{"id":660,"date":"2010-01-19T23:27:12","date_gmt":"2010-01-19T22:27:12","guid":{"rendered":"http:\/\/ubfheidelberg.org\/?p=660"},"modified":"2025-05-25T20:17:10","modified_gmt":"2025-05-25T18:17:10","slug":"predigt-galater-513-26","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-galater-513-26\/","title":{"rendered":"Predigt: Galater 5,13-26"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/P-Gal051326.doc\">Download<\/a><\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\"><strong>Lebt im Geist<\/strong><\/h2>\n<p>Galater 5,16-26<\/p>\n<address style=\"text-align: center;\">\u201eIch sage aber: Lebt im Geist, so werdet ihr die Begierden des Fleisches nicht vollbringen.\u201c<br \/>\nGal 5,16<\/address>\n<p>Eines Tages rief Maria zu Hause laut: \u201eMama!\u201c Sie ruft an einem Tag hundert Mal \u201eMama!\u201c, wenn sie Hilfe braucht. Diesmal stellte sie die Frage: \u201eMama, wie soll man beten?\u201c Was macht man dabei mit den H\u00e4nden? Darf ich Augen aufmachen? Grace erkl\u00e4rte ihr dieses und jenes auf ihre Fragen. Eigentlich wusste Maria aber schon, wie man beten soll. Sie kann einfach rufen, wie sie \u201eMama\u201c ruft. Kein Baby fragt beim ersten Schritt, ob es mit Links oder mit Recht beginnen soll oder was mit den H\u00e4nden geschehen soll. Einfach mit Vertrauen zur Mama kommen ist der Beginn der ersten Schritte.<\/p>\n<p>Durch die Botschaft von M. W. haben wir in der letzten Woche die rettende Kraft Gottes durch das Evangelium erfahren. Das Evangelium macht jeden selig, der daran glaubt. \u201eUnd der Gerechte wird aus Glauben leben.\u201c Durch das Evangelium haben wir also ein neues Leben. Der heutige Text beschreibt dieses Leben.<\/p>\n<p>Unter uns gibt es viele Wohngemeinschaften. Birgit und Regina laden regelm\u00e4\u00dfig Anne und Simone zu sich ein. Jeder lobt die Gastfreundschaft der M\u00e4nner-WG. Jihye und Hanna wollen auch bald eine WG anfangen! Jede Familie hat im Grunde genommen eine Lebensgemeinschaft mit dem Partner.<\/p>\n<p>Unser Glaubensleben ist eine Lebensgemeinschaft mit dem Geist. Bevor wir Gott kennen gelernt haben, lebte allein unsere eigene Natur in uns. Durch das Evangelium und durch seine Macht sind wir neu geboren. Seitdem wohnt Gottes Geist in uns. Ein gemeinsames Leben hat begonnen. Mit andern zu leben erweckt in uns Neugier und Erwartungen. In vieler Hinsicht gibt es Vorteile, wie z.B. dass uns das Essen viel besser schmeckt, als wenn wir alleine essen. Man kann sich unterhalten, Probleme \u00e4u\u00dfern, sich gegenseitig helfen usw. Und doch ist so ein Leben nicht immer angenehm, sondern es kommt manchmal auch zu Konflikten.<\/p>\n<p>Im Glaubensleben erleben wir beides. Apostel Paulus beschreibt im heutigen Text unser gemeinsames Leben mit dem Geist. M\u00f6ge Gott uns helfen, eine wundersch\u00f6ne WG mit dem Geist zu erleben.<\/p>\n<ol>\n<li>Das Leben im Geist (16-18)<\/li>\n<\/ol>\n<p>Lesen wir den Vers 16. \u201eIch sage aber: Lebt im Geist, so werdet ihr die Begierden des Fleisches nicht vollbringen.\u201c Ein Leben im Geist bedeutet hier das Leben im Geist Gottes. Gottes Geist war von Anfang an mit Gott zusammen, als dieser die Welt schuf. Daher kennt er Gott und seinen Willen sehr gut. Er ist der Abgesandte Gottes f\u00fcr seine Kinder. Wie eine Person begleitet er sie und f\u00fchrt und redet mit den Kindern Gottes. Er hilft seinen Kindern gern. Das Glaubensleben ist ein gemeinsames Leben mit ihm.<\/p>\n<p>Abraham f\u00fchrte so ein neues Leben mit Gott. \u201eGeh aus deinem Vaterland und von deiner Verwandtschaft und aus deines Vaters Hause in ein Land, das ich dir zeigen will. Und ich will dich zum gro\u00dfen Volk machen und will dich segnen und dir einen gro\u00dfen Namen machen, und du sollst ein Segen sein.\u201c Gott wollte ihn segnen und ihn zur Segensquelle machen. Daf\u00fcr sollte er aus seinem Vaterland und seiner Verwandtschaft heraus in ein neues Land ziehen. Abraham nahm&nbsp; Gottes Wort an. Sein Leben in Gott hat hier angefangen. Hebr 11,8 berichtet \u00fcber sein Leben in Gott: \u201eDurch den Glauben wurde Abraham gehorsam, als er berufen wurde, in ein Land zu ziehen, das er erben sollte; und er zog aus und wusste nicht, wo er hink\u00e4me.\u201c Es war f\u00fcr ihn nicht leicht, sein Vaterland zu verlassen und in ein unbekanntes Land zu ziehen. Dennoch lie\u00df er ein gemeinsames Leben zu, weil er den segnenden Gott kennen lernen wollte. Er interessierte sich sehr daf\u00fcr, wer Gott ist, der einen alten und kinderlosen Mann segnen wollte. Viele Ereignisse gab es, bis er einen Sohn Isaak bekam. Das war aber f\u00fcr Abraham die Gelegenheit, Gott und seine Treue kennenzulernen.<\/p>\n<p>Das Leben mit Gott war auch nicht immer angenehm. Es gab auch viele kritische Momente. Am allerschlimmsten war es, als er gesagt bekam: \u201eNimm Isaak, deinen einzigen Sohn, den du liebhast, und geh hin in das Land Morija und opfere ihn dort zum Brandopfer auf einem Berge, den ich dir sagen werde\u201c(1.Mose 22,2). Abraham konnte die Welt nicht verstehen. Sein Leben mit Gott drohte pl\u00f6tzlich zu zerbrechen. Bis dahin hatte Abraham Gott in vielerlei Hinsicht kennen gelernt, aber seine Forderung, Isaak zu opfern, konnte er nicht ganz verstehen. Ihm schien alles durcheinander zu sein. Sein Vertrauen auf Gott h\u00e4tte sich nach seinem Gef\u00fchl um 180 Grad drehen k\u00f6nnen. Aber Abraham hielt hier Gottes Verhei\u00dfungswort als die Basis seiner Gedanken fest. \u201eWas von Isaak stammt, soll dein Geschlecht genannt werden.\u201c Gott hat ihn mit seinem Segenswort berufen, segnete ihn reichlich und f\u00fchrte sein Leben Schritt f\u00fcr Schritt. Sein Glaube an diesen segnenden Gott war felsenfest. Er geriet nicht in Konflikt, sondern sch\u00f6pfte durch diese Pr\u00fcfung den Auferstehungsglauben. Sein Leben mit Gott lieferte zahlreiche Lektionen, Gott ganz pers\u00f6nlich kennen zu lernen.<\/p>\n<p>Lesen wir nochmals den Vers 16. \u201eIch sage aber: Lebt im Geist, so werdet ihr die Begierden des Fleisches nicht vollbringen.\u201c Ein Leben im Geist hei\u00dft hier ein Leben mit dem Vertrauen auf die F\u00fchrung des Geistes. Ohne den Glauben an die gute Leitung des Geistes werden wir von unseren s\u00fcndigen Neigungen und von unserer schlechten Laune schlicht \u00fcberw\u00e4ltigt. Wenn alles gut l\u00e4uft, ist alles OK. Wenn aber eine Krise kommt, reagiert unsere Natur besonders aktiv und zerst\u00f6rt unsere Beziehung zum Geist Gottes. Gegenseitiges Vertrauen ist das A und O im gemeinsamen Leben. Wenn ein Lebenspartner dem anderen st\u00e4ndig misstraut und nach seinem eigenen Empfinden urteilt, kann die Beziehung nicht lange dauern. Dagegen gibt uns ein tiefes Vertrauen viele Gelegenheiten, den andern noch tiefer und pers\u00f6nlicher kennen zu lernen. So wird ein Leben im Geist noch spannender und interessanter.<\/p>\n<p>Sehen wir den Vers 17 an: \u201eDenn das Fleisch begehrt auf gegen den Geist und der Geist gegen das Fleisch; die sind gegeneinander, sodass ihr nicht tut, was ihr wollt.\u201c Dieser Vers beschreibt, wie gegens\u00e4tzlich die s\u00fcndige Natur und Gottes Geist sind. Wir k\u00f6nnen uns eine WG von zwei v\u00f6llig verschiedenen Personen vorstellen. Einer r\u00e4umt ordentlich auf, der andere \u00fcberhaupt nicht. Einer mag gern Schnitzel, der andere ist&nbsp; Vegetarier. Einer ist Fr\u00fchaufsteher, der andere ein Langschl\u00e4fer. Wie kann das gut gehen?<\/p>\n<p>Gott erm\u00f6glichte dem Volk Israel ein neues Leben mit ihm, indem er sie mit seiner m\u00e4chtigen Hand aus \u00c4gypten befreite. Die Euphorie und die Dankbarkeit im Volk waren gro\u00df. Ihr Jubel verwandelte sich aber im Nu in Jammer, als ihnen die \u00c4gypter nachjagten und sie vor dem Roten Meer standen. \u201eWaren nicht Gr\u00e4ber in \u00c4gypten, dass du uns wegf\u00fchren musstest, damit wir in der W\u00fcste sterben? Warum hast du uns das angetan, dass du uns aus \u00c4gypten gef\u00fchrt hast?\u201c \u201eHaben wir&#8217;s dir nicht schon in \u00c4gypten gesagt: Lass uns in Ruhe, wir wollen den \u00c4gyptern dienen? Es w\u00e4re besser f\u00fcr uns, den \u00c4gyptern zu dienen, als in der W\u00fcste zu sterben\u201c (2.Mose 14,11.12). Ihr Leben mit Gott schlug gleich am Anfang in Streit um. Sie hatten keinen Raum im Herzen, ihren Erretter kennen zu lernen. Stattdessen \u00e4u\u00dferten sie im kritischen Moment prompt ihre s\u00fcndige Natur. Als es sie in der W\u00fcste d\u00fcrstete, murrten sie wiederum gegen Mose: \u201eWarum hast du uns aus \u00c4gypten ziehen lassen, dass du uns, unsere Kinder und unser Vieh vor Durst sterben l\u00e4sst?\u201c Ihr gemeinsames Leben mit Gott h\u00e4ufte schon von Anfang an Konflikte an. Um die s\u00fcndige Natur zu bes\u00e4nftigen und sich von Gott leiten zu lassen, braucht man \u00dcbung. Gott erzog dieses Volk in der W\u00fcste 40 Jahre lang. T\u00e4gliches Brot-Training war ein Ma\u00dfnahme Gottes, um dem Volk das Leben mit Gott zu erm\u00f6glichen. T\u00e4glich sammelte das Volk das Manna. T\u00e4glich \u00fcbte es, auf Gott zu vertrauen. Gott half dem sklavischen Volk, damit es als Gottes Volk in seinem Bund leben konnte. Das Wort aus 5.Mose 6,4.5 ist das Leitwort f\u00fcr die Israeliten bis heute: &#8222;H\u00f6re, Israel, der Herr ist unser Gott, der Herr allein. Und du sollst den Herrn, deinen Gott, liebhaben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und mit all deiner Kraft.&#8220; Das Volk Israel hat durch das gemeinsame Leben mit Gott die Liebe Gottes tief kennen gelernt.<\/p>\n<p>Sehen wir uns den Vers 18 an: \u201eRegiert euch aber der Geist, so seid ihr nicht unter dem Gesetz.\u201c Das Gesetz bezieht sich hier auf die Begierde des Fleisches im Vers 16. Wir stehen unter seiner Gewalt. Wenn es etwas verlangt, k\u00f6nnen wir uns nicht wehren. Wir sind seine Sklaven. Es befiehlt und wir sollen es tun. Dagegen regiert Gottes Geist nicht willk\u00fcrlich. Er hat zwar Macht, aber er zwingt uns nicht. Er weckt uns von Schlaf auf und er hilft uns. Er gibt uns Rat und er begleitet uns. Wenn dieser Geist uns regiert, stehen wir nicht mehr unter dem Gesetz. Unsere s\u00fcndige Neigung verfolgte uns unser Leben lang und zwang uns, unter dem Verdammnis des Gesetzes zu leben. Wenn uns aber der Geist regiert, leben wir in seiner Gnade. Seine Gnade erf\u00fcllt uns mit Freude und gibt uns volle Gen\u00fcge des Lebens.<\/p>\n<p>Apostel Petrus erlebte das Leben im Geist ganz pers\u00f6nlich. Als Jesus ihm begegnete, berief er ihn zum Menschenfischer. Er konnte doch nicht vieles tun. Er stand Jesus sogar im Weg, der f\u00fcr die Erl\u00f6sung gekommen ist. Jesus tadelte ihn: &#8222;Geh weg von mir, Satan! Du bist mir ein \u00c4rgernis; denn du meinst nicht, was g\u00f6ttlich, sondern was menschlich ist.&#8220; (Mt 16,23) Nach dem Tod Jesu war er ganz verzagt und ging mit einigen J\u00fcngern nach Hause, weil er Jesus dreimal verleugnet hatte. Es war der tiefste Punkt seines Lebens. Der auferstandene Jesus besuchte ihn aber und stellte ihn in seiner unver\u00e4nderlichen Liebe wieder her. Jesus gab ihm und seinen J\u00fcngern sein Wort vor seinem Himmelfahrt: \u201eaber ihr werdet die Kraft des heiligen Geistes empfangen, der auf euch kommen wird, und werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Jud\u00e4a und Samarien und bis an das Ende der Erde\u201c (Apg1,8). Von da an lernte Petrus das Leben im Geist neu.<\/p>\n<p>Dieser Petrus schrieb einen Brief an die zerstreuten Christen in Kleinasien. Sie hatten wegen der Verfolgung ihr Hab und Gut verloren und lebten als Fremdlinge armselig hier und dort verstreut. Es tat dem Hirten Petrus bestimmt weh, als er das alles mit ansehen musste. Er h\u00e4tte kein Wort des Trostes f\u00fcr sie finden k\u00f6nnen. Aber er ermutigte die Gl\u00e4ubigen in Kleinasien mit dem Wort: \u201cIhr aber seid das auserw\u00e4hlte Geschlecht, die k\u00f6nigliche Priesterschaft, das heilige Volk, das Volk des Eigentums, dass ihr verk\u00fcndigen sollt die Wohltaten dessen, der euch berufen hat von der Finsternis zu seinem wunderbaren Licht\u201c (1.Petr 2,9). Er erm\u00f6glichte ihnen ein Leben im Geist, indem er eine noch festere Beziehung mit dem Geist kn\u00fcpfte. Sie standen in Gefahr, zur Beute der Begierden des Fleisches zu werden und ihr einmaliges Leben wegen der schlimmen Lebensbedingungen preiszugeben. Petrus half ihnen, weiter fest auf Gott zu vertrauen und Gottes Willen zu gehorchen.<\/p>\n<p>Ich bin Gott sehr dankbar, dass unter uns viele das Leben im Geist durch ihren inneren Kampf f\u00fchren. H. R. und H. B. f\u00fchren ihr Glaubensleben im Geist, indem sie vielen Studenten mit dem Wort helfen. Glaubensfamilie hei\u00dft nicht nur im Glauben heiraten, sondern aus Glauben leben. Trotz vieler Aufgaben in der Familie und bei der Arbeit ermutigen sie st\u00e4ndig die Bibelsch\u00fcler durch das Bibelstudium. Sie arbeiten irgendwie mit dem Geist Gottes zusammen, der f\u00fcr die J\u00fcnger\u00aderziehung unter den deutschen Studenten wirkt. M. W. und M. S. beten beharrlich f\u00fcr die Jugendlichen und f\u00fcr die Mitarbeiter, damit Gottes Geist unter ihnen bleibt. Durch das Bibelstudium haben wir den Willen Gottes erkannt und durch die Gnade Jesu sind wir berufen, mit dem Geist zusammenzuarbeiten. Unsere s\u00fcndige Neigung steht uns manchmal im Weg, aber wir sind bereit, im Geist zu leben und mit ihm zu wirken. Ich bete, dass Gott das Jahr 2010 segnet, indem wir mit dem Geist gut zusammenarbeiten.<\/p>\n<p>Mein Jahresleitwort 2009 war Hebr 11,8: \u201eDurch den Glauben wurde Abraham gehorsam, als er berufen wurde, in ein Land zu ziehen, das er erben sollte; und er zog aus und wusste nicht, wo er hink\u00e4me.&#8220; Mit diesem Wort wollte ich den Glauben erlernen, den Abraham hatte. Obwohl ich seit vielen Jahren dem Werk Gottes diene, hatte ich kein festes Vertrauen auf Gott. Negative Gedanken und Zweifel waren mein st\u00e4ndiger Begleiter. Das Glaubensleben bedeutet f\u00fcr mich, den Weg zu gehen, wo kein Weg vorhanden ist. Wie ein Pfadfinder klopfte ich hier und dort und machte einen Schritt. Aufgrund des Wortes Gottes wollte ich durch den Glauben in das unbekannte Land einziehen. Durch die Wirksamkeit im Kreis und durch die Einladungsaktion habe ich Gott kennen gelernt, der die J\u00fcngererziehung unter den deutschen Studenten segnet. Ich danke Gott, dass ich im Vertrauen auf Gott ein St\u00fcck herangewachsen bin. Ich bete, dass Gottes Gnade im Jahr 2010 in mir wohnt.<\/p>\n<ol>\n<li>Die Frucht des Geistes (19-26)<\/li>\n<\/ol>\n<p>Der Verfasser erw\u00e4hnt in den Versen 19-21a 15 verschiedene Werke des Fleisches, die uns nicht im Geist leben lassen. &#8222;Offenkundig sind aber die Werke des Fleisches, als da sind: Unzucht, Unreinheit, Ausschweifung, G\u00f6tzendienst, Zauberei, Feindschaft, Hader, Eifersucht, Zorn, Zank, Zwietracht, Spaltungen, Neid, Saufen, Fressen und dergleichen.&#8220; Die Werke des Fleisches sind offenkundig, nicht schwer zu erkennen. Sie kommen in unserem Leben vor, ohne dass wir uns viel darum bem\u00fchen m\u00fcssen, wie ein Colaautomat Getr\u00e4nkeflaschen ausspuckt, wenn wir Geld einwerfen. Sollen wir doch unsere s\u00fcndige Natur so frei florieren lassen? Paulus warnt im Vers 21b diejenigen, die solches tun: &#8222;Davon habe ich euch vorausgesagt und sage noch einmal voraus: Die solches tun, werden das Reich Gottes nicht erben.&#8220;<\/p>\n<p>Was aber sind die Fr\u00fcchte des Geistes? Lesen wir die Verse 22.23. &#8222;Die Frucht aber des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, G\u00fcte, Treue,Sanftmut, Keuschheit; gegen all dies ist das Gesetz nicht.&#8220; Sie sind Fr\u00fcchte, die nicht an einem Tag getragen werden, sondern einen langen Wachstumsprozess ben\u00f6tigen. Wie ein Apfel am Baum reift, bei Tag und Nacht, bei Hitze und K\u00e4lte, bei Wind und Regen. Ein guter Apfel w\u00e4chst meistens dort, wo die Temperatur extrem unterschiedlich ist.<\/p>\n<p>Die erste Frucht ist Liebe. Diese Liebe ist nicht die erotische Liebe, sondern Gottes heilige Liebe, die sich an die S\u00fcnder richtet. R\u00f6m 5,8 beschreibt diese Liebe: &#8222;Gott aber erweist seine Liebe zu uns darin, da\u00df Christus f\u00fcr uns gestorben ist, als wir noch S\u00fcnder waren.&#8220; Trotz der S\u00fcnde diente Jesus den S\u00fcndern mit seinem Leben. In der Vergangenheit hatten wir solche Liebe nicht in uns. Im Geist k\u00f6nnen wir nun solche Liebe aus\u00fcben.<\/p>\n<p>Freude hatten wir \u00f6fters in uns. Sie war aber immer abh\u00e4ngig von der Situation und von unserer Laune. Wenn wir doch auf Jesu S\u00fcndenvergebung und seine Liebe fest vertrauen, quillt gro\u00dfe Freude aus uns heraus, auch wenn wir uns in einer miserablen Situation befinden.<\/p>\n<p>Friede kommt aus der rechten Beziehung zu Gott. Viele suchen Frieden in ihrer sicheren Zukunftsplanung. Deshalb sind viele Menschen doch \u00e4ngstlich und beunruhigt. Im Sturm f\u00fcrchtet sich jeder. Aber wer bereit ist, Gott von Angesicht zu Angesicht zu begegnen, f\u00fcrchtet sich vor nichts.<\/p>\n<p>Geduld wird auch als Langmut \u00fcbersetzt. Gott wartet auf den S\u00fcnder lang, bis er Bu\u00dfe tut. Wir erlernen Geduld normalerweise in der Familie und unter den Menschen. Aber Gottes Geduld ist das H\u00f6chste.<\/p>\n<p><a>Freundlichkeit, G\u00fcte, Treue, Sanftmut, Enthaltsamkeit geh\u00f6ren auch zu den Fr\u00fcchten des Geistes. Durch die Werke des Fleisches erlebten wir uns selbst und unsere Natur auf bittere Weise. Durch das Leben im Geist tragen wir die Fr\u00fcchte des Geistes, und unser Wesen ver\u00e4ndert sich. Was f\u00fcr ein Segen Gottes ist es, dass unsere Person durch den Heiligungsprozess heranreift! M\u00f6ge Gott uns in diesem Jahr durch das Leben im Geist viele Fr\u00fcchte des Geistes schenken! <\/a><\/p>\n<p><a>Mein Hirte in Korea hat mir den Vers 24 gegeben, als ich meine Brille nicht tragen wollte, weil ich auf sch\u00f6ne Frauen sah. &#8222;<\/a>Die aber Christus Jesus angeh\u00f6ren, die haben ihr Fleisch gekreuzigt samt den Leidenschaften und Begierden.&#8220; Ich hasste mich selbst, weil ich mich noch nach meiner s\u00fcndigen Natur richtete. Jesus starb am Kreuz f\u00fcr mich, samt den Leidenschaften und Begierden. Bis dahin lebte ich unter der Gewalt der s\u00fcndigen Natur. Gott aber hat mir ein neues Leben geschenkt, ein Leben im Geist, indem er seinen Geist als Geschenk gab. Wir lebten fr\u00fcher allein als Sklaven des Fleisches. Nun sind wir seine Kinder, die der Geist Gottes begleitet. Wir d\u00fcrfen nun im Geist leben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a>In den Versen 25 und 26<\/a> fordert Paulus einen konkreten Schritt heraus. &#8222;Wenn wir im Geist leben, so lasst uns auch im Geist wandeln. Lasst uns nicht nach eitler Ehre trachten, einander nicht herausfordern und beneiden.&#8220; Das Leben im Geist geschieht durch das t\u00e4gliche Wandeln im Geist.&nbsp; Ein Leben entsteht nicht durch einen Tag. Ein Leben ist wie eine Geschichte, die sich von Ereignis zu Ereignis fortlaufend entwickelt. Wenn wir an einem Tag f\u00fcr die s\u00fcndige Natur Bu\u00dfe tun und uns selbst bereit stellen, mit dem Geist zusammen zu wirken, geschieht so von Tag zu Tag ein Leben im Geist. Zwar wissen wir nicht, was in 10 Jahren sein wird. Wenn wir aber t\u00e4glich nach der F\u00fchrung des Geistes leben, werden wir das Ziel erreichen, zu dem uns der Geist eigentlich f\u00fchren wollte. Wenn wir unser Zweierbibelstudium treu f\u00fchren und f\u00fcr die deutschen Studenten Tag f\u00fcr Tag beten, wird der Geist Gottes die Weltmission und die J\u00fcngererziehung unter den deutschen Studenten vollbringen. Das Leben im Geist f\u00fchrt uns auch zu konkreten Schritten f\u00fcr die Weltmission und f\u00fcr die J\u00fcngererziehung unter den deutschen Studenten.<\/p>\n<p>Zum Schluss lesen wir das Leitwort, den Vers 16. \u201eIch sage aber: Lebt im Geist, so werdet ihr die Begierden des Fleisches nicht vollbringen.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download Lebt im Geist Galater 5,16-26 \u201eIch sage aber: Lebt im Geist, so werdet ihr die Begierden des Fleisches nicht vollbringen.\u201c Gal 5,16 Eines Tages rief Maria zu Hause laut: \u201eMama!\u201c Sie ruft an einem Tag hundert Mal \u201eMama!\u201c, wenn sie Hilfe braucht. 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