{"id":541,"date":"2009-11-01T19:59:39","date_gmt":"2009-11-01T18:59:39","guid":{"rendered":"http:\/\/ubfheidelberg.org\/?p=541"},"modified":"2023-01-29T20:28:17","modified_gmt":"2023-01-29T19:28:17","slug":"predigt-2-mose-191-8","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-2-mose-191-8\/","title":{"rendered":"Predigt: 2.Mose 19,1-8"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2009\/11\/L01-2m19.doc\">Download<\/a><\/p>\n<p><!-- \t\t@page { margin: 2cm } \t\tP { margin-bottom: 0.21cm } --><\/p>\n<p style=\"line-height: 100%; page-break-inside: avoid; widows: 2; orphans: 2; text-decoration: none; page-break-after: avoid;\" lang=\"de-DE\" align=\"center\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><strong>Ein  K\u00f6nigreich  von  Priestern<\/strong><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0.85cm; line-height: 100%; text-decoration: none;\" align=\"center\">\u201e<span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: x-small;\"><strong><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"font-style: normal;\">Werdet ihr nun meiner Stimme gehorchen und meinen Bund halten,<br \/>\nso sollt ihr mein Eigentum sein vor allen V\u00f6lkern; denn die ganze Erde ist mein.<br \/>\nUnd ihr sollt mir ein K\u00f6nigreich von Priestern und ein heiliges Volk sein<\/span><\/span><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"font-style: normal;\">\u201c<br \/>\n<\/span><\/span><\/strong><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"font-style: normal;\"><span style=\"font-weight: normal;\">2.<\/span><\/span><\/span><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"font-style: normal;\"><span style=\"font-weight: normal;\">Mose <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"font-style: normal;\"><span style=\"font-weight: normal;\">19,5.6a<\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0.42cm; line-height: 100%; widows: 2; orphans: 2; text-decoration: none;\" lang=\"de-DE\" align=\"justify\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Kommende Woche feiern wir unsere HBFZ f\u00fcr die wir seit Monaten gebetet haben. Das Thema der BFZ lautet \u201eGott und Jona\u201c bzw. \u201eGottes Herz und Jonas Herz\u201c. Wie wir wissen, haben Gottes und Jonas Herz widerspr\u00fcchliche Absichten. Anfangs floh Jona vor Gott, weil er kein Herz hatte, f\u00fcr die Menschen in Ninive etwas zu tun, als Gott Jona aufforderte den Menschen in Ninive zu predigen. Gott wollte Jona gebrauchen, die Menschen in Ninive zur Bu\u00dfe zu bewegen und damit auch zu retten, wodurch auch Gottes Herz f\u00fcr die verlorenen Menschen in der ganzen Welt sichtbar wird. Genau dieses Herz Gottes kommt durch unsern heutigen Text zum Ausdruck. Eignen wir uns dieses Herz Gottes durch die heutige Predigt an. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0.42cm; line-height: 100%; widows: 2; orphans: 2; text-decoration: none;\" lang=\"de-DE\" align=\"justify\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Nach dem Wort Gottes sollten die Israeliten ein K\u00f6nigreich von Priestern werden. Um den Hintergrund dieses Anliegen Gottes besser zu verstehen, gehen wir kurz auf die Geschichte ein. In 2. Mose Kap. 1-18 erfahren wir, aus welchem Motiv und auf welche Weise Gott das Volk Israel errettet hatte. Gott errettete das Volk Israel um seiner Verhei\u00dfung an die  V\u00e4tern Willen. Gott tat dies auch aus seinem Erbarmen, als die Israeliten wegen der harten Bedingungen ihrer Sklaverei seufzten und zu Gott nach der Errettung schrien. Denn der Pharao zwang sie nicht nur zum Frondienst, sondern unterdr\u00fcckte sie bis dahin, dass er ihre neugeborenen S\u00f6hne in den Nil werfen lie\u00df. Genau aus dessen starker Hand befreite Gott das Volk Israel. Wie sehr m\u00fcssen sich die Israeliten gefreut und Gott f\u00fcr die Erl\u00f6sung gedankt haben! Doch Gottes Ziel ging noch weit dar\u00fcber hinaus. Gott wollte ihr Leben mit W\u00fcrde erf\u00fcllen. Einfach von der Sklaverei befreit zu sein und ein neues Land zu bekommen bedeutet noch kein Gl\u00fcck, es ist mit dem Leben eines Waisenkindes vergleichbar, das in seinem Zimmer das tollste Spielzeug h\u00e4tte und damit spielen k\u00f6nnte. Aber wie kann es gl\u00fccklich sein, da ihm ja die Beziehung zu seinen Eltern fehlt und somit auch niemand da ist, der sein Leben mit W\u00fcrde erf\u00fcllen k\u00f6nnte. Ein solches Schicksal sollten die Israeliten nicht erleiden, denn Gott, <strong>ihr<\/strong> Gott, wollte ihr Leben mit seiner Aufgabe und damit auch W\u00fcrde erf\u00fcllen, n\u00e4mlich dass sie ein K\u00f6nigreich von Priestern werden sollten. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0.42cm; line-height: 100%; widows: 2; orphans: 2; text-decoration: none;\" lang=\"de-DE\" align=\"justify\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Betrachten wir unseren Text. Unser erster Vers gibt uns die Information \u00fcber Ort und Zeit, des damaligen Aufenthalts der Israeliten, er lautet: <strong>\u201eAm ersten Tag des dritten Monats nach dem Auszug der Israeliten aus \u00c4gyptenland, genau auf den Tag, kamen sie in die W\u00fcste Sinai.\u201c (1)<\/strong> Der Ausdruck: <strong>\u201eam <\/strong><strong>ersten Tag des dritten Monats<\/strong><strong>\u201c<\/strong> bezieht sich auf den Tag, an dem Gott sie aus der Hand des Pharaos befreit, und sie aus \u00c4gypten gef\u00fchrt hatte. Dabei hatte Gott ihnen ein Land versprochen, in dem Milch und Honig flie\u00dft. Nun nach zwei Monaten standen sie vor den Toren diese Landes. Vers 2 sagt: <strong>\u201eDenn sie waren ausgezogen von Refidim und kamen in die W\u00fcste Sinai und lagerten sich dort in der W\u00fcste gegen\u00fcber dem Berge.\u201c<\/strong> Endlich, nach einer langen Reise waren sie an ihren Ziel angekommen. Bevor sie ins Land hineingingen wollte ihnen Gott nun seinen Plan bekanntmachen, was er mit seinem Volk im Sinn hatte. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0.42cm; line-height: 100%; widows: 2; orphans: 2; text-decoration: none;\" lang=\"de-DE\" align=\"justify\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Betrachten wir die Verse 3 und 4. Als Mose hinauf zu Gott stieg, rief der Herr ihm vom Berg zu und sprach zu ihm: <strong>\u201eSo sollst du sagen zu dem Hause Jakob und den Israeliten verk\u00fcndigen: Ihr habt gesehen, was ich mit den \u00c4gyptern getan habe und wie ich euch getragen habe auf Adlerfl\u00fcgeln und euch zu mir gebracht\u201c<\/strong> (3b.4). Zuerst wollte Gott die Israeliten an sein Werk erinnern. Wenn die Israeliten an die Zeit der letzten Monate dachten, kam ihnen eine Zeit voller Leiden und N\u00f6te in den Sinn. Sie mussten viele Schwierigkeiten ertragen, wie z.B. den schweren Frondienst, die harte Unterdr\u00fcckung, die T\u00f6tung ihrer S\u00f6hne im Nil, die Folgen der Plagen usw. Zwar wurden sie davon befreit, aber ihr Weg war auch danach alles andere als ein Spaziergang. Denn nach dem Auszug wurden sie gleich von der Elitetruppe der \u00e4gyptischen Armee verfolgt, wobei doch das Rote Meer vor ihnen lag. Schnell verga\u00dfen sie ihren Gott und dachten, dass sie sich in einer ausweglosen Situation bef\u00e4nden. Aus Angst und Verzweiflung schrien sie zu Mose. Selbstverst\u00e4ndlich errettete Gott sie auch hieraus. Sie wurden dann auch von Hunger bedroht. Oft seufzten und klagten sie gegen Gott. Wegen des Durstes murrten sie auch:<strong> \u201eWarum hast du uns aus \u00c4gypten ziehen lassen, dass du uns, unsere Kinder und unser Vieh vor Durst sterben l\u00e4sst?\u201c<\/strong> (17,3b) Theoretisch h\u00e4tte Gott ihnen das alles ersparen und sie auf einem komfortablen Weg ohne Leiden f\u00fchren k\u00f6nnen. Aber ihre Realit\u00e4t war <strong>voller<\/strong> Leiden. Sie m\u00fcssen sich oft gefragt haben: \u201eWarum hat Gott so viele Leiden zugelassen, wenn er uns doch lieb hat.\u201c Ohne den Willen Gottes zu kennen, werden wir in solch einer Situation auch \u00e4ngstlich und w\u00fcrden um Rettung schreien. Dabei w\u00fcrden wir zweifelnd fragen: \u201eWarum l\u00e4sst Gott solche Leiden in unserem Leben zu, wenn er uns liebt?\u201c <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0.42cm; line-height: 100%; widows: 2; orphans: 2; text-decoration: none;\" lang=\"de-DE\" align=\"justify\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Doch woran k\u00f6nnen wir Gottes Liebe zu seinem Volk erkennen? Betrachten wir nochmals Vers 4. Gott sagte: <strong>\u201eIhr habt gesehen, was ich mit den \u00c4gyptern getan habe und wie ich euch getragen habe auf Adlerfl\u00fcgeln und euch zu mir gebracht.\u201c<\/strong> In diesem Wort sind Gottes Werke zusammengefasst, die die Israeliten von dem Tag ihres Elends in \u00c4gypten an, bis zu ihrer Gegenwart pers\u00f6nlich erlebt hatten. Gott hatte die Israeliten von allen Plagen verschont, w\u00e4hrend die \u00c4gypter um sie herum geschlagen wurden. Das demonstriert unverkennbar und unmissverst\u00e4ndlich die Tatsache, dass Gott das Volk Israel liebte. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0.42cm; line-height: 100%; widows: 2; orphans: 2; text-decoration: none;\" lang=\"de-DE\" align=\"justify\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Was f\u00fcr eine Liebe ist es eigentlich, die Gott durch die Worte: <strong>\u201ewie ich euch getragen habe auf Adlerfl\u00fcgeln\u201c<\/strong> zum Ausdruck gebracht hat? Die Stelle in 5. Mose 32,11 gibt uns dar\u00fcber Aufschluss. Dort steht: <strong>\u201eWie ein Adler ausf\u00fchrt seine Jungen und \u00fcber ihnen schwebt, so breitete er seine Fittiche aus und nahm ihn und trug ihn auf seinen Fl\u00fcgeln.\u201c<\/strong> Diese Worte sind nicht nur literarisch sch\u00f6n, sondern helfen uns, die Eigenschaften der Liebe Gottes zu den Israeliten gut zu verstehen. Im Allgemeinen ist der Adler <strong>als<\/strong> K\u00f6nig der L\u00fcfte bekannt. Zwar nicht alle, aber doch etliche Arten im Nahen Osten lieben auf folgende Weise ihre K\u00fcken: Sie bauen ihr Nest von Anfang an aus dornigen Zweigen, die sie dann mit Federn polstern. Dann legen sie ihre Eier hinein. Nach dem Ausschl\u00fcpfen werden ihre K\u00fcken gut gef\u00fcttert. Die Jungen wachsen und nehmen von Tag zu Tag an Gewicht zu. Doch das sollte nicht immer so weiter gehen, sonst werden sie nur zum Futter anderer Tiere, aber nicht zum K\u00f6nig der L\u00fcfte. Damit das nicht passiert erfahren die Jungen die Liebe der Eltern in neuer Weise. Wenn die Zeit kommt, dass die Jungen erzogen werden sollen, fangen die Eltern an, mit ihren gro\u00dfen Fl\u00fcgeln zu schlagen, so stark, dass alle weichen Federn und die anderen Polstermaterialien weggeblasen werden. Pl\u00f6tzlich verwandelt sich das Nest, das bis dahin mit Polstern versehen war in einen dornigen Ort, an dem sich die Adlerjungen wirklich nicht wohlf\u00fchlen k\u00f6nnen. Das K\u00fcken kann nicht mehr bequem im Nest bleiben, so dass es aus dem Nest herauskommt und am Rande des Nestes einen halbwegs bequemen Platz sucht. Dabei soll es blo\u00df nicht hinabst\u00fcrzen. Aber dann wird es von seinen Eltern aus schwindelerregender H\u00f6he hinuntergest\u00fcrzt. Wie \u00e4ngstlich ist es! \u201eSeid ihr pl\u00f6tzlich verr\u00fcckt geworden? Wie k\u00f6nnt ihr mir so etwas antun? Ihr liebt mich gar nicht mehr.\u201c &#8211; So w\u00fcrde es schreien, wenn es sprechen k\u00f6nnte. Es bewegt dann hastig seine Fl\u00fcgel rauf und runter, damit es nicht beim Aufprall auf die Erde zerschmettert wird, aber es kann nicht fliegen, sodass es nur f\u00e4llt und f\u00e4llt. Doch dann kommt die Adlermama oder der Adlerpapa und breitet die Fittiche aus und f\u00e4ngt es. Das wird wiederholt, bis das Junge fliegen kann. Dadurch kann das Junge zum K\u00f6nig der L\u00fcfte heranwachsen. Das ist die Art und Weise, wie der Adler seine Jungen liebt.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0.42cm; line-height: 100%; widows: 2; orphans: 2; text-decoration: none;\" lang=\"de-DE\" align=\"justify\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Durch dieses Wort verstehen wir nun, warum Gott die Israeliten nicht auf einem bequemen Weg, sondern vielmehr durch N\u00f6te und Leiden f\u00fchrte. Gott liebte sie, wie Adler ihre K\u00fcken lieben. Anders gesagt verw\u00f6hnte Gott sie nicht, weil er sie wahrhaftig liebte. \u00c4gypten war f\u00fcr die Israeliten wie ein gepolstertes Adlernest gewesen, wo sie zwar den Frondienst zu leisten hatten, aber an den Fleischt\u00f6pfen sa\u00dfen und Brot in F\u00fclle hatten. Dort h\u00e4tten sie sich durch die abg\u00f6ttische Kultur leicht verderben lassen k\u00f6nnen. Doch Gott hatte f\u00fcr sie sein heiliges Ziel. Als die Zeit kam, wurden die Israeliten durch die Unterdr\u00fcckung bis hin zur T\u00f6tung ihrer S\u00f6hne bedr\u00fcckt, wie die Adlerjungen den Dornen des Nestes ausgesetzt werden. Dann wurden die Israeliten, wie junge Adler, quasi aus ihrem Netz herausgeworfen und hinabgest\u00fcrzt, so dass sie in der W\u00fcste mit allen Gefahren fertig werden mussten. Das tat Gott, weil er nicht wollte, dass die Israeliten wie fette K\u00fcken verdarben. Sie sollten wie Adlerk\u00fcken zum K\u00f6nig der V\u00f6gel erzogen werden. Gottes Liebe hat ein heiliges Ziel. Gottes Liebe hat erziehende Eigenschaften. Das konnten die Israeliten nicht leicht annehmen. Als Gott das den Israeliten durch Mose verk\u00fcndigen lie\u00df, wollte er, dass sie doch seine Liebe zu ihnen erkennen sollten. Denn Gott liebte sie nicht nach ihrer Erwartung, sondern auf seine g\u00f6ttliche Art und Weise, mit seinem heiligen Ziel. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0.42cm; line-height: 100%; widows: 2; orphans: 2; text-decoration: none;\" lang=\"de-DE\" align=\"justify\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Was sagte Gott, nachdem er seine Liebe zu erkennen gegeben hatte? Betrachten wir die Verse 5 und 6: <strong>\u201eWerdet ihr nun meiner Stimme gehorchen und meinen Bund halten, so sollt ihr mein Eigentum sein vor allen V\u00f6lkern; denn die ganze Erde ist mein. Und ihr sollt mir ein K\u00f6nigreich von Priestern und ein heiliges Volk sein. Das sind die Worte, die du den Israeliten sagen sollst.\u201c<\/strong> Dieses Wort ist wirklich voller Bedeutung. Wir wollen in einigen Punkten \u00fcber den Sinn nachdenken.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0.42cm; line-height: 100%; widows: 2; orphans: 2; text-decoration: none;\" lang=\"de-DE\" align=\"justify\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Erstens: Gott will mit den Israeliten auf die pers\u00f6nliche Beziehung einzugehen. Gott verlangte von ihnen ihren Gehorsam. Sie hatten bis dahin dem Pharao gehorcht. Aber nun wollte Gott den Ma\u00dfstab setzen und ihren Weg lenken. Warum war dies notwendig? Die Israeliten kamen aus \u00c4gypten, einem Umfeld mit G\u00f6tzendienst, wo die Menschen nach ihrem Bedarf Gesch\u00f6pfe wie die Sonne, Stiere, Fr\u00f6sche usw. als G\u00f6tter anbeteten. Obwohl es in Wirklichkeit keinen anderen Gott gibt und die G\u00f6tzen nichts sind, war der G\u00f6tzendienst eine gro\u00dfe Gefahr f\u00fcr die Israeliten. Die G\u00f6tzen bringen uns Menschen von Gott ab und nehmen in den Herzen den Platz Gottes ein, so dass die Menschen in Angst und Finsternis ihres Lebens ohne Segen umherirren und lieblos gegen Gott und Mitmenschen handeln. Wie sch\u00f6n war es, dass die Israeliten nun ins verhei\u00dfene Land einziehen w\u00fcrden, in dem Milch und Honig flie\u00dft. Aber es warteten dort auch viele Versuchungen auf sie. Denn dort wurden zahlreiche G\u00f6tzen durch verschiedene Kulte angebetet. Au\u00dferdem waren die Israeliten selbst voller s\u00fcndiger Neigungen. Gott kannte ihre Lage. Gott kannte auch ihr Wesen. In diesem Moment, fern vom G\u00f6tzendienst in \u00c4gypten und in Kanaan, warb Gott um eine verbindliche feste Beziehung. Gott forderte sie zum Gehorsam auf und wollte damit in eine pers\u00f6nliche Beziehung mit ihnen einsteigen. Darin spiegelt sich also Gottes Weisheit und sch\u00fctzende Liebe zu ihnen wider. Aber die pers\u00f6nliche Beziehung bedeutet etwas mehr als das. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0.42cm; line-height: 100%; widows: 2; orphans: 2; text-decoration: none;\" lang=\"de-DE\" align=\"justify\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">\u00dcber die Israeliten, sagte Gott: <strong>\u201e<\/strong><strong>So sollt ihr mein Eigentum sein vor allen V\u00f6lkern.<\/strong><strong>\u201c<\/strong> Welche Bedeutung steckt dahinter? Den Ausdruck \u201emein Eigentum\u201c \u00fcbersetzt eine andere Bibelfassung als \u201eGottes Besitztum von Sch\u00e4tzen\u201c. Mit diesem Ausdruck sagte Gott also, dass die Israeliten so kostbar wie ein Schatz waren, den er gerne besitzen wollte; so wie Menschen z.B. Gold, Silber, Diamanten usw. f\u00fcr kostbar erachten und sie gerne besitzen. Warum waren die Israeliten so kostbar? Das k\u00f6nnen wir erkennen, wenn wir Marie und Samuel sehen, die von M. Maria und M. Mary aus ihrem m\u00fctterlichen Herzen geliebt werden, weil sie ihre Kinder sind und Hoffnung f\u00fcr sie haben. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0.42cm; line-height: 100%; widows: 2; orphans: 2; text-decoration: none;\" lang=\"de-DE\" align=\"justify\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Wir danken Gott f\u00fcr unsere Berufung. Wir wussten das zwar nicht, aber als wir von Gott erl\u00f6st und berufen wurden, hatte unser neues Leben bereits diese Hoffnung Gottes in sich. Gott kennt uns, unsere Schw\u00e4chen und S\u00fcnden, aber Gott beruft uns dennoch zu seinen  Kindern. Gott achtet uns f\u00fcr kostbar. Gottes Berufung basiert nicht auf unseren F\u00e4higkeiten oder Leistungen. Sie basiert allein auf Gottes Willen und Gunst. Unser Leben hat die wahre Hoffnung.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0.42cm; line-height: 100%; widows: 2; orphans: 2; text-decoration: none;\" lang=\"de-DE\" align=\"justify\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Zweitens: Gott liebt nicht nur die Israeliten, sondern die ganze Erde, d.h. alle V\u00f6lker auf dieser Welt. Um sie zur Bu\u00dfe und zum Glauben zu bewegen gibt Gott den Israeliten die Aufgabe, ein K\u00f6nigreich von Priestern zu sein. Betrachten wir nochmals Vers 6. Gott sagte: <strong>\u201eUnd ihr sollt mir ein K\u00f6nigreich von Priestern und ein heiliges Volk sein\u201c<\/strong> (6a). Was f\u00fcr eine gro\u00dfe \u00dcberraschung ist es! Gott traute ihnen wirklich etwas gro\u00dfartiges zu. Hierdurch lehrte sie Gott die Verantwortung f\u00fcr die ganze Welt. Es ist herrlich, ein K\u00f6nigreich von Priestern zu sein! <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0.42cm; line-height: 100%; widows: 2; orphans: 2; text-decoration: none;\" lang=\"de-DE\" align=\"justify\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Wir haben Gottes Liebe zu den Israeliten kennen gelernt. Gott liebte sie wirklich. Durch die Berufung zum K\u00f6nigreich von Priestern erkennen wir, dass Gott in Wirklichkeit alle Menschen auf der ganzen Erde liebte und liebt. Deswegen wollte Gott sie alle zur Bu\u00dfe und Rettung bewegen und zwar durch die Israeliten. Das ist der Grund daf\u00fcr, dass Gott die Israeliten zur k\u00f6niglichen Priesterschaft berufen hat. Gott liebte also auch die Menschen in Ninive, obwohl sie unm\u00f6gliche, grausame Dinge getan haben. Gott liebte sie dennoch, deswegen wollte Gott sie zur Bu\u00dfe und zur Rettung bringen und zwar durch Jona. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0.42cm; line-height: 100%; widows: 2; orphans: 2; text-decoration: none;\" lang=\"de-DE\" align=\"justify\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Wie anders sollten die Israeliten nun als K\u00f6nigreich von Priestern leben? Betrachten wir noch mal Vers 6. Gott versicherte, dass Israel ein heiliges Volk sein w\u00fcrde. Die meisten Menschen leben nach ihrem Gutd\u00fcnken und ihrer Situation. Aber die Israeliten hatten die Aufgabe, ein K\u00f6nigreich von Priestern zu sein. Israel ist heilig, weil es gerade durch dieses Ziel Gottes ausgesondert ist. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0.42cm; line-height: 100%; widows: 2; orphans: 2; text-decoration: none;\" lang=\"de-DE\" align=\"justify\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Die Israeliten sollten das Herz Gottes verstehen, der alle Menschen auf Erden zur Bu\u00dfe und zur Rettung bewegen will. Die Israeliten sollten sich Gottes Herz aneignen. Aber in der Geschichte haben sie diese Aufgabe sehr oft vers\u00e4umt. Jona war ein Beispiel daf\u00fcr. Deswegen berief Jesus 12 J\u00fcnger und gab ihnen nochmal die Aufgabe: <strong>\u201eUnd er sprach zu ihnen: Gehet hin in alle Welt und predigt das Evangelium aller Kreatur.\u201c<\/strong> (Mk 16,15)<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0.42cm; line-height: 100%; widows: 2; orphans: 2; text-decoration: none;\" lang=\"de-DE\" align=\"justify\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Ein Christ zu sein ist gro\u00dfartig. Die Verdammnis der S\u00fcnde und des Todes war unser Schicksal. Aber Gott errettet uns von diesem Schicksal. Das ist nicht alles. F\u00fcr uns hei\u00dft es: <strong>\u201eIhr aber seid das auserw\u00e4hlte Geschlecht, die k\u00f6nigliche Priesterschaft, das heilige Volk, das Volk des Eigentums, dass ihr verk\u00fcndigen sollt die Wohltaten dessen, der euch berufen hat von der Finsternis zu seinem wunderbaren Licht.\u201c<\/strong> (1.Petr 2,9). Das ist auch unser gemeinsames Leitwort. Durch dieses Wort offenbart Gott seinen gro\u00dfen Willen, uns als k\u00f6nigliche Priesterschaft zu gebrauchen. Es gibt viele gute Aufgaben und Arbeiten, f\u00fcr die wir unsere Zeit und M\u00fche einsetzen k\u00f6nnten, wie Umweltschutz, Tierschutz oder Kampagnen gegen Minen. Ein Mensch kann f\u00fcr sein Leben sch\u00f6ne Pl\u00e4ne entwickeln und sie mit Kraft und Energie in die Tat umsetzen. Aber was f\u00fcr einen besseren Plan kann ein Mensch haben als Gott, der uns zu seinem Plan beruft! Die Aufgabe, f\u00fcr die Menschen, die verloren sind, Gottes Priester zu sein, ist bestimmt die herrlichste und bedeutendste Aufgabe \u00fcberhaupt. Damit erf\u00fcllt Gott unser Leben mit Bedeutung, W\u00fcrde und Hoffnung. Auf diese Weise kommt von oben, was unserem Leben die Daseinsbedeutung gibt, unser Leben ver\u00e4ndert und letztlich unser Leben sinnvoll und gl\u00fccklich macht. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0.42cm; line-height: 100%; widows: 2; orphans: 2; text-decoration: none;\" lang=\"de-DE\" align=\"justify\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Wir sollen als k\u00f6nigliche Priester auch Gottes Herz verstehen. Wir sollen uns das Herz Gottes auch aneignen. Wir sollen in dieser dunklen Welt Gott verk\u00fcndigen. Die geistliche Finsternis l\u00e4sst sich nicht durch die kulturelle Entwicklung \u00fcberwinden. Wir sollen alle f\u00e4hige Bibellehrer sein. Wir sollen in dieser finsteren Welt die Wohltaten Gottes verk\u00fcndigen, sodass die ganze Welt durch uns seine Wahrheit erf\u00e4hrt und zu seinem wunderbaren Licht kommt. Daf\u00fcr sollen wir alle f\u00e4hige Bibellehrer sein.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0.42cm; line-height: 100%; widows: 2; orphans: 2; text-decoration: none;\" lang=\"de-DE\" align=\"justify\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Betrachten wir Vers 8. Alles Volk antwortete einm\u00fctig: <strong>\u201eAlles, was der <\/strong><strong>Herr<\/strong><strong> geredet hat, wollen wir tun.\u201c<\/strong> Mose ging wieder zu dem Herrn und sagte ihm die Worte des Volkes. Nun sollte nichts mehr im Wege stehen, so dass der Bund zwischen Gott und den Israeliten geschlossen werden konnte, was hier am Berg Sinai geschah.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0.42cm; line-height: 100%; widows: 2; orphans: 2; text-decoration: none;\" lang=\"de-DE\" align=\"justify\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Wie sch\u00f6n ist es, dass Gott so treu ist! Gott h\u00e4tte sie wirklich verwerfen k\u00f6nnen, weil sie untreu waren. Diese Beziehung h\u00e4tte bedingt durch die Untreue der Israeliten schon l\u00e4ngst beendet werden k\u00f6nnen. Aber \u00fcber alle Phasen der Geschichte h\u00e4lt Gott seine Beziehung, indem Gott sie erduldete und die ganze Zeit versuchte, sie zu bewegen. So h\u00e4tte Gott Jona versto\u00dfen k\u00f6nnen, aber Gott erduldete ihn, so dass Jona den Auftrag Gottes doch annahm und den Menschen in Ninive das Wort Gottes predigen konnte. Danach verletzte Jona aber nochmals das Herz Gottes und Gott erduldete ihn wieder. Wie das ausf\u00fchrlich geschah wollen wir am kommenden Wochenende erfahren. Zur Liebe Gottes zu seinen Knechten hei\u00dft es: <strong>\u201eIch streckte meine H\u00e4nde aus den ganzen Tag nach einem ungehorsamen Volk, das nach seinen eigenen Gedanken wandelt auf einem Wege, der nicht gut ist\u201c<\/strong> (Jes 65,2). <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0.42cm; line-height: 100%; widows: 2; orphans: 2; text-decoration: none;\" lang=\"de-DE\" align=\"justify\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Am meisten hat mich die Tatsache angesprochen, dass meine Leiden nicht vergeblich sind. Meine Leiden sind nicht besonders, dennoch beschweren sie mein Leben. Trotzdem sind sie Gottes Training und Erziehung f\u00fcr mich, wodurch Gott mich zum k\u00f6niglichen Priester formen m\u00f6chte. Eigentlich habe ich diese Berufung und ohnehin ist das unser  gemeinsames Leitwort, aber die k\u00f6niglichen Priester sind nicht alle gleich. Ich soll nach dem Willen Gottes ein qualifizierter k\u00f6niglicher Priester sein. So erzieht mich Gott durch viele Angelegenheiten z.B. durch meine Arbeitststelle oder die Zusammenarbeit in der Gemeinde. Weiterhin erkenne ich durch meine Predigt den inst\u00e4ndigen Erl\u00f6sungswillen Gottes f\u00fcr alle Menschen. Das wusste ich zwar schon und habe f\u00fcr die Weltmission gebetet, aber durch diese Lektion lernen ich, dass ich f\u00fcr die Menschen in Nord-Korea, China und den muslimischen L\u00e4ndern und auch f\u00fcr die Menschen in Indien von ganzem Herzen beten soll.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0.42cm; line-height: 100%; widows: 2; orphans: 2; text-decoration: none;\" lang=\"de-DE\" align=\"justify\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Preisen wir Gott, der das Volk Israel zur k\u00f6niglichen Priesterschaft berufen hat. Preisen wir Gott, der uns auch zur k\u00f6niglichen Priesterschaft berufen hat. Gott beruft uns zur k\u00f6niglichen Priesterschaft und erf\u00fcllt unser Leben dadurch mit Sinn und Inhalt. Gott will durch uns alle V\u00f6lker auf Erden erreichen, insbesondere die Menschen in Nord-Korea, China und in den muslimischen L\u00e4ndern und auch die Menschen in Indien. Lasst uns unser Leben gem\u00e4\u00df diesem Willen Gottes f\u00fchren! Lasst uns f\u00fcr die WM beten bis Gott uns als Missionare dahin sendet. Lesen wir zum Schluss das Leitwort: <strong>\u201eWerdet ihr nun meiner Stimme gehorchen und meinen Bund halten, so sollt ihr mein Eigentum sein vor allen V\u00f6lkern; denn die ganze Erde ist mein. Und ihr sollt mir ein K\u00f6nigreich von Priestern und ein heiliges Volk sein.\u201c<\/strong><\/span><\/span><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download Ein K\u00f6nigreich von Priestern \u201eWerdet ihr nun meiner Stimme gehorchen und meinen Bund halten, so sollt ihr mein Eigentum sein vor allen V\u00f6lkern; denn die ganze Erde ist mein. 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