{"id":4486,"date":"2016-06-19T11:00:49","date_gmt":"2016-06-19T09:00:49","guid":{"rendered":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/?p=4486"},"modified":"2022-11-18T12:21:30","modified_gmt":"2022-11-18T11:21:30","slug":"predigt-lukas-231-56","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-lukas-231-56\/","title":{"rendered":"Predigt: Lukas 23,1 \u2013 56"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Lk-P23-0156.doc\"><strong>Download<\/strong><\/a><\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\">Vater, vergib ihnen!<\/h2>\n<h3 style=\"text-align: center;\">\u201eJesus aber sprach: Vater, vergib ihnen; denn sie wissen nicht, was sie tun!\u201c<\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\">(Lukas 23,34a)<\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Heute erreichen wir den H\u00f6hepunkt im Lukasevangelium, den Bericht \u00fcber Jesu Tod am Kreuz. Jesu Tod am Kreuz ist ohne Zweifel die gr\u00f6\u00dfte Offenbarung Gottes und das bedeutungsvollste Ereignis f\u00fcr die Menschheit in der Geschichte. Am Kreuz offenbaren sich Gottes Heiligkeit und Zorn \u00fcber die S\u00fcnde und Verkehrtheit der Menschen und zugleich seine bedingungslos vergebende Liebe. Der Bericht von Lukas \u00fcber Jesu Kreuzigung ist sachlich und n\u00fcchtern geschrieben, er verzichtet auf die Ausmalung von Details und, anders als Markus und Matth\u00e4us, sogar auf das Zitat von Prophezeiungen aus dem Alten Testament, die dabei in Erf\u00fcllung gingen. Lukas berichtet uns schlicht die Tatsachen, damit die Tatsachen f\u00fcr sich sprechen und uns helfen m\u00f6gen, zu erkennen, was am Kreuz passiert ist. M\u00f6ge Gott jeden von uns segnen, Jesu Tod am Kreuz neu wahrzunehmen und seine Bedeutung neu zu verstehen!<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>I. Jesus Verurteilung zum Tod (1-31)<\/b><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: medium;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Erinnern wir uns kurz an die Situation. Jesus war nach seinem Gebet in Gethsemane gefangen genommen und vor den Hohen Rat gef\u00fchrt worden. Als Jesus dort bekannte, dass er Gottes Sohn ist, wurde er wegen angeblicher Gottesl\u00e4sterung zum Tod verurteilt. Danach brachte die ganze Versammlung Jesus zu dem r\u00f6mischen Statthalter Pilatus, da nur dieser befugt war, Todesurteile zu vollstrecken. Die Vorw\u00fcrfe, die man dort gegen ihn vorbrachte, waren ganz anderer Natur. Vers 2 sagt: <\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b>\u201eund fingen an, ihn zu verklagen, und sprachen: Wir haben gefunden, dass dieser unser Volk aufhetzt und verbietet, dem Kaiser Steuern zu geben, und spricht, er sei Christus, ein K\u00f6nig.\u201c <\/b><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Die Juden warfen Jesus politische Vergehen vor, die nach dem Recht der R\u00f6mer strafbar waren. Ihre Vorw\u00fcrfe waren allesamt erlogen, au\u00dfer, dass Jesus gesagt hatte, dass er der Christus sei. Pilatus ging interessanterweise nur auf diesen Vorwurf ein und fragte Jesus: <\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b>\u201eBist du der Juden K\u00f6nig?\u201c<\/b><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"> Jesus wusste, dass nur Pilatus ihn zum Tod verurteilen konnte. Er h\u00e4tte ihm ausweichend antworten und so versuchen k\u00f6nnen, sein Leben zu retten.<\/span><b> <\/b><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Aber Jesus antwortete auf Pilatus\u2018 Frage klar: <\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b>\u201eDu sagst es\u201c<\/b><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"> (3b). Aber Pilatus erkannte, dass Jesu K\u00f6nigtum nicht politischer Natur ist; vom Johannesevangelium her wissen wir, dass Jesus ihm erkl\u00e4rt hat, dass sein Reich nicht von dieser Welt ist. Daher sagte Pilatus zu den Hohenpriestern und zum Volk<\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b>: \u201eIch finde keine Schuld an diesem Menschen\u201c <\/b><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">(4). Aber die Juden wurden noch ungest\u00fcmer und sprachen:<\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b> \u201eEr wiegelt das Volk auf damit, dass er lehrt hier und dort in ganz Jud\u00e4a, angefangen von Galil\u00e4a bis hierher\u201c<\/b><\/span> (5). <\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: medium;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Als Pilatus h\u00f6rte, dass Jesus aus Galil\u00e4a war, sandte er ihn zu dem Landesf\u00fcrsten Herodes, der sich gerade in Jerusalem aufhielt. Offenbar wollte er gern die Entscheidung \u00fcber Jesus vermeiden und hoffte, dass Herodes sie ihm zumindest leichter machen w\u00fcrde. Aber Herodes interessierte sich nicht f\u00fcr die Wahrheit, sondern nur daf\u00fcr, von Jesus ein Wunderzeichen zu sehen, doch Jesus antwortete ihm nichts auf seinen vielen Fragen. Pilatus rief nochmals die Hohenpriester, die \u00c4ltesten und das Volk zusammen und fasste das Ergebnis seiner Untersuchungen wie folgt zusammen: <\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b>\u201eIhr habt diesen Menschen zu mir gebracht als einen, der das Volk aufwiegelt; und siehe, ich habe ihn vor euch verh\u00f6rt und habe an diesem Menschen keine Schuld gefunden, derentwegen ihr ihn anklagt. Herodes auch nicht, denn er hat ihn uns zur\u00fcck\u00adgesandt. Und siehe, er hat nichts getan, was den Tod verdient. Darum will ich ihn schlagen lassen und losgeben\u201c <\/b><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">(14-16). In Vers 22 sagte Pilatus zum dritten Mal zu ihnen: <\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b>\u201eWas hat denn dieser B\u00f6ses getan? Ich habe nichts an ihm gefunden, was den Tod verdient; darum will ich ihn schlagen lassen und losgeben.\u201c <\/b><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Hier sehen wir Pilatus gro\u00dfe Bem\u00fchungen, Jesus freizulassen. Als der oberste Richter in Jud\u00e4a h\u00e4tte Pilatus Jesus eigentlich ohne weiteres freisprechen k\u00f6nnen. Aber er scheute sich offenbar vor Problemen mit den Juden, mit denen er f\u00fcr seine weitere Regierung zusammenarbeiten musste. Er wollte Jesus nicht gerne verurteilen, aber er wollte auch seine weitere Karriere nicht gef\u00e4hrden. Daher stellte er sich nicht klar auf die Seite der Wahrheit, sondern suchte einen Kompromiss, der keine Nachteile f\u00fcr ihn beinhalten w\u00fcrde. Das zeigt sich besonders darn, dass er Jesus \u201eschlagen lassen und losgeben\u201c wollte, obwohl er Jesu Unschuld erkannt hatte. Dadurch dass er Jesus zuerst gei\u00dfeln lie\u00df, wollte er den Hass der Juden auf Jesus mildern und ihr Mitleid erreichen, damit sie seiner Freilassung zustimmen w\u00fcrden. Wegen seiner unklaren Haltung konnte Pilatus dem Druck der Juden nicht auf Dauer standhalten. Die Verse 23-25 berichten: <\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b>\u201eAber sie setzten ihm zu mit gro\u00dfem Geschrei und forderten, dass er gekreuzigt w\u00fcrde. Und ihr Geschrei nahm \u00fcberhand. Und Pilatus urteilte, dass ihre Bitte erf\u00fcllt werde, und lie\u00df den los, der wegen Aufruhr und Mord ins Gef\u00e4ngnis geworfen war, um welchen sie baten; aber Jesus \u00fcbergab er ihrem Willen.\u201c <\/b><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Schlie\u00dflich verurteilte Pilatus Jesus zum Tod. Er wurde der Mann, von dem Hunderte Millionen von Christen jeden Sonntag bekennen \u201egelitten unter Pontius Pilatus\u201c und so seine Schuld bekennen. Jesus wurde unschuldig zum Tod verurteilt. <\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: medium;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Was geschah dann? Betrachten wir die Verse 26-31. Jesus wurde abgef\u00fchrt und musste sein Kreuz zur Hinrichtungsst\u00e4tte tragen. Vers 26 sagt: \u201e<\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b>Und als sie ihn abf\u00fchrten, ergriffen sie einen Mann, Simon von Kyrene, der vom Feld kam, und legten das Kreuz auf ihn, dass er&#8217;s Jesus nachtr\u00fcge.\u201c <\/b><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Dass die rauen r\u00f6mischen Soldaten einen Passanten zwangen, Jesus das Kreuz nachzutragen, zeigt, dass Jesus offensichtlich nicht mehr in der Lage war, das Kreuz zu tragen. Jesus war die ganze Nacht durch bis zum Morgen verh\u00f6rt, geschlagen und gegei\u00dfelt worden und dadurch k\u00f6rperlich extrem geschw\u00e4cht. Er muss unter der schweren Kreuzes mehrmals zusammengebrochen sein, bis die Soldaten einsehen mussten, dass es so kein Weiterkommen mehr gab. Dann zwangen sie Simon, einen Mann aus Kyrene, Jesus das Kreuz nachzutragen. Simon wurde dadurch unmittelbar ein Zeuge des Leidens und der Kreuzigung Jesu. Nach Angaben im Markusevangelium und im R\u00f6merbrief kamen er und seine ganze Familie zum Glauben an Jesus. <\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: medium;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Welches Gespr\u00e4ch gab es auf dem Weg nach Golgatha? Betrachten wir die Verse 27-31: \u201e<\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b>Es folgte ihm aber eine gro\u00dfe Volksmenge und Frauen, die klagten und beweinten ihn.<\/b><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b>\u00a0<\/b><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b>Jesus aber wandte sich um zu ihnen und sprach: Ihr T\u00f6chter von Jerusalem, weint nicht \u00fcber mich, sondern weint \u00fcber euch selbst und \u00fcber eure Kinder.<\/b><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b>\u00a0<\/b><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b>Denn siehe, es wird die Zeit kommen, in der man sagen wird: Selig sind die Unfruchtbaren und die Leiber, die nicht geboren haben, und die Br\u00fcste, die nicht gen\u00e4hrt haben! Dann werden sie anfangen zu sagen zu den Bergen: Fallt \u00fcber uns!, und zu den H\u00fcgeln: Bedeckt uns! Denn wenn man das tut am gr\u00fcnen Holz, was wird am d\u00fcrren werden?\u201c <\/b><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Hier sehen wir, dass Jesus selbst auf dem Weg zu seiner Hinrichtungsst\u00e4tte nicht an sich selbst, sondern an die anderen Menschen dachte. Obwohl Jesus gro\u00dfe Schmerzen hatten und ihm das Schlimmste noch bevorstand, hatte er gro\u00dfe Schmerzen im Herzen wegen der Lage seines Volks. Die Frauen bemitleideten ihn als einen jungen Mann, der viel zu fr\u00fch sterben musste. Vielleicht erkannten sie auch, dass er ohne Schuld starb. Aber sie erkannten ihre eigene Lage vor Gott nicht! Sie sahen nicht ein, dass sie wegen in ihrer S\u00fcnde verloren waren und dass ihnen Gottes Gericht bevorstand. Jesus wusste, dass bald die ganze Stadt Jerusalem zerst\u00f6rt w\u00fcrde und die Menschen lieber keine Kinder haben w\u00fcrden als auch ihre Kinder leiden sehen zu m\u00fcssen. Jesus wollte ihnen zu helfen, sich selbst und das Gericht, das ihnen bevorstand, zu erkennen, damit sie Bu\u00dfe tun und gerettet werden k\u00f6nnten. In seinem warnenden Wort am Schluss steht das \u201egr\u00fcne Holz\u201c f\u00fcr Jesus selbst, das \u201ed\u00fcrre\u201c f\u00fcr die Menschen in Jerusalem. Wenn Jesus, der unschuldig war, so leiden musste, wie schlimm w\u00fcrde das Leiden derjenigen sein, die das Gericht verdient hatten. So setzte sich Jesus bis zu den letzten Momenten seines Lebens daf\u00fcr ein, Menschen zu helfen, ihre Lage vor Gott zu erkennen, damit sie umkehren und gerettet werden k\u00f6nnten. Jesu Worte an die Frauen zeigt auch, wie verkehrt und wie uneinsichtig wir Menschen sind und warum Jesus f\u00fcr uns sterben musste. <\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>II. Jesus am Kreuz (32-49)<\/b><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: medium;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Betrachten wir die Verse 32 und 33. <\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b>\u201eEs wurden aber auch andere hingef\u00fchrt, zwei \u00dcbelt\u00e4ter, dass sie mit ihm hingerichtet w\u00fcrden. Und als sie kamen an die St\u00e4tte, die da hei\u00dft Sch\u00e4delst\u00e4tte, kreuzigten sie ihn dort und die \u00dcbelt\u00e4ter mit ihm, einen zur Rechten und einen zur Linken.\u201c <\/b><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Der ganze Zug kam bis zu der Hinrichtungsst\u00e4tte, die den unheimlichen Namen \u201eSch\u00e4delst\u00e4tte\u201c trug. Lukas berichtet schlicht, dass als sie ankamen, sie Jesus kreuzigten. Wie wir wissen, war die Kreuzigung die qualvollste und sch\u00e4ndlichste Hinrichtungsart damals. Dabei wurde der Verurteilte ausgezogen und auf das Kreuz gelegt, und lange N\u00e4gel wurden durch seine H\u00e4nde und durch seine \u00fcber\u00adeinandergelegte F\u00fc\u00dfe getrieben. Dann wurde das Kreuz aufgerichtet. Jesus hing mit seinem ganzen K\u00f6rpergewicht an den drei N\u00e4geln. Jeder Atemzug war unertr\u00e4glich und jeder Moment eine Qual. \u00dcber seine Qual am Kreuz hei\u00dft es schon im Psalm 22,15-16: <\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b>\u201eIch bin ausgesch\u00fcttet wie Wasser, alle meine Knochen haben sich voneinander gel\u00f6st; mein Herz ist in meinem Leibe wie zerschmolzenes Wachs. Meine Kr\u00e4fte sind vertrocknet wie eine Scherbe, und meine Zunge klebt mir am Gaumen, und du legst mich in des Todes Staub.\u201c<\/b><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: medium;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Man kreuzigte Jesus zwischen zwei Schwerverbrechern, um ihn als einen schlimmen Verbrecher darzustellen. Jesus litt unvorstellbar, als er sechs Stunden lang am Kreuz hing. Dabei litt Jesus auch seelisch und geistlich unvorstellbar, weil er am Kreuz von Gott verlassen wurde. Markus berichtet \u00fcber Jesu Schrei am Kreuz: <\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b>\u201eUnd zu der neunten Stunde rief Jesus laut: Eli, Eli, lama asabtani? Das hei\u00dft \u00fcbersetzt: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?\u201c<\/b><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"> (Mk 15,34). Jesu schlimmsten Qualen am Kreuz waren wohl seine seelischen und geistlichen Qualen, weil er von Gott verlassen wurde. Kein Mensch auf der Erde hat je erfahren m\u00fcssen, von Gott v\u00f6llig verlassen zu sein. Paulus bezeugte, dass keinem von uns Gott fern ist. Er liebt jeden Menschen, der \u00fcber diese Erde geht, und l\u00e4sst seine Sonne \u00fcber Gerechte und Ungerechte aufgehen. Aber als Jesus am Kreuz die S\u00fcnde der Welt auf sich nahm und trug, musste Gott sich von ihm abwenden. Jesus, der mit dem Vater immer in engster Verbindung gelebt hatte und mit ihm eins war, wurde am Kreuz von Gott v\u00f6llig verlassen.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: medium;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Wof\u00fcr betete Jesus am Kreuz? Vers 34a berichtet: \u201e<\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b>Jesus aber sprach: Vater, vergib ihnen; denn sie wissen nicht, was sie tun!\u201c <\/b><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Jesus betete am Kreuz, aber nicht f\u00fcr sich selbst. Jesus bat den Vater um Vergebung f\u00fcr die, die ihn ohne Schuld umbrachte, ohne zu wissen, was sie damit taten. Jesus war nicht voll Zorn, Hass oder Rache, sondern voller Liebe und Barmherzigkeit. Wir wollen \u00fcber sein Gebet n\u00e4her nachdenken.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Dieses Gebet ist das erste der sieben Worte, die Jesus am Kreuz sprach, und es ist das, von dem nur Lukas uns berichtet. Hier bat Jesus zum Vater f\u00fcr die Vergebung der Menschen, die nicht wussten, was sie tun. Jesus betete also f\u00fcr die Soldaten, die ihn ans Kreuz genagelt hatten, ohne zu wissen, dass sie hier den Sohn Gottes t\u00f6teten. Es war auch ein Gebet f\u00fcr das Volk, das trotz vieler Zeichen f\u00fcr Jesu Identit\u00e4t blind war und seinen Tod lauthals gefordert hat. Aber Jesus betete nicht nur f\u00fcr die Menschen, die ihn unmittelbar ans Kreuz brachten. Jesu Bitte war ein Gebet f\u00fcr die Vergebung aller Menschen, die s\u00fcndigen und dabei nicht wissen, was sie tun. Jesus betete hier als der wahre Hohepriester, der die Vergebung und die Vers\u00f6hnung aller Menschen mit Gott erwirkte. Der Zusatz \u201edenn sie wissen nicht, was sie tun\u201c, kann uns wie eine Einschr\u00e4nkung erscheinen. Aber Jesu Bitte gilt weitergehend, als wir vielleicht meinen. Nat\u00fcrlich d\u00fcrfen wir nicht mutwillig s\u00fcndigen, d.h. wissentlich B\u00f6ses tun und dabei auf Jesu Gnade spekulieren. Aber wenn wir zum Beispiel jemandem eine Halb- oder Unwahrheit gesagt haben, um Probleme f\u00fcr uns zu vermeiden, oder jemanden lieblos behandelt haben oder eine andere S\u00fcnde begehen, dann m\u00f6gen wir wissen, dass wir ges\u00fcndigt haben, weil unser Gewissen es uns bezeugt. Aber auch dann gilt Jesu Gebet f\u00fcr uns, denn wir wissen nicht, was wir Gott damit in Wirklichkeit mit unserer S\u00fcnde antun. <\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><a name=\"_GoBack\"><\/a> <span style=\"font-family: Courier New,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Woher k\u00f6nnen wir wissen, dass Jesu Gebet vom Vater erh\u00f6rt wurde? Jesu Bitte um Vergebung hatte gro\u00dfes Gewicht, weil er der Sohn Gottes ist, der selbst Gott ist und mit dem Vater eins ist. Jesu Bitte traf genau Gottes Vaterherz, der den Menschen gern vergeben will. Vor allem konnte Jesu Gebet von dem heiligen und gerechten Gott erh\u00f6rt werden, weil Jesus w\u00e4hrend seinem Gebet am Kreuz hing und erf\u00fcllte, was der Prophet Jesaja gesagt hat: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eF\u00fcrwahr, er trug unsre S\u00fcnden und lud auf sich unsre Schmerzen. Wir aber hielten ihn f\u00fcr den, der von Gott geschlagen und gemartert w\u00e4re. Aber er ist um unserer Missetat willen verwundet und um unserer S\u00fcnde willen zerschlagen. Die Strafe liegt auf ihm, auf dass wir Frieden h\u00e4tten, und durch seine S\u00fcnden sind wir geheilt. Wir gingen alle in die Irre wie Schafe, ein jeder sah auf seinen Weg. Aber der Herr warf unser aller S\u00fcnde auf ihn\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> (Jes 53,4-7). Jesu Gebet f\u00fcr unsere Vergebung wurde und wird erh\u00f6rt, weil Jesus am Kreuz unsere S\u00fcnde auf sich selbst genommen und die Strafe daf\u00fcr bezahlt hat. Jesu Gebet und sein Tod am Kreuz brachten so die Wende unseres Schicksals. Bis dahin stand jeder unter der Verdammnis wegen seiner S\u00fcnde. Niemand kann seine S\u00fcnde ungeschehen oder wiedergutmachen. S\u00fcnde hat jeden Menschen schuldig gemacht, und mit der Schuld wuchs auch das Ausma\u00df an S\u00fcnde im Leben. Aber durch Jesu Gebet, das er sterbend am Kreuz sprach: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eVater, vergib ihnen; denn sie wissen nicht, was sie tun!\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">, wurde alles anders. Auf Jesu Gebet hin str\u00f6mt die S\u00fcndenvergebung zu allen, die seine Gnade annehmen. Gleich wie gro\u00df unsere S\u00fcnde auch sein mag, wird sie von Gott vergeben, wenn wir sie vor ihm bekennen, weil Jesus am Kreuz f\u00fcr unsere Vergebung gebetet und die Strafe selbst getragen hat. Wegen seinem Gebet und seinem Opfer am Kreuz kann jeder all seine S\u00fcnden vergeben bekommen und Gottes eigenes Kind und Erbe seines Reiches werden. Welche Liebe hat Jesus uns am Kreuz erwiesen; und welcher Segen geht davon aus! Dadurch haben wir eine feste unersch\u00fctterliche Grundlage f\u00fcr unsere Beziehung zu Gott und unser ewiges Leben mit ihm. Wenn wir diese Gnade angenommen haben, d\u00fcrfen wir wirklich immer fr\u00f6hlich sein und Gott unter allen Umst\u00e4nden danken. Wenn du diese Gnade noch nicht angenommen hast, dann h\u00f6re die Stimme Jesu, der am Kreuz auch f\u00fcr dich gebetet hat: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eVater, vergib ihnen; denn sie wissen nicht, was sie tun!\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> Wo gibt es gr\u00f6\u00dfere Liebe? Hier ist seine bedingungslose Liebe und seine Rettung zum ewigen Leben greifbar. Lass Jesu Gebet f\u00fcr dich nicht vergeblich gewesen sein, sondern nimm seine Liebe an! <\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: medium;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Wie reagierten die Menschen, als Jesus am Kreuz hing? Betrachten wir die Verse 34-37: <\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b>\u201eUnd sie verteilten seine Kleider und warfen das Los darum. Und das Volk stand da und sah zu. Aber die Oberen spotteten und sprachen: Er hat andern geholfen; er helfe sich selber, ist er der Christus, der Auserw\u00e4hlte Gottes. Es verspotteten ihn auch die Soldaten, traten herzu und brachten ihm Essig und sprachen: Bist du der Juden K\u00f6nig, so hilf dir selber!\u201c<\/b><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"> Die Soldaten reagierten kalt und herzlos. Sie interessierten sich nur f\u00fcr den kleinen materiellen Gewinn, den sie haben k\u00f6nnten, und losten um Jesu Kleider, w\u00e4hrend Jesus \u00fcber ihnen am Kreuz hing und mit dem Tod rang. Die Oberen der Juden freuten sich, dass sie ihren vermeintlichen Feind sterben sahen, und verspotteten ihn zynisch, sodurch ihre Ignoranz und Bosheit zum Ausdruck kam. Sogar die r\u00f6mischen Soldaten verspotteten Jesus. <\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: medium;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Betrachten wir auch Vers 38. \u00dcber Jesus am Kreuz war auch eine Aufschrift:<\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">\u00a0<\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b>\u201e<\/b><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b>Dies ist der Juden K\u00f6nig.\u201c <\/b><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Die Aufschrift war damals eine Schuldschrift, die da Verbrechen des Gekreuzigten zeigen sollte. Das Schild \u00fcber Jesus zeigte, dass Jesus ohne Schuld starb. Es verk\u00fcndete \u00f6ffentlich die Wahrheit, dass Jesus der K\u00f6nig der Juden ist, der Messias.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Jesus starb am Kreuz nicht wegen eigener Schuld, sondern weil er der Messias ist, der kam und starb, um uns Menschen zu retten.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: medium;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Betrachten wir die Verse 39-43. Einer der Verbrecher, die neben Jesus am Kreuz hingen, l\u00e4sterte ihn und sagte: <\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b>\u201eBist du nicht der Christus? Hilf dir selbst und uns!\u201c<\/b><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"> Seine Worte zeigen keine Einsicht in seine S\u00fcnden noch Reue. Er konnte auch keine ernsthafte Bitte an Jesus richten, weil er nicht wirklich glaubte, dass Jesus sich selbst geschweige denn ihm helfen k\u00f6nnte. Angesichts seines Todes war er voller Sarkasmus. <\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: medium;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Was sagte daraufhin der andere Verbrecher neben Jesus? Es hei\u00dft: <\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b>\u201eDa wies ihn der andere zurecht und sprach: Und du f\u00fcrchtest dich auch nicht vor Gott, der du doch in gleicher Verdammnis bist? Wir sind es zwar mit Recht, denn wir empfangen, was unsre Taten verdienen; dieser aber hat nichts Unrechtes getan\u201c <\/b><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">(40.41). Dieser Mann versuchte nicht, sich zu rechtfertigen noch klagte er die anderen an, sondern er erkannte an, dass er die Todesstrafe verdient hatte. Auch er hatte Jesus neben sich beobachtet und gesehen, wie er seine Leiden ertrug, ohne zu klagen oder zu verfluchen, er hatte geh\u00f6rt, wie Jesus f\u00fcr die Vergebung der anderen gebetet hatte. Er erkannte, dass Jesus anders war und dass er nichts Unrechtes getan hat. Schlie\u00dflich sagte er: <\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b>\u201eJesus, gedenke an mich, wenn du in dein Reich kommst!\u201c <\/b><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">(42) Er bat Jesus darum, sich an ihn zu erinnern, wenn er in sein Reich kommt. Er glaubte, dass Jesus nach seinem Tod nicht einfach in der Erde verwesen w\u00fcrde, sondern begriff, dass er der wahre K\u00f6nig ist, den Gott verhei\u00dfen hatte, der nicht wegen eigener Schuld starb und der nach seinem Tod in sein ewiges Reich einziehen w\u00fcrde. Und er glaubte nicht nur allgemein, sondern fasste den Mut, Jesus pers\u00f6nlich um seine Gnade und Rettung f\u00fcr sich zu bitten. Mit dieser Bitte legte er sein ganzes Schicksal in Jesu Hand. <\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: medium;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Wie reagierte Jesus auf seine Bitte? Betrachten wir Vers 43: <\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b>\u201eUnd<\/b><\/span> <span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b>Jesus sprach zu ihm: Wahrlich, ich sage dir: Heute wirst du mit mir im Paradies sein.\u201c <\/b><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Jesus nahm seine Bitte voll an. Ohne zu z\u00f6gern und ohne irgendeine Bedingung versprach Jesus ihm, dass er mit ihm heute im Paradies sein w\u00fcrde. Wegen seines schlichten Glaubens wurde der Mann der Erste, der durch das Schauen auf Jesus am Kreuz gerettet wurde. <\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Was zeigt Jesu Gespr\u00e4ch mit diesem Mann \u2013 warum wird es von Lukas so ausf\u00fchrlich berichtet? Als Jesus am Kreuz hing und starb, sah es so aus, als ob die Bosheit der Menschen \u00fcber das Gute gesiegt h\u00e4tte. Die Menschen brachten in ihrer Blindheit tats\u00e4chlich den einzig Gerechten und Heiligen um und t\u00f6teten den Sohn Gottes, der zu ihrer Erl\u00f6sung gesandt war, am Kreuz. Und all der Spott und die L\u00e4sterung, die sie Jesus am Kreuz entgegenbrachten, zeigt etwas von dem Ma\u00df der Ignoranz und abgrundtiefen Verkehrtheit und Bosheit. Als Jesus am Kreuz hing und starb, schien die Finsternis endg\u00fcltig \u00fcber das Licht gesiegt zu haben und Gottes Erl\u00f6sungswerk gescheitert zu sein. Aber Jesu Gebet am Kreuz und seine Worte an den Verbrecher werfen ein helles Licht auf die Wirklichkeit, die dahinter steht. In Wirklichkeit geschah gerade, als Jesus am Kreuz hing und starb, Gottes Wille und Werk zur Erl\u00f6sung der Menschheit. Als die ganze Bosheit und S\u00fcnde der Menschen ihren Gipfel erreichte, nahm Jesus die ganze S\u00fcnde auf sich und bezahlte selbst die Strafe daf\u00fcr am Kreuz. Der Freispruch des Verbrechers am Kreuz zeigt, dass nun alle Menschen gerettet werden, die ihre S\u00fcnde zugeben und an Jesus pers\u00f6nlich glauben. Durch Jesu Tod am Kreuz ist Errettung f\u00fcr alle Menschen m\u00f6glich. Das Kreuz, das wie die gr\u00f6\u00dfte Niederlage Jesu aussah, bedeutet also in Wirklichkeit den entscheidenden Sieg \u00fcber die S\u00fcnde und die unausweichliche Strafe f\u00fcr uns Menschen. Das Kreuz, das den Tiefpunkt der Menschheit darzustellen scheint, wurde der Wendepunkt f\u00fcr das Schicksal aller Menschen. Und bereits am Kreuz wird durch die Reaktionen der beiden Mitgekreuzigten deutlich, dass es darauf ankommt, wie die Menschen auf Jesu Kreuz reagieren: ob uneinsichtig, ohne Bereitschaft, die eigene Schuld und S\u00fcnde zuzugeben, ohne Glauben an Jesus; oder mit Einsicht in die eigene Schuld und Vertrauen auf Jesus und sein Sterben am Kreuz f\u00fcr uns. Am Kreuz wird Gottes Liebe und sein Heilswerk klar offenbart. Am Kreuz ist auch unsere Entscheidung gefragt. Lasst uns Jesu Opfer nicht ignorieren oder verachten, der aus Liebe zu uns gelitten und den Tod auf sich genommen hat, um uns zu erl\u00f6sen. Lasst uns Jesu Opfer annehmen und mit ihm auf ewig im Paradies sein! Lasst uns aus dieser Gnade jeden Tag neu dankbar und fr\u00f6hlich f\u00fcr ihn leben. <\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: medium;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Welche Ereignisse geschahen, w\u00e4hrend Jesus starb? Betrachten wir die Verse 44 und 45: <\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b>\u201eUnd es war schon um die sechste Stunde, und es kam eine Finsternis \u00fcber das ganze Land bis zur neunten Stunde,<\/b><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b>\u00a0<\/b><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b>und die Sonne verlor ihren Schein, und der Vorhang des Tempels riss mitten entzwei.\u201c <\/b><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Als Jesus sterbend am Kreuz hing, wurde es mitten am Tag drei Stunden lang dunkel. Gott verh\u00fcllte den Schein der Sonne. Die Finsternis dr\u00fcckt etwas von der geistlichen Finsternis dieser Stunden aus. Sie gibt uns auch eine Ahnung von Gottes Trauer und Schmerz, als sein geliebter Sohn starb. <\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: medium;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Als Jesus am Kreuz starb, riss auch der Vorhang im Tempel mitten entzwei. Der Vorhang trennte das Allerheiligste vom Heiligtum ab und symbolisierte die Trennung zwischen dem heiligen Gott und den s\u00fcndhaften Menschen. Wie wir wissen, durfte nur der Hohepriester einmal im Jahr hinter der Vorhang gehen und dort Gott um Vergebung f\u00fcr die verborgenen S\u00fcnden des Volkes bitten, nachdem er f\u00fcr seine eigenen S\u00fcnden Opfer gebracht hatte. Dass dieser Vorhang nun zerriss, zeigt, dass durch Jesu Tod am Kreuz die Trennung zwischen dem heiligen Gott und uns Menschen aufgehoben ist. Hebr\u00e4er 10,19.20 sagt: \u201e<\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b>Weil wir denn nun, liebe Br\u00fcder, durch das Blut Jesu die Freiheit haben zum Eingang in das Heiligtum, den er uns aufgetan hat als neuen und lebendigen Weg durch den Vorhang, das ist: durch das Opfer seines Leibes\u201c. <\/b><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"> Weil Jesus sich selbst f\u00fcr uns am Kreuz hingab, haben wir nun Freiheit, zu Gott zu kommen, wie wir sind. Durch Jesus d\u00fcrfen wir seine Gnade der Vergebung und Reinigung jederzeit und in vollem Ma\u00df empfangen und k\u00f6nnen so in wahrer Gemeinschaft mit ihm leben. <\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: medium;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Wie starb Jesus schlie\u00dflich? Vers 46 berichtet: <\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b>\u201eUnd Jesus rief laut: Vater, ich befehle meinen Geist in deine H\u00e4nde! Und als er das gesagt hatte, verschied er.\u201c <\/b><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Jesus befahl seinen Geist in Gottes H\u00e4nde und verschied. Jesus starb nicht verzweifelt oder hilflos, sondern er vertraute trotz aller Schmerzen und Not bis zum Ende auf Gott. Weil er bis zum Ende glaubte, wurde sein Tod zu einem geistlichen Sieg. <\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: medium;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Was bekannte der Hauptmann, der Kreuzigung Jesu beaufsichtigte? Vers 47 sagt: <\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b>\u201eAls aber der Hauptmann sah, was da geschah, pries er Gott und sprach: F\u00fcrwahr, dieser ist ein frommer Mensch gewesen!\u201c <\/b><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Der Hauptmann hatte die Kreuzigung von Dienst wegen beobachtet. Er muss ein erfahrener, bew\u00e4hrter Soldat gewesen sein, der schon viele Menschen sterben gesehen hatte. Aber als er sah, wie Jesus am Kreuz litt und starb, ohne zu klagen und zu fluchen, als er h\u00f6rte, dass Jesus f\u00fcr die anderen betete, sah er etwas von Jesu Heiligkeit. Als er auf das Kreuz schaute, erkannte er, dass Jesus ein frommer Mensch gewesen ist. Nach dem Bericht im Markusevangelium erkannte er, dass Jesus Gottes Sohn gewesen ist. Er wurde der zweite Mensch, der durch das Schauen auf das Kreuz zum Glauben an Jesus kam. <\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: medium;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Wie reagierten die anderen Menschen, die Jesu Kreuzigung beiwohnten? Es hei\u00dft weiter: <\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b>\u201eUnd als alles Volk, das dabei war und zuschaute, sah, was da geschah, schlugen sie sich an ihre Brust und kehrten wieder um. Es standen aber alle seine Bekannten von ferne, auch die Frauen, die ihm aus Galil\u00e4a nachgefolgt waren, und sahen das alles\u201c <\/b><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">(48.49). Das Volk schlug sich an die Brust, als sie nach Hause gingen, was als ein Ausdruck der Betroffenheit und Traurigkeit war. Trotz ihrer unklaren Haltung gegen\u00fcber Jesus waren sie von seinem Tod ergriffen. Jesu Bekannten standen von ferne und beobachteten auch, wie Jesus am Kreuz starb. Sie wurden kostbare Augenzeugen, die Jesu Tod bezeugen konnten. <\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>III. Jesu Begr\u00e4bnis (50-56)<\/b><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: medium;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Wie wurde Jesus begraben? Betrachten wir die Verse 50-56:<\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b> \u201eUnd siehe, da war ein Mann mit Namen Josef, ein Ratsherr, der war ein guter, frommer Mann und hatte ihren Rat und ihr Handeln nicht gebilligt. Er war aus Arimath\u00e4a, einer Stadt der Juden, und wartete auf das Reich Gottes. Der ging zu Pilatus und bat um den Leib Jesu und nahm ihn ab, wickelte ihn in ein Leinentuch und legte ihn in ein Felsengrab, in dem noch nie jemand gelegen hatte. Und es war R\u00fcsttag und der Sabbat brach an.<\/b><\/span> <span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b>Es folgten aber die Frauen nach, die mit ihm gekommen waren aus Galil\u00e4a, und beschauten das Grab und wie sein Leib hineingelegt wurde. Sie kehrten aber um und bereiteten wohlriechende \u00d6le und Salben. Und den Sabbat \u00fcber ruhten sie nach dem Gesetz.\u201c <\/b><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Josef von Arimath\u00e4a war ein Mitglied des Hohen Rats, der aber pers\u00f6nlichen Glauben hatte. Er wurde durch Jesu Tod so ermutigt, dass er es wagte, Pilatus um den Leib Jesu zu bitten und sich so als ein J\u00fcnger Jesu zu outen. Er wickelte Jesu Leichnam in ein Leinentuch und legte ihn ein Felsengrab und sorgte so f\u00fcr ein anst\u00e4ndiges Begr\u00e4bnis f\u00fcr ihn. Lukas erw\u00e4hnt nochmals die Frauen, die Jesus treu bis zur Grabst\u00e4tte nachfolgten. Sie wurden so die Augenzeugen seines Begr\u00e4bnisses und konnten wenig sp\u00e4ter auch die Zeugen seiner Auferstehung werden. <\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: medium;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Heute haben wir betrachtet, wie Jesus ohne Schuld gekreuzigt wurde und f\u00fcr uns gebetet hat:<\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b> \u201eVater, vergib ihnen; denn sie wissen nicht, was sie tun!\u201c <\/b><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Lasst uns seine Gnade annehmen und aufgrund dessen f\u00fcr immer mit ihm leben!<\/span><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download Vater, vergib ihnen! \u201eJesus aber sprach: Vater, vergib ihnen; denn sie wissen nicht, was sie tun!\u201c (Lukas 23,34a) Heute erreichen wir den H\u00f6hepunkt im Lukasevangelium, den Bericht \u00fcber Jesu Tod am Kreuz. 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