{"id":3798,"date":"2016-03-13T11:00:10","date_gmt":"2016-03-13T10:00:10","guid":{"rendered":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/?p=3798"},"modified":"2022-11-18T12:21:54","modified_gmt":"2022-11-18T11:21:54","slug":"predigt-lukas-1815-27","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-lukas-1815-27\/","title":{"rendered":"Predigt: Lukas 18,15 &#8211; 27"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Lk-P18-1527.doc\"><strong>Download<\/strong><\/a><\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\">Vom kindlichen Empfangen des Reiches Gottes<\/h2>\n<h3 style=\"text-align: center;\">\u201eWahrlich, ich sage euch: Wer nicht das Reich Gottes annimmtwie ein Kind, der wird nicht hineinkommen\u201c<\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\">(17)<\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Heutzutage ist in den Medien immer wieder von Selbstmordattentaten zu h\u00f6ren. Und die meisten von diesen Selbstmordattentaten, wenn nicht alle, haben einen muslimischen Hintergrund. Man kann sich fragen, was Muslime dazu treibt, sich mitsamt einer gro\u00dfen Menschenmenge in den Tod zu jagen. Was geht da in ihnen vor? In einem Bericht von Open Doors hei\u00dft es: <\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><i>\u201e<\/i><\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><i>Muslime h\u00e4tten keine Heilsgewissheit, vielmehr gingen sie davon aus, dass sie nach dem Tod direkt in die H\u00f6lle k\u00e4men. Der einzige Weg, sicher ins Paradies zu kommen, sei ein Selbstmordanschlag.\u201c<\/i><\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><sup><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><i>1<\/i><\/span><\/span><\/sup><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> Aber es ist typsich menschlich bzw. nat\u00fcrlich zu denken, dass man etwas ganz Besonderes sein muss und etwas ganz Besonderes leisten muss, um ins Reich Gottes einzugehen. Diese typisch menschliche Gesinnung schl\u00e4gt sich nicht nur im Islam sondern auch in anderen Religionen nieder. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">In Wirklichkeit aber ist Gott ganz anders. Es kommen v\u00f6llig andere Menschen in Sein Reich. Welche sind das? Eine Antwort hierauf gibt uns der heutige Text aus Lk 18. Wir wollen uns mit dem Text anhand von zwei schlichten Fragen auseinandersetzen: Erstens wer kommt in das Reich Gottes? Zweitens wer kommt nicht in das Reich Gottes?<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"left\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>Teil I: Das positive Beispiel der Kinder <\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">(V. 15 \u2013 17) <\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Welches Ereignis gab Jesus Anlass, \u00fcber das Empfangen des Reiches Gottes zu lehren? Betrachten wir Vers 15: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>Sie brachten auch kleine Kinder zu ihm, damit er sie anr\u00fchren sollte. Als das aber die J\u00fcnger sahen, fuhren sie sie an. <\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Mehrere M\u00fctter brachten ihre kleinen Kinder zu Jesus. Sie wollten, dass der Herr Jesus sie anr\u00fchre bzw. ihre Kinder segnet. Doch die J\u00fcnger hatten etwas dagegen. Sie fuhren die M\u00fctter an, hei\u00dft es. Die J\u00fcnger regten sich \u00fcber das Anliegen der M\u00fctter auf. Sie waren zornig dar\u00fcber, dass es sich die M\u00fctter erlaubten, ihre Kinder zu Jesus zu bringen. Warum fanden sie das schlimm? Wie m\u00fcssen sie gedacht haben? In ihren Augen waren die Kinder \u201e<\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><i>eine unn\u00fctze Bel\u00e4stigung ihres Meisters und eine St\u00f6rung seiner Heil- und Lehrt\u00e4tigkeit<\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">\u201c (R<\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: small;\">IENECKER<\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">, F. 1959: 427)<\/span><\/span><sup><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">2<\/span><\/span><\/sup><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">. \u201e<\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><i>Sie seien ja noch zu klein und k\u00f6nnten nichts begreifen, seien zu schwach und k\u00f6nnten nichts leisten<\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">\u201c (ebd.: 428)<\/span><\/span><sup><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">2<\/span><\/span><\/sup><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">. <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><i>Kleine Kinder passten ihrer Meinung nach nicht in die N\u00e4he ihres Meisters (vgl. ebd.)<\/i><\/span><\/span><sup><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">2<\/span><\/span><\/sup><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">. Sie waren nicht w\u00fcrdig genug. Man musste schon wie sie etwas geworden sein, um in die N\u00e4he des Herrn kommen zu d\u00fcrfen. Sie mussten erst einmal zu solchen Menschen wie sie, die J\u00fcnger werden, wenn sie in die N\u00e4he des Herrn kommen wollten. Die kleinen Kinder hatten nichts vorzuweisen. Sie aber, die alles um Jesu willen verlassen hatten, und Ihm auf Schritt und Tritt gefolgt waren, schon. So etwa m\u00fcssen die J\u00fcnger gedacht haben. Die J\u00fcnger dachten, sie w\u00fcrden im Interesse ihres Herrn handeln. War das aber so? Betrachten wir Vers 16: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>Aber Jesus rief sie zu sich und sprach:<\/b><\/span><\/span> <span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>Lasset die Kinder zu mir kommen und wehret ihnen nicht, denn solchen geh\u00f6rt das Reich Gottes. <\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Jesus wollte ganz gerne, dass die Kinder zu Ihm kommen. Mit den Worten<\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b> \u201eLasset die Kinder zu mir kommen&#8230;\u201c <\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">rief Jesus die Kinder liebevoll herbei. Jesus sah nicht in dem Anliegen der M\u00fctter, sondern in der Einstellung der J\u00fcnger das Problem. Sie stellten ein Hindernis f\u00fcr den Segen Jesu f\u00fcr die Kinder dar. Jesus wollte das gerade die Kinder zu Ihm kommen. Gerade sie wollte er in Seiner N\u00e4he haben. Gerade Kinder wollt der Herr Jesus segnen? Warum das? Jesus sagt: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>Denn solchen geh\u00f6rt das Reich Gottes. <\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Gerade Kinder sind f\u00fcr das Reich Gottes bestimmt. Man k\u00f6nnte auch sagen: Gerade sie haben es einfach in den Himmel zu kommen. Warum? In allen drei Stellen wo das Wort \u201eKind\u201c auftaucht stehen im Griechischen W\u00f6rter, die \u201eBaby\u201c und\/oder \u201eKleinkind\u201c meinen. Es sind hier also in erster Linie Kleinkinder gemeint. Kleinkinder haben gemeinsam, dass sie kaum etwas selber tun k\u00f6nnen. Was kann ein Baby schon selber tun? Es kann nicht gehen, nicht essen, nicht sprechen, sich nicht kleiden, nicht auf die Toilette gehen, nicht einmal sitzen usw. Es ist extrem unselbstst\u00e4ndig. Es ist extrem auf seine Eltern angewiesen. Weil Kleinkinder sehr unselbstst\u00e4ndig sind, sind sie unglaublich gut darin, Hilfe von au\u00dfen anzunehmen. Wenn auch ein Baby nichts tun kann, eins kann es sehr gut: Annehmen. Sein ganzes Dasein besteht eigentlich nur darin, etwas von seiner Mama anzunehmen, sei es Nahrung, sei es Zuwendung, sei es Bekleidung, sei es Reinigung oder sei es, dass es sich schlafen legen l\u00e4sst. Ein Baby hat auch kein Problem damit, st\u00e4ndig die Hilfe seiner Mama zu beanspruchen. Das ist Babys \u00fcberhaupt nicht peinlich. Sie wollen getragen werden. Sie wollen Zuwendung. Sie wollen gef\u00fcttert werden. Sie wollen die Windel gewechselt bekommen, sp\u00e4testens wenn es anf\u00e4ngt zu jucken. Vor allem wollen sie die Mama. Wenn ein Baby mal nicht bekommt, was es braucht, dann ist das Geschrei gro\u00df. <\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">F\u00fcr Babys ist es das Selbstverst\u00e4ndlichste \u00fcberhaupt, st\u00e4ndig etwas zu empfangen, st\u00e4ndig etwas anzunehmen, eben weil sie extrem unselbstst\u00e4ndig bzw. abh\u00e4ngig von den Eltern sind.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Gerade diese Eigenschaft der Kleinkinder sch\u00e4tzt der Herr sehr. Menschen, die diese Eigenschaft haben, sind f\u00fcr das Reich Gottes geradezu pr\u00e4destiniert. Warum? <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Der Eintritt ins Reich Gottes ist unbezahlbar. Das Ewige Leben ist so kostbar, dass man es sich nicht verdienen kann. Das Ewige Leben ist ein riesengro\u00dfes Geschenk, das man entweder annehmen kann oder nicht. Deswegen <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201egeh\u00f6rt solchen\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">, also Menschen die wie Kleinkinder annehmen k\u00f6nnen, <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>das Reich Gottes<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">. W\u00e4hrend es f\u00fcr Kinder, insbesondere f\u00fcr Kleinkinder das einfache Annehmen das Selbstverst\u00e4ndlichste \u00fcberhaupt ist, ist es f\u00fcr Erwachsene fast das Unselbstverst\u00e4ndlichste \u00fcberhaupt. Wir Erwachsene wissen es nicht mehr, v\u00f6llig auf jemanden angewiesen zu sein. Wir haben gelernt selbstst\u00e4ndig und m\u00f6glichst unabh\u00e4ngig von anderen zu leben. Daher ist es f\u00fcr uns alles andere als selbstverst\u00e4ndlich, dass man so eine gro\u00dfe Sache wie das Reich Gottes einfach nur annehmen muss. Wir neigen eher dazu etwas daf\u00fcr zu leisten oder es irgendwie zu verdienen. Welche Mahnung gab daher der Herr Jesus seinen J\u00fcngern? Lesen wir gemeinsam Vers 17: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>Wahrlich, ich sage euch:<\/b><\/span><\/span> <span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>Wer nicht das Reich Gottes annimmt wie ein Kind, der wird nicht hineinkommen. <\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Die Mahnung Jesu ist ernst:<\/span><\/span><b> <\/b><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Das Reich Gottes kann man entweder so annehmen wie ein Kind, w\u00f6rtlich wie ein kleines Kind, oder man bekommt es gar nicht. Mit anderen Worten: Solange man nicht begriffen hat, dass man von sich aus nichts tun <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><i>kann<\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">, um das Reich Gottes zu erlangen, ist man f\u00fcr das Reich Gottes gar nicht empf\u00e4nglich. So wie ein Baby nichts tun kann, als nur anzunehmen, so k\u00f6nnen auch wir nichts tun, um in das Reich Gottes zu kommen, sondern es lediglich annehmen. So wie ein Baby v\u00f6llig auf seine Eltern angewiesen ist, so ist man v\u00f6llig auf die Gnade Gottes angewiesen, die dem Menschen das Ewige Leben schenkt. So wie ein Baby v\u00f6llig von seinen Eltern abh\u00e4ngig ist, so ist man v\u00f6llig von Gott abh\u00e4ngig, der allein das Reich Gottes geben kann. <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><i>Die J\u00fcnger dachten, die Kinder m\u00fcssten zuerst das werden, was sie waren, um die Gnade Jesu zu bekommen. Jesus aber versichert ihnen im Gegenteil, dass die J\u00fcnger zuerst das werden sollten, was die Kinder sind, um seiner Gnade teilhaftig zu werden <\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">(ebd.: 427)<\/span><\/span><sup><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">2<\/span><\/span><\/sup><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><i>. <\/i><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">In den Kleinkindern hat uns der Herr ein positives Beispiel gegeben, wie man das Reich Gottes annehmen soll. Welches negative Beispiel erfahren wir durch die Geschichte vom reichen Vorsteher? <\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>Teil II: Das negative Beispiel des reichen Vorstehers<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> (V. 18 \u2013 27) <\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Wie in den anderen Evangelien wird auch in Lukas im Anschluss an die Kindersegnung die Begegnung Jesu mit einem Oberer oder Vorsteher einer Synagoge berichtet. Was wissen wir noch \u00fcber diesen Mann? Aus Vers 20 wissen wir, dass er sich selbst f\u00fcr fromm hielt. Offenbar auch die anderen. Denn sonst w\u00e4re er sicherlich nicht zum Synagogenvorsteher geworden. Was erfahren wir noch \u00fcber ihn? In Vers 23 erfahren wir, dass Er sehr reich war. Reichtum wurde als Segen Gottes angesehen. Reichtum war sozusagen ein Indiz daf\u00fcr, dass man in guter Beziehung mit Gott stand. Aus Mt. 19.20 wissen wir zus\u00e4tzlich, dass er jung war. Dieser Mann, der zu Jesus kam, hatte also eine Menge vorzuweisen: Er hatte eine angesehene Position, war jung, reich, galt als fromm und von Gott gesegnet. Obgleich er Vieles vorzuweisen hatte, fragte er Jesus: \u201e<\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>Guter Meister, was muss ich tun, damit ich das ewige Leben ererbe?\u201c <\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Was ging in diesem Mann innerlich vor? <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><i>Der reiche Mann wollte das Ewige Leben durch eigene Tugenden erwerben. Im inneren Bewusstsein wurde ihm jedoch immer wieder klar, dass der Schatz seiner guten Werke nicht gen\u00fcgte. Er wollte seiner Gerechtigkeit noch etwas Au\u00dfergew\u00f6hnliches hinzuf\u00fcgen, um sich des ewigen Lebens ganz gewiss zu sein. Kurz gesagt: Der reiche Vorsteher suchte keine Gnade, sondern Lohn. Er war zwar ein Mann voll guten Willens, aber ohne Selbsterkenntnis <\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">(vgl. ebd.: 430)<\/span><\/span><sup><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">2<\/span><\/span><\/sup><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><i>.<\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> Wie half ihm der Herr Jesus daher? Betrachten wir Vers 19: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>Jesus aber sprach zu ihm: Was nennst du mich gut? Niemand ist gut als Gott allein. <\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Jesus durchschaut das geistliche Problem der fehlenden S\u00fcndenerkenntnis des Mannes.<\/span><\/span><b> <\/b><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Deswegen tadelt Jesus den jungen Mann f\u00fcr sein oberfl\u00e4chliches Verst\u00e4ndnis von dem Wort \u201egut\u201c.<\/span><\/span><b> <\/b><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><i>Wer Jesus gut nennt, muss sein Einssein mit Gott bzw. Jesu Gottheit erkennen <\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">(vgl. ebd.: 430f)<\/span><\/span><sup><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">2<\/span><\/span><\/sup><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><i>.<\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> Der Vorsteher nannte Jesus gut, obwohl er Jesu als Gott nicht erkannt hatte. Er nannte jemanden, der in seinen Augen lediglich ein vorbildicher Mensch war, als gut. Insofern war sein Verst\u00e4ndnis vom Wort \u201egut\u201c oberfl\u00e4chlich. Sein oberfl\u00e4chliches Verst\u00e4ndnis von gut resultiert aus seiner fehlenden S\u00fcndenerkenntnis. Wahrscheinlich sah sich der Vorsteher aufgrund seines vorbildichen Lebens auch als einen guten Menschen. <\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Wie half ihm Jesus weiter? Betrachten wir Vers 20:<\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b> Du kennst die Gebote: \u201eDu sollst nicht ehebrechen; du sollst nicht t\u00f6ten; du sollst nicht stehlen; du sollst nicht falsch Zeugnis reden; du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren!\u201c <\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Bemerkenswerterweise sagt Jesus nichts vom Evangelium, nichts von einem Werk, das Er tun w\u00fcrde. <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><i>Stattdessen empfiehlt Jesus dem jungen Mann einfach die Erf\u00fcllung des Gesetzes. Jesus spornt ihn sozusagen an, den Weg des Gesetzes getreulich bis ans Ende konsequent zu gehen. Jesus m\u00f6chte, dass der junge Mann ganz auf den Ernst des Gesetzes eingeht. Jesus wei\u00df n\u00e4mlich sehr gut, dass der J\u00fcngling, wenn er aufrichtig ist, so wie Paulus durch das Gesetz dem Gesetz sterben wird <\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">(vgl. ebd.: 431)<\/span><\/span><sup><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><i>2<\/i><\/span><\/span><\/sup><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><i>.<\/i><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Auffallend ist, dass Jesus nur die Gebote der Zweiten Tafel, die sich auf unsere Pflichten gegen\u00fcber unseren Mitmenschen beziehen, nennt. Warum? Ich habe eine Antwort hierauf in 1. Joh. 4.20 gefunden: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>Wenn jemand spricht: Ich liebe Gott, und hasst seinen Bruder, der ist ein L\u00fcgner. Denn wer seinen Bruder nicht liebt, den er sieht, der kann nicht Gott lieben, den er nicht sieht. <\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> Es ist leichter, sich in der Liebe zu Gott zu betr\u00fcgen als in der Liebe zu den Menschen, weil Gott im Gegensatz zu den Menschen unsichtbar ist. <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><i>Wenn der Reiche durch die 5 Gebote der Zweiten Tafel seinen Mangel an N\u00e4chstenliebe erkennt, dann ist es f\u00fcr ihn nicht schwierig einzusehen, dass ihm die Liebe zu Gott erst recht fehlt<\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><i>.<\/i><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><i>Allerdings verstand der Vorsteher nichts von dem tieferen Sinn der Gebote und meint daher, sie wirklich erf\u00fcllt zu haben <\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">(vgl. ebd)<\/span><\/span><sup><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><i>2<\/i><\/span><\/span><\/sup><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><i>. <\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Wie half ihm der Herr Jesus daher weiter? Betrachten wir Vers 22: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>Es fehlt dir noch eines. Verkaufe alles, was du hast, und gib\u00b4s den Armen, so wirst du einen Schatz im Himmel haben, und komm und folge mir nach.<\/b><\/span><\/span> <span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><i>Die Antwort Jesu deckt den Grund des Herzens vom jungen Vorsteher auf. Jesus hatte erkannt, dass der Reichtum f\u00fcr den Vorsteher ein G\u00f6tzen war. Er lag festgebunden an den Stricken des Reichtums. Nur durch die g\u00e4nzliche Durchrei\u00dfung dieser Bindungen konnte er erl\u00f6st werden. Jesus sah, dass das Herz des Reichen nicht anders errettet werden konnte, als dass er sich \u00e4u\u00dferlich des Reichtums v\u00f6llig entledigte <\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">(vgl. ebd)<\/span><\/span><sup><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><i>2<\/i><\/span><\/span><\/sup><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><i>.<\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> Praktisch konnte er das tun, indem er Jesus nachfolgte. Denn die Nachfolge Jesu erfordert, dass man sich von allem losrei\u00dft. Durch den Entschluss Jesus nachzufolgen, h\u00e4tte sich der J\u00fcngling als S\u00fcnder sowie die Notwendigkeit, dass er den Herrn als Erl\u00f6ser braucht, erkannt. Wie reagierte der junge Mann aber auf die Einladung Jesu, ihm nachzufolgen? Betrachten wir Vers 23: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>Als er das aber h\u00f6rte, wurde er traurig; denn er war sehr reich. <\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Anstelle sich \u00fcber die Einladung Jesu zur Nachfolge zu freuen, wurde der Vorsteher traurig. Der Reichtum war ihm lieber als das Ewige Leben. Die Liebe zum Reichtum hinderte ihn daran, dass Ewige Leben zu ererben. Sein Herz hing am Reichtum. Das Tragische am reichen Vorsteher war: Obwohl er Vieles vorzuweisen hatte, war er doch absolut unf\u00e4hig, in das Reich Gottes zu kommen.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Was lehrte der Herr Jesus anl\u00e4sslich der Reaktion des Vorstehers? Betrachten wir Vers 24: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>Als aber Jesus sah, dass er traurig geworden war, sprach er: Wie schwer kommen die Reichen in das Reich Gottes! <\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><i>Ein<\/i><\/span><\/span><i><b> <\/b><\/i><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><i>Reicher kommt schwer ins K\u00f6nigreich Gottes, weil das s\u00fcndige Herz zu fest an dem irdischen Besitztum h\u00e4ngt. Um seinen Zuh\u00f6rern diese Wahrheit noch fester einzupr\u00e4gen, f\u00fcgt der Herr hinzu (vgl. ebd.: 432)<\/i><\/span><\/span><sup><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><i>2<\/i><\/span><\/span><\/sup><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><i>:<\/i><\/span><\/span> <span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>Denn es ist leichter, dass ein Kamel durch ein Nadel\u00f6hr gehe, als dass ein Reicher in das Reich Gottes komme. <\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Menschlich gesehen ist es also absolut unm\u00f6glich, dass ein Reicher ins Reich Gottes komme. Zu sehr h\u00e4ngt sein Herz an den Reichtum. F\u00fcr die Zuh\u00f6rer stellte sich daraufhin die Frage, wer dann \u00fcberhaupt selig werden k\u00f6nne. Wenn es schon f\u00fcr den reichen Mann, der als von Gott gesegnet galt, unm\u00f6glich war, ins Reich Gottes zu kommen, wer konnte dann \u00fcberhaupt ins Reich Gottes, so der Gedanke der Zuh\u00f6rer. Wie lautete die Antwort Jesu? Lesen wir sie einmal gemeinsam: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>Er aber sprach: Was bei den Menschen unm\u00f6glich ist, das ist bei Gott m\u00f6glich. <\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Nicht nur der Reiche,<\/span><\/span><b> <\/b><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">kein Mensch kann von sich aus selig werden. <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><i>\u201eKein Mensch kann aus eigener Kraft sein Herz umwandeln, dass es nicht mehr am Irdischen h\u00e4ngt. Die Allmacht der Gnade Gottes jedoch vermag das Herz zu erneuern, dass es alles Irdische um des K\u00f6nigreich Gottes willen preisgibt, dass es statt nach irdischen G\u00fctern nach dem himmlischen Schatze trachtet\u201c <\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">(ebd.: 433)<\/span><\/span><sup><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">2<\/span><\/span><\/sup><i> <\/i><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">. Wann immer also ein Mensch zum Glauben kommt, so ist es ein gro\u00dfes Wunder Gottes! <\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Dieses gro\u00dfe Wunder Gottes basiert auf Jesu Opfertod. Es ist wahr, es muss etwas Besonderes geschehen, damit Menschen in den Himmel kommen k\u00f6nnen. Aber nicht wir, sondern Gott hat das Gro\u00dfe, Besondere getan, damit Menschen in das Reich Gottes eingehen k\u00f6nnen. Jesu Opfertod am Kreuz ist das Besondere, das geschehen musste, dass ein Mensch ins Reich Gottes eingehen kann. Jesu Opfertod am Kreuz ist das gro\u00dfe Werk, die besondere Leistung daf\u00fcr, dass ein Mensch in den Himmel kommen kann. Am Kreuz machte Gott das Unm\u00f6gliche m\u00f6glich: Der Mensch kann selig werden.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Auch der reiche Vorsteher h\u00e4tte dieses Wunder Gottes in seinem Leben erfahren k\u00f6nnen, wenn er seine absolute Unf\u00e4higkeit zu Jesus gebracht h\u00e4tte. Er h\u00e4tte Jesus bekennen k\u00f6nnen: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><i>\u201eIch kann es nicht. Der Reichtum ist mir zu wichtig.\u201c<\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> Jesus h\u00e4tte ihm sicherlich geholfen. Aber stattdessen ging er traurig weg. Er kam zu Jesus als einer, der etwas vorzuweisen hat, ging aber traurig weg. Er ist ein Beispiel f\u00fcr solche, die das Reich Gottes nicht empfangen. <\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Welche Anwendungen k\u00f6nnen wir aus dem heutigen Text ziehen? Erstens k\u00f6nnen wir daf\u00fcr dankbar sein, dass wir gl\u00e4ubig geworden sind. Es ist ein gro\u00dfes Wunder Gottes. Ich erinnere mich noch, wie ich als Jugendlicher zu Gott betete: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><i>\u201eGott, ich kann es mir \u00fcberhaupt nicht vorstellen, mit Dir zu leben. Ich kann das nicht.\u201c <\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Dieses Gebet war ein Ausdruck meiner inneren Not: Zum einen sp\u00fcrte ich die Not errettet werden zu m\u00fcssen, zum anderen wollte ich mein altes Leben nicht aufgeben. Ich wollte nicht zu Gott umkehren. Ich wusste, dass ich muss, aber ich wollte nicht. Ich war absolut unf\u00e4hig, das Ewige Leben zu erlangen. Mit meinem Gebet wollte ich Gott meine Unf\u00e4higkeit bekennen. Ich glaube, dass Gott dieses Gebet sehr gefallen hat. Auf jeden Fall wei\u00df ich, dass Gott dieses Gebet Jahre sp\u00e4ter erh\u00f6rt hat. Heute ist es umgekehrt: Ich kann es mir nicht mehr vorstellen, ohne Gott zu leben. Es ist also ein gro\u00dfes Wunder, dass ich gl\u00e4ubig geworden bin. Daf\u00fcr darf ich Gott jeden Tag neu danken.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Zweitens ist der Text eine gro\u00dfe Botschaft f\u00fcr diejenigen unter uns, die noch nicht errettet sind. Es ist eine gro\u00dfe Einladung, als S\u00fcnder zu Jesus zu kommen, als jemand, der absolut unf\u00e4hig ist, in das Reich Gottes einzugehen, als jemand der absolut unf\u00e4hig ist, mit seinem alten Leben und seinen G\u00f6tzen abzubrechen. <\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Drittens sollen wir auch nach unserer Bekehrung oder erst recht nach unserer Bekehrung in Abh\u00e4ngigkeit von Gott leben. Wir haben das Reich Gottes, zum anderen haben wir es aber auch noch nicht. Wir sind noch nicht im Himmel angekommen. Um dort anzukommen, m\u00fcssen wir tagt\u00e4glich in Abh\u00e4ngigkeit von Gott leben. Einmal ermahnte der Herr Jesus seine J\u00fcnger: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>Wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder, so werdet ihr nicht ins Himmelreich kommen <\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">(Mt. 18.3).<\/span><\/span><b> <\/b><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Jesus sagte das den J\u00fcngern, als sie ihn fragten, wer denn der Gr\u00f6\u00dfe unter ihnen sei. Sie waren \u00fcberheblich geworden. Sie meinten, etwas geworden zu sein. Sie meinten nun, etwas vorweisen zu k\u00f6nnen. Sie mussten daher umkehren und wieder neu zu Kindern werden. Ebenso auch wir, wir k\u00f6nnen leicht aus unserer Kindsstellung herausfallen. So wie das Dasein der kleinen Kinder darin besteht, st\u00e4ndig etwas zu empfangen, so soll unser Glaubensleben auch darin bestehen, st\u00e4ndig etwas von Gott zu erbeten und zu empfangen. Denn f\u00fcr alles, was wir f\u00fcr Gott tun wollen, brauchen wir Ihn. Ohne ihn k\u00f6nnen wir nichts tun. In der Beziehung zu Gott besteht unsere Rolle darin, dass wir von Gott alles empfangen, was wir zum Glaubensleben brauchen. Wir sollen Gott Vater sein lassen, der alles wei\u00df, was wir bed\u00fcrfen und es gerne gibt. Auf diese Weise k\u00f6nnen wir in Abh\u00e4ngigkeit von Ihm leben.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Viertens, wenn wir f\u00fcr die Bekehrung von ungl\u00e4ubigen Menschen wirken, ist es wichtig, stets deren Unf\u00e4higkeit, von sich aus selig zu werden, vor Augen zu haben. Erst dadurch k\u00f6nnen wir f\u00fcr sie in rechter Weise beten und ihnen mit dem Wort Gottes in rechter Weise dienen. <\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"left\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Lesen wir zum Schluss noch einmal das Leitwort:<\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b> Wahrlich, ich sage euch: Wer nicht das Reich Gottes annimmt wie ein Kind, der wird nicht hineinkommen<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"left\"><span style=\"font-size: large;\">________________<\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"left\"><sup><span style=\"font-size: medium;\">1<\/span><\/sup> <span style=\"font-size: medium;\">\u201eOpen Doors\u201c: F\u00fcr Christen in islamischen L\u00e4ndern beten. In: <\/span> <a href=\"http:\/\/www.pro-medienmagazin.de\/gesellschaft\/detailansicht\/aktuell\/open-doors-fuer-christen-\"><span style=\"color: #000080;\"><span lang=\"zxx\"><u><span style=\"font-size: medium;\">h<\/span><\/u><\/span><\/span><span style=\"color: #000080;\"><span lang=\"zxx\"><u><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: medium;\">ttp:\/\/www.pro-<\/span><\/span><\/u><\/span><\/span><\/a><span style=\"color: #000080;\"><span lang=\"zxx\"><u><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: medium;\"><a href=\"http:\/\/www.pro-medienmagazin.de\/gesellschaft\/detailansicht\/aktuell\/open-doors-fuer-christen-\">medienmagazin.de\/gesellschaft\/detailansicht\/aktuell\/open-doors-fuer-christen-<\/a><a href=\"http:\/\/www.pro-medienmagazin.de\/gesellschaft\/detailansicht\/aktuell\/open-doors-fuer-christen-in-islamischen-laendern-\">in-islamischen-<\/a><\/span><\/span><\/u><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"left\"><span style=\"color: #000080;\"><span lang=\"zxx\"><u><a href=\"http:\/\/www.pro-medienmagazin.de\/gesellschaft\/detailansicht\/aktuell\/open-doors-fuer-christen-in-islamischen-laendern-\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: medium;\">laendern-<\/span><\/span><\/a><\/u><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: medium;\"><u>beten-86126\/ <\/u><\/span><\/span> <span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">[ 27.03.16] <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"left\"><span style=\"color: #000000;\"><sup><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">2<\/span><\/span><\/sup><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> R<\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: small;\">IENECKER<\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">, F. (1959): Das Evangelium nach Lukas. Erkl\u00e4rt von Fritz Rienecker. In:Wuppertaler Studienbibel. Seite: 1-555. SCM R. Brockhaus. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download Vom kindlichen Empfangen des Reiches Gottes \u201eWahrlich, ich sage euch: Wer nicht das Reich Gottes annimmtwie ein Kind, der wird nicht hineinkommen\u201c (17) Heutzutage ist in den Medien immer wieder von Selbstmordattentaten zu h\u00f6ren. Und die meisten von diesen Selbstmordattentaten, wenn nicht alle, haben einen muslimischen Hintergrund. 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