{"id":3807,"date":"2016-03-27T11:00:50","date_gmt":"2016-03-27T09:00:50","guid":{"rendered":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/?p=3807"},"modified":"2022-11-18T12:21:36","modified_gmt":"2022-11-18T11:21:36","slug":"predigt-1-korinther-151-11-sonderlektion-zu-ostern-2016","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-1-korinther-151-11-sonderlektion-zu-ostern-2016\/","title":{"rendered":"Predigt: 1. Korinther 15,1 &#8211; 11 (Sonderlektion zu Ostern 2016)"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/1-Kor15-01-11MA.doc\"><strong>Download<\/strong><\/a><\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\">F\u00fcr unsere S\u00fcnden<\/h2>\n<h3 style=\"text-align: center;\">\u201edass Christus gestorben ist f\u00fcr unsre S\u00fcnden nach der Schrift; und dass er begraben worden ist; und dass er auferstanden ist am dritten Tage nach der Schrift\u201c<\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\">(3b.4)<\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Heute ist Karfreitag. Wir denken an diesem Tag \u00fcber den Tod und die Auferstehung Jesus nach. Wir haben daf\u00fcr den Text aus 1.Kor 15,1-11 gew\u00e4hlt. <\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b>I. Das Evangelium<\/b><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Wie wir an dem Brief an die Christen in Korinth sehen, gibt es viele wichtige Themen in einer Gemeinde. Es geht um die richtige Moral und um das richtige Verhalten als ein Christ. Nachdem der Apostel Paulus zu den vielen verschiedenen Missst\u00e4nden, Anfragen und Problemen der Christen in Korinth Stellung genommen hat, geht er in Kapitel 13 auf die Notwendigkeit der Liebe im Umgang miteinander ein und in Kapitel 14 gibt er Hinweise f\u00fcr das praktische Verhalten bei den Gemeindeversammlungen. Doch anscheinend h\u00e4lt er dies noch nicht f\u00fcr ausreichend. <\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Was tut er, um den Christen in der Gemeinde in Korinth noch weiter und ganz grund\u00adlegend zu helfen? Er sagt (1): <\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b>\u201eIch erinnere euch aber, liebe Br\u00fcder, an das Evangelium, das ich euch verk\u00fcndigt habe.\u201c <\/b><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Paulus erinnert die Christen in Korinth an das Evangelium. Als er ihnen am Anfang begegnet war, hatte er ihnen das Evangelium von Jesus verk\u00fcndigt. Nicht die Lehre \u00fcber die richtige Moral oder das richtige Verhalten, sondern das Evangelium von Jesus ist die zentrale Botschaft des christlichen Glaubens. Das Evangelium von Jesus steht am Anfang und im Mittelpunkt des Glaubenslebens, es ist die Essenz des christlichen Glaubens, bei den Christen in Korinth und auch bei uns. Pfarrer Wilhelm Busch, der das Buch \u201eJesus unser Schicksal\u201c geschrieben hat, pflegte zu sagen: \u201eDie Hauptsache ist, dass die Hauptsache die Hauptsache bleibt: <\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b>Jesus<\/b><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">.\u201c So kommt auch der Apostel Paulus hier in seinem Brief zur Hauptsache, indem er an das Evangelium erinnert. <\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Lesen wir die Verse 1 und 2: <\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b>\u201e<\/b><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b>Ich erinnere euch aber, liebe Br\u00fcder, an das Evangelium, das ich euch verk\u00fcndigt habe, das ihr auch angenommen habt, in dem ihr auch fest steht, durch das ihr auch selig werdet, wenn ihr&#8217;s festhaltet in der Gestalt, in der ich es euch verk\u00fcndigt habe; es sei denn, dass ihr umsonst gl\u00e4ubig geworden w\u00e4rt.\u201c<\/b><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Paulus hatte das Evangelium verk\u00fcndigt und einige Menschen in Korinth hatten es an\u00adge\u00adnom\u00admen. Sie glaubten fest an das Evangelium und sie w\u00fcrden selig werden, wenn sie es so festhielten, wie es ihnen verk\u00fcndigt worden war. <\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Was ist denn nun das Evangelium? \u00dcbersetzt man das griechische Wort \u201eeuangelion\u201c ins Deutsche, dann bedeutet es einfach nur \u201egute Nachricht\u201c. Nun kann nat\u00fcrlich alles m\u00f6gliche eine gute Nachricht sein. Wenn der Lehrer zum Sch\u00fcler sagt, \u201eDu hast in der Klassenarbeit eine Eins geschrieben\u201c, dann ist das eine gute Nachricht. Wenn der Chef dem Mitarbeiter die Gehaltserh\u00f6hung ank\u00fcndigt, dann ist das eine gute Nachricht. Wenn meine liebe Frau mir sagt, dass sie zum Mittagessen Kartoffelsuppe mit Sp\u00e4tzle kocht, ist es f\u00fcr mich auch eine gute Nachricht. <\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Wo aber Paulus von dem Evangelium spricht, meint er nicht irgendeine, sondern eine ganz bestimmte gute Nachricht. Es ist die gute Nachricht, die von alles entscheidender Bedeutung ist f\u00fcr unser Leben in dieser Welt und f\u00fcr unser ewiges Leben. Es ist die gute Nachricht, durch die wir fest stehen und selig werden k\u00f6nnen. Was ist nun der Inhalt des Evangeliums? <\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Evangelium ist Erstens: <\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><i>dass Christus gestorben ist f\u00fcr unsre S\u00fcnden<\/i><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">. Paulus sagt: <\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b>\u201eDenn als erstes habe ich euch weitergegeben, was ich auch empfangen habe: dass Christus gestorben ist f\u00fcr unsre S\u00fcnden nach der Schrift;\u201c<\/b><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Es ist eine gut bezeugte geschichtliche Tatsache, dass Jesus Christus gestorben ist. Doch das ist nicht Evangelium, dass Christus gestorben ist, ist keine gute Botschaft f\u00fcr die Menschen dieser Welt. Die Menschen w\u00fcrden es eher bedauern, dass so ein guter Mensch wie Jesus gestorben ist, viel schlimmer noch, dass er absichtlich get\u00f6tet wurde. \u00dcberhaupt ist es doch so, dass wir traurig sind, wenn jemand, den wir kennen stirbt. Wir sind schockiert, wenn gute Bekannte, Verwandte oder Freunde pl\u00f6tzlich sterben. Warum sollte dann der Tod von Jesus Christus eine gute Nachricht sein? <\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Das entscheidende am Evangelium ist, dass Jesus Christus <\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><i>f\u00fcr unsere S\u00fcnden<\/i><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"> gestorben ist. Das gro\u00dfe Thema des Evangeliums sind unsere S\u00fcnden. Nach meiner Erfahrung sprechen wir nicht gerne \u00fcber unsere S\u00fcnden, aber beim Evangelium geht es gerade darum! Unsere S\u00fcnden sind unser gr\u00f6\u00dftes Lebensproblem, das wir gerne verstecken und am liebsten aus unserem Bewusstsein verdr\u00e4ngen wollen. Aber das Evangelium will gerade dieses, unser gr\u00f6\u00dftes Lebensproblem, auf den Tisch bringen und behandeln und l\u00f6sen. <\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Wir wissen aus der Bibel, dass der Lohn der S\u00fcnde immer der Tod ist. Weil Gott die Menschen liebte und sie am Leben erhalten wollte, hatte Gott angeordnet, dass stellvertretend zumindest ein Tier sterben musste. Zur Zeit des Alten Testaments mussten die Israeliten deshalb, damit sie Vergebung f\u00fcr ihre S\u00fcnden bekommen konnten, ein unschuldiges Tier t\u00f6ten und opfern. Sie anerkannten damit, dass sie eigentlich wegen ihrer S\u00fcnde nicht in die Gemeinschaft mit Gott kommen durften, sondern nur den Tod verdient hatten. Sie zeigten dadurch, dass sie ihre S\u00fcnde bereuten und Gott um Vergebung baten. <\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Als Johannes der T\u00e4ufer Jesus sah, sagte er (Joh 1,29): <\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b>\u201eSiehe, das ist Gottes Lamm, das der Welt S\u00fcnde tr\u00e4gt!\u201c <\/b><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Gott selber stellte ein Lamm zur Verf\u00fcgung \u2013 seinen eigenen g\u00f6ttlichen s\u00fcndlosen Sohn -, der allein in der Lage war, die S\u00fcnde der Menschen der ganzen Welt zu \u00fcbernehmen und so die Grundlage f\u00fcr Vergebung zu schaffen. <\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Noch etwas d\u00fcrfen wir hier sehen. Jesus hat gesagt (Lk 5,31.32):<\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b> \u201eDie Gesunden bed\u00fcrfen des Arztes nicht, sondern die Kranken. Ich bin gekommen, die S\u00fcnder zur Bu\u00dfe zu rufen und nicht die Gerechten.\u201c <\/b><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Jesus ist gerade f\u00fcr die S\u00fcnder in die Welt gekommen, f\u00fcr uns, die wir wegen unserer S\u00fcnde krank und verloren sind. Das Evangelium ist die frohe Botschaft f\u00fcr S\u00fcnder. Das Evangelium zeigt uns den Weg Gottes, wie wir von der Last und dem Lohn der S\u00fcnde frei werden, indem <\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b>Christus gestorben ist f\u00fcr unsre S\u00fcnden.<\/b><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Ich will Dir hier die Frage stellen. Bist Du ein S\u00fcnder? Kannst du das zugeben, dass du ein S\u00fcnder bist? Wenn ja, dann lasse dich als S\u00fcnder von Jesus Christus zur Bu\u00dfe rufen! Nimm es heute im Glauben an, dass Jesus Christus auch f\u00fcr deine S\u00fcnden gestorben ist? <\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Es gibt Menschen, die das Evangelium ablehnen. Sie wollen nicht annehmen, dass ein anderer f\u00fcr ihr Fehlverhalten bezahlen soll. Sie wollen selber daf\u00fcr ins Gericht Gottes gehen und ihre Schuld selbst tragen und daf\u00fcr bezahlen. Sie haben keine Ahnung, wie schrecklich dies f\u00fcr sie sein wird \u2026 <\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Es gibt Menschen, die dieses Evangelium als unmenschliche Schlachthaustheologie ablehnen. Sie lehnen damit Gottes Weg der Vergebung ab. Es gibt Menschen, die ihre S\u00fcnden mit gutem Verhalten und guten Taten ausgleichen wollen, doch so etwas kann man nie schaffen. Diese Menschen werden als Lohn der S\u00fcnde den Tod erhalten. Sie sind verloren. <\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Gott m\u00f6chte das nicht. Gott hat \u2013 so lesen wir in Joh 3,16 \u2013 \u201e<\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b>die Welt so sehr geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.\u201c <\/b><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Es ist so wunderbar, dass wir im Glauben annehmen d\u00fcrfen, dass Christus f\u00fcr unsere S\u00fcnden gestorben ist, und dass wir durch sein stellvertretendes Sterben Vergebung bekommen und nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. <\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Zweitens: <\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b>dass er begraben worden ist.<\/b><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Jesus Christus starb f\u00fcr unsere S\u00fcnden am Kreuz und er wurde begraben. Auch das Begr\u00e4bnis Jesu ist Teil des Evangeliums, und auch das ist auf den ersten Blick nur eine traurige Angelegenheit. Jesus stellte einmal die Frage (Mt 16,26): <\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b>Was h\u00fclfe es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gew\u00f6nne und n\u00e4hme doch Schaden an seiner Seele? <\/b><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Mit anderen Worten: Wenn ich sehr reich w\u00e4re und mir alles leisten k\u00f6nnte, was ich nur wollte, wenn ich alle Ziele erreichte und eine gro\u00dfartige Karriere h\u00e4tte, wenn ich Professor f\u00fcr irgendetwas w\u00fcrde. Wenn ich gro\u00dfe Anerkennung der anderen Menschen bekommen w\u00fcrde \u2026. Was w\u00fcrde davon \u00fcbrigbleiben und mir eine Hilfe sein, wenn der Tod kommt? Wir k\u00f6nnen hier auch an das Gleichnis vom reichen Kornbauer denken, der sehr reich war, der aber in der n\u00e4chsten Nacht sterben w\u00fcrde. <\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Angesichts des Todes wird alles andere bedeutungslos. Der Tod beendet jede Karriere. Wer vom Tod betroffen ist, der hat durch die irdischen Dinge keine Hilfe mehr. <\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Was kommt nach dem Tod? Die Bibel lehrt (Hebr 9,27.28): \u201e<\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b>Und wie den Menschen bestimmt ist, einmal zu sterben, danach aber das Gericht: so ist auch Christus einmal geopfert worden, die S\u00fcnden vieler wegzunehmen; zum zweiten Mal wird er nicht der S\u00fcnde wegen erscheinen, sondern denen, die auf ihn warten, zum Heil.\u201c<\/b><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Solange wir leben, haben wir die M\u00f6glichkeit der Entscheidung. Wir k\u00f6nnen entweder unser eigenes Gl\u00fcck f\u00fcr uns selbst suchen oder f\u00fcr den Willen Gottes leben. Wenn der Tod kommt, haben wir keine M\u00f6glichkeit der Entscheidung mehr. Dann gibt es nur noch ein Warten auf das Gericht Gottes. <\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Jedes Begr\u00e4bnis zeigt uns die Endlichkeit unseres irdischen Lebens. Wir sollen oft daran denken, dass wir sterben m\u00fcssen, damit wir \u2013 solange es Zeit ist &#8211; kluge Entscheidungen im Hinblick auf das ewige Leben treffen. <\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Nach unserer Erfahrung ist mit dem Tod und Begr\u00e4bnis eines Menschen alles zu Ende. Damit ist ein Menschenleben abgeschlossen. <\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Jesus starb auch, er wurde auch vom Tod betroffen und begraben. Wie hat Jesus gelebt? Jesus hat in seinem Leben nicht auf Reichtum vertraut. Er hat daf\u00fcr gelebt, den Willen Gottes zu tun. Er hat sein Leben und sich selbst f\u00fcr Gottes Willen hingegeben. <\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Auch bei Jesus war scheinbar mit dem Begr\u00e4bnis alles zu Ende. Alle Hoffnungen, die die J\u00fcnger auf Jesus gesetzt hatten, waren zerplatzt. Es schien nur noch ein schmerzliches Gedenken, ein wehm\u00fctiges Erinnern an ihn zu bleiben. Und doch war es bei Jesus anders. Was war anders?<\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Drittens: <\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b>dass er auferstanden ist am dritten Tage nach der Schrift;<\/b><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Jesus hatte es seinen J\u00fcngern wiederholt angek\u00fcndigt, dass er leiden und sterben m\u00fcsste und wieder auferstehen w\u00fcrde. Sogar die Hohen Priester, Schriftgelehrten und Pharis\u00e4er hatten geh\u00f6rt, dass Jesus dies gesagt hatte. Deshalb baten sie Pilatus, dass er das Grab bewachen lie\u00dfe, damit niemand den Leichnam Jesu stehlen und dann behaupten k\u00f6nnte, er sei auferstanden. <\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Der Gedanke an eine tats\u00e4chliche Auferstehung war aber so unerh\u00f6rt, es war so unglaublich, dass so etwas geschehen k\u00f6nnte, dass niemand damit rechnete. Schon als Jesus davon geredet hatte, h\u00f6rten die J\u00fcnger nicht richtig zu und sie nahmen die Ank\u00fcndigung der Auferstehung Jesu nicht an. Nachdem Jesus begraben war, trauerten sie um Jesus, sie waren verst\u00f6rt und voller Furcht um ihr eigenes Leben. Alle ihre Hoffnungen waren mit Jesus begraben worden. <\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Viele Menschen in unserer heutigen Zeit lehnen den Glauben an die Auferstehung ab, weil nach aller menschlicher Erfahrung der Tod, wenn er eingetreten ist, unumkehrbar ist.<\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Dennoch ist es das Evangelium, dass Jesus Christus am dritten Tag auferstanden ist. Jesus Christus wurde durch Gott vom Tod auferweckt. Seine Auferstehung vom Tod ist der Beweis, dass es ein Leben nach dem Tod gibt. Die Bibel sagt, dass Jesus der Erstling der Auferstehung ist und wir alle ihm folgen und ebenfalls auferstehen bzw. einen neuen Leib bekommen werden. Durch Jesu Auferstehung wird die vage Hoffnung auf die Auferstehung zu einer begr\u00fcndeten, festen Hoffnung auf die Auferstehung. <\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b>II. Die Zeugen der Auferstehung<\/b><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Wenn die Menschen in der Welt von der Auferstehung Jesu h\u00f6ren, sagen sie, das sei ein Mythos; d.h. so eine Art religi\u00f6ses M\u00e4rchen. Mythen muss man nicht ernst nehmen. Doch die Auferstehung Jesu ist kein Mythos, weil es Zeugen gibt, die ihn nach seiner Auferstehung gesehen haben. <\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Was erfahren wir von diesen Zeugen? In Vers 5 lesen wir:<\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b> \u201eund dass er gesehen worden ist von Kephas, danach von den Zw\u00f6lfen.<\/b><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Kephas, das ist Petrus, hatte bei der Gerichtsverhandlung Jesu, dreimal geleugnet, Jesus zu kennen. Er tat das aus Selbsterhaltungstrieb, er wollte nicht auch get\u00f6tet werden. Nachdem Petrus dem Auferstandenen Jesus begegnet war, predigte er wenige Wochen sp\u00e4ter \u00f6ffentlich im Tempel in Jerusalem von Jesus. Johannes und er wurden verhaftet und vor den hohen Rat gef\u00fchrt. Die Angeh\u00f6rigen des Hohen Rats (Apg 4,18-20) <\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b>\u201egeboten ihnen, keinesfalls zu reden oder zu lehren in dem Namen Jesu. Petrus aber und Johannes antworteten und sprachen zu ihnen: Urteilt selbst, ob es vor Gott recht ist, dass wir euch mehr gehorchen als Gott. Wir k\u00f6nnen&#8217;s ja nicht lassen, von dem zu reden, was wir gesehen und geh\u00f6rt haben.\u201c<\/b><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"> Wie war es m\u00f6glich, dass Petrus pl\u00f6tzlich gar keine Angst mehr vor dem Tod hatte? Es war deshalb, weil er dem Auferstandenen Jesus begegnet war. Wir war es m\u00f6glich, dass Petrus mit so gro\u00dfem Mut sogar im Tempel und vor dem Hohen Rat Jesus, als den Auferstandenen, bezeugte? Es war m\u00f6glich, weil er dem auferstandenen Jesus begegnet war. <\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Der Auferstandene Jesus ist auch von den anderen J\u00fcngern gesehen worden. Thomas, der bei der ersten Erscheinung Jesu nicht anwesend war, wollte nicht glauben, dass Jesus auferstanden sei. Er wollte nur glauben, wenn er seine Finger in die Wunden Jesu gelegt h\u00e4tte. Jesus erschien auch Thomas und forderte ihn auf, seine Finger in seine Wunden zu legen. Diese J\u00fcnger wurden Zeugen der Auferstehung und sie bezeugten das Evangelium von Jesus, wenn es sein musste bis zum Tod.<\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Es gab noch weitere Zeugen (6-9): \u201e<\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b>Danach ist er gesehen worden von mehr als f\u00fcnfhundert Br\u00fcdern auf einmal, von denen die meisten noch heute leben, einige aber sind entschlafen. 7 Danach ist er gesehen worden von Jakobus, danach von allen Aposteln. 8 Zuletzt von allen ist er auch von mir als einer unzeitigen Geburt gesehen worden. 9 Denn ich bin der geringste unter den Aposteln, der ich nicht wert bin, dass ich ein Apostel hei\u00dfe, weil ich die Gemeinde Gottes verfolgt habe.<\/b><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Zuletzt ist der auferstanden Jesus auch Paulus erschienen. Paulus verfolgte damals die noch junge Gemeinde der Christen bis aufs Blut. Er hasste sie. Er betrachtete Jesus als einen falschen Propheten und Verf\u00fchrer. Doch als er auf dem Weg nach Damaskus war, um auch dort die Christen zu verhaften, begegnete ihm der auferstandene Jesus und rief ihn zur Bu\u00dfe. Die pers\u00f6nliche Begegnung mit dem Auferstanden ver\u00e4nderte Paulus. Er wurde vom gr\u00f6\u00dften Christenverfolger zum gr\u00f6\u00dften Missionar und Prediger des Evangeliums. Wie ist sein pers\u00f6nliches Zeugnis dar\u00fcber? Betrachten wir Vers 10: \u201e<\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b>Aber durch Gottes Gnade bin ich, was ich bin. Und seine Gnade an mir ist nicht vergeblich gewesen, sondern ich habe viel mehr gearbeitet als sie alle; nicht aber ich, sondern Gottes Gnade, die mit mir ist.\u201c<\/b><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"> Paulus hatte die Gnade Gottes erfahren, als der auferstandene Jesus ihm seine S\u00fcnde vergab und ihn berief, dass er sein Zeuge sein sollte. Gottes Gnade an Paulus war nicht vergeblich. Von nun an arbeitete Paulus flei\u00dfig \u2013 viel mehr als alle anderen Apostel &#8211; , um das Evangelium zu den Menschen zu bringen. <\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Paulus schlie\u00dft mit Vers 11: <\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b>\u201eEs sei nun ich oder jene: so predigen wir, und so habt ihr geglaubt.\u201c<\/b><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Wir haben heute gelernt, was das Evangelium ist. <\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b>dass Christus gestorben ist f\u00fcr unsre S\u00fcnden nach der Schrift; und dass er begraben worden ist; und dass er auferstanden ist am dritten Tage nach der Schrift. <\/b><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Dies ist die gute Nachricht, die wir den Menschen unserer Zeit und insbesondere auch den Studenten in Heidelberg weitergeben d\u00fcrfen. <\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download F\u00fcr unsere S\u00fcnden \u201edass Christus gestorben ist f\u00fcr unsre S\u00fcnden nach der Schrift; und dass er begraben worden ist; und dass er auferstanden ist am dritten Tage nach der Schrift\u201c (3b.4) Heute ist Karfreitag. 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