{"id":72,"date":"2009-05-31T16:16:26","date_gmt":"2009-05-31T15:16:26","guid":{"rendered":"http:\/\/ubfheidelberg.org\/?p=72"},"modified":"2023-01-29T20:20:05","modified_gmt":"2023-01-29T19:20:05","slug":"predigt-joh-652-71","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-joh-652-71\/","title":{"rendered":"Predigt: Joh 6,52-71"},"content":{"rendered":"<p><!--StartFragment--><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong><a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2009\/05\/j17-p06-5271.doc\">Download<\/a><\/strong><\/p>\n<h3 style=\"text-align: center;\"><span lang=\"DE\">Du<span> <\/span>hast<span> <\/span>Worte<span> <\/span>des<span> <\/span>ewigen<span> <\/span>Lebens<\/span><\/h3>\n<address style=\"text-align: center;\"><span lang=\"DE\"><strong>\u201eDa antwortete ihm Simon Petrus: Herr, wohin sollen wir gehen?<br \/>\nDu hast Worte des ewigen Lebens; und wir haben geglaubt<br \/>\nund erkannt: Du bist der Heilige Gottes.\u201c<\/strong><\/span><\/address>\n<p class=\"MsoNormal\" align=\"center\"><span lang=\"DE\">(6,68.69)<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" align=\"center\"><strong><em><span lang=\"DE\"> <\/span><\/em><\/strong><\/p>\n<p class=\"MsoBodyTextIndent2\"><span lang=\"DE\"> <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoBodyTextIndent2\"><span lang=\"DE\">Unser heutiger Text ist die Fortsetzung des Geschehens, das wir an den letzten beiden Sonntagen betrachtet haben. Jesus hat eine gro\u00dfe Menge von \u00fcber f\u00fcnftausend Menschen mit Brot gespeist. Dadurch hat er seine g\u00f6ttliche Allmacht und Barmherzigkeit gezeigt. Aber anstatt durch dieses Zeichen mehr Interesse an Jesus zu haben, interessierten sich die Menschen am n\u00e4chsten Tag nur noch daf\u00fcr, mehr Brot von ihm zu bekommen. Jesus ermahnte sie dazu, nach der unverg\u00e4nglichen Speise zu streben, die zum ewigen Leben bleibt (27). Dabei offenbarte er sich ihnen selbst, indem er sagte: <strong>\u201eIch bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern; und wer an mich glaubt, den wird nimmermehr d\u00fcrsten\u201c<\/strong> (35). Die Juden murrten \u00fcber Jesu Lehre, aber Jesus lud sie unerm\u00fcdlich dazu ein, ihn als das Brot des Lebens anzuerkennen und zu ihm zu kommen. Schlie\u00dflich sagte Jesus, dass dieses Brot sein Fleisch ist, das er f\u00fcr das Leben der Welt geben w\u00fcrde (51). Unser Text heute beginnt an diesem Punkt. Wir k\u00f6nnen darin lernen, warum Jesu Fleisch die wahre Speise und sein Blut der wahre Trank ist und warum es f\u00fcr jeden Menschen notwendig ist, davon zu essen und zu trinken. Wir erfahren anschlie\u00dfend auch von zwei extrem unterschiedlichen Reaktionen auf diese Offenbarung Jesu, n\u00e4mlich dass zum einen ein gro\u00dfer Teil der J\u00fcnger an Jesu Worten Ansto\u00df nahm und von ihm wegging, zum anderen dass Petrus in dieser kritischen Zeit ein klares Bekenntnis zu Jesus ablegte. Lasst uns heute verstehen, warum Jesu Fleisch die wahre Speise und sein Blut der wahre Trank ist und warum wir es zu uns nehmen m\u00fcssen, um zu leben! Lasst uns auch lernen, wie Petrus auch in einer kritischen Zeit ein klares Glaubensbekenntnis zu Jesus haben konnte, sodass wir Jesus bis zum Ende treu bleiben und das Leben erlangen k\u00f6nnen!<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoBodyTextIndent2\"><span lang=\"DE\"> <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoBodyTextIndent2\"><span lang=\"DE\"> <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoBodyTextIndent2\"><strong><span lang=\"DE\">Teil 1: Die wahre Speise und der wahre Trank (52-59)<\/span><\/strong><\/p>\n<p class=\"MsoBodyTextIndent2\"><span lang=\"DE\"> <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoBodyTextIndent2\"><span lang=\"DE\">Im vorangegangenen Abschnitt hatte Jesus sich selbst wiederholt als das Brot des Lebens vorgestellt und die Juden dazu eingeladen, zu ihm zu kommen und das ewige Leben zu haben. Schlie\u00dflich sagte er im Vers 51: <strong>\u201eIch bin das lebendige Brot, das vom Himmel gekommen ist. Wer von diesem Brot isst, der wird leben in Ewigkeit. Und dieses Brot ist mein Fleisch, das ich geben werde f\u00fcr das Leben der Welt.\u201c<\/strong> Hier machte Jesus ganz klar, was er meinte. Praktisch sagte er ihnen, dass er f\u00fcr sie sterben w\u00fcrde, damit sie ewig leben k\u00f6nnten. Doch wie reagierten sie darauf? Im Vers 52 hei\u00dft es: <strong>\u201eDa stritten die Juden untereinander und sagten: Wie kann der uns sein Fleisch zu essen geben?\u201c<\/strong> Ihre Reaktion zeigt, dass sie Jesu Lehre nicht annahmen und nicht verstanden, sondern als eine unzumutbare Aufforderung zur\u00fcckwiesen. Warum? Sicherlich war Jesu Lehre f\u00fcr sie neu, aber es war durchaus m\u00f6glich, sie zu verstehen. Hier zeigt sich, dass es nicht vorrangig eine Frage des Intellekts oder der Vernunft ist, ob ein Mensch Jesu Worte versteht oder nicht. Ob und wie wir etwas versteht, ist viel davon abh\u00e4ngig, welche Absicht bzw. welches Ziel wir verfolgen. Die Juden verfolgten immer noch ihr eigenes Ziel, dass sie von Jesus unbedingt physisches Brot bekommen wollten. Sie versuchten, alle Aussagen Jesu dahingehend zu verstehen. Als Jesus aber klar machte, dass er ihnen etwas anderes geben wollte, n\u00e4mlich das Brot vom Himmel, das ihnen das ihnen das ewige Leben gibt, wollten und konnten sie sein Wort nicht verstehen. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoBodyTextIndent2\"><span lang=\"DE\"> <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoBodyTextIndent2\"><span lang=\"DE\">Jesus h\u00e4tte sie nun als unverbesserliche S\u00fcnder aufgeben k\u00f6nnen. Aber Jesus versuchte weiter ihnen zu helfen. Wie half er ihnen weiter? Betrachten wir Vers 53: <strong>\u201eJesus sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr nicht das Fleisch des Menschensohns esst und sein Blut trinkt, so habt ihr kein Leben in euch.\u201c <\/strong>Jesus nahm in seiner Antwort keine R\u00fccksicht auf ihre verkehrte Erwartung. Vielmehr hat Jesus seine Lehre noch klarer ausgedr\u00fcckt. Er betonte die Notwendigkeit, dass sie sein Fleisch essen und sein Blut trinken, da sie sonst kein Leben in sich haben. Jesus lehrte sie diese Wahrheit beharrlich, weil er sie unbedingt erretten wollte. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoBodyTextIndent2\"><span lang=\"DE\"> <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoBodyTextIndent2\"><span lang=\"DE\">Die Worte, die Jesus hier sagt, k\u00f6nnen auch f\u00fcr manchen von uns befremdlich wirken. Wie k\u00f6nnen wir sie verstehen? Obwohl auf vielen Speisen und Getr\u00e4nken Namen wie \u201evital\u201c oder \u201elife\u201c stehen, kann keine Speise und kein Getr\u00e4nk uns helfen, das wahre, ewige Leben zu erlangen. Aber es gibt einen Weg, auf dem wir doch wahres, ewiges Leben erlangen k\u00f6nnen, wenn wir die ganz besondere Speise essen, die Jesus uns anbietet, n\u00e4mlich Jesu Fleisch und sein Blut. Jesus verhei\u00dft klar:<strong> \u201eWer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der hat das ewige Leben, und ich werde ihn am J\u00fcngsten Tage auferwecken\u201c <\/strong>(54). Was bedeutet das aber? Kurz vor seiner Kreuzigung hat Jesus mit den J\u00fcngern das letzte Abendmahl gehalten. Dar\u00fcber hei\u00dft es im Matth\u00e4usevangelium: <strong>\u201e<strong>Als sie aber a\u00dfen, nahm Jesus das Brot, dankte und brach&#8217;s und gab&#8217;s den J\u00fcngern und sprach: Nehmet, esset; das ist mein Leib.<\/strong><\/strong> <strong>Und er nahm den Kelch und dankte, gab ihnen den und sprach: Trinket alle daraus;<\/strong> <strong>das ist mein Blut des Bundes, das vergossen wird f\u00fcr viele zur Vergebung der S\u00fcnden<\/strong><strong>\u201c <\/strong>(Mt 26,26-28). Beim Abendmahl isst man Brot und trinkt Wein, um sich dadurch daran zu erinnern, dass Jesus am Kreuz sein Fleisch hingab und sein Blut vergoss, um f\u00fcr uns die Vergebung unserer S\u00fcnden zu bewirken. Jesu Fleisch zu essen und sein Blut zu trinken bedeutet demnach, dass wir uns an diese Heilstat Jesu erinnern und uns damit so besch\u00e4ftigen, dass wir unseren Glauben daran erneuern und seine Gnade neu empfangen. Wie h\u00e4ufig und wie lange sollen wir dies tun? Die W\u00f6rter \u201eisst\u201c und \u201etrinkt\u201c stehen hier in einer Zeitform, die einen andauernd wiederkehrenden Vorgang beschreiben. Wir sollen also nicht nur einmal, etwa bei unserer Bekehrung, Jesu Opfer ganz pers\u00f6nlich annehmen. Vielmehr sollen wir t\u00e4glich neu Jesu Opfer f\u00fcr unsere S\u00fcnden bedenken und annehmen und kontinuierlich aus dem Glauben daran leben. Wir sollen uns geistlich davon ern\u00e4hren. Dies sollen wir tun, bis Jesus uns am J\u00fcngsten Tag auferwecken wird.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoBodyTextIndent2\"><span lang=\"DE\"> <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoBodyTextIndent2\"><span lang=\"DE\">Jesus erkl\u00e4rt weiter im Vers 55: <strong>\u201eDenn mein Fleisch ist die wahre Speise und mein Blut ist der wahre Trank.\u201c<\/strong> Hier proklamiert Jesus sein Fleisch als die wahre, als die reale Speise und sein Blut als den realen Trank. Warum ist das so? Physische Speise kann nur bewirken, dass unser K\u00f6rper f\u00fcr einige weitere Stunden funktioniert. Doch egal wie viel und wie gesund wir essen, k\u00f6nnen wir durch physische Speise nicht unser wahres, elementares Bed\u00fcrfnis stillen, n\u00e4mlich das ewige Leben zu erlangen. Aber Jesu Fleisch und sein Blut, die er am Kreuz f\u00fcr uns hingegeben hat, geben jedem, der sie pers\u00f6nlich aufnimmt, wahres, ewiges Leben. Darum ist Jesu Fleisch die wahre Speise und sein Blut der wahre Trank. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoBodyTextIndent2\"><span lang=\"DE\"> <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoBodyTextIndent2\"><span lang=\"DE\">Welche weitere Folge hat, wenn wir Jesu Fleisch essen und sein Blut trinken? Jesus sagt dar\u00fcber im Vers 56 sagt: <strong>\u201eWer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der bleibt in mir und ich in ihm.\u201c<\/strong> Wenn wir Jesu Fleisch und sein Blut, das er f\u00fcr uns hingegeben hat, pers\u00f6nlich aufnehmen, entsteht dadurch eine feste, kontinuierliche Beziehung zwischen Jesus und uns. Man kann auf vielerlei Weise eine Beziehung zu Jesus anfangen. Aber unsere Beziehung zu Jesus wird stabil und dauerhaft, wenn wir Jesu Fleisch essen und sein Blut trinken, wenn wir also sein Opfer f\u00fcr uns ganz pers\u00f6nlich annehmen. Diese Beziehung ist eine Leben gebende und Leben nehmende Beziehung, von der Jesus im Kap.15 sagt: <strong>\u201eBleibt in mir und ich euch. Wie die Rebe keine Frucht bringen kann aus sich selbst, wenn sie nicht am Weinstock bleibt, so auch ihr nicht, wenn ihr nicht in mir bleibt\u201c<\/strong> (15,4). Wir sollen in dieser Beziehung zu Jesus bleiben und darin leben, indem wir kontinuierlich zu ihm kommen, wie wir sind, und seine Gabe annehmen.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoBodyTextIndent2\"><span lang=\"DE\"> <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span lang=\"DE\">Es war f\u00fcr die Juden sicher nicht leicht, diese Lehre anzunehmen. Ohnehin haben wir Menschen seit dem S\u00fcndenfall ein Verlangen in uns, unabh\u00e4ngig von anderen aus uns selbst heraus zu leben, sogar unabh\u00e4ngig von Gott. Doch Jesu Lehre hier besagt, dass wir nur aus der Beziehung zu Jesus heraus leben k\u00f6nnen, indem wir kontinuierlich Jesu Fleisch essen und sein Blut trinken. Wie half Jesus seinen Zuh\u00f6rern und damit gleichzeitig auch uns, damit wir diese elementare Wahrheit doch verstehen und annehmen k\u00f6nnen? Jesus sagt im Vers 57: <strong>\u201e<\/strong><\/span><strong><span lang=\"DE\">Wie mich der lebendige Vater gesandt hat und ich lebe um des Vaters willen, so wird auch, wer mich isst, leben um meinetwillen.\u201c <\/span><\/strong><span lang=\"DE\">Hier verk\u00fcndigt Jesus, dass Gott ihn gesandt hat. Und obwohl Jesus Gottes Sohn und von ihm gesandt ist, lebt er nicht aus sich selbst heraus, sondern lebt um des Vaters willen, anders \u00fcbersetzt lebt er durch den Vater. Und so wie Jesus durch den Vater lebt, wird auch jeder, der Jesus isst, durch ihn leben. Auf diese Weise geht das <\/span><span lang=\"DE\">Leben von Gott aus und flie\u00dft von Gottes Thron \u00fcber Jesus zu uns Menschen. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoBodyTextIndent2\"><span lang=\"DE\"> <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoBodyTextIndent2\"><span lang=\"DE\">Betrachten wir die Verse 58-59: <strong>\u201e<\/strong><\/span><strong><span lang=\"DE\">Dies ist das Brot, das vom Himmel gekommen ist. Es ist nicht wie bei den V\u00e4tern, die gegessen haben und gestorben sind. Wer dies Brot isst, der wird leben in Ewigkeit. Das sagte er in der Synagoge, als er in Kapernaum lehrte.<\/span><span lang=\"DE\">\u201c <\/span><\/strong><span lang=\"DE\">Hier betont Jesus nochmals die einzigartige Eigenschaft vom Brot des Himmels durch den Vergleich mit dem Manna, das die V\u00e4ter der Israeliten 40 Jahre lang in der W\u00fcste gegessen hatten. Das Manna war blo\u00df eine besondere physische Speise. Aber das Brot vom Himmel ist von v\u00f6llig anderer Qualit\u00e4t; denn es gibt den Menschen neues und ewiges Leben. Jesus ist das Brot vom Himmel. Nur Jesus kann uns Menschen das ewige Leben geben, weil er vom Himmel gekommen ist. Jesus ist die einzige Verbindung f\u00fcr uns Menschen zu Gott und der einzige Weg zum ewigen Leben. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoBodyTextIndent2\"><span lang=\"DE\"> <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><strong><span lang=\"DE\"> <\/span><\/strong><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><strong><span lang=\"DE\">Teil 2: Der Geist ist\u2019s, der lebendig macht (60-65)<\/span><\/strong><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><strong><span lang=\"DE\"> <\/span><\/strong><\/p>\n<p class=\"MsoBodyTextIndent2\"><span lang=\"DE\">In diesem Abschnitt erfahren wir von der Reaktion vieler der J\u00fcnger Jesu, die ihm wohl seit kurzem oder l\u00e4ngerem gefolgt waren und seine Rede geh\u00f6rt hatten. Vers 60 berichtet: <strong>\u201eViele nun seiner J\u00fcnger, die das h\u00f6rten, sprachen: Das ist eine harte Rede; wer kann sie h\u00f6ren?\u201c <\/strong>Wir k\u00f6nnen annehmen, dass viele von ihnen Jesus nicht erst seit der Speisung der F\u00fcnftausend am Vortag gefolgt waren, sondern schon l\u00e4nger. Bis dahin hatten sie offenbar noch nicht an Jesu Worten Ansto\u00df genommen. Aber als Jesus sich ihnen als das Brot des Lebens vorgestellt und klar gemacht hat, dass sie sein Fleisch essen und sein Blut trinken mussten, um das Leben zu haben, lehnten sie Jesu Lehre ab und kritisierten sie als eine \u201eharte Rede\u201c. Warum? Sie st\u00f6rten sich vermutlich daran, dass Jesus klar sagte, dass sie nur dann das ewige Leben in sich h\u00e4tten, wenn sie Jesu Fleisch essen und sein Blut trinken w\u00fcrden, weil dies f\u00fcr sie wohl unangenehm klang und weil es f\u00fcr ihr Vertrauen auf ihre eigenen Werke und ihren Stolz keinen Raum lie\u00df. Vor allem lehnten sie Jesu Rede wohl deshalb ab, weil sie immer noch ein eigenes Ziel verfolgten und von Jesus Brot bekommen wollten, aber das Brot, das Jesus ihnen geben wollte, ganz anders war als das, was sie erwarteten. Als Jesus ihnen das Brot vom Himmel anbot, hatten sie eigentlich die gro\u00dfartige M\u00f6glichkeit, diese Gabe wahrzunehmen und zu empfangen. Aber weil sie immer noch ein falsches Ziel hatten, von Jesus Brot zu bekommen, wiesen sie Jesu Worte als \u201eharte Rede\u201c zur\u00fcck. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoBodyTextIndent2\"><span lang=\"DE\"> <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoBodyTextIndent2\"><span lang=\"DE\">Was sagte Jesus, um diesen J\u00fcngern zu helfen? Als Jesus merkte, dass sie \u00fcber seine Worte murrten, sagte er zu ihnen: <strong>\u201e\u00c4rgert euch das?\u00a0Wie, wenn ihr nun sehen werdet den Menschensohn auffahren dahin, wo er zuvor war?\u201c<\/strong> Es ist nicht leicht, Menschen, die ihr Herz verschlossen haben, geistlich zu helfen. Jesus versuchte, sie von der momentanen Befangenheit in ihren Gef\u00fchlen herauszuholen und ihren Blick auf die Realit\u00e4t zu lenken, die bevorstand. Konkret wies Jesus sie auf die Tatsache hin, dass er auferstehen und zum Himmel auffahren w\u00fcrde. Dann w\u00fcrden sie erkennen m\u00fcssen, dass sie eine verkehrte Haltung eingenommen hatten. Dadurch forderte Jesus sie indirekt dazu auf, ihre ablehnende Haltung zu \u00fcberdenken und zu \u00e4ndern. Dann sagte er weiter im Vers 63: \u201e<strong>Der Geist ist&#8217;s, der lebendig macht; das Fleisch ist nichts n\u00fctze. Die Worte, die ich zu euch geredet habe, die sind Geist und sind Leben.\u201c<\/strong> Hier lehrt Jesus dar\u00fcber, wie Menschen grunds\u00e4tzlich \u00fcberhaupt lebendig werden k\u00f6nnen. Hier ist Geist etwas, was von Gott kommt bzw. von Jesus, und Fleisch das, was aus der Natur des Menschen kommt. Dabei bedeutet Fleisch nicht unbedingt moralisch negative oder verwerfliche Taten. Auch wenn ein Student seinen Kommilitonen gegen\u00fcber immer freundlich und hilfsbereit ist oder wenn ein reicher Gesch\u00e4ftsmann in einem armen Land ein Krankenhaus baut, geh\u00f6rt das zum Bereich des Fleisches, wenn sie dies nicht f\u00fcr Gott tun, sondern aus sich heraus und damit letztlich f\u00fcr sich selbst; auch aus solche aus moralischer Sicht \u201eguten\u201c Werke haben keine Bedeutung vor Gott und k\u00f6nnen uns nicht das Leben verschaffen. Die Juden bem\u00fchten sich sehr, die Regeln im Gesetz und in ihren Satzungen einzuhalten, und hofften, dadurch lebendig zu werden. Aber auch das waren letztlich blo\u00df Bem\u00fchungen des Fleisches. Jesus sagte ihnen klar, dass das Fleisch nichts n\u00fctze ist, damit sie ihre falsche Sicherheit aufgeben w\u00fcrden. Denn mit Werken des Fleisches, wie immer sie auch aussehen m\u00f6gen, k\u00f6nnen wir Menschen nicht Gottes Anerkennung erlangen und damit auch nicht das ewige Leben bei ihm. \u00dcber diese absolute Grenze des Fleisches hatte Jesus bereits in seinem Gespr\u00e4ch mit Nikodemus gesagt:<strong> \u201eWas vom Fleisch geboren ist, das ist Fleisch; und was vom Geist geboren ist, das ist Geist\u201c<\/strong> (3,6). <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoBodyTextIndent2\"><span lang=\"DE\"> <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoBodyTextIndent2\"><span lang=\"DE\">Was ist dann der Geist, der allein uns Menschen lebendig macht? Betrachten wir nochmals Vers 63. Jesus sagt: <strong>\u201eDie Worte, die ich zu euch geredet habe, die sind Geist und sind Leben.\u201c <\/strong>Die Worte Jesu sind der Geist und machen uns lebendig. Wir k\u00f6nnen das durch das Gleichnis Jesu vom Weinstock und den Reben in Kap. 15 verstehen. Eigentlich sind wir Menschen mit unserer s\u00fcndigen Natur nichts als Fleisch. Wir sind wie abgeschnittene, tote Reben, die auf dem Boden liegen. Aber wenn wir in den wahren Weinstock eingepflanzt werden, werden wir lebendig und k\u00f6nnen sogar gute Frucht bringen. Dies geschieht durch die Verbindung zum wahren Weinstock, Jesus. Wenn wir mit Jesus verbunden sind, flie\u00dft von ihm das Wort Gottes in uns, und das Wort Gottes macht uns lebendig und schafft in uns neues, wahres, ewiges Leben. Die Worte Jesu haben also, obwohl sie \u00e4u\u00dferlich wie gew\u00f6hnliche Worte von Menschen aussehen, in Wirklichkeit eine ganz andere Qualit\u00e4t, sie sind lebendig und voller Kraft und Leben. Es ist die Kraft, die s\u00fcndige Menschen zu Gottes Kindern verwandelt, wie es hei\u00dft: <strong>\u201eDenn ihr seid wiedergeboren nicht aus verg\u00e4nglichem, sondern aus unverg\u00e4nglichem Samen, n\u00e4mlich aus dem lebendigen Wort Gottes, das da bleibt\u201c <\/strong>(1. Petr 1,23). Die meisten von uns haben die Leben-gebende Kraft von Jesu Worten schon erfahren. Es ist wichtig, dass wir Jesu Worte weiter kontinuierlich h\u00f6ren und annehmen und aus ihrer Leben-gebenden Kraft geistlich lebendig und kr\u00e4ftig bleiben k\u00f6nnen. Manche haben die Leben-gebende Kraft durch Jesu Worte noch nicht erfahren, weil sie sie noch nicht vom Herzen angenommen haben. Solange wir die Worte Jesu noch nicht pers\u00f6nlich annehmen, bem\u00fchen wir uns noch aus eigener Kraft darum, unser Leben in rechter Weise zu f\u00fchren, damit es Gottes Anerkennung finden kann. Aber ohne den Geist Gottes haben wir das Leben Gottes nicht in uns und m\u00fcssen immer wieder erfahren, dass wir trotz all unserer eigenen Bem\u00fchungen nicht zu Gott gelangen k\u00f6nnen. Wenn wir aber die Worte Jesu annehmen, erfahren wir Geist und Leben von Gott und werden von ihm lebendig gemacht. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoBodyTextIndent2\"><span lang=\"DE\"> <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoBodyTextIndent2\"><span lang=\"DE\">Eigentlich sollten alle, die Jesu Worte h\u00f6ren, sie annehmen und den Geist und das Leben Gottes erfahren. Alle sollten daraufhin sein Fleisch essen und sein Blut trinken und das ewige Leben haben. Doch Jesus wusste von vorneherein, dass nicht alle, die ihm damals zuh\u00f6rten, das tun w\u00fcrden. Was war ihr grundlegendes Problem? Betrachten wir Vers 64:<strong> \u201eAber es gibt einige unter euch, die glauben nicht. Denn Jesus wusste von Anfang an, wer die waren, die nicht glaubten, und wer ihn verraten w\u00fcrde.\u201c <\/strong>Ihr grundlegendes Problem war der Unglaube. Sie nahmen Jesu Worte, die sie eigentlich lebendig machen konnten und sollten, nicht an und gingen keine Beziehung zu ihm ein. Sie hielten lieber ihre eigenen, verkehrten W\u00fcnsche und Ziele fest und lebten danach. So blieben sie getrennt von Jesus. Das ist eine sehr tragische Seite der Wahrheit. Aber Jesus war dar\u00fcber nicht verzweifelt. Er sagte im Vers 65: <strong>\u201eDarum habe ich euch gesagt: Niemand kann zu mir kommen, es sei ihm denn vom Vater gegeben.\u201c <\/strong>Jesus glaubte an die Souver\u00e4nit\u00e4t und Gerechtigkeit Gottes.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoBodyTextIndent2\"><span lang=\"DE\"> <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><strong><span lang=\"DE\"> <\/span><\/strong><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><strong><span lang=\"DE\">Teil 3: Du hast Worte des ewigen Lebens (66-71)<\/span><\/strong><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><strong><span lang=\"DE\"> <\/span><\/strong><\/p>\n<p class=\"MsoBodyTextIndent2\"><span lang=\"DE\">Wie Jesus bereits im Voraus wussten, gingen tats\u00e4chlich viele seiner J\u00fcnger von ihm weg, die an seiner Lehre vom Brot des Lebens Ansto\u00df genommen hatten. Vers 66 berichtet: <strong>\u201eVon da an wandten sich viele seiner J\u00fcnger ab und gingen hinfort nicht mehr mit ihm.\u201c <\/strong>Ihr Weggang war nicht vern\u00fcnftig, weil sie Jesu Wirksamkeit selbst erlebt hatten. Zum Beispiel hatten sie gerade am Tag davor ein m\u00e4chtiges Zeichen seiner Vollmacht als Gott gesehen oder davon geh\u00f6rt. Es war h\u00f6chst unvern\u00fcnftig, sich zu weigern, weiter an ihn zu glauben und ihm nachzufolgen (6,1-15). Ihre Entscheidung, Jesus zu verlassen, war au\u00dferdem auch nicht geistlich, weil sie nicht vom Geist bzw. vom Wort Gottes motiviert war, sondern von ihrem Fleisch, von ihren eigenen W\u00fcnschen und dem dadurch bedingten Gef\u00fchl der Entt\u00e4uschung. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoBodyTextIndent2\"><span lang=\"DE\"> <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoBodyTextIndent2\"><span lang=\"DE\">Dass viele seiner J\u00fcnger sich von Jesus abwandten, muss f\u00fcr die zw\u00f6lf Apostel eine gro\u00dfe Entt\u00e4uschung und auch eine Versuchung gewesen sein. Wenn Menschen Jesus verlassen, stellt sich fast automatisch f\u00fcr die anderen die Frage, ob es richtig war, Jesus nachzufolgen und ob sie weiter bei ihm bleiben sollten. Was fragte Jesus die Zw\u00f6lf in dieser kritischen Situation? Vers<strong> <\/strong><span class=\"verse2\"><span>67 sagt:<\/span><\/span> <strong>\u201eDa fragte Jesus die Zw\u00f6lf: Wollt ihr auch weggehen?\u201c <\/strong>Jesus liebte seine J\u00fcnger. Darum wartete er nicht einfach ab, wie sie sich in dieser Krisensituation entscheiden w\u00fcrden. Vielmehr wollte er ihnen durch seine Frage helfen, dass sie nicht einfach der Mehrheit folgen, sondern bewusst eine richtige Entscheidung treffen k\u00f6nnten. Jesus hoffte dabei, dass die Zw\u00f6lf eine andere Entscheidung als die Menge der J\u00fcnger treffen w\u00fcrden. Denn sie hatten Jesus am l\u00e4ngsten erlebt. Sie hatten \u00fcber zwei Jahre lang t\u00e4glich mit ihm zusammen gelebt und hatten fast alle seine Wunder und Zeichen miterlebt. Sie hatten das Wort viel mehr geh\u00f6rt und viel besser verstanden. Sie hatten auch Jesu Wirksamkeit und Hilfe in ihrem eigenen Leben erlebt, sie waren von ihm ausdr\u00fccklich berufen und als Apostel eingesetzt worden (Mk 3,13.14; Lk 5,10 etc.). Trotzdem mussten sie in dieser Zeit erneut eine pers\u00f6nliche Entscheidung treffen. Kein Mensch kann sein Leben lang Jesus quasi automatisch nachfolgen. Wie haben sie reagieren?<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoBodyTextIndent2\"><strong><span lang=\"DE\"> <\/span><\/strong><\/p>\n<p class=\"MsoBodyTextIndent2\"><span lang=\"DE\">Wie schon so manches Mal in wichtigen Momenten antwortete auch hier Simon Petrus stellvertretend f\u00fcr die Zw\u00f6lf. In den Versen 68 und 69 hei\u00dft es: <strong>\u201eDa antwortete ihm Simon Petrus:<\/strong> <strong>Herr, wohin sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens;<\/strong> <strong>und wir haben geglaubt und erkannt: Du bist der Heilige Gottes.\u201c<\/strong><strong><span> Anders als die Mehrheit der J\u00fcnger, die Jesus verlie\u00dfen, legte Petrus ein klares Bekenntnis zu Jesus ab. Auf Jesus Frage, ob sie auch weggehen wollten, antwortete er mit der Gegenfrage: <\/span>\u201eHerr, wohin sollen wir gehen?\u201c<\/strong><strong><span> Damit bekannt er, dass <\/span><\/strong>Jesus der einzige \u201eOrt\u201c war, wo er bleiben konnte und wollte, dass Jesus derjenige ist, mit dem er unbedingt leben wollte.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoBodyTextIndent2\"><span lang=\"DE\"> <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoBodyTextIndent2\"><span lang=\"DE\">Wie konnte Petrus so ein klares Bekenntnis zu Jesus ablegen? Was war die Grundlage seines Bekenntnisses? In seinem Bekenntnis sagte er: <strong>\u201eDu hast Worte des ewigen Lebens.\u201c<\/strong> Seine Basis waren die Worte Jesu. Er hatte die Worte Jesu geh\u00f6rt und hatte sie im Glauben angenommen. Dadurch erkannte er, dass die Worte Jesu Worte des ewigen Lebens sind.<span> <\/span>Er erkannte, dass Jesu Worte in ihm neues Leben bewirkten und ihn den Weg zum ewigen Leben f\u00fchrten. Vor allem konnte er erkennen, dass Jesus der Heilige Gottes ist, dass Jesus also der Christus ist, der von Gott verhei\u00dfene Retter und K\u00f6nig. Dadurch entdeckte er das gr\u00f6\u00dfte Geheimnis und die wichtigste Wahrheit, die Menschen erkennen k\u00f6nnen. Wie konnte Petrus das erkennen, obwohl er eigentlich ein gew\u00f6hnlicher Fischer war? Diese im h\u00f6chsten Ma\u00dfe bedeutsamen Erkenntnis bekam er, weil er Respekt gegen\u00fcber Jesu Worten hatte und sie glaubte. Es ist bemerkenswert, dass er nicht sagte: \u201eWir haben erkannt und geglaubt \u2026\u201c, sondern: <strong>\u201eWir haben geglaubt und erkannt \u2026\u201c<\/strong> Petrus konnte Jesus erkennen und sich klar zu ihm bekennen, weil er Respekt gegen\u00fcber seinen Worten hatte und Vertrauen auf Jesus fasste. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoBodyTextIndent2\"><span lang=\"DE\"> <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoBodyTextIndent2\"><span lang=\"DE\">Hier k\u00f6nnen wir die Antwort auf die Frage finden: Warum hat ein Teil der J\u00fcnger Jesus verlassen, als Jesus das Evangelium sehr klar und konkret verk\u00fcndigte, und warum entschieden sich Petrus und die Zw\u00f6lf daf\u00fcr, bei Jesus zu bleiben? Der Grund liegt in ihrer unterschiedlichen Haltung gegen\u00fcber den Worten Jesu. Petrus hatte Respekt gegen\u00fcber den Worten Jesu und nahm sie glaubend an; dadurch konnte er erkennen, dass Jesu Worte Worte des ewigen Lebens sind, und lernte, aufgrund dessen zu denken und danach zu leben. Die Worte bestimmten sein Denken und sein Tun, er hatte Geist und Leben in sich. Petrus brachte Vertrauen gegen\u00fcber Jesus auf, sodass er seinen Worten folgte, auch wenn er nicht verstehen konnte. Ein Beispiel ist, dass er schon gleich zu Anfang bei seiner Berufung am See Genezareth Jesu Aufforderung gehorchte und nochmals auf den See hinausfuhr und die Netze auswarf, indem er sagte:<strong> \u201eMeister, wir haben die ganze Nacht gearbeitet und nichts gefangen; aber auf dein Wort will ich die Netze auswerfen\u201c<\/strong> (Lk 5,5). Petrus hatte als Respekt gegen\u00fcber Jesu Worten und entwickelte Vertrauen zu der Person Jesus. Die meisten anderen J\u00fcnger aber nahmen Ansto\u00df an Jesu Worten und bezeichneten sie als eine harte Rede, als Jesu Worte nicht ihrer Vorstellung entsprachen und sie sie nicht mit ihrer Vernunft nachvollziehen konnten. Ihnen fehlte es an Respekt gegen\u00fcber Jesu Worten und an Vertrauen gegen\u00fcber der Person Jesus. Au\u00dferdem haben sie ihr eigenes Ziel festgehalten, n\u00e4mlich in dieser Welt materiell gut versorgt das Leben zu genie\u00dfen. Sie gingen immer davon aus und waren nicht bereit, Jesu Worte anzunehmen, wenn sie ihrem Ziel nicht entsprachen. Ihnen fehlte es wirklich an Respekt und an Vertrauen gegen\u00fcber Jesus und gegen\u00fcber seinen Worten. Wegen dieser distanzierten, abw\u00e4genden Haltung konnten sie Jesus nicht als das Brot des Lebens anerkennen. Wegen dieser Haltung weigerten sich, zu ihm zu kommen und nahmen Ansto\u00df an seiner gn\u00e4digen Aufforderung, sein Fleisch zu essen und sein Blut zu trinken, damit sie das ewige Leben h\u00e4tten. Petrus dagegen konnte durch sein Vertrauen auf Jesus und durch seinen Respekt gegen\u00fcber seinen Worten zu einem gro\u00dfartigen Mann des Glaubens heranwachsen und als Gottes Knecht im ersten Jahrhundert f\u00fcr den Bau seines Reiches kostbar gebraucht werden. <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoBodyTextIndent2\"><span lang=\"DE\"> <\/span><\/p>\n<p class=\"MsoBodyTextIndent2\"><span lang=\"DE\">Eigentlich muss Jesus \u00fcber das klare Glaubensbekenntnis von Petrus und seine Entscheidung sehr froh gewesen sein. Aber etwas tr\u00fcbte seine Freude. Denn Jesus wusste, dass nicht alle von den zw\u00f6lf J\u00fcngern Petrus\u2018 Bekenntnis teilten. Daher antwortete Jesus in den Versen 70 und 71: <strong>\u201eHabe ich nicht euch Zw\u00f6lf erw\u00e4hlt? Und einer von euch ist ein Teufel. Er redete aber von Judas, dem Sohn des Simon Iskariot. Der verriet ihn hernach und war einer der Zw\u00f6lf.\u201c<\/strong> Jesus wusste, dass Judas zwar<span> <\/span>\u00e4u\u00dferlich ihm mit den anderen zusammen nachfolgte, dass er aber im Herzen weder Vertrauen noch Respekt gegen\u00fcber Jesus und seinen Worten hatte. <strong>\u201eJesus wusste von Anfang an, wer die waren, die nicht glaubten, und wer ihn verraten w\u00fcrde\u201c<\/strong> (65). Mit dieser Bemerkung warnte Jesus die anderen J\u00fcnger vor dem Abfall von Judas, damit sie durch ihn nicht selbst in Versuchung geraten w\u00fcrden. Hier k\u00f6nnen wir sehen, dass der Glaube und der Unglaube \u00e4u\u00dferlich gesehen kaum zu unterscheiden sind. Der Glaube ist eine innere Herzenshaltung gegen\u00fcber Gott und Jesus, die nach au\u00dfen hin oft nicht sichtbar ist, die aber in Wirklichkeit letztlich einen unfassbar gro\u00dfen Unterschied macht. Darum ist es wichtig, dass wir darauf achten, dass wir in unserem Herzen Vertrauen und Respekt gegen\u00fcber Jesus und seinen Worten haben und sie annehmen und befolgen. Denn Jesus hat Worte des ewigen Lebens. Wenn wir Jesu Worte h\u00f6ren und von Herzen annehmen, machen sie uns geistlich lebendig und kr\u00e4ftig und leiten uns den richtigen Weg. Wenn wir die Worte des Lebens h\u00f6ren und glauben, k\u00f6nnen wir die Bedeutung von seinem Tod am Kreuz f\u00fcr uns pers\u00f6nlich tief erkennen und annehmen, sodass wir sein Fleisch essen und sein Blut trinken und das ewige Leben haben k\u00f6nnen. Wenn wir das treu tun, werden wir kontinuierlich in Jesus bleiben und er in uns, bis er uns am J\u00fcngsten Tage auferwecken wird. M\u00f6ge Gott uns dabei helfen! Lesen wir zum Schluss nochmals die Leitverse 68 und 69: <strong>\u201eDa antwortete ihm Simon<span> <\/span>Petrus: Herr, wohin sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens; und wir haben geglaubt und erkannt: Du bist der Heilige Gottes.\u201c<\/strong><\/span><\/p>\n<p><!--EndFragment--><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unser heutiger Text ist die Fortsetzung des Geschehens, das wir an den letzten beiden Sonntagen betrachtet haben. Jesus hat eine gro\u00dfe Menge von \u00fcber f\u00fcnftausend Menschen mit Brot gespeist. Dadurch hat er seine g\u00f6ttliche Allmacht und Barmherzigkeit gezeigt. 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