{"id":3641,"date":"2015-12-27T11:00:04","date_gmt":"2015-12-27T10:00:04","guid":{"rendered":"http:\/\/ubfheidelberg.org\/?p=3641"},"modified":"2022-11-18T12:21:59","modified_gmt":"2022-11-18T11:21:59","slug":"predigt-psalm-119161-176-%d7%a9-sin-und-shin-%d7%aa-taw","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-psalm-119161-176-%d7%a9-sin-und-shin-%d7%aa-taw\/","title":{"rendered":"Predigt: Psalm 119,161 \u2013 176 (\u05e9 Sin und Shin \u05ea Taw)"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/Ps119-161176_P11.doc\"><strong>Download<\/strong><\/a><\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\">Freude und Lob in tiefster Not<\/h2>\n<h3 style=\"text-align: center;\">F\u00fcrsten verfolgen mich ohne Grund; aber mein Herz f\u00fcrchtet sich nur vor deinen Worten<\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\">(164)<\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Im Dezember 2010 geschah in Tunesien etwas, was einen Fl\u00e4chenbrand \u00fcber viele L\u00e4nder Nordafrikas und des Nahen Ostens ausl\u00f6ste. Ein junger Gem\u00fcseh\u00e4ndler verbrannte sich selbst, weil er aufgrund der gesellschaftlichen Umst\u00e4nde im Land f\u00fcr sich keine Lebensperspektive mehr sah. Daraufhin kam es zu landesweiten Massenunruhen. Der Dikator wurde recht schnell beseitigt. Nachdem Tunesien es geschafft hatte, seinen Diktator zu beseitigen, wurden auch die autokratischen Systeme in anderen L\u00e4ndern Nordafrikas durch Proteste, Aufst\u00e4nde und Rebellionen ersch\u00fcttert. Wir nennen dies den Arabischen Fr\u00fchling. <\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Als der Arabische Fr\u00fchling 2011 \u00c4gypten erreichte, kam Mursi f\u00fcr eine Zeit lang an die Macht. Doch schon bald danach gab es auch seinetwegen Aufst\u00e4nde. I<\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">n Kairo trafen mehrere tausend w\u00fctende Anh\u00e4nger und Gegner aufeinander und lieferten sich erbitterte Stra\u00dfenschlachten. Zeitgleich mit den Ausschreitungen versammelten sich etwa 1200 Christen in einer Kirche. Sie kamen, um Jesus anzubeten und f\u00fcr das Wohl ihres Landes zu beten. Der Pastor las den versammelten Christen aus der Apostelgeschichte vor, um sie zu ermutigen, sich durch Bedr\u00e4ngnis und Verfolgung nicht die Freude rauben zu lassen. Die Freude, die vor zweitausend Jahren die Herzen der J\u00fcnger erf\u00fcllte, st\u00e4rkte und erquickte die Herzen der Christen in \u00c4gypten. Open Door berichtete, dass das Geschrei der zornigen und w\u00fctenden Protestierenden von den freudigen Ges\u00e4ngen der Christen in der Kirche \u00fcbert\u00f6nt wurde&#8230;. Wie man auf Not und Elend reagiert, kann extrem unterschiedlich sein. Da gibt es welche, die so sehr verzweifelt sind, dass sie keinen anderen Ausweg finden, als sich selbst zu vernichten, wie etwa der Gem\u00fcseh\u00e4ndler. Andere sind so verbittert, dass sie keinen anderen Ausweg finden, als andere zu vernichten, wie etwa die Protestierenden. Und dann gibt es auch noch eine kleine Gruppe von Menschen, die inmitten von Not und Elend voller Freude ist und Gott aus tiefstem Herzen lobt. Verzweiflung und Verbitterung &#8211; beide Reaktionen auf Not und Elend kann man gut nachvollziehen. Sie erscheinen uns nat\u00fcrlich, ja geradezu menschlich. Dass man aber inmitten des Elends voller Freude ist, erscheint uns geradezu verr\u00fcckt. Zu diesen besonderen Menschen geh\u00f6rte auch der Verfasser des Psalms 119. Trotz gro\u00dfer Not war er so voller Freude, dass er Gott siebenmal am Tag lobte. In den letzten beiden Abschnitten seines Psalms erfahren wir insbesondere, wie er in geistlicher Art und Weise mit seiner Not umging. Um von dem Psalmisten zu lernen, werden wir uns mit dem heutigen Text anhand von drei Fragen auseinandersetzen: Erstens, was war die Not des Psalmisten? Zweitens, wie ging der Psalmist mit der Not um? Drittens, was machte ihn in der Not so stark? <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\">\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>Teil I: Die Not des Psalmisten (V. 161a)<\/b><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">\u00dcber die Not des Psalmisten haben wir bereits Vieles in den vorausgegangenen Lektionen erfahren. Immer wieder bezeugt der Psalmist, dass er von F\u00fcrsten hart bedr\u00e4ngt wurde. Er wurde von ihnen verspottet und verleumdet. Aber das war noch nicht alles. Man trachtete ihm sogar nach dem Leben. <\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>Mein Leben ist immer in Gefahr<\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">, bezeugt der Psalmist im Vers 109. Dabei kann man sich fragen: <\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">\u201eWas hat denn der Psalmist gemacht, dass sich selbst F\u00fcrsten gegen ihn auflehnten? Was hat denn der Psalmist angestellt, dass man ihn so sehr hasste?\u201c<\/span><\/span><\/span><i> <\/i><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Betrachten wir Vers 161: <\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>F\u00fcrsten verfolgen mich ohne Grund <\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Die Antwort ist: Nichts. Nichts hatte der Psalmist gemacht. Ohne Grund wurde er von den F\u00fcrsten verfolgt. Es ist schon schlimm genug, wenn man von m\u00e4chtigen Menschen verspottet, verleumdet und verfolgt wird. Noch schlimmer ist es aber, wenn es keinen Grund daf\u00fcr gibt. Wenn man Anlass zum Spott und Verleumdung gegeben hat, kann man ja die Verletzten um Vergebung bitten. Aber was tun, wenn es keinen Grund daf\u00fcr gibt? <\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> Die J\u00fcnger Jesu wurden schon immer wegen der Wahrheit verfolgt. Jesus betete daher: <\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>Ich habe ihnen dein Wort gegeben und die Welt hat sie gehasst; denn sie sind nicht von der Welt, wie auch ich nicht von der Welt bin <\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">(Joh. 17.14). Und einige Verse danach hei\u00dft es: <\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>Heilige sie in der Wahrheit; dein Wort ist die Wahrheit <\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">(Joh. 17.17). <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">\u00c4hnlich wie bei den J\u00fcngern Jesu muss es auch beim Psalmisten gewesen sein: Er liebte das Wort, was durch und durch voller Wahrheit ist. Folglich lebte er in der Wahrheit und stand daf\u00fcr ein. Deswegen wurde er verfolgt. In Wirklichkeit ist es aber kein Grund, jemanden zu hassen, wenn er in der Wahrheit lebt und daf\u00fcr einsteht. Im Gegenteil, es ist vielmehr ein Grund, solch einen Menschen zu lieben. Deswegen sagte der Psalmist, dass er ohne Grund verfolgt wurde. <\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Wie ging der Psalmist mit seiner Not um? <\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>Teil 2: Der Umgang des Psalmisten mit der Not (V. 161b &#8211; 175)<\/b><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Wie f\u00fchlt man sich, wenn man verfolgt wird? \u00dcber seine Erfahrungen dar\u00fcber schrieb einmal der deutsche Evangelist Wilfried Plock Folgen<\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">des: \u201e\u00dcber den Zeitraum von ca. sechs Monaten erhielten wir abends und nachts anonyme Anrufe mit teilweise sehr bedrohlichem Inhalt. Meine Frau erwartete zu jener Zeit ein Baby. Wir konnten uns in der Dunkelheit lange Zeit nicht ohne Angst in unserer Wohnung bewegen und erschraken mehrmals bis ins Innerste, wenn zu sp\u00e4ter Stunde das Telefon klingelte. Wir wissen aus eigener Erfahrung: Angst, welcher Art auch immer, ist etwas Furchtbares.\u201c (S.41)<\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><sup><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">1<\/span><\/span><\/sup><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> Normalerweise wird man von gro\u00dfer, panischer Angst erf\u00fcllt, wenn man verfolgt wird, umso mehr wenn man von F\u00fcrsten verfolgt wird. Wie war es aber bei dem Psalmisten? Lesen wir noch einmal gemeinsam den ganzen Vers 161: <\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>F\u00fcrsten verfolgen mich ohne Grund; aber mein Herz f\u00fcrchtet sich nur vor deinen Worten. <\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Es w\u00e4re mehr als nur verst\u00e4ndlich gewesen, wenn der Psalmist sich vor den F\u00fcrsten f\u00fcrchten w\u00fcrde. Aber stattdessen f\u00fcrchtete er sich vor Gottes Wort, und zwar <\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><i>nur<\/i><\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> vor Gottes Wort. Es war also nicht so, dass er zum Teil die F\u00fcrsten und zum Teil Gottes Wort f\u00fcrchtete. Er war nicht hin- und hergerissen. Sein Herz f\u00fcrchtete <\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><i>nur<\/i><\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> Gottes Wort. Dabei ist das Wort \u201ef\u00fcrchten\u201c noch recht harmlos. Andere \u00dcbersetzungen sprechen von \u201ebeben\u201c oder \u201eerschrecken\u201c, in den englischen \u00dcbersetzungen lesen wir \u201e<\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">my heart trembles at your word\u201c oder \u201emy heart stands in awe of your words\u201c. Das Herz des Psalmisten f\u00fcrchtete sich nicht nur vor dem Wort Gottes, nein es bebte, es erschrak vor dem Wort Gottes, es begegnete dem Wort Gottes mit Hochachtung. Ein plumpes Beispiel: Stellen wir uns vor, wir w\u00fcrden ein Brief von der Kanzlerin bekommen. Das wird nat\u00fcrlich nie vorkommen, aber angenommen, es w\u00e4re so. Gespannt w\u00fcrden wir den Umschlag \u00f6ffnen, mit klopfendem Herzen das Blatt auffalten und dann nicht nur auf jedes einzelne Wort, sondern auf jeden Punkt und Komma achten. Etwa mit einer solchen Haltung begegnete der Psalmist dem Wort Gottes. Mit gro\u00dfer Ehrfurcht. Hierf\u00fcr ist der K\u00f6nig Josia ein Beispiel. Als er die Worte des Gesetzes h\u00f6rte, zerriss er seine Kleider. Die Worte des Gesetzes brachten sein Herz zum Beben, sodass er sich und das Volk zur Bu\u00dfe veranlasste. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Dass das Herz des Psalmisten vor Gottes Wort bebte, fing nicht erst in der Not an. Vielmehr ist anzunehmen, dass er schon vorher in der Beziehung mit Gottes Wort lebte. In der Not zeigte es sich, wie sehr er Gottes Wort f\u00fcrchtete. Die Not forderte regelrecht seine Frucht vor Gottes Wort heraus. Gerade in der Not zeigte es sich, dass das Beben vor Gottes Wort nicht nur ein innerer Vorgang ist. Vielmehr kam es bei dem Psalmisten in verschiedenster Weise zum Ausdruck. Dies erfahren wir, wenn wir die nachfolgenden Verse betrachten. <\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Im Vers 163 bekennt der Psalmist: <\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>L\u00fcgen bin ich feind, und sie sind mir ein Gr\u00e4uel; aber dein Gesetz habe ich lieb. <\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Es w\u00e4re verst\u00e4ndlich gewesen, wenn der Psalmist auf die Verleumdungen der F\u00fcrsten mit L\u00fcgen reagieren w\u00fcrde. Angst und Wut h\u00e4tten ihn dazu treiben k\u00f6nnen. David gebrauchte zum Beispiel die L\u00fcge, als er vor K\u00f6nig Saul floh. Den Priester von Nob belog er, dass er im Auftrag des K\u00f6nigs unterwegs sei. Und dem K\u00f6nig der Philister zeigte er, was er so als Schauspieler drauf hat. Viele, auch geistliche Menschen, werden, wenn sie verleumdet werden, auf einmal anders. Sie fangen an, diejenigen, die sie verletzt haben, ebenfalls mit Dreck zu bewerfen. <\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Aber gerade so etwas wollte der Psalmist nicht tun. Vielmehr bekannte er Gott: <\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>L\u00fcgen bin ich feind, und sie sind mir ein Gr\u00e4uel; aber dein Gesetz habe ich lieb.<\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> Auch im Vers 173 bekennt er: <\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>ich habe erw\u00e4hlt deine Befehle.<\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> Der Psalmist war fest entschlossen, sich auch in der Not nach Gottes Wort zu richten, anstelle menschlich bzw. fleischlich zu handeln. Das Beben vor Gottes Wort bewahrte den Psalmisten davor, auf die Not fleischlich zu reagieren. Das Beben vor Gottes Wort bewahrte ihn davor, sich selber ungerecht zu verhalten. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Wie kam es noch zum Ausdruck, dass der Psalmist vor Gottes Wort anstelle vor der Not bebte? <\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Lesen wir gemeinsam Vers 164: <\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>Ich lobe dich des Tages siebenmal um deiner gerechten Ordnungen willen. <\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Der Psalmist konnte gar nicht anders, als Gottes Wort mehrfach, ja sieben Mal am Tag zu loben. Dieser Wunsch, Gott f\u00fcr sein Wort zu loben, war so gro\u00df, dass er es im Psalm mehrfach erw\u00e4hnt. So hei\u00dft es auch in den Versen 171 und 172 aus: <\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>Meine Lippen sollen dich loben; denn du lehrst mich deine Gebote. Meine Zunge soll singen von deinem Wort; denn alle deine Gebote sind gerecht. <\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Wie kann das sein, dass der Psalmist so einen gro\u00dfen Drang danach hatte, Gott f\u00fcr Sein Wort zu loben? Dadurch, dass der Psalmist nicht eigene ungerechte Mittel ergriff, hatte er nichts anderes als das Wort in der Not. Daraus sch\u00f6pfte er alles, was er f\u00fcr die Not brauchte. Insbesondere in der Not erkannte er, welchen Schatz das Wort Gottes birgt. Aus Gottes Wort sch\u00f6pfte er Trost und Kraft. Daraus erkannte er Gottes Weisung, wie er sich in der Not verhalten solle. Durch das Wort konnte er auch Gottes Ratschluss erkennen, dass selbst die Not zu seinem Besten dient. Durch Gottes Wort erkannte er auch, dass Gott Richter ist und dass es eine Gerechtigkeit gibt. Kurz gesagt: In der Not war das Wort f\u00fcr den Psalmist sein einziger Halt und Trost. Dies veranlasste ihn Gott immer und immer wieder f\u00fcr sein Wort zu loben. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Dabei lobte der Psalmist Gott nicht nur einmal, auch nicht zweimal, nein siebenmal am Tag. Warum? Weil er so voller Freude \u00fcber Gottes Wort war. In Vers 162 beschreibt er diese Freude mit der Freude, die man hat, wenn man gro\u00dfe Beute macht. Heute w\u00fcrde man sagen, er feute sich \u00fcber Gottes Wort wie \u00fcber einen Sechser im Lotto. Ist das nicht erstaunlich? Wie ist das zu erkl\u00e4ren? Zum einen bebte der Psalmist vor Gottes Wort, zum anderen freute er sich dar\u00fcber wie \u00fcber einen Sechser im Lotto. Menschlich gesehen ist das widerspr\u00fcchlich, aber geistlich gesehen nicht. Wer Gottes Wort mit Hochachtung begegnet und es daher tut, der wird auch gro\u00dfe Freude an Gottes Wort haben. Vor Gottes Wort beben und sich \u00fcber Gottes Wort \u00fcberaus freuen \u2013 das sind zwei Seiten von ein- und derselben Medalle. <\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Ob in der Not oder au\u00dferhalb der Not der Psalmist konnte allezeit ein lobendes, singendes, dankbares Glaubensleben f\u00fchren. Seine tiefe Beziehung zum Wort Gottes erm\u00f6glichte ihm dies.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Wie kam es noch zum Ausdruck, dass das Herz des Psalmisten vor dem Wort Gottes anstelle vor der Not bebte? Betrachten wir Vers 165: <\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>Gro\u00dfen Frieden haben, die dein Gesetz lieben; sie werden nicht straucheln. <\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Der Psalmist hatte Frieden, und zwar gro\u00dfen Frieden. Man k\u00f6nnte auch sagen, er hatte einen tiefen Frieden. Als syrische Fl\u00fcchtlinge gefragt wurden, was sie sich von Deutschland erhoffen, antworteten mehrere damit, in Frieden zu leben. Diese Hoffnung ist verst\u00e4ndlich. Ich w\u00fcrde auch so antworten. Letztendlich birgt sich dahinter aber eine typisch nat\u00fcrliche Gesinnung, die man so beschreiben kann: \u201eIch bekomme dadurch Frieden, indem ich von meinen Verfolgern in Ruhe gelassen werde.\u201c<\/span><\/span><\/span><i> <\/i><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Obwohl viele Fl\u00fcchtlinge hier in Deutschland keine Verfolgungen mehr erleiden, sind die meisten von ihnen doch unzufrieden. Unfrieden macht sich unter ihnen mehr und mehr breit, was u.a. durch Beschwerden und unangemessene Hilfsanspr\u00fcche zum Ausdruck kommt. Das Besondere bei dem Psalmisten war, dass er inmitten der Verfolgungen Frieden hatte. Dieser Friede kam nicht davon, dass er von seinen Verfolgern in Ruhe gelassen wurde. Er kam davon, dass er Gottes Wort liebte. Sein Herz bebte nicht nur vor Gottes Wort, es pumpte auch f\u00fcr Gottes Wort. Sein Herz war in Gottes Wort verliebt. Weil er Gottes Wort liebte, tat er gerne, was Gott sagt. Eben dies gab ihm Frieden. Wie k\u00f6nnen wir uns das vorstellen? <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Ein treffendes Beispiel hierf\u00fcr ist Luther. Luther war jemand, der das Wort \u00fcber alles liebte. Vor seiner Bekehrung hasste er Gott. Aber als er wiedergeboren war, gab ihm Gott ein neues Herz. Dieses Herz liebte Gott und damit auch Sein Wort. Deswegen tat Luther gerne, was Gott will, selbst wenn es f\u00fcr ihn gro\u00dfe Nachteile bedeutete. So wie der Psalmist erlitt er auch Widerstand von F\u00fcrsten, n\u00e4mlich auf dem Reichstag zu Worms. Er wurde gezwungen, seine biblischen Schriften zu widerlegen. Obwohl Luther wusste, dass sein Leben auf dem Spiel stand, widerrief er seine Schriften nicht. Warum nicht? Er sagte: \u201eWenn ich nicht durch Zeugnisse der Schrift und klare Vernunftgr\u00fcnde \u00fcberzeugt werde; denn weder dem Papst noch den Konzilien allein glaube ich, da es feststeht, da\u00df sie \u00f6fter geirrt und sich selbst widersprochen haben, so bin ich durch die Stellen der heiligen Schrift, die ich angef\u00fchrt habe, \u00fcberwunden in meinem Gewissen und gefangen in dem Worte Gottes. Daher kann und will ich nichts widerrufen, weil wider das Gewissen etwas zu tun weder sicher noch heilsam ist.\u201c<\/span><\/span><\/span><i> <\/i><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Luther f\u00fchlte sich dem Wort Gottes und seinem Gewissen verpflichtet<\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><i>.<\/i><\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> Zu widerrufen, h\u00e4tte sein Gewissen gequ\u00e4lt. Es h\u00e4tte ihm gro\u00dfen Unfrieden bereitet. So entschied sich Luther nicht zu widerrufen. Ihm war es lieber inneren Frieden inmitten von Verfolgung zu haben, anstelle Unfrieden ohne Verfolgung zu haben. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Auch die meisten unter uns kennen das. Wenn wir eine Entscheidung nach Gottes Willen treffen, dann haben wir Frieden damit, auch wenn uns diese Entscheidung Nachteile und unbequeme Umst\u00e4nde bringt. Uns ist es innerlich wohl, obwohl die \u00e4u\u00dferen Umst\u00e4nde bedrohlich sind. Unser Inneres wird erf\u00fcllt von den Verhei\u00dfungen aus Gottes Wort und wir bekommen Zuversicht auf einen erfreulichen Ausgang der Not. Wenn wir hingegen etwas tun, wo wir wissen, dass es nicht Gottes Wille ist, verlieren wir den Frieden. Unser Gewissen wird belastet. Wir werden innerlich unruhig. Das Beten f\u00e4llt uns auf einmal schwer usw. <\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Der Frieden brachte dem Psalmisten nicht nur innerliches Wohlbefinden. Nein, es erf\u00fcllte einen wichtigen geistlichen Zweck. Welchen? Am Ende des Verses hei\u00dft es: <\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>Sie werden nicht straucheln <\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Der Frieden bewahrte den Psalmisten davor, in der Not zu straucheln. Dass man in der Not einknickt, f\u00e4ngt damit an, dass das Herz voller Unfriede ist. Wenn das Herz von Angst erf\u00fcllt ist, ist es nur noch eine Frage der Zeit, dass man strauchelt. Der Frieden hingegen macht einen in der Not stabil. Dietrich Bonhoeffer zum Beispiel blieb seinem Glauben selbst im KZ treu. Wie konnte er das tun? Er hatte Frieden, der ihn in der Not stabil machte. Diesen Frieden bringt er im Lied \u201eVon guten M\u00e4chten wunderbar geborgen\u201c zum Ausdruck. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Wie kam es noch zum Ausdruck, dass das Herz des Psalmisten vor Gottes Wort mehr bebte als vor der Situation? Betrachten wir die Verse 166-168: <\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>HERR, ich warte auf dein Heil und tue nach deinen Geboten. Meine Seele h\u00e4lt sich an deine Mahnungen und liebt sie sehr. Ich halte deine Befehle und deine Mahnungen; denn alle meine Wegen liegen offen vor dir. <\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Der Psalmist wartete geduldig auf Gottes Rettung. W\u00e4hrend des Wartens war er fest entschlossen, sich nach Gottes Wort zu richten. Diese Entschlossenheit bekundet er drei Mal hintereinander mit jeweils unterschiedlichen Ausdr\u00fccken <\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201etue nach deinen Geboten\u201c<\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">, <\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eMeine Seele h\u00e4lt sich an deine Mahnungen\u201c<\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> und <\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eIch halte deine Befehle und deine Mahnungen\u201c<\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Normalerweise wird man in der Not ungeduldig. Man versucht, sich irgendwie selber zu helfen. Der Psalmist h\u00e4tte sich zum Beispiel auch mit L\u00fcgen wehren k\u00f6nnen. Er h\u00e4tte die F\u00fcrsten verleumden k\u00f6nnen. Aber das tat er nicht, weil Gottes Wort ihm das nicht erlaubte. Gottes Wort schlug ihm sozusagen alle Mittel aus der Hand, um sich selber zu helfen. Das Wort Gottes machte ihn mittellos, ja regelrecht hilflos. Anstelle sich selber zu helfen, wartete er geduldig auf Gottes Rettung. <\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Im Vers 174 betet er: <\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>HERR, mich verlangt nach deinem Heil.<\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> Mit gro\u00dfer Sehnsucht wartete er auf Gottes Rettung. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Ein anschauliches Beispiel f\u00fcr das geduldige Warten auf Gottes Rettung in der Not finden wir im Leben von David. Als David von Saul verfolgt wurde, hatte er zwei Mal die optimale Gelegenheit, Saul zu t\u00f6ten. Aber er tat es nicht, weil er Seine Hand nicht gegen den Gesalbten legen wollte. Anders ausgedr\u00fcckt, wollte Er nicht gegen Gottes Willen bzw. Seinem Wort handeln. Stattdessen vertraute er darauf, dass Gott zu seiner Zeit Saul beseitigen w\u00fcrde. Anstelle sich selber zu retten, wartete er geduldig auf Gottes Rettung. <\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Wie kam es noch zum Ausdruck, dass das Herz des Psalmisten vor Gottes Wort anstelle vor der Not bebte? Betrachten wir die Verse 169 und 170: <\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>HERR, lass mein Klagen vor dich kommen; unterweise mich nach deinem Wort. Lass mein Flehen vor dich kommen; errette mich nach deinem Wort.<\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> Der Psalmist klagte und flehte zu Gott. Es war keineswegs so, dass der Psalmist die Not locker wegsteckte. Es ist auch nicht ungeistlich, in der Not zu klagen und zu flehen. Es ist zwar ungeistlich, wenn man in der Not zu einem Jammerlappen wird und seinen Kopf in den Sand steckt. Die andere Extreme ist aber, dass man in der Not seine Sorgen., \u00c4ngste und Gef\u00fchle vor Gott und den Geschwistern verbirgt, sich sozusagen als robusten Glaubenshelden ausgibt. Solche Menschen waren die M\u00e4nner Gottes in der Bibel nicht. Wir haben an zahlreichen Stellen des Psalms 119 erfahren, wie der Psalm \u00fcber sein Leiden vor Gott klagt. Auch David, der Mann nach dem Herzen Gottes, heult sich in zahlreichen Psalmstellen regelrecht einen ab. Wie man mit seinen Leiden, Schmerzen und Gef\u00fchlen umgehen soll, bringt David im Psalm 62 auf dem Punkt. Er sagt: <\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>sch\u00fcttet euer Herz vor ihm aus; Gott ist unsre Zuversicht. <\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">In der Not soll man Gott sein Herz aussch\u00fctten. Alles, was einem besorgt und belastet, sollte man vor ihm aussch\u00fctten. Doch nicht mit Verzweiflung sondern mit Glauben. Deswegen endet David mit den Worten: <\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eGott ist unsere Zuversicht<\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">.\u201c Auch der Verfasser von Psalm 119 endet mit den vertrauensvollen Worten: <\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>errette mich nach deinem Wort. <\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Er flehte und klagte, aber mit Glauben an Gottes Wort. Er berief sich in der Not auf Gottes Wort. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Im zweiten Teil der Predigt konnten wir sehen, dass der Psalmist sehr geistlich mit der Not umging. Er konnte dies tun, weil er vor Gottes Wort mehr bebte als vor der Not selbst. Zwischen ihm und dem Wort Gottes herrschte eine tiefe Verbundenheit. Diese tiefe Verbundenheit mit dem Wort Gottes entstand nicht erst in der Not, sondern existierte schon vorher. In der Not wurde diese Verbundenheit mit dem Wort Gottes noch intensiviert. Wie konnte der Psalmist aber zu so einer tiefen Verbundenheit mit dem Wort Gottes gelangen?<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>Teil III: Die geistliche Abh\u00e4ngigkeit des Psalmisten (V. 176)<\/b><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">So wie der Psalmist mit der Not umging, h\u00e4tte er allen Grund gehabt, sich f\u00fcr einen gro\u00dfen Mann Gottes zu halten. Umso mehr, wenn wir daran denken, wie sehr er Gottes Wort liebte und wie sehr er darunter litt, wenn Menschen nicht nach Gottes Wort lebten. Umso mehr, wenn wir daran denken, dass er zu Mitternacht aufstand, um Gott f\u00fcr Sein Wort zu danken usw. Eigentlich m\u00fcsste sich der Psalmist f\u00fcr einen ganz besonderen Knecht Gottes halten, aber mit wem verglich er sich? Lesen wir gemeinsam den Vers 176: <\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>Ich bin wie ein verirrtes und verlorenes Schaf; suche deinen Knecht, denn ich vergesse deine Gebote nicht. <\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Genauer \u00fcbersetzt lautet der erste Teil des Verses: <\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>Ich bin in die Irre gegangen wie ein verlorenes Schaf. <\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Anstelle sich mit gro\u00dfen M\u00e4nnern Gottes der Bibel zu vergleichen, vergleicht sich der Psalmist mit jemandem, der sich geistlich verirrt hat. Dieses Irregehen vergleicht er mit dem Irregehen eines Schafes. Was will er damit sagen? <\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Schafe sind dumme und schwache Tiere. Wegen ihres schlechten Orientierungssinnes sind sie immer in Gefahr abzuirren. Sie sind daher ganz auf ihren Hirten angewiesen, ohne den sie nie zu gr\u00fcnen Auen und stillen Wassern finden w\u00fcrden. Was der Psalmist sagt, ist also Folgendes: So wie sich ein Schaf ganz leicht verirren kann, so leicht hatte auch er sich verirrt. Selbst ihm, der so geistlich war, konnte es ganz leicht passieren, dass er geistlich auf Abwege ger\u00e4t. Offenbar war der Psalmist \u00fcber sich selbst \u00fcberrascht. Wie ein Schaf nicht von selbst zur\u00fcck zur Herde finden kann, so wusste der Psalmist, dass er auch von sich selbst nicht zur\u00fcck zum Hirten finden kann. Deswegen bat er Gott: <\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>suche deinen Knecht. <\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Gott selbst musste ihn wieder zur\u00fcck auf rechter Bahn bringen.<\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> So wie ein Schaf ganz auf seinen Hirten angewiesen ist, so f\u00fchlte sich der Psalmist ganz auf Gott angewiesen. Im letzten Vers kommt daher die v\u00f6llige Abh\u00e4ngigkeit des Psalmisten von Gott zum Ausdruck. Er war so abh\u00e4ngig von Gott, wie ein Schaf von seinem Hirten. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Gerade diese v\u00f6llige Abh\u00e4ngigkeit von Gott machte den Psalmisten so abh\u00e4ngig von Gottes Wort. Weil er erfahren hatte, dass er sich so leicht irren kann wie ein Schaf, war er umso mehr von Gottes Wort abh\u00e4ngig. Weil er sich so dumm und schwach wie ein Schaf hielt, war er umso mehr auf das Wort Gottes angewiesen. So wie es f\u00fcr ein Schaf verh\u00e4ngnisvoll ist, nicht auf die Anweisungen des Hirten zu achten, so erachtete er es als verh\u00e4ngnisvoll nicht auf das Wort Gottes zu achten. Seine tiefe Abh\u00e4ngigkeit von Gott brachte daher sein Herz zum Beben vor Gottes Wort. <\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Hei\u00dft das nun, dass dem Psalmisten von Gott alles auf dem Scho\u00df fiel? Dass er nichts machen musste, weil er eh \u201eschwach und dumm\u201c war. Nein, der Psalmist endet mit den Worten: <\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>denn ich vergesse deine Gebote nicht. <\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Der Psalmist trachtete stets danach, Gottes Wort festzuhalten und es zu tun. Eben gerade dadurch erkannte er seine Schwachheit bzw. wie sehr auf Gott angewiesen ist, ein gehorsames Leben zu f\u00fchren. W\u00fcrde er nicht danach trachten, Gott gehorsam zu sein, dann h\u00e4tte er auch nie seine Schwachheit erkannt. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Welchen Anwendungen k\u00f6nnen wir aus den letzten beiden Abschnitten des Psalms ziehen? Lesen wir nocheinmal das Leitwort \u2013 Vers 161: <\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>F\u00fcrsten verfolgen mich ohne Grund; aber mein Herz f\u00fcrchtet sich nur vor deinem Wort. <\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Wir k\u00f6nnen in erster Linie von dem Psalmisten seine tiefe Verbundenheit mit dem Wort Gottes lernen. Unabh\u00e4ngig davon, ob wir uns gerade in einer Not befinden oder nicht, wir m\u00fcssen zu jeder Zeit in Beziehung mit dem Wort Gottes leben. Erinnern wir uns an Jesu Gleichnis vom Hausbau. Gerade dadurch, dass man Jesu Wort h\u00f6rt und tut, ist man in bester Weise auf die Not vorbereitet. Dann k\u00f6nnen wir selbst in der Not wie der Psalmist voller Freude, Frieden und Lobgesang sein sowie vor ungeistlichen Handlungen bewahrt werden. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Wie k\u00f6nnen wir aber Gottes Wort tun? <\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Wir sollen in Abh\u00e4ngigkeit von Jesus leben so wie die dummen und schwachen Schafe von ihrem Hirten. <\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Je mehr man seine Schwachheit erkennt und anerkennt, desto mehr kann Jesus durch uns wirken. Je mehr man jedoch auf seine Kraft und Weisheit vertraut, desto weniger kann Jesus wirken. Selbst Jesus, der immer wieder betonte, Sein Wort zu tun, sagte: <\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>Ohne mich k\u00f6nnt ihr nichts tun <\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">(Joh. 15.5).<\/span><\/span><\/span><b> <\/b><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Das Kreuz macht mehr als alles andere unsere Schwachheit und Versagen deutlich. Denn wegen unserer S\u00fcnden wurde Jesus zerschlagen und ans Kreuz gebracht. Gleichzeitig erinnert uns das Kreuz mehr als alles andere daran, dass Jesus der gute Hirte ist, der sein Leben f\u00fcr die Schafe lie\u00df. Es erinnert uns mehr als andere daran, dass Jesus den vollen Willen Gottes vollbracht hat und eben dies auch in unserem Leben tun kann.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Was ist die zweite Anwendung, die wir aus dem Text ziehen k\u00f6nnen? Lesen wir noch einmal den Vers 164: <\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>Ich lobe dich des Tages siebenmal um deiner gerechten Ordnungen willen (V. 164) <\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Wir sollen sooft und soviel wir k\u00f6nnen, Gott loben. In 1. Thessalonicher 5.16-18 hei\u00dft es: <\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>Seid allezeit fr\u00f6hlich, betet ohne Unterlass, seid dankbar in allen Dingen; denn das ist der Wille Gottes in Christus Jesus an euch.<\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> Gottes Wille ist, dass wir ein dankbares, fr\u00f6hliches und lobendes Glaubensleben f\u00fchren. Unabh\u00e4ngig davon, ob wir uns gerade danach f\u00fchlen oder nicht. Unabh\u00e4ngig davon, ob wir gerade in Not sind oder nicht. In Hebr\u00e4er 13.15a hei\u00dft es: <\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>So lasst uns nun durch ihn Gott allezeit das Lobopfer darbringen <\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Gott will, dass wir ihn so wie der Psalmist allezeit selbst in der Not loben. Ein Beispiel hierf\u00fcr ist der erst k\u00fcrzlich verstorbene Evangelist Hans Peter Royer. In einem seiner B\u00fccher berichtet er: \u201e<\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Ich erinnere mich noch sehr gut an unsere ersten Ehejahre, wo wir beide extrem mit Allergien zu k\u00e4mpfen hatten. Wir konnten so manche Nacht nicht schlafen wegen des Juckreizes und sa\u00dfen viele Stunden wach. Jeder kratzte sich, bis er blutete und der Juckreiz gestillt war. Einige Male, wenn wir um 3.00 Uhr morgens immer noch wach im Bett sa\u00dfen und uns kratzten, fragte Hannelore verzweifelt: \u201eWas sollen wir nur tun?\u201c Und meistens antwortete ich: \u201eLass uns Gott daf\u00fcr danken!\u201c Das habe ich mit Sicherheit nicht deshalb gesagt, weil ich mich danach f\u00fchlte. <\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">[\u2026] Warum erz\u00e4hle ich diese Geschichte? Sicher nicht um jemand mit unseren \u201eLeiden\u201c zu beeindrucken, sondern um zu zeigen, dass Dankbarkeit im normalen Alltag und unter allen Umst\u00e4nden praktiziert werden kann. Ich kann Gott nicht nur danken, wenn ich durch einen sch\u00f6nen Sonnenuntergang inspiriert werde oder wenn ich ein Tischgebet \u00fcber ein gutes Essen spreche, sondern ich kann Gott auch im Leid und in Trauer danken.\u201c (S. 92f)<\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><sup><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">2<\/span><\/span><\/sup><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">In Epheser 5 verr\u00e4t Paulus ein geistliches Geheimnis, dass sich hinter dem Loben und Preisen Gottes verbirgt. Im Vers 18b und 19 schreibt er: <\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>sondern werdet voller Geist, <\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><i><b>indem<\/b><\/i><\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b> ihr zueinander in Psalmen und Lobliedern und geistlichen Liedern redet und dem Herrn mit eurem Herzen singt und spielt! Sagt allezeit f\u00fcr alles dem Gott und Vater Dank im Namen unseres Herrn Jesus Christus.<\/b><\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> Nach diesem Vers wird man mit dem Heiligen Geist erf\u00fcllt, wenn man Gott viel lobt, besingt und ihm allezeit dankbar ist. In einem dankbaren und fr\u00f6hlichen Herzen kann der Heilige Geist viel Raum einnehmen. Wer von uns m\u00f6chte nicht erf\u00fcllt sein vom Heiligen Geist? Dann lasst uns Gott viel und allezeit loben und danken. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Es ist nicht nur Gottes Wille, Ihn allezeit zu loben, Er hat uns auch Anlass dazu gegeben, Ihn allezeit zu loben und zu danken. Was ist dieser Anlass? Wir haben diesen Anlass erst vor Kurzem gefeiert, n\u00e4mlich an Heilig Abend. Heilig Abend erinnert an eines der gr\u00f6\u00dften Ereignisse der Menschheitsgeschichte: Die Geburt Jesu Christi. Nach Lukas pries die Menge der himmlischen Heerscharen Gott, als Jesus geboren wurde. Aus Offenbarung wissen wir, dass es vieltausend mal tausend, also mehrere Millionen von Engeln gibt. Millionen von Engeln wurden zum Lobpreis Gottes bewegt, als Jesus geboren wurde. Warum das? Weil die Geburt Jesu von unermesslicher geistlicher Bedeutung ist. Sie war der eigentliche Startschuss von Gottes gro\u00dfem Erl\u00f6sungswerk, das Jesus am Kreuz zur Vollendung brachte. Jesus ist geboren, um f\u00fcr uns zu sterben. W\u00e4re Jesus nicht geboren, so w\u00fcrden wir ein hoffnungsloses Leben im Schatten von S\u00fcnde, Tod und Teufel f\u00fchren. W\u00e4re Jesus nicht geboren, so m\u00fcssten wir in der Angst auf die ewige Verdammnis anstelle in der Freude auf das Ewige Leben leben. Haben die Millionen von Engeln nicht Recht? Ist Jesu Kommen auf dieser Welt nicht Grund Gott allezeit und viel zu loben? Lasst uns beten.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">___________<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Quellen:<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"color: #000000;\"><sup><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">1 <\/span><\/span><\/sup><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">PLOCK, W. (2008, 3. Auflage): Jesus ist der Weg. CLV. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"color: #000000;\"><sup><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">2 <\/span><\/span><\/sup><\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">ROYER, H. P. (2010, 6. Auflage): Du musst sterben, bevor du lebst, damit du lebst, bevor du <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">stirbst. SCM H\u00e4nssler.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download Freude und Lob in tiefster Not F\u00fcrsten verfolgen mich ohne Grund; aber mein Herz f\u00fcrchtet sich nur vor deinen Worten (164) Im Dezember 2010 geschah in Tunesien etwas, was einen Fl\u00e4chenbrand \u00fcber viele L\u00e4nder Nordafrikas und des Nahen Ostens ausl\u00f6ste. Ein junger Gem\u00fcseh\u00e4ndler verbrannte sich selbst, weil er aufgrund der gesellschaftlichen Umst\u00e4nde im Land [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":14,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[4,15],"tags":[],"class_list":["post-3641","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-predigt","category-psalm"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3641","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/14"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3641"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3641\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3643,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3641\/revisions\/3643"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3641"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3641"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3641"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}