{"id":4498,"date":"2016-06-26T11:00:27","date_gmt":"2016-06-26T09:00:27","guid":{"rendered":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/?p=4498"},"modified":"2022-11-18T12:21:29","modified_gmt":"2022-11-18T11:21:29","slug":"predigt-lukas-241-53","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-lukas-241-53\/","title":{"rendered":"Predigt: Lukas 24,1 \u2013 53"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/Lk-P24-0153.doc\"><strong>Download<\/strong><\/a><\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\">Begegnung mit dem auferstandenen Herrn<\/h2>\n<h3 style=\"text-align: center;\">\u201eDa sprachen die zu ihnen: Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten? Er ist nicht hier, er ist auferstanden.\u201c<\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\">Lukas 24,5b.6a<\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">W\u00e4hrend meiner Schulzeit am Gymnasium hatte ich evangelischen Religionsunterricht. F\u00fcnf Jahre lang wurde ich dabei von einem Lehrer unterrichtet, der auch Pfarrer der evangelischen Landeskirche war. Er war einer der nettesten Menschen in der Schule. Aber obwohl er Pfarrer war, glaubte er nicht an die Auferstehung Jesu. Die letzten zwei Jahre wurde ich von einem anderen Religionslehrer unterrichtet. So weit ich mich erinnere, glaubte er auch nicht auf die Auferstehung. Ich meine da ein gewisses Muster zu erkennen. Woran liegt das? <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">Gerd L\u00fcdemann, ein umstrittener Theologie-Professor, hatte w\u00e4hrend seinem Studium die Beobachtung gemacht, dass manche Professoren zwar die Auferstehung Jesu predigten. Aber dann im Seminar, unter Zuhilfenahme von historisch-kritischen Methoden, kamen sie zum Schluss, dass Jesus nicht auferstanden ist. Er schrieb folgendes: \u201eBeim Ostergottesdienst hie\u00df es aus professoralem Mund, Jesus wurde von den Toten erweckt und zum Herrn \u00fcber den Kosmos gemacht, indes lernten wir im Seminar \u00fcber die Auferstehung Jesu: Jesus ist, historisch gesehen, gar nicht auferstanden; die J\u00fcnger haben ihn vielmehr in einer Vision gesehen. Das Grab Jesu war gar nicht leer, sondern voll. Mich bedr\u00fcckte dieser scharfe Gegensatz zwischen Glauben und Wissenschaft sehr.\u201c L\u00fcdemann war konsequent genug, den Glauben an Jesus ganz aufzugeben. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">Und Gerd L\u00fcdemann steht in der evangelischen Theologie damit nicht alleine da. Er steht in der Tradition von Theologen David Friedrich Strauss und Rudolf Bultmann. Bultmann glaubte auch nicht an die Auferstehung Jesu von den Toten. F\u00fcr ihn ist Jesus lediglich in der Verk\u00fcndigung oder in der Predigt auferstanden. Oder anders gesagt, Auferstehung ist nichts anderes als ein Symbol. Es ist die Botschaft, dass die Welt nicht untergeht; dass nach dem Gewitter wieder die Sonne scheint; dass nach dem Winter der Fr\u00fchling kommt; dass auf die Nacht der Tag folgt. Oder Dominican Crossan, ein anderer bekannter Bibelkritiker sagte folgendes: \u201eEmmaus ist niemals passiert. Emmaus passiert jeden Tag.\u201c <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">Genau das ist es, was unser Text \u00fcberhaupt nicht sagt. In Lukasevangelium wird Jesu Auferstehung nicht als Symbol sondern als historische Tatsache verk\u00fcndigt. Und die Fragen, mit denen wir uns heute besch\u00e4ftigen wollen, lauten: was ist dran an diesen Geschichten? Sind die Berichte glaubw\u00fcrdig? Und falls ja, was bedeutet es f\u00fcr mich? <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">Unser Text ist ziemlich lang. Anstatt Vers f\u00fcr Vers und Abschnitt f\u00fcr Abschnitt durch den Text zu gehen, w\u00fcrde ich gerne vier Lehren aus dem Text ziehen. Die vier Punkte sind: erstens, <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><i>die Auferstehung Jesus ist eine historische Tatsache<\/i><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">; zweitens, <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><i>die Auferstehung Jesu ist unser Schl\u00fcssel zum richtigen Verst\u00e4ndnis der Schrift<\/i><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">; drittens, <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><i>die Auferstehung Jesu ist Teil von Gottes neuer Sch\u00f6pfung<\/i><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">; viertens, <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><i>die Auferstehung Jesu ver\u00e4ndert unsere Traurigkeit in unaussprechliche Freude<\/i><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">Erstens, die Auferstehung Jesu ist eine historische Tatsache<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">Lukas pr\u00e4sentiert uns zwei Indizien, die stark daf\u00fcr sprechen, dass die Auferstehung Jesu keine Legende, Fiktion oder Symbolik ist, sondern eine historische Tatsache. Das erste Indiz, das daf\u00fcr spricht, ist das leere Grab. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">Vers 1: es war der erste Tag der Woche. Die J\u00fcnger und die Frauen hatten gerade den schlimmsten Sabbat ihres Lebens gehabt. Die Frauen kamen zum Grab, um Jesus die letzte Ehre zu erweisen. Sie kamen mit wohlriechenden \u00d6len, um Jesus zu salben. Diese \u00d6le hatten die Aufgabe, den schlimmen Verwesungsgeruch zu \u00fcberdecken. Vielleicht fragen sich manche, warum das notwendig war. Es gab damals bei den Juden verschiedene Br\u00e4uche, wie Tote beerdigt wurden. In Jesu Fall wurde er in einer H\u00f6hle bestattet. Und diese H\u00f6hlen wurden nicht nur f\u00fcr einen Toten verwendet. Nach und nach w\u00fcrde man in solchen H\u00f6hlen weitere Familienmitglieder beerdigen. Und da es durchaus vorkommen konnte, dass die n\u00e4chste Person beerdigt werden musste, bevor die vorigen Leichen verwest waren, wurden solche Salben und \u00d6le verwendet. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">Der erste Schock f\u00fcr die Frauen war, dass der Stein weggerollt war. Und schlimmer noch, als sie die Grabh\u00f6hle betraten, fanden sie Jesu Leichnam nicht. Und noch schlimmer, es erschienen M\u00e4nner, von denen Matth\u00e4us sagt, dass es Engel waren, deren Gestalt wie der Blitz und deren Gew\u00e4nder wei\u00df wie Schnee waren. Und dann h\u00f6rten sie die erste Osterbotschaft, die jemals gepredigt wurde: <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><b>\u201eWas sucht ihr den Lebenden bei den Toten? Er ist nicht hier, er ist auferstanden.\u201c<\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"> Diese Worte haben seit dem Ostermorgen die ganze Welt ver\u00e4ndert. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">In allen vier Evangelien erfahren wir, dass Jesu Grab am Ostermorgen leer war. Das leere Grab ist eine Begebenheit, die von vielen Historikern, auch von denen, die nicht an Jesu Auferstehung glauben, angenommen wird. Der Grund daf\u00fcr ist, dass es in der Stadt Jerusalem bekannt war, wo Jesus beerdigt wurde. Jerusalem wiederum war die Stadt, in der die christliche Bewegung ihren Anfang nahm und wo ziemlich bald viele tausende von Menschen anfingen, an Jesus als Auferstandenen zu glauben. Das h\u00e4tte niemals passieren k\u00f6nnen, wenn Jesus noch im Grab gelegen h\u00e4tte. Die religi\u00f6sen Leiter h\u00e4tten in diesem Fall einfach auf das Grab zeigen k\u00f6nnen und diese Bewegung unterbinden k\u00f6nnen. Aber sie konnten das nicht tun, weil das Grab leer war. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">Das zweite Indiz, das f\u00fcr die Auferstehung als historische Tatsache spricht, sind die vielen Augenzeugen vom Auferstandenen. In allen Evangelien sind Frauen die ersten Menschen, die Jesu Auferstehung verk\u00fcndigen. Maria von Magdala war die erste Frau, die den Auferstandenen sah und erlebte. Und das war ziemlich problematisch. In der damaligen Gesellschaft waren Frauen weder vor einem j\u00fcdischen noch vor einem r\u00f6mischen Gericht als Zeugen zugelassen. Ihr Zeugnis galt als nicht vertrauensw\u00fcrdig. Die Erw\u00e4hnung von Frauen als erste Zeugen machte die Geschichte der Auferstehung nicht st\u00e4rker sondern schw\u00e4cher. Um ein Beispiel daf\u00fcr zu nennen: ungef\u00e4hr 100 Jahre nachdem die Evangelien geschrieben wurden, gab es einen Philosophen namens Celsus, der das Christentum angriff. Celsus nannte Maria von Magdala eine hysterische Frau. Und er schrieb, dass ihre Erw\u00e4hnung die Auferstehungsgeschichte unglaubw\u00fcrdiger machte. Warum erw\u00e4hnen die Evangelisten diese Frauen? Der einzige plausible Grund, weshalb die Evangelisten die Frauen erw\u00e4hnten und damit in Kauf nahmen, dass sie ihre eigene Glaubw\u00fcrdigkeit schw\u00e4chten, war der, dass Frauen die ersten Zeugen waren! <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">Die anderen Augenzeugen, die Lukas erw\u00e4hnt, sind die beiden J\u00fcnger auf dem Weg nach Emmaus. Und schlie\u00dflich erw\u00e4hnt Lukas, wie Jesus den 11 J\u00fcngern begegnete. Das was diese Berichte so glaubw\u00fcrdig macht, ist die Tatsache, dass die engsten J\u00fcnger, die S\u00e4ulen und Pfeiler der christlichen Gemeinde, die V\u00e4ter der christlichen Kirche, nicht an die Auferstehung glauben konnten, obwohl sie Jesus sahen. Die J\u00fcnger auf dem Weg nach Emmaus erkannten Jesus erst als er vor ihren Augen das Brot brach. Die 11 J\u00fcnger sahen Jesus mitten unter ihnen und erschraken und dachten, dass sie einen Geist sehen w\u00fcrden. Jesus antwortete darauf in Vers 38: <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><b>\u201eWas seid ihr so erschrocken, und warum kommen solche Gedanken in euer Herz? Seht meine H\u00e4nde und meine F\u00fc\u00dfe, ich bin\u2019s selber. Fasst mich an und seht; denn ein Geist hat nicht Fleisch und Knochen, wie ihr seht, dass ich sie habe.\u201c<\/b><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">Und danach konnten sie es immer noch nicht glauben. Und Jesus fragte sie, ob sie etwas zu essen h\u00e4tten. Verse 42 und 43: <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><b>\u201eUnd sie legten ihm ein St\u00fcck gebratenen Fisch vor. Und er nahm\u2019s und a\u00df vor ihnen.\u201c<\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"> Habt ihr euch jemals gefragt, warum der Text erw\u00e4hnt, dass der Fisch gebraten war? Vermutlich kommt es uns deshalb nicht so seltsam vor, weil die meisten von uns moderne Romane gelesen haben. In Romanen ist es v\u00f6llig normal, st\u00e4ndig viele Details zu lesen, die f\u00fcr die Geschichte an sich nicht wichtig sind, aber die dazu beitragen, dass die Geschichte lebendiger wirkt. In der Antike gab es keine Romane. Es gab Legenden und Mythen. Aber Legenden und Mythen erw\u00e4hnten niemals unwichtige Details. Der Grund weshalb Lukas erw\u00e4hnt, dass der Fisch gebraten war, ist folgender: Lukas verwendet Berichte von Augenzeugen, die vor Ort waren, als Jesus den Fisch vor ihren Augen a\u00df. Sie wussten, dass der Fisch gebraten war, weil sie ihn selbst in die Pfanne geschmissen hatten. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">Hier ist noch ein weiteres Anzeichen daf\u00fcr, dass wir es mit Augenzeugen von Jesu Auferstehung zu tun haben. Viele Menschen haben sich die K\u00f6pfe dar\u00fcber zerbrochen, warum die Evangelisten manche Personen beim Namen nennen und andere nicht. Warum erw\u00e4hnt Markus, dass Simon von Kyrene, der Jesus das Kreuz trug, der Vater von Alexander und Rufus ist? Warum erw\u00e4hnt Lukas akribisch die Namen der Frauen am Grab Maria von Magdala und Johanna und Maria, des Jakobus Mutter und l\u00e4sst andere Namen aus und schreibt nur <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><b>\u201eund die anderen mit ihnen\u201c<\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">? Warum erw\u00e4hnt Lukas den Namen von einem der Emmaus-J\u00fcnger und den anderen J\u00fcnger l\u00e4sst er unerw\u00e4hnt? Richard Bauckham hat ein herausragendes Buch mit dem Titel geschrieben: \u201eJesus und die Augenzeugen\u201c. Und in diesem Buch argumentiert er, dass die Erw\u00e4hnung dieser Namen wie Fu\u00dfnoten sind. Lukas hatte sein Evangelium basierend auf Augenzeugenberichten geschrieben. Die namentlich erw\u00e4hnten Menschen waren h\u00f6chstwahrscheinlich Zeugen, die zum Zeitpunkt, als die Evangelien geschrieben wurden, noch am Leben waren. Die Leser w\u00e4ren in der Lage, diese Zeugen zu befragen. Es waren allesamt Zeugen, die bereit waren, f\u00fcr ihr Zeugnis zu sterben. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">Der Stein vor dem Grab war weggerollt. Nicht, damit Jesus aus dem Grab herauskommen konnte. Sondern damit wir in das Grab hineingehen k\u00f6nnen und sehen k\u00f6nnen, dass das Grab leer ist. Jesu Auferstehung ist historische Tatsache. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">Zweitens, die Auferstehung Jesu ist unser Schl\u00fcssel zum Verst\u00e4ndnis der Schrift<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">Ein Aspekt, der mir erst dieses Mal aufgefallen ist, ist die Tatsache, wie oft Lukas in Kapitel 24 auf das Wort hinweist. Nachdem der Engel den Frauen verk\u00fcndigt hat, dass Jesus auferstanden ist, sagt er: <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><b>\u201eGedenkt daran, wie er euch gesagt hat, als er noch in Galil\u00e4a war: Der Menschensohn muss \u00fcberantwortet werden in die H\u00e4nde der S\u00fcnder und gekreuzigt werden und am dritten Tage auferstehen.\u201c<\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"> Und wir lesen die Reaktion in Vers 8: <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><b>\u201eUnd sie gedachten an seine Worte.\u201c<\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"> Und ganz pl\u00f6tzlich m\u00fcssen alle Worte Jesu in einem v\u00f6llig neuen Licht erschienen sein. Pl\u00f6tzlich m\u00fcssen sie erkannt und verstanden haben, worum es Jesus wirklich ging. Pl\u00f6tzlich wurden alte Wahrheiten f\u00fcr sie v\u00f6llig neu und relevant. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">Noch viel deutlicher wird das nat\u00fcrlich auf dem Weg nach Emmaus. W\u00e4hrend die zwei J\u00fcnger an die sch\u00f6ne alte Zeit dachten, als Jesus noch unter ihnen war, trat Jesus zu ihnen. Und Jesus tat so, als ob er nicht w\u00fcsste, was sie besprachen: \u201eDas klingt nach einer sehr interessanten Diskussion, die ihr gerade habt. Wor\u00fcber genau redet ihr eigentlich?\u201c Kleopas Antwort folgt in Vers 18: \u201eLebst du eigentlich hinter dem Mond? Wei\u00dft du nicht, was passiert ist?\u201c Jesus fragt v\u00f6llig unschuldig: \u201eWas denn?\u201c Die Antwort: <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><b>\u201eDas mit Jesus von Nazareth, der ein Prophet war, m\u00e4chtig in Taten und Worten vor Gott und allem Volk; wie ihn unsere Hohenpriester und Oberen zur Todesstrafe \u00fcberantwortet und gekreuzigt haben. Wir aber hofften, er sei es, der Israel erl\u00f6sen werde.\u201c<\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"> Und in diesem Satz sind die beiden so nahe an der Wahrheit und doch so fern. N.T. Wright schrieb in seinem Kommentar an dieser Stelle: \u201eKleopas verwirrte Aussage brauchte nur eine kleine Wendung, um es zu einer freudigen Aussage der fr\u00fchen Christenheit zu machen. Aus \u201asie haben ihn gekreuzigt, aber wir hofften er w\u00fcrde Israel erl\u00f6sen\u2019 wurde bald: \u201asie haben ihn gekreuzigt und auf diese Weise erl\u00f6ste er Israel.\u2019 Und nat\u00fcrlich war es die Auferstehung, die den Unterschied ausmachte.\u201c <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">Und dann erz\u00e4hlte Kleopas davon, dass das Grab leer war; dass Engel verk\u00fcndigten, dass Jesus auferstanden war, und wie einige zum Grab gingen und sahen, dass es leer war und Jesus nicht sahen. Jesu liebevolle Antwort darauf: \u201eWarum seid ihr so schwer von Begriff?\u201c Vers 27: <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><b>\u201eUnd er fing an bei Mose und allen Propheten und legte ihnen aus, was in der ganzen Schrift von ihm gesagt war.\u201c<\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"> Die beiden J\u00fcnger hatten ein Verst\u00e4ndnisproblem und ein Glaubensproblem. Und Jesu Antwort darauf war es, mit ihnen in der Bibel zu lesen. Aber es war nicht einfach nur irgendein Bibelstudium. Es war ein Bibelstudium, mit dem Ziel zu zeigen, dass Jesus die Erf\u00fcllung von allem ist, was in der Bibel geschrieben steht. Diese Stelle ist immer noch nicht alles. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">Wir finden einen weiteren Verweis auf das von Jesus gesprochene und im AT geschriebene Wort in Vers 44 und folgenden. Jesus hatte den J\u00fcngern gezeigt, dass er wirklich auferstanden ist. Er hatte vor ihren Augen gegessen. Danach sagte er dann: <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><b>\u201eEr sprach aber zu ihnen: Das sind meine Worte, die ich zu euch gesagt habe, als ich noch bei euch war: Es muss alles erf\u00fcllt werden, was von mir geschrieben steht im Gesetz des Mose, in den Propheten und in den Psalmen. Da \u00f6ffnete er ihnen das Verst\u00e4ndnis, sodass sie die Schrift verstanden.\u201c<\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"> Jesus und seine Auferstehung sind der Schl\u00fcssel, den wir brauchen, um die Schrift zu verstehen. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">Erst dann macht die Geschichte von Abraham Sinn, der Isaak opfern sollte und dann doch nicht opfern sollte. Erst dann macht die Geschichte von Mose Sinn, der Israel ins verhei\u00dfene Land f\u00fchren sollte, und der diese Mission nicht erf\u00fcllen konnte. Erst dann macht das Opfersystem Sinn, mit dem Blut von Tieren, das f\u00fcr die S\u00fcnden der Israeliten s\u00fchnen sollte und das doch keine wahre S\u00fcndenvergebung bringt. Erst dann macht die Geschichte von Israel Sinn, die einen K\u00f6nig haben wollten aber nicht sollten, obwohl es trotzdem im Gesetz vorgesehen war, und deren K\u00f6nige sie sp\u00e4ter in die Fremdherrschaft f\u00fchrten. Erst dann macht die Geschichte von David\u2019s Nachkommen Sinn, die verworfen wurden und doch nicht ganz verworfen wurden. Erst dann machen die Geschichten der Propheten Sinn, die ihr Volk zur Bu\u00dfe rufen sollten, was sie taten und doch scheiterten. Sie alle sind Hinweise, Zeiger und laute Rufe nach Jesus. Lukas 24 lehrt uns, dass die ganze Bibel eigentlich von Jesus handelt. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">Ich bin mir nicht sicher, ob es sich hier in unserer Gemeinde herumgesprochen hat. Aber ich pers\u00f6nlich habe ein riesiges Herzensanliegen daf\u00fcr, dass wir jeden Text in der Bibel mit Jesus im Zentrum lesen. Ich w\u00fcnsche mir, dass in jeder Predigt und in jedem Bibelstudium, der Text auf solche Art und Weise beleuchtet wird, dass Jesus verk\u00fcndigt wird. Ich w\u00fcnsche mir, dass jeden Sonntag die frohe Botschaft von Jesus Christus gepredigt wird: sein Tod und seine Auferstehung, in der Kraft des Heiligen Geistes, mit dem Verst\u00e4ndnis, das nur Gott uns schenken kann. Jesus hat die Bibel christozentrisch gelesen. Wir sollten die Bibel deshalb auch christozentrisch lesen.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">Um nur ein einziges konkretes Beispiel erw\u00e4hnen: wenn wir die Geschichte von David und Goliath lesen, gibt es ganz grob gesprochen zwei grundlegend verschiedene Art und Weisen wie wir das verstehen k\u00f6nnen. In der einen Art und Weise die Geschichte zu lesen, stellen wir folgende Fragen: wie k\u00f6nnen wir so sein, wie David? Wie k\u00f6nnen wir unseren Goliath herausfordern? Wie k\u00f6nnen wir so an Gott glauben und Gott so gehorchen wie David es uns vorgemacht hat? Es geht dann prim\u00e4r um uns. In der anderen Art und Weise, diese Geschichte zu lesen, stellen wir folgende Fragen: wie weist die Geschichte auf Jesus hin? Inwiefern ist David ein Typus f\u00fcr Christus? Was lehrt uns Davids Sieg \u00fcber den wahren Sieg, den der wahre David \u00fcber unsere wahren Feinde S\u00fcnde und Tod f\u00fcr uns errungen hat? Was ist die frohe Botschaft von Jesus Christus? Es geht dann prim\u00e4r um Jesus. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">Ich m\u00f6chte den ersten Ansatz nicht unbedingt schlechtreden. Er kann inspirierend sein. Man kann durch gro\u00dfe Vorbilder in der Bibel viel lernen. Aber der zweite Ansatz ist der, wie Menschen wirklich ver\u00e4ndert werden. Der zweite Ansatz ist der, wie Menschen wirklich geheilt und wirklich geheiligt werden. Der zweite Ansatz zeigt uns die unendlich gro\u00dfe Barmherzigkeit und Liebe Gottes. Der zweite Ansatz ist der, den Jesus gebrauchte auf dem Weg nach Emmaus und bei den Aposteln. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">Drittens, die Auferstehung Jesu ist Teil von Gottes neuer Sch\u00f6pfung <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">In den Evangelien sehen wir einen weiteren interessanten Aspekt bez\u00fcglich der leiblichen Auferstehung von Jesus. Wir lesen mehrere Male, dass Jesus seinen Anh\u00e4ngern erschien, aber zun\u00e4chst nicht erkannt wird. Die Emmaus J\u00fcnger erkannten ihn nicht. Vers 16 sagt, dass ihre Augen gehalten wurden, so dass sie Jesus nicht erkennen konnten. Die J\u00fcnger erkannten ihn nicht und dachten sie s\u00e4hen einen Geist. In Johannesevangelium lesen wir, dass Maria von Magdala dachte, dass Jesus der G\u00e4rtner ist. Woran lag das? Die andere interessante Beobachtung ist die Art und Weise, wie Jesus pl\u00f6tzlich auftauchte. Verschlossene T\u00fcren waren kein Problem f\u00fcr Jesus. Er trat mitten unter den J\u00fcngern auf. Und er verschwand direkt vor ihren Augen. Das sind Dinge, die er vor seiner Auferstehung nicht tat. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">Aufgrund dessen haben viele Ausleger argumentiert, dass Jesu Leib nach seiner Auferstehung anders war. Oder anders gesagt, die Auferstehung von Jesus war keine Wiederbelebung des alten K\u00f6rpers. Jesus hatte einen v\u00f6llig neuen K\u00f6rper mit neuen Eigenschaften. Paulus sagt dasselbe in 1. Korinther 15: <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><b>\u201eSo auch die Auferstehung der Toten. Es wird ges\u00e4t verweslich und wird auferstehen unverweslich. Es wird ges\u00e4t in Niedrigkeit und wird auferstehen in Herrlichkeit. Es wird ges\u00e4t in Armseligkeit und wird auferstehen in Kraft. Es wird ges\u00e4t ein nat\u00fcrlicher Leib und wird auferstehen ein geistlicher Leib.\u201c<\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"> Wenn Paulus von einem geistlichen Leib spricht, bedeutet es nicht, dass wir materielose Geister sein werden. Die vorigen Verse machen ganz deutlich, dass das nicht der Fall ist. Jesus hatte einen K\u00f6rper, den man anfassen konnte. Jesus a\u00df mit seinen J\u00fcngern Fisch. Wir werden einen richtigen K\u00f6rper haben. Unser jetziger K\u00f6rper ist Teil der alten Sch\u00f6pfung. Der neue K\u00f6rper wird Teil der neuen Sch\u00f6pfung sein. Jesu Auferstehung ist daher Teil der neuen Sch\u00f6pfung Gottes. Oder wie Paulus sagte: der Erstling. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">Wenn wir das NT lesen, dann sehen wir, dass die Hoffnung der ersten Christen nicht darin bestand, in den Himmel zu gehen. Ihre Hoffnung war die Auferstehung, wenn Gott Himmel und Erde einschlie\u00dflich unserer K\u00f6rper v\u00f6llig neu macht. Ihre Hoffnung war eine neue Sch\u00f6pfung. Diese Hoffnung ist dieselbe Hoffnung, die mit dem Gebet verbunden ist: <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><b>\u201eDein Reich komme!\u201c<\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"> Das Geheimnisvolle an der Auferstehung ist, dass sie v\u00f6llig neu ist und auch eine Fortsetzung vom Alten. Jesus hatte einen v\u00f6llig neuen Leib. Und doch konnte man seine N\u00e4gelmale sehen. Und so wird es auch bei uns sein, v\u00f6llig neu und doch erkennbar wir. Wir werden einen herrlichen K\u00f6prer haben: den K\u00f6rper, den wir immer haben wollten und nicht haben konnten; einen Leib, der nicht m\u00fcde wird, der nicht alt wird, der nicht krank wird, der nicht kaputt geht und der vor allem nicht dick wird. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">Weil wir diese Hoffnung haben, ist es nicht egal wie wir unser Leben f\u00fchren. Weil die neue Sch\u00f6pfung in irgendeiner Form eine Fortsetzung dieser Welt sein wird, ist es nicht egal, was aus dieser Welt wird. N.T. Wright schrieb folgendes: \u201eWas du im Herrn tust, ist nicht vergeblich. Du bist nicht dabei, die R\u00e4der einer Maschine zu \u00f6len, die von der Klippe rollt. Du bist nicht dabei ein gro\u00dfartiges Bild zu restaurieren, das bald ins Feuer geworfen wird. Du bist nicht dabei, Rosen in einem Garten zu pflanzen, die f\u00fcr eine Baustelle ausgehoben werden. Du bist gerade dabei &#8230; etwas zu vollbringen, was zu seiner Zeit ein Teil von Gottes neuer Welt werden wird. Jede Handlung aus Liebe und Dankbarkeit und Freundlichkeit; jedes Kunstwerk oder Musik, die von der Liebe Gottes und aus Freude an der Sch\u00f6nheit seiner Sch\u00f6pfung inspiriert sind; jede Minute, die wir damit verbringen einem schwer behinderten Kind Lesen und Laufen beizubringen; jeder Akt der F\u00fcrsorge und Pflege, des Trostes und der Unterst\u00fctzung; &#8230; und nat\u00fcrlich jedes Gebet, jedes Lehren, das vom Geist erf\u00fcllt ist, jede Tat, welche die frohe Botschaft verbreitet, die Gemeinde erbaut, &#8230; [und] den Namen Jesu in dieser Welt ehrt \u2013 alles das wird durch die Auferstehungskraft Gottes Eintritt finden in der neuen Sch\u00f6pfung, die Gott eines Tages erschaffen wird.\u201c <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">Viertens, die Auferstehung Jesu verwandelt unsere Traurigkeit in unaussprechliche Freude<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">Einen weiteren Punkt, den wir in Lukas 24 sehen, ist die innere Verwandlung der Menschen. Bevor die Charaktere dem Auferstandenen begegneten, waren sie niedergeschmettert, deprimiert, zutiefst traurig. Alle werden in diesem Kapitel ver\u00e4ndert, so dass sie nicht mehr wiederzuerkennen sind. Die Frauen kamen fr\u00fch am Morgen zum Grab. Wahrscheinlich hatten sie aus Trauer ohnehin nicht viel geschlafen. Und sie wurden die ersten Zeugen, auch wenn sie die J\u00fcnger nicht \u00fcberzeugen konnten. Die Emmaus J\u00fcnger waren tief traurig. Wir lesen in Vers 17: <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><b>\u201eDa blieben sie traurig stehen.\u201c<\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"> Aber nach ihrer Begegnung machten sie sich sofort auf nach Jerusalem, obwohl sich der Tag geneigt hatte, obwohl es drau\u00dfen dunkel war, obwohl es gef\u00e4hrlich war in der Nacht zu reisen, obwohl der Weg weit war. Als die J\u00fcnger Jesus trafen, wurde ihre Traurigkeit zu Furcht und ihre Furcht zur Freude und aus ihrer Freude tiefes Vertrauen. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">Die gr\u00f6\u00dfte Ver\u00e4nderung sehen wir in den letzten Versen. Als sie sahen, wie Jesus aufstieg in den Himmel, fingen sie an Jesus anzubeten. Es ist das erste Mal im Lukas Evangelium, dass erw\u00e4hnt wird, dass die J\u00fcnger Jesu ihn anbeteten. Alle J\u00fcnger Jesu waren Juden. Juden sind bis auf den heutigen Tag die letzten Menschen auf Erden, die auf die Idee kommen w\u00fcrden, einen anderen Menschen anzubeten. Aber die J\u00fcnger beteten Jesus an. Vers 53 sagt: <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><b>\u201eund waren allezeit im Tempel und priesen Gott.\u201c<\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"> Lukas Evangelium begann mit einem alten Priester im Tempel. Lukas Evangelium endet mit der ersten Gemeinde, die allezeit im Tempel Gottesdienst feiert und Gott lobt und anbetet. Wir sehen im ganzen Kapitel \u00fcberflie\u00dfende Freude und Begeisterung und Anbetung. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">Das Erstaunliche aber war, dass sich au\u00dfer der Auferstehung eigentlich nichts ge\u00e4ndert hatte. Die R\u00f6mer waren immer noch im Land. Pilatus war immer noch der skrupellose Statthalter von Jud\u00e4a. Die religi\u00f6se Elite des Landes hasste Jesus immer noch. Die Menschen, die vor wenigen Tagen Jesu Blut gefordert hatten, waren immer noch da. \u00c4u\u00dferlich hatte sich nichts ver\u00e4ndert. Und gleichzeitig hatte sich mit der Auferstehung alles ge\u00e4ndert. Gleiches gilt f\u00fcr unser Leben. Vielleicht ist es immer noch so, dass wir einen schlechten Job oder keinen Job haben; vielleicht haben wir immer noch gesundheitliche Probleme; vielleicht haben wir immer noch Beziehungsprobleme. Und vielleicht haben wir immer noch Sorgen weil das Gesch\u00e4ft nicht l\u00e4uft, weil wir kein Geld haben, weil wir keinen Partner f\u00fcrs Leben finden, weil unsere Kinder Probleme haben, weil das verlorene Kind immer noch verloren ist, weil Gro\u00dfbritannien aus der EU ausgetreten ist, weil sich die politische Lage in Europa immer mehr destabilisiert. Die Botschaft von Ostern ist, dass alles das zweitrangig und drittrangig ist. Die Botschaft von Ostern ist, dass am Ende des Tages alles gut werden wird. Das Grab ist leer. Jesus ist auferstanden. Das ist die Wahrheit, die der ganzen Welt eine neue Hoffnung gegeben hat. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><a name=\"_GoBack\"><\/a> <span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">John Ortberg sagte: \u201eFreitag war der Tag, an dem Jesus starb. Freitag war der finsterste Tag der Geschichte. Und Sonntag ist der gr\u00f6\u00dfte Tag der Geschichte. Am Sonntag wurde ein Stein weggerollt. Niemand hatte es kommen sehen&#8230;\u201c \u201eAm Sonntag, beim allerersten Ostern wurde das Grab bezwungen; die H\u00f6lle wurde besiegt; die Finsternis wurde \u00fcberwunden; der Teufel wurde degradiert. Hoffnung wurde rehabilitiert; die Propheten wurden best\u00e4tigt; die Soldaten wurden ver\u00e4rgert; die J\u00fcnger wurden belebt. S\u00fcnde verlor, Scham starb, [Furcht verging,] Freude stieg empor, und Liebe triumphierte.\u201c <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">Tod, wo ist dein Sieg? Tod, wo ist dein Stachel? Das Grab ist leer. Jesus ist auferstanden. Lasst uns feiern und anbeten. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download Begegnung mit dem auferstandenen Herrn \u201eDa sprachen die zu ihnen: Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten? Er ist nicht hier, er ist auferstanden.\u201c Lukas 24,5b.6a W\u00e4hrend meiner Schulzeit am Gymnasium hatte ich evangelischen Religionsunterricht. F\u00fcnf Jahre lang wurde ich dabei von einem Lehrer unterrichtet, der auch Pfarrer der evangelischen Landeskirche war. 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