{"id":614,"date":"2009-12-23T13:02:46","date_gmt":"2009-12-23T12:02:46","guid":{"rendered":"http:\/\/ubfheidelberg.org\/?p=614"},"modified":"2023-01-29T20:28:58","modified_gmt":"2023-01-29T19:28:58","slug":"predigt-matthaus-118-25","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-matthaus-118-25\/","title":{"rendered":"Predigt: Matth\u00e4us 1,18-25"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/09P-Mt01b.doc\">Download<\/a><\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\">Jesus ist \u201eGott mit uns\u201c<\/h2>\n<p><strong> <\/strong><\/p>\n<p align=\"center\">\n<address style=\"text-align: center;\">\u201eSiehe, eine Jungfrau wird schwanger sein und einen Sohn geb\u00e4ren, und sie <\/address>\n<address>werden ihm den Namen Immanuel geben, das hei\u00dft \u00fcbersetzt: Gott mit uns.\u201c<\/address>\n<address style=\"text-align: center;\">Matth\u00e4us 1,23<\/address>\n<p align=\"center\">\n<p>Jedes Jahr feiern Milliarden von Menschen auf der Welt Weihnachten. In jeder halbwegs bedeutenden Stadt in Deutschland haben wir Weihnachtsm\u00e4rkte. Millionen von Deutschen machen diese Tage ihren Weihnachtsbummel und begeben sich in den Weihnachtsrummel. \u00dcberall sehen wir Weihnachtsdekorationen und Weihnachtsschmuck. Weihnachten \u00fcberall. Aber die wenigsten Menschen stellen sich die Frage, was es \u00fcberhaupt zu feiern gibt.<\/p>\n<p>Wir feiern an Weihnachten das gr\u00f6\u00dfte Wunder, das die Welt je zu Gesicht bekam. Es ist das Wunder der Menschwerdung Jesu, der Inkarnation Christi, der Vereinung zwischen Gott und Mensch in einer Person. Aber mit jedem Krippenspiel, das wir sehen, mit jedem neuen Weihnachtsmarkt scheint es ein Wunder zu sein, dessen Radikalit\u00e4t von unserer Gesellschaft weder geduldet noch erw\u00fcnscht wird. Es ist ein Wunder, dessen Spitzen und Kanten abgestumpft wurden. Es ist ein Wunder, das ein solch helles und reines Licht ausstrahlt, dass die Menschen von heute es bevorzugen, ein Sargtuch dar\u00fcber zu tun, damit es nicht so blendet. Es ist ein Wunder, vor dem man alle Bewunderung, Ehrfurcht und Achtung verloren hat. Und leider stehen viele Christen dem in nichts nach. Wie viele unter uns sind ergriffen von der Inkarnation Christi? Wie viele von uns sind von diesem Wunder so \u00fcberw\u00e4ltigt, dass wir am liebsten in dem Jubel einstimmen w\u00fcrden: \u201eJesus ist kommen, Grund ewiger Freude, A und O, Anfang und Ende steht da. Gottheit und Menschheit vereinen sich beide, Sch\u00f6pfer, wie kommst du uns Menschen so nah?\u201c<\/p>\n<p>Aber wenn wir uns nur einen Moment Zeit nehmen w\u00fcrden, wenn wir uns auf die Fakten &#8211; wie sie vor 2.000 Jahren stattgefunden haben &#8211; einlassen w\u00fcrden, wenn vor allen Dingen der Heilige Geist unsere Augen erleuchten und unsere Herzen und Sinne erhellen w\u00fcrde, wir w\u00fcrden aus dem Staunen nicht mehr herauskommen. Wir w\u00fcrden vor der Herrlichkeit dieses Wunders stehen in Ersch\u00fctterung und Ergriffenheit. Und anschlie\u00dfend w\u00fcrden wir nicht anders k\u00f6nnen, als anzubeten, in Freude und Triumph. Das Ziel dieser Predigt ist es, einen Funken zu z\u00fcnden. Und es ist mein Gebet, dass dieser Funke ein Feuer der Bewunderung und Anbetung entfacht. Wir wollen den heutigen Text in vier Teilen studieren. Wir betrachten zun\u00e4chst die Familie, in die Jesus hineingeboren wurde. Als zweites wollen wir dar\u00fcber nachdenken, was es bedeutet, dass Jesus vom Heiligen Geist empfangen wurde. Als drittes sehen wir, dass es Jesu Hauptmission ist, sein Volk von ihren S\u00fcnden zu retten. Wir denken als viertes \u00fcber die Tatsache nach, dass Jesus Immanuel Gott ist.<\/p>\n<p><strong> <\/strong><\/p>\n<p><strong>Teil 1 Die Umst\u00e4nde von Jesu Geburt (18-20a) <\/strong><\/p>\n<p><strong> <\/strong><\/p>\n<p>Betrachten wir gemeinsam den Vers 18. <strong>\u201eDie Geburt Jesu Christi geschah aber so: Als Maria, seine Mutter, dem Josef vertraut war, fand es sich, ehe er sie heimholte, dass sie schwanger war von dem heiligen Geist.\u201c<\/strong> Unser Text beginnt mit dem Paar Maria und Josef. Ihr alle kennt die Geschichte. Wir brauchen hier nicht viele Worte zu verlieren. Der Text sagt, dass Maria dem Josef vertraut war. Sie waren verlobt. Eine Verlobung bei den Juden damals war aber etwas anderes als eine Verlobung heutzutage. In ihrer Gesellschaft galten sie bereits als verheiratetes Ehepaar. In ihren Personalausweisen stand nicht mehr ledig, sondern verheiratet. Wenn Josef einen Nachnamen, wie zum Beispiel \u201eJakob\u201c gehabt h\u00e4tte, dann h\u00e4tten die Menschen Maria mit \u201eFrau Jakob\u201c angeredet. Eine solche Verlobungszeit dauerte etwa ein Jahr. Danach fand die Hochzeit statt. Das war also die Situation, in der sich Maria und Josef befanden.<\/p>\n<p>Sehen wir uns noch einmal den Vers 18 an. Es geschah etwas absolut Einzigartiges. Maria war durch den Heiligen Geist schwanger geworden. Wir wissen nicht, wie Josef davon erfuhr. Wenn er Maria morgens zum Sonntagsfr\u00fchst\u00fcck einladen wollte, hatte sie komischerweise jedes Mal \u00dcbelkeit. Beim Fr\u00fchst\u00fcck selbst stellte Josef \u00fcberrascht fest, dass Maria neuerdings eingelegte Gurken mit Marmelade a\u00df. Dann ging Maria Elisabeth besuchen. Als sie mehr als 3 Monate sp\u00e4ter von diesem Besuch zur\u00fcckkam, hatte sie deutlich zugenommen. Schlie\u00dflich kam alles raus: Maria war schwanger. Maria muss mit vielen Worten versucht haben, Josef zu erkl\u00e4ren, dass es ein \u00fcbernat\u00fcrliches Ereignis war. Sie musste ihm davon erz\u00e4hlt haben, wie Gottes Engel sie besucht hatte und dass sie die Frau war, die die Mutter des verhei\u00dfenen Messias werden sollte. Eine klassische Ausrede von Sch\u00fclern, die ihre Hausaufgaben nicht gemacht haben, lautet: \u201eMein Hund hat meine Hausaufgaben aufgefressen.\u201c Kein Lehrer w\u00fcrde darauf reinfallen. Aber diese Ausrede nichts im Vergleich mit dem B\u00e4ren, den Maria Josef aufbinden zu wollen schien. Diese Ausrede ist nichts im Vergleich mit der Unglaubw\u00fcrdigkeit von Marias Erz\u00e4hlung.<\/p>\n<p>Was tat Josef? \u201eEr \u00fcberlegte sich, wie er sich am besten an ihr r\u00e4chen k\u00f6nnte. Er dachte sich einen Plan aus, mit welchem er ihr alles zur\u00fcckzahlen k\u00f6nnte.\u201c Was tat Josef wirklich? Lesen wir gemeinsam den Vers 19. <strong>\u201eJosef aber, ihr Mann war fromm und wollte sie nicht in Schande bringen, gedachte aber, sie heimlich zu verlassen.\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Wir sollten hier als erstes beachten, <em>dass der Text sagt, dass Josef fromm war<\/em>. Was bedeutet es, dass Josef fromm war? Das griechische Wort ist <em>dikaios<\/em>. Es bedeutet gerecht, rechtschaffen, tugendhaft usw. Was bedeutet es, dass Josef ein gerechter Mensch war? Wir verstehen unter Gerechtigkeit: \u201eWie du mir, so ich dir. Auge um Auge, Zahn um Zahn, Haar um Haar&#8230;\u201c Wir verstehen unter Gerechtigkeit, dass vor allen Dingen unsere eigenen Rechte von allen anderen Menschen anzuerkennen sind. Wir sagen so oft Gerechtigkeit aber meinen eigentlich in vielen F\u00e4llen Selbstgerechtigkeit. Welche Art von Gerechtigkeit hatte aber Josef? Josefs Gerechtigkeit kam dadurch zum Ausdruck, dass er Maria nicht in \u00f6ffentliche Schande bringen wollte.<\/p>\n<p>Hier war ein Mann, der Vertrauensbruch und Verrat erfahren zu haben schien. Hier war ein Mann, der von der Person, die er am meisten auf Erden liebte, hintergangen und betrogen worden zu sein schien. Aber Josefs Verletzungen f\u00fchrten nicht zu Hass. Josefs Schmerzen f\u00fchrten nicht zu Bitterkeit. Josefs Wunden f\u00fchrten nicht zu Rachegef\u00fchlen. Was ist also ein gerechter Mensch? Ein gerechter Mensch ist derjenige, der Gottes Barmherzigkeit, Langmut und G\u00fcte erkannt hat. Ein gerechter Mensch ist derjenige, der sich daf\u00fcr entscheidet, zu vergeben, anstatt zu vergelten. Ein gerechter Mensch ist derjenige, der die andere Backe hinh\u00e4lt, nachdem er geschlagen wurde, der nicht nur eine Meile, sondern gleich zwei Meilen l\u00e4uft, der selbst in der Lage ist, seine Feinde zu lieben, f\u00fcr sie zu beten und diejenigen zu segnen, die ihn fluchen. Was f\u00fcr einen reifen und Christus-\u00e4hnlichen Charakter sehen wir also in Josef!<\/p>\n<p>Das war aber noch nicht alles. <em>Josef war auch ein christlicher Denker<\/em>. Josef wollte Maria nicht in Schande bringen. Also \u00fcberlegte er ausf\u00fchrlich, welchen Weg er nehmen k\u00f6nnte, um Maria m\u00f6glichst wenigen Problemen und Schwierigkeiten auszusetzen. Und er kam zum Schluss, dass es das Beste war, wenn er selbst einfach weggehen w\u00fcrde. Denn dann w\u00fcrde es den Anschein haben, als ob er der unmoralische \u00dcbelt\u00e4ter w\u00e4re. Wir lesen in Vers 20: \u201eAls er das noch bedachte&#8230;\u201c Josef war ein Denker. Er war kein oberfl\u00e4chlicher Gl\u00e4ubiger. Stattdessen hatte Josef gelernt, gute, geistliche und gerechte Gedanken zu hegen und zu pflegen.<\/p>\n<p>Josef war schon ein toller Kerl, nicht wahr? Er war fromm, er war gerecht, er hatte Gottes Barmherzigkeit pers\u00f6nlich erfahren, und sein Leben kannte weder Vergeltungsgel\u00fcste noch Bitterkeit noch Hass. Aber ich m\u00f6chte als letzten Punkt sagen: das reichte nicht aus. Alle Vorz\u00fcge von Josef f\u00fchrten dazu, dass er nichts Un\u00fcberlegtes tat. Aber sie konnten Josef nicht aus seinem Dilemma retten. Seine guten Charaktereigenschaften konnte das eigentliche Problem nicht l\u00f6sen. Er stie\u00df mit seinen F\u00e4higkeiten auf eine Grenze, die er nicht \u00fcberwinden konnte. Wir sehen, dass auch er Hilfe brauchte. Und Josef bekam Hilfe. Gott in seiner Gnade offenbarte sich Josef und half ihm.<\/p>\n<p><strong>Teil 2 Empfangen vom Heiligen Geist (20b) <\/strong><\/p>\n<p>Josef hatte einen Traum. Aber es war kein normaler Traum. In seinem Traum sprach der leibhaftige Gott zu ihm durch einen Engel. Und sowohl Gott als auch der Engel waren kein Hirngespinst von Josef sondern Realit\u00e4t. Drei wesentliche Dinge sollte Josef \u00fcber das ungeborene Baby lernen. Was erfuhr Josef \u00fcber Marias Kind?<\/p>\n<p>Betrachten wir Vers 20b: <strong>\u201eJosef, du Sohn Davids, f\u00fcrchte dich nicht, Maria, deine Frau zu dir zu nehmen; denn was sie empfangen hat, das ist von dem Heiligen Geist.\u201c<\/strong> Wir lernen hier den ersten Punkt, dass Jesus vom Heiligen Geist empfangen wurde. Jesus hat also keinen leiblichen Vater. Und die Frau, die ihn auf die Welt brachte, war eine Jungfrau. Mit der Jungfrauengeburt haben viele Menschen ihre Probleme. Ich hatte einen Zoologieprofessor, der keine M\u00f6glichkeit auslie\u00df, sich \u00fcber die Geburt Christi lustig zu machen. Einmal war das Thema der Vorlesung <em>Parthenogenese<\/em>, Jungfernzeugung bei Tieren. Nachdem er verschiedene Beispiel aus der Tierwelt erw\u00e4hnt hatte, sagte er: \u201eJungfernzeugung beim Menschen hingegen gibt es nicht.\u201c An einer anderen Stelle sagte der gleiche Professor, dass Maria unm\u00f6glich einen Jungen zur Welt gebracht haben k\u00f6nnte. Denn Frauen haben zwei X-Chromosomen, w\u00e4hrend M\u00e4nner sowohl ein X- als auch ein Y-Chromosom haben. Dann folgte seine sp\u00f6ttische Frage: \u201eWoher hatte Maria also das Y-Chromosom her?\u201c Jesus h\u00e4tte auf diese Frage vermutlich geantwortet: \u201eDu bist ein Universit\u00e4tsprofessor der Uni Heidelberg und wei\u00dft das nicht?\u201c Wir finden die Antwort im Text: <strong>\u201edenn was sie empfangen hat, das ist von dem Heiligen Geist.\u201c<\/strong> Die Tatsache, dass Maria schwanger wurde, war ein Wunder. Es war ein Eingriff Gottes. Hier geschah etwas, was sich nicht mit Naturgesetzen und Wissenschaft erkl\u00e4ren l\u00e4sst. Die Welt mag sich dar\u00fcber lustig machen. Vielen ist ja heute ohnehin nichts mehr heilig. Aber ich m\u00f6chte gerne zeigen, dass in der Jungfrauengeburt Jesu Christi das Geheimnis Gottes verborgen liegt, dass uns Menschen selig macht. In der Jungfrauengeburt, \u00fcber welche sich Menschen so lustig machen, ist das Geheimnis der Herrlichkeit Jesu Christi. W\u00e4re Jesus nicht von einer Jungfrau geboren worden, dann h\u00e4tten wir kein Evangelium, keine Rettung, keinen Sohn Gottes, keine Hoffnung und kein Weihnachten. Warum ist also unsere einzige Hoffnung ein Baby, das vom Heiligen Geist empfangen wurde?<\/p>\n<p>Wir machen eine Zeitreise zur\u00fcck in jene finstere Epoche vor Christus. Bevor Jesus kam, hatte das Volk vor allen Dingen Priester. Sie hatten die Aufgabe, das Volk vor Gott zu vertreten. Sie brachten die Opfer dar, um S\u00fchne f\u00fcr die S\u00fcnde zu schaffen. Das Volk Israel hatte einen Hohenpriester. Einmal im Jahr durfte er das Allerheiligste im Tempel betreten, aber nicht, ohne vorher f\u00fcr sich selbst geopfert zu haben. Wir sehen die Distanz zwischen Gott und den Menschen. Stellvertretend f\u00fcr die Zeit vor Christi schauen wir auf den Berg Sinai. Und wir sehen vor allen Dingen Blitz und Donner, Gesetz und Gericht und unnahbare Heiligkeit. Aber nun sprach der Engel Gottes zu Josef im Traum, dass Maria einen Sohn geb\u00e4ren w\u00fcrde, der vom Heiligen Geist empfangen ist. An keiner einzigen Stelle lesen wir in Jesu Biographien des Neuen Testaments etwas davon, dass Jesus Brandopfer noch S\u00fcndeopfer darbrachte. Es lag nicht daran, dass es diese Opferdienste nicht gab: solange der Tempel stand, wurden auch Opfer dargebracht. Aber es liegt daran, dass Jesus keine Opfer mehr darbringen musste. Denn Jesus selbst hatte keine S\u00fcnde. Er war makellos, rein und heilig. Jesus brachte hier auf Erden nur ein Opfer dar, und das war er selbst, als er am Kreuz auf Golgatha starb.<\/p>\n<p>Jesus ist Gott. Aber auf der anderen Seite ist Jesus auch Mensch. Galater 4,4 sagt: <strong>\u201eAls aber die Zeit erf\u00fcllt war, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einer Frau und unter das Gesetz getan.\u201c<\/strong> Und gerade das macht Jesus zu unserem vollkommenen Hohepriester. Niemand vertritt uns besser vor Gott als er, weil er selbst Gott ist. Die Tatsache, dass Jesus von einer Jungfrau geboren wurde, zeigt uns, dass Jesus in seiner Person in vollkommener Weise Gott und Mensch miteinander vereint. Das ist der Grund, weshalb Paulus an Timotheus schrieb: <strong>\u201eDenn es ist ein Gott und ein Mittler zwischen Gott und den Menschen, n\u00e4mlich der Mensch Christus Jesus, der sich selbst gegeben hat f\u00fcr alle zur Erl\u00f6sung, dass dies zu seiner Zeit gepredigt werde.\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Wir kommen zur n\u00e4chsten entscheidenden Frage: Was tut Jesus?<\/p>\n<p><strong>Teil 3 Jesus rettet sein Volk von ihren S\u00fcnden (21) <\/strong><\/p>\n<p>Lesen wir gemeinsam den Vers 21: <strong>\u201eUnd sie wird einen Sohn geb\u00e4ren, dem sollst du den Namen Jesus geben, denn er wird sein Volk retten von ihren S\u00fcnden.\u201c<\/strong> Hier ist Jesu Haupt- und Lebenswerk beschrieben: Jesus rettet sein Volk von ihren S\u00fcnden. Viele von Jesu Zeitgenossen hatten gerade damit ein riesiges Problem. Wie ihr wisst, lebten die Juden damals unter r\u00f6mischer Fremdherrschaft. Ihr Alltag war gekennzeichnet von milit\u00e4rischer Gewaltherrschaft, mit erzwungenem Frieden, mit Ausbeutung und Unterdr\u00fcckung. Sie alle warteten auf den Messias. Aber sie hatten feste Erwartungen an den Messias. Sie erwarteten einen Messias, der die r\u00f6mische Armee vernichten w\u00fcrde. Sie erwarteten eine politischen Anf\u00fchrer, der das Volk Israel wieder zu einer selbstst\u00e4ndigen Gro\u00dfmacht aufrichten w\u00fcrde. Und wenn das erf\u00fcllt w\u00e4re, dann k\u00f6nnten man sich ja wieder anfangen dar\u00fcber Gedanken zu machen, dass sie eigentlich als Segen und Priesterschaft f\u00fcr die Welt berufen waren.<\/p>\n<p>Viele Menschen machen heute einen \u00e4hnlichen Fehler. Genauso wie die Juden einen politischen Retter erwarteten, haben viele Menschen falschen Erwartungen an den Christus. Sie suchen einen Messias, mit dem sie sich von nun beruflich keine Sorgen zu machen brauchen. Ein Messias, der uns reich macht, vor allen Dingen finanziell. Ein Messias, der uns durch alle Pr\u00fcfungen an der Schule und Uni hilft, auch wenn wir nichts gelernt haben. Wer mit solchen Erwartungen zu Jesus kommt, der wird sehr schnell entt\u00e4uscht werden. Jesus kam, um ein Problem zu l\u00f6sen, das alle anderen Probleme weit in den Schatten stellt. Sein Hauptwerk ist es, ein Problem zu beseitigen, welches die Ursache und die Wurzel f\u00fcr die meisten anderen Probleme dieser Welt ist. Es ist das Problem unserer S\u00fcnde.<\/p>\n<p>Was ist S\u00fcnde? Das griechische Wort f\u00fcr S\u00fcnde ist an dieser Stelle <em>hamartia<\/em>. Die meisten von euch wissen, dass dieses Wort Zielverfehlung bedeutet. Wenn man in der Schule einen Aufsatz schreibt, und der Lehrer korrigiert den Aufsatz und schreibt: \u201eDu hast das Thema v\u00f6llig verfehlt\u201c, dann ist das mit der schlimmste Kommentar, den man sich vorstellen kann (neben \u201edu kannst kein Deutsch\u201c). Wenn das Thema verfehlt ist, dann kann man einen noch so exzellent ausformulierten, didaktisch klugen, rational argumentierten Aufsatz schreiben, und man h\u00e4tte doch streng genommen noch nicht einmal eine \u201eausreichend\u201c verdient. Aber was ist, wenn der Erbauer der Universums, wenn der Herr und Eigent\u00fcmer eines jeden Lebens zu uns sagen m\u00fcsste: \u201eDu hast das Ziel verfehlt\u201c? Welche Antwort w\u00fcrden wir ihm darauf geben wollen?<\/p>\n<p>Wir kommen damit zur zwingenden Frage: \u201ewenn S\u00fcnde Zielverfehlung ist, was ist das Ziel unseres Lebens eigentlich?\u201c Bei einer Debatte wurde Journalist und Atheist Christopher Hitchens gefragt, was der Sinn des Lebens ist, wenn es keinen Gott gibt. Er antwortete darauf: \u201enun, die Frage kann ich nur f\u00fcr mich selbst beantworten.\u201c Und dann sagte er: \u201esich am Leid anderer Menschen zu erg\u00f6tzen.\u201c Wahrscheinlich war diese Antwort als sarkastischer Witz zu verstehen. Aber Hitchens brachte auf gl\u00e4nzende Weise zum Ausdruck, dass es ohne Gott keinen Sinn im Leben gibt. Nur schade f\u00fcr Hitchens ist, dass es Gott gibt und dass sich dieser Gott durch die Sch\u00f6pfung, durch sein Wort und durch seinen Sohn offenbart hat. Das Ziel unseres Lebens ist es, mit diesem Gott in der rechten Beziehung zu stehen. Das wahre Ziel unseres Lebens ist es, Anbeter Gottes zu sein und ihn zu erkennen. Das Ziel unseres Lebens ist es, Jesu Herrlichkeit mit allem, was wir sind und mit allem, was wir haben, widerzuspiegeln. Das Ziel unseres Lebens ist es, in alle Ewigkeiten von ihm erfreut zu werden.<\/p>\n<p>Was ist also S\u00fcnde noch einmal? S\u00fcnde ist der Vollschaden in unserem Leben, der uns zur Erkenntnis Gottes, zur Verherrlichung Gottes und zur Beziehung zu Gott v\u00f6llig unbrauchbar gemacht hat. S\u00fcnde ist unsere Unf\u00e4higkeit und absichtliche Unwilligkeit, Gottes Herrlichkeit zu offenbaren. Gott schuf uns zur Verherrlichung Christi. Aber wir suchen vor allen Dingen unsere eigene Herrlichkeit. Gott schuf uns in Sch\u00f6nheit, Kraft und W\u00fcrde. Aber wo wir auch hinschauen, sehen wir in uns und anderen H\u00e4sslichkeit, Schwachheit und W\u00fcrdelosigkeit. Gott schuf uns zu guten Werken, zu Liebe und Gerechtigkeit. Aber wir tun schlechte Dinge, wir sind erf\u00fcllt mit Hass und leben in Ungerechtigkeit. Und S\u00fcnde f\u00fchrt schlie\u00dflich zu Ausw\u00fcchsen, deren bittere Realit\u00e4t und Blutspur wir in der gesamten Menschheitsgeschichte verteilt sehen. Apostel Paulus schrieb an die R\u00f6mer: <strong>\u201eUnd wie sie es f\u00fcr nichts geachtet haben, Gott zu erkennen, hat sie Gott dahingegeben in verkehrtem Sinn, so dass sie tun, was nicht recht ist, voll von aller Ungerechtigkeit, Schlechtigkeit, Habgier, List, Niedertracht; Zutr\u00e4ger, Verleumder, Gottesver\u00e4chter, Frevler, hochm\u00fctig, prahlerisch, erfinderisch im B\u00f6sen, den Eltern ungehorsam, unvern\u00fcnftig, treulos, lieblos, unbarmherzig.\u201c<\/strong> Gibt es eine Beschreibung des menschlichen Wesens, das der Realit\u00e4t so entspricht wie diese Verse? Die Bibel sagt, dass wir eigentlich sehr gut gemacht sind, aber dass das Bild Gottes in uns zerst\u00f6rt wurde. Und genau das ist es, was wir sehen. Wir sehen sehr gute Menschen, die intelligent, k\u00fcnstlerisch begabt, kreativ und genial sind, aber auf der anderen Seite gefallene S\u00fcnder, voller Selbstsucht, Bosheit, Unmoral und Lieblosigkeit. Das ist die Bedeutung von Zielverfehlung. Keine andere Beschreibung trifft die Realit\u00e4t unseres Herzens besser.<\/p>\n<p>Lesen wir noch einmal den Vers 21: <strong>\u201eUnd sie wird einen Sohn geb\u00e4ren, dem sollst du den Namen Jesus geben, denn er wird sein Volk retten von ihren S\u00fcnden.\u201c<\/strong> Hier sprach der Engel, dass der kommende Sohn Jesus hei\u00dfen sollte. Der Name Jesus bedeutet bereits: \u201eGott rettet.\u201c Jesus errettet uns von dem schlimmsten und grausamsten Feind und Sklaventreiber, n\u00e4mlich dem B\u00f6sen in uns. Und weil dem so ist, m\u00fcssen wir noch eine weitere bedeutende Frage beantworten, n\u00e4mlich: \u201eWen rettet Jesus?\u201c Unser Text sagt: <strong>\u201edenn er wird sein Volk retten von ihren S\u00fcnden.\u201c<\/strong> Jesus rettet sein Volk von ihren S\u00fcnden. Aber wer ist Jesu Volk? Offenbarung l\u00e4sst uns ein Blick auf dieses Volk werfen: <strong>\u201eDanach sah ich, und siehe, eine gro\u00dfe Schar, die niemand z\u00e4hlen konnte, aus allen Nationen und St\u00e4mmen und V\u00f6lkern und Sprachen; die standen vor dem Thron und vor dem Lamm, angetan mit wei\u00dfen Kleidern und mit Palmzweigen in ihren H\u00e4nden, und riefen mit gro\u00dfer Stimme: Das Heil ist bei dem, der auf dem Thron sitzt, unserm Gott, und dem Lamm!\u201c<\/strong> Weder Nationalit\u00e4t, noch Kultur, noch sozialer Status noch Bildungsstatus, noch gute Werke, noch moralische Verdienste sind das, was Jesu Volk auszeichnet. Jesu Volk sind die Menschen, die bereit sind, ihn als Herrn und K\u00f6nig \u00fcber ihr Leben zu akzeptieren. Es sind die Menschen, die ihn aufnahmen, und die aufgrund dessen von Gott das Vorrecht bekamen, seine Kinder zu sein. Es sind die Menschen, die ihr Vertrauen auf ihn gesetzt habe, die ihre Kleider in seinem Blut gewaschen haben und die fortan mit Paulus sagen: <strong>\u201eIch lebe, doch nun nicht ich, sondern Christus lebt in mir. Denn was ich jetzt lebe im Fleisch, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt hat und sich selbst f\u00fcr mich dahingegeben.\u201c<\/strong> Mit einem Wort sind es die Menschen, die an ihn glauben.<\/p>\n<p>Zwei Punkte haben wir \u00fcber Jesus gelernt: er ist Gottes Sohn, weil er vom Heiligen Geist empfangen und von einer Jungfrau geboren wurde, und Jesus ist der Retter seines Volkes von ihren S\u00fcnden. Wir kommen zum letzten Teil: weshalb rettet Jesus sein Volk?<\/p>\n<p><strong>Teil 4 Jesus ist Immanuel Gott (22-25) <\/strong><\/p>\n<p>Bislang hatte der Engel mit Josef geredet. Der Evangelist Matth\u00e4us erl\u00e4uterte nun die Worte des Engels. Lesen wir gemeinsam die Verse 22 und 23: <strong>\u201eDas ist aber alles geschehen, damit erf\u00fcllt w\u00fcrde, was der Herr durch den Propheten gesagt hat, der da spricht: Siehe, eine Jungfrau wird schwanger sein und einen Sohn geb\u00e4ren, und sie werden ihm den Namen Immanuel geben, das hei\u00dft \u00fcbersetzt: Gott mit uns.\u201c<\/strong> Wir finden in diesen Versen das Ziel von Jesu Kommen und seiner Errettung. Als Jesus kam, erf\u00fcllten sich die Prophezeiungen des Alten Testaments. Jesaja hatte bereits zu Zeiten von K\u00f6nig Ahas Jesu Kommen als Immanuel prophezeit. Und ein weiterer Name Jesu ist \u201eImmanuel\u201c, das hei\u00dft \u00fcbersetzt \u201eder starke Gott mit uns.\u201c Was bedeutet das f\u00fcr uns? Um den Rahmen der Predigt nicht sprengen, wollen wir uns auf einige wenig Punkte beschr\u00e4nken.<\/p>\n<p>Es bedeutet als erstes, dass <em>Gott von sich aus die Gemeinschaft mit seinem Volk sucht<\/em>. Im Alten Testament sehen wir eine gro\u00dfe Rettungsaktion Gottes, das ein Bild f\u00fcr unsere Errettung ist. Gott f\u00fchrte das Volk Israels aus \u00c4gypten heraus. Und er tat es mit der Absicht, mit seinem Volk zu sein. Wir lesen in 2. Mose 13,22: <strong>\u201eNiemals wich die Wolkens\u00e4ule von dem Volk bei Tage noch die Feuers\u00e4ule bei Nacht.\u201c<\/strong> Die Israeliten sollten au\u00dferdem eine Stiftsh\u00fctte bauen. Gott wollte diese Stiftsh\u00fctte mit seiner Herrlichkeit erf\u00fcllen und sein Volk auf der Wanderung durch die W\u00fcste und im verhei\u00dfenen Land begleiten. So weit die Illustration aus dem alten Testament.<\/p>\n<p>Mit der Menschwerdung Jesu Christi kommt gerade dieser Wunsch Gottes zum Ausdruck, sein Volk zu begleiten. Johannes 1,14 sagt: <strong>\u201eUnd das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.\u201c<\/strong> Gott will unter uns wohnen. Er will sein Zelt aufschlagen mitten in unserem Herzen. K\u00f6nnen wir uns eine gr\u00f6\u00dfere Demut vorstellen als das? Gott ist der Sch\u00f6pfer allen Lebens. Und doch fragt er in aller Demut, ob wir bereit sind, mit ihm Gemeinschaft zu haben. Er ist der rechtm\u00e4\u00dfige und unbestrittene Eigent\u00fcmer des Universums. Wir alle sind allenfalls seine Mieter. Aber er steht vor unserer T\u00fcr und klopft freundlich an und kommt nicht in unser Haus, wenn wir ihn nicht hineinlasen. Wir sind ihm alles schuldig, unsere Zeit, unser Geld und unser Leben. Und doch fragt er bittet freundlich, ob wir bereit sind, was wir haben, mit ihm zu teilen, weil er das ungleich Noblere, das ungleich H\u00f6here, das ungleich Sch\u00f6nere, was er hat, mit uns teilen will. Indem Gott also das gr\u00f6\u00dfte Wunder der Menschheit vollbringt und sich selbst erniedrigt, bringt er nichts anderes zum Ausdruck, als dass er, der allm\u00e4chtige, ewige Gott, von sich aus unsere Freundschaft sucht und sich an unserer Gesellschaft erfreuen will.<\/p>\n<p>Als zweites, <em>es ist eine Wiederherstellung von Gottes Bild in uns<\/em>. Ich habe vorhin gesagt, dass S\u00fcnde Zielverfehlung bedeutet: die Verfehlung des Ziels, mit Gott zu sein, ihn anzubeten und ihn zu verherrlichen. S\u00fcnde ist die Unwilligkeit und Unf\u00e4higkeit mit Gott zu sein. Es spricht f\u00fcr die S\u00fcnde in uns, dass nicht wir es waren, die den Vers\u00f6hnungsprozess einl\u00e4uteten. Es war Gott, der uns zuerst die Hand reichte. Und wenn wir auf Immanuel blicken, dann sehen wir den handfesten Beweis daf\u00fcr.<\/p>\n<p>Was ist das Ziel von Gottes Gemeinschaft? 1. Thessalonicher 4,3 sagt: <strong>\u201eDenn das ist der Wille Gottes, eure Heiligung&#8230;\u201c<\/strong> Gemeinschaft mit Gott soll zu unserer Heiligung f\u00fchren. Wir sollen Christus \u00e4hnlicher werden. Als Gott das Volk Israel aus \u00c4gypten holte, berief er sie dazu, ein K\u00f6nigreich von Priester und ein heiliges Volk zu sein. Gott hat auch uns zur Heiligung und Christus\u00e4hnlichkeit berufen. Wir sind von Gott dazu erw\u00e4hlt, so zu werden wie er ist. Gerade das ist die Wiederherstellung von Gottes Bild in uns. Manch einer mag den Einwand bringen: \u201eEs klingt absto\u00dfend, dass jeder Mensch so werden soll wie Christus. Wenn jeder so ist wie Christus, verlieren wir dann nicht unsere Individualit\u00e4t und Einzigartigkeit?\u201c Das genaue Gegenteil ist der Fall. Christus in uns bringt vielmehr erst das Beste und Sch\u00f6nste unserer Pers\u00f6nlichkeit zum Vorschein. Erst durch ihn werden wir zu wirklich einzigartigen und unverwechselbaren Menschen: Menschen, die nicht mit dem Strom der Welt schwimmen, Menschen, die nicht unter dem Diktat von Mode und Zeitgeist stehen und vor allem Menschen, die nicht mehr durch die S\u00fcnde verunstaltet sind.<\/p>\n<p>Drittens, <em>Gott mit uns ist unsere Hoffnung und Siegeszuversicht<\/em>. Eine weitere Implikation von Immanuel ist, dass wir uns mit ihm auf der Siegerseite befinden. Jesus besiegte S\u00fcnde und Tod. In ihm haben auch wir daher Sieg \u00fcber S\u00fcnde und Tod. R\u00f6mer 8 sagt: <strong>\u201eIst Gott f\u00fcr uns, wer kann wider uns sein? Der auch seien eigenen Sohn nicht verschont hat, sondern hat ihn f\u00fcr uns alle dahingegeben \u2013 wie sollte er uns mit ihm nicht alles schenken?\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte als vorerst letzten Punkt sagen, <em>dass Immanuel gerade die Beziehung ist, nach der wir uns alle schon immer gesehnt haben<\/em>. Jeder von uns hungert nach Beziehungen. Wir sehen diesen Hunger nach Beziehungen, wenn wir die Zeitung aufschlagen und die Partnerb\u00f6rsen durchbl\u00e4ttern. Wir sehen dieses ungestillte Verlangen in unz\u00e4hligen Foren und Vermittlungsagenturen. Unz\u00e4hlige Menschen haben die Illusion, dass wenn sie den Partner ihres Lebens finden w\u00fcrden, diese Leere endlich weg w\u00e4re. Aber es ist nichts anderes als eine Illusion. Selbstverst\u00e4ndlich k\u00f6nnen Beziehungen kurzweilig sein. Eine sch\u00f6ne Ehe auf Erden kann ein Vorgeschmack auf den Himmel sein. Aber wie viele Menschen sind verheiratet und trotzdem einsam! Wie viele Menschen haben den vermeintlich richtigen Partner und sind trotzdem nicht gl\u00fccklich. Und wir n\u00e4hern uns der entscheidenden Frage: Woher kommt unser Hunger nach Beziehung und wer kann diesen Hunger stillen?<\/p>\n<p>Wenn wir durch die christliche Theologie gehen, dann erkennen wir, dass Gott von Beginn an ein Gott in drei Personen war. Gott war in Ewigkeit zu dritt. Jesus liebt den Vater, und der Vater liebt ihn. Jeder dieser drei Personen erachtet die andere Person als h\u00f6her als sich selbst. Innerhalb dieser Trinit\u00e4t herrscht unendliche Freude und unendliches Gl\u00fcck. Ravi Zacharias sagte: \u201eWisst ihr was ich f\u00fcr die Ursache unserer gr\u00f6\u00dften Freude in Ewigkeit erachte? Wenn wir schweigen werden, beim Anblick der Trinit\u00e4t Gottes.\u201c Verstehen wir das? Und an einer anderen Stelle sagte er: \u201eWenn wir die Trinit\u00e4t Gottes sehen, dann werden wir zum ersten Mal wirklich verstehen, weshalb unser Herz so sehr nach Beziehungen verlangte.\u201c Jede andere Beziehung ist sekund\u00e4r im Vergleich mit einer Beziehung zu Jesus Christus. Die Beziehung zu Immanuel ist die einzige, die uns wahrhaft gl\u00fccklich macht und erf\u00fcllt.<\/p>\n<p>Lesen wir auch die Verse 24 und 25 gemeinsam: <strong>\u201eAls nun Josef vom Schlaf erwachte, tat er, wie ihm der Engel des Herrn befohlen hatte, und nahm seine Frau zu sich. Und er ber\u00fchrte sie nicht, bis sie einen Sohn gebar; und er gab ihm den Namen Jesus.\u201c<\/strong> Josef heiratete Maria. Und wenige Zeit sp\u00e4ter wurde Jesus geboren. Es schien eine Geburt wie Milliarden andere Geburten zu sein. Aber hiermit war das Wunder geschehen: der Ewige kam in unsere Zeit, der Allm\u00e4chtige kam in Schwachheit, der Himmlische kam ins Irdische, der Sch\u00f6pfer wurde wie sein Gesch\u00f6pf, und Gott wurde Mensch.<\/p>\n<p>Lesen wir zum Schluss das Leitwort gemeinsam. <strong>\u201eSiehe, eine Jungfrau wird schwanger sein und einen Sohn geb\u00e4ren, und sie werden ihm den Namen Immanuel geben, das hei\u00dft \u00fcbersetzt: Gott mit uns.\u201c<\/strong> Wir haben heute gelernt, dass Jesus Gott ist, dass Jesus uns von unserer S\u00fcnde errettet und dass Jesus als Immanuel, Gott mit uns ist. Ich m\u00f6chte die Predigt mit einer Illustration und einer kurzen Geschichte abschlie\u00dfen. Ravi Zacharias erz\u00e4hlte einmal von einem reichen Mann, der eine gro\u00dfe Gem\u00e4ldesammlung besa\u00df. Er hatte einen Sohn, der einen Bettler kennen lernte und dessen Freund wurde. Der Sohn erz\u00e4hlte dem Bettler von dem gro\u00dfen Haus und der gro\u00dfen Sammlung an Kunstwerken, die sie besa\u00dfen. Eines Tages stellte der Bettler fest, dass der Sohn nicht mehr kam, ihn zu besuchen. Und als er sich erkundigte, h\u00f6rte er, dass sein Freund \u00fcberraschend verstorben war. Voller Trauer kaufte sich der Bettler ein Blatt Papier und einen Stift. Und so gut er konnte, malte er ein Portrait des Sohnes. Er kam in das Haus des reichen Mannes und \u00fcbergab das Bild einem der Angestellten dort als Geschenk f\u00fcr den Herrn, weil dessen Sohn so gut zu ihm gewesen war. Einige Zeit sp\u00e4ter verstarb auch der \u00e4ltere Herr und seine Gem\u00e4ldesammlung sollte versteigert werden. Die Reichen des Landes kamen und inspizierten die Gem\u00e4lde. Auch der Bettler erfuhr davon, und er zog die besten Kleider an, die er sich besorgen konnte und schmuggelte sich in die Versteigerung ein. Die Auktion begann, und die Vorfreude stieg. Der Bettler fragte sich, was wohl mit seinem eigenen Bild w\u00e4re: und tats\u00e4chlich es hing an der Wand mit all den anderen kostbaren Gem\u00e4lden. Aber bevor die Auktion begann kam der Notar und sagte: \u201eEs war der Wille des Verstorbenen, dass das Portrait seines Sohnes als erstes versteigert werden sollte.\u201c Es ging ein entt\u00e4uschtes Grummeln durch die Menge. Niemand wollte auf dieses schlechte Bild bieten. Der Bettler hatte einige Cents in der Tasche. Die bot er und ersteigerte sein eigenes Bild. Der Hammer fiel. Und alle dachten, dass es jetzt endlich losgehen w\u00fcrde. Da sagte der Notar, dass der Verstorbene noch einen zweiten Willen hatte: \u201eWer das Portrait seines Sohnes ersteigert, bekommt die ganze Kunstsammlung.\u201c<\/p>\n<p>Was will uns diese Illustration sagen? Wer den Sohn hat, der hat in ihm alles, einfach alles. Wir haben in Jesus Christus die Antworten auf die qu\u00e4lenden philosophischen Fragen des Lebens. Wir haben in ihm wahren Sinn des Lebens, das ewige Leben, Rettung von den S\u00fcnden, eine Hoffnung, die nicht vergeht und ein Erbe, das im Himmel ist. Aber die Bibel sagt genauso klar, dass wer den Sohn nicht hat, auch das Leben nicht hat. Frage: hast du den Sohn?<\/p>\n<p>Ein Jugendpastor bekehrte sich in seiner Schulzeit zu Christus. Eines Tages wurde er von seinen Freunden gefragt, warum er nicht mehr mit ihnen saufen und feiern geht. Es war die ideale M\u00f6glichkeit, Christus zu bezeugen. Und er sch\u00e4mte sich seines Glaubens und sagte nichts. Sp\u00e4ter tat ihm das so leid, dass er sich vornahm, dass das nie wieder geschehen sollte. Auf seinen Schulranzen machte er einen Aufkleber mit der Aussage: \u201eWer Jesus nicht kennt, der hat sein Leben verpennt.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download Jesus ist \u201eGott mit uns\u201c \u201eSiehe, eine Jungfrau wird schwanger sein und einen Sohn geb\u00e4ren, und sie werden ihm den Namen Immanuel geben, das hei\u00dft \u00fcbersetzt: Gott mit uns.\u201c Matth\u00e4us 1,23 Jedes Jahr feiern Milliarden von Menschen auf der Welt Weihnachten. In jeder halbwegs bedeutenden Stadt in Deutschland haben wir Weihnachtsm\u00e4rkte. Millionen von Deutschen [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":14,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[20,4],"tags":[],"class_list":["post-614","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-matthaeus","category-predigt"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/614","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/14"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=614"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/614\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":11167,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/614\/revisions\/11167"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=614"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=614"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=614"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}