{"id":638,"date":"2010-01-11T16:10:38","date_gmt":"2010-01-11T15:10:38","guid":{"rendered":"http:\/\/ubfheidelberg.org\/?p=638"},"modified":"2025-05-25T17:49:47","modified_gmt":"2025-05-25T15:49:47","slug":"predigt-romer-18-32","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-romer-18-32\/","title":{"rendered":"Predigt: R\u00f6mer 1,8-32"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/F-R\u00f6m010832-Predigt.doc\">Download<\/a><\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\">Das&nbsp; Evangelium,&nbsp; eine&nbsp; Kraft&nbsp; Gottes<\/h2>\n<address style=\"text-align: center;\">\u201eDenn ich sch\u00e4me mich des Evangeliums nicht; denn es ist eine Kraft Gottes, die selig macht alle, die daran glauben, die Juden zuerst und ebenso die Griechen.\u201c<br \/>\n(1,16)<\/address>\n<p>Letzte Woche haben wir die Botschaft \u00fcber Matth\u00e4us 4,17 geh\u00f6rt: <strong>\u201eSeit der Zeit fing Jesus an zu predigen: Tut Bu\u00dfe, denn das Himmelreich ist nahe herbeigekommen!\u201c <\/strong>Gott will uns sein Reich schenken. Danken wir, dass wir unter der Herrschaft Gottes wohnen d\u00fcrfen. Danken wir, dass wir die Lebensaufgabe haben, daf\u00fcr zu beten: <strong>Dein Reich komme.<\/strong><\/p>\n<p>Heute betrachten wir das Evangelium, das die Kraft Gottes ist. Gott m\u00f6chte uns mit aller Priorit\u00e4t das Evangelium geben, damit wir gerettet werden. Das Reich Gottes wird allen gegeben, die an das Evangelium glauben. M\u00f6ge Gott uns heute helfen, an die Kraft Gottes zu glauben, so dass wir in diesem neuen Jahr viel erleben k\u00f6nnen, dass das Reich Gottes mit der Kraft kommt. M\u00f6ge Gott uns mit dem Glauben an seiner Kraft f\u00fcllen!<\/p>\n<p><strong>I. Des Apostels Sehnsucht nach der Gemeinde in Rom<\/strong> <strong>(8-15)<\/strong><\/p>\n<p>Was tat Paulus zuerst? Betrachten wir Vers 8.<\/p>\n<p>V8. <strong>\u201eZuerst danke ich meinem Gott durch Jesus Christus f\u00fcr euch alle, dass man von eurem Glauben in aller Welt spricht.\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Als erstes dankte er Gott f\u00fcr sie alle. Es ist eine dankende Haltung, die wir lernen k\u00f6nnen. Er fand bei den R\u00f6mern ein Anliegen, wof\u00fcr er danken konnte. Wenn wir an unsere Mitarbeiter denken, k\u00f6nnen wir ein Dankanliegen finden. M\u00f6ge Gott uns ein solches Herz geben, an unsere Mitmenschen mit dankendem Herzen zu denken.<\/p>\n<p>Apostel Paulus dankte Gott, dass man von ihrem Glauben in aller Welt sprach. Es ist ein ermutigendes Lob. Einfach ausgedr\u00fcckt bedeutet es: Alle wurden von eurem Glauben sehr ermutigt. Ihr seid unser Vorbild im Glauben. Wenn wir von einer Glaubenstat erfahren, werden wir ermutigt. Darum k\u00f6nnen wir von der Glaubenstat der anderen erz\u00e4hlen, um uns gegenseitig zu ermutigen. Es ist aber nicht gut, in aller Welt \u00fcber die anderen negativ zu sprechen. Heutzutage kann eine Nachricht durch Internet rasch in aller Welt bekannt werden. Das Internet kann aber auch gut genutzt werden, in aller Welt die anderen im Glauben zu ermutigen.<\/p>\n<p>Betrachten wir die Verse 9.10.&nbsp;<strong>\u201eDenn Gott ist mein Zeuge, dem ich in meinem Geist diene am Evangelium von seinem Sohn, dass ich ohne Unterlass euer gedenke&nbsp;und allezeit in meinem Gebet flehe, ob sich&#8217;s wohl einmal f\u00fcgen m\u00f6chte durch Gottes Willen, dass ich zu euch komme.\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Paulus dachte ohne Unterlass an die Christen in Rom und betete allezeit flehentlich f\u00fcr sie, dass er einmal Gelegenheit haben w\u00fcrde, zu ihnen zu kommen. Welche Eltern w\u00fcrden nicht allezeit an ihren Sohn denken, wenn er als Soldat im Krieg auf dem Schlachtfeld w\u00e4re? Ich habe selbst Eltern, die ohne Unterlass f\u00fcr ihre zwei S\u00f6hne beten. Fr\u00fchmorgens sehe ich im Zentrum die M\u00fctter, die flehentlich f\u00fcr ihre Kinder beten. Wir haben unseren Herrn Jesus Christus, der vor Gott f\u00fcr uns in unaussprechlichem Seufzen betet. Ich wei\u00df, wie unsere Gemeinde in Heidelberg entstehen konnte. Dr. S. L. hat f\u00fcr M. S. H. ohne Unterlass gebetet. Bei jeder Gelegenheit sandte er an sie Geschenke, Briefe und Botschaften. Dank seiner F\u00fcrbitte und Liebe konnte M. S. eine Segensquelle f\u00fcr Gottes Werk in Heidelberg werden. Wir k\u00f6nnen auch weiter f\u00fcr die Menschen in Nordkorea, China und in den muslimischen L\u00e4ndern beten. Wof\u00fcr betest du ohne Unterlass und flehentlich? Die ganze Bibel ist voller Verhei\u00dfungen, dass er unsere Bitte erh\u00f6ren will. Wir sind geschaffen, zu Gott zu beten. Gott will aufgrund unserer F\u00fcrbitte sein Reich aufrichten. Lasst uns ohne Unterlass und allezeit in unserem Gebet an die Menschen denken, die Gottes Rettung brauchen. Sie sind unsere Familienangeh\u00f6rigen. Sie sind unsere Freunde. Sie sind unsere Kollegen. Sie sind unsere Mitmenschen.<\/p>\n<p>Ich denke auch jedes Mal in meinem Gebet an unsere Jugendlichen. Letztes Jahr betete ich jeden Tag f\u00fcr M. S., H. L., H. J., M. J. und H. M. Darum wurde es meine Gewohnheit, f\u00fcr sie zu beten, damit viele Mitarbeiter durch sie zum Gebet gest\u00e4rkt werden.<\/p>\n<p>Warum hatte Apostel Paulus ein Verlangen, nach Rom gehen?<\/p>\n<p>Verse11-13.&nbsp;<strong>\u201eDenn mich verlangt danach, euch zu sehen, damit ich euch etwas mitteile an geistlicher Gabe, um euch zu st\u00e4rken, das hei\u00dft, damit ich zusammen mit euch getr\u00f6stet werde durch euren und meinen Glauben, den wir miteinander haben.<\/strong> <strong>Ich will euch aber nicht verschweigen, liebe Br\u00fcder, dass ich mir oft vorgenommen habe, zu euch zu kommen &#8211; wurde aber bisher gehindert -, damit ich auch unter euch Frucht schaffe wie unter andern Heiden.\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Erstens: Paulus wollte die Christen in Rom st\u00e4rken (11-12).<\/p>\n<p>Die Christen in Rom hatten Glauben, so dass man in der ganzen Welt von ihrem Glauben sprechen konnte. Dennoch wollte Paulus sie im Glauben st\u00e4rken. Der Glaube kann stark werden oder wiederum schwach werden.<\/p>\n<p>Wie kann der Glaube gest\u00e4rkt werden?<\/p>\n<p>Verse 11-12.<strong> \u201eDenn mich verlangt danach, euch zu sehen, damit ich euch etwas mitteile an geistlicher Gabe, um euch zu st\u00e4rken, das hei\u00dft, damit ich zusammen mit euch getr\u00f6stet werde durch euren und meinen Glauben, den wir miteinander haben.\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Der Glaube kann durch geistliche Gabe gest\u00e4rkt werden. Diese geistliche Gabe ist nichts anderes als das Evangelium. Das ist das Wort Jesu. Paulus wollte ihnen das Wort Christi mitteilen. Das hei\u00dft: Ihr Glaube sollte durch das H\u00f6ren des Wortes Christi gest\u00e4rkt werden. Wie ist dein Glaube jetzt? Stark oder schwach? Wir k\u00f6nnen jeden Tag vom Glauben h\u00f6ren. Durch das H\u00f6ren wird unser Glaube stark. Wie kann man im Glauben stark werden? Durch das H\u00f6ren vom Glauben. Darum wollte Paulus zu den R\u00f6mern vom Glauben an das Wort Gottes sprechen.<\/p>\n<p>H\u00f6ren wir jeden Tag vom Glauben im Wort Gottes. Tauschen wir unseren Glauben durch unsere Stellungnahmen aus, damit wir uns gegenseitig im Glauben st\u00e4rken k\u00f6nnen. Aber vermeiden wir, ungl\u00e4ubige Worte auszutauschen. Lasst uns gegenseitig aufbauen, indem wir die Worte des Glaubens sprechen, dann wird unser Glauben stark werden.<\/p>\n<p>Zweitens: Paulus wollte unter den Christen in Rom Frucht schaffen (13).<\/p>\n<p>Vers 13.<strong> \u201eIch will euch aber nicht verschweigen, liebe Br\u00fcder, dass ich mir oft vorgenommen habe, zu euch zu kommen &#8211; wurde aber bisher gehindert -, damit ich auch unter euch Frucht schaffe wie unter andern Heiden.\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Paulus wollte nicht spontan nach Rom gehen, sondern lange Zeit hatte er sich darauf vorbereitet, nach Rom zu gehen. Die Apostelgeschichte berichtet uns, dass er dreimal Missionsreisen gemacht hatte. Zuerst missionierte er in Kleinasien. Bei der zweiten Reise kam er nach Europa. Als er seine dritte Missionsreise machte, blieb er haupts\u00e4chlich in Ephesus. Dort erlebte er eine m\u00e4chtige geistliche Erweckung. Danach nahm er sich im Geist vor: <strong>Ich<\/strong> <strong>muss auch Rom sehen. <\/strong><\/p>\n<p>Wenn wir vor einem Berg stehen, k\u00f6nnen wir nicht sehen, was hinter dem Berg ist.<\/p>\n<p>Aber wenn wir den Gipfel des Berges erreichen, dann sehen wir die weiteren Berge. Nach der gro\u00dfen Erweckung wurde die Sichtweite von Apostel Paulus bis nach Rom erweitert. Er sah eine Vision. Das hei\u00dft: Nach der geistlichen Erweckung durch Gottes Wort in Ephesus erkannte er, dass es Gottes Wille war, dass er nach Rom geht. Paulus erkannte, dass Gott ihn nach Rom senden wollte, um auch dort Frucht wie unter anderen Heiden zu schaffen.<\/p>\n<p>Paulus hatte ein klares Ziel, Frucht zu schaffen. Die Frucht, die er in Ephesus erlebt hatte, war, dass das Evangelium die Menschen ver\u00e4nderte, so dass sie die Zauberb\u00fccher verbrannten. Die ver\u00e4nderten Menschen waren die Fr\u00fcchte, die Gottes Wort gebracht hatte. Um diese Frucht auch in Rom zu schaffen, betete er sie f\u00fcr ohne Unterlass. Obwohl er auf dem Weg nach Jerusalem war, um den dortigen bed\u00fcrftigen Br\u00fcdern die Opfergabe der Heiden zu geben, schrieb er diesen Brief an die R\u00f6mer. Paulus\u2019 Vision war, dass der Glaube der Christen in Rom das ganze r\u00f6mische Reich ver\u00e4ndert. Um diese Frucht zu schaffen, wollte er gerne nach Rom gehen. Letztes Jahr fing M. Susanna mit einer Bibelsch\u00fclerin an, Bibelstudium zu machen. Diese Bibelsch\u00fclerin war eigentlich vor 5 Jahren zum Gottesdienst gekommen. Aber sie kam nicht zum Bibelstudium. Letztes Jahr kam sie wieder zum Gottesdienst und wollte nun auch Bibelstudium machen. Sie lernt sogar Gottes Wort so dem\u00fctig. Dieses Ereignis erweitert unsere Sichtweite, so dass wir f\u00fcr die Bibelsch\u00fcler beten k\u00f6nnen, die nicht mehr zum Bibelstudium kommen. &nbsp;Wie wir wissen, betet M. Petra seit langem f\u00fcr eine Bibelsch\u00fclerin und f\u00fcr ein leibliches Kind. Wir k\u00f6nnen sehen, wie beharrlich M. Petra fr\u00fchmorgens betet. Nun macht sie mit einer jungen BWL-Studentin Bibelstudium. Das ermutigt uns alle, die gerne Gottes Wort weitergeben wollen. Letztes Jahr habe ich jeden Tag f\u00fcr meine Kollegen gebetet. Eine Kollegin kam zum Weihnachtsgottesdienst. Das ermutigt mich, den Kollegen auch das Bibelstudium anzubieten. Letztes Jahr habe ich mit Susanna beharrlich f\u00fcr die Jugendkonferenz gebetet. Gott hat unter den Jugendlichen gewirkt, so dass sie mit Tr\u00e4nen Bu\u00dfe taten. Dieses Ereignis schenkte mir neue Zuversicht, dass unsere Jugendlichen f\u00fcr die kommende Generation geistliche Leiter werden. Gott wirkt auch im Herzen von Celine. Nach der Jugendkonferenz \u00e4u\u00dferte sie ihren Wunsch, dieses Jahr auch zur Konferenz mitzukommen und zum Gruppenbibelstudium mit den Jugendlichen zu kommen. M\u00f6ge Gott unsere Jugendlichen zu den Fr\u00fcchten des Evangeliums machen.<\/p>\n<p>Welche Vision haben wir? Wir haben die Vision, dass jede Familie 12 J\u00fcnger erzieht. Wir haben die Vision, dass Missionare aus Heidelberg in andere L\u00e4nder ausgesandt werden. Wir haben die Vision, dass unsere Bibelsch\u00fcler und unsere Kinder zu den geistlichen Leitern f\u00fcr die kommende Generation werden. Wie kann unsere Vision eine Realit\u00e4t werden? Paulus f\u00fchrte sein Leben mit der Vision, aber er wartete nicht einfach auf die Erf\u00fcllung der Vision, sondern betete daf\u00fcr, schrieb die Briefe und ging trotz vieler Hindernisse tats\u00e4chlich nach Rom. Wir k\u00f6nnen auch vom fr\u00fchen Morgen an mit Tr\u00e4nen s\u00e4en, um mit Freuden die Fr\u00fcchte zu ernten.<\/p>\n<p>Was war das Motiv, dass Paulus nach Rom gehen wollte?<\/p>\n<p>Betrachten wir Verse 14.15.&nbsp;<strong>\u201eIch bin ein Schuldner der Griechen und der Nichtgriechen, der Weisen und der Nichtweisen; darum, soviel an mir liegt, bin ich willens, auch euch in Rom das Evangelium zu predigen.\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Paulus wusste, dass er ein Schuldner war, allen Menschen das Evangelium predigen zu m\u00fcssen. Aus Unwissenheit hatte er fr\u00fcher die Gemeinde Christi verfolgt. Aus Selbstgerechtigkeit hatte er gesetzlose Menschen verachtet. Aber er begegnete Jesus, der am Kreuz gestorben war und auferstanden ist. Er fand die Gnade und wurde v\u00f6llig ver\u00e4ndert. Er wurde barmherzig und dem\u00fctig. Er wollte zur Zeit oder zur Unzeit allen Menschen erz\u00e4hlen, dass ihm vergeben worden und dass er durch die Gnade Jesu errettet worden war. Aus dieser Dankbarkeit wollte er auch nach Rom gehen. Es war f\u00fcr ihn ein Muss, nach Rom zu gehen, weil er ein Schuldner war, ihnen das Evangelium zu predigen. Wir sind auch Schuldner, weil wir unermessliche Liebe von Gott bekommen haben. Jesus verlie\u00df die Herrlichkeit im Himmel und wohnte unter uns. Schlie\u00dflich gab er sein Leben als L\u00f6segeld f\u00fcr viele, damit sie gerettet werden. Mother Barry kam aus einem reichen Land, den USA. Obwohl sie aus einer reichen Familie stammte, wohnte sie mit den Koreanern zusammen. Sie verachtete die Koreaner nicht. Nach dem Koreakrieg waren die Koreaner arm. Sie waren ungebildet und unhygienisch. Aber sie liebte die Koreaner. Es fiel ihr nicht schwer, in Korea zu bleiben, weil sie wusste, dass sie eine Schuldnerin war. Sie wusste, dass Jesus seine himmlische Herrlichkeit f\u00fcr sie verlassen hatte. Darum wohnte sie auch mit den Koreanern zusammen und a\u00df koreanisches Essen. Wir sollen nicht vergessen, dass wir die Schuldner aller Menschen sind. Jesus gab f\u00fcr uns sein Leben hin. Wir k\u00f6nnen von den anderen abgelehnt werden, wenn wir ihnen das Evangelium weiter geben wollen. Dennoch brauchen wir&nbsp; uns nicht entmutigen zu lassen, weil wir unsere Identit\u00e4t wissen, dass wir Schuldner sind.<\/p>\n<p><strong>II. Das Evangelium als Gottes Kraft (16-17)<\/strong><\/p>\n<p>Lesen wir die Verse 16-17.<\/p>\n<p><strong>\u201eDenn ich sch\u00e4me mich des Evangeliums nicht; denn es ist eine Kraft Gottes, die selig macht alle, die daran glauben, die Juden zuerst und ebenso die Griechen. Denn darin wird offenbart die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt, welche kommt aus Glauben in Glauben; wie geschrieben steht (Habakuk 2,4): \u00bbDer Gerechte wird aus Glauben leben.\u00ab\u201c<\/strong><\/p>\n<p>In welcher Hinsicht k\u00f6nnten die Gl\u00e4ubigen in Rom sich des Evangeliums gesch\u00e4mt haben?<\/p>\n<p>Jesus war ein Gekreuzigter bzw. ein Verbrecher nach dem r\u00f6mischen Gesetz.<\/p>\n<p>So wurde Jesus verachtet. Deshalb bezeichneten die Juden auch die Christen als Sektenanh\u00e4nger(Apg 28, 21-22). Es w\u00e4re nicht leicht zu ertragen, als Sektenanh\u00e4nger diskriminiert zu werden. Aber die Christen damals waren meistens Sklaven. Deshalb dachten viele, dass ihre Religion nur f\u00fcr die Schwachen w\u00e4re.<\/p>\n<p>Wir k\u00f6nnten stolz sein, wenn viele Studenten unter uns mitarbeiten w\u00fcrden. Oder wenn sogar viele Professoren oder Doktoren unsere Mitarbeiter w\u00e4ren. Aber Paulus war weder stolz aufgrund der Zahl der J\u00fcnger noch aufgrund der Qualit\u00e4t der Menschen. Er war allein stolz auf das Evangelium bzw. auf Jesus. Er glaubte allein an die Kraft Gottes. Sonst hielt er alles f\u00fcr nichts. Es gab keinen Grund f\u00fcr ihn, sich des Evangeliums zu sch\u00e4men.<\/p>\n<p>Warum war er so stolz auf das Evangelium?<\/p>\n<p>Vers 16. <strong>\u201eDenn ich sch\u00e4me mich des Evangeliums nicht; denn es ist eine Kraft Gottes, die selig macht alle, die daran glauben, die Juden zuerst und ebenso die Griechen.\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Das Evangelium ist eine Kraft Gottes.<\/p>\n<p>Paulus selbst erlebte, wie kr\u00e4ftig das Evangelium ist. Von Kind auf lernte er das Gesetz auswendig und versuchte alle Gesetze gewissenhaft zu halten. Darum kam er von seiner Heimat Tarsus nach Jerusalem, um eine Elite-Ausbildung unter dem besten Lehrer Gamaliel zu bekommen. Er war ein Spitzensch\u00fcler, der auf seine F\u00e4higkeit und sein Wissen stolz sein konnte. Obwohl er viel Wissen \u00fcber Gott hatte, konnte er seine Feinde nicht lieben. Er konnte gesetzlose Menschen nicht akzeptieren. Sein Wissen gab ihm keine Kraft, den anderen Menschen zu vergeben. Er wollte stark sein, aber musste feststellen, dass die S\u00fcnde in ihm m\u00e4chtig war. Sein Gewissen war zerrissen. Er wusste nicht, wie er mit seinem S\u00fcndenproblem fertig werden k\u00f6nnte. Darum schrie er: <strong>O ich elender Mensch! Wer wird mich erl\u00f6sen von diesem todverfallenen Leibe?<\/strong> Obwohl er vieles hatte, worauf er stolz sein konnte, hatte er keinen Frieden in seinem Herzen. Leider musste er zugeben, dass er nicht schaffen konnte, sich zu retten. An seiner Begierde scheiterte er. Trotz all seiner Bem\u00fchung hatte er nur ein Resultat: Er scheiterte. Aber er begegnete Jesus, der f\u00fcr ihn am Kreuz gestorben und auferstanden ist. Das war sein Wendpunkt. In Jesus erkannte er sich selbst neu. Unter der Macht der S\u00fcnde hatte er ein Bild \u00fcber sich selbst. Er sagte fr\u00fcher \u00fcber sich: Ich elender Mensch. Mein Leib ist todverfallen. Die S\u00fcnde machte sein Bild h\u00e4sslich. Die S\u00fcnde beraubte ihn jeder Hoffnung. Aber Jesus ver\u00e4nderte Paulus zu einem Mann, der nicht mehr auf sich selbst stolz war, sondern auf das Evangelium. Er r\u00fchmt sich nicht mehr seiner Bildung, seines Wissens oder seiner Herkunft, sondern des Evangeliums.<\/p>\n<p>In Jesus fand er Frieden, Vergebung und das Leben. In Jesus erkannte, dass Gott ihn liebt. Wie alle anderen Menschen hatte er versucht, sich selbst zu retten, indem er sich selbst heiligte. Doch konnte er sich selbst von der Begierde nicht retten. Aber er fand die Gnade der Vergebung und der Errettung in Jesus Christus. Seitdem er errettet war, fing er an, zu danken. Ich zitiere zwei Stellen in seinem Brief.&nbsp; Zum einen R\u00f6m 7,25. <strong>Dank sei Gott durch Jesus Christus, unsern Herrn! <\/strong> Zum anderen 1.Kor 15,57. <strong>Gott aber sei Dank, der uns den Sieg gibt durch unsern Herrn Jesus Christus!<\/strong> Sp\u00e4ter ging er in Ketten nach Rom. Dennoch war er stolz auf die Berufung Gottes und war voller Hoffnung auf Gottes Werk in Rom. Das Evangelium hat die Kraft, die Menschen zu ver\u00e4ndern. Wir singen: Jesus Christus ist der Sieger \u00fcber H\u00f6lle, Tod und Teufel. Darum w\u00e4hl ich ihn.<\/p>\n<p>Apostel Paulus hat das Evangelium als die Kraft Gottes bezeugt. Um uns herum gibt es viele Probleme, die scheinbar unl\u00f6slich aussehen. Dann fragen wir uns selbst, ob das Evangelium stark genug ist, solche Probleme auch zu l\u00f6sen. Wer kann die zerst\u00f6rte Familie wieder herstellen? Wer kann die Kinder, die in einer kaputten Familie leben, von ihrer Verletzung heilen? Kann ich auch zum neuen Menschen ver\u00e4ndert werden? Kann ich den anderen vergeben und sie lieben, wie sie sind? Wie antworten wir auf solche Fragen? &nbsp;Das Evangelium ist eine Kraft Gottes, die alle selig macht. Drau\u00dfen hat es viel geschneit. Wenn wir nun nach drau\u00dfen gehen und versuchen w\u00fcrden, Schnee wegzur\u00e4umen, wie viel k\u00f6nnen wir schaffen? Vielleicht k\u00f6nnen wir flei\u00dfig unseren Hof sauber machen. Aber wenn wir allen Schnee auf allen Stra\u00dfen in Heidelberg wegmachen wollten, k\u00f6nnen wir das nicht schaffen. Aber es gibt eine einfache M\u00f6glichkeit. Was ist das? Wenn es w\u00e4rmer wird, wird aller Schnee rasch verschwinden. Durch unsere Kraft k\u00f6nnen wir versuchen, mit vielen Problemen fertig zu werden. Aber wir m\u00fcssen auch irgendwann sagen: Ich elender Mensch! Wir sind schwache Menschen. Das Evangelium soll uns ver\u00e4ndern. Das ist eine Kraft Gottes. Gott hat seine Kraft durch das Evangelium offenbart. Gott opferte seinen Sohn, um uns zu erretten. Er hat uns lieb. Das ist die Kraft Gottes. Aus dieser Liebe duldet Gott alles, hofft alles und glaubt alles.<\/p>\n<p>Betrachten wir Vers 17.<\/p>\n<p><strong>\u201eDenn darin wird offenbart die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt, welche kommt aus Glauben in Glauben; wie geschrieben steht (Habakuk 2,4): \u00bbDer Gerechte wird aus Glauben leben.\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Das Evangelium offenbart die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt. Das hei\u00dft: Gott nimmt uns S\u00fcnder als die Gerechten an. Wie k\u00f6nnen wir vor Gott gerecht werden?<\/p>\n<p>Diese Gerechtigkeit wird durch den Glauben geschenkt. Diese Gerechtigkeit ist eine Best\u00e4tigung, dass wir als seine Kinder von Gott angenommen sind. Diese Gerechtigkeit triumphiert \u00fcber alle Gesetze. Diese Gerechtigkeit wird von Gott denen gegeben, die an das Evangelium glauben. Der Glaube ist der Schl\u00fcssel, der die T\u00fcr zu Gott \u00f6ffnet. Dieser Glaube bevollm\u00e4chtigt uns, all den Segen Gottes in Anspruch zu nehmen.<\/p>\n<p>Wir k\u00f6nnen st\u00e4ndig mit unserer s\u00fcndigen Natur konfrontiert werden. Welche Botschaft h\u00f6ren wir, wenn die s\u00fcndige Natur zu triumphieren scheint? Wir h\u00f6ren etwas wie: Du bist verloren. Du hast keine Heilsgewissheit. Du wirst wieder verlieren. Du hast keine Chance usw. Was ist aber unser Glaube? Ja, wir k\u00f6nnen zugeben, dass wir schwach sind. Wir k\u00f6nnen zugeben, dass wir uns nicht \u00e4ndern k\u00f6nnen. Aber wir glauben, dass Jesus mich angenommen hat, wie ich bin. Wir k\u00f6nnen glauben, dass Jesus gerade wegen solcher Schw\u00e4che von mir am Kreuz gestorben ist. Wir k\u00f6nnen glauben, dass Jesus all meine S\u00fcnde auf sich genommen hat. Wir k\u00f6nnen glauben, dass die Kraft Gottes uns ver\u00e4ndert. Wir k\u00f6nnen glauben, dass Jesus am Kreuz unsere Erl\u00f6sung vollbracht hat. <strong>Es ist vollbracht!<\/strong><\/p>\n<p>Der Glaube an die Kraft Gottes \u00f6ffnet uns die Augen, so dass wir Gott danken k\u00f6nnen. Gott offenbarte seine Kraft f\u00fcr alle Menschen, damit sie gerettet werden k\u00f6nnen. Niemand ist von dieser Gnade ausgeschlossen. Darum haben wir einen Weg zum Leben. <strong>Der Gerechte wird aus Glauben leben. <\/strong>Es gibt keinen anderen Weg zum Leben. Allein durch den Glauben wirst du leben.<strong> Dank sei Gott durch Jesus Christus, unsern Herrn! <\/strong>(R\u00f6m 7,25) <strong>Gott aber sei Dank, der uns den Sieg gibt durch unsern Herrn Jesus Christus!<\/strong> (1.Kor 15,57)<\/p>\n<p>Wir haben mit diesem neuen Jahr angefangen.<\/p>\n<p>Viele Herausforderungen stehen vor uns. Wir k\u00f6nnen sie aus Glauben annehmen und bew\u00e4ltigen. Wir k\u00f6nnen ein siegreiches Jahr haben, weil wir an die Kraft Gottes glauben. Wir k\u00f6nnen viele Siege erlangen, weil wir an die Kraft Gottes glauben.<\/p>\n<p>Gott hat uns alles gegeben, was wir zum Leben brauchen. Freiheit, Frieden, Freude, Gerechtigkeit, Weisheit usw. Nur durch den Glauben k\u00f6nnen wir die Kraft Gottes in Anspruch nehmen. Gott hat uns das Leben geschenkt. <strong>Der Gerechte wird aus Glauben leben<\/strong>. Dieses Wort sollte unsere Gewohnheit und unsere Lebensweise und unsere Denkweise sein. Aus Glauben werden wir leben und die anderen Mitmenschen zum Leben f\u00fchren. Amen.<\/p>\n<p>Wir wollen aus Glauben leben. Wie k\u00f6nnen wir aus Glauben leben?<\/p>\n<p>Erstens: Wir sollen f\u00fcreinander beten.<\/p>\n<p>Wir sollen jeden Tag ohne Unterlass flehentlich beten, damit unser Glaube w\u00e4chst.<\/p>\n<p>Zweitens: Wir sollen miteinander vom Glauben sprechen, damit wir vom Glauben h\u00f6ren.<\/p>\n<p>Unser Glaube soll gest\u00e4rkt werden, indem wir t\u00e4glich Gottes Wort h\u00f6ren.<\/p>\n<p>Drittens<strong>: <\/strong>Wir sollen jeden Tag die Bibel lesen.<\/p>\n<p>Martin Luther las diese Stelle. <strong>\u201e\u2026wie geschrieben steht (Habakuk 2,4): \u00bbDer Gerechte wird aus Glauben leben.\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Durch dieses Wort bekam er Heilsgewissheit. Das Bibellesen schenkt uns den Glauben, damit wir leben k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Danken wir Gott, dass er uns zu seinem Reich eingeladen hat. Danken wir Gott, dass er uns durch das Evangelium rettet. M\u00f6ge Gott uns helfen, diese Lebensweise zu haben, aus Glauben zu leben. Amen.<\/p>\n<p>Zum Schlu\u00df lesen wir noch einmal den Leitvers: V16. <strong>\u201eDenn ich sch\u00e4me mich des Evangeliums nicht; denn es ist eine Kraft Gottes, die selig macht alle, die daran glauben, die Juden zuerst und ebenso die Griechen.\u201c<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download Das&nbsp; Evangelium,&nbsp; eine&nbsp; Kraft&nbsp; Gottes \u201eDenn ich sch\u00e4me mich des Evangeliums nicht; denn es ist eine Kraft Gottes, die selig macht alle, die daran glauben, die Juden zuerst und ebenso die Griechen.\u201c (1,16) Letzte Woche haben wir die Botschaft \u00fcber Matth\u00e4us 4,17 geh\u00f6rt: \u201eSeit der Zeit fing Jesus an zu predigen: Tut Bu\u00dfe, denn [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":14,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[4,31],"tags":[],"class_list":["post-638","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-predigt","category-roemerbrief"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/638","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/14"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=638"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/638\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":13235,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/638\/revisions\/13235"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=638"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=638"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=638"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}