{"id":726,"date":"2010-03-14T22:55:10","date_gmt":"2010-03-14T21:55:10","guid":{"rendered":"http:\/\/ubfheidelberg.org\/?p=726"},"modified":"2023-01-29T20:44:09","modified_gmt":"2023-01-29T19:44:09","slug":"predigt-johannes-1415-31","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-johannes-1415-31\/","title":{"rendered":"Predigt: Johannes 14,15-31"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/03\/J35-P14-1531_2.doc\">Download<\/a><\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\"><strong>Er  wird  euch  einen  andern  Tr\u00f6ster  geben<\/strong><\/h2>\n<address style=\"text-align: center;\">\u201e<strong>Liebt ihr mich, so werdet ihr meine Gebote halten. Und ich will den Vater bitten,<\/strong><\/address>\n<address style=\"text-align: center;\"><strong> und er wird euch einen andern Tr\u00f6ster geben, dass er bei euch sei in Ewigkeit.\u201c<\/strong><\/address>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong> <\/strong>(14,15.16)<\/p>\n<p>Unser heutiger Text schlie\u00dft sich direkt an den ersten Teil des Kapitels an, den wir letzte Woche betrachtet haben. Die J\u00fcnger waren erschrocken und traurig, weil Jesus an diesem Abend klar gesagt hatte, dass er bald weggehen w\u00fcrde zum Vater (13,33). Bis dahin hatten sie etwa drei Jahre lang mit Jesus zusammen gelebt, der leibhaftig unter ihnen gewesen. Jesus war f\u00fcr sie alles, ihr Freund, ihr Hirte, ihr Bibellehrer, ihr Vater, Ratgeber, ihr Versorger. Die J\u00fcnger genossen das einzigartige Privileg, mit dem Mensch gewordenen Sohn Gottes unmittelbar Gemeinschaft zu haben \u2013 ein Privileg, das kein Mensch in der Zeit des Alten Testaments je gehabt hatte und das auch f\u00fcr die Christen des Neuen Testaments in dieser Art nicht m\u00f6glich sein w\u00fcrde. Aber nun kam die Zeit der Trennung, da Jesus zum Vater gehen w\u00fcrde. F\u00fcr die J\u00fcnger war es unvorstellbar, wie sie ohne Jesus leben sollten, und auch nur der Gedanke daran war f\u00fcr sie unertr\u00e4glich. Sie f\u00fchlten sich wie Waisenkinder, die auf einmal Vater und Mutter verlieren. Ihr Herz wurde von Traurigkeit und vielen Sorgen erf\u00fcllt. Dabei ging es nicht nur darum, wie es praktisch mit ihnen und mit ihrer Gemeinschaft weitergehen w\u00fcrde. Ihre gr\u00f6\u00dfte Sorge war, wie sie nach Jesu Weggang geistlich \u00fcberleben konnten. Wie konnten sie ohne Jesu Anwesenheit ein richtiges Glaubensleben f\u00fchren? Tats\u00e4chlich ist die Situation, in die die J\u00fcnger nun kommen w\u00fcrden, die Situation aller Christen des Neuen Testaments, die ihr Glaubensleben ohne die physische Anwesenheit Jesu f\u00fchren sollen. Das ist auch unsere Situation. Wie k\u00f6nnen auch wir unser Glaubensleben erfolgreich f\u00fchren, obwohl Jesus nicht physisch unter uns ist?<\/p>\n<p>Im heutigen Text erfahren wir, wie Jesus den J\u00fcngern in dieser Zeit des Umbruchs half. Jesus gab ihnen zwei Dinge, damit sie auch ohne seine physische Anwesenheit ein erfolgreiches Glaubensleben f\u00fchren konnten: Zum einen gab Jesus ihn das Wort, dass sie seine Gebote halten und so in der Liebe zu ihm bleiben sollten. Zum anderen versprach Jesus ihnen einen anderen Tr\u00f6ster, den Heiligen Geist, der bei ihnen bleiben und ihnen helfen w\u00fcrde, kontinuierlich in der Beziehung zu ihm zu leben. Was Jesus hier den J\u00fcngern sagt, ist auch f\u00fcr uns in vollem Ma\u00dfe relevant. Lasst uns auf Jesus h\u00f6ren und von ihm lernen, wie wir unser Glaubensleben unter der Leitung des Heiligen Geistes erfolgreich f\u00fchren k\u00f6nnen!<\/p>\n<p><strong>Teil 1: Jesus lehrt die J\u00fcnger, ihn zu lieben, und verspricht ihnen den Heiligen Geist (15-26)<\/strong><\/p>\n<p>Wie erw\u00e4hnt, hatten die  J\u00fcnger das Gef\u00fchl, dass durch Jesu Weggang ihre Beziehung zu ihm enden w\u00fcrde. Ihre Zukunft war voller Fragezeichen und muss ihnen wie ein schwarzes Loch vorgekommen sein. Sie wussten gar nicht, wie es weitergehen sollte. Wie half Jesus den J\u00fcngern? Jesus gab ihnen eine klare Orientierung. Betrachten wir den Vers 15:\u00a0<strong>\u201eLiebt ihr mich, so werdet ihr meine Gebote halten.\u201c<\/strong> Die Liebesbeziehung zwischen Jesus und den J\u00fcngern sollte keineswegs aufh\u00f6ren. Jesus gab ihnen die klare Orientierung, dass sie weiter ihn lieben sollten, indem sie praktisch seine Gebote halten w\u00fcrden. Als er das sagte, setzte er stillschweigend voraus, wie sehr er sie liebte. Jesus hatte sie alle bedingungslos angenommen und hat sie hingebungsvoll geliebt. Jesus hatte an diesem Abend jedem von ihnen die schmutzigen F\u00fc\u00dfe gewaschen. Am n\u00e4chsten Tag w\u00fcrde er f\u00fcr sie und f\u00fcr uns alle am Kreuz sein Leben hingeben. Die J\u00fcnger sollten Jesu Liebe erwidern, indem sie seine Gebote halten. Dadurch w\u00fcrde die Liebesbeziehung zwischen Jesus und ihnen auch nach seinem Weggang weiter bestehen und sich entwickeln k\u00f6nnen. Eine Liebesbeziehung ist eine wechselseitige Sache. Jesus liebt die J\u00fcnger unver\u00e4nderlich. Aber es ist wichtig, dass die J\u00fcnger seine Liebe weiterhin annehmen und erwidern, damit die Liebesbeziehung weiter bestehen und sich entwickeln kann. Und die Liebe der J\u00fcnger zu Jesus soll sich im Gehorsam gegen\u00fcber seinen Geboten ausdr\u00fccken. Im Vers 21a sagt er noch deutlicher: <strong>\u201eWer meine Gebote hat und h\u00e4lt sie, der ist\u2019s der mich liebt.\u201c <\/strong>Im Vers 23 sagt Jesus es ganz unmissverst\u00e4ndlich: <strong>\u201eWer mich liebt, der wird mein Wort halten; und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm nehmen.\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Warum soll sich die Liebe zu Jesus darin zeigen, dass wir seinen Worten gehorchen? Wir haben die Neigung, dass wir andere so lieben wollen, wie wir wollen. Sogar Gott wollen wir so \u201elieben\u201c, wie wir es uns vorstellen bzw. wie wir es selbst wollen. Aber wahre Liebe orientiert sich nicht an dem eigenen Wunsch oder Vorstellung, sondern an dem, was der andere m\u00f6chte. Wenn ein Kind zu seiner Mutter sagt: \u201eMama, ich hab dich lieb, du bist die beste Mama der Welt!\u201c, dann aber von morgens bis abends nicht tut, was die Mutter ihm gesagt hat, was f\u00fcr eine Liebe ist das? Wir verstehen doch die Richtigkeit von Jesu Worten hier. Wenn wir Jesus wirklich lieben, werden wir seine Gebote halten und damit das tun, was er will, weil wir ihn ehren und erfreuen wollen. Dieses Wort zeigt uns den Ma\u00dfstab f\u00fcr unsere Liebe zu Jesus. Es ist leicht zu sagen, dass wir Jesus lieben. Wir k\u00f6nnen auch leicht von uns denken, dass wir Jesus vom Herzen sehr lieben w\u00fcrden. Aber die tats\u00e4chliche Gr\u00f6\u00dfe unserer Liebe zu Jesus k\u00f6nnen wir daran messen, in welchem Ma\u00dfe wir im Alltag seinen Worten gehorchen. Wir sollen Jesus nicht blo\u00df theoretisch im Kopf oder im Gef\u00fchl lieben, sondern praktisch und real, indem wir seinen Worten gehorchen.<\/p>\n<p>Dieses Wort schenkt uns Orientierung, wie wir inmitten unseres Lebens in dieser Welt Jesus lieben und in der Liebesbeziehung zu ihm leben k\u00f6nnen. Wir leben in verschiedenen Lebenssituationen, die sich h\u00e4ufig \u00e4ndern und viele Dinge von uns verlangen. Manchmal werden auch wir wie hier die J\u00fcnger orientierungslos, vielleicht weil wir uns zu sehr mit \u00e4u\u00dferen oder inneren Problemen besch\u00e4ftigt haben. Dann kann es auch uns unklar werden, wie es \u00fcberhaupt weitergehen soll, wie wir im Glaubensleben weitermachen k\u00f6nnen. Jesus sagt auch zu uns: <strong>\u201eLiebt ihr mich, so werdet ihr meine Gebote halten.\u201c<\/strong> Wir sollen mit dem anfangen, was Jesus uns schon gegeben hat, n\u00e4mlich mit seinen Worten. Wir sollen ungeachtet unserer Situation an Jesu Liebe zu uns denken und neu damit anfangen, seinen Worten praktisch zu gehorchen. Damit tun wir von uns aus einen wichtigen Schritt, dass unsere Liebesbeziehung zu Jesus erneuert wird und wir seine Hilfe empfangen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Was versprach Jesus den J\u00fcngern, nachdem er sie gelehrt hatte, ihn praktisch zu lieben? Betrachten wir die Verse 16 und 17: <strong>\u201e<\/strong><strong>Und ich will den Vater bitten und er wird euch einen andern Tr\u00f6ster geben, dass er bei euch sei in Ewigkeit: den Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, denn sie sieht ihn nicht und kennt ihn nicht. Ihr kennt ihn, denn er bleibt bei euch und wird in euch sein.<\/strong><strong>\u201c <\/strong>Jesus gab den J\u00fcngern nicht nur das Wort, dass sie ihn lieben und ihm praktisch gehorchen sollten. Jesus gibt ihnen auch die Verhei\u00dfung, ihnen <strong>\u201eeinen andern Tr\u00f6ster\u201c<\/strong> zu senden. Im Allgemeinen ist ein Tr\u00f6ster jemand, der f\u00fcr uns da ist, um uns zu helfen, jemand der uns zuh\u00f6rt und uns gut versteht, uns passenden Rat, Trost und Ermutigung gibt. Bis dahin hatte Jesus sie getr\u00f6stet und ihnen immer geholfen, wenn sie irgendwelche Hilfe brauchten. Jesus w\u00fcrde nun weggehen zum Vater, aber die J\u00fcnger w\u00fcrden nicht in ein Loch fallen. Denn Jesus w\u00fcrde ihnen einen andern Tr\u00f6ster senden, den Heiligen Geist, der an seiner Stelle treu bei ihnen sein und ihnen umfassend helfen w\u00fcrde. Er w\u00fcrde sozusagen Jesu leibliche Anwesenheit perfekt ersetzen. Hier lehrt Jesus uns bereits einige wichtige Dinge \u00fcber den Heiligen Geist. Jesus nennt ihn den Tr\u00f6ster und sagt, dass er in uns ist und bei uns bleibt. Das hei\u00dft er kennt und versteht uns in vollkommenem Ma\u00dfe und hilft uns in umfassender Weise. Er wird uns nicht blo\u00df f\u00fcr begrenzte Zeit begleiten, sondern in Ewigkeit bei uns bleiben. Was f\u00fcr ein Segen ist es, dass Jesus uns den Heiligen Geist gibt! Jesus gibt uns f\u00fcr unser Glaubensleben sein kostbares Wort. Aber das ist nicht alles. Jesus gibt uns auch den Heiligen Geist, der st\u00e4ndig bei uns  ist und uns beim Glaubensleben in dieser Welt umfassend hilft, damit wir inmitten dieser Welt und trotz unserer Schw\u00e4che unser Glaubensleben erfolgreich f\u00fchren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Welchen Trost gab Jesus den J\u00fcngern noch? Betrachten wir die Verse 18-20: <strong>\u201e<\/strong><strong>Ich will euch nicht als Waisen zur\u00fccklassen; ich komme zu euch. Es ist noch eine kleine Zeit, dann wird mich die Welt nicht mehr sehen. Ihr aber sollt mich sehen, denn <\/strong><strong>ich lebe und ihr sollt auch leben.<\/strong><strong> An jenem Tage werdet ihr erkennen, dass ich in meinem Vater bin und ihr in mir und ich in euch.\u201c<\/strong> Eben hatte Jesus den J\u00fcngern versprochen, ihnen den Heiligen Geist zu senden. Hier nun verspricht Jesus, dass er selbst zu ihnen kommen wird. Worauf bezog er sich dabei? Die kurze Zeit, von der er in Vers 19 spricht, weist darauf hin, dass er seinen Besuch der J\u00fcnger nach seiner Auferstehung gemeint hat. Aber die Worte \u201edenn ich lebe und ihr sollt auch leben\u201c weisen darauf hin, dass Jesus auch die Zeit nach seiner Wiederkunft meint, wo er f\u00fcr immer zu ihnen kommt und wo sie ihn ewig sehen werden.<\/p>\n<p>Betrachten wir Vers 21: <strong>\u201eWer meine Gebote hat und h\u00e4lt sie, der ist&#8217;s, der mich liebt. Wer mich aber liebt, der wird von meinem Vater geliebt werden, und ich werde ihn lieben und mich ihm offenbaren.<\/strong><strong>\u201c <\/strong>Hier hat Jesus seine Aussage noch st\u00e4rker formuliert als im Vers 15, n\u00e4mlich wie ein Prinzip. Wer seine Gebote hat und sie h\u00e4lt, erweist sich dadurch als jemand, der Jesus wirklich liebt. Aber das blo\u00dfe Bekenntnis mit unserem Mund ist zu wenig. Jesus pr\u00fcft unsere Liebe zu ihm nicht an unseren Worten, sondern vor allem daran, ob und wie sehr wir seine Worte praktisch befolgen. Der Ausdruck<strong> \u201eWer meine Gebote hat und h\u00e4lt sie\u201c<\/strong> weist uns darauf hin, dass es nicht blo\u00df darum geht, irgendwann einem Gebot zu gehorchen, das uns gerade sehr angesprochen hat; sondern wir sollen aus Liebe zu Jesus uns darum bem\u00fchen, alle seine Gebote im Herzen zu haben und sie in der jeweiligen Lebenssituation praktisch umzusetzen.<\/p>\n<p>Welche gewaltige Folge wird es haben, wenn wir unsere praktische Liebe zu Jesus erweisen? Jesus verhei\u00dft, dass wer seine Gebote hat und h\u00e4lt, von seinem Vater geliebt wird; Gott selbst wird uns seine g\u00f6ttliche Liebe erweisen. Auch Jesus wird uns lieben und sich uns offenbaren. Wir werden in der seligen Gemeinschaft mit Jesus und dem Heiligen Geist leben und k\u00f6nnen in der Erkenntnis Christi und in unserer pers\u00f6nlichen Beziehung zu Gott unbegrenzt wachsen.<\/p>\n<p>Betrachten wir Vers 22: \u201e<strong>Spricht zu ihm Judas, nicht der Iskariot: Herr, was bedeutet es, dass du dich uns offenbaren willst und nicht der Welt?\u201c <\/strong>Judas verstand nicht, warum sich Jesus den J\u00fcngern offenbaren wollte, aber nicht der Welt. Seine Frage kam wohl daher, dass er selbst noch Interesse an der Anerkennung der Welt hatte, und weil er nicht die entscheidende Bedeutung der Liebe f\u00fcr die Beziehung zu Jesus verstand.<\/p>\n<p>Wie antwortete ihm Jesus? Betrachten wir Vers 23:<strong> \u201eJesus antwortete und sprach zu ihm: <\/strong><strong>Wer mich liebt, der wird mein Wort halten; und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm nehmen.\u201c <\/strong>In Bezug auf Judas\u2019 Frage erkl\u00e4rt Jesus hier nochmals die Wichtigkeit der Liebe zu ihm. Zwar liebt Jesus grunds\u00e4tzlich alle Menschen und will sie zur Bu\u00dfe und zum Leben f\u00fchren. Aber Jesus offenbart sich nur denen, die bereit sind, seine Offenbarung anzunehmen. Jesus kann seine Liebe nur denen erweisen, die bereit dazu sind, seine Liebe auch annehmen und zu erwidern und so eine Liebesbeziehung zu ihm einzugehen.<\/p>\n<p>Betrachten wir nochmals Vers 23. Wer Jesus liebt, wird sein Wort halten. Dieses Wort l\u00e4sst keinen Raum f\u00fcr Ausfl\u00fcchte oder Ausreden, zum Beispiel dass die \u00e4u\u00dfere Situation oder unsere pers\u00f6nlichen Umst\u00e4nde uns daran hindern w\u00fcrden, Jesu Worten zu gehorchen. Tats\u00e4chlich gibt es fast nie ideale Umst\u00e4nde, in denen wir Jesus ganz leicht gehorchen k\u00f6nnen. Es gibt fast immer irgendwelche \u00e4u\u00dferen Umst\u00e4nde oder  Hindernisse durch andere Menschen und am meisten Hindernisse in uns selbst,  wegen denen der Gehorsam uns nicht ganz leicht f\u00e4llt, bis hin zu dem eigentlich unglaublichen Argument, dass wir leider keine Zeit daf\u00fcr h\u00e4tten. Aber wer Jesus liebt, wird seine Worte halten. Das hei\u00dft, er wird alle \u00e4u\u00dferen und inneren Hindernisse \u00fcberwinden und Jesu Willen tun, weil er Jesus wirklich lieb hat und ihn erfreuen will. Wir sollten nicht unsere Lebenssituation zum Vorwand nehmen, warum wir Jesus nicht gehorchen k\u00f6nnten. Vielmehr sollen wir unsere Liebe zu Jesus erneuern und in der Situation, in der wir gerade sind, seinen Worten gehorchen und ihn so praktisch lieben.<\/p>\n<p>Betrachten wir noch einmal den Vers 23. Wenn wir Jesus durch unseren Gehorsam gegen\u00fcber seinem Wort lieben, wird der Vater uns lieben und der Vater und Jesus werden zu uns kommen und Wohnung bei uns nehmen. Was f\u00fcr eine gro\u00dfartiges Wunder ist es, dass Gott in uns wohnt! Dass Gott Wohnung bei uns nehmen wird, ist die Erf\u00fcllung von Gottes grundlegenden und wichtigsten Wunsch gegen\u00fcber uns Menschen. Gott will bei uns Menschen wohnen und so mit uns intensiv Gemeinschaft haben. Gott lie\u00df die Israeliten nach ihrem Auszug aus \u00c4gypten die Stiftsh\u00fctte bauen und sagte: Sie sollen mir ein Heiligtum bauen, dass ich unter ihnen wohne. Doch die Gemeinschaft Gottes mit den Israeliten war wegen ihrer S\u00fcnde st\u00e4ndig gest\u00f6rt und beeintr\u00e4chtigt. Schlie\u00dflich sandte Gott seinen Sohn in die Welt. Die Stelle in Joh 1,14 sagt dar\u00fcber: <strong>\u201eUnd das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.\u201c <\/strong>Jesus kam und wohnte bei den J\u00fcngern, sodass sie seine Herrlichkeit als Gottes Sohn sehen konnten. Doch diese Gemeinschaft Jesu mit Menschen auf der Erde war zeitlich und zahlenm\u00e4\u00dfig sehr beschr\u00e4nkt. Jesus w\u00fcrde nun zur\u00fcck zum Vater gehen. Aber deshalb w\u00fcrde die sch\u00f6ne Gemeinschaft Jesu mit den Menschen nicht zu Ende sein. Jesus verhei\u00dft hier den J\u00fcngern und allen Gl\u00e4ubigen des Neuen Testaments, dass er zu uns kommen und bei uns wohnen wird, wenn wir seine Worte halten. Was f\u00fcr eine gro\u00dfe Bedeutung hat es, Jesu Worte zu haben und ihnen zu gehorchen! Was f\u00fcr ein riesiges Privileg ist es, dass Gott durch den Heiligen Geist in uns wohnt! Aber das ist doch wahr. Die Stelle in 1. Kor 3,16 sagt: <strong>\u201eWisst ihr nicht, dass ihr Gottes Tempel seid und der Geist Gottes in euch wohnt?\u201c <\/strong>Gott wohnt in uns durch den Heiligen Geist. Wir d\u00fcrfen und sollen uns dieser Tatsache bewusst sein und sollen ihn achten und uns von ihm leiten lassen.<\/p>\n<p>Betrachten wir auch die Verse 24-26: <strong>\u201e<\/strong><strong>Wer aber mich nicht liebt, der h\u00e4lt meine Worte nicht. Und das Wort, das ihr h\u00f6rt, ist nicht mein Wort, sondern das des Vaters, der mich gesandt hat.\u00a0Das habe ich zu euch geredet, solange ich bei euch gewesen bin. Aber <\/strong><strong>der Tr\u00f6ster, der Heilige Geist, den mein Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe.<\/strong><strong>\u201c<\/strong> Hier spricht Jesus dar\u00fcber, was es bedeutet, wenn jemand seinen Worten nicht gehorcht. Jesu Worten nicht zu gehorchen, ist ein Zeichen daf\u00fcr, dass jemand Jesus nicht liebt. Das ist eine sehr ernste Sache, weil das Wort, das er sagt, das Wort des Vaters im Himmel ist.<\/p>\n<p>Hier lehrt Jesus, was der Heilige Geist f\u00fcr uns tut. Er lehrt uns alles und erinnert uns an Jesu Worte. Viele Menschen halten den Heiligen Geist f\u00fcr eine unpers\u00f6nliche Kraft, die ihnen nach ihrem Bedarf Kraft, Freude, Frieden im Herzen schenkt. Aber wie Jesus hier \u00fcber den Heiligen Geist spricht, legt nahe, dass der Heilige Geist keine unpers\u00f6nliche Kraft, sondern eine Person ist, in der Gott selbst in uns wirkt und zu uns spricht. Er ist unser Tr\u00f6ster, der uns bestens kennt und versteht und uns tr\u00f6sten kann. Er ist unser perfekter Bibellehrer, der uns an Jesu Worte erinnert und sie uns verstehen lehrt. Von ihm zu lernen, ist immer spannend und wird nie langweilig, weil er Gottes Worte vollkommen versteht und sie uns perfekt erkl\u00e4ren kann. Dabei wird er nicht m\u00fcde, uns zu lehren, sondern er tut dies treu und geduldig, bis er uns in alle Wahrheit leitet.<\/p>\n<p>Warum ist es so wichtig, dass der Heilige Geist die J\u00fcnger begleitete und lehrte? Warum ist es wichtig, dass auch wir unter der F\u00fchrung des Heiligen Geistes leben lernen? Die J\u00fcnger waren sehr vergesslich und hatten vieles noch nicht verstanden. Ebenso sind auch wir vergesslich und vergessen oft schnell, was wir etwa beim Gottesdienst oder beim Bibelstudium gelernt haben. Au\u00dferdem steckt in uns unser Ego mit seiner Begierde, die oft so stark ist, dass sie uns leicht in ihren Bann zieht und uns beim Glaubensleben ins Schleudern bringt. Wir neigen dazu, die Worte Gottes so zu verstehen wie wir wollen, und sind allzu oft versucht, einfach so zu leben, wie wir wollen, anstatt gr\u00fcndlich genug nach Gottes Willen zu fragen und dem zu folgen. Wenn Jesus uns nur das Wort Gottes gegeben h\u00e4tten, w\u00e4ren wir sozusagen auf verlorenem Posten wegen unserer Vergesslichkeit, unserem Mangel an Disziplin und unserer Schw\u00e4che. Wer k\u00f6nnte sein Glaubensleben erfolgreich f\u00fchren? Aber der Hl. Geist hilft uns nach dem Wort Gottes zu leben, indem er uns lehrt und uns an das Wort erinnert. Hier erkennen wir die m\u00e4chtige Wirksamkeit und die \u00fcberaus wichtige Rolle des Heiligen Geistes. Wie wichtig und kostbar ist es, dass der Heilige Geist uns treu das Wort Gottes lehrt und uns daran erinnert! Durch seine Hilfe und Leitung k\u00f6nnen wir immer neu erkennen, was der Wille Gottes ist, und neu motiviert werden, ihm zu folgen. Durch das Wirken des Heiligen Geistes k\u00f6nnen wir so trotz unserer Schw\u00e4che und Anfechtbarkeit unser Glaubensleben auf Dauer erfolgreich f\u00fchren und werden in unserem Leben letztlich siegreich sein. Preiset Gott, der uns den Heiligen Geist gesandt hat!<\/p>\n<p>Aber wir m\u00fcssen uns auch bewusst sein, dass durch die Anwesenheit des Heiligen Geistes unser Glaubensleben nicht automatisch erfolgreich wird. Denn der Geist lehrt uns geduldig; aber wir m\u00fcssen seiner Lehre auch zuh\u00f6ren und sie befolgen; wenn wir nicht annehmen, was er sagt, ist es vergeblich. Der Geist erinnert uns an das Wort Jesu; aber wenn wir widerstreben, wird seine Hilfe uns nichts n\u00fctzen. Obwohl also der Heilige Geist der weiseste Lehrer, der beste Ratgeber und der m\u00e4chtigste Helfer ist, bestimmen wir immer noch selbst den Verlauf unseres geistlichen Lebens. Der von Gott geplante Sieg geschieht nicht automatisch, sondern es kommt auf unsere pers\u00f6nliche Entscheidung an bzw. wie sehr wir immer neu auf den Geist h\u00f6ren und Jesu Worten praktisch gehorchen. Das erkl\u00e4rt, weshalb Jesus mehrmals sagt, dass wir seine Gebote halten sollen!<\/p>\n<p>M\u00f6ge Gott uns helfen, Jesus praktisch zu lieben, indem wir an seine Worte denken und ihnen gehorchen! M\u00f6ge Gott uns mit dem Heiligen Geist erf\u00fcllen und uns helfen, unter seiner Leitung zu leben!<\/p>\n<p><strong>Teil 2: Jesus gibt den J\u00fcngern seinen Frieden (27-31)<\/strong><\/p>\n<p>Was gab Jesus den J\u00fcngern noch, als er zum Vater ging? Lesen wir gemeinsam Vers 27: \u201e<strong>Den Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. Nicht gebe ich euch, wie die Welt gibt. Euer Herz erschrecke nicht und f\u00fcrchte sich nicht.<\/strong>\u201c Jesus gab ihnen seinen Frieden. Die J\u00fcnger w\u00fcrden allen m\u00f6glichen Schwierigkeiten begegnen, sowohl im pers\u00f6nlichen Bereich ihres Glaubenslebens als auch bei der Erf\u00fcllung ihrer Aufgabe, das Werk Jesu nach seinem Weggang weiterzuf\u00fchren. Aber Jesus gab ihnen seinen Frieden, der sie treu begleiten und erf\u00fcllen w\u00fcrde. Deshalb brauchten sie nicht zu erschrecken und sich nicht zu f\u00fcrchten.<\/p>\n<p>In dieser Welt werden wir immer wieder mit Situationen konfrontiert, die uns unruhig machen und uns Stress bereiten, von ganz kleinen Problemen im Studium oder Beruf oder der Familie bis zu gro\u00dfen Problemen, die uns nicht schlafen lassen. Als Menschen k\u00f6nnen wir viele Dinge tun, um in Ruhe und Frieden leben zu k\u00f6nnen, zum Beispiel eine sichere Arbeitsstelle ergattern, ein Sparguthaben auf der Bank anlegen oder sich eine Wohnung oder ein Haus kaufen, einen festen Partner finden usw. Aber durch diese Dinge erlangen die Menschen keinen wahren Frieden. Deshalb werden so viele Wellness-Urlaube und Kurse mit Yoga oder Meditation angepriesen, durch die die Menschen angeblich Frieden finden k\u00f6nnen. Aber hier lernen wir, dass der wahre Friede von Jesus kommt. Jesu Friede ist ganz anders als weltlicher Friede, der nur oberfl\u00e4chlich und br\u00fcchig ist und letztlich nicht halten kann. Jesu Friede basiert auf der festen Grundlage, dass wir durch den Glauben von Gott als seine Kinder angenommen werden. So hei\u00dft es in R\u00f6mer 5,1:<strong> \u201eDa wir nun gerecht geworden sind durch den glauben, haben wir Frieden mit Gott durch unsern Herrn Jesus Christus.\u201c<\/strong> Auf dieser Grundlage gibt Jesus uns den wahren Frieden. Der Friede Jesu ist stark und dauerhaft, weil er von Jesus selbst immer wieder erneuert wird. Der Friede Jesu wird uns treu im Leben begleiten, auch wenn wir in gr\u00f6\u00dfte Not geraten, als ob wir im Wasser untergehen oder im Feuer verbrennen w\u00fcrden. Jesu Friede hilft uns, auch die Leidenszeit zu erdulden und auch dann seinen Willen zu tun.<\/p>\n<p>Betrachten wir auch die Verse 28-31. Die J\u00fcnger sollten froh sein, dass Jesus zum Vater ging, weil er dort nicht mehr leiden, sondern ewig in Herrlichkeit regiert. Aber die J\u00fcnger waren zu ichbezogen und dachten nur an den Verlust, den sie durch Jesu Weggang erfahren w\u00fcrden. Aber Jesus wollte, dass sie dadurch nicht in Anfechtung geraten w\u00fcrden. Darum lie\u00df er sie wissen, dass alles von Gott geplant war und unter seiner Kontrolle stand und nach seinem Plan vollendet w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Lesen wir zum Schluss nochmals das Leitwort: <strong>\u201eLiebt ihr mich, so werdet ihr meine Gebote halten. Und ich will den Vater bitten, und er wird euch einen andern Tr\u00f6ster geben, dass er bei euch sei in Ewigkeit.\u201c<\/strong> M\u00f6ge Gott jedem von uns helfen, Jesus praktisch zu lieben und unter der Leitung seines Heiligen Geistes ein gesegnetes Glaubensleben zu f\u00fchren! M\u00f6ge Jesus uns mit seinem Frieden erf\u00fcllen!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download Er wird euch einen andern Tr\u00f6ster geben \u201eLiebt ihr mich, so werdet ihr meine Gebote halten. 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