e4ngt. Sie wollten ihn lieber heute als morgen tot sehen. Wenn die Br\u00fcder Jesus schon mit neunmalklugen und dreik\u00e4sehohen Spr\u00fcchen daherkamen, h\u00e4tten sie nicht wissen m\u00fcssen, wie explosiv die Stimmung in Jerusalem war? H\u00e4tten sie nicht wissen m\u00fcssen, dass es Leute gab, die Jesus hassten und ermorden wollten? Wie achtlos und fahrl\u00e4ssig, Jesus in diesen Hexenkessel zu schicken! Voller Leichtsinnigkeit h\u00e4tten sie Jesus ins Verderben gest\u00fcrzt. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span lang=\"DE\">Wir k\u00f6nnten noch vieles mehr sagen. Aber einen letzten Punkt zu den Worten der Br\u00fcder Jesu. Wir haben in Vers 5 gelesen, dass die Br\u00fcder nicht an Jesus glauben. Aber doch sprachen sie von Zeichen. Denn das ist es, was sie in Vers 3 mit \u201edie Werke\u201c meinten. Sie hatten also doch eine Art von Glauben. Sie m\u00fcssen geglaubt haben, dass Jesus Zeichen und Wunder tun kann. Und doch sagt Verfasser Johannes, dass sie nicht an Jesus glaubten. Was ist hier also gemeint? Die Sache mit Jesu Wundern ist, dass Jesu Wunder immer eine Botschaft haben. Deshalb nennen wir seine Wunder Zeichen. Als Jesus auf der Hochzeit zu Kana Wasser in Wein verwandelte, da offenbarte er sich als der wahre g\u00f6ttliche Br\u00e4utigam, der Gnade um Gnade gibt. Als Jesus den Sohn des k\u00f6niglichen Beamten heilte, offenbarte er sich als Gott, der durch sein Allmachtswort wirkte und waltete, wie er wollte. Als Jesus die F\u00fcnftausend mit f\u00fcnf Broten und zwei Fischen speiste, offenbarte er sich als das Brot des Lebens, das vom Himmel gekommen war, um den Seelenhunger der Menschen satt zu machen. Jedes Wunder Jesu hatte immer eine Botschaft. Die Br\u00fcder aber sahen nur die Wunder, die \u00e4u\u00dfere H\u00fclle, und verkannten die Botschaft. Und auf diese Weise hatten sie den Kernpunkt und die Essenz der Pers\u00f6nlichkeit Christi verkannt, n\u00e4mlich dass er Gottes Sohn ist. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span lang=\"DE\">Wie antwortete Jesus ihnen? Lesen wir gemeinsam Vers 6. <strong>\u201eMeine Zeit ist noch nicht da, eure Zeit ist allewege.\u201c<\/strong> Jesus antwortete ihnen, dass seine Zeit noch nicht gekommen war. Im Griechischen gibt es mindestens zwei W\u00f6rter f\u00fcr Zeit, und zwar <em>chronos<\/em> und <em>kairos<\/em>. <em>Chronos<\/em> bezieht sich auf den starr verlaufenden, sequentiellen Zeitverlauf. Wir kennen diesen Ausdruck vom Wort Chronologie. <em>Kairos<\/em> hingegen bezieht sich auf den rechten Zeitpunkt, die ideale Gelegenheit, der perfekte Moment f\u00fcr etwas. Als Jesus sagte, dass seine Zeit noch nicht gekommen war, gebrauchte er das Wort <em>kairos<\/em>. Seine vollkommene Stunde war noch nicht gekommen. Weiter sagte er: <strong>\u201eeure Zeit ist allewege.\u201c<\/strong> Was meinte er damit? Als er seinen Br\u00fcdern sagte, dass seine Zeit noch nicht gekommen war, sagte er ihnen, dass er nach einem g\u00f6ttlichen Zeitplan handelte. Er sagte ihnen sozusagen: \u201eIch handle gem\u00e4\u00df Gottes souver\u00e4nen Plan. Jede Sekunde meines Lebens ist im vollkommenen Einklang mit Gottes Zeitplan. Ihr hingegen seid nicht seiner Souver\u00e4nit\u00e4t unterstellt. Ihr habt \u00fcberhaupt keinen g\u00f6ttlichen Zeitplan. Und weil ihr nur nach eurem Gutd\u00fcnken handelt, gibt es f\u00fcr euch nicht den perfekten Zeitpunkt.\u201c <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span lang=\"DE\">Was sagte Jesus ihnen weiter? Vers 6: <strong>\u201eDie Welt kann euch nicht hassen. Mich aber hasst sie, denn ich bezeuge von ihr, dass ihre Werke b\u00f6se sind.\u201c<\/strong> Das Problem mit den leiblichen Br\u00fcdern Jesu war nicht nur, dass sie nicht der Souver\u00e4nit\u00e4t Gottes unterstellt waren. Ihr Problem war auch, dass sie ganz der Welt geh\u00f6rten. Die Welt konnte sie nicht hassen, weil sie von der Welt waren. Jesus hingegen stand im krassesten Kontrast mit der Welt. An seinem heiligen Leben konnte jeder Mensch ablesen, wie b\u00f6se, wie korrupt, wie unmoralisch und wie gefallen die Welt war. Und das war etwas, was sie \u00fcberhaupt nicht abhaben konnten. Deshalb hassten sie Jesus. Schlie\u00dflich sagte Jesus seinen Br\u00fcdern: <strong>\u201eGeht ihr hinauf zum Fest! Ich will nicht hinaufgehen zu diesem Fest, denn meine Zeit ist noch nicht erf\u00fcllt!\u201c<\/strong> Mit diesen Worten sandte Jesus seine Br\u00fcder zum Fest. Er selbst hingegen blieb in Galil\u00e4a, bis die Zeit f\u00fcr ihn erf\u00fcllt war. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span lang=\"DE\">Was k\u00f6nnen wir von Jesus lernen? Jesus lebte nach dem Zeitplan Gottes und ganz im Einklang mit Gottes Ratschluss. Sein Leben war nicht gepr\u00e4gt von Willk\u00fcrlichkeit. Es war nicht gepr\u00e4gt von Lust und Laune. Es gab in Jesu Leben Ruhe und Pausen aber keine Faulheit. Jesu Leben war ein Musterbeispiel an Effizienz, eine in dieser Form unerreichte Perfektion im Zeigmanagement, eine vollkommene Aneinanderreihung von Ereignissen, in welcher Jesus in der besten Situation immer das Optimum und Bestm\u00f6glichste vollbrachte.<span> <\/span>Jesu ganzes Leben folgte Gottes perfektem ewigem Plan. Wie ist es mit unserem Leben? Es gab einmal einen Architekten, dessen Entwurf und Baupl\u00e4ne die Grundlage f\u00fcr ein Geb\u00e4ude werden sollten. Aber dann verletzte sich der Architekt schwer. Er kam ins Krankenhaus. Er selbst war nicht mehr in der Lage, die Baurarbeiten mitverfolgen und anzuleiten. Erst nach dem Ende des Baus kam er dazu, das fertige Geb\u00e4ude zu inspizieren. Und als er das Geb\u00e4ude sah, sagte er voller Bewunderung: \u201eGenau so, wie ich es geplant hatte!\u201c Wie wundervoll w\u00e4re es, wenn wir in Gottes Ewigkeit eintreten und Gott zu uns diese Worte sprechen k\u00f6nnte: \u201eDein Leben war ganz nach meinem Plan!\u201c Apostel Paulus sagte in Kolosser 4,5: <strong>\u201eund kauft die Zeit aus.\u201c<\/strong> Epheser 5,16: <strong>\u201ekauft die Zeit aus, denn es ist b\u00f6se Zeit.\u201c<\/strong> Psalm 31,16: <strong>\u201eMeine Zeit steht in deinen H\u00e4nden.\u201c<\/strong> <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span lang=\"DE\">Einige m\u00f6gen fragen: ist es nicht ein Zwang, immer nur nach Gottes Plan zu leben? Ist es nicht Zwang, alle Zeit f\u00fcr Gott aufzuwenden? Schr\u00e4nkt das nicht alle unsere Freiheiten ein? Macht uns das nicht zu willenlosen Robotern?<span> <\/span>Wie k\u00f6nnen wir also die Zeit auskaufen und allezeit nach Gottes Plan leben so wie Jesus es tat? Wir finden die Antwort etwas sp\u00e4ter im Text. Jesus suchte allezeit die Ehre Gottes. Wenn die Verherrlichung Gottes unser Lebensmotiv ist, dann tun wir von selbst, was er uns angedacht h\u00e4tte. Wenn die Ehre Gottes die treibende Kraft unseres Lebens in Christus ist, dann folgen wir ganz automatisch dem Zeitplan Gottes. Und Gottes Plan zu folgen ist dann nicht Zwang. Es beraubt uns nicht unserer Freiheit. Im Gegenteil. Gottes Plan geht v\u00f6llig nat\u00fcrlich aus unserem Leben hervor. Und indem wir die Freiheit leben, die wir in Christus haben, erf\u00fcllen wir ganz von selbst Gottes Masterplan. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span lang=\"DE\">Betrachten wir weiter den Text. Jesus ging zum Fest hinauf, aber heimlich. Beim ersten Besuch in Jerusalem hatte Jesus den Tempel ger\u00e4umt. Beim zweiten Besuch war Jesus \u00f6ffentlich als Pilger aufgetreten. Und er hatte bei dieser Gelegenheit den Gel\u00e4hmten geheilt. Aber beim dritten Besuch kam Jesus heimlich und unerkannt. Die religi\u00f6sen Leiter auf dem Fest suchten Jesus. Wir sehen im Vers 12 die Diskussion, die Jesus entfacht hatte. <strong>\u201eUnd es war ein gro\u00dfes Gemurmel \u00fcber ihn im Volk. Einige sprachen: Er ist gut; andere aber sprachen: Nein, sondern er verf\u00fchrt das Volk.\u201c<\/strong> Die Person Jesus Christus spaltete die Volksmenge. Einige waren ihm gegen\u00fcber positiv gesinnt: \u201eein guter Mensch.\u201c Andere waren ihm gegen\u00fcber negativ eingestellt: \u201eein Verf\u00fchrer des Volkes.\u201c Wer von ihnen hatte Recht? Die Antwort lautet: sie hatten beide Unrecht. Jesus war nicht einfach nur ein guter Mensch, und er war schon gar nicht Verf\u00fchrer. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span lang=\"DE\">Wer ist dieser Jesus Christus? Kann man ihm vertrauen? Kann man sein Werk, seine Worte und seine Person testen? Wir kommen mit diesen Fragen zum zweiten Teil. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span lang=\"DE\"> <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span lang=\"DE\">Teil 2 Gerecht richten (14-24)<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span lang=\"DE\">Wir haben gesehen, dass Jesus immer nach Gottes Zeitplan handelte. Wann war Gottes Zeit f\u00fcr Jesus erf\u00fcllt, \u00f6ffentlich auf dem Fest zu wirken? Lesen wir gemeinsam den Vers 14. <strong>\u201eAber mitten im Fest ging Jesus hinauf in den Tempel und lehrte.\u201c<\/strong> Mitten im Fest, d.h. am dritten oder vierten Tag trat Jesus schlie\u00dflich auf. Und Jesu tat kein spektakul\u00e4res Zeichen. Er ging einfach in den Tempel. Dort fing er an zu lehren. Wir wissen nicht genau, was Jesus predigte. Aber seine Predigt musste voller Kraft und Leben gewesen sein. Seiner Autorit\u00e4t und Vollmacht hatte niemand etwas entgegen zu setzen. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span lang=\"DE\">Wie nahmen aber die religi\u00f6sen Leiter seine Worte auf? Vers 15 sagt: <strong>\u201eUnd die Juden verwunderten sich und sprachen: Wie kann dieser die Schrift verstehen, wenn er es doch nicht gelernt hat?\u201c<\/strong> Wortw\u00f6rtlich hei\u00dft es hier: \u201eWie kann dieser die Schrift lesen?\u201c Ihre Frage war nicht wohlwollend gemeint, wie zum Beispiel: \u201eWow! Ohne Theologiestudium eine solche Predigt halten! Das zeugt wirklich von g\u00f6ttlicher Weisheit. Respekt!\u201c So war es definitiv nicht gemeint, denn wenig sp\u00e4ter lesen wir, dass sie ihn t\u00f6ten wollten. Sie hassten ihn. Ihre Worte waren definitiv als harsche Kritik zu verstehen. Was sie meinten war folgendes: \u201eWie kann er es wagen, hier im Tempel eine solche Predigt zu halten? Er hat bei keinem einzigen unserer theologischen Professoren Unterricht genommen. Er hat noch nicht einmal einen Bachelor-Abschluss, geschweige denn einen Master- oder Doktortitel!\u201c Was sie ihm vorwarfen, war, dass er f\u00fcr das, was er sagte, kein Fundament hatte. Und sie stellten die Wahrheit seiner Aussagen in Frage. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span lang=\"DE\">Jesus gab klare Belege daf\u00fcr, dass seine Worte und seine Person absolut vertrauensw\u00fcrdig und glaubw\u00fcrdig waren. Wir finden im heutigen Text drei gro\u00dfe Belege. Erstens, <em>die Tatsache, dass seine Lehre von Gott war<\/em>, zweitens, <em>Jesu Verpflichtung der Ehre Gottes gegen\u00fcber<\/em>, drittens, <em>Jesu Verpflichtung dem Gesetz des Alten Testaments gegen\u00fcber<\/em>. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span lang=\"DE\">Erstens, <em>die Tatsache also, dass Jesu Lehre von Gott war. <\/em>Lesen wir gemeinsam Jesu Antwort in Vers 16: <strong>\u201eJesus antwortete ihnen und sprach: Meine Lehre ist nicht von mir, sondern von dem, der mich gesandt hat.\u201c<\/strong> Die Juden hatten Jesus gerade vorgeworfen, dass er nicht gelehrt war. Sie hatten Jesus damit indirekt vorgeworfen, dass seine Worte einfach nur seiner Fantasie entsprungen waren. Und hier stand nun Jesus und bekannte ihnen: <strong>\u201eMeine Lehre ist nicht von mir, sondern von dem, der mich gesandt hat.\u201c<\/strong> Oder um es noch eine Spur deutlicher zu sagen: \u201eMeine Lehre ist von Gott.\u201c Die Juden m\u00fcssen in ihren sch\u00f6nen Gew\u00e4ndern einen kleinen Kollaps erlitten haben. Wie muss das die Juden ge\u00e4rgert haben, als sie diese Worte geh\u00f6rt hatten! Ihre ganze Kritik war ausgehebelt! Die Juden waren alle stolz darauf, Moses J\u00fcnger zu sein. Jesu Lehre stammte aber von Gott ab, der Urheber von allen Worten Moses. Die Juden waren stolz darauf, Abrahams Kinder zu sein. Aber Jesus kam von Gott selbst her, der Abraham erst zu dem gemacht hatte, wof\u00fcr ihn die Juden verehrten. Jesus hatte einen sehr anerkannten Lehrer. Es war die beste rabbinische Schule des Universums. Hiermit war Jesu Lehre \u00fcber alle menschliche Weisheit erhaben. Jesu Worte waren \u00fcber alle Kritik erhaben. Weil seine Lehre g\u00f6ttlichen Ursprungs war, waren seine Worte absolute, unantastbare, ewige Wahrheit. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span lang=\"DE\">Aber Jesus blieb nicht nur bei dieser gewaltigen Aussage. Er sagte ihnen, dass diese Tatsache sogar erfahrbar und testbar war. Lesen wir auch den Vers 17 gemeinsam: <strong>\u201eWenn jemand dessen Willen tun will, wird er innewerden, ob diese Lehre von Gott ist oder ob ich von mir selbst aus rede.\u201c<\/strong> Hier ist Jesus Einladung, seine Wahrheit zu testen. Jesus sagte hier, dass alle diejenigen, die einen aufrichtigen Wunsch haben, Gottes Willen zu tun, die F\u00e4higkeit haben zu erkennen, ob Jesu Lehre wirklich von Gott war. Mit anderen Worten sagte Jesus hier, dass die Erkennbarkeit seiner Wahrheit von der Aufrichtigkeit des menschlichen Herzens abh\u00e4ngt. Und wir sehen viele Beispiele in der Schrift, dass es sich wirklich so verh\u00e4lt. In Markus 14 sehen wir wie Jesus vor dem Sanhedrin verh\u00f6rt wurde. Wir lesen da: <strong>\u201eDa fragte ihn der Hohepriester abermals und sprach zu ihm: Bist du der Christus, der Sohn des Hochgelobten? Jesus aber sprach: Ich bin\u2019s; und ihr werdet sehen den Menschensohn sitzen zur Rechten der Kraft und kommen mit den Wolken des Himmels. Da zerri\u00df der Hohepriester seine Kleider und sprach: Was bed\u00fcrfen wir weiterer Zeugen?\u201c<\/strong> Nur wenig sp\u00e4ter wurde Jesus von Pilatus verh\u00f6rt. Johannes 19 berichtet dar\u00fcber: <strong>\u201eDa fragte ihn Pilatus: So bist du dennoch ein K\u00f6nig? Jesus antwortete: Du sagst es, ich bin ein K\u00f6nig. Ich bin dazu geboren und in die Welt gekommen, dass ich die Wahrheit bezeugen soll. Wer aus der Wahrheit ist, der h\u00f6rt meine Stimme. Spricht Pilatus zu ihm: Was ist Wahrheit? Und als er das gesagt hatte, ging er wieder hinaus\u2026\u201c<\/strong> Vor wenigen Monaten haben wir studiert, wie Jesus einer gebrochenen Frau am Brunnen in Samarien begegnete. Wie die Frau sagte: <strong>\u201eIch wei\u00df, dass der Messias kommt, der da Christus hei\u00dft, Wenn dieser kommt, wird er uns alles verk\u00fcndigen.\u201c <\/strong><\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span lang=\"DE\">Und wie Jesus voller sanftm\u00fctiger Kraft und \u00dcberzeugung zu ihr sagte:<strong> \u201eIch bin\u2019s, der mit dir redet.\u201c<\/strong> Auf der einen Seite sehen wir einen Hohenpriester, der h\u00f6chste Repr\u00e4sentant j\u00fcdischer Religion, der Jesus f\u00fcr einen L\u00e4sterer h\u00e4lt und seine Kleider zerrei\u00dft. Wir sehen des Weiteren einen r\u00f6mischen Politiker, der vor der personifizierten Wahrheit steht und rhetorisch fragt: \u201eWas ist Wahrheit.\u201c Und wir sehen auf der anderen Seite eine gebrochene, s\u00fcndige Frau, die beim Gespr\u00e4ch mit Jesus Christus in der Gegenwart der monumentalsten Selbstoffenbarung stand und das erkannte. Die Wahrheit in Christus zu erkennen hat nichts mit religi\u00f6ser Bildung oder politischer Stellung zu tun. Es hat allein mit der Beschaffenheit unseres Herzens zu tun. Wenn wir den aufrichtigen Wunsch haben, Gottes Willen zu tun, haben wir die idealen Vorrausetzungen daf\u00fcr, die Wahrheit in Christus zu erkennen. Jesu Wahrheit ist daher in jeder Hinsicht testbar und erfahrbar. Hier ist also der erste Punkt: Jesus Lehre ist von Gott, und die Erkennbarkeit von Jesus und seiner Wahrheit h\u00e4ngt allein von der Aufrichtigkeit, Unvoreingenommenheit und Ehrlichkeit unseres Herzens ab. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span lang=\"DE\">Wir sehen als zweites, <em>Jesus Verpflichtung der Ehre Gottes gegen\u00fcber<\/em>. Lesen wir Vers 18 gemeinsam: <strong>\u201eWer von sich selbst aus redet, der sucht seine eigene Ehre; wer aber die Ehre dessen sucht, der ihn gesandt hat, der ist wahrhaftig, und keine Ungerechtigkeit ist in ihm.\u201c<\/strong> Hier war ein weiteres Indiz f\u00fcr Jesus Authentizit\u00e4t. Und das war Jesu Selbstlosigkeit. Vor einigen Jahren gab es eine Fernsehserie namens Friends. In einer Sendung beweist einer der Charaktere eine fundamentale Wahrheit, n\u00e4mlich dass es keine selbstlosen guten Werke gibt. Und niemand in der Sendung ist in der Lage eine selbstlose gute Tat vorzuweisen. Vor eineinhalb Wochen habe ich in Boston das Ragon Institut besucht. Das Institut ist eine Kollaboration von MIT, MGH und Harvard. Jetzt ratet mal, warum das Ragon Institut so hei\u00dft. Ein Multimilliard\u00e4r namens P. T. Ragon sponsert dieses Institut mit 10 Millionen Dollar j\u00e4hrlich und das f\u00fcr 10 Jahre. Daf\u00fcr tr\u00e4gt dieses Institut seinen Namen. Das ist jetzt \u00fcberhaupt nicht als Kritik zu verstehen. Es ist selbstverst\u00e4ndlich alles f\u00fcr einen guten Zweck. Aber es zeigt, dass Menschen letzten Endes doch ihre eigene Ehre suchen. Alle falschen Propheten suchten ihre eigene Ehre. Falsche Lehrer suchten ihre eigene Ehre und auch Geld. Aber wie war es bei Jesus? <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span lang=\"DE\">Jesus war absolut selbstlos. Er suchte niemals seine eigene Ehre, sondern immer die Ehre Gottes. Wie selbstlos ist Jesus! Er suchte niemals die Anerkennung von Menschen. Er suchte niemals das Geld der anderen. Wir sehen seine Armut, als er bekannte: <strong>\u201eDie F\u00fcchse haben Gruben, und die V\u00f6gel unter dem Himmel haben Nester; aber der Menschensohn hat nichts, wo er sein Haupt hinlege.\u201c<\/strong> Wir sehen seine Dienerschaft, als er seinen Lehrlingen seinen Dienern, die ihn ihren Meister nannten, die F\u00fc\u00dfe wusch. Wir sehen seine Selbstlosigkeit in der Tatsache, dass er ein Lamm war, wenn es um seine Angelegenheiten ging, und ein L\u00f6we, wenn es um die Ehre Gottes ging. Wir sehen seine restlose Aufopferung, als er am Kreuz betete:<strong> \u201eVater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.\u201c<\/strong> Jesus hat sich niemals an Menschen bereichert. Er war der einzige Mensch, der mit allem, was er hatte und was er war, restlos selbstlos der Ehre Gottes verpflichtet war. Alles das machte ihn absolut glaubw\u00fcrdig und authentisch. Er war der einzige, auf dem sein Wort in vollstem Ma\u00dfe anwendbar war: <strong>\u201ewer aber die Ehre dessen sucht, der ihn gesandt hat, der ist wahrhaftig, und keine Ungerechtigkeit ist in ihm.\u201c<\/strong> Jesus war In der Tat absolut wahrhaftig. Keine Ungerechtigkeit war in ihm. Hier ist also der zweite gro\u00dfe Beweis f\u00fcr die Glaubw\u00fcrdigkeit Jesu. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span lang=\"DE\">Wir sehen als drittes, <em>Jesus Verpflichtung dem Gesetz gegen\u00fcber<\/em>. Weiter sprach Jesus in den folgenden Versen \u00fcber das Gesetz. Vers 19: <strong>\u201eHat euch nicht Mose das Gesetz gegeben? Und niemand unter euch tut das Gesetz. Warum sucht ihr mich zu t\u00f6ten?\u201c<\/strong> Jesus stand Auge in Auge mit seinen Todfeinden. Schonungslos deckte er ihre Mordgel\u00fcste auf. Die religi\u00f6sen Leiter waren mit Haut und Haaren dem Gesetz Moses verpflichtet. Schon \u00f6fter haben wir erw\u00e4hnt, dass sie allesamt Mose-Fans waren. Moses Gesetz bis aufs I-T\u00fcpfelchen zu erf\u00fcllen war ihre ganze Leidenschaft. Und nun sagte Jesus ihnen: \u201eHabt ihr nicht was vergessen? Zum Beispiel das Gebot: Du sollst nicht t\u00f6ten?!?\u201c <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span lang=\"DE\">Das Volk antwortete mit einer Beschimpfung: <strong>\u201eDu bist besessen;\u201c<\/strong> es kann auch \u00fcbersetzt werden mit \u201edu bist wahnsinnig!\u201c Und weiter sagten sie: <strong>\u201ewer sucht dich zu t\u00f6ten?\u201c<\/strong> Jesus h\u00e4tte hier ganz klar sagen k\u00f6nnen: \u201eDer Pharis\u00e4er rechts von dir. Und der Priester dort dr\u00fcben. Und die ganzen Anh\u00e4nger hier auf der linken Seite.\u201c Aber das tat er nicht. Stattdessen sprach er weitere falsche Abweichungen vom Gesetzes an. Die Juden verfolgten Jesus wegen der Heilung des Gel\u00e4hmten am Sabbat. Und jetzt zeigte ihnen Jesus, dass seine Heilung absolut mit dem Gesetz vereinbar war. <strong>\u201eMose hat euch doch die Beschneidung gegeben \u2013 nicht dass sie von Mose kommt, sondern von den V\u00e4tern -, und ihr beschneidet den Menschen auch am Sabbat. Wenn nun ein Mensch am Sabbat die Beschneidung empf\u00e4ngt, damit nicht das Gesetz des Mose gebrochen werde, was z\u00fcrnt ihr mir, weil ich am Sabbat den ganzen Menschen gesund gemacht habe?\u201c<\/strong> Es war im Gesetz festgelegt, dass ein neugeborener Junge am achten Tage beschnitten werden sollte. Wenn das Kind am Sabbat geboren wurde, (was statistisch ungef\u00e4hr bei einem von sieben Jungen der Fall war), dann musste er am Sabbat beschnitten werden. Und das wurde geduldet. Wenn nun dieser chirurgische Eingriff, der den m\u00e4nnlichen Babys keine unmittelbaren Vorteile brachten, am Sabbat erlaubt war, warum sollte dann nicht die Heilung eines ganzen Menschen erlaubt sein, die ihm ein ganz neues Leben und eine ganz neue Lebensqualit\u00e4t schenkten? Jesus konnte ganz klar begr\u00fcnden, weshalb die Heilung des Gel\u00e4hmten am Sabbat absolut konform mit den Gesetzen des Moses war. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span lang=\"DE\">Was zeigte Jesus dadurch noch auf indirekte Weise? Jesus offenbarte seine Verpflichtung dem Gesetz gegen\u00fcber. Mit Leib und Seele hielt Jesus das Gesetz. Er gehorchte dem Gesetz allezeit. Er selbst war der Urheber des Gesetzes. Jesus hob das Gesetz also niemals auf. Im Gegenteil, er hob das Gesetz auf eine h\u00f6here Ebene. Und auf indirekte Weise machte Jesus deutlich, dass es die superreligi\u00f6sen Juden waren, die im st\u00e4ndigen Gesetzesbruch lebten und nicht er. Jesus war also absolut konsistent mit den alten Schriften. Wir finden in Christus eine v\u00f6llige Harmonie zwischen Altem und Neuem Testament. Sein Leben ist frei von jeglichen Diskrepanzen und Widerspr\u00fcchen zum Gesetz. Das ist also der dritte Punkt, dass Jesus ganz dem Gesetz verpflichtet war. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span lang=\"DE\">Wir haben drei klare Indizien f\u00fcr Jesu Authentizit\u00e4t gesehen. Seine Lehre stammt von Gott und besteht jeglichen Test. Jesus ist v\u00f6llig selbstlos der Ehre Gottes verpflichtet. Und Jesus war dem Gesetz verpflichtet und somit v\u00f6llig im Einklang mit allen Schriften des Alten Testaments. Nachdem Jesus diese drei Indizien gegeben hatte, forderte er die Juden auf: <strong>\u201eRichtet nicht nach dem, was vor Augen ist, sondern richtet gerecht.\u201c<\/strong> Es ist so einfach ein oberfl\u00e4chliches Urteil zu treffen. Aber gerade die herrliche, umfassende, unendlich profunde Pers\u00f6nlichkeit Jesu verdient es, dass man sich tiefgehend mit ihr besch\u00e4ftigt. Jesus verdient es nicht, oberfl\u00e4chlich abgetan zu werden. Er verlangt, dass wir zu ihm kommen mit ehrlicher und aufrichtiger Herzenshaltung. Er verlangt ein Herz, das ihm gegen\u00fcber ehrlich und aufrichtig ist. Ein Herz, das den Willen Gottes tun will. Die Juden sahen in Jesus nur den Sohn eines Zimmermanns. Sie sahen in ihm einen L\u00e4sterer. Sie richteten Jesus vorschnell nach dem, was vor ihren Augen war: seine menschliche Gestalt, seine Armut, das Fehlen politischer Ambitionen, die Tatsache, dass er nicht ihren Erwartungen, Vorstellungen und W\u00fcnschen entsprach. Sie trafen letztendlich ein falsches Urteil, ein ungerechtes Urteil und ein unlauteres Urteil. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span lang=\"DE\">Lesen wir noch einmal den Vers 24. <strong>\u201eRichtet nicht nach dem, was vor Augen ist, sondern richtet gerecht.\u201c<\/strong> Der Herr Jesus l\u00e4dt uns ein, ein Urteil \u00fcber ihn zu treffen. Es ist so lebenswichtig, hier das richtige Urteil zu treffen. Keine andere Entscheidung im Leben ist wichtiger. Zu welchem Schluss wirst du kommen? Wirst du zum Schluss kommen, dass Jesus den Test der Zeit bestanden hat? Dass uns seine Lehren wirklich etwas zu sagen haben, weil sie von Gott kommen? Dass seine Worte den Kern aller menschlichen Probleme treffen wie ein Pfeil ins Herz trifft? Dass Jesus allein Weg, Wahrheit und Leben ist und die einzige und hundertprozentige L\u00f6sung auf alle unsere Probleme? Dass Jesu Leben, Tod und seine Auferstehung allein zur Verherrlichung und Ehre Gottes und zu unserer Errettung geschahen? Dass daher der Herr Jesus Christus alle unsere Bewunderung, unsere Anerkennung und unsere Anbetung verdient? Dass Jesus mehr als jede andere Person im Universum unser Herz, unsere erste Liebe und unseren Lob verdient? <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span lang=\"DE\">Es war das Ziel dieser Predigt, euch diesen Jesus Christus zu verk\u00fcndigen. M\u00f6ge Gott uns helfen, ein rechtes Urteil \u00fcber ihn zu treffen.<\/span><\/p>\n<p><!--EndFragment--><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zwischen dem Text von letzter Woche und dem Text von heute liegen etwa 6 Monate. Es sind 6 Monate, \u00fcber welche uns Johannes nichts berichtet. Und wir k\u00f6nnten uns fragen, was Jesus in diesen 6 Monaten wohl gemacht hatte. Letzte Woche haben wir ein Ereignis studiert, das einen tiefen Einschnitt in Jesu Wirken markiert. Um kurz zu rekapitulieren: wir haben in Kapitel 6 studiert, wie Jesus eine Konferenz der besonderen Art veranstaltet hatte. <\/p>\n","protected":false},"author":14,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[16,4],"tags":[],"class_list":["post-78","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-johannes","category-predigt"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/78","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/14"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=78"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/78\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":11207,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/78\/revisions\/11207"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=78"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=78"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=78"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}