{"id":718,"date":"2010-03-08T08:52:15","date_gmt":"2010-03-08T07:52:15","guid":{"rendered":"http:\/\/ubfheidelberg.org\/?p=718"},"modified":"2023-01-29T20:44:09","modified_gmt":"2023-01-29T19:44:09","slug":"predigt-johannes-141-14","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-johannes-141-14\/","title":{"rendered":"Predigt: Johannes 14,1-14"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/03\/J34-P14-0114.doc\">Download<\/a><\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\"><strong>Ich bin der Weg<\/strong><\/h2>\n<address style=\"text-align: center;\"><strong>\u201eJesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich.\u201c<br \/>\n<span style=\"font-weight: normal;\">(6)<\/span><\/strong><\/address>\n<p>In den letzten beiden Lektionen aus Kapitel 13 sind wir der Einzigartigkeit der Dienerschaft und der Liebe Jesu begegnet. Niemand dient wie Jesus und niemand liebt wie Jesus. Mit Sicherheit geh\u00f6re ich zu denen, die von Kapitel 13 am meisten angesprochen wurden, weil ich den gr\u00f6\u00dften Nachholbedarf hatte. Seitdem hat sich mein Glaubensleben innerlich gewandelt. Ich begegne den Menschen mit einer v\u00f6llig neuen Haltung. Das Gebot der Liebe hilft mir, Menschen unabh\u00e4ngig ihres Verhaltens mit Liebe zu begegnen. Diese Ver\u00e4nderung war notwendig und ist durch Jesus geschehen. Ich danke Gott daf\u00fcr.<\/p>\n<p>Der heutige Text kn\u00fcpft an Kapitel 13 an. Wir begegnen Jesus, der in seinen Worten und Taten eine einzigartige Einheit bildet. Lasst uns Jesus begegnen, der sich selbst als <strong>\u201eder Weg\u201c<\/strong> vorstellt. M\u00f6gen wir ihn als den einen Weg zum Vater kennen lernen, der wahr ist und zum Leben f\u00fchrt. M\u00f6ge Jesus auch unser Weg sein.<\/p>\n<p><strong>Teil I Das Haus des Vaters<\/strong> (1-4)<\/p>\n<p>Warum musste Jesus seine J\u00fcnger beruhigen? Betrachten wir Vers 1a: <strong>\u201eEuer Herz erschrecke nicht!\u201c<\/strong> Was war in den vergangenen Minuten\/Stunden vorgefallen? Wir lassen die Ereignisse noch einmal Revue passieren. Die J\u00fcnger hatten erlebt, wie einer von ihnen, einer aus dem engsten Kreis der J\u00fcnger, der seit Jahren Tag und Nacht bei Jesus gewesen war, als Verr\u00e4ter enttarnt wurde. Die J\u00fcnger hatten gesehen, wie Jesus ihm wortw\u00f6rtlich die helfende Hand ausgestreckt hatte, doch Judas verlie\u00df die Gemeinschaft und st\u00fcrmte in die finstere Nacht hinaus. Was hatten die J\u00fcnger noch erlebt? Jesus hatte auch Petrus, den sogenannten \u201eSpitzenj\u00fcnger\u201c enttarnt. Dieser verstand sich als heldenhaften M\u00e4rtyrer, doch Jesus entlarvte ihn als wiederholten Verleugner. Au\u00dferdem mussten die J\u00fcnger an Jesu baldigen Abschied denken. Ihr Herr und Meister, ihr Freund und Helfer, ihr guter Hirte w\u00fcrde ihnen entrissen werden und endg\u00fcltig Abschied nehmen.<\/p>\n<p>Da standen nun die J\u00fcnger, ersch\u00fcttert von den sich \u00fcberschlagenden Ereignissen. Wie m\u00f6gen sie sich gef\u00fchlt haben? Die innere Gemeinschaft der J\u00fcnger war dabei zu br\u00f6ckeln und sich aufzul\u00f6sen. Viel schlimmer war der Gedanke, ohne Jesus leben zu m\u00fcssen. Im Angesicht dieser neuen, zwar unerw\u00fcnschten, aber unvermeidlichen Phase ihres Lebens m\u00fcssen sich die J\u00fcnger die grundlegendsten Fragen der Existenz gestellt haben. Was mache ich ohne Jesus? Wo werde ich ohne ihn die Nacht verbringen? Wo finde ich morgen etwas zu essen? Was fange ich mit meinem Leben an? Wir k\u00f6nnen uns vorstellen, dass ihnen richtig angst und bange wurde, weil sie sich wie zur\u00fcckgelassene Waisenkinder vorkamen.<\/p>\n<p>Wie hat Jesus ihnen in ihrer existenziellen Not geholfen? Gab Jesus ihnen einen geheimen Schl\u00fcssel zu einer verborgenen Kornkammer, in der sie bis ans Ende ihres Lebens Brot in F\u00fclle haben w\u00fcrden? Gab er ihnen einen Schl\u00fcssel zu einer gro\u00dfen Villa, in der sie sich als Gemeinde bis ans Ende ihres Lebens versammeln konnten? Oder gab er ihnen geheime Schl\u00fcssel zu hei\u00dfbegehrten und gutbezahlten B\u00fcros im Staatsdienst? Jesus gab ihnen weder Brot, noch Haus, noch Arbeit. Was gab ihnen Jesus stattdessen? Lesen wir Vers 1: <strong>\u201eEuer Herz erschrecke nicht! Glaubt an Gott und glaubt an mich!\u201c<\/strong> Jesus gab ihnen keine Sicherheiten in dieser Welt. Jesus hob ihre Augen von dieser Erde empor. Ihr Blick sollte nicht an 3 Mahlzeiten und einem Dach \u00fcber den Kopf haften bleiben. Sie sollten ihr Existenzproblem an der Wurzel packen und einen Glaubenssprung t\u00e4tigen. Sie sollten auf Gott blicken und auf Jesus, denn die h\u00f6chste und vollst\u00e4ndige L\u00f6sung unserer Existenz finden wir ausschlie\u00dflich bei Gott.<\/p>\n<p>Wieso ist das so? Was w\u00fcrden die J\u00fcnger durch den Glauben an Gott und den Glauben an Jesus empfangen? Verse 2-4 lauten: <strong>\u201eIn meines Vaters Hause sind viele Wohnungen. Wenn\u2019s nicht so w\u00e4re, h\u00e4tte ich dann zu euch gesagt: Ich gehe hin, euch die St\u00e4tte zu bereiten? Und wenn ich hingehe, euch die St\u00e4tte zu bereiten, will ich wiederkommen und euch zu mir nehmen, damit ihr seid, wo ich bin. Und wo ich hingehe, den Weg wisst ihr.\u201c<\/strong> Jesus konfrontiert die hilflosen J\u00fcnger mit dem Himmelreich. Doch Jesus nennt das Himmelreich <strong>\u201emeines Vaters Hause\u201c<\/strong>. Jesus verwendet diese Formulierung im Hinblick auf die Unsicherheit der J\u00fcnger. In der Welt hatten die J\u00fcnger keine Wohnungen, aber im Haus des Vaters gab es viel Platz. Und Jesus versprach ihnen, hinzugehen um ihnen die St\u00e4tte eigenh\u00e4ndig vorzubereiten. Jesus w\u00fcrde sich um ihre himmlischen Herbergen k\u00fcmmern, er w\u00fcrde f\u00fcr die komplette Einrichtung sorgen. Weil sich Jesus um alles k\u00fcmmern w\u00fcrde, sollten sie sich keine Sorgen machen. Nach seiner Auferstehung von den Toten und der Himmelfahrt zum Vater k\u00fcndigte Jesus seine Wiederkunft an. Er w\u00fcrde wiederkommen und die J\u00fcnger f\u00fcr immer zu sich nehmen, dann w\u00fcrden sie in Ewigkeit bei Jesus sein, nichts w\u00fcrde sie mehr voneinander trennen. Alle Probleme, alle Sorgen und \u00c4ngste w\u00fcrden ein f\u00fcr allemal ein Ende finden. Das alles w\u00fcrden sie durch den Glauben an Gott und den Glauben an Jesus empfangen.<\/p>\n<p>Berechtigterweise k\u00f6nnte die Frage danach aufkommen, ob die irdische Existenz nicht zu kurz kommt, wenn Christen auf das Himmelreich blicken. Dazu sagte Jesus an anderer Stelle: <strong>\u201eDarum sollt ihr nicht sorgen und sagen: Was werden wir essen? Was werden wir trinken? Womit werden wir uns kleiden?&#8230; Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen.\u201c <\/strong>(Mt. 6,31.33) Diese Verhei\u00dfung erf\u00fcllte sich im Leben der J\u00fcnger. Sie wurden zu Menschen, deren Dichten und Trachten an das Himmelreich gebunden war. Doch keiner von ihnen ist verhungert oder verdurstet. Vielmehr erlebten sie, wie ihre Bed\u00fcrfnisse erf\u00fcllt wurden, weil sie nach Gottes Reich trachteten.<\/p>\n<p>Was Jesus ihnen in diesen Versen anbot war keine kurzfristige Hilfe. Vielmehr versprach ihnen Jesus einen ewigen L\u00f6sungsweg und er sagte: <strong>\u201eden Weg wisst ihr.\u201c <\/strong><\/p>\n<p><strong>Teil II Jesus der Weg (5-6)<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u201eden Weg wisst ihr.\u201c<\/strong> Sagte Jesus. Wie aber reagierten die J\u00fcnger? <strong>\u201eSpricht Thomas zu ihm: Herr, wir wissen nicht, wo du hingehst; wie k\u00f6nnen wir den Weg wissen?\u201c<\/strong> Thomas verstand nicht, obwohl er h\u00e4tte verstehen sollen. Er litt an Orientierungslosigkeit und Ungewissheit. Jesus w\u00fcrde zum Vater gehen. Er w\u00fcrde die St\u00e4tte vorbereiten. Danach w\u00fcrde er zur\u00fcck kommen und die J\u00fcnger mit sich nehmen. Es ging um diesen einen Weg zum Vater. Es ging um diesen einen, einmaligen, goldenen Weg, den bisher niemand gefunden hatte. W\u00e4re dieser Weg doch blo\u00df ausgeschildert, lange Z\u00fcge an Pilgern w\u00fcrden sich bilden, um die herrlichen St\u00e4tten des himmlischen Vaters zu erreichen. So wie im gro\u00dfen Goldrausch junge und alte M\u00e4nner ihre Picken und ihre Siebe in die Hand nahmen und sich in die weite Ferne \u00a0begaben, um ihr Gl\u00fcck zu suchen und so wie zur Zeit der gro\u00dfen Auswanderung Massen aus Europa und anderen Kontinenten mit der Hoffnung auf ein besseres Leben nach Amerika, dem Land der unbegrenzten M\u00f6glichkeiten, auswanderten, so w\u00fcrden auch massenweise Menschen den Weg des Lebens antreten, um in das verhei\u00dfene Land, dem Himmelreich zu gelangen. Die J\u00fcnger selbst w\u00fcrden keine Minute ruhen, sondern sich sogleich auf dem Weg machen, denn darin waren sie ge\u00fcbt, sie waren die besten Nachfolger. Aber wo war dieser Weg? Sie wussten es nicht, obwohl sie es h\u00e4tten besser wissen sollen.<\/p>\n<p>Wie hat Jesus den ratlosen J\u00fcngern geholfen? Lesen wir Vers 6 gemeinsam: <strong>\u201eJesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt um Vater denn durch mich.\u201c<\/strong> Jesus gibt klare und konkrete Antwort. Seine Antwort lautet: <strong>\u201eIch bin der Weg\u201c<\/strong>. Welche Bedeutung hat diese Aussage?<\/p>\n<p>Erneut finden wir eine exklusive \u201eEgo Eimi\u201c \u201eIch bin\u201c Vorstellungen Jesu im Johannes Evangelium. Jesus beantwortete Thomas Frage, indem er sagt, dass er der Weg zum Vater ist. Warum ist Jesus allein der Weg zum Vater? Warum kann kein anderer Mensch der Weg sein und warum k\u00f6nnen keine alternativen Wege zum Vater f\u00fchren? Der Grund ist, zun\u00e4chst einmal, dass Gottes Reich in einer anderen Dimension besteht, als unsere Welt. Unser dreidimensionales Universum besteht in Raum und Zeit. Gottes Reich aber ist ein geistlicher Ort, der von Unendlichkeit umgeben ist. Unsere Welt besteht aus Materie, die ihre Form und Konsistenz nur f\u00fcr eine gegebene Zeit beibeh\u00e4lt. Doch Gottes Reich ist unver\u00e4nderlich und unverg\u00e4nglich. Leben in dieser Welt vergeht, auch feste Strukturen wie Metalle und Gesteine ver\u00e4ndern sich mit der Zeit, selbst radioaktive Stoffe haben eine Halbwertzeit. Diese Welt ist also mit allen ihren Bestandteilen der Ver\u00e4nderung preisgegeben. Wie kann also ein verwesliches Gesch\u00f6pf der Weg in die Unverg\u00e4nglichkeit sein? Apostel Paulus stellte klar: <strong>\u201eDas sage ich aber, liebe Br\u00fcder, dass Fleisch und Blut das Reich Gottes nicht ererben k\u00f6nnen; auch wird das Verwesliche nicht erben die Unverweslichkeit.\u201c<\/strong> (1.Kor. 15,50) Wenn ein Mensch von sich behaupten will, der Weg zum Vater zu sein, dann muss er den Tod \u00fcberwinden k\u00f6nnen, denn der Tod ist das Ende aller Ver\u00e4nderung, das Ende allen Alterns, das Ende allen Lebens. Der Tod stellt die un\u00fcberwindbare Kluft zwischen Gott und uns Menschen dar. Wer au\u00dfer Jesus selbst ist also in der Lage sich als den Weg zu Gott vorzustellen? Wir k\u00f6nnen lange warten und lange suchen, doch es wird vergeudete Zeit sein.<\/p>\n<p>Wir kommen zur zweiten Frage. Warum k\u00f6nnen keine alternativen Wege zum Vater f\u00fchren? Es ist weniger die Philosophie, die alternative Wege zu Gott liefert, sondern vielmehr die gro\u00dfen Weltreligionen. Doch wo liegt das Problem? Angenommen wir nehmen den Weg des Judentums, dann f\u00fchrt der Weg zum Vater nicht am Gesetz vorbei. Der Mensch, der alle Regeln, alle Gebote, alle Verbote und alle Satzungen des Gesetzes makellos einh\u00e4lt, schafft es, zum Vater zu gelangen. Der Weg ist also das Gesetz. Doch f\u00fchrt dieser Weg die Menschheit zur Errettung? Vielmehr f\u00fchrt dieser Weg die Menschheit zur Verdammung, denn niemand ist in der Lage das Gesetz vollst\u00e4ndig zu halten.<\/p>\n<p>Der Weg des Islam ist sehr \u00e4hnlich. Auch der Islam hat seine Gebote und Gesetze, die befolgt werden m\u00fcssen. Und ins Paradies kommen diejenigen, deren gute Werke gr\u00f6\u00dfer sind als ihre S\u00fcnden. Du musst also nicht makellos sein, um zu Gott zu kommen, du musst relativ makellos sein. Doch verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig gut bedeutet auch verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig schlecht. Wir wissen aber, dass relative S\u00fcnder vor Gott nicht bestehen k\u00f6nnen. Denken wir zur\u00fcck an die Worte von Apostel Paulus. Wie kann S\u00fcnde, die den Tod generiert, das s\u00fcndenfreie und durchweg heilige Reich Gottes erben?<\/p>\n<p>Wir k\u00f6nnen das Beispiel f\u00fcr andere alternative Wege durchspielen. Wie sieht der Weg der Buddhisten aus? Er besteht aus einem langen Kreislauf des Sterbens und des Wiedergeboren werdens, bis man eines Tages das Nirwana erreicht. Man verleugnet sich also solange, bis man sich in nichts aufl\u00f6st. Die Buddhisten behaupten also \u00fcberhaupt nicht den Weg zum Vater zu kennen. So f\u00fchrt auch dieser Weg in die Leere.<\/p>\n<p>Abschlie\u00dfend wollen wir den Weg der Hindus betrachten. Ihr Weg hei\u00dft Selbsterkenntnis. Dieser Weg klingt nicht schlecht, doch was ist die h\u00f6chste Selbsterkenntnis? Die h\u00f6chste Selbsterkenntnis ist, dass der Mensch von sich aus keinen Weg zu Gott bauen kann! Ein anderer, ein echter Weg wird ben\u00f6tigt und zwar ein Weg, der von Gott zu uns f\u00fchrt und nicht umgekehrt.<\/p>\n<p>Somit stellen sich die alternativen Wege als Sackgassen heraus, weil sie auf menschliche Errungenschaften gebaut sind. Der Mensch soll sich einen Weg in den Himmel bauen. Doch wer hat das jemals geschafft?<\/p>\n<p>Weil Jesus einzigartig ist, ist er der einzigartige Weg zu Gott. Er ist frei von Schuld und er ist der Auferstandene. Dadurch hat er den Tod \u00fcberwunden. Er hat dem Tod den Sieg und den Stachel genommen. Deshalb kann nur er uns vollkommen und vollst\u00e4ndig von unserer S\u00fcndenschuld befreien. Deshalb ist der Weg zu Gott nicht nur ein Durchgang, sondern eine Person. Jesus ist der Weg.<\/p>\n<p>Doch gerade unsere pluralistische Gesellschaft ist von individuellen Wegen gepr\u00e4gt. Jeder scheint seinen eigenen Weg zu haben. Doch wo f\u00fchren diese unterschiedlichen Wege hin? Der Prophet Jesaja fasste dieses Dilemma wundersch\u00f6n zusammen: <strong>\u201eWir gingen alle in die Irre wie Schafe, ein jeder sah auf seinen Weg.\u201c<\/strong> (Jes. 53,6a) Wie n\u00f6tig haben die Menschen Jesus! Wie wichtig ist es, ihn als den Weg zur Seligkeit, den Weg zur Errettung, den Weg zum Vater kennen zu lernen!<\/p>\n<p>Wer ist Jesus noch? Jesus ist die Wahrheit und das Leben. Warum ist Jesus die Wahrheit? Er ist die Wahrheit, weil er weder M\u00e4rchen noch Fabeln erz\u00e4hlt. Ihm geht es weder um literarische Sch\u00f6nheit noch um Rhetorik. Was er uns verk\u00fcndigt ist auch keine Philosophie, sondern die blanke Wahrheit, die wirkliche Realit\u00e4t.<\/p>\n<p>Was aber halten die Menschen unserer Zeit f\u00fcr wahr? Ihre Wahrheitsquelle ist vor allem die Naturwissenschaft. Doch ist es klug und sinnvoll, sein Leben nach unbest\u00e4tigten Theorien auszurichten? Vor allem, weil so gut wieder jeder wei\u00df, dass sich wissenschaftliche Ansichten mit der Zeit und dem Forschungsstand fortdauernd \u00e4ndern. Ist die Wissenschaft dann ein solides Fundament, wenn morgen alles verworfen wird, was heute noch angenommen wird?<\/p>\n<p>Jesus aber liefert uns eine Wahrheit, die unver\u00e4nderlich ist und Absolutheitsanspruch hat. Wie wir die Wahrheit Jesu verifizieren k\u00f6nnen, werden wir im Anschluss erfahren.<\/p>\n<p>Wer ist Jesus noch? Jesus ist das Leben. Jesus gebrauchte nicht das Wort \u201eBios\u201c, das biologisches Leben bedeutet, sondern das Wort \u201eZoe\u201c, das f\u00fcr das seelische Leben steht. Jesus ist das wahre Leben, nicht nur weil durch ihn die Welt und alle Lebewesen geschaffen worden sind, sondern weil er die Quelle des geistlichen Lebens ist. Jesus allein ist imstande geistlich tote Menschen in ewig lebende Wesen zu verwandeln.<\/p>\n<p>Was geschieht, wenn wir die Person Jesu, als die er sich vorstellt, zusammenfassen? Wenn Jesus also Weg, Wahrheit und Leben ist, dann bedeutet es nichts anderes, als was Jesus selbst sagt: <strong>\u201eNiemand kommt zum Vater denn durch mich.\u201c<\/strong> Diese Aussage ist so klar, dass er eigentlich nicht n\u00e4her kommentiert werden muss. Man kann sie entweder mit Freude annehmen oder ver\u00e4rgert ablehnen.<\/p>\n<p>Lesen wir noch einmal den Vers 6: <strong>\u201eJesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich.\u201c<\/strong> Dieser Vers zeigt im \u00dcbrigen woraus das Christentum besteht. Das Christentum ist keine Ideologie. Das Christentum ist eine Person, das Christentum ist Jesus Christus, das A und O, er ist unser ein und alles. Wenn wir uns Christen nennen, dann nur weil wir zu ihm geh\u00f6ren, seine Lebensweise nachahmen und auf seinem Weg folgen.<\/p>\n<p><strong>Teil III Jesu Glaubenshilfe<\/strong> (7-14)<\/p>\n<p>Jesus hatte sich auf grandiose Weise offenbart. Was geschieht, wenn ein Mensch Jesus wahrhaftig erkennt? Vers 7 lautet: <strong>\u201eWenn ihr mich erkannt habt, so werdet ihr auch meinen Vater erkennen. Und von nun an kennt ihr ihn und habt ihn gesehen.\u201c<\/strong> Wie war dieses Mal die Reaktion der J\u00fcnger? \u201eSpricht zu ihm Philippus: Herr, zeige uns den Vater, und es gen\u00fcgt uns.\u201c Welches Problem treffen wir bei den J\u00fcngern an? Die J\u00fcnger hatten so vieles geh\u00f6rt und gesehen. Sie hatten mehr erlebt als alle sp\u00e4tere Christen. Doch was ihnen fehlte, war die Quintessenz, die Glaubenskonsequenz, auf die es ankam! Denn was bringt es, wenn man alles wei\u00df, aber nichts daraus schlussfolgern kann! So scharf und besch\u00e4mend fiel auch Jesu Tadel aus: <strong>\u201eSo lange bin ich bei euch, und du kennst mich nicht, Philippus? Wer mich sieht, der sieht den Vater! Wie sprichst du dann: Zeige uns den Vater?\u201c<\/strong> Wie schlimm, wenn wir J\u00fcnger Jesu hei\u00dfen, unseren Herrn aber nicht kennen!<\/p>\n<p>Wodurch wurde dieses Problem verursacht? Jesu Wesen, seine Lebensweise, seine Redeweise und seine Handlungsweise waren selbstoffenbarend. Menschen die ihm begegneten erkannten sofort, dass Jesus nicht so war wie die \u00fcbrigen religi\u00f6sen Verantwortlichen des Landes. Um wie vieles klarer h\u00e4tte Jesu g\u00f6ttliches Wesen den J\u00fcngern sein m\u00fcssen! Doch das Problem war die sie umgebende Existenznot. Diese Probleme verblendeten die J\u00fcnger.<\/p>\n<p>Wie aber half Jesus Philippus seinen Unglauben zu \u00fcberwinden? Lesen wir die Verse 10 und 11: <strong>\u201eGlaubst du nicht, dass ich im Vater bin und der Vater in mir? Die Worte, die ich zu euch rede, die rede ich nicht von mir selbst aus. Und der Vater, der in mir wohnt, der tut seine Werke. Glaubt mir, dass ich im Vater bin und der Vater in mir; wenn nicht, so glaubt mir doch um der Werke willen.\u201c<\/strong> Die Hilfe Jesu bestand darin, den J\u00fcngern die Werke vor Augen zu f\u00fchren. Denn die Werke sind eindeutiger Beweis daf\u00fcr, dass Jesus nicht nur jemand ist, der behauptet, die Worte Gottes zu haben und zu reden. Gro\u00dfe Spr\u00fcche klopfen k\u00f6nnen viele. Doch die Einheit zwischen Jesu Worte und Jeu Taten verifiziert Jesu Authentizit\u00e4t.<\/p>\n<p>Was wird der Glaube an Jesus noch bewirken? Vers 12 lautet: <strong>\u201eWahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer an mich glaubt, der wird die Werke auch tun, die ich tue, und er wird noch gr\u00f6\u00dfere als diese tun; denn ich gehe zum Vater.\u201c<\/strong> Jesus ermutigte seine J\u00fcnger, indem er ihnen Zuversicht im Glauben gab. Jesus prophezeite die Fr\u00fcchte des Glaubenslebens. Wie bewahrheitet sich Jesu Prophezeiung in der Geschichte? Wenn wir die Apostelgeschichte lesen, stellen wir fest, dass die Apostel zum Teil die gleichen Werke wie Jesus taten. Sie heilten Kranke und weckten Tote zum Leben auf und vertrieben b\u00f6se Geister, genau wie Jesus. Und w\u00e4hrend Jesus haupts\u00e4chlich unter den Kindern Israels gewirkt hatte, wirkten die Apostel in ganz Kleinasien und brachten das Evangelium sogar in das christenfeindliche Europa.<\/p>\n<p>Wie k\u00f6nnen wir durch den Glauben Jesu Werke und sogar noch gr\u00f6\u00dfere tun? K\u00f6nnen wir keine Kranken heilen? K\u00f6nnen wir keine b\u00f6sen Geister austreiben? K\u00f6nnen wir keine Tote zum Leben erwecken? Einst war ich tot, geistlich war ich erstorben. Ich war geistlich krank und niemand konnte mich heilen und es war nicht der Heilige Geist, der mich regierte. Doch durch Bu\u00dfe und Glaubensentscheidung wurde ich gesund und lebendig und vom Geist Gottes erf\u00fcllt. Dadurch habe ich die Hoffnung erlangt, dass ich mit meinen Gebeten, meiner Einladung und meinem Bibelstudium einem anderen Menschen helfen kann, geistlich gesund und lebendig zu werden und den heiligen Geist zu empfangen. In dieser Hinsicht kann ich die Werke Jesu tun. Und wir k\u00f6nnen uns zugleich f\u00fcr die Weltmission einsetzen und viele unter uns haben das bereits getan. Wir k\u00f6nnen also beides tun, wenn wir Glauben an Jesus haben, wir k\u00f6nnen Jesu Werke tun und wir k\u00f6nnen sein Wort und seinen Namen bis an die Ecken und Enden der Welt tragen.<\/p>\n<p>Wie ermutigte Jesus seine J\u00fcnger weiter im Glauben? <strong>\u201eUnd was ihr bitten werdet in meinem Namen, das will ich tun, damit der Vater verherrlicht werde im Sohn. Was ihr mich bitten werdet in meinem Namen, das will ich tun.\u201c<\/strong> Erneut ist der Name Jesu der Schl\u00fcssel zur Gebetserh\u00f6rung. Warum? Denn dadurch wird der Vater verherrlicht.<\/p>\n<p>Am Ende angelangt sehen wir, dass Jesus den J\u00fcngern weitaus mehr gab als Brot, Haus und Arbeit. Er gab ihnen geistliche Speise, eine ewige Heimat und eine vollm\u00e4chtige Mission. Ein Leben mit Jesus zu f\u00fchren bedeutet ein qualitativ v\u00f6llig anderes Leben als \u00fcblich zu f\u00fchren. Lasst uns den Weg Jesu w\u00e4hlen. Lasst uns an Jesus glauben, der Weg, Wahrheit und Leben ist. M\u00f6gen wir das Leben wahrer Christen f\u00fchren!<\/p>\n<p>Leitwort, Vers 6: <strong>\u201eJesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich.\u201c<\/strong><\/p>\n<p><strong> <\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download Ich bin der Weg \u201eJesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich.\u201c (6) In den letzten beiden Lektionen aus Kapitel 13 sind wir der Einzigartigkeit der Dienerschaft und der Liebe Jesu begegnet. Niemand dient wie Jesus und niemand liebt wie Jesus. 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