{"id":4473,"date":"2016-06-05T11:00:52","date_gmt":"2016-06-05T09:00:52","guid":{"rendered":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/?p=4473"},"modified":"2022-11-18T12:21:31","modified_gmt":"2022-11-18T11:21:31","slug":"predigt-lukas-221-23","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-lukas-221-23\/","title":{"rendered":"Predigt: Lukas 22,1 \u2013 23"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Lk-P22-0123.doc\"><strong>Download<\/strong><\/a><\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\">Das erste Abendmahl<\/h2>\n<h3 style=\"text-align: center;\">\u201eUnd er nahm das Brot, dankte und brach\u2019s und gab\u2019s ihnen und sprach: Das ist mein Leib, der f\u00fcr euch gegeben wird; das tut zu meinem Ged\u00e4chtnis. Desgleichen auch den Kelch nach dem Mahl und sprach: Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut, das f\u00fcr euch vergossen wird!\u201c<\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\">Lukas 22,19.20<\/p>\n<p class=\"western\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Im heutigen Text sehen wir wie Jesus einen der grundlegendsten christlichen Br\u00e4uche einf\u00fchrt: das Abendmahl. Das Abendmahl ist eines von zwei Sakramenten, die in der reformierten, protestantischen Gemeinde gefeiert werden. (Das andere wichtige Ritual ist die Taufe von Menschen, die Jesus als ihren Herrn und Heiland angenommen haben). W\u00e4hrend unserer Zeit in Boston haben wir einmal eine anglikanische Gemeinde besucht. In der anglikanischen Kirche wird das Abendmahl jede Woche gefeiert. Mark Booker, der Pastor dieser Gemeinde war fr\u00fcher kein Anglikaner. Er wurde erst sp\u00e4ter in der anglikanischen Kirche Mitglied, weil er das Abendmahl liebt und weil er es jeden Sonntag feiern wollte. Unser Abendmahl dort war eine sch\u00f6ne und sehr ansprechende Zeremonie. Ich konnte wirklich sehen, dass Booker sich wirklich dar\u00fcber freute, das Abendmahl auszuteilen. Wir bekamen alle ein St\u00fcckchen Brot. Ich war so bewegt, dass ich das Brot irgendwann dankbar aufa\u00df. Was ich nicht wusste, war, dass man mit diesem Brot nach vorne kommen musste, weil es nur einen Weinkelch gab. In diesen Kelch h\u00e4tte ich das Brot tunken und dann essen sollen. Und dann stand ich vor dem \u00c4ltesten, der den Kelch in der Hand hatte und hatte kein Brot mehr. Deshalb habe ich dann direkt aus dem Kelch getrunken. Der \u00c4lteste hat mich etwas komisch angeschaut. Aber es war okay, weil wir nur ein einziges Mal dort zu Besuch waren und dann nie wieder. <\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-US\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">Das Abendmahl wurde von Anbeginn des Christentums gefeiert. In Apostelgeschichte und im Korintherbrief lesen wir, wie die fr\u00fchen Christen zusammen kamen, um das Brot zu brechen. Wir lesen zum Beispiel in Apostelgeschichte 2,42: <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><b>\u201eSie blieben aber best\u00e4ndig in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft und im Brotbrechen und im Gebet.\u201c<\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"> Und ein paar Verse weiter hei\u00dft es: <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><b>\u201eUnd sie waren t\u00e4glich einm\u00fctig beieinander im Tempel und brachen das Brot hier und dort in den H\u00e4usern&#8230;\u201c<\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"> Dieses Brotbrechen war nicht einfach nur ein gemeinsames Essen. Es ist ein Synonym f\u00fcr die Feier des Abendmahls. Das Abendmahl war eines der Kennzeichen der fr\u00fchen Christen. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-US\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">Gleichzeitig ist kaum ein Thema so kontrovers wie das Abendmahl. D.A. Carson sagte, dass die vier W\u00f6rter <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><b>\u201edas ist mein Leib\u201c<\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"> vielleicht die vier am heftigsten diskutierten Worte der ganzen Bibel sind. Es gibt mindestens vier verschiedene Art und Weisen, wie Christen das Abendmahl verstanden haben. Orthodoxe Christen und Katholiken zum Beispiel glauben daran, dass Jesu Wort \u201edas ist mein Leib\u201c wortw\u00f6rtlich zu verstehen ist. Sie glauben daran, dass beim Abendmahl das Brot und der Wein sprichw\u00f6rtlich und ganz physisch zu Jesu Leib und Jesu Blut werden. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Luther widersprach der Ansicht der Katholiken. Aber nur teilweise. Luther glaubte nicht, dass das Brot und der Wein physisch Jesu Leib und Blut werden. Aber Luther glaubte daran, dass Jesus trotzdem beim Abendmahl physisch anwesend ist. Mit anderen Worten, Brot und Wein werden zwar nicht ersetzt durch Jesu physische Gegenwart, aber Jesus ist beim Brotbrechen zus\u00e4tzlich physisch gegenw\u00e4rtig. Luthers Zeitgenosse und ebenfalls Reformator Ulrich Zwingli widersprach dieser Ansicht. (In Z\u00fcrich gibt es ein Relief, das die Diskussion zwischen Luther und Zwingli abbildet. Die Diskussion fand in Marburg statt). Zwingli glaubte daran, dass das Abendmahl rein symbolisch zu verstehen ist. Das Brot repr\u00e4sentiert den Leib Christi, und der Wein repr\u00e4sentiert das Blut Jesu. <\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Und dann wiederum gab es Calvin, der sowohl mit Zwingli als auch mit Luther nicht einverstanden war. Calvin glaubte nicht daran, dass Jesus beim Abendmahl physisch gegenw\u00e4rtig ist. Aber Calvin glaube auch nicht daran, dass das Abendmahl nur ein symbolischer Akt war. Stattdessen glaubte Calvin, dass das Abendmahl ein sogenanntes Gnadenmittel ist. Mittel der Gnade bedeutet nicht, dass man dadurch gerecht wird. Mittel der Gnade bedeutet, dass Christen durch das Aus\u00fcben des Abendmahls die F\u00fclle von Jesu Gnade erfahren, wie es nicht m\u00f6glich w\u00e4re, wenn sie das Abendmahl nicht aus\u00fcben w\u00fcrden. Anders gesagt, Calvin glaubte nicht, dass Jesus beim Abendmahl physisch gegenw\u00e4rtig ist. Aber er glaubte daran, dass Jesus geistlich da ist und dass man diesen Jesus im Abendmahl erf\u00e4hrt. Wenn man so will, dass ist Calvin\u2019s Ansicht zwischen der von Martin Luther und der von Ulrich Zwingli. <\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-US\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">Im Zentrum des heutigen Textes steht das erste Abendmahl, das Jesus mit seinen J\u00fcngern feierte. Es war das erste Mal in der gesamten christlichen Geschichte. Unser Ziel heute ist es nicht, die Abendmahl-Kontroverse zu l\u00f6sen. Das Thema ist reich, komplex und auch geheimnisvoll. (Das ist von Jesus sicherlich auch so gewollt). Aber wir wollen lernen, was uns das erste Abendmahl an Prinzipien lehrt, wie wir unser Abendmahl feiern sollten. Drei Dinge, die wir hier mitnehmen wollen: erstens, <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><i>das Abendmahl war geplant und vorbereitet<\/i><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">. Zweitens, <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><i>das Abendmahl ist alt und neu<\/i><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">. Drittens, <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><i>das Abendmahl ist f\u00fcr uns<\/i><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Erstens, das Abendmahl war geplant und vorbereitet<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-US\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">Vers 1 beginnt mit einer Zeitangabe: <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><b>\u201eEs war aber nahe das Fest&#8230;\u201c<\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"> Schon seit l\u00e4ngerer Zeit hatten die Hohenpriester und die Schriftgelehrten die Absicht, Jesus zu beseitigen. Aber wir erfahren in Vers 2, dass es ein Problem gab. Jesus war beim Volk viel zu popul\u00e4r. Die religi\u00f6sen Leiter hatten Furcht vor dem Volk. Sie mussten irgendwie einen Weg finden, Jesus zu verhaften, ohne zu viel Aufsehen zu erregen. Am Tag war Jesus im Tempel. Ihn dort \u00f6ffentlich abzuf\u00fchren h\u00e4tte zu einem Volksaufstand f\u00fchren k\u00f6nnen. Das w\u00e4re viel zu riskant. Abends war Jesus an ruhigeren Orten, weg von der Menschenmenge. Aber da wussten sie vermutlich nicht, wo genau sich Jesu aufhielt, mit wem er sich dort aufhielt, wie man ihm dort beikommen konnte. Bislang waren alle ihre Versuche und alle ihre Pl\u00e4ne gescheitert. Was sie brauchten, war die Hilfe eines Insiders. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-US\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">Diese Hilfe bekamen sie schlie\u00dflich durch Judas. Vers 4: <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><b>\u201eUnd er ging hin und redete mit den Hohenpriestern und mit den Hauptleuten dar\u00fcber, wie er ihn an sie verraten k\u00f6nnte.\u201c<\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"> Ihre Reaktion in Vers 5 zeigt dann, wie erleichtert sie dar\u00fcber waren. Sie freuten sich \u00fcber Judas Mithilfe. So weit, so schlimm. Was trieb Judas dazu an? Judas bekam von den religi\u00f6sen Leitern Geld versprochen. In Johannesevangelium erfahren wir, dass Judas ein Problem mit Geld hatte. Er war habgierig, er war unehrlich, er war ein Dieb. Und dann lesen wir die schwierige Aussage, dass der Satan in Judas fuhr. Was immer dieser Vers auch bedeutet, den Sohn Gottes, der die Liebe Gottes selbst war, der einzige Mensch ohne L\u00fcgen, ohne Falsch und ohne S\u00fcnde war, an die Feinde auszuliefern, war eine teuflische und diabolische Tat. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-US\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">Der n\u00e4chste Abschnitt beginnt wieder mit einer Zeitangabe. Das Fest stand endlich bevor. Petrus und Johannes sollten das Passalamm vorbereiten. Wie wir wissen war das Passafest eines der Hauptfeste bei den Juden. Jerusalem war zu dieser Zeit von Pilgern regelrecht \u00fcberlaufen. Einen Raum zu finden, in dem man gemeinsam Passa feiern konnte, war alles andere als einfach. Jesus sagte Petrus und Johannes in den Versen 10-12, dass sie einem Mann folgen sollten mit einem Wasserkrug auf dem Kopf. Das war sehr ungew\u00f6hnlich, weil es damals Frauen waren, die Wasser trugen. Dieser Mann w\u00fcrde sie zu einem Hausherrn f\u00fchren, der einen Raum f\u00fcr Jesus und die J\u00fcnger parat hatte. Das Pass-Wort lautete: <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><b>\u201eDer Meister l\u00e4sst dir sagen: Wo ist der Raum, in dem ich das Passalamm essen kann mit meinen J\u00fcngern?\u201c<\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"> Viele gehen davon aus, dass es Jesu Vorsehung war. Aber das muss nicht der Fall sein. Es kann genauso gut sein, dass Jesus mit dem Hausherrn vorher eine Vereinbarung getroffen hatte. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Wir wollen noch einmal \u00fcber diese Verse nachdenken. N.T. Wright sagte, dass es ist kein Zufall ist, dass die Geschichte des Abendmahls und Jesu Verrat miteinander verwoben sind. Die religi\u00f6sen Leiter wollten Jesus beseitigen, weil er ihnen schon lange ein Dorn im Auge war. Sie dachten, dass sie die Kontrolle \u00fcber Jesus h\u00e4tten, obwohl sie ohne die Hilfe eines Insiders nicht einmal in der Lage waren, an Jesus ranzukommen, weil sie das Volk nicht kontrollieren konnten. Eigentlich hatten sie nichts unter Kontrolle. Wir haben gesehen, dass Judas ein Problem mit Geld hatte. Judas dachte, dass er sein Problem ziemlich gut im Griff hatte. Aber dann lesen wir, dass der Satan in Judas fuhr. Er hatte nichts im Griff. Durch die Erw\u00e4hnung vom Satan sehen wir, dass auch alle geistlichen M\u00e4chte der Finsternisse ihre Finger im Spiel hatten. Der Teufel dachte, dass er die Kontrolle hatte und Menschen beeinflussen konnte. Aber stimmt das? <\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Die einzige Person, die hier alles unter Kontrolle hat, ist Jesus selbst. Jesus wusste, dass die Zeit seines Leidens und Sterbens gekommen war, weil er es so geplant hatte. Jesus hatte geplant, dass sein Opfer w\u00e4hrend des Passafestes stattfindet, weil er selbst das wahre Passalamm werden w\u00fcrde. Jesus hatte damit geplant, dass um diese Zeit einer der Insider ihn verraten w\u00fcrde. Jesus hatte damit geplant, dass er genau zu diesem Fest in die H\u00e4nde der Feinde fallen w\u00fcrde. Jesus hatte damit gerechnet, dass selbst der Teufel und die M\u00e4chte der Finsternis genau in diesem Moment ihre Bosheiten ausspielten. Jesus hatte geplant, dass genau an diesem Abend sein letztes Passafest mit den J\u00fcngern stattfinden sollte. Jesus hatte geplant, dass daf\u00fcr ein Raum bereitstand. Jesus hatte geplant, dass genau um diese Zeit ein Mann mit einem Wasserkrug durch die Stadt lief und die J\u00fcnger zum Hausherrn dieses Raumes hinf\u00fchrte. Jesus hatte das alles geplant: nicht nur ein paar Tage vorher, sondern Jahre vorher, als Israel aus \u00c4gypten auszog und eigentlich noch vor Grundlegung der Welt. <\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Jesus hat die Kontrolle, in allem und \u00fcber allem. Jesus ist der souver\u00e4ne Herr. Jesus ist derjenige, der das Abendmahl plante, und Jesus ist derjenige, der das Abendmahl vorbereitete. <\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Zweitens, das Abendmahl ist alt und neu<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-US\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">Inwiefern ist das Abendmahl alt? Vers 15: <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><b>\u201eUnd er sprach zu ihnen: Mich hat herzlich verlangt, dies Passalamm mit euch zu essen, ehe ich leide.\u201c<\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"> Das Abendmahl war eigentlich ein Passafest. Das Passafest kannten die Israeliten seit ungef\u00e4hr 1500 Jahren. Beim Passafest feierten die Israeliten die Befreiung von einem Diktator, dessen Regime das Volk mit Sklaverei unterdr\u00fcckt hatte. Sie feierten die Tatsache, dass w\u00e4hrend Gott die \u00c4gypter richtete, Gottes Gericht an ihnen vor\u00fcberging, obwohl sie es genauso verdient h\u00e4tten. Sie feierten den Exodus aus einem Land, das ihre S\u00f6hne im Nil ertr\u00e4nkt hatte. Sie feierten die Geburtsstunde ihres Volkes. Jesus kam als j\u00fcdischer Mann auf die Welt. Jesus lebte nach ihren Gesetzen, er sang ihre Lieder, er feierte ihre Feste und er war ganz eingebettet in der Kultur und den Gepflogenheiten des Landes. Jesus brach nicht mit den Traditionen des AT. Er setzte das fort, was die Israeliten seit vielen Jahrhunderten kannten. Als Jesus das Abendmahl mit seinen J\u00fcngern abhielt, feierte er also ein ganz altes Fest. Und deshalb ist auch das Abendmahl sehr alt. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-US\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">Auf der anderen Seite ist das Abendmahl auch richtig neu. W\u00e4hrend dem Passafest sagte Jesus einige Dinge, die die J\u00fcnger noch nie bei einem Passafest geh\u00f6rt hatten. Passa war eigentlich eine Erinnerung an die Vergangenheit, der Auszug aus \u00c4gypten. Aber anstatt f\u00fcr die Vergangenheit zu danken, spricht Jesus ganz v\u00f6llig unerwartet \u00fcber die Zukunft, wenn sich das Passalamm im Reich Gottes erf\u00fcllen wird. Normalerweise wurde beim Austeilen des Brotes gesagt: \u201eDas ist das Brot der Tr\u00fcbsal unserer V\u00e4ter.\u201c Aber Jesus sagte: <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><b>\u201eDas ist mein Leib, der f\u00fcr euch gegeben wird\u201c<\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">. Jesus sagte damit nichts anderes als: \u201eDas ist das Brot <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><i>meiner<\/i><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"> Tr\u00fcbsal. Nicht ihr leidet. Ich leide f\u00fcr das Volk.\u201c Was bedeutet das? Inwiefern ist das Abendmahl nicht nur alt sondern auch radikal neu? <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-US\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">Zum einen sehen wir, <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><i>dass das Abendmahl mit dem Kommen von Reiches Gottes zu tun hat<\/i><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">. Zweimal wird im heutigen Text das Reich Gottes erw\u00e4hnt. Nachdem Jesus seine Sehnsucht ausdr\u00fcckte, das Passalamm mit den J\u00fcngern zu essen, sagt er: <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><b>\u201eDenn ich sage euch, dass ich es nicht mehr essen werde, bis es erf\u00fcllt wird im Reich Gottes.\u201c<\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"> Und in Vers 17 teilt Jesus den Kelch aus. Traditionell gab es beim Passafest vier Kelche. Und das war der zweite oder der dritte Kelch und noch nicht der Kelch, der den neuen Bund markiert. Und dann sagte Jesus: <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><b>\u201edenn ich sage euch: ich werde von nun an nicht trinken von dem Gew\u00e4chs des Weinstocks, bis das Reich Gottes kommt.\u201c<\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"> Was bedeutet die Erf\u00fcllung des Passalamms in Gottes Reich? Und was bedeutet das Kommen von Gottes Reich? Die Erf\u00fcllung des Passalamms im Reich Gottes bezieht sich ganz klar auf Jesu Tod am Kreuz an n\u00e4chsten Tag. Das Kommen von Gottes Reich ist ein kontinuierlicher Prozess. Auf der einen Seite ist das Reich bereits gekommen in Jesus und durch jeden Menschen, der Jesus als seinen K\u00f6nig nachfolgt. Auf der anderen Seite wird es einen Tag geben, an dem das Reich endg\u00fcltig da ist: wenn Gottes \u201edort oben\u201c vollst\u00e4ndig \u201ehier unten\u201c da sein wird; wenn alle Menschen ihre Knie vor K\u00f6nig Jesus beugen werden; wenn die unz\u00e4hligen Erl\u00f6sten nach ihrer Auferstehung vor dem Thron Gottes stehen werden und ihn loben und preisen werden. Und diese Erwartung und diese Sicht auf das Reich Gottes ist eine v\u00f6llig neue Dimension des Passamahls. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-US\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">Als n\u00e4chstes, <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><i>Jesus ist die vollst\u00e4ndige Erf\u00fcllung des alten Passafests<\/i><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">. Ich habe vorhin erw\u00e4hnt, dass es beim Passafest um Befreiung von Sklaverei ging; das Vor\u00fcbergehen von Gottes Gericht; um den Exodus und um die Geburtsstunde des Volkes Israel. Alles das ist ein Fingerzeig auf Jesus. <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><i>Jesus befreit uns von Sklaverei und Unterdr\u00fcckung<\/i><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">: nicht die Unterdr\u00fcckung durch menschliche Tyrannen, was schlimm genug sein kann; nicht Befreiung von den R\u00f6mern wie alle j\u00fcdischen Zeitgenossen von Jesus dachten; sondern Befreiung von Unterdr\u00fcckung durch S\u00fcnde und Satan, von Tod und Teufel. Jesus erl\u00f6st uns vom B\u00f6sen. <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><i>In Christus geht das Gericht Gottes an uns vor\u00fcber<\/i><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">: Jesus beendet des Unrecht ohne uns, die Ungerechten, zu beenden; Jesus entfernt das B\u00f6se, ohne uns B\u00f6se zu entfernen; Jesus vernichtet S\u00fcnde, ohne uns S\u00fcndiger zu vernichten. Gottes Gericht ging an uns vor\u00fcber, weil das Gericht auf Jesus fiel. Wir leben, weil Jesus f\u00fcr uns starb. <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><i>Jesus ist derjenige, der den wahren Exodus anf\u00fchrt<\/i><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">: Mose und Aaron hatten seinerseits das Volk Israel aus \u00c4gypten herausgeholt. Jesus f\u00fchrt uns aus unserem alten Leben ohne Gott in ein neues Leben in Beziehung mit dem lebendigen Gott, der uns gemacht hat und der uns liebt. <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><i>Und das Abendmahl erinnert an die Geburtsstunde des neuen Volkes Israel<\/i><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">: ein Volk, das nicht nur Nachkommen von Abraham miteinschlie\u00dft, sondern Menschen aus allen Nationen und St\u00e4mmen und V\u00f6lkern und Sprachen; eine Schar, die niemand z\u00e4hlen kann; das neue Gottesvolk. Das ist neu. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-US\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">Als drittes, <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><i>Jesus adoptierte die J\u00fcnger als seine Familie<\/i><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">. Das Passafest wurde in der Familie gefeiert. W\u00e4hrend dem Passafest wurde nach dem ersten Becher eine Frage gestellt: \u201eWarum ist diese Nacht anders als andere N\u00e4chte?\u201c Diese Frage wurde normalerweise vom j\u00fcngsten Kind der Familie gestellt. Und dann wurde auf die Frage durch den Gastgeber geantwortet, und der Gastgeber war der Vater, das Haupt der Familie. Jesus feierte sein Passafest nicht mit seiner Familie. Er feierte es mit seinen J\u00fcngern. Gleiches galt f\u00fcr die J\u00fcnger. Sie feierten das Passa nicht mit ihren Familien. Sie feierten es mit Jesus. Und dadurch macht Jesus die erstaunliche Aussage, dass sie seine Familie sind. Sie sind Kinder Gottes, Br\u00fcder (und Schwestern) von Jesus. Auch das ist neu. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-US\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">Als viertes, <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><i>im Abendmahl schlie\u00dft Jesus mit uns einen neuen Bund<\/i><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">. Vers 20: <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><b>\u201eDesgleichen auch den Kelch nach dem Mahl und sprach: Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut, das f\u00fcr euch vergossen wird!\u201c<\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"> Dieser Vers fasst alle Neuheiten des Abendmahls in einem Wort zusammen. Jesus spricht hier von einem neuen Bund. Ein Bund ist eine Abmachung zwischen Gott und den Menschen. In Hebr\u00e4erbrief 8 werden der alte und der neue Bund einander gegen\u00fcber gestellt. Im alten Bund war Mose der Mittler. Im neuen Bund ist Jesus der Mittler. Im alten Bund wurde das Blut von Opfertieren vergossen. Im neuen Bund ist es das Blut Jesu. Im alten Bund wurden viele Tieropfer gebracht. Im neuen Bund ist es das einmalige Opfer Christi. Im alten Bund war die Abmachung, dass Gottes Volk Gottes Gesetzen gehorsam sein sollte, um zu leben. Im neuen Bund gilt die Abmachung, dass wir allesamt Gottes Gesetz ungehorsam waren und dass wir leben, weil Jesus f\u00fcr uns am Kreuz alles bezahlt hat. Das Abendmahl ist also radikal neu. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Drittens, das Abendmahl ist f\u00fcr uns<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Wir sehen, das Abendmahl wurde von Jesus geplant und vorbereitet. Das Abendmahl ist alt und gleichzeitig radikal neu. Wie sollten wir das Abendmahl feiern? Das Abendmahl ist eine unglaublich reichhaltige Ressource, die Jesus seiner Gemeinde anvertraut hat. Ich will kurz auf drei Punkte eingehen, die wir uns beim Abendmahl vergegenw\u00e4rtigen k\u00f6nnen. <\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-US\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">Zum einen, <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><i>das Abendmahl ist ein Mittel der Gnade f\u00fcr uns<\/i><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">. Wenn wir an Bund denken, dann wird es oft etwas abstrakt. Um ein praktisches Beispiel f\u00fcr einen Bund zu geben: viele von uns leben in einem Bund mit einem anderen Menschen, der Bund der Ehe. Dietrich Bonhoeffer hielt 1943 eine Predigt \u00fcber die Ehe als er ein Paar traute. Und in seiner Predigt machte Bonhoeffer \u00fcber den Ehebund eine erstaunliche Aussage. Er sagte: \u201eNicht eure Liebe tr\u00e4gt die Ehe, sondern von nun an tr\u00e4gt die Ehe eure Liebe.\u201c Viele Menschen in heutiger Zeit w\u00fcrden denken, dass es ihre Liebe ist, die ihren Ehebund am Leben erh\u00e4lt. Aber das w\u00e4re ein sehr wackliger Ehebund, weil unsere Liebe tagt\u00e4glich variiert. Bonhoeffer sagte genau das Gegenteil, dass der Bund der Ehe, obwohl er unsichtbar ist, eine objektive Realit\u00e4t ist, die von Gott geschaffen und von Gott eingesetzt wurde. Wenn wir auf dieser Realit\u00e4t stehen, dann gibt es Hoffnung f\u00fcr die Ehe. Wegen des Ehebundes kann unsere Liebe immer und immer wieder von neuem entfacht werden. Sich an diesen Bund zu erinnern und den Bund neu zu beleben ist daher eine der wichtigsten Pflichten in der Ehe. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Und so ist es in unserer Beziehung mit Jesus. Der Bund ist nicht abstrakt. Er ist eine objektive Realit\u00e4t au\u00dferhalb von uns. Der Bund ist nichts, was wir uns einbilden oder einreden. Jesu Tod am Kreuz ist eine historische Realit\u00e4t, die wir sehen und wahrnehmen k\u00f6nnen. Jesu Tod am Kreuz ist Tatsache, egal wie nah oder wie fern wir uns Gott f\u00fchlen. Um uns an diese historische Realit\u00e4t zu erinnern, hat Jesus uns ein extrem praktisches Gnadenmittel geschenkt. Das Abendmahl ist keine Theorie. Es ist Praxis. Wenn wir das Brot nehmen und den Wein trinken, dann sind alle unsere Sinne involviert: wir f\u00fchlen, wir riechen, wir schmecken, wir sehen, wir h\u00f6ren. Diese Form von aktiv gef\u00fchlter Erinnerung kann durch nichts ersetzt werden. <\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-US\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">Weil das so wichtig ist, sollten wir das Abendmahl regelm\u00e4\u00dfig feiern. Jesus sagte: <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><b>\u201edas tut zu meinem Ged\u00e4chtnis.\u201c<\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"> Calvin hatte sich vor Jahrhunderten schon beklagt: \u201eWas wir im Bezug auf das Sakrament gesagt haben, zeigt sehr klar, dass es nicht eingesetzt wurde, um nur einmal im Jahr empfangen zu werden und es oberfl\u00e4chlich zu machen, wie es oft der Brauch ist. Im Gegenteil, es wurde eingesetzt, damit es von allen Christen regelm\u00e4\u00dfig gebraucht wird, damit sie h\u00e4ufig zum Ged\u00e4chtnis an Christi Leiden zur\u00fcckkehren, und durch solche Erinnerung in ihrem Glauben gen\u00e4hrt und gest\u00e4rkt werden&#8230;\u201c Wir sollten das Abendmahl daher auch \u00f6fter feiern als nur einmal im Jahr. In Apostelgeschichte lesen wir, wie die ersten Christen in ihren H\u00e4usern das Brot brachen. Vielleicht ist daher eine m\u00f6gliche Anwendung, dass wir das Abendmahl auch in den Kreisen feiern, zus\u00e4tzlich zu einer regelm\u00e4\u00dfigen Feier mit der ganzen Gemeinde.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-US\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">Das bringt uns zum n\u00e4chsten Punkt, <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><i>das Abendmahl dient zu unserer Gemeinschaft und Einheit<\/i><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">. Das Abendmahl wurde gegeben, damit wir es gemeinsam und in Gemeinschaft zusammen feiern. Man kann das Abendmahl nicht allein feiern. Wir feiern es immer in Gemeinschaft mit unseren Br\u00fcdern und Schwestern. Und beim Feiern des Abendmahls d\u00fcrfen wir uns der Tatsache vergewissern, dass wir nicht alleine stehen, sondern mit Millionen von anderen Christen au\u00dferhalb unserer Gemeinde, die den gleichen Jesus lieben und nachfolgen. Das Abendmahl wurde gegeben, dass es nicht nur unsere Beziehung zu Jesus st\u00e4rkt. Es wurde auch gegeben, damit es unsere Beziehung untereinander st\u00e4rkt. Um noch einmal Calvin zu zitieren: \u201e[das Abendmahl wurde schlie\u00dflich eingesetzt], damit es unsere gegenseitige Liebe zueinander st\u00e4rkt und untereinander diese Liebe bezeugt und die Verpflichtung zur Einheit in Christi Leib wahrnimmt. Wann immer wir an dem Symbol des Leibes Christi teilnehmen, als ein Zeichen das gegeben und empfangen wird, verpflichten wir uns umgekehrt uns an alle Pflichten der Liebe zu halten, so dass wir nichts zulassen, dass irgendetwas unseren Br\u00fcdern schadet, dass wir nichts auslassen, was ihm helfen k\u00f6nnte, dort wo Notwendigkeit es verlangt und wo das Verm\u00f6gen vorhanden ist.\u201c <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-US\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">Letzter Punkt, <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><i>das Abendmahl erinnert uns an unsere Zukunft<\/i><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">. Wir leben in einer Zeit, in der wir Zukunft mit Fortschritt gleichsetzen. Wenn jemand zu uns sagt, dass wir altmodisch oder r\u00fcckst\u00e4ndig sind, dann ist das in der Regel kein Kompliment. Aber die Tatsache, dass Zukunft mit Fortschritt einhergeht, ist etwas, was in der Antike v\u00f6llig unbekannt war. In der Antike glaubte man, dass die Geschichte zyklisch ist; dass sich alles nach einer gewissen Zeit wiederholte; dass man sich in einem gro\u00dfen Kreis bewegte. Der Grund weshalb sich das ge\u00e4ndert hat, liegt an Jesus und seinen Nachfolgern. Jesus lehrte, dass die Geschichte sich nicht in zyklischen Kreisen bewegt; dass sich die Geschichte der Menschheit auf ein gro\u00dfes Ziel hin bewegt: nicht einfach irgendein Ziel, nicht einfach irgendein Ende, kein Untergang der Welt, sondern das Kommen von Gottes Reich auf Erden. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-US\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">Das Abendmahl erinnert uns daran, dass es ein Happy End gibt. Es ist ein Vorgeschmack auf das kommende Reich Gottes. Es kommt der Tag, wenn Jesus wieder das Passa essen wird. Es kommt der Tag, an dem wir Platz nehmen werden am Hochzeitsmahl des K\u00f6nigs. Es kommt der Tag, an dem alle unsere Leiden, alle unsere Traurigkeiten, alle unsere N\u00f6te und jeder Kummer weggewischt werden. Es kommt der Tag, an dem alles Schreckliche, alles Schlimme, alles B\u00f6se dieser Welt nicht mehr sein werden, wie wenn man morgens nach einem Albtraum aufwacht und feststellt, dass nichts von dem Schlimmen wahr ist. Es kommt der Tag, an welchem die Erinnerung an Kriegen und Konflikten verblassen werden, wie Nebel im Licht der aufgehenden Sonne verschwindet. Wie k\u00f6nnen wir uns sicher sein? Woher d\u00fcrfen wir das wissen? <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><b>\u201eDas ist mein Leib, der f\u00fcr euch gegeben wird.\u201c<\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"> Jesus erfuhr die wahre Tr\u00fcbsal, Jesus trug am Kreuz alle unsere Not; Jesus erlebte am eigenen Leib unseren schlimmsten Albtraum, als er unsere S\u00fcnde trug. Weil Jesus, das Brot des Lebens f\u00fcr uns gebrochen wurde, weil sein Blut vergossen wurde, k\u00f6nnen wir essen und trinken. Und es ist ein kleiner Vorgeschmack auf das wahre Fest, das in der Gegenwart Jesu auf uns wartet. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-US\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\">In einem einzigen Satz, machte Paulus eine erstaunliche Aussage \u00fcber das Abendmahl: <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><b>\u201eDenn sooft ihr von diesem Brot esst und aus dem Kelch trinkt<\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"> [im Hier und Jetzt], <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><b>verk\u00fcndigt ihr den Tod des Herrn<\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"> [in der Vergangenheit], <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><b>bis er kommt<\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"> [in der Zukunft]<\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span lang=\"de-DE\"><b>.\u201c<\/b><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Das Abendmahl schl\u00e4gt eine Br\u00fccke von der Vergangenheit zur Gegenwart bis in die Zukunft. Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft haben alle ihre Bedeutung in Jesus. Und Jesus ist der Herr dieser Geschichte. <\/span><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download Das erste Abendmahl \u201eUnd er nahm das Brot, dankte und brach\u2019s und gab\u2019s ihnen und sprach: Das ist mein Leib, der f\u00fcr euch gegeben wird; das tut zu meinem Ged\u00e4chtnis. 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