{"id":711,"date":"2010-02-28T23:36:22","date_gmt":"2010-02-28T22:36:22","guid":{"rendered":"http:\/\/ubfheidelberg.org\/?p=711"},"modified":"2023-01-29T20:33:28","modified_gmt":"2023-01-29T19:33:28","slug":"predigt-johannes-1318-38","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-johannes-1318-38\/","title":{"rendered":"Predigt: Johannes 13,18-38"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/J33-P13-1838-11.doc\">Download<\/a><\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\">Ein\u00a0 neues\u00a0 Gebot<\/h2>\n<address style=\"text-align: center;\">\u201eEin neues Gebot gebe ich euch, dass ihr euch untereinander liebt,<br \/>\nwie ich euch geliebt habe, damit auch ihr einander lieb habt.<br \/>\nDaran wird jedermann erkennen, dass ihr meine J\u00fcnger seid,<br \/>\nwenn ihr Liebe untereinander habt.\u201c<br \/>\n(13,34.35)<\/address>\n<p>Letzte Woche haben wir durch den ersten Teil dieses Kapitels die wundersch\u00f6ne Liebe Jesu kennen gelernt. Obwohl Jesus wusste, dass die Zeit gekommen war, in der er sterben und zum Vater gehen sollte, k\u00fcmmerte er sich nicht um sich selbst, sondern liebte seine J\u00fcnger bis ans Ende. Und wir haben gesehen, wie Jesus sie geliebt hat; dass er von seinem Platz aufgestanden ist und jedem Einzelnen wie ein Diener die F\u00fc\u00dfe gewaschen hat. Petrus fand es nicht angemessen, dass sein Meister sich so erniedrigen und ihm auf diese Weise dienen wollte. Aber Jesus machte ihm klar, dass er seine reinigende Liebe annehmen musste, wenn er an ihm Teil haben wollte. Nachdem Jesus seinen J\u00fcngern auf so dem\u00fctige Weise gedient hat, forderte er sie dazu auf, dass sie seinem Beispiel folgen sollten (15). Wer hat aufgrund dessen jemandem aus Liebe die F\u00fc\u00dfe gewaschen?<\/p>\n<p>Unser heutiger Abschnitt ist nicht nur eine direkte Fortsetzung dieses Textes, sondern er ist auch inhaltliche eine Vertiefung und gewaltige Steigerung. Denn darin wird zum einen das Problem von Judas, das im Vers 2 bereits erw\u00e4hnt wurde, klar zur Sprache gebracht und im Licht von Jesu Liebe erleuchtet. Zum andern wird auch das Problem von Petrus noch klarer verst\u00e4ndlich gemacht. Vor allem aber gibt Jesus hier seinen J\u00fcngern und damit auch uns das neue Gebot, dass wir uns untereinander lieben sollen, wie er uns geliebt hat (33.34). Nachdem Jesus im ersten Teil ein Beispiel f\u00fcr praktischen Liebesdienst gezeigt und dazu aufgefordert hat, seinem Beispiel zu folgen, steigert er seine Aufforderung zum Gebot der Liebe, wobei er uns gleichzeitig die Grundlage und den Ma\u00dfstab gibt, mit dem wir die anderen lieben sollen, n\u00e4mlich seine Liebe zu uns. M\u00f6ge Gott uns helfen, Jesu Liebe tief anzunehmen! M\u00f6ge er uns helfen, Jesu Gebot zu vernehmen und ihm von Herzen zu gehorchen!<\/p>\n<p>Teil 1: Jesus spricht aus Liebe \u00fcber den Verrat von Judas (18-30)<\/p>\n<p>Nachdem Jesus den J\u00fcngern seine Liebe erwiesen und sie aufgefordert hat, seinem Beispiel zu folgen, sollten eigentlich alle J\u00fcnger seine reinigende Liebe annehmen, und alle sollten auch dem Beispiel Jesu folgen und den anderen mit solcher Liebe dienen. Aber Jesus wusste, dass einer der J\u00fcnger seine Liebe nie von Herzen angenommen hatte (2). Betrachten wir Vers 18: \u201eDas sage ich nicht von euch allen; ich wei\u00df, welche ich erw\u00e4hlt habe. Aber es muss die Schrift erf\u00fcllt werden: Der mein Brot isst, tritt mich mit F\u00fc\u00dfen.\u201c Jesus hatte die zw\u00f6lf J\u00fcnger erw\u00e4hlt und hatte sie zur Lebensgemeinschaft eingeladen und hatte sie alle bis zum Ende geliebt. Nach au\u00dfen hin hatten alle seine Berufung angenommen und waren ihm gefolgt. Aber Jesus kennt das Herz von jedem Menschen, und er sieht nicht nur unsere \u00e4u\u00dferen Taten, sondern auch unser Motive und Einstellungen im Herz. Daher wusste Jesus, dass Judas seine Liebe nicht angenommen hatte, sondern sie mit F\u00fc\u00dfen treten w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Bis dahin hatte Jesus dar\u00fcber geschwiegen und die Spannung zwischen seiner Liebe und der b\u00f6sen Absicht von Judas still ertragen. Warum begann er nun dar\u00fcber zu sprechen? Er sagt im Vers 19: \u201eJetzt sage ich&#8217;s euch, ehe es geschieht, damit ihr, wenn es geschehen ist, glaubt, dass ich es bin.\u201c Jesu Motiv, mit den J\u00fcngern \u00fcber Judas\u2019 b\u00f6se Absicht zu reden, war seine Liebe zu ihnen. Denn Jesus wusste, dass sein Verrat durch Judas und seine darauf folgende Festnahme die J\u00fcnger sehr ersch\u00fcttern w\u00fcrde und im Glauben anfechten konnte. Jesus k\u00fcndigte den J\u00fcngern den Verrat von Judas an, damit sie nicht schockiert und in Zweifel an Gottes Souver\u00e4nit\u00e4t und Liebe geraten w\u00fcrden. Vielmehr sollten sie dadurch im Glauben gest\u00e4rkt werden. Denn durch Jesu Ank\u00fcndigung konnten sie dann, wenn es passieren w\u00fcrde, erkennen, dass Jesus wirklich der Sohn Gottes ist, der alle Dinge im Voraus wei\u00df und voraussagen kann. So sorgf\u00e4ltig k\u00fcmmerte sich Jesus um das Leben und das Wohl seiner J\u00fcnger in der Gegenwart und in der Zukunft, weil er sie so sehr liebte.<\/p>\n<p>Welches geistliche Prinzip lehrte Jesus seine J\u00fcnger, als er sich darum bem\u00fchte, ihnen das Problem von Judas zu erkl\u00e4ren? Betrachten wir V. 20: \u201eWahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer jemanden aufnimmt, den ich senden werde, der nimmt mich auf; wer aber mich aufnimmt, der nimmt den auf, der mich gesandt hat.\u201c Jesus lehrte sie das Prinzip, wie man Gott in sein Herz und Leben aufnehmen kann. Viele fragen sich, wie sie Gott in ihr Leben aufnehmen k\u00f6nnen. Nach dem Wort Jesu k\u00f6nnen wir Gott aufnehmen, indem wir Jesus aufnehmen. Und wir k\u00f6nnen Jesus aufnehmen, indem wir diejenigen aufnehmen, die Jesus gesandt hat. Heute wollen die meisten Menschen m\u00f6glichst unabh\u00e4ngig von anderen leben und wollen auch ohne die Hilfe anderer Gl\u00e4ubiger Gott finden und im Glauben leben lernen. Aber Jesus verweist hier darauf, dass derjenige ihn aufnimmt, der einen Gesandten Jesu aufnimmt. Die J\u00fcnger sollten mit entsprechendem Verantwortungsbewusstsein leben und anderen beim Glauben helfen. Judas war \u00e4u\u00dferlich gesehen Jesus treu nachgefolgt. Aber in Wirklichkeit hatte er Jesus nicht von Herzen aufgenommen. Weil er Jesus nicht aufnahm, gab es in seinem Herzen keinen Raum f\u00fcr Gott. Weil er Gott und Jesus nicht in sein Herz einziehen lie\u00df, war sein Herz leer, und darin sah der Teufel seine Chance und versuchte alles, um in sein leeres Herz zu kommen. Es ist sehr wichtig, dass wir nicht nur \u00e4u\u00dferlich zum Bibelstudium oder Gottesdienst kommen, sondern dass wir unser Herz \u00f6ffnen f\u00fcr Jesus und f\u00fcr diejenigen, die er gesandt hat, um uns seine Liebe zu bringen.<\/p>\n<p>Betrachten wir Vers 21: \u201eAls Jesus das gesagt hatte, wurde er betr\u00fcbt im Geist und bezeugte und sprach: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Einer unter euch wird mich verraten.\u201c Aus Liebe zu seinen J\u00fcngern k\u00fcndigt Jesus nun den Verrat konkret an. Als Jesus an Judas\u2019 Verrat und an seine Konsequenzen dachte, wurde er selbst im Geist betr\u00fcbt. Die Tatsache, dass Jesus so traurig wurde, als er an Judas und sein Schicksal dachte, zeigt, wie sehr Jesus ihn geliebt hat.<\/p>\n<p>Wie reagierten die J\u00fcnger auf Jesu Ank\u00fcndigung? Betrachten wir weiter den Text. Obwohl Jesus bestimmt bewusst mit ruhiger Stimme gesprochen hat, muss seine Ank\u00fcndigung, dass einer unter ihnen ihn verraten w\u00fcrde, die J\u00fcnger schockiert haben. Sie sahen sich untereinander entsetzt an und bekamen Angst, von wem er wohl redete. In der Parallelstelle im Markusevangelium hei\u00dft es, dass sie traurig wurden und einer nach dem andern Jesus fragte: \u201eBin ich\u2019s?\u201c (Mk 14,19) Sie waren nicht nur unsicher, wem sie noch vertrauen konnten, sondern auch unsicher, ob sie am Ende selbst diese schlimme Tat begehen w\u00fcrden. Die J\u00fcnger hatten drei Jahre lang Jesu Liebe erfahren und auch irgendwie angenommen. Aber ihre Unsicherheit in dieser Situation offenbart, dass sie im Glauben noch sehr instabil waren.<\/p>\n<p>Betrachten wir auch die Verse 23-25. Petrus wollte diese Ungewissheit nicht aushalten, sondern wollte unbedingt wissen, von wem Jesus redete. Weil er aber nicht den Mut hatte, Jesus direkt und vielleicht quer \u00fcber den Tisch hinweg zu fragen, winkte er Johannes, der direkt neben Jesus war, dass er ihn fragen sollte, wer es w\u00e4re.<\/p>\n<p>Wie reagierte Jesus auf diese Frage? Jesus reagierte nicht blo\u00df mit Worten, sondern mit einer sehr symbolischen Geste. Vers 26 berichtet: \u201eJesus antwortete: Der ist&#8217;s, dem ich den Bissen eintauche und gebe. Und er nahm den Bissen, tauchte ihn ein und gab ihn Judas, dem Sohn des Simon Iskariot.\u201c Jesus h\u00e4tte Judas direkt beim Namen nennen und ihn vor allen blo\u00df stellen k\u00f6nnen. Er h\u00e4tte ihn dabei zur Rede stellen und ihm zu Recht schwere Vorw\u00fcrfe machen k\u00f6nnen. Aber das tat Jesus nicht. Stattdessen gab er ihm ein St\u00fcck Brot, das er vorher extra in die So\u00dfe tunkte. Auf diese Weise zeigte Jesus seine unver\u00e4nderliche Liebe zu Judas. Dass Jesus ihm ein St\u00fcck Brot gab, hatte dabei eine besondere symbolische Bedeutung, insbesondere da Jesus kurz danach mit den J\u00fcngern das Abendmahl feiern w\u00fcrde. Im Hinblick darauf \u00a0war das Brot ein Symbol f\u00fcr den Leib Christi. Jesus wollte sich auch f\u00fcr Judas als das Brot des Lebens selbst hingeben. Als Jesus auf diese Weise seine Liebe zu Judas ausdr\u00fcckte, war das gleichzeitig seine unmissverst\u00e4ndliche und ultimative Einladung, zu ihm umzukehren und seine vergebende Liebe anzunehmen.<\/p>\n<p>Doch wie reagierte Judas? Vers 27 sagt: \u201eUnd als der den Bissen nahm, fuhr der Satan in ihn.\u201c Judas h\u00e4tte seine b\u00f6se Absicht nun wirklich aufgeben und die Liebe Jesu endlich annehmen sollen. Aber selbst als Jesu Liebe zu ihm so deutlich wurde, der ihm auch den Verrat verzeihen wollte, weigerte er sich, seine Haltung zu \u00e4ndern und Jesu Liebe anzunehmen. Er verachtete Jesu Liebe, indem er einfach das Brot nahm, aber Jesu Liebe erneut ignorierte. Als er sein Herz erneut f\u00fcr Jesus verschloss, war es offen f\u00fcr den Versucher, und der Satan fuhr in ihn. Judas nahm den Bissen und ging hinaus in die Nacht und Finsternis der S\u00fcnde.<\/p>\n<p>Judas\u2019 Fall konfrontiert uns mit einer dringenden Frage. Wie konnte es passieren, dass ein Mensch, der jahrelang nahe bei Jesus war, schlie\u00dflich doch in die finstere S\u00fcnde ging? Wir k\u00f6nnen verschiedene Probleme bei Judas sehen. Die Stelle in Kap. 12 \u00fcber Judas Verhalten bei der Salbung Jesu durch die Frau in Betanien sagt deutlich, dass Judas Geld sehr liebte, sodass er dort auch als Dieb bezeichnet wird und keinerlei Verst\u00e4ndnis daf\u00fcr aufbringen konnte, dass die Frau ihr wertvolles Salb\u00f6l f\u00fcr Jesus hingab (12,4-6). Aber wir k\u00f6nnen nicht sagen, dass seine Habgier Judas zwingend zum Abfall von Jesus gef\u00fchrt hat. Der Z\u00f6llner Matth\u00e4us zum Beispiel war fr\u00fcher bestimmt auch habgierig, sonst w\u00e4re er kein Z\u00f6llner geworden, aber er \u00fcberwand seine Habgier offensichtlich, sodass er sp\u00e4ter das Matth\u00e4usevangelium schreiben konnte. Aber Judas kam mit seinem S\u00fcndenproblem nicht zu Jesus. Wir haben in diesem Kapitel gesehen, dass Judas Jesu Liebe nicht annahm, sondern bis zum Ende ablehnte (13,27). Da Judas Jesu gesehen war Judas im schlechtesten Sinn des Wortes ein Individualist. Er ging nicht wirklich eine Gemeinschaft mit Jesus und mit den anderen J\u00fcngern ein. Obwohl er \u00e4u\u00dferlich alles mitmachte, behielt er in Wirklichkeit immer seine eigene Art und seine eigenen Vorstellungen und Pl\u00e4ne. Obwohl er so oft Jesu Liebe vor Augen gef\u00fchrt bekam, lie\u00df er sich nie wirklich darauf ein, sondern blieb immer f\u00fcr sich selbst und hegte weiter seine eigenen Gedanken, Ziele und W\u00fcnsche. Dadurch wurde er f\u00fcr den Satan angreifbar und verf\u00fchrbar. Es ist auch f\u00fcr uns nicht nebens\u00e4chlich, sondern lebenswichtig, dass wir Jesu Liebe annehmen und vom Herzen die Gemeinschaft mit ihm eingehen und auch die Gemeinschaft mit seinen Kindern. Judas\u00a0 wollte im Leben allein zurecht kommen, ohne auf die Hilfe anderer angewiesen zu sein. Er wollte auch mit seiner S\u00fcnde selbst fertig werden, und meinte, dass er Jesu Liebe und reinigende Gnade nicht unbedingt brauchte. Aber das gelang ihm nicht.<\/p>\n<p>Welche Bedeutung hatte Judas\u2019 Verrat in Bezug auf den Tod Jesu? Manche sagen, dass Judas gar keine andere Wahl gehabt h\u00e4tte, als Jesus zu verraten, da es eines Verr\u00e4ters bedurfte. Aber diese Sichtweise ist nicht richtig. Jesus sagt in Mk 14,21: \u201e\u00a0Der Menschensohn geht zwar hin, wie von ihm geschrieben steht; weh aber dem Menschen, durch den der Menschensohn verraten wird! Es w\u00e4re f\u00fcr diesen Menschen besser, wenn er nie geboren w\u00e4re.\u201c Niemand hat Judas dazu gezwungen, Jesus zu verraten, sondern es war seine eigene Wahl, und dieses Wort sagt, dass Judas auch die volle Verantwortung daf\u00fcr tragen musste. Gott gebrauchte zwar Judas\u2019 Verrat, um die Schrift zu erf\u00fcllen; aber Gott brauchte ihn nicht. Judas trug die volle Verantwortung f\u00fcr seinen Verrat an der Liebe und Gnade Jesu.<\/p>\n<p>Als Judas hinausgegangen war, war klar, dass es nur noch eine Frage von ganz wenigen Stunden war, dass Jesu furchtbares Leiden und Sterben beginnen w\u00fcrde. Doch wie betrachtete Jesus das ihm bevorstehende Leiden und Sterben? Betrachten wir Verse 31 und 32: \u201eAls Judas nun hinausgegangen war, spricht Jesus: Jetzt ist der Menschensohn verherrlicht, und Gott ist verherrlicht in ihm. Ist Gott verherrlicht in ihm, so wird Gott ihn auch verherrlichen in sich und wird ihn bald verherrlichen.\u201c In diesen Versen kommt f\u00fcnf Mal das Wort \u201everherrlichen\u201c vor. Jesus betrachtete sein Leiden und Sterben am Kreuz als etwas, durch das er Gott verherrlichen w\u00fcrde und durch das er selbst verherrlicht wurde. Was lernen wir hier von Jesus? Obwohl Jesus uns\u00e4gliche Qualen und Leiden und der Tod am Kreuz bevorstanden, verk\u00fcndete Jesus seine Verherrlichung und Gottes Verherrlichung. Das zeigt seine Sichtweise, dass Jesus zur Verherrlichung Gottes gelebt hat und alles unter dem Aspekt betrachtete, inwiefern Gott dadurch verherrlicht wurde. Daher betrachtete er auch sein Leiden und Sterben nicht vom ichbezogenen Standpunkt aus, sondern inwiefern es Gott und seinen Sohn verherrlichen w\u00fcrde. Wie konnte der qualvolle Tod Jesu am Kreuz zu seiner Verherrlichung und zur Verherrlichung Gottes dienen?\u00a0 Wenn wir blo\u00df an die Leiden denken, k\u00f6nnen wir das nicht verstehen. Aber wenn wir es aus der Sicht des Erl\u00f6sungswerkes Gottes sehen, das gerade dadurch erf\u00fcllt wurde, k\u00f6nnen wir es als Verherrlichung verstehen. Jesus wurde verherrlicht, weil er Gott vollkommen gehorcht hat und dadurch Gottes Heilswerk vollbracht und die Erl\u00f6sung f\u00fcr die ganze Welt gebracht hat. Jesus hat auch Gott verherrlicht, indem er ihn als den offenbart, dem man bis zum Tod gehorchen muss, und indem er Gottes Heilswerk vollendet hat. M\u00f6ge Gott uns helfen, wie er immer f\u00fcr die Verherrlichung Gottes zu leben. M\u00f6ge er uns vor allem helfen, f\u00fcr Jesu Liebe unser Herz zu \u00f6ffnen und seine reinigende Liebe immer anzunehmen, anstatt wie Judas aus falschem Stolz oder irgendeinem anderen Grund ohne seine Hilfe leben zu wollen und zu scheitern!<\/p>\n<p>Teil 2: Jesus gibt seinen J\u00fcngern das neue Gebot der Liebe (31-35)<\/p>\n<p>Was tat Jesus, als er wusste, dass er in wenigen Stunden die J\u00fcnger verlassen musste? Aus seiner Liebe zu ihnen tat Jesus sein Bestes, um sie auf die kommende Zeit vorzubereiten. Zum einen k\u00fcndigte er ihnen seinen Weggang an. So sagte er ihnen im Vers 33: \u201eLiebe Kinder, ich bin noch eine kleine Weile bei euch. Ihr werdet mich suchen. Und wie ich zu den Juden sagte, sage ich jetzt auch zu euch: Wo ich hingehe, da k\u00f6nnt ihr nicht hinkommen.\u201c Hier weist Jesus die J\u00fcnger auf seinen bevorstehenden Tod und dar\u00fcber hinaus auch auf seine Auferstehung hin. Die J\u00fcnger sollten nicht \u00fcberrascht sein, sondern wissen, dass alles im Ratschluss Gottes geplant war und danach geschah.<\/p>\n<p>Welches Gebot gab Jesus den J\u00fcngern, das sie von nun an unbedingt beherzigen sollten? Lesen wir die Verse 34 und 35: \u201eEin neues Gebot gebe ich euch, dass ihr euch untereinander liebt, wie ich euch geliebt habe, damit auch ihr einander lieb habt. Daran wird jedermann erkennen, dass ihr meine J\u00fcnger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt.\u201c Jesus gibt hier den J\u00fcngern das neue Gebot. Inwiefern ist es ein neues Gebot? Schon im Alten Testament hat Gott seinem Volk die Liebe zum N\u00e4chsten geboten. Dort hei\u00dft es: \u201eDu sollst deinen N\u00e4chsten lieben wie dich selbst\u201c (3.Mose 19,18). Die Israeliten sollten einander in dem gro\u00dfen Ma\u00dfe lieben, wie sie sich selbst liebten. Jesus hat mit dem neuen Gebot dieses Gebot nicht aufgehoben, sondern hat es noch gesteigert, indem er dem Gebot der Liebe einen neuen Ma\u00dfstab gegeben hat. Als J\u00fcnger Jesu sollen wir einander gerade so und in dem Ma\u00dfe lieben, wie er uns geliebt hat. Wir sollen also Jesu vollkommene, selbstlose, bedingungslose und hingebungsvolle Liebe zum Ma\u00dfstab nehmen und gerade damit uns untereinander lieben. Jesus beschreibt damit das Bild, das wir in uns tragen sollen, n\u00e4mlich das Bild Jesu, der so vollkommen geliebt hat. Wir sollen dieses Bild erlangen, indem wir selbst seine Liebe tief annehmen und von ihm lernen, die anderen Menschen so hingebungsvoll und bedingungslos zu lieben. Mit dem neuen Gebot bringt Jesus auch seinen Wunsch zum Ausdruck, dass die Gemeinschaft seiner J\u00fcnger voller Liebe sein soll, von der wahren Liebe erf\u00fcllt und gepr\u00e4gt. Gerade dadurch werden die ungl\u00e4ubigen Menschen, die mit der Gemeinde in Ber\u00fchrung kommen, erkennen, dass wir seine J\u00fcnger sind, und den Wunsch bekommen, ihn kennen zu lernen \u2013 wenn wir Liebe untereinander haben.<\/p>\n<p>Wenn man von der Situation der J\u00fcnger ausgeht, von der Spannung, in der sie sich befunden haben, von ihrer Traurigkeit wegen dem bevorstehenden Weggang Jesu, von ihrer Unsicherheit und Verwirrung nach der Ank\u00fcndigung des Verrats, kommt das neue Gebot scheinbar unpassend vor. Aber von Jesus aus ist es ganz folgerichtig. Es war die ganze Zeit schon sein Wille, dass die Seinen einander lieb haben, wie er sie geliebt hat. Dieses neue Gebot ist notwendig, weil es der ultimative Wille Jesu f\u00fcr die Seinen ist, dass sie einander so bedingungslos und hingebungsvoll lieben sollen, und es ist notwendig, dass sie bzw. wir ihm gehorchen, damit wir wirklich seine J\u00fcnger werden, damit wir ihm an diesem wichtigsten Punkt \u00e4hnlich werden, unser Wesen und unsere Lebensweise. Wenn wir unsere Br\u00fcder nicht lieben w\u00fcrden, w\u00e4ren wir von Jesu Wesen meilenweit entfernt, egal, was wir sonst tun. Wenn wir unsere Br\u00fcder nicht lieben, dann versagen wir in dem zentralen und wichtigsten Anliegen Gottes f\u00fcr uns.<\/p>\n<p>Wie wir wohl wissen, ist es tats\u00e4chlich aber nicht leicht, Jesu Gebot zu gehorchen. Wir lieben von Natur aus uns selbst und h\u00f6chstens diejenigen, die uns nahe stehen, die uns sympathisch sind und von denen wir uns w\u00fcnschen, gleichfalls Freundlichkeit oder Liebe zur\u00fcckzubekommen. Es kann leicht passieren, dass wir uns an unsere Armut an Liebe gew\u00f6hnen und sie f\u00fcr normal halten. Auch wenn wir unseren Mangel an Liebe erkennen, haben wir viele Gr\u00fcnde, warum wir angeblich nicht mehr Liebe aufbringen k\u00f6nnen, warum wir diesen oder jenen zurzeit nicht aktiv lieben k\u00f6nnen. Wir haben viel Verst\u00e4ndnis f\u00fcr uns selbst und unsere Armut an Liebe. Aber Jesus hat uns nicht einen Vorschlag oder eine Empfehlung, sondern das neue Gebot gegeben, dass wir einander lieben sollen, wie er uns geliebt hat: \u201eEin neues Gebot gebe ich euch, dass ihr euch untereinander liebt, wie ich euch geliebt habe, damit auch ihr einander lieb habt.\u201c Wir sollen einander lieben, wie er uns geliebt hat; das hei\u00dft, dass wir auch diejenigen bedingungslos annehmen und aktiv und hingebungsvoll lieben sollen, die uns nicht auf Anhieb sympathisch sind oder von denen wir scheinbar nichts zur\u00fcckerwarten k\u00f6nnen. Wie k\u00f6nnen wir \u00fcber unsere nat\u00fcrliche Liebe hinaus dem neuen Gebot Jesu gehorchen? Die Antwort darauf hat Jesus in dem Gebot selbst mitgegeben. Die Worte \u201ewie ich euch geliebt habe\u201c verweisen auf die Grundlage und Kraftquelle f\u00fcr unsere Liebe zu den Br\u00fcdern, n\u00e4mlich auf die vollkommene Liebe Jesu zu uns. Wir sollen diese seine Liebe zu uns t\u00e4glich annehmen und uns davon reinigen und erf\u00fcllen lassen und sollen gerade diese Liebe an unsere N\u00e4chsten in der Familie und in der Gemeinde weitergeben, und zwar unabh\u00e4ngig davon, wie sie sich uns gegen\u00fcber verhalten bzw. wie liebensw\u00fcrdig sie uns vorkommen. Jesus will dadurch unser Wesen dem Seinen \u00e4hnlich machen. Wir sollen werden wie er. Jesus will dass dadurch unsere Gemeinschaft von Liebe erf\u00fcllt und gepr\u00e4gt wird, sodass jeder die Liebe erf\u00e4hrt und in der Liebe geistlich gut wachsen und sich entwickeln und zu einem gesunden und gro\u00dfartigen Mann bzw. Frau des Glaubens werden kann. Dadurch dass wir dem neuen Gebot gehorchen, soll auch jedermann erkennen, dass wir seine J\u00fcnger sind, und den Wunsch bekommen, diese Liebe und ihre Quelle, Jesus selbst, zu erfahren.<\/p>\n<p>Teil 3: Jesus k\u00fcndigt aus seiner Liebe Petrus seine Verleugnung an (36-38)<\/p>\n<p>Betrachten wir das Gespr\u00e4ch zwischen Jesus und Petrus in den Versen 36-38. Jesus hatte gesagt, dass die J\u00fcnger diesmal nicht hinkommen konnten, wo Jesus hingehen w\u00fcrde (33). Petrus liebte Jesus und wollte gerne bei ihm bleiben. Daher fragte er Jesus nun: \u201eHerr, wo gehst du hin?\u201c Als Jesus ihm antwortete, dass er dieses Mal nicht mitgehen konnte, wollte Petrus das nicht akzeptieren. Er sagte: \u201eHerr, warum kann ich dir diesmal nicht folgen? Ich will mein Leben f\u00fcr dich lassen\u201c (37). Petrus\u2019 Antwort zeigt hier zum einen seinen gro\u00dfen Wunsch, immer bei Jesus zu bleiben. Das war positiv. Aber es war nicht positiv, dass Petrus \u00e4hnlich wie bei der Fu\u00dfwaschung auch hier nicht bereit war, zu akzeptieren, was Jesus ihm sagte. Jesus kannte ihn und welchen Weg er selbst gehen musste. Aus seinem Wissen heraus sagte er, dass Petrus nicht mit ihm gehen konnte. Aber Petrus meinte, dass er sich doch kennt und dass er alles tun w\u00fcrde f\u00fcr Jesus, wenn n\u00f6tig sogar mit ihm sterben. Welches Problem von Petrus wird hier klar erkennbar? Petrus kannte sich nicht selbst. Er wusste nicht, wer er selbst war, wie schwach er in Wirklichkeit war und auf was f\u00fcr einer schwachen Grundlage sein Glaube und sein guter Wunsch basierten. Er hatte ein Bild von sich selbst, das mit der Wirklichkeit nicht \u00fcbereinstimmte. Jesu sagte ihm, dass er ihn noch ehe der Hahn kr\u00e4hen w\u00fcrde, drei Mal verleugnen w\u00fcrde. Jesus sagte ihm das, weil er Petrus liebte und wollte, dass Petrus sich selbst erkennen und von seinem Selbstvertrauen umkehren und ernsthaft Gottes Hilfe suchen w\u00fcrde. Doch wie wir vom weiteren Verlauf wissen, nahm Petrus diese Gelegenheit leider nicht wahr, sodass er eine bittere Erfahrung machen musste; erst dann lernte er, wer er in Wirklichkeit war. So gesehen war Petrus auch ein Individualist, der sich unabh\u00e4ngig von Jesus f\u00fcr stark hielt und der seine eigenen Gedanken festhielt, auch wenn Jesus ihm etwas anderes sagte.<\/p>\n<p>Wenn wir Judas und Petrus in diesem Text vergleichen, haben sie manche \u00c4hnlichkeiten. Beide hatten starke eigene Gedanken und Vorstellungen. Beide waren Individualisten mit der Neigung, die eigenen Gedanken und Vorstellungen festzuhalten und danach zu leben, und waren darin oft unzug\u00e4nglich f\u00fcr Jesu Wort. Beide wussten nicht, wie schwach sie selbst waren, und f\u00fchrten ihr Leben in gro\u00dfem Ma\u00dfe aus dem Selbstvertrauen. Beide haben die Liebe Jesu nicht oder nicht vollst\u00e4ndig angenommen und darauf ihr Leben gebaut.<\/p>\n<p>Aber es gibt einen entscheidenden Unterschied. Petrus hat sich grunds\u00e4tzlich entschieden, Jesu Liebe und seinen Willen anzunehmen und danach zu leben. Er scheiterte zwar immer wieder daran, weil seine eigenen Vorstellungen und Gedanken oft so stark waren, dass er Jesu Worte nicht annehmen und ihnen nicht oder nicht sofort gehorchen konnte. Manchmal dauerte es eine ganze Weile, bis er seine falschen Gedanken einsah, und Jesus hatte einige M\u00fche mit ihm, wie wir letztes Mal gesehen haben. Aber wenn er seine Meinung als verkehrt einsah, beharrte er nicht weiter darauf, sondern \u00e4nderte seine Einstellung und bem\u00fchte sich, das, was von Jesus kam, zu beherzigen. Das konnte er tun, weil er auf Jesu Liebe zu ihm vertraute und glaubte, dass Jesus ihm seine Verfehlungen vergab.<\/p>\n<p>Genau darin unterscheidet sich Petrus von Judas. Judas hatte auch Jesu Berufung zur Nachfolge angenommen und war ihm lange Zeit nachgefolgt. Aber Judas\u2019 Umgang mit seiner S\u00fcnder und sein Verhalten hier, als seine S\u00fcnde ganz offen aufgedeckt wurde, zeigt, dass ihm das pers\u00f6nliche Vertrauen auf Jesu Liebe und die Bereitschaft, darauf sein Leben zu bauen, fehlte. Dies wird im heutigen Text sehr deutlich. Denn allersp\u00e4testens als Jesus vor allen Judas\u2019 b\u00f6se Absicht, ihn zu verraten, deutlich machte und ihm dabei gleichzeitig seine Liebe und Vergebungsbereitschaft demonstrierte, muss Judas seine Absicht als verkehrt und b\u00f6se erkannt haben \u2013 sp\u00e4testens dann. Selbst jemand, der noch nie die Bibel gelesen hat, kann die Absicht, einen Freund zu verraten, als verkehrt erkennen, sogar schon ein kleines Kind. Doch obwohl Judas seine falsche Haltung erkannte, war er nicht bereit, vor Jesus seine S\u00fcnde zuzugeben und Jesu vergebende Liebe anzunehmen. Judas war wirklich im schlechtesten Sinne ein Individualist, der um jeden Preis allein zurechtkommen wollte und die Liebe und Hilfe Jesu bis zum Ende stur ablehnte. Dies zeigt, dass sein Problem nicht ein Unverm\u00f6gen war, sondern dass ihm der Wille fehlte, Jesu Liebe anzunehmen und sein Leben auf diese Grundlage sein Leben zu bauen. Anders gesagt weigerte sich Judas willentlich, Jesu Liebe anzunehmen und Jesus in sein Herz und Leben hineinzulassen.<\/p>\n<p>Was bedeutet das f\u00fcr uns? Jeder Mensch hat ein eigenes Bild von sich selbst. Jeder hat seine eigenen Gedanken und eine gewisse Neigung, sie festzuhalten und danach zu leben. (Manchen f\u00e4llt es leichter, ihre eigenen Gedanken vor dem Wort Gottes zu korrigieren, bei anderen dauert es l\u00e4nger.) Aber es ist wichtig, dass wir lernen, immer dann, wenn Gott durch sein Wort zu uns spricht, uns belehren lassen und dass wir dann unsere Gedanken und Vorstellungen korrigieren. Vor allem ist es wichtig, dass wir auf Jesu Liebe zu uns von Herzen vertrauen und aufgrund dessen immer, wenn wir in falsche Gedanken oder auf falsche Wege geraten sind, umkehren und so unser Leben auf seine vergebende Liebe bauen. M\u00f6ge Gott jedem von uns dabei helfen!<\/p>\n<p>Lesen wir noch einmal die Leitverse 34 und 35: \u201eEin neues Gebot gebe ich euch, dass ihr euch untereinander liebt, wie ich euch geliebt habe, damit auch ihr einander lieb habt. Daran wird jedermann erkennen, dass ihr meine J\u00fcnger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt.\u201c Im heutigen Text k\u00f6nnen wir lernen, dass das Glaubensleben im Grunde bedeutet, die Liebe Jesu anzunehmen und diese Liebe anderen gegen\u00fcber auszu\u00fcben. In der letzten Lektion hat Jesus gelehrt, dass wir als seine J\u00fcnger seinem Beispiel folgen sollen. Aber dabei geht es ihm nicht um das blo\u00dfe Verrichten von T\u00e4tigkeiten nach dem Motto \u201eJeden Tag eine gute Tat\u201c. Vielmehr hat Jesus durch das neue Gebot klar gemacht, dass es um die Liebe geht, dass wir die Liebe Jesu pers\u00f6nlich empfangen sollen und dass wir mit dieser Liebe und aus der Kraft dieser Liebe die anderen lieben sollen. Als Christen sollen wir t\u00e4glich Jesu Liebe empfangen und sie aus\u00fcben, vor allem an den Glaubensgeschwistern, wobei Jesu Liebe selbst die Grundlage und der Ma\u00dfstab ist. Dadurch sollen wir jeder ein Mensch voller Liebe werden, der dem Bild Jesu immer mehr entspricht. Dadurch soll unsere Gemeinde eine Gemeinschaft der Liebe werden, in der jeder durch die gegenseitige Liebe den Raum, den Schutz und die Hilfe findet, in der er oder sie sich geistlich gut entwickeln und f\u00fcr Gottes Ehre leben kann. Nicht zu letzt soll durch unsere gegenseitige Liebe jeder, der mit unserer Gemeinschaft in Ber\u00fchrung kommt, erkennen, dass wir Jesu J\u00fcnger sind, und den starken Wunsch bekommen, Jesu Liebe und ihn selbst kennen zu lernen. M\u00f6ge Gott uns helfen, Jesu Liebe t\u00e4glich tief anzunehmen und nach dem neuen Gebot einander so bedingungslos und herzlich zu lieben, wie er uns geliebt hat!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download Ein\u00a0 neues\u00a0 Gebot \u201eEin neues Gebot gebe ich euch, dass ihr euch untereinander liebt, wie ich euch geliebt habe, damit auch ihr einander lieb habt. 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