{"id":3801,"date":"2016-03-20T11:00:14","date_gmt":"2016-03-20T10:00:14","guid":{"rendered":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/?p=3801"},"modified":"2022-11-18T12:21:37","modified_gmt":"2022-11-18T11:21:37","slug":"predigt-lukas-1831-43","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-lukas-1831-43\/","title":{"rendered":"Predigt: Lukas 18,31 &#8211; 43"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Lk-P18-3143.doc\"><strong>Download<\/strong><\/a><\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\">Was willst du, dass ich f\u00fcr dich tun soll?<\/h2>\n<h3 style=\"text-align: center;\">\u201eWas willst du, dass ich f\u00fcr dich tun soll? Er sprach: Herr, dass ich sehen kann.\u201c<\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\">(41)<\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Im heutigen Text ist Jesus schon in der N\u00e4he von Jericho, der letzten Station vor Jerusalem. Jesus ging also den Weg nach Jerusalem konsequent weiter, wo er f\u00fcr unsere S\u00fcnde leiden und get\u00f6tet werden und am dritten Tag auferstehen sollte. Es war das schwerste, aber wichtigste Werk, das Jesus vollbringen sollte, seine furchtbarste Erniedrigung und sein gr\u00f6\u00dfter Triumph, der den Durchbruch in Gottes Erl\u00f6sungswerk bringen sollte. Aber als Jesus seinen J\u00fcnger zum dritten Mal davon sagte, konnten sie davon nichts begreifen, sie erwiesen sich als geistlich blind. Als Jesus weiterging, sa\u00df kurz vor Jericho am Stra\u00dfenrand ein Mann, der k\u00f6rperlich blind war und um Jesu Erbarmen schrie. Als er Jesus im Glauben um die Heilung von seiner Blindheit bat, machte Jesus ihn sofort sehend. Heute geht es also in beiden Abschnitten um Blindheit. Blindheit ist ein riesiges Problem, ob sie k\u00f6rperlicher oder geistlicher Natur ist. Der Text l\u00e4sst uns uns fragen, wie es mit unserem Sehverm\u00f6gen bestellt ist. Gott sei Dank ist niemand von uns k\u00f6rperlich blind. Aber wer kann sagen, dass er beim geistlichen Sehen keine Probleme hat? Was k\u00f6nnen wir tun mit unserer Sehschw\u00e4che oder unserer Blindheit? Wir d\u00fcrfen heute auf Jesus sehen, der f\u00fcr unsere ganze Krankheit und S\u00fcnde gelitten hat und gestorben ist. Wir sollen Jesus wahrnehmen, der auch unser Gebet erh\u00f6ren und fragen will: \u201eWas willst du, dass ich f\u00fcr dich tun soll?\u201c M\u00f6ge Gott jeden von uns durch sein Wort segnen!<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b>Teil 1: Sie begriffen nichts davon (31-34)<\/b><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><a name=\"_GoBack\"><\/a> <span style=\"font-family: Courier New,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Betrachten wir den Text. Auf dem Weg nach Jerusalem nahm Jesus aus der Menge, die ihm folgte, die Zw\u00f6lf zu sich und sagte ihnen: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b>\u201eSeht, wir gehen hinauf nach Jerusalem, und es wird alles vollendet werden, was geschrieben ist durch die Propheten von dem Men\u00adschensohn\u201c <\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">(31b). Jesus wusste, dass die Zeit seines Wirkens auf der Erde zu Ende ging und dass sich in Jerusalem all die Prophezeiungen \u00fcber den Messias erf\u00fcllen sollten, die er noch nicht erf\u00fcllt hatte. Und Jesus wei\u00df genau, was das bedeutete. Er sagt weiter: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b>\u201eDenn er wird \u00fcber\u00adant\u00adwortet werden den Heiden, und er wird verspottet und misshandelt und angespien werden, und sie werden ihn gei\u00dfeln und t\u00f6ten; und am dritten Tage wird er auferstehen\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"> (32.33). Er w\u00fcrde an die R\u00f6mer ausgeliefert werden, die Gott nicht f\u00fcrchteten; er w\u00fcrde verspottet und geschlagen und angespuckt werden, als ob er der letzte Mensch w\u00e4re. Schlie\u00dflich w\u00fcrden sie ihn sogar gei\u00dfeln und t\u00f6ten. Jesus w\u00fcrde grausam gequ\u00e4lt und hingerichtet werden, obwohl er ohne Schuld war. Durch all das sollte alles vollendet werden, was durch Gottes Propheten vom Menschensohn geschrieben war. Jesaja etwa schrieb: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b>\u201eEr war der Allerverachtetste und Unwerteste, voller Schmerzen und Krankheit. Er war so verachtet, dass man das Angesicht vor ihm verbarg; darum haben wir ihn f\u00fcr nichts geachtet. F\u00fcrwahr, er trug unsre Krankheit und lud auf sich unsre Schmerzen. Wir aber hielten ihn f\u00fcr den, der geplagt und von Gott geschlagen und gemartert w\u00e4re. Aber er ist um unsrer Missetat willen verwundet und um unsrer S\u00fcnde willen zerschlagen. Die Strafe liegt auf ihm, auf dass wir Frieden h\u00e4tten, und durch seine Wunden sind wir geheilt\u201c <\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">(Jes 53,3-5). Jesus wurde verachtet, verwundet und am Kreuz zerschlagen, damit er die Strafe f\u00fcr unsere Abtr\u00fcnnigkeit und S\u00fcnde bezahlte und unsere Schuld vor Gott f\u00fcr immer s\u00fchnte. Jesus tat damit das Entscheidende f\u00fcr unsere Erl\u00f6sung, er verschaffte uns die Vergebung unserer Schuld, die Kindschaft Gottes und das ewige Erbe. Er erstand am dritten Tag von den Toten auf und errang den Sieg \u00fcber den Tod und \u00f6ffnete uns so den Weg zum ewigen Leben in Gottes Reich. Dank sei Jesus!<\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Jesus wollte, dass die J\u00fcnger verstehen w\u00fcrden, was in Jerusalem passieren w\u00fcrde, zum einen damit sie von den Ereignissen nicht \u00fcberrascht und im Glauben angefochten w\u00fcrden, sondern es als Gottes Willen und Plan verstehen sollten. Zum andern sollten die J\u00fcnger das Erl\u00f6sungswerk Gottes durch Jesu Tod und seine Auferstehung begreifen. Das war nicht nur f\u00fcr ihr eigenes Heil wichtig, sondern weil sie dieses Evangelium an die anderen Menschen weitergeben und bis an die Enden der Erde verbreiten sollten. <\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Courier New,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Wie reagierten die J\u00fcnger auf Jesu Lehre? Der Vers 34 sagt: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b>\u201eSie aber begriffen nichts davon, und der Sinn der Rede war ihnen verborgen, und sie verstanden nicht, was damit gesagt war.\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"> Obwohl Jesus die J\u00fcnger zum dritten Mal den Kern des Evangeliums lehrte, begriffen sie nichts davon. Dreifach wird gesagt, dass sie nicht verstanden haben, was er damit gesagt hat. Wie k\u00f6nnen wir das verstehen, obwohl Jesus lauter verst\u00e4ndliche Worte gebraucht hat? Die J\u00fcnger waren hier wie blind, unf\u00e4hig, Jesus Lehre wahrzunehmen, wegen ihrer eigenen Vorstellung und W\u00fcnsche. Die J\u00fcnger m\u00fcssen entsprechend der allgemeinen j\u00fcdischen Vorstellung erwartet haben, dass Jesus als der Messias bald ein neues Reich f\u00fcr Israel aufrichten und die r\u00f6mische Besatzungsmacht aus dem Land vertreiben w\u00fcrde. Dabei erwarteten sie wohl, dass sie in diesem Reich wichtige Posten bekommen w\u00fcrden, was erkl\u00e4rt, warum sie in jener Zeit wiederholt dar\u00fcber stritten, wer unter ihnen der Gr\u00f6\u00dfte w\u00e4re (Mk 9,34; 10,37). Ein anderer Grund f\u00fcr ihre Blindheit liegt darin, dass die J\u00fcnger Angst vor dem Leiden hatten. Sie wollten nicht, dass ihr Meister so leiden sollte, und sie wollten vor allem nicht, dass sie als seine Nachfolger leiden w\u00fcrden. Ihre Erwartung und W\u00fcnsche und ihre Angst machten sie blind f\u00fcr das Wichtigste im Evangelium. <\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Hier erfahren wir auch, wie Jesus mit ihrer Blindheit umgeht. Obwohl Jesus gewusst haben muss, dass die J\u00fcnger ihn auch dieses Mal nicht verstehen w\u00fcrden, lehrte er sie trotzdem die Wahrheit. Jesus gab ihnen unbeirrt sein Wort und lehrte sie, weil er glaubte, dass sie es sp\u00e4ter doch annehmen und begreifen w\u00fcrden. Dies gibt uns die Orientierung, dass wir anderen Menschen, die bereit sind Gottes Worte zu h\u00f6ren, sie auch dann weiter bezeugen sollen, wenn sie wegen ihrer eigenen Gedanken und Vorstellungen nur wenig verstehen. dass wir auf seine Worte h\u00f6ren sollen, auch wenn wir nur begrenzt verstehen k\u00f6nnen. Jesus will auch uns weiter lehren, auch wenn wir nur zum Teil oder wenig begreifen, weil sein Wort uns zur Erkenntnis f\u00fchren kann. Wie k\u00f6nnen wir aber von geistlicher Sehschw\u00e4che oder Blindheit wirklich geheilt werden? <\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b>Teil 2: Du Sohn Davids, erbarme dich meiner!<\/b><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Betrachten wir die Verse 35-37: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b>\u201eEs begab sich aber, als er in die N\u00e4he von Jericho kam, dass ein Blinder am Wege sa\u00df und bettelte. Als er aber die Menge h\u00f6rte, die vorbeiging, forschte er, was das w\u00e4re. Da berichteten sie ihm, Jesus von Nazareth gehe vorbei.\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"> Als Jesus in die N\u00e4he von Jericho kam, sa\u00df am Stra\u00dfenrand ein blinder Mann. Er bettelte dort wohl, da er als Blinder keine Arbeit verrichten konnte. Als der Mann so viele Menschen vorbeigehen h\u00f6rte, forschte er nach, was los war. Als er h\u00f6rte, dass Jesus von Nazareth vorbeik\u00e4me, fing er sofart an zu rufen: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b>\u201eJesus, du Sohn Davids, erbarme dich meiner!\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"> Er glaubte, dass Jesus der Sohn Davids, der verhei\u00dfene Messias ist. Wir wissen nicht, woher er diesen Glauben hatte. Er hatte wohl hier und da von den Leuten etwas \u00fcber Jesus geh\u00f6rt, was er getan und was er gelehrt hat, wie er alle Menschen angenommen und viele Kranke gesund und sogar Blinde sehend gemacht hat. Er muss \u00fcber Jesu Worte und Werke nachgedacht und \u00fcberlegt haben, wer er ist, und erkannte, dass Jesus von Nazareth der von Gott verhei\u00dfene Messias ist. Als er h\u00f6rte, dass Jesus vorbeikam, erkannte er darin die Chance seines Lebens. Er rief Jesus laut, weil er glaubte, dass er ihm helfen k\u00f6nnte. Er bat ihn um sein Erbarmen, weil er sich bewusst war, dass er seine Hilfe nicht verdient hatte. <\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Was passierte, als er so zu dem Messias rief? Die Leute, die Jesus vorangingen, fuhren ihn an, dass er schweigen sollte. Sie meinten, dass Jesus keine Zeit und Wichtigeres zu tun hatte, als sich mit einem Blinden abzugeben. Wie reagierte der blinde Mann? Vers 39b sagt: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b>\u201eEr aber schrie noch viel mehr: Du Sohn Davids, erbarme dich meiner!\u201c <\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Er hatte als Bettler in der damaligen Gesellschaft nichts zu melden und h\u00e4tte eingesch\u00fcchtert sein und aufh\u00f6ren k\u00f6nnen. Aber er lie\u00df sich nicht abhalten, Jesus weiter um Hilfe zu bitten, sondern schrie noch viel mehr. Er glaubte, dass Jesus seine einzige Chance ist.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Courier New,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Wie reagierte Jesus? Vers 40 sagt: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b>\u201eJesus aber blieb stehen und lie\u00df ihn zu sich f\u00fchren &#8230;\u201c <\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Obwohl Jesus eilig nach Jerusalem gehen musste, ging er nicht an dem Mann vor\u00fcber, der nach ihm schrie. Obwohl viele Menschen vor und hinter Jesus hergingen und redeten, \u00fcberh\u00f6rte Jesus nicht die Stimme des Mannes am Stra\u00dfenrand, der um sein Erbarmen bat. Jesus geht nie an einem Menschen vor\u00fcber, der ernsthaft um seine Hilfe fleht. <\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Courier New,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Was tat Jesus, als der Mann n\u00e4her kam? Jesus fragte ihn: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b>\u201eWas willst du, dass ich f\u00fcr dich tun soll?\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"> Diese Frage mag uns verwundern, warum er den Mann nicht direkt heilte. Die Frage zeigt zum einen Jesu Bereitwilligkeit, dem Mann, der um sein Erbarmen gebeten hatte, zu dienen. Jesus war ganz bereit, ihm zu helfen. Aber Jesus wollte, dass der Mann ihm klar sagt, was er wollte; denn Jesus wollte ihm seinem Wunsch entsprechend helfen. Jesus war bereit, alles f\u00fcr den Mann zu tun, aber er sollte Jesus konkret darum bitten und so seinen konkreten Glauben zeigen. <\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Courier New,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Manchmal kann es sein, dass wir beten, ohne zu wissen, was wir wollen. Wir erz\u00e4hlen Gott von diesem und jenem und dr\u00fccken dabei vielleicht unsere Unzufriedenheit aus, aber wir sagen nicht, was wir eigentlich wollen. Das ist auch okay, wir d\u00fcrfen nicht nur dann zu Gott kommen, wenn uns klar ist, was wir bitten wollen. Aber hier sehen wir, dass Jesus von dem Mann, der um sein Erbarmen bat, wollte, dass er konkret sagt, was er will. Jesus wollte seine konkrete Bitte h\u00f6ren, weil dies seinen konkreten Glauben zeigt. Jesus wollte seine konkrete Bitte h\u00f6ren, weil Jesus ihn <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><i>konkret<\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"> erh\u00f6ren wollte. Wenn wir Jesus um Hilfe bitten, fragt er auch uns: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b>\u201eWas willst du, dass ich tun soll?\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"> Was willst du dann antworten? Jesus will uns gern erh\u00f6ren, wenn wir ihn konkret bitten.<\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Courier New,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Wie antwortete der Mann auf Jesu Frage? Er sprach: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b>\u201eHerr, dass ich sehen kann!\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"> Der Mann wusste, was er von Jesus wollte. Er wollte von ihn von seiner Blindheit geheilt werden, die sein ganzes Leben \u00fcberschattete. Seine Bitte zeigte, dass er glaubte, dass Jesus ihn von diesem schicksalhaften Problem befreien konnte. <\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Courier New,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Wie reagierte Jesus auf seine Bitte? Vers 42 sagt: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b>\u201eUnd Jesus sprach zu ihm: Sei sehend! Dein Glaube hat dir geholfen.\u201c <\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Jesus erh\u00f6rte das Gebet des Mannes sofort und heilte ihn. Vers 43a sagt: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b>\u201eUnd sogleich wurde er sehend &#8230;\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"> Die Blindheit hatte ihn immer begleitet wie ein Schicksal, dem er nicht entrinnen konnte. Aber Jesus befreite ihn davon und machte ihn sehend. Jesus ist der Messias, der Sohn Davids, der die Kranken gesund und die Blinden sehend macht, wie er geglaubt hatte. Durch die Worte \u201eDein Glaube hat dir geholfen\u201c stellte Jesus klar, dass seine Heilung nicht ein mystisches Ereignis war, das ihm aus unerkl\u00e4rlichem Grund begegnete. Jesus hatte ihn von seiner Blindheit geheilt, weil er an Jesus geglaubt und ihn im Glauben um seine Heilung gebeten hatte. Jesus best\u00e4tigte mit diesen Worten seinen Glauben und ermutigte ihn dazu, weiter aus Glauben an ihn zu leben. <\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Courier New,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Wie reagierte der Mann? Vers 43 sagt weiter: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b>\u201e&#8230; und folgte ihm nach und pries Gott.\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"> Der Geheilte war durch die Best\u00e4tigung seines Glaubens sehr ermutigt. Er war so dankbar f\u00fcr seine Heilung und wusste, wem er sie zu verdanken hatte. Darum pries er Gott f\u00fcr sein Erbarmen an ihm, und er folgte Jesus nach, der seinen Glauben angenommen und ihm ein neues Leben gegeben hatte. Alles umherstehenden Menschen, die das sahen, lobten Gott, der durch dieses Ereignis seine Barmherzigkeit und seine Macht und damit seine Herrlichkeit gezeigt hatte. <\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Was k\u00f6nnen wir hier lernen? Wir k\u00f6nnen von dem blinden Mann lernen, der als er in Jesus den Messias erkannte, glaubte, dass er ihn von seinem schicksalhaften Problem befreien konnte, und ihn konkret darum bat. In Jesus gibt es keine Krankheit und kein Problem, das uns wie ein Schicksal anhaftet, denn Jesus ist willig und m\u00e4chtig, uns davon zu befreien, wenn wir ihn bitten. Die allermeisten von uns wissen das und glauben grunds\u00e4tzlich daran. Aber trotzdem kann es sein, dass wir bestimmte gesundheitliche, geistliche oder praktische Probleme von uns oder von anderen nicht wirklich mit dem Glauben zu Jesus bringen und davon frei werden. Warum ist das so? Das kann verschiedene Gr\u00fcnde haben. Aber es liegt letztlich daran, dass wir Jesus, seine bedingungslose Liebe zu uns und seine unbegrenzte Macht nicht klar genug sehen und im Blick auf ihn leben k\u00f6nnen. Daher ist von allen unseren Problemen die geistliche Sehschw\u00e4che oder Blindheit das gr\u00f6\u00dfte. Wir k\u00f6nnen die geistlichen N\u00f6te der anderen oft nicht richtig wahrnehmen, sogar von unseren N\u00e4chsten in der Familie und Gemeinde oder von Freunden in der Schule oder Uni oder Kollegen am Arbeitsplatz. Wir k\u00f6nnen oft sogar unsere eigene geistliche Lage nicht richtig wahrnehmen und erkennen nicht, wof\u00fcr wir dringend beten sollten. Gravierender noch ist, dass wir Jesus, seine Gottheit und Macht und seine absolute Liebe zu uns und allen anderen S\u00fcndern nicht genug sehen und im Blick darauf bleiben k\u00f6nnen. Es kann leicht passieren, dass wir wie die J\u00fcnger die Worte Jesu h\u00f6ren, aber nicht verstehen, was damit gesagt ist. Wir sollten uns nicht selbst t\u00e4uschen mit dem Gedanken, dass wir doch gut verstehen und schon Bescheid w\u00fcssten. Wie gut unser geistliches Sehverm\u00f6gen tats\u00e4chlich ist, k\u00f6nnen wir damit pr\u00fcfen, dass wir uns fragen: Wie sehr pr\u00e4gen die Jesu Liebe und seine Macht und sein Wille, den er offenbart hat, meine Gesinnung, mein Denken und Reden und mein praktisches Leben? Solange es eine Kluft gibt zwischen dem, was Jesus offenbart hat, und unserer Gesinnung und unserer Lebensweise, ist das ein Hinweis darauf, dass auch wir unter geistlicher Sehschw\u00e4che oder Blindheit leiden. <\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Courier New,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Woher kommt das? Das kann wie bei den J\u00fcngern zum Beispiel daran liegen, dass wir eine festes Vorstellung von Jesus oder von seiner Lehre oder seinem Willen haben, die nicht m it ihm \u00fcbereinstimmt, und nicht wirklich offen sind, unser Verst\u00e4ndnis und Leben zu ver\u00e4ndern. Oder dass bestimmte W\u00fcnsche oder Zielen oder bestimmte \u00c4ngste uns verblenden, sodass wir Jesu Willen und seinen Weg f\u00fcr uns nicht richtig wahrnehmen k\u00f6nnen. Was sollen wir tun, wenn das auf uns teilweise oder nicht nur teilweise zutrifft? Wir d\u00fcrfen wie der blinde Mann anfangen zu Jesus zu schreien und ihn um Heilung bitten. Wir sollen zu ihm rufen und schreien und unsere konkrete Bitte vor ihn bringen, dass wir sehend werden wollen. Wenn wir nicht aufh\u00f6ren zu bitten, wird Jesus uns sicher erh\u00f6ren und uns gut sehend machen. M\u00f6ge Gott jedem von uns helfen, Jesus, seine herrliche Gnade und seinen Willen klar zu erkennen und daf\u00fcr und dadurch umfassende Heilung zu empfangen. Lesen wir noch einmal das Leitwort: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b>\u201eWas willst du, dass ich f\u00fcr dich tun soll? Er sprach: Herr, dass ich sehen kann.\u201c <\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">(41)<\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download Was willst du, dass ich f\u00fcr dich tun soll? \u201eWas willst du, dass ich f\u00fcr dich tun soll? Er sprach: Herr, dass ich sehen kann.\u201c (41) Im heutigen Text ist Jesus schon in der N\u00e4he von Jericho, der letzten Station vor Jerusalem. 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