{"id":564,"date":"2009-11-22T18:59:28","date_gmt":"2009-11-22T17:59:28","guid":{"rendered":"http:\/\/ubfheidelberg.org\/?p=564"},"modified":"2025-05-25T18:05:33","modified_gmt":"2025-05-25T16:05:33","slug":"predigt-richter-131-1520","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-richter-131-1520\/","title":{"rendered":"Predigt: Richter 13,1-15,20"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2009\/11\/Ri-7P13001631.doc\">Download<\/a><\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\">Wunderbarer Gott, wundersame Rettung<\/h2>\n<h3 style=\"text-align: center;\">Lehren aus dem Leben von Simson<\/h3>\n<address style=\"text-align: center;\">\u201eAber der Engel des HERRN&nbsp; sprach zu ihm: Warum fragst du nach meinem Namen, der doch geheimnisvoll ist?\u201c<\/address>\n<address style=\"text-align: center;\">Richter 13,18<\/address>\n<p>Hebr\u00e4er 11 ist so etwas wie die \u201eHall of Fame\u201c f\u00fcr die Glaubenshelden des Alten Testaments. Wir finden dort die Gro\u00dfen wie Abraham, Mose, David und Samuel. Auch einige Richter finden in diesem Kapitel Erw\u00e4hnung, wie etwa Gideon und Jeftah und Simson. Jeftahs Biographie haben wir letzte Woche studiert durch die Predigt von H. R. W\u00e4hrend sich die meisten von euch an seinen krassen Fehler erinnern, n\u00e4mlich sein un\u00fcberlegtes, \u00fcberfl\u00fcssiges Gel\u00fcbde, sollten wir vor allem von seinen St\u00e4rken lernen: sein Leben vor Gott, wie er sein Schicksal \u00fcberwand, sein Herz f\u00fcr Gottes Volk, seine gute Leiterschaft, sein Gebet, seine Kenntnis im Wort Gottes, was Ausdruck seines geistlichen Lebens ist.<\/p>\n<p>Heute betrachten wir den letzten Richter dieses Buches. Ohne Zweifel ist Simson die schillerndste Pers\u00f6nlichkeit dieses Buches. Er ist ein Superstar wie Michael Schumacher, Michael Ballack, Michael Jackson und Michael Jordan in einer Person. Seine Superkr\u00e4fte waren wie die von Hulk und Spiderman. Er war schon zu seinen Lebzeiten eine lebende Legende. Und er fing an, das Volk Israel von den Philistern zu befreien. Das ist es, was wir sehen, wenn wir einen oberfl\u00e4chlichen Blick auf Simon werfen. Bei einem genaueren Blick, (was wir in dieser Predigt tun wollen), sehen wir, dass sich hinter dem Glanz und der Gloria von Simson sehr viele Schw\u00e4chen und S\u00fcnden befinden.<\/p>\n<p>Auf unserer letzten Konferenz hatten wir den Propheten Jona kennen gelernt. Jona wurde einmal v\u00f6llig zurecht als der schlechteste Missionar bezeichnet. Wir haben von Jona vor allen Dingen gelernt, wie man es nicht machen soll. Sehr \u00e4hnlich verh\u00e4lt es sich mit Simson. Simson ist ein gutes Beispiel f\u00fcr gar nichts. Und wir kommen nicht umhin, uns mit seinen Schw\u00e4chen und mit seinem geistlichen Versagen besch\u00e4ftigen zu m\u00fcssen. Aber hinter dem Unrat seiner Schw\u00e4chen, hinter der Asche seines Versagens, hinter dem Debris seines verkorksten Lebens sehen wir einen wunderbaren Gott, der wundersame Dinge tut.<\/p>\n<p>Durch den heutigen Text wollen wir \u00fcber drei Punkte nachdenken: Erstens<em>, die Umst\u00e4nde von Simsons Geburt und Berufung,<\/em> zweitens, <em>die Schw\u00e4chen und Fehler von Simson<\/em> und drittens, <em>Simsons erster gro\u00dfer Sieg<\/em>. Was ist das Ziel dieser Predigt? Das Ziel ist es, den wunderbaren Gott Simsons besser kennen zu lernen, der auch durch uns wundersame Dinge tun will. M\u00f6ge Gott diese Predigt hierf\u00fcr segnen.<\/p>\n<p>Teil 1 Die Umst\u00e4nde von Simons Geburt und Berufung (13)<\/p>\n<p>Kapitel 13 berichtet uns mehrere Dinge \u00fcber die Umgebung, in welche Simson hineingeboren wurde.<\/p>\n<p>Wir sehen hier als erstes, <em>dass<\/em> <em>Simson in einer depressiven Zeit geboren wurde<\/em>. Lesen wir gemeinsam Richter 13,1. <strong>\u201eUnd die Israeliten taten wiederum, was dem HERRN missfiel, und der HERR gab sie in die H\u00e4nde der Philister vierzig Jahre.\u201c<\/strong> Manch einer von euch mag sich beim Lesen dieses Verses gedacht haben: \u201eSchon wieder! Ich kann es langsam nicht mehr h\u00f6ren.\u201c Zum siebten Mal lesen wir im Buch Richter, dass die Israeliten das taten, was Gott missfiel. Und wir alle wissen, dass es G\u00f6tzendienst war. Immer dasselbe! Aber wir sollten dar\u00fcber nachdenken, was dieses Mal anders war. Was war also daran besonders? Eine Besonderheit ist, dass die Israeliten sich 40 Jahre unter Fremdherrschaft befanden. 40 Jahre bedeutet die Zeit eines kompletten Generationenwechsels. In diesen 40 Jahren wuchs ein Volk auf, dass nichts anderes kannte, als Fremdherrschaft und Unterdr\u00fcckung durch die Feinde Israels. Niemals vorher war im Buch Richter die Unterdr\u00fcckung der Israeliten durch ihre Feinde so lang. Die andere Besonderheit ist, dass sich die Israeliten nicht beklagten. Die vorigen Male schrieen die Israeliten zu Gott. Sie riefen so lange um Hilfe, bis Hilfe kam. Aber dieses Mal sagt unser Text gar nichts dar\u00fcber. Und das ist extrem erschreckend. Warum ist das so erschreckend?<\/p>\n<p>Die Tatsache, dass sie nicht zu Gott schrieen, deutet darauf hin, dass die Israeliten alle Hoffnung auf Rettung verloren hatten. Vielleicht hatten sie die ersten Jahre noch gehofft, dass es besser werden w\u00fcrde. Aber es wurde nicht besser. Die Unterdr\u00fcckung hielt Jahrzehnte an. Schlie\u00dflich war alle Hoffnung aufgebraucht. Ihre Devise war nun vermutlich: \u201eWarum schreien, wenn es ohnehin keinen gibt, der uns h\u00f6ren kann? Es ist doch eh alles zu sp\u00e4t.\u201c Der zweite Grund, weshalb das so erschreckend ist, ist folgender: Es scheint, als ob sich die Israeliten mit ihrer Situation einfach so arrangiert h\u00e4tten. Sie nahmen ihre ungl\u00fcckliche Lage einfach so hin. Sie dachten sich: \u201eTja, kann man halt nichts machen, nicht wahr?\u201c Anscheinend gab es niemanden, der sich gegen das schreiende Unrecht aufb\u00e4umen wollte. Es gab niemanden, der bereit war, aufzustehen, niemand, der Hirte und Leiter sein konnte, niemand, der das Volk lehren konnte, den Bogen zu spannen, Schild und Schwert in die Hand zu nehmen und zu k\u00e4mpfen. Die Israeliten lebten tagein tagaus in der Tyrannei ihrer Feinde. Und sie nahmen das Elend so hin.<\/p>\n<p>Und vielleicht hat dieser eine Vers tragische Relevanz f\u00fcr einige von uns. Vielleicht gibt es auch unter uns Leute, die sich mit dem Schicksal abgefunden haben. Vielleicht gibt es auch unter uns Menschen, die alle Hoffnung auf Besserung aufgegeben haben. Zum Beispiel beten wir als Gemeinde daf\u00fcr, 120 Menschen mit Gottes Wort zu dienen, eine aktive J\u00fcnger Jesu erziehende und Missionare aussendende Gemeinde zu sein. Wir beten f\u00fcr die Erweckung von Heidelberg. Aber wie oft sind wir mit dieser Vision gescheitert? Unserem Gebet versagen die Kr\u00e4fte, weil wir noch nicht einmal in der Lage zu sein scheinen, unseren Alltag zu bew\u00e4ltigen. \u201eWarum f\u00fcr Ver\u00e4nderung einer Stadt beten, wenn ich noch nicht einmal meine eigenen S\u00fcnden \u00fcberwinden kann?\u201c Aber es ist unendlich tragisch, wenn wir uns damit abfinden und resignieren. Es ist tragisch, weil wir uns mit etwas Geringerem zufrieden geben als mit Gottes Bestem. Es ist tragisch, weil wir zu H\u00f6herem und Gr\u00f6\u00dferem von Gott berufen sind. Es ist tragisch, weil wir unser Leben von unseren Umst\u00e4nden bestimmen lassen anstatt vom lebendigen Wort Gottes. Es ist tragisch, weil wir von vornherein Gottes Kraft und Herrlichkeit in unserem Leben ausschlie\u00dfen. Wenn das deine Lage ist, dann musst du heute besonders gut bei der Predigt aufpassen. Denn gerade das war die Situation des Volkes Israel. Wer k\u00f6nnte dieses Volk aus dem Schlaf rei\u00dfen?<\/p>\n<p>Wir nehmen als zweites zur Kenntnis, <em>dass Simson durch den Engel des HERRN angek\u00fcndigt wurde<\/em>. Betrachten wir Verse 2 und 3. <strong>\u201eEs war aber ein Mann in Zora von einem Geschlecht der Daniter, mit Namen Manoach, und seine Frau war unfruchtbar und hatte keine Kinder. Und der Engel des HERRN erschien der Frau und sprach zu ihr: Siehe, du bist unfruchtbar und hast keine Kinder, aber du wirst schwanger werden und einen Sohn geb\u00e4ren.\u201c<\/strong> Der Engel des HERRN erschien einer unfruchtbaren Frau. Wie bei der Berufung von Gideon ist hier vom Engel des HERRN die Rede. Und die meisten Ausleger gehen davon aus, dass es sich um eine Theophanie handelt, eine g\u00f6ttliche Offenbarung und somit niemand anderes als die zweite Person der Trinit\u00e4t. Einen weiteren Hinweis darauf, dass es sich um Jesus handelte, finden wir in der Tatsache, dass sein Name geheimnisvoll ist. Wir kommen nachher darauf zur\u00fcck. Weil das Volk zu tief in ihrer Schuld, zu tief in ihrer Misere und zu unrettbar tief in ihrem Elend versunken war, konnte Rettung nur von Gott kommen. Dazu erw\u00e4hlte Gott sich Manoach und seine Frau, die unfruchtbar war. Gott scheint eine Vorliebe f\u00fcr Personen zu haben, die menschlich absolut ungeeignet zu sein scheinen. Hier war Gottes Eingriff und Initiative.<\/p>\n<p>Die dritte Besonderheit bei Simsons Geburt war<em> seine Berufung als Nasir\u00e4er<\/em>. Lesen wir gemeinsam die Verse 4 und 5: <strong>\u201eSo h\u00fcte dich nun, Wein oder starkes Getr\u00e4nk zu trinken und Unreines zu essen; denn du wirst schwanger werden und einen Sohn geb\u00e4ren, dem kein Schermesser aufs Haupt kommen soll. Denn der Knabe wird ein Geweihter Gottes sein von Mutterleibe an; und er wird anfangen, Israel zu erretten aus der Hand der Philister.\u201c<\/strong> Der Engel Gottes gab Manoachs Frau drei spezifische Anweisungen, wie sie sich w\u00e4hrend der Schwangerschaft verhalten sollte. Sie sollte kein Wein oder sonstiges alkoholisches Getr\u00e4nk trinken, nichts unreines Essen und dem Jungen nicht die Haare schneiden noch ihn zum Friseur schicken. Die meisten von uns wissen, dass schon wenig Alkohol w\u00e4hrend der Schwangerschaft zu Sch\u00e4den beim ungeborenen Kind f\u00fchren kann. Aber das war nicht der einzige Grund, weshalb sie sich von Alkohol enthalten sollte. Der Gottesbote f\u00fchrte als Begr\u00fcndung an: <strong>\u201eDenn der Knabe wird ein Geweihter Gottes sein von Mutterleibe an; und er wird anfangen, Israel zu erretten aus der Hand der Philister.\u201c<\/strong> Simson sollte ein Geweihter Gottes sein. Im Original lesen wir das Wort Nasir\u00e4er. Die meisten anderen Bibelausgaben \u00fcbersetzen das Wort nicht und belassen es bei Nasir\u00e4er. Was sind Nasir\u00e4er? Nasir\u00e4er sind Menschen, die sich Gott auf besondere Weise weihen und widmen. Sie sind Menschen, die Gott auf besondere Weise in seinem Dienst gebraucht. In 4. Mose lesen wir, welche speziellen Anforderungen Nasir\u00e4er erf\u00fcllen sollten: <strong>\u201eWenn jemand, Mann oder Frau, das besondere Gel\u00fcbde tut, sich dem HERRN zu weihen, so soll er sich des Weins und starken Getr\u00e4nkes enthalten; W\u00fcrzwein und starken W\u00fcrztrank soll er auch nicht trinken, auch nichts, was aus Weinbeeren gemacht wird; er soll weder frische noch ged\u00f6rrte Weinbeeren essen. Solange sein Gel\u00fcbde w\u00e4hrt, soll er nichts essen, was man vom Weinstock nimmt, von den unreifen bis zu den \u00fcberreifen Trauben. Solange die Zeit seines Gel\u00fcbdes w\u00e4hrt, soll kein Schermesser \u00fcber sein Haupt fahren. Bis die Zeit um ist, f\u00fcr die er sich dem HERRN geweiht hat, ist er heilig und soll das Haar auf seinem Haupt frei wachsen lassen.\u201c<\/strong> Das Gel\u00fcbde, ein Nasir\u00e4er zu sein, war in den allermeisten F\u00e4llen nur vor\u00fcbergehend. Aber Simson sollten sein Leben lang ein Nasir\u00e4er sein. Sein Leben lang sollte er sich \u00e4u\u00dferlich wie innerlich von anderen Menschen unterscheiden. Er sollte etwas Besonderes sein. Wir werden aber im Verlauf der Geschichte sehen, dass Simson der schlechteste Nasir\u00e4er war, den man sich vorstellen kann. Er brach bis auf die Haare alle Gel\u00fcbde, die er als Nasir\u00e4er h\u00e4tte halten sollen. Schlimmer noch, er tat es willentlich, nicht versehentlich. Was Simson nicht verstand, war, dass gerade im Anderssein das Geheimnis seiner Kraft lag.<\/p>\n<p>Wir sind ebenfalls dazu berufen, Gottgeweihte zu sein. Es bedeutet nicht unbedingt, dass wir uns deshalb vor Wein, Rosinen und Schweineschnitzeln enthalten sollen. Aber es bedeutet, dass wir heilig sein sollen, uns von der Welt absondern sollen und anders sein sollen. Die meisten von uns wollen etwas Besonderes sein. Aber kaum ein Mensch will anders sein. Um es mit den Worten von Pastor Uwe Sch\u00e4fer zu sagen: \u201eDie meisten Christen leben, als ob Jesus sie mit den Worten berufen h\u00e4tte: Folgen Sie mir unauff\u00e4llig.\u201c Aber Jesus berief uns dazu, anders zu sein. Wir m\u00fcssen verstehen, dass Heiligung unser Privileg ist und das Geheimnis der Kraft Gottes.<\/p>\n<p>Als viertes, <em>Gott ist wunderbar und tut wunderbare Dinge<\/em>. Der Engel des HERRN hatte bislang mit Manoachs Frau gesprochen. Voller Aufregung berichtete sie es ihrem Mann. Manoach sehnte sich danach, das selbst zu erfahren und betete. Wir finden hier einen kleinen Hinweis, dass Simsons Eltern vermutlich fromme und gottesf\u00fcrchtige Menschen waren. Gott erh\u00f6rte das Gebet von Manoach und der Engel Gottes kam wieder. Er erschien wieder der Frau. Aber dieses Mal holte sie ihren Ehemann. Der Engel wiederholte die gleichen Worte, die er zuvor zur Frau gesprochen hatte. Sehen wir uns Vers 16b an. Manoach hatte keinen blassen Schimmer, wen er eigentlich vor sich hatte. Und er fragte: <strong>\u201eWie hei\u00dft du? Denn wir wollen dich ehren, wenn nun eintrifft, was du gesagt hast?\u201c<\/strong> Lesen wir gemeinsam den Vers 18: <strong>\u201eAber der Engel des HERRN sprach zu ihm: Warum fragst du nach meinem Namen, der doch geheimnisvoll ist?\u201c<\/strong> Wie vorhin erw\u00e4hnt, finden wir hier einen Hinweis, dass der Engel des HERRN unser Herr Jesus Christus ist. Sein Name ist geheimnisvoll. Was bedeutet \u201egeheimnisvoll\u201c? Das verwandte Wort finden wir in Jesaja 9,5: <strong>\u201eund er hei\u00dft Wunder-Rat.\u201c<\/strong> Geheimnisvoll kann also auch mit wunderbar \u00fcbersetzt werden. Jesu Name ist wundervoll. Wir nehmen uns hier zu Herzen, dass Gott ein wunderbarer Gott ist, der wundersame Dinge tut. Im ganzen restlichen Text wollen wir sehen, welche wundersamen Dinge Gott alles durch Simson tun w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Was geschah weiterhin? Der Engel des HERRN fuhr in den Flammen des Altars auf zum Himmel. Gott erf\u00fcllte seine Verhei\u00dfung und die Frau bekam tats\u00e4chlich einen Sohn. Sie gab ihm den Namen Simson. Simson bedeutet \u00fcbrigens \u201ekleine Sonne\u201c. S\u00fc\u00df, nicht wahr? Der Text sagt weiterhin, dass der wunderbare HERR von Anfang an mit Simson war und ihn segnete und ihm seinen Geist gab.<\/p>\n<p>Teil 2 Simsons Schw\u00e4chen und Fehler (14,1-15,8)<\/p>\n<p>Simson war wie zu Beginn gesagt eine Person, die so ziemlich alles falsch gemacht hat, was man falsch machen kann. Wir wollen aufgrund seiner Geschichte lernen, wie wir es nicht machen sollen. Wir wollen lernen, welche Fehler wir vermeiden sollen. Seine Fehler sollen uns eine ernsthafte Warnung sein.<\/p>\n<p>Die erste gro\u00dfe Schw\u00e4che von Simson war, <em>dass er nur nach Augenma\u00df entschied<\/em>. Aus der kleinen Babysonne wurde schlie\u00dflich ein junger Erwachsener. Und wie viele andere junge Erwachsene dachte er ans Heiraten. Er fand in Timna ein Philisterm\u00e4dchen, in das er sich prompt verliebte. Dann sagte er seinen Eltern: <strong>\u201eIch hab ein M\u00e4dchen gesehen in Timna unter den T\u00f6chtern der Philister, nehmt mir nun diese zur Frau.\u201c<\/strong> Kein \u201ek\u00f6nnt ihr mal daf\u00fcr beten?\u201c oder \u201ewas sagt ihr dazu?\u201c. Stattdessen: <strong>\u201enehmt mir nun diese zur Frau.\u201c<\/strong> Was war noch einmal Simsons Aufgabe und Mission? Achja, er sollte anfangen, Israel aus der Hand der Philister zu befreien. Aber er verliebte sich in eine Philisterin. Finden wir das nicht auch ein wenig problematisch? Auf den Einspruch von seinen Eltern erwiderte er nur: <strong>\u201eNimm mir diese, denn sie gef\u00e4llt meinen Augen.\u201c<\/strong> Ich m\u00f6chte alle Ledigen in unserer Gemeinde dazu ermutigen, nicht auf diese Weise zu heiraten. Auch wenn vermutlich niemand von uns aus solch niederen Motiven heiraten wird, wie Simson, geschieht es doch sehr leicht, dass wir uns zu sehr durch unsere Augen und zu wenig durch Gottes Weisheit leiten lassen. Das Aussehen genie\u00dft h\u00f6here Priorit\u00e4t als Gottes Aufgabe und Mission. Wodurch sollen wir uns leiten lassen bei der Wahl des richtigen Partners? Spr\u00fcche 31,30 sagt: <strong>\u201eLieblich und sch\u00f6n sein ist nichts; eine Frau, die den HERRN f\u00fcrchtet, soll man loben.\u201c<\/strong> Wir k\u00f6nnten im gleichen Atemzug hinzuf\u00fcgen: \u201eGut aussehend, nett und sportlich sein ist nichts. Ein Mann, der den HERRN f\u00fcrchtet, soll man loben.\u201c<\/p>\n<p>Die zweite Schw\u00e4che von Simson war, <em>dass er nicht bereit war, auf Ratgeber zu h\u00f6ren<\/em>. Schauen wir uns noch einmal Simsons Umgang mit seinen Eltern an. Seine Eltern sagten: <strong>\u201eIst denn nun kein M\u00e4dchen unter den T\u00f6chtern deiner Br\u00fcder und in deinem ganzen Volk, dass du hingehst und willst eine Frau nehmen von den Philistern, die unbeschnitten sind?\u201c<\/strong> Der Einwand der Eltern war absolut korrekt. Und Simson h\u00e4tte besser auf sie h\u00f6ren sollen. Aber jemand k\u00f6nnte einwenden: \u201eMoment einmal! In Vers 4 steht geschrieben, dass es vom HERRN kam.\u201c Aber eine ausl\u00e4ndische Frau zu heiraten war f\u00fcr die Israeliten nicht einfach nur ein Tabubruch. Es war ein Gesetzesbruch. Es war S\u00fcnde. Denn Gott selbst hatte den Israeliten gesagt: <strong>\u201eeure T\u00f6chter sollt ihr nicht geben ihren S\u00f6hnen, und ihre T\u00f6chter sollte ihr nicht nehmen f\u00fcr eure S\u00f6hne.\u201c<\/strong> (Das galt zwar in erster Linie f\u00fcr die kanaanitischen V\u00f6lker. Aber dieses Gebot wurde auf alle anderen g\u00f6tzendienerischen V\u00f6lker verallgemeinert). Und S\u00fcnde ist niemals von Gott. Simson h\u00e4tte viel pers\u00f6nliches Leid erspart werden k\u00f6nnen, wenn er von vornherein auf seine Eltern geh\u00f6rt h\u00e4tte. Seine Eltern waren mehr als einfach nur Eltern. Sie waren geistliche Ratgeber. Jeder junge Christ sollte geistliche Ratgeber haben. Am besten nicht nur einen, sondern mehrere von ihnen. Und dann sollten wir auch dem\u00fctig auf ihren Rat h\u00f6ren und ihre Weisheit konsultieren.<\/p>\n<p>Die dritte Schw\u00e4che von Simson war, <em>dass er sich unn\u00f6tig Versuchungen aussetzte und dass nicht transparent lebte<\/em>. Sehen wir uns de Verse 5-9 an. Simson ging mit seinen Eltern nach Timna. Auf dem Weg dorthin wurde Simson von einem L\u00f6wen angefallen und zwar an den Weinbergen. Gottes Geist kam auf Simson. Und Simson zerriss den L\u00f6wen mit blo\u00dfen H\u00e4nden. Aber dann lesen wir in Vers 6b: <strong>\u201eEr sagte aber seinem Vater und seiner Mutter nicht, was er getan hatte.\u201c<\/strong> Ich wei\u00dft nicht wie es euch ergeht, aber wenn ich einen L\u00f6wen mit blo\u00dfen H\u00e4nden erlegt h\u00e4tte, dann w\u00fcrden es nicht nur meine Eltern sondern bald ganz Heidelberg wissen. Warum also behielt Simson es f\u00fcr sich?<\/p>\n<p>Wir m\u00fcssen zuerst verstehen, was genau vorgefallen war. Simson und seine Eltern waren zusammen losgegangen. Als Simson aber vom L\u00f6wen angegriffen wurde, war er offensichtlich alleine. Und zwar in den Weinbergen. Wo waren die Weinberge? Vers 8 sagt, dass Simson vom Weg abbiegen musste, um in die Weinberge zu kommen. Die Weinberge lagen also nicht direkt am Weg, sondern man musste vom Weg ein St\u00fcckchen weg. Simson wusste, dass er als Nasir\u00e4er nichts in den Weinbergen verloren hatte. Als Nasir\u00e4er waren Trauben und Wein f\u00fcr ihn absolutes Tabu. Wenn Simson seinen Eltern erz\u00e4hlt h\u00e4tte: \u201eMama, Papa, ich wurde gerade im Weinberg von einem L\u00f6wen angegriffen. Ich hab ihn mit meinen H\u00e4nden platt gemacht\u201c, dann h\u00e4tten seine Eltern zurecht gefragt: \u201eWas hast du eigentlich im Weinberg gemacht?<\/p>\n<p>Einige Tage sp\u00e4ter kam Simson zur\u00fcck zum L\u00f6wen. Es herrschten orientalische Temperaturen von um die 35 Grad im Schatten. Fliegen und Aasfresser machten sich \u00fcber den faulenden L\u00f6wen her. Aber auch Bienen hatten es sich im Kadaver des L\u00f6wen bequem gemacht. Wir wissen nicht, welche vern\u00fcnftige Honigbiene freiwillig einen L\u00f6wenkadaver als Nest erkoren w\u00fcrde. Aber hier waren sie, und sie brachten Honig hervor. Was tat Simson? Vers 9: <strong>\u201eUnd er nahm davon in seine Hand und a\u00df unterwegs und ging zu seinem Vater und zu seiner Mutter und gab ihnen, dass sie auch a\u00dfen.\u201c<\/strong> Als Nasir\u00e4er, als ein Israelit und auch schon als Mensch h\u00e4tte er sich von dem stinkenden, faulenden L\u00f6wenkadaver fernhalten m\u00fcssen. Aber stattdessen nahm er den Honig und gab ihn auch seinen Eltern. Dieses Mal k\u00f6nnen wir sehr gut verstehen, weshalb er seinen Eltern nichts davon sagte, woher er den Honig hatte, nicht wahr?<\/p>\n<p>Simson hatte der direkten Attacke durch den L\u00f6wen gl\u00e4nzend widerstanden durch den Geist Gottes. Und doch gewann der L\u00f6we indirekt \u00fcber Simson, weil Simson sich am Honig verunreinigte. Wir wollen hier nicht zu allegorisch auslegen. Aber doch glaube ich, dass man hier eine gute Parallele und Illustration f\u00fcr die Gemeinde Christi findet. Die Gemeinde Christi hat den direkten Angriffen des Satans immer widerstanden: aus jeder Verfolgung ging die Gemeinde sogar gest\u00e4rkter hervor. Aber ganz anders war es bei den indirekten Angriffen des Teufels, wenn Unreinheit, Korruption und S\u00fcnde in die Gemeinde kamen. Viele Gemeinden haben den L\u00f6wen erlegt und sind dem Honig erlegen. Wir finden hier deshalb eine Warnung f\u00fcr unsere Gemeinde.<\/p>\n<p>Simsons n\u00e4chste Schw\u00e4che ist, <em>dass er stets nur f\u00fcr sich und seine eigenen Interessen k\u00e4mpfte<\/em>. Simson hatte mit 30 falschen Freunden eine Bachelorparty. Simsons L\u00f6wenhonig-Erfahrung inspirierte ihn zu einem R\u00e4tsel mit einer Wette. Wetteinsatz waren 30 feine Gew\u00e4nder und 30 Feierkleider. Die Gesellen konnten das R\u00e4tsel nicht l\u00f6sen. Am vierten Tag kamen sie zu Simsons Braut und drohten ihr, dass sie sie mit Feuer verbrennen w\u00fcrden, wenn sie ihnen nicht beim L\u00f6sen des R\u00e4tsels helfen w\u00fcrde. Simsons Hochzeit entwickelte sich zu einer einzigen h\u00e4sslichen Geschichte. Hochzeitstage sollten eigentlich Freudentage sein. Aber Simsons Frau machte ein Wein- und Heulmarathon, bis Simson m\u00fcrbe wurde. Sie sagte die L\u00f6sung direkt an die Philister weiter. Die Gesellen pr\u00e4sentierten die Antwort. Simson wusste, dass die Gesellen das von seiner Frau hatten und dass seine Frau ihn betrogen hatte. Und er wurde stinksauer.<\/p>\n<p>Betrachten wir Vers 19. Wieder lesen wir, dass Gottes Geist \u00fcber ihn kam. Er ging nach Aschkelon, ermordete drei\u00dfig M\u00e4nner und nahm ihnen ihre Kleider ab. Nachdem er seine Schulden beglichen hatte, ging er wieder zur\u00fcck nach Israel. Und Simsons Frau wurde mit einem seiner Gesellen verheiratet. Die Geschichte wird noch h\u00e4sslicher. Als Simson kam, um sich mit seiner Frau zu vers\u00f6hnen, erfuhr er, dass sie nun die Frau eines anderen war. Wieder wurde er zornig. Wir lesen, dass Simson 300 F\u00fcchse fing. Aber aus dem Original geht hervor, dass es keine F\u00fcchse, sondern Schakale waren. Wiederum verunreinigte Simson sich. Er fasste unreine Tiere an, Tieren, mit denen er nichts zu tun haben sollte. Mit diesen Schakalen z\u00fcndete er die Kornernte der Philister und ihre \u00d6lb\u00e4ume an. Als die Philister im Gegenzug Simsons Exfrau und ihren Vater verbrannten, war die Feindschaft mit den Philistern endg\u00fcltig beschlossene Sache. Kapitel 15,7.8 sagen: <strong>\u201eSimson aber sprach zu ihnen: Wenn ihr das tut, so will ich nicht ruhen, bis ich mich an euch ger\u00e4cht habe. Und er schlug sie zusammen mit m\u00e4chtigen Schl\u00e4gen und zog hinab und wohnte in der Felsenkluft von Etam.\u201c<\/strong> Das hebr\u00e4ische Original sagt, dass er sie Unterschenkel \u00fcber Oberschenkel schlug. Es bedeutet nichts anderes, als dass es ein ziemliches Gemetzel gewesen sein muss.<\/p>\n<p>Aber f\u00fcr wen k\u00e4mpfte Simson? Simson k\u00e4mpfte immer nur f\u00fcr sich. Es ging \u00fcberhaupt immer nur um ihn. Er wurde betrogen, er wurde \u00fcbers Ohr gehauen, er war benachteiligt worden, er f\u00fchlte sich gekr\u00e4nkt, er f\u00fchlte sich hintergangen. Und daf\u00fcr wollte er Rache. Und Simson setzte daf\u00fcr das Faustrecht ein.<\/p>\n<p>Wir fassen noch einmal Simsons Schw\u00e4chen zusammen: Simson handelte nur nach Augenma\u00df, er war nicht bereit auf Ratgeber zu h\u00f6ren, er setzte sich unn\u00f6tig Versuchungen aus und lebte nicht transparent, er war unrein, er war egoistisch und k\u00e4mpfte nur f\u00fcr seine Ziele. Wir sehen also, dass Simson voller Schw\u00e4chen, Fehler und S\u00fcnden war. Was sollen wir hier mitnehmen? Das Schlimme an Simson war nicht nur, dass er alle diese Eigenschaften hatte. Das Schlimme war, dass er nicht bereit war, aus seinen Fehler zu lernen. Er blieb hartn\u00e4ckig lernresistent. Er brach weiterhin seine Nasir\u00e4ergel\u00fcbde. Er weigerte sich weiterhin, ein Leben der Heiligung zu f\u00fchren. Auf diese Weise vergeudete er Gottes wertvolle Gaben in seinem Leben. Mehr als alle anderen Richter war Gottes Salbung und Gottes Geist in seinem Leben. Aber er nutzte nur einen Bruchteil davon. Er sch\u00f6pfte sein Potential nur sehr begrenzt aus. Er trampelte Gottes Gnade mit F\u00fc\u00dfen. Und das blieb nicht ohne Konsequenzen. In der n\u00e4chsten Woche werden wir Simsons tragischen Fall studieren. Seine S\u00fcnden kosteten ihm schlie\u00dflich seine Freiheit und sein Augenlicht.<\/p>\n<p>Was ist also eine der wichtigsten Lehren aus Simsons Leben? Wir lernen, dass Charakter wichtiger ist als Charisma. Wir lernen, dass Heiligung besser ist Gaben des Heiligen Geistes. Wir alle sollten uns nach Geistesgaben ausstrecken. Wir alle sollten daf\u00fcr beten, dass der Heilige Geist uns mit seiner Kraft erf\u00fcllt. Aber noch vielmehr sollten wir daf\u00fcr beten, dass wir Christus \u00e4hnlicher werden. Charakter ist nicht nur wichtiger als Charisma. Ohne Charakter k\u00f6nnen wir mit Gottes Gaben nichts Gescheites anfangen. Ohne Charakter k\u00f6nnen wir Gottes Gaben nicht gut verwalten. Charakter ist unabdingbar, um Gottes Gnade im Leben gut tragen zu k\u00f6nnen. William MacDonald sagte, dass wir jeden Tag beten sollten: \u201eHerr, mach mich heilig. Mach mich so heilig, wie man nur heilig sein kann, jenseits des Himmels.\u201c<\/p>\n<p>Teil 3 Simsons erster gro\u00dfer Sieg (15,9-20)<\/p>\n<p>Simsons Feindschaft mit den Philistern waren zu einem schwelenden Konflikt geworden. Nach dem Gemetzel zog Simson sich zur\u00fcck und versteckte sich in einer Felsenkluft. Sehen wir uns Vers 9 an. Die Philister zogen mit einer Armee von 1.000 M\u00e4nnern an, um Simson zu fangen. Die Leute von Juda f\u00fchlten sich durch diese Armee bedr\u00e4ngt und fragten die Philister: <strong>\u201eWarum seid ihr gegen uns aufgezogen?\u201c<\/strong> Die Philister antworteten: <strong>\u201eWir sind heraufgekommen, Simson zu binden, dass wir ihm tun, wie er uns getan hat.\u201c<\/strong> Daraufhin zogen 3.000 Mann von Juda aus, um Simson den Philistern auszuliefern. 3.000 M\u00e4nner von Juda hatten nicht den Mut, 1.000 Philistern die Stirn zu bieten. Sie bevorzugten es ihren st\u00e4rksten Mann zu verraten, anstatt sich gegen ihre Feinde aufzulehnen. Zu allermindest konnten sie Simson versprechen, dass sie ihm nichts antun w\u00fcrden. Und so wurde Simson mit zwei neuen Stricken gebunden und den Philistern ausgeliefert. Was geschah dann?<\/p>\n<p>Lesen wir gemeinsam Verse 14 und 15: <strong>\u201eUnd als er nach Lehi kam, jauchzten die Philister ihm entgegen. Aber der Geist des HERRN geriet \u00fcber ihn, und die Stricke an seinen Armen wurden wie F\u00e4den, die das Feuer versengt hat, sodass die Fesseln an seinen H\u00e4nden zerschmolzen. Und er fand einen frischen Eselskinnbacken. Da streckte er seine hand aus und nahm ihn und erschlug damit tausend Mann.\u201c<\/strong> Zum dritten Mal lesen wir in Simsons Biographie die Worte, dass Gottes Geist \u00fcber ihn kam. Und es folgte Simsons bisher triumphalster Sieg in seiner Karriere als Richter. Er erschlug tausend Mann mit etwas, was noch nicht einmal den Namen \u201eWaffe\u201c verdient. Nach seinem Sieg wurde Simson sogar als Poet aktiv. Er sagte laut Elberfelder \u00dcbersetzung: \u201eMit dem Unterkiefer des Esels schlug ich einen Haufen, zwei Haufen! Mit dem Unterkiefer des Esels erschlug ich tausend Mann!\u201c Es ist ein hebr\u00e4isches Wortspiel, weil im Hebr\u00e4ischen Esel und Haufen die gleichen W\u00f6rter sind.<\/p>\n<p>Sehen wir uns auch die letzten Verse an. Tausend Mann zu erschlagen muss auch f\u00fcr einen Superheld wie Simson eine anstrengende Sache gewesen sein. Simson hatte Durst. Und er tat etwas, was uns zumindest einen Hauch von Fr\u00f6mmigkeit erahnen l\u00e4sst. Er fing an zu beten: <strong>\u201eDu hast solch gro\u00dfes Heil gegeben durch die Hand deines Knechts; nun aber muss ich vor Durst sterben und in die H\u00e4nde der Unbeschnittenen fallen.\u201c<\/strong> Die einzige positive Lektion, die wir heute von ihm lernen k\u00f6nnen ist folgende: Wenn du Erfolg in deinem Leben hast, denke nicht, dass es etwas mit dir zu tun Er erkannte die Tatsache an, dass Gott den Sieg geschenkt hatte. Und erkannte, dass er v\u00f6llig von Gott abh\u00e4ngig war.<\/p>\n<p>Lesen wir Vers 20 zusammen: <strong>\u201eUnd er richtete Israel zu den Zeiten der Philister zwanzig Jahre.\u201c<\/strong> Simson wurde tats\u00e4chlich Richter. Simson hatte tausend Philister mit dem Unterkiefer eines Esels erschlagen. Und ich finde, dass dieser Unterkiefer eine wunderbare Illustration f\u00fcr Simsons ganzes Leben ist. Der Unterkiefer war keine Waffe. Gegen eine milit\u00e4rische \u00dcbermacht von 1000 Philistern schon gar nicht. Aber derselbe Gott, der mit diesem Unterkiefer gro\u00dfen Sieg schenken konnte, konnte auch einen Simson mit seinen Macken und Schw\u00e4chen als Richter gebrauchen.<\/p>\n<p>Einige von euch haben sicherlich noch Einw\u00e4nde. Zum Beispiel: \u201eKam es wirklich von Gott, dass Simson die Philisterin heiraten wollte? Warum war der Geist Gottes auf Simson, als er 30 Philister niedermetzelte, um sie auszurauben?\u201c Was sagen wir dazu?<\/p>\n<p>Der Text gibt indirekt Antwort auf diese Fragen. Letzte Woche haben wir das Beispiel von Jefta studiert. Jefta hatten Hirtenherz, er war geistlich, er kannte Gottes Wort und konnte ein guter Leiter f\u00fcr das Volk sein. Gott gebrauchte all diese Eigenschaften, um Jefta als effektiven Richter einzusetzten. Simson ist das genaue Gegenteil. Hirtenherz war bei Simson Fehlanzeige. Gottes Mission? Noch gr\u00f6\u00dfere Fehlanzeige. Gott wollte, dass er die Philister vertreibt. Simsons Problem war, dass er die Philister liebte: er liebte ihre Frauen, er liebte ihre Kultur, er liebte ihre Feste. Au\u00dferdem hatte Simson vermutlich keinerlei Ambitionen ein Leiter f\u00fcr sein Volk zu sein. Trotzdem war Simson Gottes auserw\u00e4hltes Werkzeug zur Rettung des Volkes Israel. Wie passt das zusammen? Es passt eigentlich \u00fcberhaupt nicht zusammen. Aber lesen wir gemeinsam 13,18: <strong>\u201eAber der Engel des HERRN sprach zu ihm: \u201eWarum fragst du nach meinem Namen, der doch geheimnisvoll ist?\u201c <\/strong><\/p>\n<p>Simson wollte eine Philisterin heiraten. Gott nahm Ansto\u00df an Simsons S\u00fcnde aber gebrauchte das, um einen Konflikt mit den Philistern zu sch\u00fcren. Simson hatte kein Interesse daran f\u00fcr sein Volk zu k\u00e4mpfen. Also sorgte Gott daf\u00fcr, dass Simson pers\u00f6nlich darin involviert wurde, so dass er bei seinen pers\u00f6nlichen Rachefeldz\u00fcgen gegen die Philister ganz nebenbei seinem Volk half. Simson hatte kein Hirtenherz f\u00fcr sein Volk. Und doch setzte Gott ihn zum Richter ein. Das Sch\u00f6ne dabei ist: Gott gab Simson alle Freiheit zu entscheiden wie er wollte und erf\u00fcllte trotzdem seinen Plan genau wie es der Berufung von Simson entsprach. Das ist das Geheimnisvolle, das ist das Wunderbare, was Gott im Leben von Simson tat.<\/p>\n<p>Derselbe Gott m\u00f6chte uns gebrauchen. Er hat uns daf\u00fcr Gaben, Talente, F\u00e4higkeiten, bestimmte Eigenschaften und seine Berufung geschenkt. Auf dem Grabstein von Graf Zinsendorf stehen folgende Worte: \u201eEr war gesetzt, Frucht zu bringen, und eine Frucht, die da bleibe.\u201c W\u00e4re es nicht wundervoll, wenn man das auch \u00fcber unser Leben eines Tages sagen k\u00f6nnte? Aber wie k\u00f6nnen wir Frucht bringen, die in Ewigkeit bleibt? Jesus sagte in Johannes 15: <strong>\u201eWer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht.\u201c<\/strong> Simson bedeutet kleine Sonne. Nur in der Abh\u00e4ngigkeit der einzig wahren, ungleich viel gr\u00f6\u00dferen Sonne h\u00e4tte sein Leben bessere Frucht bringen k\u00f6nnen. Jesus ist diese wahre Sonne. Er ist der Wunder-Rat Gott. Er ist der wunderbare Gott, der gekommen ist, um fortan in uns zu leben und wundersame Dinge durch unser Leben zu tun. M\u00f6gen wir ihm dabei weniger im Weg stehen als Simson.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download Wunderbarer Gott, wundersame Rettung Lehren aus dem Leben von Simson \u201eAber der Engel des HERRN&nbsp; sprach zu ihm: Warum fragst du nach meinem Namen, der doch geheimnisvoll ist?\u201c Richter 13,18 Hebr\u00e4er 11 ist so etwas wie die \u201eHall of Fame\u201c f\u00fcr die Glaubenshelden des Alten Testaments. Wir finden dort die Gro\u00dfen wie Abraham, Mose, [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":14,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[4,54],"tags":[],"class_list":["post-564","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-predigt","category-richter"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/564","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/14"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=564"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/564\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":13247,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/564\/revisions\/13247"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=564"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=564"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=564"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}