{"id":3755,"date":"2016-01-24T11:00:40","date_gmt":"2016-01-24T10:00:40","guid":{"rendered":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/?p=3755"},"modified":"2022-11-18T12:21:57","modified_gmt":"2022-11-18T11:21:57","slug":"predigt-lukas-151-32","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-lukas-151-32\/","title":{"rendered":"Predigt: Lukas 15,1 &#8211; 32"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Lk-P15-0132.doc\">Download<\/a><\/strong><\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\">Die gro\u00dfe Liebe des Vaters<\/h2>\n<h3 style=\"text-align: center;\">\u201eUnd er machte sich auf und kam zu seinem Vater. Als er aber noch weit entfernt war, sah ihn sein Vater, und es jammerte ihn; er lief und fiel ihm um den Hals und k\u00fcsste ihn.\u201c<\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\">(20)<\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Lasst uns uns kurz daran erinnern, in welchem Kontext unser heutiger Abschnitt steht. Letzte Woche ging es um die Gleichnisse vom verlorenen Schaf und vom verlorenen Groschen. Jesus erz\u00e4hlte sie den Pharis\u00e4ern und Schriftgelehrten, die dar\u00fcber murrten, dass er die Z\u00f6llner und S\u00fcnder annahm und mit ihnen a\u00df. Sie hielten sich selbst f\u00fcr gerecht und verurteilten andere, deren S\u00fcnde offensichtlich war, als hoffnungslos verloren. Ihre Meinung wog schwer, weil sie vorgaben, Gott zu kennen, und als berechtigt galten, Gottes Worte verbindlich auszulegen. Jesus zeigte ihnen durch die beiden Gleichnisse, dass Gott die Verlorenen keineswegs aufgibt, sondern sie vielmehr sucht, bis er sie findet. Er betonte, dass im Himmel \u00fcber einen S\u00fcnder, der Bu\u00dfe tut, gro\u00dfe Freude ist, mehr als \u00fcber neunundneunzig Gerechte, die scheinbar keine Bu\u00dfe ben\u00f6tigen. Aber Jesus wusste, dass zwei Gleichnissen nicht ausreichten, damit sie ihre Einstellung wirklich \u00e4nderten. Darum erz\u00e4hlte Jesus ein weiteres Gleichnis, das wohl das ber\u00fchmtesten der Bibel ist \u2013 das Gleichnis vom verlorenen Sohn. In diesem Gleichnis macht Jesus ihnen und uns das Problem der Verlorenheit anschaulich klar und offenbart Gottes gro\u00dfe Liebe zu den unterschiedlichen Arten von S\u00fcndern. M\u00f6ge Gott uns helfen, seine gro\u00dfe Liebe zu uns und den andern S\u00fcndern neu zu erkennen, zu ihm zu kommen und sie neu zu empfangen!<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Courier New,monospace;\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Betrachten wir die Verse 11 und 12a: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eUnd er sprach: Ein Mensch hatte zwei S\u00f6hne. Und der j\u00fcngere von ihnen sprach zu dem Vater: Gib mir, Vater, das Erbteil, das mir zusteht.\u201c <\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Der Mensch im Gleichnis war Vater zweier S\u00f6hne und war wohlhabend, denn er hatte viele Tagel\u00f6hner und eigene Knechte. Eines Tages verlangte der j\u00fcngere Sohn, dass der Vater ihm sein Erbteil auszahlte. Das war eigentlich eine unversch\u00e4mte Forderung, da man damals wie heute das Erbe erst erhielt, wenn der Vater gestorben war. In der damaligen Zeit, in der Besitz haupts\u00e4chlich in Haus und Land bestand, war die Forderung noch unm\u00f6glicher, da diese die Lebensgrundlage bildeten. Aber der j\u00fcngere Sohn nahm keine R\u00fccksicht auf seinen Vater, weder auf seine Gef\u00fchle noch auf seine Zukunft. Er wollte einfach das Verm\u00f6gen seines Vaters kriegen, damit er so leben konnte, wie er wollte. Der Vater muss wegen der Forderung seines Sohns tief verletzt und bek\u00fcmmert gewesen sein. Er muss auch geahnt haben, was sein Sohn mit dem Geld machen wollte. Aber er wollte ihn nicht zwingen, bei ihm zu bleiben, weil er ihn wirklich liebte. So teilte er schlie\u00dflich sein Hab und Gut und zahlte seinen Sohn aus. Nicht lange danach sammelte der j\u00fcngere Sohn alles zusammen und zog in ein fernes Land (13a). Er wollte vom Vater m\u00f6glichst weit weg sein, damit er f\u00fcr ihn unerreichbar alles machen konnte, was er wollte. Wahrscheinlich wollte er nicht von Anfang an z\u00fcgellos leben. Aber je l\u00e4nger er ohne den Vater in dem fernen Land lebte, desto z\u00fcgelloser wurde sein Leben. Er feierte eine wilde Party nach der andern und probierte alles aus, was ihm Spa\u00df machen k\u00f6nnte. Auf diese Weise verprasste er sein ganzes Erbe, bis alles Geld aufgebraucht war. <\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Courier New,monospace;\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Was passierte dann? Betrachten wir die Verse 14-16. Als er kein Geld mehr hatte, kam auch noch eine Hungersnot und das Land, das f\u00fcr ihn anfangs so verhei\u00dfungsvoll ausgesehen hatte, sah pl\u00f6tzlich ganz anders aus. Es ging ihm richtig schlecht. In seiner Not dachte er nicht an seinen Vater, sondern klammerte sich an einen anderen Menschen; der ihm schlie\u00dflich einen Job als Schweinehirt gab. Der Job war nicht nur dreckig, sondern auch so schlecht bezahlt, dass er nicht einmal richtig zu Essen hatte. Als die Juden h\u00f6rten, dass er bei einem Ausl\u00e4nder Schweine h\u00fcten musste, war ihnen klar, dass er tief gefallen und ganz unten angekommen war. Vers 16 sagt: \u201e<\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>Und er begehrte, seinen Bauch zu f\u00fcllen mit den Schoten, die die S\u00e4ue fra\u00dfen; und niemand gab sie ihm\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> (16). Viele von uns wissen nicht aus eigener Erfahrung, was Hunger bedeutet. Wenn wir mal Hunger versp\u00fcren, k\u00f6nnen wir uns an der n\u00e4chsten B\u00e4ckerei etwas kaufen oder nach wenigen Stunden eine Mahlzeit einnehmen. Aber wenn Menschen wirklich hungern, ist das etwas Schreckliches und Entw\u00fcrdigendes. Er wurde von Hunger so sehr gequ\u00e4lt, dass er sich sogar w\u00fcnschte, von dem Schweinefutter essen zu d\u00fcrfen; aber niemand gab ihm davon. Wie schlecht ging es ihm und wie elend muss er sich gef\u00fchlt haben! Er war vom Vater weggegangen, damit er frei sein und machen konnte, was er wollte. Lange Zeit sah das gut aus; aber schlie\u00dflich war er in die Abh\u00e4ngigkeit von einem unbarmherzigen Menschen geraten, der ihn in seiner Not schamlos ausnutzte. Er hatte ein noch interessanteres und noch sch\u00f6neres Leben als zu Hause beim Vater f\u00fchren wollen. Aber nun konnte er nicht einmal seine Grundbed\u00fcrfnisse stillen und musste hungern. Bei seinem Vater wurde er geachtet als Sohn und Erbe seines Vaters; aber im fernen Land z\u00e4hlte nur sein Wert auf dem Arbeitsmarkt und er war weniger wert als ein Schwein. <\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">In dem Sohn zeigt Jesus ein Beispiel f\u00fcr die Menschen, die sich von Gott entfernt haben und ihr Leben in eigener Regie f\u00fchren und woanders ihr Gl\u00fcck suchen wollen. Die Z\u00f6llner und S\u00fcnder, die zu Jesus kamen, waren ein Beispiel. Jesu Gleichnis zeigt, dass das eine Weile gut aussehen kann. Damit dass der Sohn eines Tages all sein Erbe verbraucht hat, zeigt Jesus, dass man nicht sein Leben lang so leben kann. Und dass in das anfangs attraktive Land eine Hungersnot kam, zeigt, dass es keinen Ort auf der Erde gibt, wo man ohne Gott auf Dauer befriedigend leben und umfassend satt und zufrieden sein kann. Dass der Sohn in die Abh\u00e4ngigkeit von einem unbarmherzigen Fremden geriet und fast verhungerte, zeigt anschaulich, wohin es f\u00fchrt, wenn Menschen fern vom Vater ihr Gl\u00fcck suchen. Die Z\u00f6llner, die sich \u00fcber die Regeln von Anstand und N\u00e4chstenliebe willk\u00fcrlich hinwegsetzten und ihren egoistischen W\u00fcnschen folgten, sahen anfangs vielleicht frei und materiell erfolgreich aus. Aber sie wurden elend, weil sie in ihrer Habgier gefangen und ohne richtige Beziehung zu Gott und zu anderen Menschen einsam waren. So viele junge Menschen und Studenten gehen wie der j\u00fcngere Sohn in ein fernes Land und wollen ihr Leben ohne Gott in eigener Regie f\u00fchren in der Illusion, dass sie so gl\u00fccklich w\u00fcrden. Wie viele sind aber nicht lange danach innerlich elend und leiden wegen der Entt\u00e4uschungen, der Sinnlosigkeit und wegen dem schrecklichen Hunger nach wahrer Liebe und Leben, den sie von niemandem gestillt bekommen, obwohl sie hart arbeiten und Geld verdienen!<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: medium;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Was tat der Sohn, als er so sehr litt? Lesen wir Vers 17: <\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b>\u201eDa ging er in sich und sprach: Wie viele Tagel\u00f6hner hat mein Vater, die Brot in F\u00fclle haben, und ich verderbe hier im Hunger!\u201c<\/b><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"> Diese Worte beschreiben den Wendepunkt in seinem Leben. Als er ganz am Boden war, wurde er n\u00fcchtern, wie jemand, der aus seinem Rausch aufwacht. Da dachte er an seinen Vater und daran, wie gut es selbst den Tagel\u00f6hnern bei ihm ging, w\u00e4hrend er am Verhungern war. Der Anfang seiner Bu\u00dfe war nicht von hohen, edlen Motiven gepr\u00e4gt. Doch als er daran dachte, wie gut es den Menschen beim Vater ging, konnte er einsehen, dass er selbst verkehrt gehandelt hatte, als er den Vater verlassen hatte. Er erkannte das nicht nur als einen Fehler, sondern sah ein, dass er gegen Gott und den Vater ges\u00fcndigt hatte. Das ist wohl die bitterste und schmerzlichste Einsicht eines Menschen, aber sie ist notwendig und heilsam. Aufgrund dieser Einsicht konnte er den Entschluss fassen, sich aufzumachen und zu seinem Vater zur\u00fcckzugehen. Er sagte: <\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b>\u201eIch will mich aufmachen und zu meinem Vater gehen und zu ihm sagen: Vater, ich habe ges\u00fcndigt gegen den Himmel und vor dir. Ich bin hinfort nicht mehr wert, dass ich dein Sohn hei\u00dfe; mache mich zu einem deiner Tagel\u00f6hner!\u201c<\/b><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"> (18.19) Viele Menschen weigern sich auch dann, wenn es ihnen schlecht geht, ihre Fehler zuzugeben und beschuldigen die anderen Menschen, die Umst\u00e4nde oder sogar Gott f\u00fcr ihre Misere. Aber der Sohn im Gleichnis ging in sich, erkannte seine S\u00fcnde und entschied sich, zum Vater zur\u00fcckzugehen. Er konnte nicht wagen zu hoffen, dass der Vater ihn wieder als Sohn annehmen w\u00fcrde, weil er durch seine S\u00fcnde sein Recht als Sohn wirklich verwirkt hatte. Aber er hoffte so viel auf die Liebe des Vaters, dass er doch als ein Tagel\u00f6hner bei ihm sein d\u00fcrfte. Wie wichtig ist es, dass Menschen in der Not nicht verbittern oder verzweifeln, sondern an den liebevollen Vater denken und sich entschlie\u00dfen, zu ihm zu kommen! Wie wichtig ist es, dass wir die jungen Menschen und Studenten auf die Liebe des Vaters hinweisen, sie durch unseren Mund unser Leben bezeugen!<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Courier New,monospace;\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Vers 20a sagt: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eUnd er machte sich auf und kam zu seinem Vater.\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> Der Sohn <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><i>entschied<\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> sich nicht nur, zum Vater zu gehen, sondern er machte sich auch tats\u00e4chlich auf und ging zum Vater. Je n\u00e4her er zum Haus des Vaters kam, desto schwerer muss ihm die Last seiner Schuld vorgekommen sein und desto gr\u00f6\u00dfer seine Sorge, ob der Vater ihn wirklich annehmen w\u00fcrde. Aber er ging weiter in der Hoffnung auf die Liebe des Vaters. Wie reagierte der Vater? V. 20b sagt: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eAls er aber noch weit entfernt war, sah ihn sein Vater &#8230;\u201c <\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Wie war das m\u00f6glich? Der Vater konnte ihn sehen, als er noch weit entfernt war, weil er die ganze Zeit darauf hoffte, dass sein Sohn zur\u00fcckkommen w\u00fcrde, und so oft es ging, auf den Weg schaute, auf dem er zur\u00fcckkommen sollte. Auch als der Sohn lange Zeit nicht wieder kam, h\u00f6rte der Vater nicht auf, nach ihm Ausschau zu halten. Was empfand er, als er seinen Sohn erkannte? Es hei\u00dft dazu kurz: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eund es jammerte ihn\u201c.<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> Er hegte keinen \u00c4rger oder Groll gegen ihn wegen dem, was er ihm angetan hatte. Als er den Sohn sah, wie er in Lumpen reum\u00fctig zu ihm kam, war er einfach voller Mitleid und sein Herz brannte vor Liebe zu seinem Sohn. <\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Courier New,monospace;\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Was tat der Vater dann? <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201e&#8230; und er lief und fiel ihm um den Hals und k\u00fcsste ihn\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> (20c). Als er seinen Sohn kommen sah, sprang er auf und lief los, ihm entgegen. Damals lief oder rannte man als Erwachsener nie, da dies wirklich als unw\u00fcrdig galt. Aber der Vater war so froh, dass sein Sohn zur\u00fcckkam, dass er wie ein Kind aufsprang und seinem Sohn entgegenrannte. Als er ihm entgegenlief, waren seine Arme weit ausgebreitet. Dann fiel er seinem Sohn um den Hals und k\u00fcsste ihn. Er hatte ihn so sehr vermisst und war nun so froh, dass er ihn wieder hatte. Obwohl der Sohn erb\u00e4rmlich ausgehen und wegen den Schweinen gestunken haben muss, umarmte der Vater ihn und k\u00fcsste ihn. Dadurch zeigte er seine unbedingte Liebe zu seinem Sohn und dessen v\u00f6llige Annahme. Es ist bemerkenswert, dass der Vater den Sohn annahm, noch bevor der ihm seine S\u00fcnde bekannte. Es war also nicht sein S\u00fcndenbekenntnis, was den Vater dazu bewog, ihm zu vergeben und ihn wieder anzunehmen. Er hatte ihm seine Schuld schon l\u00e4ngst vergeben. <\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Courier New,monospace;\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Der Sohn sagte zum Vater: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eVater, ich habe ges\u00fcndigt gegen den Himmel und vor dir; ich bin hinfort nicht mehr wert, dass ich dein Sohn hei\u00dfe\u201c <\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">(21). Er wollte den Vater so um Vergebung bitten, damit er ihn wieder annehmen w\u00fcrde, wenigstens als Tagel\u00f6hner. Aber der Vater lie\u00df ihn gar nicht zu Ende reden. Er sagte zu seinen Knechten: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eBringt schnell das beste Gewand her und zieht es ihm an und gebt ihm einen Ring an seine Hand und Schuhe an seine F\u00fc\u00dfe und bringt das gem\u00e4stete Kalb und schlachtet\u2019s; lasst uns essen und fr\u00f6hlich sein!\u201c <\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">(22.23). Diese Verse beschreiben mit Nachdruck, wie gro\u00df die Freude des Vater \u00fcber die R\u00fcckkehr seines Sohnes war, und dass er ihn bedingungslos annahm. Das beste Gewand war das Feiertagsgewand, das man nur zu ganz besonderen Anl\u00e4ssen trug. Aber gerade das lie\u00df der Vater ihm anziehen und zeigte damit, dass er sein Sohn war. Der Ring zeichnete ihn eindeutig als Sohn aus, unabh\u00e4ngig davon, ob es ein Siegelring oder ein gew\u00f6hnlicher Ring war. Dass er Schuhe an seine F\u00fc\u00dfe bekam, unterstreicht seine v\u00f6llige Wiedereinsetzung als Sohn, denn Sklaven hatten keine Schuhe, nur S\u00f6hne. Aber das war nicht genug. Der Vater lie\u00df auch das gem\u00e4stete Kalb schlachten, um seine gro\u00dfe Freude auszudr\u00fccken, zu feiern und fr\u00f6hlich zu sein. \u201eDas gem\u00e4stete Kalb\u201c war damals etwas ganz besonderes (Singular!), das man zu ganz besonderen Anl\u00e4ssen schlachtete, etwa einer Hochzeit oder einem sehr ehrenwerten Besuch. Aber der Vater war \u00fcber die R\u00fcckkehr seines Sohnes so froh, dass er aus lauter Freude spontan ein Festmahl veranstaltete.<\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Courier New,monospace;\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Wie erkl\u00e4rte er seine Freude? Er sagte im Vers 24: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eDenn dieser mein Sohn war tot und ist wieder lebendig geworden; er war verloren und ist gefunden worden. Und sie fingen an, fr\u00f6hlich zu sein.\u201c <\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Der Vater war so froh, weil er sich der gro\u00dfen Bedeutung der R\u00fcckkehr seines Sohnes bewusst war. Denn als der Sohn weg war, war er f\u00fcr den Vater praktisch tot, als ob er gar nicht existieren w\u00fcrde, durch seine R\u00fcckkehr war er aber wieder lebendig geworden. Fern vom Vater war er verloren, aber jetzt war er wieder gefunden worden. Hier dr\u00e4ngt das Gleichnis auf seine \u00dcbertragung. Denn wenn ein Mensch von seinem irdischen Vater entfernt ist, ist das wohl traurig f\u00fcr den Vater, vielleicht auch f\u00fcr den Sohn, aber der Sohn ist deshalb nicht tot. Aber wie wir l\u00e4ngst wissen, steht der Vater im Gleichnis f\u00fcr Gott. Und wenn ein Mensch sich von Gott entfernt und versucht, sein Leben ohne Gott zu f\u00fchren, ist er geistlich tot. Er lebt zwar noch k\u00f6rperlich, er hat auch noch Gef\u00fchle, \u00c4ngste und W\u00fcnsche, kann lachen und weinen und manches tun; aber er hat kein geistliches Leben mehr. Er ist wie eine abgeschnittene Blume in der Vase, die noch lebendig aussieht, aber nach ein paar Tagen verwelkt und f\u00fcr immer verfault. Im Epheserbrief sagt Paulus, dass Gott<\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b> \u201eauch uns, die wir tot waren in den S\u00fcnden, mit Christus lebendig gemacht\u201c <\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">hat, und erg\u00e4nzt:<\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b> \u201eaus Gnade seid ihr selig geworden\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> (Eph 2,5).<\/span><\/span><b> <\/b><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Wer ohne Gott zu leben versucht, ist geistlich tot, auch wenn das f\u00fcr ihn selbst und andere vielleicht eine Weile noch nicht sichtbar ist (wie bei der Blume in der Vase). Wer fern vom Vater ist, ist nicht nur tot, sondern auch im umfassenden Sinne verloren, n\u00e4mlich sowohl f\u00fcr Gott verloren, weil er f\u00fcr Gott weg ist, als ob er gar nicht existiert; und auch in dem Sinne verloren, dass er selbst keine Chance auf Rettung hat, wenn er nicht zu Gott zur\u00fcckkehrt. Jetzt ist uns noch klarer, warum der Vater im Gleichnis so froh \u00fcber die R\u00fcckkehr seines verlorenen Sohnes war. In Wirklichkeit freut sich so rieisig, wenn ein verlorener S\u00fcnder zu ihm umkehrt, weil Gott ihn dann geistlich wiederherstellen und ihn wirklich lebendig machen kann. Gott freut sich deshalb so sehr \u00fcber jeden S\u00fcnder, der zu ihm umkehrt, weil er dann wirklich gefunden ist, das hei\u00dft dass Gott von nun an mit ihm Gemeinschaft haben kann, die bis in die Ewigkeit andauert. Gott freut sich also so riesig \u00fcber jeden Menschen, der aus seiner S\u00fcnde zu ihm umkehrt, weil er ihn f\u00fcr immer lebendig machen und mit ihm ewig Gemeinschaft haben kann. Diese Freude hat Jesus im Gleichnis durch die Freude des Vaters ausgedr\u00fcckt. Um das aber wirklich m\u00f6glich zu machen, hat Jesus selbst den h\u00f6chsten Preis bezahlt. Die ausgestreckten Arme, mit denen der Vater im Gleichnis dem Sohn entgegenlief, deuten auf die Arme hin, die Jesus wenige Wochen sp\u00e4ter real am Kreuz weit ausgestreckt hat, damit er den Preis f\u00fcr unsere S\u00fcnde bezahlte. Wir waren alle wie der j\u00fcngere Sohn und versuchten in unterschiedlicher Weise, unser Leben ohne Gott zu f\u00fchren und irgendwie gl\u00fccklich zu werden. Wegen seiner gro\u00dfen Liebe zu uns S\u00fcndern bezahlte Gott durch den Tod Jesu selbst den h\u00f6chsten Preis, der n\u00f6tig war, dass wir trotz all unserer S\u00fcnde und Verlorenheit zu Gott zur\u00fcckkommen konnten, und als seine Kinder angenommen werden und mit ihm an dem himmlischen Fest teilnehmen k\u00f6nnen; und das ist f\u00fcr Gott seine gr\u00f6\u00dfte Freude, weil er uns wirklich so sehr liebt. Diese seine bedingungslose Liebe war von Anfang und ist bis heute die Grundlage unsere Beziehung zu ihm. Gott freut sich \u00fcber uns, nicht weil wir gut waren oder sind, sondern weil er uns liebt, obwohl wir S\u00fcnder waren und sind. Diese seine gro\u00dfe Liebe zu uns \u00e4ndert sich nie und erm\u00f6glicht uns, immer neu zu ihm zu kommen, wie wir sind, und Bu\u00dfe zu tun f\u00fcr S\u00fcnde, die in uns verblieben oder neu aufgekommen ist, und seine heilsame Gnade zu empfangen und weiter ver\u00e4ndert zu werden. Aus dieser Liebe heraus k\u00f6nnen wir jeden Tag neu anfangen und daf\u00fcr beten, dass wir Gott ehren und ihm dienen k\u00f6nnen. Wir sollen uns immer bewusst bleiben, dass Gott sich unabh\u00e4ngig von unserer Leistung oder unserem Versagen \u00fcber uns freut, weil er uns liebt und uns gefunden hat, und Gott daf\u00fcr immer danken. Wir sollen auch lernen, unsere N\u00e4chsten in der Familie und der Gemeinde mit dem Bewusstein zu sehen, dass Gott sich \u00fcber sie riesig freut, weil er sie wiedergefunden hat. Wenn wir jeden in der Gemeinde bewusst so sehen, k\u00f6nnen wir einander immer mit Dankbarkeit und Respekt begegnen. <\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Wir sollen uns aber auch bewusst bleiben, dass Gott alle Menschen liebt und sich w\u00fcnscht, dass alle auf seine Liebe vertrauen und zu ihm umkehren und von ihm lebendig gemacht werden. Darum sollen wir den Menschen in unserer Umgebung, in der Familie und Gemeinde, an der Uni und am Arbeitsplatz Gottes gro\u00dfe Liebe in Jesus bezeugen, damit sie den Wunsch und den Mut bekommen, so wie sie sind, zu Gott umzukehren und bei ihm auch zu beiben bzw. t\u00e4glich neu zu kommen. Wir sollen ihnen seine Liebe sowohl mit unserem Mund durch Bibelstudium, Predigt und pers\u00f6nliches Zeugnis bekennen, als auch durch unsere praktischen Werke der Liebe bezeugen, damit sie an seine Liebe wirklich glauben k\u00f6nnen. M\u00f6ge Gott uns helfen, t\u00e4glich neu zu ihm zu kommen, wie wir sind, seine Liebe anzunehmen und davon erf\u00fcllt zu werden! M\u00f6ge Gott uns helfen, seine Liebe unseren N\u00e4chsten und vielen Studenten zu bezeugen, und dadurch viele Verlorene zu ihm f\u00fchren!<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Die Z\u00f6llner und \u00f6ffentlich bekannten S\u00fcnder, die Jesu Gleichnis h\u00f6rten, m\u00fcssen dadurch sehr froh gewesen und zum Glauben ermutigt worden sein. Die Pharis\u00e4er und Schrift\u00adgelehrten dagegen m\u00fcssen dar\u00fcber schockiert gewesen sein, dass Gott ganz anders ist, als sie ihn sich vorgestellt hatten. Sie sollten ihre Vorstellung von Gott gr\u00fcndlich \u00e4ndern, weil Gott die S\u00fcnder nicht verdammt, sondern sie trotz ihrer S\u00fcnde herzlich liebt und mit Sehnsucht auf sie wartet, damit er sie lebendig machen und mit ihnen Gemeinschaft haben kann. Sie sollten vor allem sich selbst vor Gott erkennen, damit sie zu ihm umkehren und sein heilsames Werk erfahren k\u00f6nnten. Um ihnen dabei zu helfen, setzte Jesus das Gleichnis noch fort und ging auch auf den \u00e4lteren Sohn ein. <\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Courier New,monospace;\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Betrachten wir die Verse 25-26. Als der \u00e4ltere Sohn vom Feld nach Hause kam, h\u00f6rte er das Singen und Tanzen und fragte einen Knecht nach dem Grund. Als der Knecht ihm erkl\u00e4rte, dass sein Bruder gekommen war und sein Vater das gem\u00e4stete Kalb geschlachtet hat, weil er ihn gesund wiederhatte, konnte er sich nicht wie sein Vater freuen, sondern wurde zornig und wollte nicht hineingehen (27.28a). In der damaligen Zeit, in der die Familie und ihre Ordnung auch nach dem Erwachsenwerden der Kinder eine viel gr\u00f6\u00dfere Bedeutung hatte als heute, war das Verhalten des \u00e4lteren Sohnes unm\u00f6glich. Dass der Vater ein Familienfest veranstaltet und der Sohn nicht hineingeht, war wie ein Affront gegen ihn, wegen dem der Vater ihn h\u00e4tte bestrafen oder sogar enterben k\u00f6nnen. Aber der Vater war dem\u00fctig und bestand nicht auf seiner Stellung, sondern ging heraus und bat den Sohn, hineinzukommen. Dies zeigt, dass der Vater auch den \u00e4lteren Sohn sehr liebte und sich um die Beziehung zu ihm und um dessen Beziehung mit seinem Bruder sehr bem\u00fchte. Aber der \u00e4ltere Sohn hatte viele Gr\u00fcnde f\u00fcr seinen Zorn zu nennen. Er sagte: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eSiehe, so viele Jahre diene ich dir und habe dein Gebot noch nie \u00fcbertreten, und du hast mir nie einen Bock gegeben, dass ich mit meinen Freunden fr\u00f6hlich gewesen w\u00e4re. Nun aber, da dieser dein Sohn gekommen ist, der dein Hab und Gut mit Huren verprasst hat, hast du ihm das gem\u00e4stete Kalb geschlachtet\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> (29.30). Seine Worte zeigen vieles \u00fcber ihn selbst und \u00fcber seine Beziehung zu seinem Vater und zu seinem Bruder. Er diente seinem Vater schon seit vielen Jahren und hielt seine Gebote scheinbar treu. Aber er sah seinen Vater eher wie einen Arbeitgeber, f\u00fcr den er etwas tat und von dem er daf\u00fcr etwas bekommen wollte; aber den Vater selbst, sein Herz und seine gro\u00dfe Liebe kannte er kaum. Das erkl\u00e4rt auch, dass er unzufrieden war, obwohl er immer bei seinem guten Vater lebte. Er wurde sogar zornig, weil sein Vater wegen der R\u00fcckkehr seines Bruders das gem\u00e4stete Kalb geschlachtet hatte, da er sich schon lange gew\u00fcnscht h\u00e4tte, dass der Vater ihm einmal einen Ziegenbock geben w\u00fcrde, sodass er mit seinen Freuden fr\u00f6hlich sein k\u00f6nnte (ohne den Vater). Das zeigt, dass der \u00e4ltere Sohn auch keine richtige Beziehung zum Vater hatte, sondern von ihm haupts\u00e4chlich etwas bekommen wollte. Obwohl er bei ihm wohnen blieb und ihm \u00e4u\u00dferlich gehorchte, war er innerlich unzufrieden und vorwurfsvoll und rebellisch gegen\u00fcber dem Vater. Er hatte auch keine Liebe und kein Verst\u00e4ndnis f\u00fcr seinen Bruder, sondern verurteilte ihn wegen seines Verhaltens hart und distanzierte sich total von ihm, indem er nicht \u201emein Bruder\u201c sagte, sondern \u201edieser dein Sohn\u201c. Seine Beziehung zu seinem Vater war also \u00e4u\u00dferst problematisch und seine Beziehung zu seinem Bruder eine Katastrophe. <\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Courier New,monospace;\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Wie half ihm der Vater? \u201e<\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>Er aber sprach zu ihm: Mein Sohn, du bist allezeit bei mir und alles, was mein ist, das ist dein\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> (31). Der Vater nannte ihn weiterhin \u201emein Sohn\u201c; seine Liebe zu ihm war auch bedingungslos. Er wies ihn auf das gro\u00dfe Privileg hin, dass er immer beim Vater sein durfte und dass alles, was der Vater besa\u00df, auch ihm geh\u00f6rte, weil er der Erbe war. Dann bat er ihn, auch fr\u00f6hlich und guten Mutes zu sein, weil sein Bruder durch seine R\u00fcckkehr nach Hause vom Tod zum Leben gekommen und aus seiner Verlorenheit wiedergefunden war. <\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Courier New,monospace;\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Es ist nicht schwer zu erkennen, dass Jesus mit diesen Worten zun\u00e4chst den Pharis\u00e4ern und Schriftgelehrten helfen will. Sie waren \u00e4u\u00dferlich gesehen wie der \u00e4ltere Sohn nahe bei Gott und hielten seine Gebote. Aber sie hatten keine richtige Beziehung zu Gott und nahme seine Liebe, die er ihnen in Jesus anbot, nicht an. Weil sie seine Liebe nicht pers\u00f6nlich kannten, fanden sie in ihm keine wahre Zufriedenheit und konnten ihre weltlichen W\u00fcnsche und Habgier nicht \u00fcberwinden. Jesus erinnert sie an ihr Privileg, dass sie eigentlich allezeit bei Gott sein durften und dass sie Anteil an seinem Segen haben durften. Sie sollten auch Kinder Gottes und Erben seines Reichs sein, indem sie Jesus annehmen w\u00fcrden. Im Vers 32 hei\u00dft es: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eDu solltest aber fr\u00f6hlich und guten Mutes sein; denn dieser dein Bruder war tot und ist wieder lebendig geworden, er war verloren und ist wiedergefunden.\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> Dieses Wort verlangte von ihnen eine noch weitergehende Umkehr. Wie der \u00e4ltere Sohn im Gleichnis seinen Bruder verurteilt und sich von ihm distanziert hat, verurteilten sie die Z\u00f6llner und \u00f6ffentlichen S\u00fcnder und distanzierten sich von ihnen sehr. Sie sollten ihre ungl\u00e4ubige und ungeisltiche Haltung v\u00f6llig verlassen und konsequent Bu\u00dfe tun. Jesus wollte, dass sie sich \u00fcber die Bu\u00dfe der Z\u00f6llner und S\u00fcnder freuen und fr\u00f6hlich sein sollten, weil Gott sie wiedergefunden und lebendig gemacht hatte und sich \u00fcber sie freute. Jesus lie\u00df im Gleichnis offen, wie der \u00e4ltere Sohn auf die Ermahnung des Vaters reagiert. Ebenso war es nun an den Zuh\u00f6rern Jesu, ob sie seine Worte annehmen und Bu\u00dfe tun w\u00fcrden, oder in ihrer verkehrten Gesinnung gegen Gott, gegen Jesus und gegen ihre N\u00e4chsten bleiben w\u00fcrden.<\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: medium;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">Hat Jesus den Abschnitt \u00fcber den \u00e4lteren Sohn aber nur f\u00fcr die damaligen Pharis\u00e4er und Schriftgelehrten erz\u00e4hlt? Wohl nicht nur. Der \u00e4ltere Sohn repr\u00e4sentiert auch die Menschen bis heute, die Gottes Liebe wenig verstanden haben, ihre Privilegien nicht oder mehr kennen und mehr von gesetzlichem Denken als von der Liebe des Vater erf\u00fcllt sind. Als Folge davon kritisieren und verurteilen sie leicht die anderen, weil sie Gottes Liebe zu sich selbst und zu ihnen nicht genug wahrnehmen. Was sollten wir tun, wenn wir uns im \u00e4lteren Sohn wiederfinden oder Elemente von ihm in uns erkennen? Wir sollten auf den Vater h\u00f6ren und das Privileg neu wahr- und annehmen, dass wir wegen der bedingungslosen Liebe Jesu seine Kinder und allezeit bei ihm sein d\u00fcrfen und dass in Jesus alles, was sein ist, auch uns geh\u00f6rt. Wenn wir diese Liebe und Gnade jeden Tag neu annehmen, verschwinden selbstgerechte Gedanken, Kritik und Unzufriedenheit und wir k\u00f6nnen \u00fcber die Liebe Jesu immer mehr staunen und uns freuen. Wenn wir uns bewusst machen, dass Gott dieselbe Liebe auch gegen\u00fcber jedem Bruder und jeder Schwester und jedem anderen Menschen hat, k\u00f6nnen wir nicht anders, als uns jeden Tag zu freuen und fr\u00f6hlich zu sein und daf\u00fcr zu beten, dass viele weitere Menschen um uns herum zu ihm kommen und seine Liebe empfangen. Lesen wir noch einmal das Leitwort: <\/span><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><b>\u201eUnd er machte sich auf und kam zu seinem Vater. Als er aber noch weit entfernt war, sah ihn sein Vater, und es jammerte ihn; er lief und fiel ihm um den Hals und k\u00fcsste ihn.\u201c<\/b><\/span><b> <\/b><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\">(20)<\/span><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download Die gro\u00dfe Liebe des Vaters \u201eUnd er machte sich auf und kam zu seinem Vater. 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