{"id":3769,"date":"2016-02-28T11:00:34","date_gmt":"2016-02-28T10:00:34","guid":{"rendered":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/?p=3769"},"modified":"2022-11-18T12:21:55","modified_gmt":"2022-11-18T11:21:55","slug":"predigt-lukas-1720-37","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-lukas-1720-37\/","title":{"rendered":"Predigt: Lukas 17,20 &#8211; 37"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Lk-P17-2037.doc\"><strong>Download<\/strong><\/a><\/p>\n<h3 style=\"text-align: center;\">Das Reich Gottes ist mitten unter Euch<\/h3>\n<h3 style=\"text-align: center;\">\u201eDenn siehe, das Reich Gottes ist mitten unter euch.\u201c<\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\">(21b)<\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">In unserem heutigen Text geht es um das Reich Gottes. Wie wir wissen, war Jesus auf dem Weg nach Jerusalem, wo er bald leiden und sterben w\u00fcrde. Als Jesus in dieser Zeit von den Pharis\u00e4ern gefragt wurde, wann denn das Reich Gottes komme, gab er ihnen eine Antwort, die f\u00fcr sie eine riesige \u00dcberraschung war, aber auch f\u00fcr uns von gro\u00dfer Bedeutung ist. Denn Jesus sagte: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b>\u201eSiehe, das Reich Gottes ist mitten unter euch.\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"> Was bedeutete das f\u00fcr die Zuh\u00f6rer damals, und was bedeutet es f\u00fcr uns? Danach lehrt Jesus seine J\u00fcngern, dass der Tag, an dem er wiederkommen wird, um Gottes Reich ewig und vollkommen aufzurichten, f\u00fcr die meisten Menschen unvorbereitet kommen und ein Tag des Gerichts bedeuten wird. M\u00f6ge Gott uns helfen, tief zu erkennen, dass das Reich Gottes mitten unter uns ist, und auf diese Realit\u00e4t konsequent zu reagieren.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b>Teil 1: Das Reich Gottes ist mitten unter euch (20.21)<\/b><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Wie begann dieses Gespr\u00e4ch? Vers 20a sagt: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b>\u201eAls er aber von den Pharis\u00e4ern gefragt wurde: Wann kommt das Reich Gottes?\u201c <\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Das Reich Gottes war das Hauptthema Jesu. Jesus hat durch viele Gleichnisse das Wesen des Reiches Gottes gelehrt und wie es kommt; z.B. im Gleichnis vom S\u00e4mann, wo Jesus das Reich Gottes mit Samen verglichen hat, die auf unterschiedlichen Bodenarten fallen (8,4ff). Oder im Gleichnis von der aufgehenden Saat, wo es hei\u00dft: \u201eMit dem Reich Gottes ist es so, wie wenn ein Mensch Samen aufs Land wirft und schl\u00e4ft und aufsteht, Nacht und Tag, und der Same geht auf und w\u00e4chst \u2013 er wei\u00df nicht wie. Denn von selbst bringt die Erde Frucht, zuerst den Halm, danach die \u00c4hre, danach den vollen Weizen in der \u00c4hre\u201c (Mk 4,26.27). Aber die Pharis\u00e4er hatten ihre eigene feste Vorstellung vom Reich Gottes und vom kommenden Messias. Sie h\u00f6rten Jesu Lehre und sahen die Wunder, die das Kommen von Gottes Reich bezeugten; aber sie erkannten sie nicht an. Einmal, als Jesus einen b\u00f6sen Geist aus einem Menschen austrieb, behaupteten sie sogar, dass er die b\u00f6sen Geister mit Beelzebul, dem Obersten der D\u00e4monen, austreiben w\u00fcrde. Jesus sagte ihnen, dass wenn er die b\u00f6sen Geister mit dem Finger Gottes austrieb, ja das Reich Gottes zu ihnen gekommen war (11,20). Aber sie wollten seine Offenbarung nicht annehmen. Aus dieser ablehnenden Haltung heraus fragten sie Jesus: \u201eWann kommt das Reich Gottes?\u201c Sie meinten damit wohl: \u201eWann kommt denn das Reich Gottes endlich, von dem du so viel geredet hast?\u201c Mit ihrer Frage wollten sie Jesu Lehre und ihn selbst in Frage stellen. <\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Wie antwortete ihnen Jesus? Er sagte ihnen:<\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b> \u201eDas Reich Gottes kommt nicht so, dass man&#8217;s beobachten kann; man wird auch nicht sagen: Siehe, hier ist es! oder: Da ist es! Denn siehe, das Reich Gottes ist mitten unter euch\u201c <\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">(20b.21). Jesus widersprach ihrer Vorstellung, dass das Reich Gottes \u00e4u\u00dferlich sichtbar kommen w\u00fcrde wie ein politisches K\u00f6nigreich. Jesus wies sie vielmehr auf das Reich Gottes hin, das unter ihnen tats\u00e4chlich schon angebrochen war. Denn Gottes Reich war bereits unter ihnen angebrochen und \u00fcberall da manifest, wo Menschen Jesus als ihren Herrn und Erretter anerkannt und sich unter seine Herrschaft gestellt haben, allen voran Jesu J\u00fcnger. Sie erfuhren Befreiung von ihrer S\u00fcnde und Schuld und konnten ein neues Leben als Kinder Gottes beginnen. Viele erfuhren Heilung von ihren Krankheiten, viele erlebten die Befreiung von Bindungen an dunkle M\u00e4chte, Frieden mit Gott, tiefe Lebensfreude, Sinn und Orientierung f\u00fcr ihr Leben. W\u00e4hrend die J\u00fcnger Jesus anerkannten und ihm folgten und dadurch Gottes gute Herrschaft in ihrem Leben erfuhren, hatten die Pharis\u00e4er, die Jesus ablehnten, keine Ahnung vom Reich Gottes und nahmen nichts davon wahr. Sie sollten die geistliche Realit\u00e4t wahrnehmen und Jesus als den von Gott gesandten Messias anerkennen und sich seiner Herrschaft unterstellen. Jesu Worte \u201eDas Reich Gottes ist mitten unter euch\u201c waren eine Einladung an sie und an jeden von uns, zu ihm zu kommen und bei ihm das Reich Gottes zu erleben. <\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Was bedeutet das f\u00fcr uns? Dass Gottes Reich unter uns ist, ist unser gro\u00dfes Dankanliegen. Fr\u00fcher kannten wir Gott und sein Reich nicht und lebten fern von Gott und wurden von unseren eigenen Gedanken, Begierden, Sorgen und \u00c4ngsten und verschiedenen M\u00e4chten bestimmt, die unsere Seele beherrschten und uns verblendeten. Alle unsere Bem\u00fchungen, zu Gott zu kommen und ihm zu gefallen, scheiterten kl\u00e4glich. Aber weil Jesus am Kreuz f\u00fcr unsere S\u00fcnde starb und wir Gottes Gnade in ihm erkennen konnten, geh\u00f6ren wir nun zu Gottes Reich und k\u00f6nnen seinen Frieden, seine Liebe und seine Herrschaft \u00fcber unser Leben zunehmend erleben. <\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Dass Gottes Reich gekommen ist, bedeutet vor allem: wir haben den wahren K\u00f6nig, den lebendigen Gott, und d\u00fcrfen im Blick auf ihn und in einer lebendigen Beziehung zu ihm leben. In einem idealen K\u00f6nigreich ist ein K\u00f6nig nicht nur jemand, unter dessen Herrschaft man lebt, sondern er ist ein Vorbild, zu dem man aufsieht und den man bewundert. Und das ist sehr wichtig. Denn jeder Mensch braucht ein Vorbild, jemand, den er bewundern und an dem er sich orientieren kann. Kinder sehen normalerweise auf ihre Eltern und folgen ihrem Beispiel, sp\u00e4ter orientieren sie sich mehr an Freunden. Viele Jugendliche und Erwachsene sehen auf andere Menschen, z.B. auf bestimmte Sportler, S\u00e4nger oder Schauspieler oder auf andere, die in ihrem Beruf besonders erfolgreich sind. Viele verfolgen ihre \u00c4u\u00dferungen in Interviews oder folgen ihnen sogar t\u00e4glich auf Twitter. Aber wir m\u00fcssen von Menschen zwangsl\u00e4ufig entt\u00e4uscht werden, wenn wir merken, dass Menschen ohne Gott selbst Fehler und Widerspr\u00fcche haben und keine richtige Orientierung f\u00fcr ihr Leben haben. Wenn ihr Idol durch bestimmte Ereignisse \u201eentzaubert\u201c wird oder sp\u00e4testens wenn er oder sie stirbt, m\u00fcssen sie erkennen, dass der, den auf den sie geschaut, selbst nur ein schwacher Mensch war, und werden entt\u00e4uscht. Aus dem Grund geraten, wenn ein gro\u00dfer Star stirbt, zahllose Teenager oder Erwachsene in tiefe Traurigkeit und Verzweiflung. Aber wenn wir Jesus als unseren Erl\u00f6ser angenommen haben und unter seiner Herrschaft leben, ist der ewige lebendige Gott unser K\u00f6nig. Er, der voller Gnade und Wahrheit ist und uns S\u00fcnder annimmt, wie wir sind, verdient all unseren Dank, Bewunderung und Lobpreis. Das Schauen auf ihn ist immer tr\u00f6stend, heilsam, ermutigend, st\u00e4rkend und Hoffnung gebend. Er, der mit seiner Macht uns erh\u00e4lt und lebendig machen und in sein ewiges Reich f\u00fchren wird, wird uns niemals entt\u00e4uschen, sondern wird in der Zukunft alle unsere Erwartungen \u00fcbertreffen. Dass das Reich Gottes herbeigekommen ist, bedeutet, dass wir den wahren K\u00f6nig f\u00fcr unser Leben haben und mit ihm in Gemeinschaft leben d\u00fcrfen. <\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Gottes Herrschaft macht uns frei von der Schuld und der Macht der S\u00fcnde, sodass wir dem s\u00fcndigen Verlangen nicht mehr folgen m\u00fcssen. Gottes Herrschaft befreit uns, immer mehr zu sehen, wie gut Gott ist, und f\u00fcr seine gro\u00dfe Gnade dankbar zu sein. Gottes Herrschaft macht uns frei, andere aus Gottes Sicht zu sehen und sie anzunehmen, wie sie sind, anstatt sie wegen ihrer St\u00e4rken grundlos zu beneiden oder wegen ihrer Schw\u00e4chen zu verachten, und echte Beziehungen einzugehen. Gottes Reich bef\u00e4higt uns, das Ziel unseres Lebens zu sehen und eine lebendige Hoffnung darauf zu haben und eine klare Orientierung f\u00fcr unser Leben zu finden. Gottes Reich ist unsere grundlegende Orientierung f\u00fcr unser Leben hier, dass wir hier unter Gottes Herrschaft leben und seine Liebe, seine Treue, seine Heiligkeit und seinen Willen immer mehr erfahren und davon gepr\u00e4gt und ver\u00e4ndert werden sollen. Gleichzeitig ist Gottes Reich auch unser Ziel. Dass Gott sein Reich hier mitten unter uns gebaut hat, ist nur ein Anfang, ein Vorgeschmack und eine Vorbereitung auf sein herrliches, ewiges Reich, das Gott vollkommen aufrichten wird, wenn Jesus wiederkommt. Dort wird es kein Leid, keinen Schmerz, keine Tr\u00e4nen und keinen Tod mehr geben wird. Dort werden wir ihn ungehindert schauen und ihn bewundern k\u00f6nnen und mit ungetr\u00fcbter \u00fcberschw\u00e4nglicher Freude ihn preisen und Gemeinschaft mit ihm haben. Dieses Reich ist die herrliche Hoffnung f\u00fcr unser Leben, die uns im Glaubensleben immer neu anspornt und uns leitet.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Das gilt nicht nur f\u00fcr uns pers\u00f6nlich. Dass Gottes Reich mitten unter uns ist, betrifft nicht nur die einzelnen Individuen, sondern bedeutet auch, dass es auch in der Gemeinschaft der Gl\u00e4ubigen Gestalt annimmt. Von Anfang an, als Jesus das Reich Gottes verk\u00fcndigte, nahm es in der Gemeinschaft derer, die seine Worte annahmen und sich unter seine Herrschaft stellten, Gestalt an. Die Gemeinschaft der Christen ist das, wo Gottes gute Herrschaft zum Ausdruck kommen und f\u00fcr alle sichtbar und erfahrbar werden soll. Viele Stellen im Neuen Testament ermahnen deshalb die Gl\u00e4ubigen, dass wir unsere Einstellung gegen\u00fcber den Br\u00fcdern und Schwestern und unser Verhalten in der Gemeinschaft \u00e4ndern sollen, damit sie Gottes Reich entsprechen. Wir werden erinnert, dass wir allezeit fr\u00f6hlich und dankbar sein und ohne Unterlass beten sollen, wir werden ermahnt, dass wir jeder den anderen h\u00f6her achten sollen als uns selbst und dass wir einander ermahnen, ermutigen und erbauen sollen. Wir sollen einander so lieben, wie Jesus selbst uns geliebt hat, sodass jedermann erkennen kann, dass wir Jesu J\u00fcnger sind, dass er selbst lebt und unter uns ist. Denn Gott will, dass sein Reich in uns und unter uns Gestalt annimmt und w\u00e4chst. Lasst uns beten, dass Gott jedem von uns hilft, seine Herrschaft jeden Tag neu anzunehmen, ihm daf\u00fcr zu danken und bewusst unter seiner Herrschaft den ganzen Tag zu leben. Gottes Reich ist das Beste, was es \u00fcberhaupt gibt; es ist unser gro\u00dfes Dankanliegen; es ist die Grundlage unseres Lebens, der Grund und Gegenstand unserer Freude, es ist das Haus, in dem wir wohnen, es ist die Orientierung f\u00fcr unser Leben und unser Ziel, f\u00fcr das wir beten und nach dem wir streben sollen. M\u00f6ge Gott uns helfen, dass wir f\u00fcr sein Reich immer dankbar sind, und dass wir immer bewusster und v\u00f6lliger unter seiner Herrschaft leben und seine Liebe und Gnade und seinen Frieden noch viel mehr erleben, seine Leitung und gute Herrschaft viel mehr erfahren. Lasst uns beten, dass Gottes Reich auch in unserer Gemeinschaft noch viel mehr komme und dass Gott sein Reich durch uns unter den Studenten und vielen weiteren Menschen in dieser Stadt kommen lasse. <\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b>Teil 2: An dem Tag, wenn der Menschen offenbar werden wird (22-37)<\/b><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">In dem folgenden Abschnitt wendet sich Jesus an seine J\u00fcnger und spricht zu ihnen \u00fcber den Tag seiner Wiederkunft, der die vollkommene Aufrichtung des Reiches Gottes einleiten wird. Betrachten wir die Verse 22-24: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b>\u201eEr sprach aber zu den J\u00fcngern: Es wird die Zeit kommen, in der ihr begehren werdet, zu sehen einen der Tage des Menschensohns, und werdet ihn nicht sehen. Und sie werden zu euch sagen: Siehe, da! oder: Siehe, hier! Geht nicht hin und lauft ihnen nicht nach! Denn wie der Blitz aufblitzt und leuchtet von einem Ende des Himmels bis zum andern, so wird der Menschensohn an seinem Tage sein.\u201c <\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">In jener Zeit w\u00fcrden die J\u00fcnger sich herbeiw\u00fcnschen, dass sie Jesu Wiederkunft und ewige Herrschaft schon erleben k\u00f6nnten, da sie wegen ihres Glaubens verfolgt werden. In dieser Zeit ist es wichtig, dass sie sich von Behauptungen, dass er schon hier oder dort gekommen w\u00e4re, nicht irref\u00fchren lassen. Sie sollen solchen Leuten nicht folgen. Denn Jesu Kommen wird ein universales Ereignis und weltweit f\u00fcr alle sichtbar sein. <\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Was war aber vorher n\u00f6tig? Jesus sagt: \u201e<\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b>Zuvor aber muss er viel leiden und verworfen werden von diesem Geschlecht\u201c <\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">(25). Jesus erw\u00e4hnt an dieser Stelle, dass er vorher viel leiden und von den Juden verworfen werden muss. Jesus wusste, dass seine Auferstehung und Himmelfahrt und seine Wiederkunft als Retter der Gl\u00e4ubigen nur m\u00f6glich war, wenn er zuerst viel leiden und von den ungl\u00e4ubigen Menschen get\u00f6tet w\u00fcrde. Jesus spricht hier von \u201emuss\u201c, weil es Gottes heiliger Wille und Plan zu unserer Rettung war. Nur weil Jesus starb, kann irgendein Mensch von Gott angenommen werden und in sein Reich kommen. Nur weil Jesus das Kreuz erduldete und die Schande gering achtete, konnten wir Gottes Kinder werden und k\u00f6nnen unter seiner Herrschaft leben. Preis sei Jesus, der ans Kreuz ging und f\u00fcr unsere S\u00fcnden litt und starb, damit wir in Gottes Reich leben k\u00f6nnen!<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Jesus redet weiter \u00fcber die Zeit vor seiner Wiederkunft, um die J\u00fcnger darauf vorzubereiten. Wie w\u00fcrde die Zeit sein, wenn er wiederkommen wird? Betrachten wir die Vers 26-30: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b>\u201eUnd wie es geschah zu den Zeiten Noahs, so wird&#8217;s auch geschehen in den Tagen des Menschensohns: sie a\u00dfen, sie tranken, sie heirateten, sie lie\u00dfen sich heiraten bis zu dem Tag, an dem Noah in die Arche ging und die Sintflut kam und brachte sie alle um. Ebenso, wie es geschah zu den Zeiten Lots: Sie a\u00dfen, sie tranken, sie kauften, sie verkauften, sie pflanzten, sie bauten; an dem Tag, als Lot aus Sodom ging, da regnete es Feuer und Schwefel vom Himmel und brachte sie alle um. Auf diese Weise wird\u2019s auch gehen an dem Tage, wenn der Menschensohn wird offenbar werden.\u201c <\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Jesus verweist hier auf zwei Ereignisse in der Geschichte, wo Gott \u00fcber die S\u00fcnde von Menschen konkret Gericht ge\u00fcbt hat. In der Zeit von Noah und in der Zeit von Lot besch\u00e4ftigten sich die Menschen nur mit den \u00e4u\u00dferlichen Dingen des Lebens wie essen, trinken, heiraten, kaufen und verkaufen, pflanzen und bauen. Diese Dinge sind an sich nicht schlecht oder verwerflich. Aber in jener Zeit taten die Menschen all diese Dinge ohne Gott, es war ihr Lebensinhalt und Ziel. Sie ignorierten Gott und lebten blo\u00df nach dem Fleisch. Sie kehrten nie von ihrem verkehrten Leben um, sodass Gott schlie\u00dflich das Gericht \u00fcber sie bringen musste. Als die Sintflut \u00fcber den ganzen Erdkreis kam, \u00fcberlebten nur 8 Menschen. Als Sodom unterging, konnten nur 3 Menschen \u00fcberleben, n\u00e4mlich Abrahams Neffe Lot und seine T\u00f6chter, f\u00fcr die Abraham gebetet hatte. Diese Worte sind eine starke Warnung an die J\u00fcnger und an alle Menschen. Jesu Kommen wird sehr \u00fcberraschend sein, wie zur Zeit von Noah und zur Zeit von Lot. Die Einstellung und Lebensweise wird von Gott v\u00f6llig entfremdet sein, sodass die S\u00fcnde ganz \u201enormal\u201c sein wird. Die Menschen werden ohne Gewissensbisse in der S\u00fcnde leben und meinen, sie w\u00fcrden nie zur Rechenschaft gezogen und es w\u00fcrde nie sich \u00e4ndern. Jesu Worte weisen darauf hin, dass sein Kommen ein immenses Gericht \u00fcber sehr viele Menschen bedeuten wird. Es ist auch eine Warnung an die J\u00fcnger, dass sie bzw. wir uns nicht von der Welt und ihren verkehrten Ma\u00dfst\u00e4ben und Gesinnung beeinflussen. Es ist wichtig, dass wir im Blick auf das Kreuz in Jesus bleiben und f\u00fcr ihn und sein Reich leben. <\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><a name=\"_GoBack\"><\/a> <span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Wovor warnte Jesus konkret? Betrachten wir die Verse 31-33:<\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b> \u201eWer an jenem Tage auf dem Dach ist und seine Sachen im Haus hat, der steige nicht hinunter, um sie zu holen. Und ebenso, wer auf dem Feld ist, der wende sich nicht um nach dem, was hinter ihm ist. <\/b><\/span><\/span><sup><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b>32<\/b><\/span><\/span><\/sup><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b> Denkt an Lots Frau! <\/b><\/span><\/span><sup><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b>33<\/b><\/span><\/span><\/sup><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b> Wer sein Leben zu erhalten sucht, der wird es verlieren; und wer es verlieren wird, der wird es gewinnen.\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"> Hier warnt Jesus die J\u00fcnger und uns, dass wir dem Gericht wirklich entrinnen sollen. Lots Frau wurde von den Engeln zusammen mit Lot und seinen T\u00f6chtern aus der Stadt Sodom gef\u00fchrt. Sie muss geh\u00f6rt haben, dass der Engel sagte, dass sie nicht hinter sich sehen sollten. Aber als die Stadt in Flammen aufging und zerst\u00f6rt wurde, drehte sie sich um, um es nochmal zu sehen, weil ihr Herz daran hing. Die Aufforderung, nicht noch etwas aus dem Haus zu holen, bezieht sich wohl zum einen auf die Belagerung und Zerst\u00f6rung Jerusalem 70 n.Chr., wo es eine kurze Zeit zur Flucht gab. Die Christen, die sich an dieses Wort Jesu erinnerten, konnten in dieser Zeit fliehen und ihr Leben retten. Jesu Warnung hat aber eine weitergehende Bedeutung. Wir sollen nichts in der Welt h\u00e4ngen. Jesus sagt noch deutlicher: Wenn wir unser Leben zu erhalten suchen, werden wir es verlieren; und nur wer es f\u00fcr Jesus verliert, wird es gewinnen. Dieses Wort klingt paradox. Was hei\u00dft das? Wir sind auch als Christen in der Gefahr, dass wir nach unserer alten Natur instinktiv f\u00fcr uns selbst leben und letztlich unser Leben hier in der Welt erhalten wollen. Dann besteht die Gefahr, dass wir andere Menschen, Dinge oder Ziele praktisch an erste Stelle setzen und Jesus verlieren. Wir sollen uns davor h\u00fcten. Wir sollen unser Leben neu ganz Jesus unterstellen und ihm v\u00f6llig \u00fcbergeben und ganz unter seiner Herrschaft und f\u00fcr das Kommen seines Reiches leben. Wir sollen Jesus \u00fcber alles lieben und nichts mehr in der Welt suchen, sondern alles f\u00fcr ihn hingeben. Jesus verhei\u00dft:\u201c <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b>und<\/b><\/span><\/span> <span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b>wer es verlieren wird, der wird es gewinnen.\u201c<\/b><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Jesus unterstreicht seine Warnung in den letzten Versen des Abschnitts: \u201eI<\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b>ch sage euch: In jener Nacht werden zwei auf einem Bett liegen; der eine wird angenommen, der andere wird preisgegeben werden. <\/b><\/span><\/span><sup><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b>35<\/b><\/span><\/span><\/sup><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b> Zwei Frauen werden miteinander Korn mahlen; die eine wird angenommen, die andere wird preisgegeben werden.\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"> Diese Verse machen klar, dass bei der Wiederkunft Jesu menschliche Bindungen und Zugeh\u00f6rigkeiten wie zwischen Mann und Frau oder zwischen Arbeitskollegen keine Rolle spielen werden. Denn Gott wird nicht darauf sehen, ob unsere Familienangeh\u00f6rigen oder Freunde durch den Glauben unter Gottes Herrschaft lebten, sondern wird individuell jeden Menschen richten. Es wird allein z\u00e4hlen, ob du und ich durch den Glauben in einer richtigen Beziehung zu Gott gelebt haben. <\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Die J\u00fcnger m\u00fcssen von Jesu Lehre betroffen gewesen sein. \u201e&#8230;S<\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><b>ie fingen an und fragten ihn: Herr, wo? Er aber sprach zu ihnen: Wo das Aas ist, da sammeln sich auch die Geier.\u201c <\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Jesu Antwort ist nicht leicht zu verstehen. Geier zeigen, wo es Aas gibt. So weist Jesus die J\u00fcnger darauf hin, dass es f\u00fcr das Gericht vorher Anzeichen geben wird, n\u00e4mlich in der S\u00fcnde der Menschen oder in ihrer Fr\u00f6mmigkeit, in der sie leben. <\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Heute haben wir gelernt, dass das Reich Gottes bereits mitten unter uns ist. Wir haben auch geh\u00f6rt, dass der Tag der Wiederkunft Jesu f\u00fcr uns Gl\u00e4ubige die vollkommene Aufrichtung des Reiches Gottes bedeuten wird, aber f\u00fcr die anderen (nach Jesu Andeutung die Mehrheit der Menschen) das Gericht. M\u00f6ge Gott uns helfen durch den Glauben an Jesus jeden Tag bewusst unter seiner Herrschaft zu leben, ihm daf\u00fcr zu danken und f\u00fcr sein Reich zu leben. M\u00f6ge Gott sein Reich in uns und unter uns und durch uns weiter kommen lassen!<\/span><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download Das Reich Gottes ist mitten unter Euch \u201eDenn siehe, das Reich Gottes ist mitten unter euch.\u201c (21b) In unserem heutigen Text geht es um das Reich Gottes. Wie wir wissen, war Jesus auf dem Weg nach Jerusalem, wo er bald leiden und sterben w\u00fcrde. 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