{"id":524,"date":"2009-10-25T23:00:38","date_gmt":"2009-10-25T22:00:38","guid":{"rendered":"http:\/\/ubfheidelberg.org\/?p=524"},"modified":"2023-01-29T20:25:56","modified_gmt":"2023-01-29T19:25:56","slug":"predigt-richter-91-105","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-richter-91-105\/","title":{"rendered":"Predigt: Richter 9,1-10,5"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2009\/10\/Ri-5bP09011005.doc\">Download<\/a><\/p>\n<h2 style=\"text-align: center; \"><strong>Gott gibt uns seine Gabe und richtet zu seiner Zeit gerecht<\/strong><\/h2>\n<p style=\"text-align: center; \">\n<address style=\"text-align: center;\">\u201eAber der \u00d6lbaum antwortete ihnen: Soll ich meine Fettigkeit lassen,<\/address>\n<address style=\"text-align: center;\">die G\u00f6tter und Menschen an mir preisen, und hingehen, <\/address>\n<address style=\"text-align: center;\">\u00fcber den B\u00e4umen zu schweben?\u201c<\/address>\n<address style=\"text-align: center; \">(Ri 9,9)<span style=\"font-style: normal; \"> <\/span><\/address>\n<p>Heute betrachten wir im ersten Teil ein Gleichnis von vier B\u00e4umen, und zwar vom \u00d6lbaum, Feigenbaum, Weinstock und Dornbusch. Dieses Gleichnis lehrt uns, wie wir mit der Gabe, die Gott uns gegeben hat, umgehen sollen. Im zweiten Teil betrachten wir, dass Gott zu seiner Zeit gerecht richtet. M\u00f6ge Gott unsere Augen \u00f6ffnen, sodass wir f\u00fcr seine Gabe danken und unser Leben f\u00fcr die Aufgabe f\u00fchren k\u00f6nnen. M\u00f6ge Gott uns seine Gerechtigkeit klar offenbaren, so dass wir aus dem Glauben leben k\u00f6nnen, dass er zu seiner Zeit gerecht richtet!<\/p>\n<p><strong>Teil 1: Gott gibt uns seine Gabe (1-15)<\/strong><\/p>\n<p>Betrachten wir zuerst Kap. 8,30-31. <strong>\u201eUnd Gideon hatte siebzig leibliche S\u00f6hne, denn er hatte viele Frauen.\u00a0Auch seine Nebenfrau, die er in Sichem hatte, gebar ihm einen Sohn; den nannte er Abimelech.\u201c <\/strong>Gideon war reich und m\u00e4chtig wie ein K\u00f6nig. Darum heiratete er wie andere K\u00f6nige viele Frauen und hatte eine Nebenfrau. Seine Nebenfrau gebar Abimelech. Der Name \u201eAbimelech\u201c hat die Bedeutung \u201emein Vater ist K\u00f6nig\u201c. Gideon starb im hohen Alter. Solange er lebte, wagte niemand, K\u00f6nig zu werden. Aber Nachdem er gestorben war, wollte sein Sohn Abimelech K\u00f6nig werden, w\u00e4hrend alle seine 70 Br\u00fcder keine derartige Absicht hatten. Sein Vater hatte gesagt: <strong>\u201eIch will nicht Herrscher \u00fcber euch sein, und mein Sohn soll auch nicht Herrscher \u00fcber euch sein, sondern der Herr soll Herrscher \u00fcber euch sein\u201c<\/strong> (8,23). Das war nichts anderes als das Testament seines Vaters. Gott sollte Herrscher \u00fcber Israel sein. Kein Mensch sollte Herrscher \u00fcber Gottes Volk sein. Die meisten S\u00f6hne Gideons gehorchten seinem Willen und erkannten an, dass Gott Herrscher \u00fcber Israel sein sollte. Aber anders als sie ignorierte Abimelech den Willen seines Vaters und Gottes Willen.<\/p>\n<p>Was unternahm er, um Herrscher zu werden? Betrachten wir die Verse 1-2. <strong>\u201eAbimelech aber, der Sohn Jerubbaals, ging hin nach Sichem zu den Br\u00fcdern seiner Mutter und redete mit ihnen und mit dem ganzen Geschlecht des Hauses seiner Mutter und sprach:\u00a0Redet doch vor den Ohren aller M\u00e4nner von Sichem: Was ist euch besser, dass siebzig M\u00e4nner, alle die S\u00f6hne Jerubbaals, \u00fcber euch Herrscher seien oder dass &#8222;ein&#8220; Mann \u00fcber euch Herrscher sei? Denkt auch daran, dass ich euer Gebein und Fleisch bin.\u201c <\/strong>Er ging nach Sichem und suchte dort die Unterst\u00fctzung bei den Br\u00fcdern seiner Mutter. Er \u00fcberzeugte sie, dass es besser sei, dass ein Mann statt 70 M\u00e4nner \u00fcber Israel Herrscher sein w\u00fcrde. Vor allem betonte er, dass er ihr Blutsverwandter sei. Seine Onkel \u00fcberredeten seinetwegen die M\u00e4nner in Sichem. Die Leute wurden \u00fcberzeugt und sagten: Er ist unser Bruder. Sie entschlossen sich, Abimelech K\u00f6nig zu machen. Daf\u00fcr gaben sie ihm viel Geld. Damit gewann Abimelech gottlose M\u00e4nner, die ihm nachfolgten. Er wurde wie ein Gangsterboss.<\/p>\n<p>Betrachten wir die Verse 5-6. <strong>\u201eUnd er kam in das Haus seines Vaters nach Ofra und t\u00f6tete seine Br\u00fcder, die S\u00f6hne Jerubbaals, siebzig Mann, auf &#8222;einem&#8220; Stein. Es blieb aber \u00fcbrig Jotam, der j\u00fcngste Sohn Jerubbaals; denn er hatte sich versteckt.\u00a0Und es versammelten sich alle M\u00e4nner von Sichem und alle Bewohner des Millo, gingen hin und machten Abimelech zum K\u00f6nig bei der Eiche am Steinmal von Sichem.\u201c <\/strong>Zuerst t\u00f6tete Abimelech m\u00f6gliche Gegner, n\u00e4mlich seine siebzig Br\u00fcder. Nur der j\u00fcngste Sohn Jotam \u00fcberlebte, weil er sich rechtzeitig versteckt hatte. An einem Tag verloren 70 S\u00f6hne Gideons ihr Leben. Die M\u00e4nner von Sichem und alle Bewohner des Milo versammelten sich und gingen hin und machten Abimelech zum K\u00f6nig von Sichem. Er wurde nun ein Herrscher. Ein gottloser Mann Abimelech verursachte viel Leid und Schmerzen.<\/p>\n<p>Betrachten wir Vers 7. <strong>\u201eAls das dem Jotam angesagt wurde, ging er hin und stellte sich auf den Gipfel des Berges Garizim, erhob seine Stimme, rief und sprach zu ihnen: H\u00f6ret mich, ihr M\u00e4nner von Sichem, dass euch Gott auch h\u00f6re.\u201c <\/strong>Jotam, der j\u00fcngste Sohn, der von den 70 S\u00f6hnen allein \u00fcbriggeblieben war, stellte sich auf den Gipfel des Berges Garizim. Wegen der Lebensgefahr hielt er Distanz von den Leuten in Sichem. Er rief laut. Er wollte, dass die Leute zumindest ihre Tat vor Gott pr\u00fcfen w\u00fcrden. Durch ein Gleichnis veranschaulichte er, welche b\u00f6sen Dinge sie getan hatten.<\/p>\n<p>Betrachten wir Jotams Gleichnis in den Versen 8-15. Die B\u00e4ume stehen f\u00fcr die M\u00e4nner von Sichem. Und der \u00d6lbaum, der Feigenbaum und der Weinstock stehen f\u00fcr die S\u00f6hne von Gideon. Der Dornbusch schlie\u00dflich steht f\u00fcr Abimelech. Der \u00d6lbaum, der Feigenbaum und der Weinstock lehnten es ab, K\u00f6nig zu werden. Der \u00d6lbaum antwortete: \u201eSoll ich meine Fettigkeit lassen, die G\u00f6tter und Menschen an mir preisen, und hingehen, \u00fcber den B\u00e4umen zu schweben?\u201c Und der Feigenbaum antwortete: \u201eSoll ich meine S\u00fc\u00dfigkeit und meine gute Frucht lassen und hingehen, \u00fcber den B\u00e4umen zu schweben?\u201c Der Weinstock antwortete auch: \u201eSoll ich meinen Wein lassen, der G\u00f6tter und Menschen fr\u00f6hlich macht, und hingehen, \u00fcber den B\u00e4umen zu schweben?\u201c Die drei B\u00e4ume hatten Gaben, n\u00e4mlich Fettigkeit, S\u00fc\u00dfigkeit und Wein. Ihre Gaben ehrten Gott und machten sie n\u00fctzlich f\u00fcr die Menschen. Oliven\u00f6l ist sehr n\u00fctzlich beim Kochen. Oliven\u00f6l gilt traditionell als sehr gesunder Beitrag zur Ern\u00e4hrung. Von einer Missionarin in Griechenland habe ich geh\u00f6rt, Oliven\u00f6l habe eine heilende Wirkung bei trockener Haut, wenn man es in der Winterzeit gut nutzt. Auf unserem Hof haben wir einen Feigenbaum. Immer noch k\u00f6nnen wir drau\u00dfen s\u00fc\u00dfe Feigen finden. Dieses Jahr habe ich oft s\u00fc\u00dfe Feigen gepfl\u00fcckt und sie gegessen. Der Feigenbaum schenkt uns s\u00fc\u00dfe Frucht. Der Wein macht die Menschen fr\u00f6hlich. Bei der Hochzeit in Kana ging der Wein aus. Aber Jesus tat dort das Wunder, Wasser in den Wein zu verwandeln. Der Wein machte alle fr\u00f6hlich.<\/p>\n<p>Gott hat jedem von uns seine Gaben gegeben. Wie die Gaben vom \u00d6lbaum, Feigenbaum und Weinstock verschieden sind, sind auch unsere Gaben verschieden. Aber alle Gaben sind gegeben, damit wir dadurch Gott dienen und unsere Mitmenschen erbauen. Eine Mitarbeiterin leitet unseren Vorgesang beim Gottesdienst. Obwohl sie nicht so gut wie eine professionelle S\u00e4ngerin singen kann, setzt sie ihre Gabe f\u00fcr Gott und f\u00fcr uns ein. Ihr Dienst ehrt Gott und erquickt uns wie s\u00fc\u00dfe Feigen. Ein Mitarbeiter k\u00fcmmert sich um praktische Dinge im Zentrum. In jeder Ecke k\u00f6nnen wir seine Spur sehen, weil er seine Gabe f\u00fcr Gottes Haus einsetzt. Seine Hingabe erfreut uns alle. Ein Mitarbeiter dient Gott und den Glaubensgeschwistern selbstlos. Er hat keine Absicht, dadurch Einfluss zu gewinnen oder von uns Ansehen zu bekommen. Sein selbstloser Dienst wirkt unter uns wie das heilende \u00d6l des \u00d6lbaums. Gott hat jedem von uns seine Gabe in Jesus Christus gegeben. Wir k\u00f6nnen Gottes Gabe f\u00fcr seine Ehre und f\u00fcr unsere Mitmenschen einsetzen.<\/p>\n<p>Betrachten wir Vers 15. <strong>\u201eUnd der Dornbusch sprach zu den B\u00e4umen: Ist&#8217;s wahr, dass ihr mich zum K\u00f6nig \u00fcber euch salben wollt, so kommt und bergt euch in meinem Schatten; wenn nicht, so gehe Feuer vom Dornbusch aus und verzehre die Zedern Libanons.\u201c <\/strong>Im Gegensatz zu den drei guten B\u00e4umen hatte der Dornbusch keine Frucht, die Menschen erfreuen kann. Vielmehr schmerzt der Dornbusch die Menschen, die ihm nahe kommen.<\/p>\n<p>In welcher Hinsicht war Abimelech wie der Dornbusch? Abimelech schmerzte die Menschen, die ihm nahe kamen. Er wusste nicht, wer er selbst war. Vielmehr sagte er: \u201eBergt euch in meinem Schatten.\u201c Er wusste nicht, dass er selber unter dem Gericht Gottes stand. Aber er sagte: Wenn nicht, so gehe Feuer vom Dornbusch aus und verzehre die Zedern Libanons. Er hatte keine Aufgabe von Gott, den Menschen zu dienen. Er handelte sehr vermessen und aufgeblasen. Anstatt sich selbst vor Gott zu erkennen, dachte er gef\u00fchlsm\u00e4\u00dfig. Er war kein Segen, sondern schmerzte viele seiner Mitmenschen.<\/p>\n<p>Wie der \u00d6lbaum, der Feigenbaum und der Weinstock haben wir jeder eine klare Aufgabe. Diese Aufgabe ist auch unsere Daseinsbedeutung. Wegen dieser Aufgabe haben wir den Sinn zum Leben. Ohne Aufgabe hat Gott uns nicht in die Welt gestellt. Unsere Aufgabe ist, Gott durch unsere Gabe zu ehren und unseren Mitmenschen zu dienen.<\/p>\n<p>Was f\u00fcr ein Baum sind wir? Wof\u00fcr leben wir? Wenn wir wie die drei B\u00e4ume f\u00fcr Gott und f\u00fcr unsere Mitmenschen leben, sind wir Gottes Hoffnung und ein Segen f\u00fcr die Menschen. Wenn Machtgier oder \u00c4rger in uns st\u00e4ndig brennen w\u00fcrden, m\u00fcssen wir dringend Bu\u00dfe tun; denn das kann viele Menschen schmerzen und verzehren.<\/p>\n<p>Wie k\u00f6nnen wir ein guter Baum sein? Was k\u00f6nnen wir vom \u00d6lbaum, Feigenbaum und Weinstock lernen? Erstens: Sie waren mit der gegebenen Gabe Gottes zufrieden. Sie murrten nicht gegen Gott. Vielmehr waren sie dankbar, dass sie eine Gabe hatten. Sie hielten die Gabe Gottes f\u00fcr wertvoll. Darum waren sie zufrieden mit ihren Gaben, die sie hatten. Es mag sein, dass unsere Gabe nicht hervorragend ist. Aber wenn wir unsere Gabe f\u00fcr wertvoll halten und Gott daf\u00fcr danken, segnet Gott uns. Dadurch ehren wir ihn sehr. Und Gott freut sich \u00fcber uns sehr. Zweitens: Sie wollten ihre Gabe f\u00fcr ihre Aufgaben einsetzen. Wozu gab Gott dem \u00d6lbaum die Fettigkeit, dem Feigenbaum S\u00fc\u00dfigkeit und dem Weinstock den Wein? Gott wollte dadurch seine Kinder gesund machen, sie s\u00e4ttigen und ihnen Freude machen. Darum wollten sie alle ihre Gaben f\u00fcr Gottes Willen einsetzen. Sie erf\u00fcllten den Willen Gottes, indem sie ihre Gaben f\u00fcr ihre Aufgaben einsetzten. Wir sind geschaffen, nicht um f\u00fcr uns selbst zu leben, sondern f\u00fcr Gott und f\u00fcr unsere Mitmenschen. Gott gab uns auch seine Gaben, um unsere Aufgabe zu erf\u00fcllen.<\/p>\n<p>Fassen wir noch einmal zusammen: Wir sollen Gott f\u00fcr seine Gabe, die er uns anvertraut hat, danken und damit zufrieden sein. Wir sollen unsere Gabe von Gott nicht gering achten, sondern sie f\u00fcr den Willen Gottes einsetzen. Dadurch k\u00f6nnen wir jeder ein guter Baum sein, der Gott gef\u00e4llt.<\/p>\n<p><strong>Teil 2: Gott richtet zu seiner Zeit gerecht (16-57)<\/strong><\/p>\n<p><strong> <\/strong><\/p>\n<p>Betrachten wir die Verse 16-18. <strong>\u201eHabt ihr nun recht und redlich getan, dass ihr Abimelech zum K\u00f6nig gemacht habt? Und habt ihr wohlgetan an Jerubbaal und an seinem Hause, und habt ihr ihm getan, wie er&#8217;s um euch verdient hat? Denn mein Vater hat f\u00fcr euch gek\u00e4mpft und sein Leben gewagt, um euch aus der Hand der Midianiter zu erretten. Aber ihr habt euch heute gegen meines Vaters Haus aufgelehnt und seine S\u00f6hne get\u00f6tet, siebzig Mann auf &#8222;einem&#8220; Stein, und habt Abimelech, seiner Magd Sohn, zum K\u00f6nig \u00fcber die M\u00e4nner von Sichem gemacht, weil er euer Bruder ist.\u201c <\/strong>Jotam sagte den M\u00e4nnern von Sichem, dass es unrecht war, dass sie Abimelech zum K\u00f6nig gemacht hatten, und machte sie f\u00fcr den Mord seiner 69 Br\u00fcder verantwortlich.<\/p>\n<p>Was sagte Jotam prophetisch dar\u00fcber, welche Strafe sie sich zuziehen w\u00fcrden? Betrachten wir die Verse 19-20. <strong>\u201e<\/strong><strong>Habt ihr nun heute recht und redlich gehandelt an Jerubbaal und an seinem Hause, so seid fr\u00f6hlich \u00fcber Abimelech und er sei fr\u00f6hlich \u00fcber euch. <\/strong><strong>20<\/strong><strong> Wenn nicht, so gehe Feuer aus von Abimelech und verzehre die M\u00e4nner von Sichem und die Bewohner des Millo, und gehe auch Feuer aus von den M\u00e4nnern von Sichem und von den Bewohnern des Millo und verzehre Abimelech.\u201c <\/strong>Jotam musste sich vor seinem Bruder verstecken. Er versuchte nicht selber Rache zu \u00fcben, sondern legte alles in die Hand Gottes. Er vertraute, dass Gott seine Gerechtigkeit zu seiner Zeit offenbaren w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Was geschah dann zwischen Abimelech und den M\u00e4nnern von Sichem? Lesen wir die Verse 22-23 zusammen. <strong>\u201e<\/strong><strong>Als nun Abimelech drei Jahre \u00fcber Israel geherrscht hatte, sandte Gott einen b\u00f6sen Geist zwischen Abimelech und die M\u00e4nner von Sichem. Und die M\u00e4nner von Sichem wurden Abimelech untreu.\u201c <\/strong>Sie waren eine Zeitlang f\u00fcr ihr gemeinsames Interesse einm\u00fctig. Aber ihre Beziehung ging auseinander. Unter ihnen wohnte nicht der Heilige Geist, sondern ein b\u00f6ser Geist wirkte aktiv. Wo Gottes Geist wirkt, da herrschen Treue, Liebe und Friede. Aber gottlose Menschen k\u00f6nnen sich gegenseitig bel\u00fcgen.<\/p>\n<p>Die M\u00e4nner von Sichem wurden R\u00e4uber auf der Stra\u00dfe. Gaal, der Sohn Ebeds, und seine Br\u00fcder kamen nach Sichem und stifteten einen Aufruhr gegen Abimelech an. Gaal sprach zu den M\u00e4nner in Sichem: \u201eWer ist Abimelech und wer ist denn dieser Sichemiter, dass wir ihm dienen sollten? Warum sollten wir jenem dienen?\u201c Gaal verachtete Abimelech. Zwar vertrieb Abimelech Gaal von Sichem, aber seine Herrschaft wurde von den M\u00e4nnern von Sichem nicht mehr unterst\u00fctzt. Er \u00fcbte Vergeltung und t\u00f6tete das Volk auf dem Feld und in er Stadt und legte Feuer an der Burg von Sichem, sodass allein dort etwa tausend M\u00e4nner und Frauen starben.<\/p>\n<p>Abimelech setzte seinen Vergeltungskrieg fort und griff auch die Stadt Tebez an. Aber diesmal war sein Vorhaben nicht erfolgreich. Als er zur Burg kam und sich dem Burgtor n\u00e4herte, um es mit Feuer zu verbrennen, warf eine Frau einen M\u00fchlstein auf seinen Kopf und zerschmetterte ihm den Sch\u00e4del. Er bat seinen Waffentr\u00e4ger, ihn zu t\u00f6ten. Da t\u00f6tete ihn sein Waffentr\u00e4ger. So ging seine Geschichte zu Ende.<\/p>\n<p align=\"left\">\n<p>W\u00e4hrend Abimelech seine Br\u00fcder grausam t\u00f6tete, sah es so aus, als ob Gott Ungerechtigkeit zulassen w\u00fcrde. Aber was sagt die Bibel \u00fcber Gott? Lesen wir die Verse 56-57. <strong>\u201e<\/strong><strong>So vergalt Gott dem Abimelech das B\u00f6se, das er seinem Vater angetan hatte, als er seine siebzig Br\u00fcder t\u00f6tete.\u00a0Desgleichen alle b\u00f6sen Taten der M\u00e4nner von Sichem vergalt ihnen Gott auf ihren Kopf, und es kam \u00fcber sie der Fluch Jotams, des Sohnes Jerubbaals.\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Gott ist ein gerechter Gott. Er spricht zu seiner Zeit. Wegen Abimelech mussten viele Menschen leiden. Gott wusste, wie grausam die Menschen get\u00f6tet wurden. Aber Gott ist gerecht. Es tut ihm weh, wenn er seine Kinder leiden sieht. Er leidet mit, wenn wir ungerecht behandelt werden. Er wei\u00df auch, wenn wir innerlich verletzt werden. Aber er ist ein gerechter Gott. Am Kreuz hat er seine Gerechtigkeit klar offenbart. So lange hat die grausame Herrschaft uns bedroht und zum Gehorsam gezwungen. Der Tod machte uns Angst und trieb uns dazu, nicht f\u00fcr Gott, sondern f\u00fcr uns selbst zu leben. Wir litten unter dieser Gewalt. Vor der Todesmacht waren wir immer hilflos. Aber Gott offenbarte seine Gerechtigkeit zu seiner Zeit. Gott zerschmetterte den Kopf des Satans durch seinen Sohn Jesus Christus. Der Tod ist nicht mehr Herrscher \u00fcber uns. Gott ist allein Herrscher \u00fcber uns. Wenn wir uns ungerecht behandelt f\u00fchlen, werfen wir all unsere Schmerzen auf Gott. Er ist gerecht. Er wei\u00df alles und heilt uns.<\/p>\n<p align=\"left\">\n<p>Jesus sagte: <strong>\u201eWenn dich jemand auf deine rechte Backe schl\u00e4gt, dem biete die andere auch dar.\u201c <\/strong>Er ist gerechter Gott. Weil wir ihn kennen, k\u00f6nnen wir Ungerechtigkeit durch den Glauben \u00fcberwinden. Er nimmt von uns Schmerzen weg. Durch seine Wunden sind wir geheilt. Gott ist gerecht. Er will nicht, dass seine Kinder ungerecht behandelt werden. Gott hat uns seine Gerechtigkeit am Kreuz offenbart. Zu seiner Zeit wird Jesus kommen, um alle gerecht zu richten. Wenn wir bis ans Ende auf ihn vertrauen, wird Gott alle Tr\u00e4nen von unseren Augen abwischen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download Gott gibt uns seine Gabe und richtet zu seiner Zeit gerecht \u201eAber der \u00d6lbaum antwortete ihnen: Soll ich meine Fettigkeit lassen, die G\u00f6tter und Menschen an mir preisen, und hingehen, \u00fcber den B\u00e4umen zu schweben?\u201c (Ri 9,9) Heute betrachten wir im ersten Teil ein Gleichnis von vier B\u00e4umen, und zwar vom \u00d6lbaum, Feigenbaum, Weinstock [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":14,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[4,54],"tags":[],"class_list":["post-524","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-predigt","category-richter"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/524","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/14"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=524"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/524\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":11178,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/524\/revisions\/11178"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=524"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=524"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=524"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}