{"id":672,"date":"2010-01-27T10:14:57","date_gmt":"2010-01-27T09:14:57","guid":{"rendered":"http:\/\/ubfheidelberg.org\/?p=672"},"modified":"2023-01-29T20:32:31","modified_gmt":"2023-01-29T19:32:31","slug":"predigt-rut-11-22","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-rut-11-22\/","title":{"rendered":"Predigt: Rut 1,1-22"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/RUT-II-neu1.doc\">Download<\/a><\/p>\n<p><strong><span style=\"text-decoration: underline;\"> <\/span><\/strong><\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\">Dein Volk ist mein Volk und dein Gott ist mein Gott.<\/h2>\n<address style=\"text-align: center;\">Leitverse: 16 und 17:\u201eRut antwortete: Rede mir nicht ein, dass ich dich verlassen und von dir umkehren sollte. Wo du hingehst will auch ich hingehen, wo du bleibst, da bleibe ich auch. Dein Volk ist mein Volk und dein Gott ist mein Gott&#8230; wo du stirbst da will ich auch begraben werden. Der Herr tue mir dies und das, nur der Tod wird mich und dich scheiden.\u201c<\/address>\n<p>Heute beginnen wir ein neues Buch der Bibel. Wir steigen noch einmal in die Zeit der Richter ein. Zu dieser Zeit lebte eine bewundernswerte Frau, die aufgrund ihres starken Willens und ihrer pers\u00f6nlichen Glaubensentscheidung als herausragende Pers\u00f6nlichkeit in den Stammbaum von Jesus Christus integriert wurde. Das Buch ist nach ihr benannt und hei\u00dft \u201eRut\u201c. Rut ist eine heidnische Frau. Es gibt in der Bibel nur zwei B\u00fccher, die nach einer Frau benannt sind und diese sind Ester und Rut. Bei den Juden werden die beiden B\u00fccher sehr geachtet. Das Buch Rut wird von ihnen immer zum Pfingstfest verlesen.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\"> <\/span><\/p>\n<p><strong><span style=\"text-decoration: underline;\">Teil I: Verse 1-6 Das bittere Schicksal von Noomi<\/span><\/strong><\/p>\n<p><strong><span style=\"text-decoration: underline;\"> <\/span><\/strong><\/p>\n<p>Betrachten wir zun\u00e4chst den geschichtlichen Hintergrund zur Zeit Ruts.<\/p>\n<p>In Vers 1a), da hei\u00dft es:<strong> \u201eZu der Zeit als die Richter richteten, entstand eine Hungersnot im Lande. ..\u201c<\/strong> Was war das f\u00fcr eine Zeit als die Richter richteten?<\/p>\n<p>In unserem Bibelstudium aus dem Buch Richter haben wir erfahren, dass es in der Zeit als die Richter richteten keinen K\u00f6nig in Israel gab. <strong>\u201eJeder tat was ihn recht d\u00fcnkte\u201c<\/strong>, so hei\u00dft es im letzten Vers des letzten Kapitels im Richterbuch. Wir haben gesehen, dass zu dieser Zeit die Menschen grausam, verdreht, gottlos, g\u00f6tzendienerisch und selbsts\u00fcchtig waren. Sie lebten nach ihren eigenen Ma\u00dfst\u00e4ben, nach ihrem jeweiligen Gef\u00fchl und richteten sogar unter ihrem eigenen Volk ein Blutbad an. In dieser Zeit entstand eine Hungersnot im Lande. Im Buch Richter Kapitel 6 erfahren wir, dass zu dieser Zeit die Midianiter \u00fcber Israel herfielen und sie regelm\u00e4\u00dfig die Ernten vernichteten. Die Israeliten waren damals ungehorsam gegen Gott gewesen.<\/p>\n<p>In Vers 1 b) erfahren wir weiter, dass ein Mann von Bethlehem in Juda auszog ins Land der Moabiter, um dort als ein Fremdling zu wohnen zusammen mit seiner Frau und seinen beiden S\u00f6hnen. Vers 2 erl\u00e4utert: <strong>\u201eDer hie\u00df Elimelech seine Frau Noomi und seine beiden S\u00f6hne Machlon und\u00a0 Kiljon; die waren Efratiter aus Bethlehem in Juda.\u00a0 Und als sie ins Land der Moabiter gekommen waren blieben sie dort.\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Elimelechs Auszug aus Bethlehem war keine Glaubensentscheidung sondern eher eine Entscheidung f\u00fcr das nackte \u00dcberleben.<\/p>\n<p>In Moab gab es genug zu essen. Moab war das Land \u00f6stlich des Toten Meeres, das von den Nachkommen Lots, des Neffen von Abraham bewohnt wurde. Die Menschen dienten dort dem G\u00f6tzen Kemosch, dem sie Menschenopfer dar brachten. Auch war es das Feindesland von Israel, da die Moabiter den Israeliten beim Auszug aus \u00c4gypten feindlich gegen\u00fcbergetreten waren. Insofern war Gottes Fluch auf diesem Land. Die Moabiter galten als unrein und die Israeliten durften sich unter keinen Umst\u00e4nden mit ihnen vermischen. Der Auszug der Familie aus Israel bedeutete eine Realit\u00e4tsflucht und ein Auszug aus der Gegenwart und dem Schutz Gottes.<\/p>\n<p>In Vers 3 lesen wir: <strong>\u201eUnd Elimelech, Noomis Mann starb und sie blieb \u00fcbrig mit ihren beiden S\u00f6hnen\u201c. <\/strong>Bald darauf musste Elimelech, Noomis Mann sterben. Der Verlust ihres Ehemannes kurz nachdem sie in die neue Heimat gezogen waren, musste f\u00fcr Noomi sehr schmerzhaft gewesen sein. Der Hungersnot entkommen erwartete sie das noch h\u00e4rtere Schicksal des Lebens als Witwe.<\/p>\n<p>Ihr Trost waren ihre beiden S\u00f6hne Kiljon und Machlon. Durch sie erhoffte sie Nachkommen, die den Namen ihres Mannes weitertragen w\u00fcrden. Die beiden S\u00f6hne taten daraufhin das menschlich gesehen, nahe liegende jedoch geistlich gesehen war ihre Entscheidung nicht so gut.<\/p>\n<p>Vers 4a) erz\u00e4hlt: <strong>\u201eDie nahmen sich moabitsche Frauen; die eine hie\u00df Orpa, die andere Rut..\u201c <\/strong>Es sollte noch schlimmer f\u00fcr Noomi kommen. Verse 4 und 5 berichten folgendes:<\/p>\n<p><strong>\u201eUnd als sie ungefair zehn Jahre dort gewohnt hatten, &#8230;starben auch die beiden, Machlon und Kiljon, sodass die Frau beide S\u00f6hne und ihren Mann \u00fcberlebte.\u201c <\/strong><\/p>\n<p>Nun war der letzte Funken Hoffnung in Noomi ausgel\u00f6scht worden. Ihre S\u00f6hne das Einzige, was ihr in dem fremden Land geblieben war und die Hoffnung auf Nachkommen war mit einem Mal zunichte. Wir k\u00f6nnen den Schmerz von Noomi nur erahnen. In einem fremden Land, einer fremden Kultur, ohne Gottes Schutz und ohne ihren Mann und ihre beiden S\u00f6hne musste f\u00fcr sie die Einsamkeit unertr\u00e4glich gewesen sein. Sie musste sich gefragt haben, warum der Herr ihr so etwas wohl angetan hat.<\/p>\n<p>Was tat Noomi als sie nun alleine und fern von der Heimat war?<\/p>\n<p>Vers 6 berichtet: <strong>\u201eDa machte sie sich auf mit ihren beiden Schwiegert\u00f6chtern und zog aus dem Land der Moabiter wieder zur\u00fcck; denn sie hatte erfahren im Moabiterland, dass der Herr sich seines Volkes angenommen hatte und ihnen Brot gegeben hatte.\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Einsam, von Gott verlassen und vom Schicksal geschlagen, machte sie sich auf den Weg zur\u00fcck nach Israel. Noomi traf eine Glaubensentscheidung. W\u00e4hrend sie vorher einen Schritt in die negative Richtung gemacht hatte, von Gott weg &#8211; tat sie nun einen Schritt in die positive Richtung, zur\u00fcck zu Gott. Ihre Schwiegert\u00f6chter kamen mit ihr. Alle drei waren durch ihr gemeinsames Schicksal eng miteinander verbunden. Alle drei hatten ihre Ehem\u00e4nner verloren und waren kinderlos.<\/p>\n<p>Noomi erkannte auch, dass die Bu\u00dfe damals besser gewesen w\u00e4re. Auf diese Weise h\u00e4tte sie selbst ihre Beziehung zu Gott wieder herstellen k\u00f6nnen. Sie h\u00e4tte einen guten Einfluss auf ihr Volk aus\u00fcben und es wieder mit Gott vereinen k\u00f6nnen. Aber sie und Elimelech waren vor ihrer Verantwortung geflohen und dachten nur an Brot f\u00fcr ihre Familie.<\/p>\n<p>Dies ist auch eine Warnung an uns. Wie leicht kann es passieren, dass auch wir aufgrund einer schwierigen Situation fl\u00fcchten, um unsere Lebensumst\u00e4nde irgendwie zu mildern anstatt Gott zu suchen und Bu\u00dfe zu tun.<\/p>\n<p>Wir k\u00f6nnten denken, dass uns Unrecht geschieht und dass wir ein solches Leben nicht verdient h\u00e4tten. Der richtige Weg mit schwierigen und leidvollen Situationen umzugehen, kann jedoch niemals der R\u00fcckzug aus unserer Verantwortung als Kinder Gottes sein. Auch wenn die Situation unertr\u00e4glich erscheint m\u00fcssen wir zuerst nach Gottes Willen f\u00fcr uns in dieser Situation fragen. Der Herr wird uns ganz bestimmt richtig leiten und uns langfristig reichlich segnen, wenn wir lernen <strong>nicht <\/strong>davon zulaufen<strong>.<\/strong><\/p>\n<p>Wie k\u00f6nnen wir jedoch in einer unausweichlichen Situation gehorchen und wie Gottes Willen erfragen?<\/p>\n<p>Betrachten wir hierzu Teil II.<\/p>\n<p><strong><span style=\"text-decoration: underline;\">Teil II: Verse 7-22\u00a0 Orpas Wahl und Ruts fester Wille<\/span><\/strong><\/p>\n<p><strong> <\/strong><\/p>\n<p>Sehen wir uns die Verse 7 und 8 an:<\/p>\n<p>\u201e<strong>Und sie ging aus von dem Ort, wo sie gewesen war mit ihren beiden Schwiegert\u00f6chter mit ihr. Und als sie unterwegs waren um ins Land Juda zur\u00fcckzukehren,&#8230;<\/strong> <strong>sprach sie zu ihren beiden Schwiegert\u00f6chtern: Geht hin und kehrt um, eine jede ins Haus ihrer Mutter! Der Herr tue an euch Barmherzigkeit, wie ihr an den Toten und an mir getan habt.\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Noomi wu\u00dfte, dass sie ohne ihre Schwiegert\u00f6chter ein noch einsameres und ein ungesichertes Leben zu erwarten hatte. Wer w\u00fcrde sie im Alter versorgen? Alle ihre n\u00e4chsten Angeh\u00f6rigen waren ja verstorben. Den Trost und die Liebe, die sie durch ihre Schwiegert\u00f6chter erfahren hatte w\u00fcrde sie auch nicht mehr bekommen. In all dem Leid hatte Noomi doch auch den Segen durch die beiden erfahren. Sie f\u00fchlte eine Verantwortung f\u00fcr die beiden heidnischen Frauen, die den lebendigen Gott nicht kannten. Noomi hatte ihnen\u00a0 viel vom Sch\u00f6pfer des Himmels und der Erde erz\u00e4hlt und ihnen die Liebe, die er zu seinem Volk dem Volk des Eigentums hegte, weitergeben k\u00f6nnen. Dadurch hatte sie selbst in all dem Leid, Trost und Gottes Segen erfahren. Auch Rut\u00a0 und Orpa sp\u00fcrten, dass eine besondere Liebe von Noomi ausging.<\/p>\n<p>Trotzdem war Noomi selbstlos und f\u00fcrsorglich und dachte an das Wohl ihrer beiden Schwiegert\u00f6chter als sie diese bat umzukehren.<\/p>\n<p>Sie stellte das Leben der beiden unter Gottes Schutz und Segen. Schlie\u00dflich waren sie noch jung und konnten ohne Bedenken einen Mann in Moab finden. In Israel dagegen erwartete sie ein ungesichertes und armseliges Leben.<\/p>\n<p>Noomi konnte ihnen\u00a0 nichts bieten. Und ein rechter Israelit w\u00fcrde sich davor h\u00fcten eine Moabiterin zu heiraten. Noomi wollte Rut und Orpa unter keinen Umst\u00e4nden die Zukunft verbauen.<\/p>\n<p>Also blieb sie beharrlich. Lesen wir Vers 9 und 10: \u201e<strong>der Herr gebe euch, dass ihr Ruhe findet, eine jede in ihres Mannes Hause! Und sie k\u00fcsste sie. Da erhoben sie ihre Stimme und weinten!&#8230;und sprachen zu ihr. Wir wollen mit dir zu deinem Volk gehen\u201c. <\/strong><\/p>\n<p>Auch die beiden Schwiegert\u00f6chter blieben zun\u00e4chst fest. Sie liebten beide ihre Schwiegermutter und wollten sich nicht von ihr trennen. Erst einmal schien ihnen die Liebe und die Sicherheit, die sie von einem Mann bekommen k\u00f6nnten, viel weniger wert zu sein als die Liebe die von dem wahren Gott durch Noomi zu ihnen hindurchdrang.<\/p>\n<p>Aber Noomi gab nicht auf. In den Versen 11 bis 13 dr\u00e4ngt Noomi sie weiter<strong> \u201e&#8230;. kehrt um, meine T\u00f6chter! Warum wollt ihr mit mir gehen? Wie kann ich noch einmal Kinder in meinem Scho\u00df haben, die eure M\u00e4nner werden k\u00f6nnten?<\/strong> \u2026.<strong>kehrt um, meine T\u00f6chter, geht hin; denn ich bin nun zu alt um wieder einen\u00a0 Mann zu nehmen. Und wenn ich d\u00e4chte: ich habe noch Hoffnung!, und diese Nacht einen Mann nehmen und S\u00f6hne geb\u00e4ren w\u00fcrde,&#8230;.<\/strong> <strong>wolltet ihr warten bis sie gro\u00df w\u00fcrden? Wolltet ihr euch solange einschlie\u00dfen und keinen Mann nehmen? Nicht doch meine T\u00f6chter! Mein Los ist zu bitter f\u00fcr euch, denn des Herrn Hand ist gegen mich gewesen.\u201c <\/strong><\/p>\n<p>Die Argumente Noomis waren einleuchtend und \u00fcberzeugend. Was k\u00f6nnte die alte Frau ihnen bieten? Der Mensch lebt nicht nur von Luft und Liebe. Gerade damals war eine Ehe unabdingbar f\u00fcr das existentielle Leben und f\u00fcr die Zukunft von jeder Frau. Au\u00dferdem bedeutete eine Entscheidung f\u00fcr Israel eine tiefe pers\u00f6nliche und vor allem eine freiwillige Entscheidung. Sie wollte unter keinen Umst\u00e4nden, dass die jungen Frauen es eines Tages bereuen w\u00fcrden, dass sie mit ihr nach Israel gegangen waren.<\/p>\n<p><strong>Wie entschieden sich Orpa und Rut? <\/strong><\/p>\n<p><strong> <\/strong><\/p>\n<p>Vers 14 zeigt: <strong>\u201eDa erhoben sie ihre Stimme noch mehr und weinten noch mehr. Und Orpa k\u00fcsste ihre Schwiegermutter. Rut aber blieb bei ihr.\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Orpa entschloss sich zu ihrem Volk umzukehren. Bis zu diesem Zeitpunkt waren beide Rut und Orpa gleich gewesen. Beide waren sie ihren M\u00e4nnern gute, treue Ehefrauen gewesen, beide verbanden eine liebevolle Beziehung zu ihrer Schwiegermutter und beide waren zun\u00e4chst Noomi auf dem Weg nach Israel gefolgt. Rut und Orpa liebten ihre Schwiegermutter, jedoch in unterschiedlichen Ma\u00dfe. Orpa gab schlie\u00dflich dem Dr\u00e4ngen Noomis und auch ihrem eigenen Gef\u00fchl nach Sicherheit und den Trost durch die gewohnte Umgebung nach. Orpa hatte eine gro\u00dfe Strecke zusammen mit Rut und Noomi zur\u00fcckgelegt. Das letzte St\u00fcck ging sie jedoch nicht mehr mit ihnen.<\/p>\n<p>Die Entscheidung von Orpa ist vollkommen nachvollziehbar. Sie hatte Schlimmeres erlebt als so manch eine andere junge Frau. In jungen Jahren Witwe zu werden ist nicht einfach. Sicherlich litt sie unter den Folgen des Verlustes von ihrem Ehemann. Das Orpa nicht noch mehr leiden wollte k\u00f6nnen wir verstehen. Sie hatte Angst ihr ganzes Leben alleine zu bleiben und als Au\u00dfenseiterin in einer fremden Kultur an der Armutsgrenze leben zu m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Was tat Noomi als Orpa sich entschied umzukehren und Rut aber bei ihr bleiben wollte?<\/p>\n<p><strong>In Vers 15 lesen wir \u201eSie aber sprach: Siehe deine Schw\u00e4gerin ist umgekehrt zu ihrem Volk und ihrem Gott, kehre auch du um, deiner Schw\u00e4gerin nach.\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Noomi wollte Ruts Entscheidung zun\u00e4chst nicht akzeptieren. Einerseits weil sie immer noch selbstlos dachte und die beiden liebte und andererseits wollte sie nicht, dass Rut nur aus Mitleid bei ihr blieb. F\u00fcr Noomi w\u00e4re es noch schwerer zu ihrem eigenen Leid auch noch Ruts Leid miterleben zu m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Wie reagierte Rut auf die wiederholte Aufforderung ihrer Schwiegermutter umzukehren?<\/p>\n<p><strong>Betrachten wir das Beispiel von Rut im Vers 16 a) und lesen wir gemeinsam: <\/strong><\/p>\n<p><strong> \u201eRut antwortete: Rede mir nicht ein, dass ich dich verlassen und von dir umkehren sollte. Wo du hingehst will auch ich hingehen, wo du bleibst, da bleibe ich auch&#8230;\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Es ist in hohem Ma\u00dfe erstaunlich, dass Rut trotz der Argumente Noomis einen derart festen Willen zeigt und sich klar daf\u00fcr entscheidet mit ihrer Schwiegermutter zu ihrem Volk zu gehen.<\/p>\n<p>An dieser Stelle geschieht etwas f\u00fcr uns moderne Menschen unfassbares und etwas entgegen jede vern\u00fcnftige Berechnung und Logik.<\/p>\n<p>Rut, ein junges M\u00e4dchen opfert ihre Freiheit, ihre Jugend und ihre Zukunft, um einer armen alten Frau nachzufolgen.<\/p>\n<p>In Israel gibt es keine menschliche Hoffnung f\u00fcr Rut. Welche Chance h\u00e4tte Rut, eine Heidin in Israel einen Mann zu finden und eine Familie zu gr\u00fcnden?!\u00a0 Au\u00dferdem verpflichtete sie sich bis ans Ende ihres Lebens ihre alte Schwiegermutter zu versorgen.<\/p>\n<p>In Moab h\u00e4tte sie ein unabh\u00e4ngiges, komfortables Leben zusammen mit einem Mann und Kindern in einer hochentwickelten Kultur haben k\u00f6nnen. In Israel dagegen erwartete sie das Leben einer Au\u00dfenseiterin, ein armseliges Dasein und die Verachtung der Menschen, da sie eine Heidin war. Rut entscheidet sich hier <strong>gegen <\/strong>sich selbst und f\u00fcr einen anderen Menschen.<\/p>\n<p>Menschlich gesehen war diese Entscheidung von Rut sinnlos, t\u00f6richt und undenkbar.<\/p>\n<p>Wie kann es sein, dass sich Rut in diesem Moment entscheidet, bis zum Tod ihrer alten Schwiegermutter nachzufolgen?! Woher kam Ruts Treue?<\/p>\n<p>Lesen wir Vers 16 b) gemeinsam: \u201e<strong>Dein Volk ist mein Volk und dein Gott ist mein Gott\u201c.<\/strong><\/p>\n<p>Rut demonstriert hier eine au\u00dfergew\u00f6hnliche Hingabe und Treue bez\u00fcglich ihrer <strong>pers\u00f6nlichen Beziehung<\/strong> zu ihrer Schwiegermutter. Eine weitere Charaktereigenschaft von Rut ist ihr fester und unersch\u00fctterlicher Wille. Dieser feste Wille \u00e4u\u00dfert sich in ihrer Festigkeit und Entschlossenheit bei Noomi zu bleiben. Doch wie kam es zu dieser \u00fcbermenschlichen Treue und Hingabe in Ruts Leben?<\/p>\n<p>Rut war anfangs sehr angezogen von dem Gott ihrer Schwiegermutter. Noomi hatte Rut viel \u00fcber den lebendigen Gott, der sie zwar betr\u00fcbt hatte aber doch nach wie vor liebte, erz\u00e4hlt. Rut lie\u00df Gottes Wort in ihr Herz ein und baute nach und nach eine pers\u00f6nliche Beziehung zu ihm auf.<\/p>\n<p>Sie erkannte und sp\u00fcrte immer mehr, wer der lebendige Gott f\u00fcr sie pers\u00f6nlich ist. Schlie\u00dflich\u00a0 erfuhr sie selbst im pers\u00f6nlichen Gebet zu ihm, dass nur er ihr wahre Erf\u00fcllung, Frieden und Zuflucht geben kann. Der heilige Geist hatte angefangen in Ruts Leben zu wirken. So konnte Rut schlie\u00dflich trotz ihrer eigenen negativen Erfahrung, sich ein richtiges Bild \u00fcber den Sch\u00f6pfer machen und einen rechten Glauben entwickeln. Es wird deutlich, dass hinter Ruts festem Willen und ihrer Liebe und Treue zu Noomi ihre pers\u00f6nliche Beziehung zum lebendigen Gott steht.<\/p>\n<p>Rut wurde durch die pers\u00f6nliche Beziehung zum Sch\u00f6pfer f\u00e4hig \u00fcber ihre Situation und ihre menschlichen Umst\u00e4nde, ihre Herkunft, hinaus zu blicken. Sie trifft die Entscheidung in der N\u00e4he des allm\u00e4chtigen Sch\u00f6pfers zu bleiben. So konnte sie, obwohl die Umst\u00e4nde bitter und hoffnungslos aussahen und ihre Zukunft in Israel nicht gerade rosig zu werden versprach, Noomi dorthin zu folgen. Tief im Inneren hatte sie erfahren, dass f\u00fcr den allm\u00e4chtigen Gott nichts Unm\u00f6glich ist und aus dem was Noomi ihr berichtet und vor gelebt hatte, zog sie f\u00fcr sich und ihr Leben die richtigen Konsequenzen. Noomis Volk wurde zu ihrem eigenen Volk.<\/p>\n<p>Noomis Gott wurde Ruts eigener Herr. Durch die innige Beziehung zu Noomi, entwickelte sie einen innigen Bezug zu den Geschwistern Noomis, dem israelischen Volk. Schlie\u00dflich konnte sie sich sogar vorstellen, dass sie in Harmonie mit dem Volk Israel, mit Gottes Volk zusammen leben k\u00f6nnte. Sie hatte auch an Noomi gesehen, welche Folgen der Gehorsam und welche der Ungehorsam nach sich zieht. Daraufhin konnte Rut\u00a0 eine pers\u00f6nliche Glaubensentscheidung treffen. Durch ihre pers\u00f6nliche\u00a0 Beziehung zum lebendigen Gott bekam sie innerlich die St\u00e4rke und die Willenskraft\u00a0 den dornigen Pfad nach Israel mit Noomi mitzugehen und Noomi bis zum Ende treu nachzufolgen.<\/p>\n<p>F\u00fcr Ruts Glauben gibt es jedoch keinerlei realistische, sachliche oder logischen Hinweise. Auch konnte Noomi keine vorbildliche Bibellehrerin gewesen sein, da sie selbst mit ihrem Schicksal haderte, wie die Verse 13 b), 20 und 21 zeigen. Au\u00dferdem hatte sie selbst damals eine falsche Entscheidung getroffen.\u00a0 <strong> <\/strong><\/p>\n<p>Ruts eigene Erfahrung mit dem Gott Noomis war nicht gn\u00e4dig gewesen. Sie hatte den lebendigen Gott als sehr grausam erlebt. Warum also sollte Rut einem Gott dienen wollen, der ihrer Schwiegermutter, den Mann und die Kinder genommen hatte und ihrer Schw\u00e4gerin Orpa und ihr\u00a0 selbst ihren eigenen Mann? Rut hatte keine positiven Erfahrungen mit dem lebendigen heiligen Gott gemacht. Trotzdem traf sie die Entscheidung Noomi zu ihrem Volk nachzufolgen.<\/p>\n<p>Ihre pers\u00f6nliche Entscheidung und ihre pers\u00f6nliche Erfahrung passen in keiner Weise zusammen, umso bemerkenswerter und unbegreiflich ist aus diesem Grund Ruts Nachfolge.<\/p>\n<p><strong>Wie<\/strong> wirkte sich Ruts pers\u00f6nliche Beziehung zu Noomi schlie\u00dflich auf ihr eigenes Leben aus?<\/p>\n<p><strong>Lesen wir Vers 17 gemeinsam: \u201eWo du stirbst da will ich auch begraben werden. Der Herr tue mir dies und das, nur der Tod wird mich und dich scheiden.\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Durch Ruts pers\u00f6nliche, treue und liebevolle Beziehung zu Noomi konnte sie sogar die Entscheidung treffen ihr bis zum Tod nachzufolgen. Ruts Selbstaufgabe und Liebe gehen soweit, dass sie bereit wurde f\u00fcr Noomi zu sterben. Hier sehen wir eine Frau, mit einem Charakter, der einem heiligen, kostbaren Schmuck gleicht. Rut besitzt eine Pers\u00f6nlichkeit, die heutzutage nirgends mehr zu finden ist.<\/p>\n<p>Von Rut k\u00f6nnen und m\u00fcssen wir eine ganze Menge lernen. Ein fester Wille und eine pers\u00f6nliche Beziehung zum Herrn sind unendlich kostbar. Rut zeigte nicht nur eine Liebe in Form von Freundlichkeit sondern eine endlose Hingabe, eine wahre Liebe zu Noomi bis hin zur Selbstaufgabe und schlie\u00dflich bis zum Tod. In Johannes Kapitel 15 Vers 13 hei\u00dft es: \u201e<strong>Niemand hat gr\u00f6\u00dfere Liebe als die, dass er sein Leben gibt f\u00fcr seine Freunde.\u201c<\/strong><\/p>\n<p>W\u00fcrde die Geschichte hier enden, w\u00e4re es sehr tragisch. Aber Gott lebt.<\/p>\n<p>Der Herr sah Ruts gro\u00dfe Liebe zu Noomi und er belohnte sie. Er segnete Ruts Entscheidung aus Liebe reichlich! Rut bekam obwohl sie eine Ausl\u00e4nderin war, das h\u00f6chste Vorrecht, das sich eine Hebr\u00e4erin nur ertr\u00e4umen konnte. Sie wurde eine Mutter in der Abstammungslinie von Jesus Christus unserem Erl\u00f6ser. Gott selbst ver\u00e4nderte auf diese Weise das Leben einer armen, bemitleidenswerten, heidnischen Frau in ein reiches, gesegnetes und historisch bedeutsames Leben. <strong> <\/strong><\/p>\n<p>Heutzutage w\u00fcrden die meisten Menschen Ruts Entscheidung jedoch eher als t\u00f6richt, unvern\u00fcnftig und sinnlos betrachten. Warum sollte ein Mensch es sich zum Ziel machen einer armen alten Frau zu dienen anstatt sich selbst zu verwirklichen? Der moderne Mensch hat vielf\u00e4ltige M\u00f6glichkeiten sein Leben individuell zu gestalten und das Optimale f\u00fcr sich aus diesem Leben herauszuholen.<\/p>\n<p>Er sieht es als eine Verpflichtung an aus seinem Leben das Beste zu machen und nicht als ein Knecht oder eine Magd sein Leben zu vergeuden.<\/p>\n<p>Aus diesem Grund finden wir in unserer heutigen Welt eine solche Beziehungen wie die von Noomi und Rut nicht mehr vor. Betrachten wir z.B. die Beziehung von M\u00e4nnern und Frauen, dann<\/p>\n<p>k\u00f6nnen wir vielf\u00e4ltige Probleme feststellen. In den Beziehungen herrschen Eifersucht, Zank, Untreue und Verrat vor. Die meisten Ehen werden aufgrund kleinerer oder gr\u00f6\u00dferer Schwierigkeiten geschieden und meistens aus dem Grund, weil sich ein Partner durch den anderen in ein seiner Selbstentfaltung blockiert f\u00fchlt. Auch Freundschaftsbeziehungen \u00fcberleben meist nur eine gewisse Zeit. Irgendwann gehen die Menschen ihre eigenen Wege und vergessen einander sp\u00e4testens dann, wenn ein Ortswechsel stattfindet.<\/p>\n<p><strong>Warum f\u00e4llt es den Menschen heute so schwer, bis zum Ende treu zu sein und einander wahrhaft zu lieben?<\/strong><\/p>\n<p>Es liegt daran, dass ihnen ein pers\u00f6nliche Beziehung zum lebendigen Sch\u00f6pfer fehlt. Ohne die Verbindung mit Jesus k\u00f6nnen die Menschen keinen Willen und keine Kraft aufbringen einander bis zum Ende treu zu sein und einander bis zum Ende zu lieben und zusammen zu bleiben. Sie glauben ausschlie\u00dflich an ihre Gef\u00fchle. Ihr eigenes Wohlbefinden steht an der ersten Stelle.<\/p>\n<p>Sind die Gef\u00fchle einmal gestorben, dann sind sie gezwungen, die Beziehung zum anderen Menschen zu beenden.<\/p>\n<p>Sie werden durch ihre Gef\u00fchle gesteuert und dadurch versklavt. Schlie\u00dflich sind sie gar nicht mehr f\u00e4hig eine Beziehung aufzubauen.<\/p>\n<p>Wir als Kinder Gottes sollen jedoch erkennen, dass es m\u00f6glich und vor allem sinnvoll ist, sich f\u00fcr\u00a0 Menschen hinzugeben und sie zu lieben, selbst wenn sie nicht liebenswert sind. Durch die Liebe von Jesus sind wir f\u00e4hig den Menschen bis zum Ende treu zu dienen. Wir k\u00f6nnen, wenn wir uns dazu bewusst entscheiden \u00e4hnlich wie Rut \u00fcber unsere eigne Kultur und \u00fcber unsere eigene schwierige Situation hin wegblicken und unserem Abraham treu nachfolgen. Wie wir an dem Beispiel von Rut sehen konnten, segnet Gott die Entscheidung reichlich, sich einem anderen Menschen hinzugeben und sich freiwillig zu opfern.<\/p>\n<p>M\u00f6ge der Herr uns heute helfen einen solchen pers\u00f6nlichen Glauben und einen festen Willen wie den von Rut zu entwickeln und uns f\u00fcr andere aufzuopfern.<\/p>\n<p>Betrachten wir weiter den Text. Was tat Noomi nachdem Rut ihr geantwortet hatte?<\/p>\n<p><strong>Lesen wir Vers 18. \u201eAls sie nun sah, dass sie festen Sinnes war, mit ihr zu gehen, lie\u00df sie ab, ihr zuzureden.\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Die Worte von Rut mussten Noomi zutiefst ber\u00fchrt haben. Sie sah nun, dass Rut nicht nur bei ihr bleiben wollte sondern sich auch pers\u00f6nlich f\u00fcr den lebendigen Gott Israels entschieden hatte. Der Herr hatte Noomis Glaubenszeugnis gesegnet. Noomi war sehr froh \u00fcber diese unverdiente Gnade und f\u00fcr dieses unverdiente Wunder.<\/p>\n<p>Vers 19 erz\u00e4hlt:<strong> \u201eSo gingen die beiden miteinander, bis sie nach Betlehem kamen. Und als sie in Betlehem hineinkamen, erregte sich die ganze Stadt \u00fcber sie: Und die Frauen sprachen ist das nicht die Noomi?\u201c <\/strong><\/p>\n<p>Die Ankunft in Betlehem war f\u00fcr Noomi und Rut sehr ern\u00fcchternd. Es hatte sich schnell\u00a0 herumgesprochen, dass Noomi wieder zur\u00fcck war.<\/p>\n<p>In den Versen 20 und 21 brachte Noomi ihre Gef\u00fchle und ihre Entt\u00e4uschung zum Ausdruck, da hei\u00dft es:<strong> \u201eSie aber sprach nennt mich nicht Noomi sondern Mara; denn der Allm\u00e4chtige hat mir viel bitteres angetan&#8230;..Voll zog ich aus, aber leer hat mich der Herr wieder heim gebracht. Warum nennt ihr mich denn Noomi, da doch der Herr gegen mich gesprochen und der Allm\u00e4chtige mich betr\u00fcbt hat?\u201c<\/strong><\/p>\n<p>W\u00e4hrend der Name Noomi, \u201edie Liebliche\u201c bedeutet, wollte sie nun lieber Mara genannt werden, was \u201edie Bittere\u201c bedeutet.<\/p>\n<p>Als Noomi in ihre Heimat kam, tauchten die Bilder der Erinnerung an ihren Mann und ihre Kinder und die einst gl\u00fcckliche Familie in ihr auf. Ihre angestaute Trauer und Verzweiflung \u00e4u\u00dferte Noomi indem sie den Allm\u00e4chtigen anklagte und \u00fcber ihr bitteres Schicksal weinte. Sie bringt zum Ausdruck, dass sie nun ohne Besch\u00fctzer heimkehren musste.<\/p>\n<p>Vers 22 gibt uns den Hinweis in welcher Zeit Noomi und Rut nach Israel heimkehrten, da hei\u00dft es: <strong>\u201eEs war aber um die Zeit, da die Gerstenernte anging, als Noomi mit ihrer Schwiegertochter Rut der Moabiterin, zur\u00fcckkam vom Moabiterland nach Betlehem.\u201c <\/strong><\/p>\n<p>Die Zeit der Gerstenernte war eine gute Gelegenheit f\u00fcr die Armen und die Fremdlinge, sich zu versorgen und f\u00fcr den Winter vorzubereiten.<\/p>\n<p>Als ich mich selbst mit dem Text befasste, fiel mir auf, dass ich lange Zeit ein\u00a0 Leben unter der Herrschaft eines nichtigen G\u00f6tzen, n\u00e4mlich meines eigenen \u201eIchs\u201c mit seinen Begierden und W\u00fcnschen gef\u00fchrt habe. Mein \u201eIch\u201c entsprach dem modernen Zeitgeist, der Selbstverwirklichung, individuelle Entwicklung und Autonomie propagiert.<\/p>\n<p>Ich wusste schon, dass es einen Gott gibt. Durch meine Hirtin Brigitte habe ich ihn auch immer n\u00e4her kennen gelernt. Trotzdem blieb f\u00fcr mich der Gott von dem Brigitte mir erz\u00e4hlte eben der Gott von Brigitte und der Gemeinde. Ich selbst verstand Gott anders. Mein Gott war ein Gott, dem es darum ging, dass ich im Leben auf wenig verzichten muss und viel Abenteuer, Spa\u00df und Abwechslung erlebe mit dem Ziel ein gl\u00fcckliches vorteilhaftes Leben zu f\u00fchren.<\/p>\n<p>Er folgte mir nach, anstatt ich ihm bzw. wenn ich ihm folgte dann eher meinen eigenen Ideen \u00fcber ihn und meinem Leben f\u00fcr mich. Als ich die Wahl hatte meinem Abraham, n\u00e4mlich Hirtin Brigitte durch den Glauben an Jesus in eine ungewisse Zukunft nachzufolgen, lief ich davon.<\/p>\n<p>Ich lief vor dem wahren und lebendigen Gott davon, aus Angst ein unsicheres und \u00f6des Leben f\u00fchren zu m\u00fcssen.\u00a0 Die Argumente meiner Bibellehrerin \u00fcberzeugten mich nicht bzw. ich wollte nicht einsehen, dass Gott einen guten und vollkommenen Plan f\u00fcr mein Leben hat.<\/p>\n<p>Erst als das Leben, welches ich selbst w\u00e4hlte, kein Segen wurde sondern ein einziger Teufelskreislauf, wachte ich langsam auf. Ich begann mich wie Noomi zu fragen, ob der Herr mir vielleicht doch seinen Segen entzogen hat als Folge f\u00fcr meinen Ungehorsam. Ich begann zu begreifen, dass ich mich selbst nicht gl\u00fccklich machen konnte weder in diesem noch im jenseitigen Leben. So weinte ich Tr\u00e4nen der Bu\u00dfe und fing an nach dem wahren Willen Gottes f\u00fcr mein Leben zu fragen. Durch meine pers\u00f6nliche Beziehung zu Brigitte konnte ich schlie\u00dflich Jesus als meinen pers\u00f6nlichen Erretter annehmen. Dadurch konnte ich meiner Hirtin Brigitte als meinem Abraham treu nachfolgen. Schlie\u00dflich gewann ich durch sie auch ein neues Volk. \u00c4hnlich wie Rut das israelische Volk gewann, gewann ich die Geschwister der Ubf und sie wurden zu meinem Volk. Gerne w\u00fcrde ich jetzt sagen, dass ich zu einer Rut geworden bin. Aber ich kann keine Rut werden, da sie ja gleich gehorsam gewesen ist im Gegensatz zu mir. Trotzdem habe ich Ruts Haltung angenommen und bin immer noch dabei von ihr zu lernen. Auch die dem\u00fctige, gottesf\u00fcrchtige und dankbare Art von Rut ist ein Vorbild f\u00fcr mich zu dem ich durch Jesu Hilfe noch viel mehr heranwachsen m\u00f6chte, um eine treue Dienerin in seinem Werk zu werden.<\/p>\n<p>M\u00f6ge der Herr uns allen helfen zu willensstarken und gehorsamen Menschen nach dem Beispiel von Rut heran zuwachsen. M\u00f6ge der Herr uns allen helfen, einen tiefen pers\u00f6nlichen Glauben zu entwickeln, der uns hilft \u00fcber die eigene Situation hinaus zuwachsen und dadurch f\u00fcr sein Werk kostbar gebraucht zu werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download Dein Volk ist mein Volk und dein Gott ist mein Gott. Leitverse: 16 und 17:\u201eRut antwortete: Rede mir nicht ein, dass ich dich verlassen und von dir umkehren sollte. Wo du hingehst will auch ich hingehen, wo du bleibst, da bleibe ich auch. 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