{"id":3584,"date":"2015-11-15T11:00:11","date_gmt":"2015-11-15T10:00:11","guid":{"rendered":"http:\/\/ubfheidelberg.org\/?p=3584"},"modified":"2022-11-18T12:22:03","modified_gmt":"2022-11-18T11:22:03","slug":"predigt-psalm-11997-112-%d7%9e-mem-%d7%a0-nun","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-psalm-11997-112-%d7%9e-mem-%d7%a0-nun\/","title":{"rendered":"Predigt: Psalm 119,97 \u2013 112 (\u05de Mem \u05e0 Nun)"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/Ps119-097113P07.doc\"><strong>Download<\/strong><\/a><\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\">Dein Wort ist meines Fu\u00dfes Leuchte<\/h2>\n<h3 style=\"text-align: center;\">\u201eDein Wort ist meines Fu\u00dfes Leuchte und ein Licht auf meinem Wege.\u201c<\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\">(105)<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"font-size: medium;\">Im Psalm 119 haben wir immer wieder erfahren, dass der Psalmist das Wort Gottes r\u00fchmte; nicht einfach nur, weil er emotional davon begeistert gewesen w\u00e4re, sondern aus verschiedenen konkreten Gr\u00fcnden. Im heutigen Abschnitt preist der Psalmist das Wort Gottes vor allem daf\u00fcr, dass es ihn klug machte und weil es ihm ein Licht auf seinem Weg war. Was bedeutet das? Und welche Haltung hatte der Psalmist gegen\u00fcber dem Wort, durch die er diese Eigenschaften des Wortes so klar erfahren konnte? Lasst uns das betrachten und lernen, wie auch wir diese Eigenschaften von Gottes Wort mehr erfahren k\u00f6nnen. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>Teil 1: Ich bin kl\u00fcger als die Alten (97-104)<\/b><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"LEFT\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Mit welchem Bekenntnis beginnt der Psalmist unseren heutigen Abschnitt? Er sagt: <b>\u201eWie habe ich dein Gesetz so lieb!<\/b> <b>T\u00e4glich<\/b> <b>sinne<\/b> <b>ich ihm nach\u201c<\/b> (97). Hier dr\u00fcckt er seine Liebe zu Gottes Wort aus. Sein Wort klingt wie ein Liebesbekenntnis eines Mannes zu seiner geliebten Frau. Er liebte Gottes Wort, wiel es von Gott kommt, den er liebte. Er liebte Gottes Wort, weil es ihm Gott offenbarte, wer er ist, und weil es ihm Gottes Willen offenbarte und er dadurch erkennen konnte, wie er mit Gott leben sollte. Deshalb sann er t\u00e4glich \u00fcber das Wort nach. Weil er Gottes Wort liebte, gab er sich nicht damit zufrieden, dass er etliches davon wusste und wohl etliche Verse auswendig konnte. Er sann t\u00e4glich neu \u00fcber Gottes Wort nach, um seine Bedeutung neu und tiefer zu verstehen und um praktisch danach zu leben. So hatte er t\u00e4glich Gemeinschaft mit Gott durch sein Wort. <\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"LEFT\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Welche Erfahrungen machte er dann mit Gottes Wort? Betrachten wir die Verse 98-100: <b>\u201eDu machst mich mit deinem Gebot weiser, als meine Feinde sind; denn es ist ewiglich mein Schatz. Ich habe mehr Einsicht als alle meine Lehrer; denn \u00fcber deine Mahnungen sinne ich nach. Ich bin kl\u00fcger als die Alten; denn ich halte mich an deine Befehle.\u201c <\/b>Er erlebte, dass er durch Gottes Wort weiser wurde als seine Feinde, die ihm Fallen stellen und ihn zu Fall bringen wollten. Er bekam sogar mehr Einsicht als alle seine Lehrer, weil er \u00fcber Gottes Wort nachsann. Er war sogar kl\u00fcger als die Alten \u2013 die viel studiert hatten und viel Lebenserfahrung haben &#8211; weil er Gottes Befehle hielt. Dabei ist die Steigerung in seinen Begr\u00fcndungen auffallend, dass er Gottes wertsch\u00e4tzte, dass er dar\u00fcber nachsann und dass er seine Befehle hielt. Eigentlich waren damals diejenigen, die viel gelernt hatten und viel Erfahrung hatten, den J\u00fcngeren \u00fcberlegen. Aber der Psalmist erlebte, dass er \u00fcberragende Einsicht und wahre Klugheit erlangte, als er Gottes Wort liebte, dar\u00fcber nachsann und sich daran hielt. \u00dcberragende Einsicht und wahre Klugheit sind auch uns m\u00f6glich, wenn wir wie der Psalmist Gottes Wort lieben, dar\u00fcber nachsinnen und es praktisch halten. Das bedeutet nicht, dass wir einfach in allen Bereichen kl\u00fcger werden als andere Menschen z.B. in ihrem Fachbereich. Es geht vielmehr um wahre Klugheit, die daher kommt, dass wir Gott selbst, sein Wesen und seinen Willen erkennen. Dadurch k\u00f6nnen wir erkennen, was das Ziel ist, wonach wir streben sollen, worauf es in unserem Leben hier ankommt. Wenn wir \u00fcber Gottes Wort nachsinnen, k\u00f6nnen wir auch Weisheit bekommen, wie wir uns in konkreten Situationen verhalten und mit Menschen umgehen und ihnen helfen k\u00f6nnen. Solche wahre Klugheit ist das, was letztlich wichtig ist f\u00fcr unser Leben. Diesen Segen erhalten auch wir, wenn wir auch Gottes Wort so liebhaben, so wertsch\u00e4tzen und dar\u00fcber nachsinnen und danach tun. M\u00f6ge Gott jedem von uns dabei helfen und uns wahrhaft weise machen! <\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"LEFT\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">In den folgenden Versen k\u00f6nnen wir weiter die Haltung erkennen, die er gegen\u00fcber Gott und seinem Wort hatte, sodass es so in ihm wirken konnte. Betrachten wir die Verse 101, 102 und 104: <b>\u201eIch verwehre meinem Fu\u00df alle b\u00f6sen Wege, damit ich dein Wort halte. Ich weiche nicht von deinen Ordnungen; denn du lehrest mich. &#8230; Dein Wort macht mich klug;<\/b> <b>darum hasse ich alle falschen Wege.\u201c <\/b>Er setzte seinen ganzen Willen ein, um Gottes Wort zu halten. Er erlaubte seinem Fu\u00df nicht, irgendeinen b\u00f6sen Weg zu betreten, weil er Gott liebte und sein Wort unbedingt halten wollte. Er liebte Gott so sehr, dass er alle falschen Wege hasste. Dies war seine Haltung, durch die Gott mit seinem Wort so m\u00e4chtig in ihm wirken konnte.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"LEFT\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"font-size: medium;\">Welche Erfahrung machte er noch, als er mit dieser Haltung auf Gottes Wort h\u00f6rte? Er bekannte in Vers 103: <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eDein Wort ist meinem Munde s\u00fc\u00dfer als Honig.\u201c<\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\"> Honig war damals die einzige S\u00fc\u00dfigkeit im heutigen Sinne. Mit diesem Wort dr\u00fcckte er aus, was f\u00fcr eine gro\u00dfe Freude er durch Gottes Wort bekam; es war f\u00fcr ihn ein Genuss das Wort im Mund zu haben und dar\u00fcber nachzusinnen. So dr\u00fcckte er seine gr\u00f6\u00dfte Wertsch\u00e4tzung und Liebe zu Gottes Wort aus. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"LEFT\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Die meisten von uns kennen die Erfahrung, dass Gottes Wort uns klug macht und uns im Herzen erfreut. Aber das Ma\u00df der Erfahrung des Psalmisten scheint irgendwie gr\u00f6\u00dfer gewesen zu sein. Wie konnte er uneingeschr\u00e4nt und \u00f6ffentlich sagen, dass er kl\u00fcger war als die Alten, mehr Einsicht hatte als alle seine Lehrer und dass das Wort seinem Mund s\u00fc\u00dfer war als Honig? Dass er dies uneingeschr\u00e4nkt sagte, zeigt, dass er diese Erfahrung nicht nur ab und zu machte, sondern andauernd oder immer wieder. Wie konnte er das tun? Es ist zu verstehen im Hinblick auf die gro\u00dfe Wertsch\u00e4tzung, die er f\u00fcr das Wort hatte, und das Ma\u00df an Eifer und Entschlossenheit, mit dem er dar\u00fcber nachsann und danach lebte! M\u00f6ge Gott auch uns helfen, Gottes Wort so sehr zu lieben, so viel dar\u00fcber nachzdenken und so entschieden danach zu leben, damit wir die gleichen Erfahrungen machen wie er!<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>Teil 2: Dein Wort ist meines Fu\u00dfes Leuchte (105-112)<\/b><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"font-size: medium;\">Welches Bekenntnis \u00fcber das Wort legte der Psalmist noch ab? Lesen wir gemeinsam Vers 105: <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eDein Wort ist meines Fu\u00dfes Leuchte und ein Licht auf meinem Wege.\u201c <\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\">Um dieses bildhafte Wort zu verstehen, sollen wir versuchen, uns etwas vorzustellen, was wir fast nie erleben, n\u00e4mlich v\u00f6llige Dunkelheit. Bei uns gibt es auch in der Nacht fast immer Licht, weil wir \u00fcberall Laternen oder andere Leuchtquellen haben. Auch wenn wir in der Nacht durch unsere eigene Wohnung gehen, k\u00f6nnen wir einfach auf den Lichtschalter dr\u00fccken, um uns zu orientieren. Erinnert ihr euch an Erfahrungen mit v\u00f6lliger Dunkelhleit, wenn man seine Hand nicht vor den Augen sieht? Als Teenager ging ich einmal nachts durch den Wald. Da man buchst\u00e4blich nichts sehen konnte, verlor ich bald die Orientierung, in welche Richtung ich gehen sollte, und jeder Schritt war begleitet von Unsicherheit, weil man nicht sah, wo man hintrat. Auf diese Weise konnte ich mich nur langsam vortasten und ich verlor das Zeitgef\u00fchl, obwohl der Weg eigentlich nicht lang war. Ich war sehr froh, als ich schliie\u00dflich bei den anderen ankam. In der Zeit des Psalmisten war das nachts die \u00fcbliche Situation, zumindest wenn der Mond nicht schien. Heute erleben wir solche Situationen kaum, zumal die meisten ein Handy mit Lampe dabei haben. Aber in geistlicher Hinsicht sind wir Menschen ohne Gottes Wort, damals wie heute, in genau so einer Situation. Wir k\u00f6nnen die geistliche Wirklichkeit nicht sehen und daher auch nicht erkennen, wo der richtige Weg ist. Selbst f\u00fcr die einzelnen Schritte fehlt uns oft die Orientierung. Der Psalmist erlebte, dass Gottes Wort f\u00fcr ihn wie eine Lampe war, die den Weg vor ihm erhellte und ihm Schritt f\u00fcr Schritt zeigte, wohin er gehen sollte. Durch das Wort Gottes war er nicht mehr wie ein Blinder, der sich vorantasten muss, ohne wirklich zu wissen, wohin er geht, sondern konnte immer den richtigen Weg erkennen und ihn Schritt f\u00fcr Schritt gehen. Er erlebte immer wieder, wie Gottes Wort ihm Orientierung schenkte und ihn den richtigen Weg gehen lie\u00df, der Gott gefiel und den Gott segnen konnte. Deshalb liebte er Gottes Wort um so mehr und war um so entschlossener, dem Wort zu folgen.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"font-size: medium;\">Das gilt auch f\u00fcr uns Menschen heute. Ohne Gottes Wort haben wir nur menschliche Erkenntnisse \u00fcber diese Welt, ein gewisses Allgemein- und Fachwissen und unsere sehr begrenzte Lebenserfahrung. Wir wissen nicht, wer Gott ist, was sein Wille ist, wie wir zu ihm kommen und ihm gefallen k\u00f6nnen und k\u00f6nnen nur Vermutungen anstellen. Aber Gottes Wort ist ein Licht, das uns die geistliche Realit\u00e4t erhellt und uns Gott, seinen Willen und Werk erkennen l\u00e4sst. Wenn wir auf Gottes Wort h\u00f6ren und es beherzigen, k\u00f6nnen wir Gott selbst kennen lernen und Einsicht erlangen in Gottes heiliges Wesen, in seine gro\u00dfe Liebe zu uns und k\u00f6nnen seinen Willen f\u00fcr uns immer deutlicher erkennen. Gottes Wort zeigt uns das Ziel des Lebens und zeigt uns auch den n\u00e4chsten Schritt, wenn wir betend darauf h\u00f6ren. Obwohl Gottes Wort ein Licht ist, zeigt es uns manchmal nicht den Weg f\u00fcr die n\u00e4chsten Kilometer, aber wir k\u00f6nnen dadurch mindestens den n\u00e4chsten Schritt erkennen, sodass wir nie orientierungslos zu bleiben brauchen, wenn wir darin Orientierung suchen und betend darauf h\u00f6ren. Dabei ist Gottes Wort nicht wie eine Lampe, die wir einfach anknipsen k\u00f6nnen. Damit Gottes Wort uns wirklich leiten kann, ist es wichtig, dass wir t\u00e4glich sein Wort h\u00f6ren und es sorgf\u00e4ltig studieren, damit wir seine Bedeutung richtig verstehen k\u00f6nnen. Und es geht um noch mehr als das. Letztlich will Gott uns durch sein Wort ganz pers\u00f6nlich leiten. Das Johannesevangelium sagt ganz am Anfang: <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eIm Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort; dasselbe war im Anfang bei Gott.\u201c<\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\"> Dann erfahren wir dort weiter, dass das Wort Fleisch wurde und unter uns wohnte, in Jesus Christus (Joh 1,14). In Johannes Kap. 8 sagt Jesus: <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eIch bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben\u201c <\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\">(Joh 8,12). Jesus Christus ist das ewige Wort und das Licht der Welt. Er holt jeden, der ihm nachfolgt, aus dem Dunkel der S\u00fcnde heraus und macht sein Leben hell. Wenn wir ihm folgen, f\u00fchrt er uns Schritt f\u00fcr Schritt den richtigen Weg des Glaubens, durch den wir Gott immer mehr erkennen und erfahren und schlie\u00dflich das Ziel des ewigen Lebens erlangen k\u00f6nnen. M\u00f6ge Gott jedem von uns helfen, auf Jesus zu h\u00f6ren und ihm Schritt f\u00fcr Schritt zu folgen, sodass wir seinen Weg gehen und das Ziel, die Seligkeit unserer Seelen, erlangen! <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"font-size: medium;\">Welche Konsequenz zog der Psalmist aus den positiven Erfahrungen mit Gottes Wort? Betrachten wir Vers 106. Er sagte: <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eIch schw\u00f6re und will&#8217;s halten: Die Ordnungen deiner Gerechtigkeit will ich bewahren.\u201c<\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\"> Er machte seine pers\u00f6nliche Entscheidung vor Gott ganz fest, dass er seine Worte immer bewahren wollte. Er wollte nicht je nach der Situation auf Gottes Wort reagieren, etwa nur darauf h\u00f6ren, wenn er in Not war, und wenn es ihm gut ging, leben, wie er Lust hatte. Er band sich selbst mit seinem Schwur an Gottes Worte und wollte sie immer bewahren und befolgen. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"font-size: medium;\">Dabei hoffte er auch in der Not, in der er sich gerade befand, auf Gottes Wort. In Vers 107 sagt er: <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eIch bin sehr gedem\u00fctigt; <\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>Herr<\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>, erquicke mich nach deinem Wort!\u201c <\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\">Obwohl er von seinen Widersachern oder von seiner Notlage sehr gedem\u00fctigt war, bat er Gott nicht einfach um Ver\u00e4nderung der Situation, sondern um Erquickung nach seinem Wort. Er wollte nicht einfach durch Gottes Wort seine Probleme l\u00f6sen, sondern suchte Gott selbst und die Erquickung durch sein Wort. Und er glaubte, dass Gott selbst seine Probleme l\u00f6sen w\u00fcrde, wenn er Gottes Wort hatte. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"font-size: medium;\">Daher betete er weiter: <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eLass dir gefallen, <\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>Herr<\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>, das Opfer meines Mundes, und lehre mich deine Ordnungen. Mein Leben ist immer in Gefahr; aber dein Gesetz vergesse ich nicht. Die Gottlosen legen mir Schlingen; ich aber irre nicht ab von deinen Befehlen.\u201c <\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\">(108.109<\/span>). <span style=\"font-size: medium;\">Hier kommt seine akute Notlage klar zum Ausdruck. Sein Leben war immer in Gefahr! Die gottlosen Leute stellten ihm Fallen, um ihn zu Fall zu bringen. Aber er wollte nicht der Versuchung erliegen, von Gottes Befehlen abzuweichen. Daher betete er daf\u00fcr, dass Gott ihn erquickt und ihn seine Ordnungen weiter lehrt, damit seine Dankgebete, die Opfer seines Mundes, Gott gefallen konnten. Auf dieses Weise zeigte er, dass sein Ziel nicht die L\u00f6sung seiner Probleme war, sondern Gott selbst, ihn zu ehren durch sein Lob und seinen Dank. Das H\u00f6ren und Beherzigen von Gottes Wort hatte ihn soweit gebracht, dass er Gott nicht nur als Ziel erkannte, sondern tats\u00e4chlich von Herzen ganz f\u00fcr ihn lebte, im Vertrauen, dass Gott ihn durch sein Wort recht f\u00fchrte. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"LEFT\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"font-size: medium;\">Welche Einsicht lie\u00df ihn auch in der Not so stark an Gottes Wort festhalten? Betrachten wir, was er schlie\u00dflich im Vers 111-112 bekannte: <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eDeine Mahnungen sind mein ewiges Erbe; denn sie sind meines Herzens Wonne. Ich neige mein Herz, zu tun deine Gebote immer und ewiglich.\u201c <\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\">Gottes Worte waren nicht nur ein Ratgeber f\u00fcr besonders schwierige Entscheidungen oder ein Rettungsanker f\u00fcr Notlagen. Gottes Worte waren sein ewiges Erbe. Er erkannte die ewige Eigenschaft und G\u00fcltigkeit von Gottes Wort. Und er erkannte, dass er wenn er Gottes Wort festhielt, ein ewiges Erbe hatte, das ihm ewig bleiben und ihn ewig mit Freude erf\u00fcllen w\u00fcrde. Deshalb wollte er das Wort immer befolgen und neigte sein Herz immer wieder dazu. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"LEFT\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"font-size: medium;\">Welche Rolle spielt Gottes Wort f\u00fcr uns? Heute haben wir gelernt, dass Gottes Wort uns klug macht und ein Licht ist, das uns den richtigen Weg zu Gott und seinem Reich f\u00fchrt und so unser ewiges Erbe ist. Lesen wir nochmals das Leitwort 105: <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eDein Wort ist meines Fu\u00dfes Leuchte und ein Licht auf meinem Wege.\u201c <\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\">M\u00f6ge Gott uns helfen, Gottes Wort von ganzem Herzen lieb zu haben und dar\u00fcber nachzusinnen und ihm Schritt f\u00fcr Schritt zu folgen, sodass es uns den richtigen Weg f\u00fchrt bis zur Seligkeit leitet! <\/span><\/span><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download Dein Wort ist meines Fu\u00dfes Leuchte \u201eDein Wort ist meines Fu\u00dfes Leuchte und ein Licht auf meinem Wege.\u201c (105) Im Psalm 119 haben wir immer wieder erfahren, dass der Psalmist das Wort Gottes r\u00fchmte; nicht einfach nur, weil er emotional davon begeistert gewesen w\u00e4re, sondern aus verschiedenen konkreten Gr\u00fcnden. 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