{"id":4523,"date":"2016-08-07T11:00:59","date_gmt":"2016-08-07T09:00:59","guid":{"rendered":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/?p=4523"},"modified":"2022-11-18T12:21:28","modified_gmt":"2022-11-18T11:21:28","slug":"predigt-apostelgeschichte-31-26","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-apostelgeschichte-31-26\/","title":{"rendered":"Predigt: Apostelgeschichte 3,1 \u2013 26"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/Apg03P0301-0326.doc\"><strong>Download<\/strong><\/a><\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\">Im Namen Jesu Christi von Nazareth (I)<\/h2>\n<h3 style=\"text-align: center;\">\u201ePetrus aber sprach: Silber und Gold habe ich nicht; was ich aber habe, das gebe ich dir: Im Namen Jesu Christi von Nazareth steh auf und geh umher!\u201c<\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\">(3,6)<\/p>\n<p>Letzte Woche haben wir die erste Gemeinde betrachtet, die an Pfingsten auf Petrus\u2018 Predigt hin durch das Wirken des Heiligen Geistes entstanden war. Obwohl sie \u00fcber 3000 Menschen waren, waren sie einm\u00fctig und voller Liebe, weil sie best\u00e4ndig in der Lehre der Apostel, der Gemeinschaft, dem Brotbrechen und dem Gebet blieben. Heute erfahren wir vom ersten Wunder, das durch die Apostel geschah, und die anschlie\u00dfende Predigt von Petrus. Im Mittelpunkt steht der Name Jesu Christi von Nazareth, der einen gel\u00e4hmten Mann gesund machte und der allen, die glauben, neues Leben schenkt. M\u00f6ge der Name Jesu auch unter uns neu geglaubt und verherrlicht werden!<\/p>\n<p>Teil 1: Im Namen Jesu Christi von Nazareth steh auf (1-11)<\/p>\n<p>Betrachten wir den Vers 1: \u201ePetrus aber und Johannes gingen hinauf in den Tempel um die neunte Stunde, zur Gebetszeit.\u201c Auf den ersten Blick sagt uns dieser Vers schlicht, wann und wo dieses Ereignis passiert ist; Petrus und Johannes gingen gegen 15 Uhr in den Tempel, um zu beten. Tats\u00e4chlich weist uns dieser Vers auch darauf hin, dass diese J\u00fcnger Jesu ver\u00e4ndert waren. Fr\u00fcher hatten Petrus und Johannes oft miteinander konkurrierten. Sogar als Jesus kurz vor Jerusalem war und sein Leiden und Tod erneut angek\u00fcndigt hatte, stritten die J\u00fcnger dar\u00fcber, wer von ihnen der Gr\u00f6\u00dfte sei; und die Hauptkandidaten bzw. -kontrahenten waren Petrus und Johannes mit seinem Bruder Jakobus. Johannes und Jakobus gingen einmal sogar so weit, dass ihre Mutter f\u00fcr ihre Ambitionen einspannten und sie zu Jesus schickten, damit sie ihn darum bat, ihnen die besten Pl\u00e4tze in Jesu Reich zu geben. Jesus lehrte sie wiederholt, dass derjenige gro\u00df ist, der den anderen dient, und dass der Gr\u00f6\u00dfte der ist, der sich zum Diener aller macht. Das hatte scheinbar wenig genutzt. Aber hier sehen wir, dass die J\u00fcnger nun ver\u00e4ndert waren. Statt miteinander zu konkurrieren, gingen sie einm\u00fctig in den Tempel zum Gebet und verhielten sich auch bei dem weiteren Geschehen einm\u00fctig.<\/p>\n<p>Und die Tatsache, dass sie zum Gebet gingen, ist der andere Punkt ihrer Ver\u00e4nderung. Fr\u00fcher hatten sie immer Probleme zu beten. Obwohl sie sahen, dass Jesu Gebete Wunder bewirkten, konnten sie nicht beten. Selbst in akuter Not in Gethsemane, wo Jesus sie ausdr\u00fccklich zum Beten aufforderte, konnten sie nicht wirklich beten, sondern schliefen immer wieder ein (Mk 14,37-40). Aber jetzt gingen sie zum Gebet, und zwar freiwillig. Sie waren geistliche Menschen geworden.<\/p>\n<p>Was passierte, als sie gerade in den\u00a0 Tempel gehen wollten? Betrachten wir den Vers 2: \u201eUnd es wurde ein Mann herbeigetragen, lahm von Mutterleibe; den setzte man t\u00e4glich vor die T\u00fcr des Tempels, die da hei\u00dft die Sch\u00f6ne, damit er um Almosen bettelte bei denen, die in den Tempel gingen.\u201c Gerade als sie hineingehen wollten, wurde ein Mann vor die T\u00fcr des Tempels getragen, der von Geburt an gel\u00e4hmt war. Wir wissen nicht, wie alt er war, vielleicht 20 oder 30 oder vielleicht schon \u00e4lter. Normalerweise fangen Kindern schon im Alter von etwa einem Jahr an, sich an Gegenst\u00e4nden hochzuziehen und \u00fcben so, zu stehen und bald danach zu gehen. Aber dieser mann hatte niemals gehen oder stehen k\u00f6nnen. W\u00e4hrend die anderen Kinder drau\u00dfen umherliefen, rannten und sich gegenseitig fingen, konnte er immer nur auf im Zimmer an der Stelle sitzen bleiben, wo ihn seine Mutter hinsetzte, und durchs Fenster nur ihr Lachen h\u00f6ren. In der Kindheit und Jugend streben die Menschen danach, viele Dinge zu lernen, um immer selbst\u00e4ndiger leben zu k\u00f6nnen. F\u00fcr einen erwachsenen Menschen ist es normal, dass er selbst\u00e4ndig lebt, angefangen damit, dass er f\u00fcr seinen eigenen Unterhalt arbeitet. Aber wegen seiner L\u00e4hmung konnte er auch als Erwachsener nichts arbeiten und blieb immer von der F\u00fcrsorge seiner Eltern abh\u00e4ngig. Wie tief muss ihn das frustriert haben, wie schmerzlich muss es f\u00fcr ihn gewesen sein, das als sein Schicksal anzunehmen. Das Schlimmste dabei war, dass er keine Hoffnung haben konnte, dass sich seine Lage jemals \u00e4ndern w\u00fcrde. Von Geburt an waren seine F\u00fc\u00dfe und Kn\u00f6chel zu schwach, als dass er darauf h\u00e4tte stehen oder gar gehen k\u00f6nnen, und ihm fehlte die ganze Entwicklung, die im K\u00f6rper daf\u00fcr schon von Kleinauf stattfinden muss. Er muss unter dem Gef\u00fchl von Minderwertigkeit, Hilflosigkeit und Hoffnungslosigkeit gelitten haben. Das einzige, was er tun konnte, war es, vor der T\u00fcr des Tempels um Almosen zu betteln. Notgedrungen hatte er sich daran gew\u00f6hnt, von jedem, der vorbeikam, Almosen zu erbitten.<\/p>\n<p>Als Petrus und Johannes zum Tempel gingen und ihn sahen, bat er auch sie nach seiner Gewohnheit um ein Almosen. Wie reagierte aber Petrus? Lesen wir die Verse 4-6: \u201ePetrus aber blickte ihn an mit Johannes und sprach: Sieh uns an! Und er sah sie an und wartete darauf, dass er etwas von ihnen empfinge. Petrus aber sprach: Silber und Gold habe ich nicht; was ich aber habe, das gebe ich dir: Im Namen Jesu Christi von Nazareth steh auf und geh umher!\u201c Petrus wollte dem Mann nicht einfach ein Almosen geben. Als er ihn sah, muss er tiefes Mitleid mit ihm versp\u00fcrt haben, wie Jesus Mitleid hatte, wenn er die Kranken sah. Wie Jesus, der die Kranken aller Art heilte, bekam er Glauben und Zuversicht, dass auch dieser Mann im Namen Jesu geheilt werden sollte. So befahl er dem Mann voller Glauben an den Namen Jesu Christi, im Namen Jesu Christi von Nazareth aufzustehen und zu gehen.<\/p>\n<p>Wie reagierte der Mann? Er war auf diese Aufforderung v\u00f6llig unvorbereitet; er hatte nur ein paar M\u00fcnzen erwartet. Vor allem hatte er noch nie aufstehen oder gar umhergehen k\u00f6nnen. Aber als er Petrus Worte h\u00f6rte, wurde er mit dem Namen Jesu Christi konfrontiert. Er dachte an Jesus Christus, von dem er vor dem Tempel sicher schon vieles geh\u00f6rt haben musste. Er dachte nicht an seine lahmen F\u00fc\u00dfe und seine schwachen Beine, sondern an Jesus Christus von Nazareth. Petrus\u2018 Wort bewirkte seinem Herzen Glauben an den Namen Jesu Christi. Was passierte, als er das Wort im Glauben annahm? Betrachten wir die Verse 7-9: \u201eUnd er ergriff ihn bei der rechten Hand und richtete ihn auf. Sogleich wurden seine F\u00fc\u00dfe und Kn\u00f6chel fest, er sprang auf, konnte gehen und stehen und ging mit ihnen in den Tempel, lief und sprang umher und lobte Gott. Und es sah ihn alles Volk umhergehen und Gott loben.\u201c Petrus richtete ihn durch den Glauben auf. Eigentlich ist es nicht m\u00f6glich, einen erwachsenen Mann hochzuziehen, wenn der gel\u00e4hmt ist und nicht mithilft. Aber Petrus glaubte fest, dass der Name Jesu Christi den Mann gesund machte, und ergriff seine Hand. Und der Mann blieb nicht ungl\u00e4ubig sitzen, sondern er ergriff Petrus\u2018 Hand und stand im Glauben an den Namen Jesu auf. Im selben Moment wurden seine F\u00fc\u00dfe und Kn\u00f6chel fest, sodass er aufspringen und gehen und stehen konnte! Er ging mit ihnen in den Tempel, lief und sprang umher und lobte Gott. Durch den Namen Jesu Christi wurde er v\u00f6llig geheilt! Durch den Namen Jesu Christi wurde er von einem traurigen, hoffnungslosen gel\u00e4hmten Mann zu einem fr\u00f6hlichen aktiven Mann.<\/p>\n<p>Wie reagierten die umstehenden Menschen auf seine Heilung? Die Verse 10 und 11 sagen: \u201eSie erkannten ihn auch, dass er es war, der vor der Sch\u00f6nen T\u00fcr des Tempels gesessen und um Almosen gebettelt hatte; und Verwunderung und Entsetzen erf\u00fcllte sie \u00fcber das, was ihm widerfahren war. Als er sich aber zu Petrus und Johannes hielt, lief alles Volk zu ihnen in die Halle, die da hei\u00dft Salomos, und sie wunderten sich sehr.\u201c Wenn ich jeden Tag dieselben Menschen im Zug nach Frankfurt sitzen sehe, kenne ich allm\u00e4hlich ihre Gesichter. Weil er jeden Tag vor der T\u00fcr des Tempels sa\u00df und bettelte, erkannten die Leute schnell, dass er der Mann war, der gel\u00e4hmt dagesessen und gebettelt hatte. Verwunderung und Entsetzen ergriff sie, als sie den gel\u00e4hmten Mann umherspringen sahen. Als er sich dann auch noch an Petrus und Johannes hielt, die gew\u00f6hnliche M\u00e4nner und Leiter der neuen Bewegung der Christen waren, wunderten sie sich noch mehr.<\/p>\n<p>Was k\u00f6nnen wir durch dieses Ereignis lernen? Wir k\u00f6nnen dadurch lernen, dass der Name Jesu Christi Menschen heil macht und ihnen ein neues Leben schenkt. Im Namen Jesu ist Kraft, die unsere unl\u00f6sbaren Probleme l\u00f6st, unsere tiefsten Wunden und chronischen Krankheiten heilt und uns schlagartig ein neues Leben schenken kann. Im Namen Jesu, der von den Toten auferstanden ist, ist Kraft, durch die wir aus unserer Schwachheit und allen Probleme aufstehen und unser Leben fr\u00f6hlich, lebendig und kr\u00e4ftig f\u00fcr Gott f\u00fchren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Die meisten sehen \u00e4u\u00dferlich lebendig, gesund und kr\u00e4ftig aus. Aber viele sind innerlich schwach wegen bestimmten Gedanken, Erfahrungen oder Verletzungen in ihrem Leben. Deshalb k\u00f6nnen manche nicht aufstehen und auf den anderen zugehen und gest\u00f6rte oder unterentwickelte Beziehungen wiederherstellen. Andere k\u00f6nnen nicht aufstehen und den n\u00e4chsten Schritt machen, den sie in ihrem geistlichen Leben oder praktischen Leben tun sollten. Manche wollen gern wie andere fr\u00f6hlich und aktiv f\u00fcr Gott leben, aber sie sind durch negative Gedanken \u00fcber sich selbst, Gef\u00fchle von Minderwertigkeit oder Schuld wie gel\u00e4hmt. Wieder andere wollen aktiv f\u00fcr Gott leben, aber sie sind gel\u00e4hmt durch negative Gedanken \u00fcber andere, \u00fcber die Gemeinde oder \u00fcber bestimmte Mitarbeiter. Obwohl Jesus uns frei gesprochen und frei gemacht hat, sind viele noch so sehr von anderen Menschen oder Umst\u00e4nden abh\u00e4ngig. Der gel\u00e4hmte Mann war von seinem k\u00f6rperlichen Zustand und von anderen Menschen abh\u00e4ngig. Aber obwohl wir gesund sind und laufen k\u00f6nnen, sind wir auch von vielen Dingen abh\u00e4ngig. Viele sind abh\u00e4ngig von ihrer momentanen Lebenssituation, ob es in der Schule oder im Studium gut l\u00e4uft oder ob sie Probleme haben; ob sie eine gute Stelle haben oder nicht. Viele sind abh\u00e4ngig davon, wie die anderen Menschen \u00fcber sie denken und wie sie sich ihnen gegen\u00fcber verhalten. Viele sind abh\u00e4ngig vom eigenen Ehepartner, ob er zurzeit geistlich stark oder schwach ist, ober verst\u00e4ndnisvoll und liebevoll mir gegen\u00fcber ist oder nicht. Andere haben noch gar keinen Ehepartner und sind trotzdem abh\u00e4ngig von dem Gedanken, dass ihre Zufriedenheit im Leben davon abhinge, dass sie einen (Traum-)partner heiraten k\u00f6nnten, der in allem ihren Vorstellungen entspricht, oder wenigstens in m\u00f6glichst allem. Wir sind so abh\u00e4ngig. Viele sind abh\u00e4ngig von der geistlichen und praktischen Lage ihrer Kinder oder von der Lage ihrer Bibelsch\u00fcler und Freunde. Viele sind abh\u00e4ngig von der Verfassung der anderen in der Gemeinde; wir sind ermutigt, wenn die anderen geistliche Freude und Kraft ausstrahlen und aktiv in der Gemeinde mitwirken; aber wenn andere geistlich m\u00fcde und passiv werden, werden wir auch entmutigt und passiv.<\/p>\n<p>Warum ist es so schlimm, dass wir von vielen Dingen abh\u00e4ngig sind? Weil die Abh\u00e4ngigkeit von negativen Gedanken, von unserer Situation, von anderen Menschen oder von der S\u00fcnde uns innerlich schwach macht und l\u00e4hmt. Wie k\u00f6nnen wir unsere Abh\u00e4ngigkeiten \u00fcberwinden und davon frei werden? Wir k\u00f6nnen von allen unseren Abh\u00e4ngigkeiten frei und innerlich stark werden, wenn wir an den Namen Jesu Christi von Nazareth glauben. Selbst wenn wir vor unserem Problem v\u00f6llig hilflos und wie gel\u00e4hmt sind wie der Mann im Text, werden wir von Jesus Kraft empfangen, aus unserer L\u00e4hmung aufzustehen und hinzugehen, wenn wir auf das Wort h\u00f6ren: \u201eIm Namen Jesu Christi von Nazareth steh auf und geh umher!\u201c und ihm im Glauben gehorchen. Wir sollen im Namen Jesu Christi f\u00fcr uns selbst beten, bis wir in allem gesund und stark sind. Wir sollen in vollem Vertrauen auf den Namen Jesu Christi f\u00fcr alle Mitarbeiter, Second Gens und Bibelsch\u00fcler in der Gemeinde beten, dass sie vollkommen gesund und stark werden, sodass wir alle aufstehen und zu den Studenten in unserer Stadt hingehen und ihnen den Namen Jesu Christi von Nazareth verk\u00fcndigen k\u00f6nnen. M\u00f6ge Gott uns helfen, an den Namen Jesu fest zu glauben und seine Heilungsmacht zu erfahren!<\/p>\n<p>Teil 2: Den hat Gott auferweckt von den Toten (12-26)<\/p>\n<p>Wie reagierte Petrus, als die Menschen zu ihm kamen? Betrachten wir Vers 12: \u201eAls Petrus das sah, sprach er zu dem Volk: Ihr M\u00e4nner von Israel, was wundert ihr euch dar\u00fcber oder was seht ihr auf uns, als h\u00e4tten wir durch eigene Kraft oder Fr\u00f6mmigkeit bewirkt, dass dieser gehen kann?\u201c Petrus machte keine Anstalten die Aufmerksamkeit der Menschen auf sich zu lenken. Er lenkte ihre Aufmerksamkeit von Anfang an auf Jesus Christus. Betrachten wir die Verse 13-15: \u201eDer Gott Abrahams und Isaaks und Jakobs, der Gott unsrer V\u00e4ter, hat seinen Knecht Jesus verherrlicht, den ihr \u00fcberantwortet und verleugnet habt vor Pilatus, als der ihn loslassen wollte. Ihr aber habt den Heiligen und Gerechten verleugnet und darum gebeten, dass man euch den M\u00f6rder schenke; aber den F\u00fcrsten des Lebens habt ihr get\u00f6tet. Den hat Gott auferweckt von den Toten; dessen sind wir Zeugen.\u201c Petrus begann bei dem Gott ihrer V\u00e4ter, dem Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs, und bezeugte ihnen klar, dass dieser Gott seinen Knecht Jesus auferweckt hat. Er bezeugte Jesus als Gottes Knecht, wie sie ihn am leichtesten annehmen konnten. In den Mittelpunkt seiner Predigt stellte er die Auferstehung Jesu. Gott hatte Jesus von den Toten auferweckt, was alle Apostel bezeugten. Dabei nannte er ihre S\u00fcnde klar beim Namen, dass sie Jesus verleugnet und get\u00f6tet hatten. Warum sagte er ihnen wiederholt, dass sie am Tod Jesu Schuld waren? Sie sollten dadurch ihre S\u00fcnde erkennen und sich selbst vor Gott als S\u00fcnder und Bu\u00dfe tun konnten. Sicherlich hatten nicht alle Zuh\u00f6rer einige Monate zuvor vor Pilatus Jesus abgelehnt und seinen Tod gefordert, vielleicht nur eine kleine Minderheit. Warum bestand Petrus dann darauf, dass sie Jesus, den F\u00fcrsten des Lebens, get\u00f6tet hatten? Die Antwort ist, dass jeder, der Jesus nicht als Sohn Gottes von Herzen annimmt und in seinem Leben versucht, allein zurechtzukommen, Jesus abgelehnt und ihn mit ans Kreuz geschlagen hat. Auch alles Bem\u00fchen von uns, aus uns selbst heraus zu leben, aus eigener Kraft, eigener Bem\u00fchung und Gerechtigkeit ohne Jesus, hat dazu gef\u00fchrt, dass Jesus am Kreuz sterben musste. Aber trotz unserer S\u00fcnde hat Gott Jesus von den Toten auferweckt und dadurch allen Menschen den Glauben angeboten.<\/p>\n<p>Zur Bekr\u00e4ftigung verwies Petrus hier wieder auf das Wunder, das gerade passiert war, und erkl\u00e4rte: \u201eUnd durch den Glauben an seinen Namen hat sein Name diesen, den ihr seht und kennt, stark gemacht; und der Glaube, der durch ihn gewirkt ist, hat diesem die Gesundheit gegeben vor euer aller Augen.\u201c Petrus Verk\u00fcndigung von Jesu Auferstehung stand in vollem Einklang mit der Heilung des Mannes, die gerade passiert war. Es war nicht Petrus\u2018 Kraft oder F\u00e4higkeit, sondern der Glaube an den Namen Jesu Christi, der am Kreuz gestorben und auferstanden war, der den Gel\u00e4hmten geheilt und vollkommen gesund gemacht hatte.<\/p>\n<p>Wie versuchte Petrus ihnen weiter zu helfen? Betrachten wir Vers 17 -20: \u201eNun, liebe Br\u00fcder, ich wei\u00df, dass ihr&#8217;s aus Unwissenheit getan habt wie auch eure Oberen. Gott aber hat erf\u00fcllt, was er durch den Mund aller seiner Propheten zuvor verk\u00fcndigt hat: dass sein Christus leiden sollte.\u00a0So tut nun Bu\u00dfe und bekehrt euch, dass eure S\u00fcnden getilgt werden,\u00a0damit die Zeit der Erquickung komme von dem Angesicht des Herrn und er den sende, der euch zuvor zum Christus bestimmt ist: Jesus.\u201c Petrus gab zu, dass sie Jesu Tod zwar gefordert hatten, dass sie es aber aus Unwissenheit getan hatten. Er bezeugte auch, dass alles nach dem Ratschluss und Willen Gottes geschehen war. Das zeigte, dass Ihre S\u00fcnde zwar katastrophal und eigentlich unverzeihlich, aber weniger katastrophal war, als sie in ihrer Betroffenheit wohl meinten. So lud Petrus sie zur Bu\u00dfe ein. Dazu bezeugte er weiter den Namen Jesu und den Ratschluss Gottes. Er sagte weiter: \u201eIhn muss der Himmel aufnehmen bis zu der Zeit, in der alles wiedergebracht wird, wovon Gott geredet hat durch den Mund seiner heiligen Propheten von Anbeginn.\u00a0Mose hat gesagt: \u00bbEinen Propheten wie mich wird euch der Herr, euer Gott, erwecken aus euren Br\u00fcdern; den sollt ihr h\u00f6ren in allem, was er zu euch sagen wird. Und es wird geschehen, wer diesen Propheten nicht h\u00f6ren wird, der soll vertilgt werden aus dem Volk.\u00ab\u00a0Und alle Propheten von Samuel an, wie viele auch danach geredet haben, die haben auch diese Tage verk\u00fcndigt\u201c (21-24). Schon Mose hatte den Messias als einen Propheten wie ihn angek\u00fcndigt, auf den sie h\u00f6ren sollten. Und Mose hatte bereits gesagt, dass diejenigen, der auf ihn nicht h\u00f6ren, aus dem Volk Gottes ausgerottet werden. Sie konnten sich also nicht darauf berufen, dass sie als Juden ja Abrahams Nachkommen waren. Ob sie zum Volk Gottes wirklich dazugeh\u00f6ren, h\u00e4ngt ganz davon ab, ob sie an den Namen Jesu Christi glauben und ihn anrufen. Und dadurch ist in Jesus das Heil f\u00fcr alle Menschen offen, f\u00fcr Juden ebenso wie f\u00fcr Nichtjuden.<\/p>\n<p>Betrachten wir die Schlussworte von Petrus Predigt:\u00a0\u201eIhr seid die S\u00f6hne der Propheten und des Bundes, den Gott geschlossen hat mit euren V\u00e4tern, als er zu Abraham sprach: \u00bbDurch dein Geschlecht sollen gesegnet werden alle V\u00f6lker auf Erden.\u00ab\u00a0F\u00fcr euch zuerst hat Gott seinen Knecht Jesus erweckt und hat ihn zu euch gesandt, euch zu segnen, dass ein jeder sich bekehre von seiner Bosheit.\u201c Gott hatte Jesus Christus zuerst f\u00fcr sie geschickt, um sie zu segnen. Obwohl sie so gegen Gott und seinen Christus ges\u00fcndigt hatten, wollte Gott sie immer noch segnen. Der wahre Segen bestand darin, dass sie sich im Namen Jesu von ihrer Bosheit bekehren und von Jesus Vergebung und das Heil empfangen w\u00fcrden. Wir erfahren hier nicht, wie sie reagierten. Aber in Kap. 4,4 wird gesagt, dass sich etwa 2000 Menschen bekehrten. Gott hat Jesus auch f\u00fcr uns gesandt, um uns zu segnen. Der wahre Segen Gottes kommt zu uns, wenn wir uns von unserer Bosheit bekehren. Die gr\u00f6\u00dfte Bosheit ist, wenn wir nicht im Glauben an den Namen Jesu Christi leben, sondern in bestimmten Lebensbereichen ohne Jesus zurechtzukommen versuchen und so ihn ablehnen. M\u00f6ge der Name Jesu \u00fcber uns ausgerufen sein und allen helfen, sich zu bekehren und im Namen Jesu Christi heil und stark zu werden und aktiv f\u00fcr seinen Namen zu leben. Lesen wir noch einmal das Leitwort: \u201ePetrus aber sprach: Silber und Gold habe ich nicht; was ich aber habe, das gebe ich dir:\u00a0 Im Namen Jesu Christi von Nazareth steh auf und geh umher!\u201c\u00a0 (3,6)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download Im Namen Jesu Christi von Nazareth (I) \u201ePetrus aber sprach: Silber und Gold habe ich nicht; was ich aber habe, das gebe ich dir: Im Namen Jesu Christi von Nazareth steh auf und geh umher!\u201c (3,6) Letzte Woche haben wir die erste Gemeinde betrachtet, die an Pfingsten auf Petrus\u2018 Predigt hin durch das Wirken [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":14,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[14,4],"tags":[],"class_list":["post-4523","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-apostelgeschichte","category-predigt"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4523","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/14"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4523"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4523\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4525,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4523\/revisions\/4525"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4523"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4523"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4523"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}