{"id":3795,"date":"2016-02-21T11:00:46","date_gmt":"2016-02-21T10:00:46","guid":{"rendered":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/?p=3795"},"modified":"2022-11-18T12:21:56","modified_gmt":"2022-11-18T11:21:56","slug":"predigt-lukas-171-19","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-lukas-171-19\/","title":{"rendered":"Predigt: Lukas 17,1 \u2013 19"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Lk-P17-0119.doc\"><strong>Download<\/strong><\/a><\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\">Von der geistlichen Verantwortung f\u00fcreinander<\/h2>\n<h3 style=\"text-align: center;\">\u201eH\u00fctet euch! Wenn dein Bruder s\u00fcndigt, so weise ihn zurecht; und wenn er es bereut, vergib ihm.\u201c<\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\">(3)<\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,Courier New,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Wir haben uns letzte Woche mit dem Gleichnis vom reichen Mann und dem armen Lazarus besch\u00e4ftigt. Der arme Lazarus lebte vor der T\u00fcr des reichen Mannes, weil es der Reichen Pflicht war, sich um die Armen zu k\u00fcmmern. Doch der reiche Mann ging seiner Pflicht \u00fcberhaupt nicht nach. Er k\u00fcmmerte sich gar nicht um Lazarus, sodass Lazarus sich w\u00fcnschte, wenigstens die Essensreste zu bekommen, die vom Tisch des Reichen fallen. W\u00e4hrend der reiche Mann in Saus und Braus lebte, lie\u00df er Lazarus vor seiner Haust\u00fcr verrecken. Die Hunde leckten an Lazarus Wunden, w\u00e4hrend er in Purpur und herrlichen Leinen gekleidet war. Was f\u00fcr eine Gleichg\u00fcltigkeit! Der reiche Mann \u00fcbernahm \u00fcberhaupt keine Verantwortung f\u00fcr Lazarus. Wie schrecklich dieses Verhalten von dem reichen Mann auch ist, es ist in der Welt etwas v\u00f6llig Normales. Immer wieder h\u00f6rt man den Satz: \u201eDas ist nicht mein Problem!\u201c oder \u201eIch hab damit nichts zu tun!\u201c, wenn es um die Not des anderen geht. Dass die Menschen nicht f\u00fcreinander Verantwortung \u00fcbernehmen wollen, ist nichts anderes als eine nat\u00fcrliche Folge der S\u00fcnde. Schon Kain sagte: \u201e<\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,Courier New,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b>Soll ich meines Bruders H\u00fcter sein?\u201c<\/b><\/span><\/span> <span style=\"font-family: Arial,Courier New,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">(1. Mose 4.9b) Die Antwort auf diese Frage ist: Ja! Du sollst der H\u00fcter deines Bruders sein. Gottes Wille ist es, dass die Br\u00fcder bzw. Schwestern in der Gemeinde Verantwortung f\u00fcreinander \u00fcbernehmen. Wie k\u00f6nnen wir das tun? <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,Courier New,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Eine Antwort hierauf bekommen wir in Mt. 17, wo Jesus verschiedene Anweisungen f\u00fcr das Leben der J\u00fcnger untereinander gibt. Wir werden uns mit dem Text anhand von drei Fragen auseinandersetzen: Erstens, wie sollen wir mit unserer eigenen S\u00fcnde umgehen? Zweitens, wie sollen wir mit der S\u00fcnde des anderen umgehen? und drittens, wie sollen wir mit der Gnade Gottes umgehen?<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,Courier New,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b>Teil I: Der strenge Umgang mit sich selbst <\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,Courier New,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">(V. 1 \u2013 3a) <\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,Courier New,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Geistliche Verantwortung f\u00fcr den anderen in der Gemeinde beginnt damit, dass man Verantwortung daf\u00fcr \u00fcbernimmt, wie man sein Glaubensleben f\u00fchrt. Denn je nachdem, wie wir unser Glaubensleben f\u00fchren, hat es entweder guten oder schlechten Einfluss auf das geistliche Leben des anderen. Welche ernsthafte Mahnung gibt der Herr Jesus daher seinen J\u00fcngern? Betrachten wir die Verse 1-2: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,Courier New,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b>Er sprach aber zu seinen J\u00fcngern: Es ist unm\u00f6glich, dass keine Verf\u00fchrungen kommen; aber weh dem, durch den sie kommen! <\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,Courier New,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Jesus meint es ernst: \u201eWeh dem, durch den Verf\u00fchrungen kommen!\u201c Die Ernsthaftigkeit und Sch\u00e4rfe dieser Mahnung wird umso klarer, wenn man drei Dinge ber\u00fccksichtigt: Erstens, Jesus sagt diese Mahnung zu J\u00fcngern, also zu uns. Zweitens relativiert die Tatsache, dass Verf\u00fchrungen kommen m\u00fcssen, nicht die Schuld dessen, der verf\u00fchrt. Wegen des aufgrund der S\u00fcnde verdorbenen Wesen der Menschen und wegen des m\u00e4chtigen verf\u00fchrerischen Einflusses des Satans ist es unm\u00f6glich, dass keine Verf\u00fchrungen vorkommen. Dennoch weh dem, durch den diese Verf\u00fchrungen kommen. Drittens, ist mit dem Wort \u201eVerf\u00fchrung\u201c nicht nur das grobe Verf\u00fchren gemeint, wie etwa das Verleiten zum Unglauben. F\u00fcr das Wort \u201eVerf\u00fchrung\u201c hier steht im Griechischen ein Wort, das Ansto\u00df (zur S\u00fcnde) meint. Die Mahnung Jesu bedeutet nicht etwa: \u201eWeh dem, der andere vom Glauben abbringt.\u201c Nein, die Mahnung Jesu ist viel sensibler. Sie bedeutet: \u201eWeh bereits dem, der Ansto\u00df zur S\u00fcnde gibt.\u201c <\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,Courier New,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Was meint Jesus aber damit, wenn Er seine J\u00fcnger davor warnt, anderen Ansto\u00df zur S\u00fcnde zu geben? Innerhalb des J\u00fcngerkreises gibt es zum einen Gro\u00dfe zum anderen Kleine im Glauben. Die Gro\u00dfen im Glauben sind den anderen an Reife des Glaubens, an Begabung und Aufgaben voraus. <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"> Die Kleinen im Glauben sind zum einen J\u00fcnger, die noch sehr jung im Glauben sind, zum anderen aber auch Kinder, die aufgrund der Erziehung der Eltern zumeist schon einen gewissen Glauben haben. <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,Courier New,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Die geistlich reiferen J\u00fcnger haben gro\u00dfen Einfluss auf das Glaubensleben der Kleinen im G<\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">lauben. Sie k\u00f6nnen ihnen sehr leicht Anlass zur S\u00fcnde geben. In R\u00f6mer 14 erfahren wir ein treffendes Beispiel hierf\u00fcr. In diesem Kapitel geht es um die Annahme des Schwachen im Glauben.<\/span><\/span> <span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">In der R\u00f6mer-Gemeinde gab es Schwache im Glauben, die ein schlechtes Gewissen hatten, wenn sie bestimmte Dinge a\u00dfen. Die mit reiferem Glauben sahen darin kein Problem, weil der Herr alle Speise f\u00fcr rein erkl\u00e4rte. Dies konnte aber die Schwachen im Glauben dazu veranlassen, auch alles zu essen, allerdings mit einem schlechten Gewissen. Auf diese Weise k\u00f6nnten die einen den anderen Ansto\u00df zur S\u00fcnde geben. Deswegen ermahnt Paulus im Vers 13b: &#8230;<\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b>richtet vielmehr darauf euren Sinn, dass niemand seinem Bruder einen Ansto\u00df oder \u00c4rgernis bereite. <\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Im Vers 15 und 20 formuliert Paulus seine Mahnung sogar noch ernsthafter. Im V. 15 hei\u00dft es: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b>\u201eBringe nicht durch deine Speise den ins Verderben, f\u00fcr den Christus gestorben ist.\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"> Im Vers 20 hei\u00dft es: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b>\u201eZerst\u00f6re nicht um der Speise willen Gottes Werk.\u201c <\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Bemerkenswert an dieser Stelle ist, dass man sogar durch etwas, was an sich keine S\u00fcnde ist, Ansto\u00df zur S\u00fcnde geben bzw. zum Verderben seines Bruders f\u00fchren kann. Dieses Beispiel aus dem R\u00f6mer-Brief zeigt, wie sensibel man die Mahnung Jesu verstehen soll. <\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,Courier New,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Wodurch kann man noch Ansto\u00df zur S\u00fcnde geben? Man kann den Kleinen im Glauben auch \u201e<\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,Courier New,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><i>sehr leicht durch Lieblosigkeit, R\u00fccksichtslosigkeit, Hochmut, Nichtbeachtung, K\u00fchle und K\u00e4lte im Benehmen, falschen Eifer einen Ansto\u00df geben<\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,Courier New,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">\u201c (R<\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,Courier New,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">IENECKER<\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,Courier New,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">, F. 1959: 400)<\/span><\/span><sup><span style=\"font-family: Arial,Courier New,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">1<\/span><\/span><\/sup><span style=\"font-family: Arial,Courier New,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">, sodass sie in ihrem Glaubensleben gesch\u00e4digt oder geradezu in Unglaube gest\u00fcrzt werden k\u00f6nnen. Ein Beispiel hierzu: Vor einigen Wochen besch\u00e4ftigte ich mich das erste Mal mit dieser ernsten Warnung Jesu. Als ich danach mit meinem Mitbewohner zu Tisch sa\u00df, tadelte er mich sehr scharf. Er sagte, dass ich zwei Gesichter h\u00e4tte. Zum einen w\u00fcrde ich mit Charisma im Hauskreis lehren. Zum anderen w\u00fcrde ich mich in mein Zimmer verkriechen, sobald der Hauskreis zu Ende ist. Ich musste ihm Recht geben und bekennen, dass das nicht richtig sei, um ihm nicht zum \u00c4rgernis zu werden bzw. ihm ein Ansto\u00df zur S\u00fcnde zu geben. <\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,Courier New,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Was k\u00f6nnte es noch bedeuten, jemandem Ansto\u00df zur S\u00fcnde zu geben? Wie oben bereits erw\u00e4hnt, kann es sich bei den Kleinen im Glauben auch um Kinder handeln. Wenn gl\u00e4ubige Eltern etwas tun oder unterlassen, was f\u00fcr den Glauben ihrer Kinder sch\u00e4dlich ist, dann werden sie ihrem Kind zu einem geistlichen \u00c4rgerniss. Ein Beispiel: Noch haben wir die Freiheit, unsere Kinder in ein christliches Kindergarten oder christliche Schule zu schicken. Aber stattdessen bevorzugen es viele gl\u00e4ubige Eltern ihre Kinder in staatliche Kinderg\u00e4rten und Schulen zu schicken. Sie liefern ihre Kinder der Erziehung von Ungl\u00e4ubigen aus. Wie lange bleibt ein Kind gew\u00f6hnlich in der Schule? Sagen wir einmal im Durchschnitt mindestens 5 Zeitstunden. Jeden Tag wird das Kind mindestens 5 Stunden dem erzieherischen Einfluss von ungl\u00e4ubigen Lehrern ausgesetzt. Dass sich dies nicht sch\u00e4dlich auf den Glauben der Kinder auswirkt, ist undenkbar. <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Ich glaube, dass der Herr zu den Eltern von solchen Kindern am liebsten sagen w\u00fcrde: <\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b>\u201e<\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b>Lasset die <\/b><\/span><\/span><\/span><em><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b>Kinder <\/b><\/span><\/span><\/span><\/em><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b>zu <\/b><\/span><\/span><\/span><em><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b>mir kommen und wehret ihnen nicht<\/b><\/span><\/span><\/span><\/em><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b>\u201c <\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">(Lk. 18.16b)<\/span><\/span><\/span><b> <\/b><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Dasselbe gilt auch f\u00fcr die Auswahl der Betreuuer f\u00fcr die Kleinkinder. Es kann nicht Gottes Wille sein, dass man sein Kleinkind von einer ungl\u00e4ubigen Person betreuen l\u00e4sst. Nach dem wir die einzelnen Bestandteile der Mahnung Jesu genauer unter die Lupe genommen haben, k\u00f6nnen wir die Mahnung Jesu erst so richtig verstehen. Sinngem\u00e4\u00df bedeutet sie: <\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,Courier New,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">\u201eWenn jemand unter den J\u00fcngern irgendetwas tut oder unterl\u00e4sst, was einem Jungen im Glauben Ansto\u00df zur S\u00fcnde gibt, dann: Wehe diesem J\u00fcnger.\u201c <\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,Courier New,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Wie ernst meint es der Herr mit dem \u201eWehe\u201c-Wort? Betrachten wir Vers 2: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,Courier New,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b>Es w\u00e4re besser f\u00fcr ihn, dass man einen M\u00fchlstein an seinen Hals h\u00e4ngte und w\u00fcrfe ihn ins Meer, als dass er einen dieser Kleinen zum Abfall verf\u00fchrt. <\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,Courier New,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Jesus spricht hier von einer Strafe, die in vielen alten V\u00f6lkern praktiziert wurde. An denjenigen, der zur Strafe des Ertrinkens verurteilt wurde, wurde ein schwerer Stein an den Hals geh\u00e4ngt. Auf diese Weise wollte man sicher gehen, dass der Verurteilte untersinkt. Ein M\u00fchlstein war ein sehr schwerer Stein. Er wog mehrere Hunderte von Kilo. Mit solch einem schweren Stein ist das Ertrinken garantiert, naja zumindest fast. Es k\u00f6nnte ja sein, dass der Str\u00e4fling das Gl\u00fcck hat, dass er versehentlich in seichtes Wasser geworfen wird und es daher irgendwie doch schafft zu \u00fcberleben. Hieran hat Jesus auch gedacht. Deswegen beschreibt Jesus in der Parallelstelle aus Mt. 18 zus\u00e4tzlich die Stelle, wo der Str\u00e4fling hineingeworfen wird. Er berschreibt diese Stelle im Meer mit den Worten: \u201ewo es am tiefsten ist.\u201c Also, nicht, da wo es einigerma\u00dfen tief im Meer ist, sondern genau da, wo es im Meer am tiefsten ist, sodass nicht einmal ein anderer Mensch zu Hilfe kommen kann. Nun ist das Ertrinken 100%tig garantiert. Wie schrecklich muss solch eine Strafe sein? Schon allein deswegen, weil man nicht sogleich stirbt, sondern allm\u00e4hlich erstickt.<\/span><\/span><span style=\"color: #ffffff;\"><span style=\"font-family: Arial,Courier New,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;.<\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #ffffff;\"><span style=\"font-family: Arial,Courier New,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;.. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,Courier New,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Was will der Herr mit diesem Wort vom M\u00fchlstein sagen? Es ist besser f\u00fc<\/span><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,Courier New,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">r einen J\u00fcnger -wenn auch leidvoll- tot zu sein, als dass es hernach dazu kommt, einem Junggl\u00e4ubigen Ansto\u00df zur S\u00fcnde zu geben. Warum ist das f\u00fcr jenen J\u00fcnger besser? Es ist besser f\u00fcr ihn, weil die Schuld von jemandem, der einem Jungen im Glauben Ansto\u00df zur S\u00fcnde gibt, gr\u00f6\u00dfer ist als die Schuld von jemandem, der es verdient hat, mit einem M\u00fchlstein ins Wasser geworfen zu werden. Oder anders ausgedr\u00fcckt: Es ist besser f\u00fcr ihn, weil die Strafe f\u00fcr jemanden, der einem Jungen im Glauben Ansto\u00df zur S\u00fcnde gibt, gr\u00f6\u00dfer ist als die Strafe, mit einem M\u00fchlstein ins Wasser geworfen zu werden. Kurz gesagt: Wer das tut, wovor Jesus hier warnt, ladet eine ungeheure Schuld auf sich und damit auch eine ungeheure gro\u00dfe Strafe. <\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Wenn man schon durch Dinge, die an sich keine S\u00fcnde sind, Ansto\u00df erregen kann, wieviel mehr dann durch eine klare S\u00fcnde. Sie richtet nicht nur bei einem selbst geistlichen Schaden an, sondern auch bei den Geschwistern im Glauben. Was soll man daher machen, wenn man einen Bruder s\u00fcndigen sieht? <\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b>Teil II: Der Umgang mit der S\u00fcnde des anderen<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"> (V. 3b-4)<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,Courier New,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Welche ernste Mahnung gibt der Herr? Betrachten wir Vers 3a: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,Courier New,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b>H\u00fctet euch!<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,Courier New,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"> \u201eH\u00fctet euch\u201c kann auch so \u00fcbersetzt werden: \u201eHabt Acht auf euch selbst\u201c. Der Herr ermahnt hier zur gegenseitigen Verantwortung f\u00fcreinander. Wie soll das konkret geschehen?<\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"> Lesen wir das Leitwort Vers 3b: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b>Wenn dein Bruder s\u00fcndigt, so weise ihn zurecht, und wenn er es bereut, vergib ihm. <\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Bei dieser Anweisung Jesu stellen sich einem zwei Fragen: Erstens, was bedeutet es, dass ein Bruder s\u00fcndigt? Zweitens, was bedeutet es, jemanden zurechtzuweisen? In der Parallelstelle aus Mt. 18 hei\u00dft es: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b>S\u00fcndigt aber dein Bruder <\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><i><b>an dir&#8230; <\/b><\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">(Mt. 18.15)<\/span><\/span><b> <\/b><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Mit dem S\u00fcndigen des Bruders meint Jesus also in erster Linie, dass ein Bruder dem anderen Unrecht tut. Dieses Verst\u00e4ndnis wird auch dadurch best\u00e4tigt, dass Jesus unmittelbar danach von der Vergebung spricht. Wenn also einem Christen von einem anderen Unrecht geschieht, dann sollte er den anderen zurechtweisen. Was bedeutet aber Zurechtweisung? Das griechische Wort bedeutet w\u00f6rtlich \u201evorhalten\u201c. Zurechtweisen bedeutet jemandem sein Fehlverhalten vorhalten; ihm zeigen, dass er verkehrt gehandelt hat: ihm helfen, dass er seine S\u00fcnde erkennt. Es handelt sich bei Zurechtweisung um \u201e<\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><i>ein Zurechthelfen in aller Liebe und Langmut<\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">\u201c (ebd.: 401)<\/span><\/span><sup><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">1<\/span><\/span><\/sup><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Ich glaube, dass Zurechtweisung alles andere als einfach ist. Man kann beim Zurechtweisen so viele Fehler machen. <\/span><\/span><em><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Ein Fehler, den man in Bezug auf Zurechtweisung machen kann, ist einfach der, dass man die Zurechtweisung unterl\u00e4sst. Das passiert sehr oft, aus verschiedenen Gr\u00fcnden: Zum Teil aus Menschenfurcht oder weil man nicht zeigen will, dass man verletzbar ist, zum Teil auch aus Bequemlichkeit, zum Teil aber auch deswegen, weil man denkt, es sei geistlich bzw. dem\u00fctig, wenn man einfach \u00fcber die S\u00fcnde des Bruders hinwegsieht. Aber wenn man so dar\u00fcber denkt, dann hat man nicht verstanden, dass die Zurechtweisung nicht um seinetwillen, sondern um des anderen willen geschieht. Unterlassene Zurechtweisung ist letztendlich ein Ausdruck von Gleichg\u00fcltigkeit gegen\u00fcber dem anderen. \u201e<\/span><\/span><\/span><\/em><em><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><i>Echte Bruderliebe sagt die Wahrheit<\/i><\/span><\/span><\/span><\/em><em><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">\u201c (ebd.)<\/span><\/span><\/span><\/em><em><span style=\"color: #000000;\"><sup><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">1<\/span><\/span><\/sup><\/span><\/em><em><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">. Von einem Dulden und Schweigen ist keine Rede. <\/span><\/span><\/span><\/em><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><em><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Welchen Fehler kann man in Bezug auf Zurechtweisung noch machen? Angenommen,<\/span><\/span><\/span><\/em><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"> jemand sagt zu dir ein b\u00f6ses Wort. Was tut man da in der Regel? Man weist zurecht, aber wie? Man tut es aus einem verletzten Herzen heraus. Man m\u00f6chte Genugtuung erlangen oder den Schuldigen dem\u00fctigen. Da wird aus dem eigentlichen Zurechtweisen ein Richten oder Anklagen. Solange man nicht frei von Groll ist, ist es schwierig, jemanden in rechter Weise zurechtzuweisen. Deswegen ist es wichtig, dem Bruder schon vorher im Herzen zu vergeben. <\/span><\/span><em><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Wahre Zurechtweisung dient dazu, dem Bruder geistlich zu helfen. Sie soll ihn durch Reue wieder geistlich herstellen. Was muss der Reue des Bruders unbedingt folgen? <\/span><\/span><\/span><\/em><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Betrachten wir noch einmal Vers 3: <\/span><\/span><em><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b>Wenn dein Bruder s\u00fcndigt, so weise ihn zurecht, und wenn er es bereut, vergib ihm. <\/b><\/span><\/span><\/span><\/em><em><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Wenn die Zurechtweisung des schuldigen Bruders \u201e<\/span><\/span><\/span><\/em><em><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><i>zum dem\u00fctigen Schuldbekenntnis f\u00fchrt, darf die Vergebung nicht vorenthalten werden<\/i><\/span><\/span><\/span><\/em><em><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">\u201c (ebd.)<\/span><\/span><\/span><\/em><em><span style=\"color: #000000;\"><sup><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">1<\/span><\/span><\/sup><\/span><\/em><em><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">. Der Bruder, dem Unrecht angetan wurde, soll dem anderen vergeben, wenn auch noch so gro\u00df das Vergehen war. Nicht nur das? Jesus sagt: <\/span><\/span><\/span><\/em><em><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b>Und wenn er siebenmal am Tag an dir s\u00fcndigen w\u00fcrde und siebenmal wieder zu dir k\u00e4me und spr\u00e4che: Es reut mich!, so sollst du ihm vergeben. <\/b><\/span><\/span><\/span><\/em><em><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"> \u201e<\/span><\/span><\/span><\/em><em><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><i>Nach talmudischer Satzung kann nur dreimal, nicht \u00f6fter vergeben werden<\/i><\/span><\/span><\/span><\/em><em><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">\u201c (ebd.: 402)<\/span><\/span><\/span><\/em><em><span style=\"color: #000000;\"><sup><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">1<\/span><\/span><\/sup><\/span><\/em><em><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">. Jesus aber sagt: \u201e<\/span><\/span><\/span><\/em><em><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b>Siebenmal<\/b><\/span><\/span><\/span><\/em><em><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">.\u201c Das ist nat\u00fcrlich eine Redewendung. Jesus meint eigentlich: unz\u00e4hlige Male. Dabei sagt Jesus sagt nicht nicht nur \u201esiebenmal\u201c, sondern \u201esiebenmal am Tag.\u201c Es ist ein Unterschied, ob mir ein Bruder innerhalb eines Jahres siebenmal Unrecht tut, oder innerhalb eines Tages. Im ersten Fall ist es leichter zu vergeben als im zweiten Fall. Aber Jesus will, dass wir einem vergeben, selbst wenn er sich innerhalb eines kurzen Zeitraums an uns unz\u00e4hlige Male vers\u00fcndigt, sofern er es nat\u00fcrlich bereut. <\/span><\/span><\/span><\/em><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><em><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Wie soll man aber wissen, ob die Reue echt ist? Wenn mir ein Bruder siebenmal am Tag Unrecht tut, dann w\u00fcrde ich schon beim zweiten Mal daran zweifeln, ob seine Reue echt ist. Woher soll man also wissen, ob er es ernst meint? Jesus sagt: <\/span><\/span><\/span><\/em><em><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b>\u2026und siebenmal wieder zu dir k\u00e4me und spr\u00e4che: Es reut mich! <\/b><\/span><\/span><\/span><\/em><em><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Im Zweifelsfall sollte man sich damit begn\u00fcgen, dass der Bruder seine Reue bekennt. Wir k\u00f6nnen nicht in das Herz des anderen schauen. Deswegen m\u00fcssen wir uns begn\u00fcgen mit dem, was bekannt wird. Aber man k\u00f6nnte ja einwenden: \u201eEin Bruder der einem anderen Bruder siebenmal am Tag Unrecht tut, kann es doch mit seiner Reue gar nicht ernst meinen!\u201c Nicht unbedingt: Jesus wei\u00df, dass jeder von uns Schw\u00e4chen hat. Angenommen ein Bruder ist von seiner Natur her tempramentvoll. Schon ein kleiner Funke reicht, um ihn zum Explodieren zu bringen. Obwohl er es nicht will, regt er sich schon \u00fcber die leichtesten Dinge auf, aber eigentlich will er es gar nicht. So bereut er es jedesmal, nachdem er seinen Zorn freien Lauf gelassen hat. Nach jedem Gewitter und Regen, bricht in ihm wieder der Sonnenschein durch. Was soll man mit so einem Bruder machen? Man soll ihm vergeben. <\/span><\/span><\/span><\/em><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><em><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Zusamenfassend l\u00e4sst sich also sagen: Wir sollen einander vergeben, und zwar unabh\u00e4ngig davon, wie gro\u00df das Vergehen ist, unabh\u00e4ngig davon, wie oft sich das Vergehen wiederholt und unabh\u00e4ngig davon, ob wir uns ganz sicher sind oder nicht, ob derjenige wirklich bereut oder nicht (es sei denn es ist offensichtlich). <\/span><\/span><\/span><\/em><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><em><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">In Bezug darauf, wie wir mit der S\u00fcnde des anderen umgehen sollen, lehrt uns der Herr also zwei Dinge: Erstens zurechtweisen, zweitens vergeben. Man k\u00f6nnte auch sagen: Begegne der S\u00fcnde deines Bruders mit voller Wahrheit und mit voller Gnade. Weise mit voller Wahrheit zurecht, miit voller Gnade vergebe. <\/span><\/span><\/span><\/em><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Leichter gesagt als getan. Wie k\u00f6nnen wir das tun, was der Herr hier von uns fordert?<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b>Teil III: Der rechte Umgang mit Gottes Gnade<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"> (V. 5\u201319) <\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Die ernste Warnung Jesu, jemanden zum Abfall zu verf\u00fchren, war schon nicht so einfach zu verdauen. Doch dann kam auch noch seine Forderung, jemandem unz\u00e4hlige Male zu vergeben. Was Jesus in diesen vier Versen lehrt und fordert ist wirklich radikal, ja geradezu krass. Wie reagierten die J\u00fcnger auf diese radikalen Worte Jesu? Betrachten wir Vers 5: <\/span><\/span><em><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b>Und die Apostel sprachen zu dem Herrn: St\u00e4rke uns den Glauben! <\/b><\/span><\/span><\/span><\/em><em><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Die J\u00fcnger baten Jesus, ihren Glauben zu vergr\u00f6\u00dfern. Warum das? Sie dachten, dass nur solche, die einen besonders gro\u00dfen Glauben haben, das praktizieren k\u00f6nnen, was Jesus eben gerade gelehrt hatte. Man m\u00fcsse ein besonderer Geistlicher sein, um jemanden unz\u00e4hlige Male vergeben zu k\u00f6nnen. Hatten sie mit dieser Ansicht Recht? Betrachten wir Vers 6: <\/span><\/span><\/span><\/em><em><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b>Der Herr aber sprach: Wenn ihr Glauben h\u00e4ttet so gro\u00df wie ein Senfkorn, dann k\u00f6nntet ihr zu diesem Maulbeerbaum sagen: Rei\u00df dich aus und versetze dich ins Meer!, und er w\u00fcrde euch gehorchen. <\/b><\/span><\/span><\/span><\/em><em><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Jesus erkl\u00e4rt: Selbst wenn der Glaube der J\u00fcnger nur so gro\u00df w\u00e4re wie ein Senfkorn, also selbst wenn der Glaube der J\u00fcnger nur 1mm gro\u00df w\u00e4re, k\u00f6nnten sie mit nur einem Wort, ein Maulbeerbaum vom Land ins Meer versetzen. Was will Jesus den J\u00fcngern damit sagen? Die J\u00fcnger hatten Jesus anl\u00e4sslich Seiner radikalen Forderungen um mehr Glauben gebeten. Jesus will aber sagen, es kommt nicht darauf an, ob sie gro\u00dfen oder kleinen Glauben haben. Es kommt darauf an, ob sie \u00fcberhaupt (echten) Glauben haben oder nicht. Hudson Taylor sagte einmal: \u201eWir brauchen nicht einen gro\u00dfen Glauben, sondern Glauben an einen gro\u00dfen Gott.\u201c Mit anderen Worten: Weil Gott so unglaublich gro\u00df ist, reicht schon ein winziger echter Glaube an Ihn aus, um gro\u00dfe Dinge zu vollbringen. Wenn Glaube von der Gr\u00f6\u00dfe eines Senfkorns in der Lage ist, einen Maulbeerbaum auszurei\u00dfen und ins Meer zu werfen, dann kann er auch unseren Stolz, der uns davon abh\u00e4lt, unserem Bruder zu vergeben, aus unserem Herzen ausrei\u00dfen und hinauswerfen. <\/span><\/span><\/span><\/em><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><em><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Was hat es aber mit diesem senfkorngro\u00dfen Glauben auf sich? Was k\u00f6nnen wir uns unter diesem winzigen Glauben vorstellen? Dieser winzige Glaube ist nichts anderes als der Glaube, den du und ich hatten, als wir errettet wurden. Es ist der Glaube an den Opfertod Jesu. Am Kreuz bezahlte der Herr Jesus f\u00fcr alle S\u00fcnden, ob gro\u00df oder klein, ob vergangen oder gegenw\u00e4rtig oder zuk\u00fcnftig, f\u00fcr alle S\u00fcnden. Er beglich eine ungeheure Schuld. Wie gro\u00df diese Schuld sein muss, wird uns schon allein dadurch klar, wenn wir daran denken, wie oft wir wohl schon einem Kleinen im Glauben Ansto\u00df zur S\u00fcnde gegeben haben m\u00fcssen. Schon einmal ist unglaublich schlimm. Aber ich denke, ich habe es nicht nur einmal gemacht. Daher werden wir mit tiefer Dankbarkeit erf\u00fcllt, wenn wir daran glauben, dass der Herr eine ungeheuer gro\u00dfe Schuld beglichen hat. Der Glaube an das Kreuz reicht v\u00f6llig aus, um den Stolz und Hochmut aus unserem Herzen zu rei\u00dfen und es stattdessen mit tiefer Dankbarkeit zu erf\u00fcllen. Durch die Dankbarkeit f\u00fcr die Vergebung k\u00f6nnen wir dann auch andere, wenn auch unz\u00e4hlige Male vergeben, zumal die Schuld, die andere an uns haben, \u00fcberhaupt nicht ins Gewicht f\u00e4llt im Vergleich zu der Schuld, die der Herr beglichen hat. <\/span><\/span><\/span><\/em><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><em><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Wenn wir also Schwierigkeiten damit haben, jemandem zu vergeben, dann liegt es nicht daran, dass wir einen zu kleinen Glauben haben. Vielmehr sollten wir daf\u00fcr Bu\u00dfe tun, dass wir gerade gar keinen Glauben haben. Wenn wir sagen: \u201eJa, ich muss erst einmal einen gr\u00f6\u00dferen Glauben haben\u201c, dann ist das eigentlich nur eine Ausrede daf\u00fcr, dass man nicht bereit ist, Bu\u00dfe zu tun. Der rechte Umgang mit der Gnade Jesu am Kreuz wirkt sich dadurch aus, dass wir anderen, wenn auch unz\u00e4hlige Male vergeben k\u00f6nnen. <\/span><\/span><\/span><\/em><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><em><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Wie<\/span><\/span><\/span><\/em><em><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"> wirkt sich der rechte Umgang mit der Gnade Gottes noch aus? <\/span><\/span><\/span><\/em><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Betrachten wir die Verse 7-9. Unmittelbar nach dem Wort vom Maulbeerbaum erz\u00e4hlt der Herr seinen J\u00fcngern ein Gleichnis. <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><i>Es handelt um einen leibeigenen Sklaven, der den ganzen Tag gepfl\u00fcgt oder geh\u00fctet hat. Wenn er vom Feld nach Hause kommt, am Ende eines langen Tages, dann bittet ihn der Herr nicht zu Tisch. Stattdessen wird er ihm befehlen, seine Sch\u00fcrze umzubinden und das Abendessen zu bereiten. Der leibeigene Sklave bleibt bis zuletzt f\u00fcr seinen Gebieter gesch\u00fcrzt und dienstbereit. Beim Essen und Trinken kommt zuerst der Herr, dann der Knecht. Erst nachdem er das getan hat, darf der Sklave essen und trinken. Der Herr dankt dem Sklaven f\u00fcr nichts. Das wird vom Sklaven erwartet. Schlie\u00dflich geh\u00f6rt ein Sklave seinem Herrn und seine erste Pflicht ist Gehorsam <\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">(vgl. M<\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">ACDONALD<\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">, W.)<\/span><\/span><sup><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">2<\/span><\/span><\/sup><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"> Was will der Herr mit diesem Gleichnis sagen? Betrachten wir Vers 10a: <\/span><\/span><em><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b>So auch ihr! <\/b><\/span><\/span><\/span><\/em><em><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Wie der Sklave aus dem Gleichnis so sind auch die J\u00fcnger Leibeigene. Ihr Herr ist Jesus. <\/span><\/span><\/span><\/em><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Wie der Sklave aus dem Gleichnis waren auch die J\u00fcnger sehr flei\u00dfig im Dienst f\u00fcr ihren Herrn gewesen. Sie hatten um Jesu willen alles verlassen gehabt und sind Ihm \u00fcberall nachgefolgt, wohin Er auch ging. Sie lie\u00dfen sich von Ihm aussenden und wirkten durch Wort und Wunder in Seinem Namen. Durch sie kamen sehr viele Menschen zum Glauben. Hatten sie nun deswegen Grund, stolz zu sein? Hatten sie deswegen einen Anspruch darauf, von Jesus Lob und Dank zu empfangen? Lesen wir einmal den ganzen Vers 10 zusammen: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b>So auch ihr!<\/b><\/span><\/span> <span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b>Wenn ihr alles getan habt, was euch befohlen ist, so sprecht: Wir sind unn\u00fctze Knechte; wir haben getan, was wir zu tun schuldig waren.<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"> Die Antwort ist: Nein! Obwohl die Apostel mit aller Hingabe Jesus gedient haben, hatten sie \u00fcberhaupt kein Recht dazu, sich zu r\u00fchmen. Geradeso wie der Sklave aus dem Gleichnis hatten sie \u00fcberhaupt keinen Anspruch darauf, von dem Herrn Lob und Dank zu empfangen. <\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Warum nicht? Der Herr gibt hierf\u00fcr zwei Gr\u00fcnde: Erstens die J\u00fcnger sind unn\u00fctze Knechte. Warum das? Nicht einmal das, was die J\u00fcnger f\u00fcr Gott tun, ist ihr Verdienst. Denn alles, was die J\u00fcnger f\u00fcr Gott tun k\u00f6nnen, bedarf letztendlich der Gnade Gottes. Denn alle Taten der J\u00fcnger bleiben unn\u00fctze und unfruchtbar, wenn der Herr nicht seinen Segen darauf gibt. Die J\u00fcnger sind und bleiben Knechte, die Gott nicht braucht, die aber Ihn brauchen, geradeso wie der leibeigene Sklave auf seinen Herrn angewiesen ist. <\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Der zweite Grund ist, wie aufopferungsvoll die J\u00fcnger auch dem Herrn dienen, sie tun letztendlich nur das, was sie schuldig sind. Ist diese Sichtweise von Jesus nicht seltsam? Wie l\u00e4sst sich diese Sichtweise rechtfertigen? Wir finden eine Antwort darauf, wenn wir unseren Blick von dem, was die J\u00fcnger f\u00fcr Jesus taten, auf das, was Jesus f\u00fcr sie getan hat, lenken. Der Herr Jesus hatte sie von ihrem fr\u00fcheren Herrn erl\u00f6st gehabt. Bevor sie Leibeigene des Herrn waren, waren sie Leibeigene eines anderen und zwar unglaublich harten Herren. Sie dienten der S\u00fcnde. Die S\u00fcnde verdammte sie zu einem sinnlosen und unfreiem Leben. Der S\u00fcnde mussten sie dienen, ob sie wollten oder nicht. Dadurch luden sie Schuld um Schuld auf sich. Der Lohn, der sie am Ende erwartete, war nichts anderes als die schreckliche Verdammnis. Doch der Herr Jesus kaufte sie von ihrem schrecklichen Herren ab. Doch nicht mit Geld, sondern mit seinem eigenen Blut. Am Kreuz vergoss der Herr unter grausamen Leiden Sein Blut, um Menschen aus der schrecklichen Herrschaft von S\u00fcnde, Tod und Teufel zu erl\u00f6sen. Ein Blick auf das Kreuz macht klar, dass alles, was die J\u00fcnger f\u00fcr Jesus tun, nichts ist im Vergleich zu dem, was der Herr f\u00fcr sie getan hat. Alle Taten der J\u00fcnger zusammen verhalten sich im Vergleich zu dem, was der Herr tat, wie ein Tropfen auf dem hei\u00dfen<\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"> Stein.<\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"> Das Kreuz entrei\u00dft jedem J\u00fcnger jegliche Grundlage, stolz auf seinen Dienst f\u00fcr den Herrn zu sein. Selbst Paulus, der wohl wie kaum ein anderer eifrig dem Herrn gedient hat, muss bekennen: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b>Wo bleibt nun das R\u00fchmen? Es ist ausgeschlossen. Durch welches Gesetz? Durch das Gesetz der Werke? Nein, sondern durch das Gesetz des Glaubens<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"> (R\u00f6m. 3.27). Jesu hingebungsvoller Opfertod am Kreuz l\u00f6scht in radikaler Weise sowohl jeglichen Verdienstgedanken seitens des Menschen als auch jegliche Verpflichtung und Verbindlichkeit Gottes gegen\u00fcber dem Menschen aus. Das Kreuz macht den hingebungsvollen Dienst der J\u00fcnger zu einer Selbstverst\u00e4ndlichkeit. So wie es selbstverst\u00e4ndlich war, wenn ein leibeigener Sklave seinem Herrn dient, so ist es nur recht und billig, wenn die J\u00fcnger dem Herrn aufopferungsvoll dienen. <\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Was k\u00f6nnen wir aus diesem Gleichnis lernen? Die meisten von uns haben dies und jenes f\u00fcr den Herrn getan, darunter sicherlich auch aufopferungsvolle Dinge. Viele dienen ihrer Aufgabe in der Gemeinde treu. Dar\u00fcber freut sich Gott sicherlich. Doch gleichzeitig besteht die Gefahr, dass uns unser aufopferunsvoller Dienst f\u00fcr Jesus \u00fcberheblich machen kann. Um dies zu vermeiden, m\u00fcssen wir den Blick auf das Kreuz haben, nicht auf unsere Werke. Vom Kreuz aus bekommen wir das rechte Selbstverst\u00e4ndnis, das uns vor Gott dem\u00fctig macht. Dieses Selbstverst\u00e4ndnis auf der Grundlage des Kreuzes lehrt uns der Herr in Vers 10b. Sagen wir einmal den Vers 10b (ab \u201ewir\u201c) gemeinsam: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b>Wir sind unn\u00fctze Knechte; wir haben getan, was wir zu tun schuldig waren. <\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Amen. <\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">\u00dcbrigens lehrt das Gleichnis vom Sklaven zwar dar\u00fcber, welches Recht der Herr Jesus hat, mit uns umzugehen, aber nicht dar\u00fcber, wie der Herr in Wirklichkeit mit uns umgeht. In Wirklichkeit geht Jesus mit uns nicht so um, wie ein Herr mit seinem Sklaven. Denn obgleich der Herr \u00fcberhaupt nicht dazu verpflichtet ist, einen vorbildlichen J\u00fcnger zu loben, tut er es doch mit den Worten: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b>Recht so, du t\u00fcchtiger und treuer Knecht <\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">(Mt. 25.21).<\/span><\/span><b> <\/b><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Obwohl Jesus \u00fcberhaupt nicht dazu verpflichtet ist, uns zu belohnen, verspricht er doch eine gro\u00dfz\u00fcgige Belohnung selbst f\u00fcr kleine Dinge, wie etwa f\u00fcr ein Glas Wasser, das einem Gl\u00e4ubigen gegeben wird. Obwohl Jesus das Recht h\u00e4tte, ein so wie im Gleichnis eiskalter Herr zu sein, ist er doch der allerg\u00fctigste Herr, der Seine Diener unsagbar lieb hat. Diese Tatsache sollte uns umso dem\u00fctiger und dankbarer dem Herrn Jesus gegen\u00fcber machen!<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Wie wichtig es dem Herrn ist, dass wir dem\u00fctig und dankbar mit seiner Gnade umgehen, sehen wir auch am Beispiel eines Ereignisses, das sich begab, als Jesus auf dem Weg nach Jerusalem war. Um was f\u00fcr ein Ereignis handelt es sich? Betrachten wir die Verse 11-19. <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><i>Als Jesus in ein Dorf einzog, begegneten ihm zehn auss\u00e4tzige M\u00e4nner. Wegen ihrer Krankheit kamen sie nicht n\u00e4her, sondern riefen aus einiger Entfernung, er m\u00f6ge sie heilen. Jesus belohnte ihren Glauben, indem er sie zu den Priestern schickte, damit sie sich dort zeigten. Das bedeutete, dass sie vom Aussatz geheilt werden w\u00fcrden, sobald sie sich auf dem Weg zu den Priestern machen w\u00fcrden. Die Priester hatten keine Macht die Auss\u00e4tzigen zu heilen, sondern sie sollten sie lediglich f\u00fcr rein erkl\u00e4ren. Die Auss\u00e4tzigen gehorchten dem Wort des Herrn und machten sich auf zu den Priestern, und w\u00e4hrend sie hingingen, wurden sie von der Krankheit gereinigt. Alle Zehn hatten Glauben. Um geheilt zu werden, doch nur einer der Zehn kam zur\u00fcck, um dem Herrn zu danken. Dieser eine war interessanterweise ein Samariter. Der Samariter fiel aufs Angesicht zu Jesu F\u00fc\u00dfen. Jesus fragte, ob es nicht stimmte, dass zehn gereinigt worden seien, warum aber nur einer zur\u00fcckgekehrt sei, um zu danken. Wo waren die anderen geblieben? Keiner kam zur\u00fcck, um Gott die Ehre zu geben. Jesus wandte sich an den Samariter und sagte: \u201eSteh auf, geh hin; dein Glaube hat dir geholfen.\u201c Dein Glaube hat dich gerettet, bedeutet, dass der Samariter nicht nur vom Aussatz, sondern auch von der S\u00fcnde gereinigt wurde. \u00c4u\u00dferlich Hilfe hatten alle erfahren, die Heilung der Seele aber nur einer, n\u00e4mlich der Dankbare.<\/i><\/span><\/span><sup><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><i>2<\/i><\/span><\/span><\/sup><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"> So erf\u00fcllt sich Psalm 50,23: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b>Wer Dank opfert, der preiset mich, und da ist der Weg, dass ich ihm zeige das Heil Gottes. <\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Die restlichen neun Auss\u00e4tzigen haben nicht begriffen, dass die Heilung l\u00e4ngst nicht alles war, was der Herr ihnen geben wollte. Er wollte ihnen das Heil, die Errettung ihrer Seelen durch die Begegnung mit dem Herrn geben.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Wenn wir dankbar f\u00fcr Gottes Gnade in Jesus Christus sind, dann k\u00f6nnen wir seine Gnade tiefer verstehen und noch mehr Gnade in unserem Leben erfahren. Wenn wir hingegen undankbar f\u00fcr die bereits empfangene Gnade sind, wie sollten wir dann empf\u00e4nglich f\u00fcr mehr Gnade sein? Lasst uns daher allezeit f\u00fcr die Gnade Gottes in Jesus Christus dankbar sein!<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"left\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Lesen wir zum Schluss noch einmal das Leitwort in Vers 3: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,Courier New,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b>\u201eH\u00fctet euch! Wenn dein Bruder s\u00fcndigt, so weise ihn zurecht; und wenn er es bereut, vergib ihm<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,Courier New,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b>.<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,Courier New,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b>\u201c <\/b><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\">______________<\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><sup>1 <\/sup>R<span style=\"font-size: small;\">IENECKER<\/span>, F. (1959): Das Evangelium des Lukas. Erkl\u00e4rt von Fritz Rienecker. In: Wuppertaler Studienbibel. S.1 &#8211; 555. SCM R. Brockhaus.<\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><sup>2 <\/sup>M<span style=\"font-size: small;\">ACDONALD<\/span>, W. (2009): Kommentar zum Neuen Testament. S. 306f. CLV-Verlag.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download Von der geistlichen Verantwortung f\u00fcreinander \u201eH\u00fctet euch! Wenn dein Bruder s\u00fcndigt, so weise ihn zurecht; und wenn er es bereut, vergib ihm.\u201c (3) Wir haben uns letzte Woche mit dem Gleichnis vom reichen Mann und dem armen Lazarus besch\u00e4ftigt. 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