{"id":3843,"date":"2016-04-10T11:00:14","date_gmt":"2016-04-10T09:00:14","guid":{"rendered":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/?p=3843"},"modified":"2025-12-21T09:54:19","modified_gmt":"2025-12-21T08:54:19","slug":"predigt-lukus-1911-27","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-lukus-1911-27\/","title":{"rendered":"Predigt: Lukas 19,11 &#8211; 27"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Lk-P19-1127.doc\"><strong>Download<\/strong><\/a><\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\">Handelt damit<\/h2>\n<h3 style=\"text-align: center;\">\u201eDer lie\u00df zehn seiner Knechte rufen und gab ihnen zehn Pfund und sprach zu ihnen: Handelt damit, bis ich wiederkomme!\u201c<\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\">(13)<\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Unser heutiger Text ist nach Lukas das letzte Ereignis vor Jesu Einzug in Jerusalem, wo er leiden und sterben sollte. Als er bereits in der N\u00e4he von Jerusalem war, erz\u00e4hlte Jesus seinen Zuh\u00f6rern noch ein Gleichnis. Darin spricht er dar\u00fcber, was seine J\u00fcnger in der Zeit zwischen seinem Weggang und seiner Wiederkunft tun sollten und wie gro\u00dfartig er sie daf\u00fcr belohnen wollte. Auch wir leben in der Zeit zwischen Jesu Himmelfahrt und seiner Wiederkunft. Lasst uns auf Jesu Worte h\u00f6ren und neu lernen, was er uns gegeben hat, was er sich von uns w\u00fcnscht und wie sehr er uns belohnen will!<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>Teil 1: Handelt damit, bis ich wiederkomme! (11-19)<\/b><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: medium;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Betrachten wir den Vers 11: <\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b>\u201eAls sie nun zuh\u00f6rten, sagte er ein weiteres Gleichnis; denn er war nahe bei Jerusalem und sie meinten, das Reich Gottes werde sogleich offenbar werden.\u201c<\/b><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"> Dieser Vers verr\u00e4t uns den Hintergrund dieses Gleichnisses. Jesus wurde von einer gro\u00dfen Menge von J\u00fcngern begleitet. Die meisten J\u00fcnger meinten, dass nun das Reich Gottes offenbar w\u00fcrde, weil sie entsprechend der j\u00fcdischen Vorstellung erwarteten, dass der Messias in Jerusalem ein m\u00e4chtiges Reich aufrichten und regieren w\u00fcrde. Wenn die J\u00fcnger in dieser Erwartung blieben, w\u00fcrden sie aber v\u00f6llig \u00fcberrascht werden, wenn Jesus gekreuzigt werden, auferstehen und zum Himmel auffahren w\u00fcrde; und sie w\u00fcssten nicht, wie sie in der Zeit nach Jesu Himmelfahrt leben sollten. Darum erz\u00e4hlte Jesus ihnen ein Gleichnis, das ihnen helfen sollte, Gottes Plan zu verstehen und sich darauf einzustellen.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: medium;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Jesus beginnt sein Gleichnis mit den Worten: <\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b>\u201eEin F\u00fcrst ging in ein fernes Land, um ein K\u00f6nigtum zu erlangen und dann zur\u00fcckzukommen\u201c <\/b><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">(12).<\/span><b> <\/b><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Dass ein F\u00fcrst in ein fernes Land zog, um ein K\u00f6nigtum zu erlangen, war damals nicht un\u00fcblich. Besonders im R\u00f6mischen Reich konnte niemand als in einem Land K\u00f6nig werden, wenn er nicht in Rom dazu bevollm\u00e4chtigt wurde. Da eine Reise damals lange dauerte und auch diplomatische Verhandlungen viel Zeit brauchten, da sie nicht durch Telefonate und E-mails vorbereitet werden konnten, stellte sich der F\u00fcrst im Gleichnis auf eine l\u00e4ngere Abwesenheit ein. Welche Vorbereitung traf er? Vers 13 sagt: \u201e<\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b>Der lie\u00df zehn seiner Knechte rufen und gab ihnen zehn Pfund und sprach zu ihnen: Handelt damit, bis ich wiederkomme!\u201c<\/b><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"> Er wollte nicht, dass in seiner Abwesenheit sein Besitz ungenutzt blieb. Er wollte auch nicht, dass seine Knechte ohne ihren Herrn nichts zu tun h\u00e4tten und m\u00fc\u00dfig gehen w\u00fcrden. So gab er zehn Knechten zehn Pfund und gab ihnen den Auftrag, damit zu handeln, bis er wiederk\u00e4me. Es ist nicht leicht, den Wert eines Pfundes zu beziffern, das damals bereits eine alte W\u00e4hrung war. Man nimmt an, dass es etwa einem Drittel eines Jahreseinkommens eines Tagel\u00f6hners entsprach. Ein Pfund war also kein riesiges Verm\u00f6gen, aber eine stattliche Summe, mit der man durchaus etwas anfangen konnte. Diese Summe vertraute der Herr jedem der zehn Knechte an und gab ihnen den Befehl: <\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b>\u201eHandelt damit, bis ich wiederkomme!\u201c<\/b><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">F\u00fcr die Knechte war das sicher eine gro\u00dfe \u00dcberraschung und Ver\u00e4nderung. Sie hatten bisher verschiedene Dienste f\u00fcr den Herrn verrichtet, auf dem Acker gearbeitet, im Haus gekocht, Holz f\u00fcr den Ofen gespalten oder sich um die Tiere gek\u00fcmmert. Es war ein gro\u00dfer Vertrauenserweis des Herrn und ein gro\u00dfes Privileg f\u00fcr sie, dass sie nun als Verwalter von seinem Verm\u00f6gen fungieren durften. Diese Aufgabe bedeutete f\u00fcr sie, dass sie anders als fr\u00fcher in Eigeninitiative planen und handeln und f\u00fcr die Erf\u00fcllung ihrer Aufgabe all ihre F\u00e4higkeiten einsetzen sollten. Die meisten von ihnen hatten keine Erfahrung mit dem Handel; sie mussten sich viele Gedanken machen und von Grund auf lernen, wie sie f\u00fcr ihren Herrn erfolgreich handeln konnten. Vielleicht f\u00fchlten sich manche dieser Aufgabe nicht w\u00fcrdig oder nicht f\u00e4hig dazu. Aber sein Befehl \u201eHandelt damit!\u201c war klar. Und der Zusatz \u201ebis ich wiederkomme\u201c machte klar, dass es eine zeitlich befristete Aufgabe war und dass ihr Herr wiederkommen und Rechenschaft verlangen w\u00fcrde. <\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: medium;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Vers 14 sagt weiter: <\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b>\u201eSeine B\u00fcrger aber waren ihm feind und schickten eine Gesandtschaft hinter ihm her und lie\u00dfen sagen: Wir wollen nicht, dass dieser \u00fcber uns herrsche.\u201c<\/b><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"> Die B\u00fcrger des Landes wollten nicht, dass der F\u00fcrst K\u00f6nig \u00fcber sie w\u00fcrde, und wollten dies durch eine Abordnung verhindern. Sp\u00e4testens hier wird uns klar, dass der F\u00fcrst im Gleichnis f\u00fcr Jesus selbst steht. Jesus wurde von seinem Volk abgelehnt und sie w\u00fcrden bald alles tun, um seine Herrschaft zu verhindern, sie w\u00fcrden ihn sogar t\u00f6ten. Jesus w\u00fcrde sterben, aber er w\u00fcrde auferstehen und zum Himmel auffahren und als K\u00f6nig der K\u00f6nige und Herr in Gottes Reich eingesetzt werden. So glich er dem F\u00fcrst im Gleichnis, der in ein fernes Land ging, um ein K\u00f6nigtum zu erlangen. Wie der F\u00fcrst im Gleichnis vor seinem Weggang jedem Knecht ein Pfund gab und befahl, damit zu handeln, wollte Jesus jedem J\u00fcnger etwas Kostbares geben, mit dem sie handeln sollten. Wof\u00fcr steht das Pfund? Im Matth\u00e4usevangelium 25 finden wir ein sehr \u00e4hnliches Gleichnis, in dem der Herr seinen Knechten unterschiedlich viele Zentner gab; darunter verstehen die meisten Ausleger die Gaben, die Gott in unterschiedlichem Ma\u00df an die Gl\u00e4ubigen austeilt. Da in unserem Gleichnis jeder Knecht ein Pfund und damit exakt gleich viel bekam, steht das Pfund f\u00fcr etwas, das jeder Christ im gleichen Ma\u00dfe von Jesus bekommt. Was jeder Christ von Jesus gleicherma\u00dfen bekommen hat, ist das Evangelium von Jesu Tod f\u00fcr unsere S\u00fcnden und seiner Auferstehung, durch das Gott alle rettet, die daran glauben. Auch wenn wir Christen dieses Evangelium unterschiedlich tief verstehen und annehmen, hat er es jedem gegeben und damit auch die M\u00f6glichkeit, daraus zu leben und damit zu handeln. Der Befehl \u201eHandelt damit\u201c weist darauf hin, dass Jesus will, dass wir mit dem Evangelium handeln \u2013 dass wir so damit umgehen, dass es in uns selbst und in anderen w\u00e4chst und sich vermehrt und viele Fr\u00fcchte hervorbringt \u2013 dass durch immer klareren gr\u00f6\u00dferen Glauben Jesu Bild in uns und unserem Leben und in vielen anderen Menschen sichtbar wird. Das Bild von den Knechten, die mit dem Pfund Handel treiben und dadurch eine Vermehrung des Geldes erzielen, weist darauf hin, dass im Evangelium selbst das Potential liegt, sich zu vermehren und gute Fr\u00fcchte hervorzubringen, wenn wir es recht einsetzen. Wenn das Evangelium anderen Menschen vermittelt wird, bewirkt es ihnen geistliche Fr\u00fcchte, allen voran Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, ein Leben f\u00fcr Gott und f\u00fcr die N\u00e4chsten. Jesus will, dass sein Evangelium alle Menschen erreicht und m\u00f6glichst viele vom Tod zum Leben rettet. Jesus hat wenige Tage sp\u00e4ter nach seiner Auferstehung den J\u00fcngern direkt gesagt: <\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b>\u201eGehet hin in alle Welt und predigt das Evangelium aller Kreatur. Wer da glaubt und getauft wird, der wird selig werden; wer aber nicht glaubt, der wird verdammt werden\u201c <\/b><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">(Mk 16,15.16). Und auf dem Berg in Galil\u00e4a befahl er ihnen: <\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b>\u201eDarum gehet hin und machet zu J\u00fcngern alle V\u00f6lker!\u201c<\/b><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"> (Mt 28,19a) Jesus will, dass alle Menschen das Evangelium erfahren und es durch Glauben annehmen und dadurch gerettet werden. Jesus hat dadurch uns Christen f\u00fcr die Zeit bis zu seiner Wiederkunft eine klare Aufgabe gegeben. Das Evangelium ist die Grundlage unseres Lebens, aus der wir selbst leben sollen, und wir d\u00fcrfen und sollen es immer tiefer erkennen und immer v\u00f6lliger daraus leben. Dies wird in dem Gleichnis nur angedeutet. Denn die Knechte, die mit dem Pfund handeln sollten, lebten selbst auch davon. Was Jesus in diesem Gleichnis aber betont, ist, dass er will, dass seine J\u00fcnger mit dem Evangelium so wirken sollen, dass es viele andere zum Leben in Jesus f\u00fchrt. Selbstverst\u00e4ndlich ist das nur m\u00f6glich, wenn Jesus selbst in und durch uns wirkt; aber dazu w\u00fcnscht sich Jesus gerade unsere Leben und Wirken mit dem Evangelium als Ausdruck unserer Liebe und Treue zu ihm. Dadurch soll in der Zeit bis zu seiner Wiederkunft sein Reich kommen und sein Wille geschehen. Dadurch will er schlie\u00dflich uns selbst \u00fcberreich belohnen; das k\u00f6nnen wir in den n\u00e4chsten Versen sehen. <\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: medium;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Vers 15 sagt: <\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b>\u201eUnd es begab sich, als er wiederkam, nachdem er das K\u00f6nigtum erlangt hatte, da lie\u00df er die Knechte rufen, denen er das Geld gegeben hatte, um zu erfahren, was ein jeder erhandelt h\u00e4tte.\u201c <\/b><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Trotz des Protests seines Volkes erlangte der F\u00fcrst das K\u00f6nigtum und kam zur\u00fcck. Und als erstes wollte er wissen, was seine Knechte erhandelt h\u00e4tte. So wird auch Jesus, der trotz des Widerstands der s\u00fcndigen Menschen auferstanden und K\u00f6nig des Himmelreichs geworden ist, wiederkommen und gr\u00f6\u00dftes Interesse daran haben, wie wir Christen mit seinem Evangelium und seinem damit verbundenen Auftrag umgegangen sind. Was werden wir ihm dann sagen? <\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: medium;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Was sagte der erste Knecht zu ihm?<\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b>&nbsp;<\/b><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b>\u201eDa trat der erste herzu und sprach: Herr, dein Pfund hat zehn Pfund eingebracht.\u201c <\/b><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Der Knecht hatte das Pfund seines Herrn verzehnfacht. Wir erfahren nicht, wie er gewirkt hatte. Aber er muss die Aufgabe des Herrn von Herzen angenommen und sein Bestes getan haben, f\u00fcr seinen Herrn Gewinn zu bringen. In seiner Antwort wird seine Haltung deutlich. Er sagte \u201eHerr &#8230;\u201c, verstanden sich also als sein Knecht. Er sagte auch nicht, dass er so viel gearbeitet h\u00e4tte, sondern sagte dem\u00fctig: <\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b>\u201eDein Pfund hat zehn Pfund eingebracht\u201c<\/b><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">. Er war also nicht stolz, sondern war sich bewusst, dass letztlich das Pfund seines Herrn so gewirkt hatte. <\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: medium;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Wie reagierte der Herr auf seinen Bericht? \u201e<\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b>Und er sprach zu ihm: Recht so, du t\u00fcchtiger Knecht; weil du im Geringsten treu gewesen bist, sollst du Macht haben \u00fcber zehn St\u00e4dte.\u201c<\/b><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"> Der Herr freute sich offensichtlich \u00fcber ihn und lobte seine Treue im Geringsten. Dieser Ausdruck weist darauf hin, dass das, was der Knecht tats\u00e4chlich getan tat, nicht so besonders war. Was der Herr aber sah und wertsch\u00e4tzte, war seine Treue. Daf\u00fcr gab er ihm eine riesige Belohnung: er wurde in seinem neuen Reich Regent \u00fcber zehn St\u00e4dte. Das war eine unfassbar gro\u00dfe Belohnung, die in keinem Verh\u00e4ltnis zu dem zu stehen schien, was der Knecht getan hatte. Das zeigt, dass die Absicht des Herrn von Anfang an war, seine Knechte aufgrund ihrer Treue gegen\u00fcber ihm zu belohnen.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: medium;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Auch der zweite Knecht hatte sein Pfund vervielfacht. Er sagte: \u201e<\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b>Herr, dein Pfund hat f\u00fcnf Pfund erbracht.\u201c <\/b><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Auch er muss den Auftrag angenommen und sein Bestes getan haben, f\u00fcr den Herrn Gewinn zu erzielen. Er hatte zwar nur halb so viel erlangt wie der Erste, aber der Herr lobte ihn unumwunden: <\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b>\u201eUnd du sollst \u00fcber f\u00fcnf St\u00e4dte sein\u201c <\/b><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">(19). Der Herr belohnte auch ihn \u00fcberschw\u00e4nglich mit der Regentschaft \u00fcber mehrere St\u00e4dte. Dieser Vers zeigt klar, dass der Herr sie nicht wegen dem Geld, das sie erwirtschaftet hatten, belohnte, sondern ihre Treue gegen\u00fcber ihm sch\u00e4tzte! Er belohnte sie, indem er ihnen Macht \u00fcber mehrere St\u00e4dte in seinem Reich gab. Nachdem sie mit der gegebenen Aufgabe treu waren, bekamen sie eine viel gr\u00f6\u00dfere, herrlichere und bedeutsamere Aufgabe.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Was k\u00f6nnen wir hier sehen? Die Belohnung der Knechte zeigt uns, dass Jesus noch mehr als die sichtbaren Fr\u00fcchte unseres Wirkens mit dem Evangelium unsere Treue bzw. unsere Liebe zu ihm sehen will. Jesus will unseren Wirken mit dem Evangelium segnen und dadurch sein Reich in uns und durch uns in anderen bauen und erweitern. Letztlich will er uns in unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfiger Weise gro\u00dfartig belohnen und uns in seinem Reich eine herrliche Aufgabe gegben, durch die wir ihm ewig dienen und Ehre bringen k\u00f6nnen. Lasst uns unsere Aufgabe, den Studenten und jungen Menschen in unserer Stadt mit dem Evangelium zu dienen, neu wahrnehmen und im Hinblick auf sein herrliches Reich das Evangelium ausleben und ausbreiten. M\u00f6ge Gott uns helfen, neue Wege zu finden, praktisch mit dem Evangelium zu handeln, sodass es sich unter den Studenten und vielen Menschen in unserer Stadt ausbreiten und wachsen kann!<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>Teil 2: Wer da hat, dem wird gegeben werden (20-27)<\/b><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: medium;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">In diesem Abschnitt geht es vor allem um den dritten Knecht. Er trat vor den Herrn und sprach: <\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b>\u201eUnd der dritte kam und sprach: Herr, siehe, hier ist dein Pfund, das ich in einem Tuch verwahrt habe; denn ich f\u00fcrchtete mich vor dir, weil du ein harter Mann bist; du nimmst, was du nicht angelegt hast, und erntest, was du nicht ges\u00e4t hast.\u201c <\/b><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Der dritte Knecht hatte nichts getan, um mit dem Pfund Gewinn zu bringen, sondern hatte es lediglich verwahrt. Er hatte den Auftrag offenbar auch verstanden, aber nicht von Herzen angenommen. Seine Worte zeigen seine negativen Gedanken \u00fcber den Herrn und seine schlechte Beziehung zu ihm. Er hielt den Herrn f\u00fcr einen harten Mann, der ungerecht handelt und unberechtigte Forderungen stellt. Sein Bild von dem Herrn war v\u00f6llig anders als wie der Herr in Wirklichkeit ist, der den Knechten von seinem Verm\u00f6gen gab und sie schlie\u00dflich mit Macht \u00fcber mehrere St\u00e4dte gro\u00dfz\u00fcgig belohnte. Aber der dritte Knecht beharrte auf seiner negativen Sicht von dem Herrn und begr\u00fcndete damit sein Nichtstun. <\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: medium;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Wie tadelte ihn der Herr? Er sagte zu ihm: <\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b>\u201eMit deinen eigenen Worten richte ich dich, du b\u00f6ser Knecht. Wusstest du, dass ich ein harter Mann bin, nehme, was ich nicht angelegt habe, und ernte, was ich nicht ges\u00e4t habe: warum hast du dann mein Geld nicht zur Bank gebracht? Und wenn ich zur\u00fcckgekommen w\u00e4re, h\u00e4tte ich&#8217;s mit Zinsen eingefordert\u201c<\/b><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"> (22.23). Der Herr lie\u00df seine Ausrede nicht gelten. Auch wenn er sich f\u00fcr v\u00f6llig unf\u00e4hig gehalten h\u00e4tte oder vor Angst gel\u00e4hmt gewesen w\u00e4re, h\u00e4tte er das Geld wenigstens zur Bank bringen k\u00f6nnen, damit es f\u00fcr den Herrn Zinsen bringt. Dass er aber nicht einmal das getan hatte, zeigte, dass er den K\u00f6nig nicht respektierte. Darum nannte ihn der Herr einen b\u00f6sen Knecht. Er steht f\u00fcr die Menschen, die das Evangelium erfahren, aber nicht bereit sind, f\u00fcr Jesu Willen zu leben.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: medium;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Was passierte mit dem drittenKnecht? Die Verse 24-26 sagen: \u201e<\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b>Und er sprach zu denen, die dabeistanden: Nehmt das Pfund von ihm und gebt&#8217;s dem, der zehn Pfund hat. Und sie sprachen zu ihm: Herr, er hat doch schon zehn Pfund.<\/b><\/span><b> <\/b><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b>Ich sage euch aber: Wer da hat, dem wird gegeben werden; von dem aber, der nicht hat, wird auch das genommen werden, was er hat.\u201c <\/b><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Der Knecht verlor sein Pfund und es wurde dem ersten Knecht gegeben, der schon zehn Pfund hatte. Dies erschien den Anwesenden ungerecht. Aber Jesus lehrt das geistliche Gesetz, dass wer da hat, gegeben wird, und dem, der nicht hat, wird auch das genommen, was er eigentlich hatte. Dieses Prinzip wird durch das Gleichnis gut dargestellt. Der erste Knecht <\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b>hatte<\/b><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"> Vertrauen auf den Herrn und auf seinen gute Absicht; er <\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b>hatte<\/b><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"> Bereitschaft, den Willen des Herrn zu tun und f\u00fcr ihn Gewinn zu bringen; er sah auf das, was er <\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b>hatte<\/b><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">, und setzte es ein und konnte so f\u00fcr den Herrn viel Gewinn bringen. Er wurde reich belohnt und bekam sogar noch das Pfund des Knechts, der nichts f\u00fcr den Herrn tat. Der dritte Knecht hatte kein gutes Bild von dem Herrn, er hatte kein Vertrauen auf den Herrn und seinen guten Willen, und er hatte keine Bereitschaft, ihm zu dienen, vermutlich dachte er auch, dass er nicht genug Zeit und nicht genug F\u00e4higkeiten dazu hatte. Als er so ein Knecht wurde, der <\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b>nicht hatte<\/b><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">, verlor er das Pfund, das er eigentlich hatte, und damit auch den Lohn.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Was hei\u00dft das f\u00fcr uns? Dieses Prinzip gilt auch f\u00fcr uns. Wir sollen immer Glauben an Jesus haben, Dankbarkeit und Liebe zu ihm und aufgrund dessen die Bereitschaft, nach seinem Willen mit dem Evangelium zu handeln. Es ist so wichtig, dass wir wahrnehmen, was wir haben. Wir sollen nicht vor allem daran denken, was wir nicht haben, woran es uns pers\u00f6nlich oder als Gemeinde fehlt. Nat\u00fcrlich ist es wichtig, das auch zu bedenken, Ursachen und L\u00f6sungen daf\u00fcr zu finden. Aber wir sollen nicht erlauben, dass wir negativ denken und wie einer werden, der nicht hat. Wir sollen uns immer bewusst sein, was wir haben: die beste Botschaft der Welt, das Evangelium von der Liebe Gottes, das die Menschen von ihrem gr\u00f6\u00dften Problem befreit, von der S\u00fcnde und vom Tod rettet, und das jedem, der es nur annimmt, neues, sinnerf\u00fclltes und ewiges Leben in seinem Reich schenkt. Dazu sollen wir wie die ersten beiden Knechte vor allem an den Herrn denken, an seinen Willen und an seine gute Absicht, und f\u00fcr ihn unsere Zeit und Kraft und all unsere M\u00f6glichkeiten einsetzen, damit sein Evangelium in uns selbst und in unseren N\u00e4chsten in der Familie und der Gemeinde und in den Studenten in unserer Stadt wachsen und Gewinn bringen kann. M\u00f6ge Gott uns mit dieser Gesinnung neu segnen und unser Leben fruchtbar machen!<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: medium;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Betrachten wir auch den Vers 27:<\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b> \u201eDoch diese meine Feinde, die nicht wollten, dass ich ihr K\u00f6nig werde, bringt her und macht sie vor mir nieder.\u201c<\/b><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"> Jesu Gleichnis endet mit dem Gericht \u00fcber diejeningen, die die Herrschaft des K\u00f6nigs abgelehnt haben. Durch diesen Vers k\u00fcndigt Jesus das Gericht \u00fcber Seine Feinde an, die ihn als K\u00f6nig nicht akzeptieren wollten. Dies war eine starke Warnung an diejenigen, die bereit waren, gegen ihn mit allen Mitteln vorzugehen und ihn zu t\u00f6ten. Es erinnert uns daran, dass es nicht optional ist, Jesus als K\u00f6nig und Retter anzunehmen, sondern allein lebensrettend. Diese starke Warnung am Ende des Gleichnisses unterstreicht die Wichtigkeit, dass wir als Christen das Evangelium von Gottes Liebe nicht nur f\u00fcr uns behalten, sondern jeder pers\u00f6nlich und gemeinsam beten und hingehen und handeln, dass die Studenten und alle Menschen in unserer Stadt und unserem Land das Evangelium von Jesu Liebe erfahren und gerettet werden. M\u00f6ge Gott uns dabei helfen! Lesen wir noch einmal das Leitwort: <\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b>\u201eDer lie\u00df zehn seiner Knechte rufen und gab ihnen zehn Pfund<\/b><\/span> <span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b>und sprach zu ihnen: Handelt damit, bis ich wiederkomme!\u201c <\/b><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">(13)<\/span><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download Handelt damit \u201eDer lie\u00df zehn seiner Knechte rufen und gab ihnen zehn Pfund und sprach zu ihnen: Handelt damit, bis ich wiederkomme!\u201c (13) Unser heutiger Text ist nach Lukas das letzte Ereignis vor Jesu Einzug in Jerusalem, wo er leiden und sterben sollte. 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