{"id":354,"date":"2009-10-04T14:29:57","date_gmt":"2009-10-04T13:29:57","guid":{"rendered":"http:\/\/ubfheidelberg.org\/?p=354"},"modified":"2023-01-29T20:25:57","modified_gmt":"2023-01-29T19:25:57","slug":"predigt-richter-61-32","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-richter-61-32\/","title":{"rendered":"Predigt: Richter 6,1-32"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2009\/10\/Ri-3P_0601-0632.doc.doc\">Download<\/a><\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\">Gott macht aus Gideon Jerubbaal<\/h2>\n<address style=\"text-align: center;\">\u201eDa erschien ihm der Engel des HERRN und sprach zu ihm: Der HERR mit dir, du streitbarer Held!\u201c<br \/>\nRichter 6,12<\/address>\n<p>Wir setzen unser Studium des Buches Richter fort. Wie die meisten von euch wissen, finden wir im Buch Richter einen Zyklus, der sich auf erschreckende Weise wiederholt. Der Zyklus geht wie folgt: Israel begeht schwere S\u00fcnde vor Gott, Gott weist sie durch umliegende Feinde zurecht und bringt sie in Bedr\u00e4ngnis, Israel schreit zu Gott, Gott rettet sie durch einen Richter, Israel hat Frieden, und alles beginnt wieder von vorn. Es ist auf der einen Seite ein schrecklicher Kreis. Aber auf der anderen Seite k\u00f6nnen wir auch sagen, dass es ein Zyklus voller Barmherzigkeit ist: immer wieder aufs Neue sehen wir Gottes verschwenderisch gro\u00dfz\u00fcgige Liebe, sein freundliches Erbarmen, immer wieder aufs Neue sehen wir Gottes Antwort auf k\u00e4rgliches Gebet, und immer wieder aufs Neue sehen wir, wie Gott die unkonventionellsten, die ungew\u00f6hnlichsten und die unm\u00f6glichsten Wege auftut, um Israel zu retten. Und daher ist Gott und ihm allein alle Ehre und Herrlichkeit.<br \/>\nJeder der Richter, die Gott berief, ist einzigartig. Gott gebrauchte jeden von ihnen trotz ihrer Handicaps. Wir haben letzte Woche geh\u00f6rt, wie Gott Otniel, Ehud, Schamgar und Debora gebrauchte. Wir studieren heute die Berufung von Gideon. Die Bibel widmet Gideon mehr Platz als allen anderen Richtern. Die Bibel berichtet von mehr g\u00f6ttlichen Offenbarungen in seinem Leben als bei allen anderen Richtern. Die Erl\u00f6sung von Midianitern wird sp\u00e4ter vom Propheten Jesaja als Illustration f\u00fcr die Erl\u00f6sung durch Christus verwendet. Gideon nimmt im Buch der Richter die prominenteste Rolle ein. Er ist der bedeutendste Richter. Deshalb widmen wir ihm auch mehr Zeit beim Studium.<br \/>\nAber was f\u00fcr eine Person war Gideon eigentlich? Und wer ist Gott, der Gideon zu der Person machte, die wir heute studieren? Unser heutiger Text gibt Antwort darauf. Wir sehen heute zum einen die S\u00fcnde Israels und die Not, der sie ausgesetzt wurden. Wir sehen als zweites wie Gott Gideon berief, um Israel zu retten. Wir sehen als drittes Gideons erste Heldentat in Israel. Das ist die Gliederung der heutigen Predigt. Es ist mein Gebet, dass Gott in diesem Text hier und jetzt zu uns spricht, dass es zu pers\u00f6nlichen Berufungen kommt und Gott sich in seiner Majest\u00e4t heute unter uns offenbart.<\/p>\n<p>Teil 1 Die geistliche und politische Not israels (1-10)<br \/>\nBetrachten wir den Vers 1. Israel tat schon wieder, was dem HERRN missfiel. Wie schon in Kapitel 3,12 und 4,1 verzichtet der Verfasser zun\u00e4chst darauf, uns zu sagen, was f\u00fcr eine S\u00fcnde die Israeliten begingen. Aber der Kontext verr\u00e4t uns das sehr anschaulich. Es war schon wieder G\u00f6tzendienst. Die Israeliten beteten schon wieder die G\u00f6tzen der Amoriter an. Habt ihr schon einmal Bilder von den G\u00f6tzen gesehen? Es waren meist entweder h\u00f6lzerne oder steinerne Figuren. Jesaja hat das so treffend formuliert: \u201eEr hatte Fichten gepflanzt, und der Regen lie\u00df sie wachsen. Das gibt den Leuten Brennholz davon nimmt er und w\u00e4rmt sich; auch z\u00fcndet er es an und b\u00e4ckt Brot; aber darauf macht er auch einen Gott und betet\u2019s an; er macht einen G\u00f6tzen daraus und kniet davor nieder. Die eine H\u00e4lfte verbrennt er im Feuer, auf ihr br\u00e4t er Fleisch und isst den Braten und s\u00e4ttigt sich, w\u00e4rmt sich auch und spricht: Ah! Ich bin warm geworden, ich sp\u00fcre das Feuer. Aber die andere H\u00e4lfte macht er zum Gott, dass es sein G\u00f6tze sei, vor dem er kniet und niederf\u00e4llt und betet, und spricht: Errette mich, denn du bist mein Gott! Sie wissen nichts und verstehen nichts;\u201c Ich wei\u00df nicht, wie es euch erging. Aber wenn ich Richter lesen, dann tut es mir richtig im Herzen weh. Immer wieder lesen wir vom wiederholten Treubruch und G\u00f6tzendienst der Israeliten. Und ich frage mich: \u201eOh mann, wie kann man nur!?! Wie kann man nur vor ein lebloses St\u00fcck Holz oder Stein niederfallen und es anbeten?\u201c Aber was ist ein G\u00f6tze eigentlich?<br \/>\nG\u00f6tzen m\u00fcssen nicht unbedingt Figuren, Bilder oder Statuen sein, wie damals bei den Israeliten. Alles und jeder kann uns zu einem G\u00f6tze werden. Auch gute Dinge k\u00f6nnen ebenfalls G\u00f6tzen sein, wenn wir unser Leben daran h\u00e4ngen. Geld ist f\u00fcr viele Menschen ein G\u00f6tze, Beziehung ist sehr vielen ein G\u00f6tze, Karriere ist f\u00fcr viele ein G\u00f6tze, Musik kann ein G\u00f6tze sein, unsere Kinder k\u00f6nnen zum G\u00f6tzen werden, ja sogar Erfolg im Evangeliumswerk und in der Gemeinde. Alles kann uns zum G\u00f6tzen werden, wenn wir unser Herz und unser Leben daran h\u00e4ngen. G\u00f6tze ist alles, worin wir etwas suchen, was nur Gott allein uns geben kann. Jeder von uns sehnt sich nach etwas oder nach jemand, der unserem Leben wahre Bedeutung und Best\u00e4tigung geben kann. Es muss von au\u00dfen kommen. Ganz offensichtlich finden wir Bedeutung und Best\u00e4tigung nicht in uns selbst. Ein G\u00f6tze ist etwas, bei welchem wir sagen: \u201ewenn ich das haben, dann bin ich gl\u00fccklich. Oder wenn ich das verliere, dann hat mein Leben keine Bedeutung mehr.\u201c<br \/>\nKeine anderen G\u00f6tter neben Gott zu haben, ist das erste Gebot, das Gott uns gab. Die ersten zwei Gebote handeln von G\u00f6tzendienst. Und das hat auch seinen Grund. Luther sagte, dass G\u00f6tzendienst die erste S\u00fcnde ist. Bevor wir irgendeines der anderen 10 Gebote brechen, haben wir bereits das erste Gebot gebrochen. Warum zum Beispiel l\u00fcgen wir? Warum beneiden wir andere um das, was sie haben? Weil uns in diesem Moment etwas anderes wichtiger ist als Gott selbst. Gott nicht an erster Stelle zu haben, Gott nicht zum absoluten und einzigen Ziel unseres Lebens zu machen ist G\u00f6tzendienst und die erste S\u00fcnde, der alle anderen S\u00fcnden folgen. Haben wir das verstanden?<br \/>\nG\u00f6tzen anzubeten war die Entscheidung der Israeliten. Und so \u00fcberlie\u00df Gott sie ihren G\u00f6tzen und gab sie in die Hand der Midianiter, f\u00fcr sieben Jahre. Wer waren die Midianiter? Midianiter waren ein Nomadenstamm, die sich sp\u00e4ter mit den Moabitern verb\u00fcndeten. Auf Bileams Rat hin waren sie es, die Israel in Ehebruch und Unzucht brachten. Sie wurden dadurch zu Israels erkl\u00e4rten Feinden. Und sie erlangten milit\u00e4rische \u00dcbermacht. Wir sehen in den Versen 2-6 wie die Midianiter Israel drangsalieren. Verse 3 und 4 sagen: \u201eUnd immer, wenn Israel ges\u00e4t hatte, kamen die Midianiter und Amalekiter und die au dem Osten heraus \u00fcber sie und lagerten sich gegen sie und vernichteten die Ernte im Land bis hin nach Gaza und lie\u00dfen nichts \u00fcbrig an Nahrung in Israel, weder Schafe noch Rinder noch Esel.\u201c Sie eroberten nicht prim\u00e4r St\u00e4dte, sie ver\u00fcbten keine Anschl\u00e4ge, sie versklavten die Israeliten auch nicht. Aber die Midianiter vernichteten systematisch Jahr um Jahr die Ernte der Israeliten. Jahr um Jahr kamen sie und pl\u00fcnderten und zerst\u00f6rten den gesamten Ertrag, die sich durch harte Arbeit eingebracht hatten.<br \/>\nWir finden hier des weiteren zwei Gr\u00fcnde, weshalb die Israeliten ihnen nichts entgegen zu setzen hatten: die Midianiter kamen in gro\u00dfer Zahl. Vers 5 sagt, dass sie wie Heuschrecken \u00fcber das Land kamen und dass weder sie noch ihre Kamele zu z\u00e4hlen waren. (\u00dcbrigens ist das eine der ersten geschichtlichen Erw\u00e4hnungen, dass Kamele zu Kriegszwecken eingesetzt wurden.) Habt ihr schon einmal einen Heuschreckenschwarm gesehen? Der ganze Horizont verf\u00e4rbt sich schwarz. Und eine gewaltige Wolke bestehend aus Millionen von Insekten f\u00e4llt \u00fcber ein Feld. Und in wenigen Minuten ist das Feld abgegrast und verw\u00fcstet. Wir bekommen wir sehr anschaulich vermittelt, mit welcher \u00dcbermacht die Midianiter kamen.<br \/>\nDer andere Grund f\u00fcr Israels Schw\u00e4che war, dass sie bald kaum mehr Essen hatten. Wir erinnern uns dieses Jahr an die Finanzkrise. (Deutschland ist noch sehr glimpflich davon gekommen). Weltweit kam es zu Verarmung, Abbau von Arbeitspl\u00e4tzen, Konjunkturpaketen und Steuererh\u00f6hungen. Aber das ist nichts im Vergleich zu dem, was Israel durchmachen musste. In einem Land, in welchem Landwirtschaft den gr\u00f6\u00dften Umsatz ausmachte, in welchem Naturprodukte einen Gro\u00dfteil des umgesetzten Wertes ausmachten, brachten die zerst\u00f6rerischen Raubz\u00fcge der Midianiter die komplette Wirtschaft Israels zum Kollaps. Vers 6 sagt: \u201eSo wurde Israel sehr schwach vor den Midianitern.\u201c Die Israeliten wurden aufgerieben und zerm\u00fcrbt. Sie waren so mit Durchhalten besch\u00e4ftigt, dass sie aus eigener Kraft keine Armee stellen konnten. Sie wollten nur noch \u00fcberleben. Sieben Jahre gingen die Israeliten durch dieses Elend. Sieben Jahre mussten sie sich Hoffnung auf Rettung machen. Nach sieben Jahren kamen sie endlich auf die Idee, zum HERRN zu beten.<br \/>\nWie reagierte Gott? Das Schlamassel, in dem sich die Israeliten befanden, hatten sie sich selbst zuzuschreiben. Sie hatten es absolut verdient. Aber Gott lie\u00df sie nicht im Stich. Wieder war Gott barmherzig. Wieder erh\u00f6rte Gott ihr Gebet. Betrachten wir die Verse 7-10: \u201eAls sie aber zum HERRN schrieen um der Midianiter willen, sandte der HERR einen Propheten zu ihnen, der sprach zu ihnen: So spricht der HERR, der Gott Israels: Ich habe euch aus \u00c4gypten gef\u00fchrt und aus der Knechtschaft gebracht. Und habe euch errettet aus der Hand der \u00c4gypter und aus der Hand aller, die euch bedr\u00e4ngten, und habe sie vor euch her ausgesto\u00dfen und ihr Land euch gegeben und zu euch gesprochen: Ich bin der HERR, euer Gott! Ihr sollt nicht f\u00fcrchten die G\u00f6tter der Amoriter, in deren Land ihr wohnt. Aber ihr habt meiner Stimme nicht gehorcht.\u201c Der Prophet lehrte die Israeliten, dass sie sich an Gott vers\u00fcndigt hatten. Er sagte ihnen sozusagen: \u201eHallo! \u00c4gypten, Gott, Erl\u00f6sung, Bund mit Gott, war da nicht was?\u201c Sie hatten ihrem Erl\u00f6ser und ihrem Erretter den R\u00fccken zugekehrt. Sie hatten seine helfende Hand ausgeschlagen. Sie hatten Gottes Treue mit ihrer Untreue vergolten. Das waren die tadelnden Worte des Propheten.<br \/>\nFrage: war das f\u00fcr die Israeliten eine Hilfe? Von Gott gesagt zu bekommen, dass sie seiner Stimme nicht gehorcht hatten? Inmitten ihres \u00dcberlebenskampfes? Auf alle F\u00e4lle. Israels Problem waren nicht die Midianiter. Es war ihre S\u00fcnde und ihr G\u00f6tzendienst. Ihr Problem waren nicht feindliche Armeen. Das Problem war ihre feindselige Haltung gegen\u00fcber Gott. Ihr Problem war nicht ihr wirtschaftlicher Bankrott. Ihr Problem war ihr Bankrott und ihre Pleite vor Gott. Ihre Aufgabe war es Bu\u00dfe zu tun. Gottes Aufgabe w\u00fcrde es dann sein, die Midianiter zu schlagen. Und daf\u00fcr hatte Gott bereits einen wundervoll unkonventionellen Plan. Wir kommen zum zweiten Teil.<\/p>\n<p>Teil 2 Gideon, der unfreiwillige und unwillige Held (11-24)<br \/>\nSehen wir uns Vers 11 an. Ein Mann namens Gideon drosch Weizen in der Kelter. Normalerweise wurde der Weizen auf einem freien Platz gedroschen, damit der Wind gleich die Spreu vom Weizen trennen konnte. Aber Gideon drosch seinen Weizen in einer Kelter, um das von den Midianitern geheim zu halten. Der Engel des HERRN erschien diesem Gideon. Wer ist der Engel des HERRN? Wenn man die englischen Bibeln aufschl\u00e4gt, dann sieht man, dass Engel hier an dieser Stelle mit einem Gro\u00dfbuchstaben anf\u00e4ngt. Es war nicht irgendein Engel des HERRN, sondern der eine Engel des HERRN. Engel bedeutet Bote oder Gesandte. Wenn wir das Gespr\u00e4ch zwischen dem Engel und Gideon betrachten, stellen wir fest, dass es manchmal hei\u00dft, dass der Engel mit ihm sprach und ein anderes Mal: \u201eDer HERR aber sprach mit ihm.\u201c Die meisten Kommentatoren gehen daher davon aus, dass dieser Engel niemand anderes war, als unser Herr Jesus Christus. Gideon hatte eine Erscheinung Gottes, eine Theophanie. Gott war hier, um Gideon zum Richter \u00fcber Israel und zum Retter von den Midianitern zu berufen. Wir wollen hier vier Punkte lernen \u00fcber die Art und Weise, wie Gott Gideon berief.<br \/>\nErstens, Gott sah in Gideon nicht das, was er im Moment war, sondern das, was er in Zukunft werden w\u00fcrde. Lesen wir gemeinsam den Vers 12. \u201eDa erschien ihm der Engel des HERRN uns sprach zu ihm: Der HERR mit dir, du streitbarer Held!\u201c Gott begr\u00fc\u00dfte Gideon als streitbaren Held. War Gideon das wirklich? Was sagt der Text? Wir haben gesehen, dass Gideon seinen Weizen im Verborgenen drosch. Er hatte genauso Angst vor den Midianitern wie alle anderen Israeliten. Gideon war kein Superheld. Er war kein einsamer Freiheitsk\u00e4mpfer. Er war nicht tapfer und mutig. Er war ein schwacher Mensch genau wie wir! Wir sehen im n\u00e4chsten Kapitel, wie Gideon das Lager der Midianiter bespitzelte. Kapitel 7,13.14 sagen: \u201eSiehe, ich habe getr\u00e4umt: ein Laib Gerstenbrot rollte zum Lager der Midianiter; und er kam an das Zelt, stie\u00df es um, dass es einfiel, &#8230; Da antwortete der andere: Das ist nichts anderes als das Schwert Gideons.\u201c Sie tr\u00e4umten von einem Gerstenbrot. (Kein sch\u00f6nes, dunkles, kr\u00e4ftiges, deutsches Vollkornbrot!) Gerste war im Vergleich mit Weizen billiges Getreide. Und Gerstenbrot war das Brot f\u00fcr arme, einfache Leute. Es wurde mit Stroh vermischt an Pferde verf\u00fcttert. Und \u00fcbrigens, wisst ihr, was der Name Gideon bedeutet? Man ist sich nicht zu 100% sicher, was der Name bedeutete, aber viele schlagen folgende \u00dcbersetzung vor: \u201emit verletzter Hand\u201c. Und wenn das stimmt, dann schien selbst der Name von Gideon zu implizieren, dass er ein Handicap hatte. Aber Gott begr\u00fc\u00dfte ihn mit den Worten: \u201eDu streitbarer Held!\u201c W\u00e4re es nicht angebracht gewesen, wenn Gott gesagt h\u00e4tte: \u201eDer HERR mit dir, du Angsthase!\u201c oder \u201edu Verlierer!\u201c oder \u201edu Loser!\u201c Gideon war ein Loser.<br \/>\nWie konnte Gott ihn mit den Worten \u201estreitbarer Held\u201c gr\u00fc\u00dfen? Die Antwort lautet: weil Gott in ihm nicht die Person sah, die er im Moment war, sondern die Person, zu welcher er von Gott ver\u00e4ndert werden w\u00fcrde. Gott sah in ihm den Retter Israels. Gott sah in ihm einen Hauptmann, der eine Schar von Menschen anf\u00fchren w\u00fcrde, die zu allem entschlossen waren. Gott sah in ihm den Anf\u00fchrer und Leiter Israels. Wir finden hier ein Muster, das sich durch die ganze Bibel zieht. Gott nannte Abram Abraham, als er nur Ismael hatte, der noch nicht einmal sein rechtm\u00e4\u00dfiger Erbe war. Gott nannte Jakob Israel, obwohl er zu jenem Zeitpunkt noch ein hinterh\u00e4ltiger Betr\u00fcger war. Gott nannte Maria eine Begnadete Gottes, als sie eine verlobte Jungfrau war. Jesus nannte Simon Kephas, als er noch ein leidenschaftliches Gro\u00dfmaul war. Gott nannte den frisch bekehrten Saulus sein auserw\u00e4hltes Werkzeug zur Bekehrung der Heiden, als dieser noch blind war. Und das Wunderbare ist: sie wurden das, was Gott vorher verk\u00fcndigte. Abraham ist der Vater vieler V\u00f6lker, Jakob wurde Israel, Maria wurde die leibliche Mutter Jesu, Simon wurde ein Fels, und Paulus wurde der gr\u00f6\u00dfte Apostel aller Zeiten. Gottes Hoffnung erf\u00fcllte sich an diesen Menschen.<br \/>\nWas lernen wir hier also? Es spielt keine Rolle wie wir uns sehen. Es ist v\u00f6llig irrelevant wie wir uns gerade f\u00fchlen. Es ist absolut nebens\u00e4chlich, was wir uns zutrauen. Die entscheidende Frage ist: \u201eWie sieht Gott dich? Welchen Gru\u00df hast du von Gott empfangen? Welche Hoffnung hat Gott f\u00fcr dein Leben?\u201c Der Engel des HERRN w\u00fcrde vielleicht sprechen: \u201eDer HERR mit dir, du streitbarer Bibellehrer! Der HERR mit dir, du Hirte und Diener Heidelbergs! Der HERR mit dir, du Beter f\u00fcr die Welt!\u201c M\u00f6ge Gottes Hoffnung das Leben eines jeden von uns zu dem ver\u00e4ndern, was Er im Sinn hat!<br \/>\nZweitens, Gott versprach, bei ihm zu sein. Wie antwortete Gideon auf diesen sch\u00f6nen Gru\u00df? Betrachten wir Vers 13: \u201eGideon aber sprach zu ihm: Ach, mein Herr! Ist der HERR mit uns, warum ist uns dann das alles widerfahren? Und wo sind alle seine Wunder, die uns unsere V\u00e4ter erz\u00e4hlten und sprachen: Der HERR hat uns aus \u00c4gypten gef\u00fchrt? Nun aber hat uns der HERR versto\u00dfen und in die H\u00e4nde der Midianiter gegeben.\u201c Sind das nicht Worte voller Unglauben? Wenn man Gideons Worte w\u00fcrden heute vielleicht so klingen: \u201e Wenn es einen liebenden, allm\u00e4chtigen Gott gibt, warum gibt es dann so viel Leid auf Erden? Sind die Wunder, von den uns unsere V\u00e4ter erz\u00e4hlten nichts anderes als Ammenm\u00e4rchen? Und wenn es einen Gott gibt, dann kann er nicht liebend und nicht gut sein, denn er hat alle diese Probleme zugelassen.\u201c Das haben wir alles schon geh\u00f6rt, nicht wahr? Aber wie antwortete Gott ihm? Lesen wir Vers 14 gemeinsam: \u201eDer HERR aber wandte sich zu ihm und sprach: Geh hin in dieser deiner Kraft; du sollst Israel erretten aus den H\u00e4nden der Midianiter. Siehe, ich habe dich gesandt!\u201c Gideon sollte in Gottes Kraft wandeln. Gideon antwortete: \u201eEntschuldigung, ich glaube du beliebst zu scherzen. Ach, mein Herr, womit soll ich Israel erretten? Siehe, mein Geschlecht ist das geringste in Manasse, und ich bin der J\u00fcngste in meines Vaters Hause.\u201c Und wir sehen wieder Gottes Antwort darauf: \u201eIch will mit dir sein, dass du die Midianiter schlagen sollst wie einen Mann.\u201c Die Worte des Gottesboten m\u00fcssen von solcher Autorit\u00e4t gewesen sein, dass Gideon danach nicht mehr widersprechen konnte. Gideon sollte die unz\u00e4hlbaren, auf Kamelen reitenden, in jeder Hinsicht \u00fcberlegenen Midianiter schlagen. Das war Gottes Auftrag und Mission.<br \/>\nWie beantwortete Gott all die zweifelnden, negativen Antworten von Gideon? Gott sagte: \u201eDer HERR mit dir!\u201c, \u201eSiehe, ich habe dich gesandt.\u201c und \u201eIch will mit dir sein.\u201c Und warum ist das so entscheidend? Wir alle haben Jesu Worte geh\u00f6rt: \u201eGehet hin in alle Welt und predigt das Evangelium aller Kreatur.\u201c Unsere Antworten darauf m\u00f6gen lauten: \u201eaber ich kann kein Deutsch\u201c, oder \u201eich habe kein Visum\u201c, oder \u201eich habe keinen Arbeitsplatz\u201c, oder \u201eich habe keinen Ehepartner, der mich dabei unterst\u00fctzen kann\u201c, oder \u201eich bin zu dick, zu alt, zu ungeschickt, zu unmusikalisch\u201c usw. Gideon hatte ganz richtig erkannt, dass er ein Verlierer war. Und er hatte auch ganz richtig erkannt, dass er gegen die Heeresmacht der Midianiter nichts tun konnte. Aber Gott wollte ihm zeigen, dass das alles keine Rolle mehr spielt, wenn er mit uns ist. \u201eDer HERR mit dir\u201c sind die einzigen Worte, die den wirklichen Unterschied ausmachen. Und warum ist das so? Weil Gott der Herr der Geschichte ist, weil er der wahre Herr und Herrscher des Universums ist, weil in ihm alle Herrlichkeit, alle Macht im Himmel und auf Erden, alle Kraft, alle F\u00e4higkeiten innewohnen, weil er der Geber aller Talente und aller Gaben ist, weil er alle unsere M\u00e4ngel und alle unsere Unzul\u00e4nglichkeiten mit seinen g\u00f6ttlichen Eigenschaften ausf\u00fcllt und weil die ganze Welt in seinen H\u00e4nden ist, so dass nicht einmal ein Tautropfen auf die Erde f\u00e4llt, wenn er es nicht zul\u00e4sst.<br \/>\nHaben wir diesen Glauben? Haben wir den Glauben, dass wenn wir sein Werk tun, zu welchem er uns gerufen hat, er auch mit uns ist, mit jedem Schritt und Tritt den wir unternehmen, bei jedem Problem, das sich vor uns auft\u00fcrmt, in allen siegreichen Zeiten wie auch wenn wir im finsteren Tal sind? Und dann sollten wir auch davon Gebrauch machen. Indem wir allezeit sein Angesicht suchen.<br \/>\nDrittens, Gott antwortet auf zweifelndes Gebet. Die Erscheinung von Gottes Engel muss auf Gideon einen schweren Eindruck gemacht haben. Gideon musste auch eine leise Ahnung gehabt haben, mit wem er es wirklich zu tun hatte. Sehen wir uns Verse 17 und 18a an: \u201eEr aber sprach zu ihm: Hab ich Gnade vor dir gefunden, so mach mir doch ein Zeichen, dass du es bist, der mit mir redet. Geh nicht fort, bis ich wieder zu dir komme und bringen meine Gabe und lege sie vor dir hin.\u201c Gideon ist uns alle sehr bekannt, als jemand der immer wieder Zeichen haben wollte. Wir kennen alle die Geschichte, wie er ein Fell auslegte. Und Gideon wollte auch schon bei seiner Berufung ein Zeichen haben. Wir sollten seinem Beispiel nicht folgen. Jesus sagte, dass die Menschen selig sind, die nicht sehen und doch glauben.<br \/>\nAber auf der anderen Seite sehen wir, wie freundlich Gott auf sein Gebet antwortete. Gott versprach, zu bleiben. Vers 19 berichtet, wie Gideon ein Essen vorbereitete. Und es war ein absolut gro\u00dfz\u00fcgiges Essen. Ein Ziegenb\u00f6cklein kann etliche Menschen satt machen. Und ein Scheffel Mehl reicht einem erwachsenen Menschen f\u00fcr mindestens 10 Tage. Gideon machte also nicht einfach nur ein Essen. Er bereitete stattdessen ein Opfer vor und brachte es dem Engel. Was geschah dann? Vers 21: \u201eDa streckte der Engel des HERRN den Stab aus, den er in der Hand hatte, und ber\u00fchrte mit der Spitze das Fleisch und die Brote. Da fuhr Feuer aus dem Fels und verzehrte das Fleisch und die Brote. Und der Engel des HERRN entschwand seinen Augen.\u201c Gideon bekam das Zeichen, nach dem er gefragt hatte. Auf diese Weise antwortete Gott auf Gideons zweifelndes Gebet. Jeder von uns hat ab und zu Zweifel. Gott antwortet nicht immer unserem Verlangen nach Zeichen. Aber wir sehen hier, dass Gott gerne gewillt ist, unsere Zweifel zu stillen, wenn wir aufrichtig und ehrlich zu ihm kommen.<br \/>\nViertens, Gott ist Jahwe Schalom. Wie reagierte Gideon auf das Zeichen? Er sagte nicht einfach: \u201ewow! Was f\u00fcr ein Spektakel!\u201c Er sagte etwas komplett anderes. Er schrie: \u201eAch, Herr HERR! Habe ich wirklich den Engel des HERRN von Angesicht zu Angesicht gesehen?\u201c Es war ein Ausruf aus Todesfurcht und gr\u00f6\u00dfter Not. Woher kam die Furcht in Gideons Herzen? Es war die gleiche Furcht die Jesaja hatte, als er die Herrlichkeit Gottes sah. Es war das gleiche Entsetzen, das Simon Petrus befiel, als er erkannt hatte, welche Macht in Jesus ist. Es war die gleiche \u00dcberw\u00e4ltigung wie bei Apostel Johannes, als er in Offenbarung 1 die Herrlichkeit seines geliebten Herrn sah. Gideon sah Gott, und Gott sah ihn. Gideon sah unverf\u00e4lschte Heiligkeit, und Gott sah S\u00fcnde. Kein Mensch kann mit seiner S\u00fcnde vor dem heiligen Gott bestehen.<br \/>\nAber Gottes Antwort lie\u00df nicht lange auf sich warten: \u201eFriede sei mit dir! F\u00fcrchte dich nicht, du wirst nicht sterben.\u201c Gott vergab Gideon seine S\u00fcnde. Gideon baute einen Altar und nannte ihn Jahwe Schalom, was \u201eder HERR ist Friede\u201c bedeutet. (Spurgeon w\u00fcrde nur \u00fcber diesen einen Vers eine ganze Predigt halten). Wir haben wie immer nicht die Zeit hier in die Tiefe zu gehen. Aber ist das nicht wunderbar? Gideon erfuhr, was es bedeutet, wenn Gott von S\u00fcnden rettet. Und er fand in Gott seinen wahren Herzensfrieden. Und inmitten einer turbulenten Zeit, inmitten der Drangsale und N\u00f6te durch die Midianiter, inmitten von Kriegsgeschrei und Schlachtenl\u00e4rm konnte Gideon sagen: \u201eJahwe Schalom! Der HERR ist Friede!\u201c Gideon hatte erkannt, dass es wahren Frieden nur bei Gott gibt. Haben wir ebenfalls diesen Frieden? Dieser Friede kommt in unser Herz, wenn Jesu Blut uns von aller Missetat reinigt, wenn wir vers\u00f6hnt sind durch das Lamm Gottes, und wenn Jesus, der Friedef\u00fcrst die Herrschaft in unserem Leben \u00fcbernimmt.<br \/>\nVier Punkte haben wir also durch Gideons Berufung gelernt: Gott sieht in uns nicht die Person die wir jetzt sind, sondern die Person die wir durch sein Erbarmen werden, Gott ist mit uns, wenn wir uns nur auf ihn einlassen, Gott antwortet freundlich und gn\u00e4dig auf unsere Zweifel, und Gott, der HERR ist unser Friede.<\/p>\n<p>Teil 3 Gideons erste Heldentat (25-32)<br \/>\nGideons erste Mission lie\u00df nicht lange auf sich warten. In derselben Nacht bekam Gideon den Auftrag, den Altar Baals niederzurei\u00dfen, das Bild der Aschera zu Kleinholz zu machen, mit diesem Holz ein Feuer zu z\u00fcnden auf dem Altar des einzig wahren Gottes. Unser Text sagt uns, dass Gideon sich f\u00fcrchtete. Und daher vollbrachte er seine erste Tat f\u00fcr Gott lieber nachts als am helllichten Tage. Was k\u00f6nnen wir aber doch zu seiner Verteidigung sagen?<br \/>\nZum einen sehen wir, dass Gideon Gott gehorsam war. Es gibt Befehle Gottes, in welchen er uns sehr genau mitteilt, was wir zu tun haben. Es gibt aber auch andere Befehle von ihm, die uns Freiraum zur Gestaltung lassen. Gott hatte Gideon nicht gesagt, dass er bei Tage die Alt\u00e4re niederrei\u00dfen sollte. Und deshalb hatte Gideon die Freiheit es entweder bei Tag oder bei Nacht zu tun.<br \/>\nWir sehen zum andern, dass der Angriff auf die G\u00f6tzen beim Volk gar nicht gut ankam. Vers 28 sagt: \u201eAls nun die Leute in der Stadt fr\u00fch am Morgen aufstanden, siehe, da war der Altar Baals niedergerissen und das Ascherabild daneben umgehauen und der zweite Stier als Brandopfer dargebracht auf dem Altar, der gebaut war.\u201c Nach einigen Nachforschungen stellte sich schnell heraus, dass Gideon daf\u00fcr verantwortlich war. Und sie wollten ihn umbringen daf\u00fcr. Und es war die Weisheit seines einsichtigen Vaters, die ihm das Leben rettete. Gideons Furcht war also verst\u00e4ndlich.<br \/>\nWas lernen wir hier also \u00fcber die Zeit von Gideon? Unser Text hat zu Beginn gesagt, dass die Israeliten taten, was dem HERRN missfiel. Das war ihr G\u00f6tzendienst. Aber wir sehen hier, wie tief sie in dieser S\u00fcnde verwurzelt waren. Sie hatten nicht nur eine verkehrte Haltung, sondern sie hassten es, wenn jemand sie darauf hinwies. Sie hatten nicht nur Gottes Gesetze weit hinter sich gelassen, sie wollten sogar einen Menschen umbringen, der ihnen Gottes Gesetze wieder nahe bringen wollte.<br \/>\nF\u00fcr uns heute im 21. Jahrhundert mag es nicht so besonders scheinen, dass Gideon zwei G\u00f6tzenbilder zerst\u00f6rt hat. Aber in der Tat war es seine erste Heldentat. Und er riskierte sein Leben daf\u00fcr. Und es ist unsere Aufgabe und Mission, in unserer Zeit dasselbe zu tun. Wir haben gesehen, dass G\u00f6tzen alles und jeder sein kann, zu welchen wir uns hinwenden, um etwas zu finden, was nur Gott uns geben kann. Unsere Aufgabe ist es, die pers\u00f6nlichen, die kulturellen und die religi\u00f6sen G\u00f6tzen dieser Zeit zu identifizieren. Und danach sollen wir die G\u00f6tzen abrei\u00dfen und sie zu Kleinholz machen, wie Gideon es tat. Apostel Paulus tat genau dasselbe in seiner Zeit. In Ephesus brach ein Industriezweig zusammen, weil Paulus in seiner Predigt die G\u00f6tzen dieser Stadt entlarvte. In Athen ergrimmte Paulus, als er die G\u00f6tzen sah und hielt eine vollm\u00e4chtige Predigt, um die \u00dcberlegenheit Christi \u00fcber alle falschen G\u00f6tzen zu zeigen. Pastor Tim Keller sagte, dass wir, ohne die G\u00f6tzen der heutigen Zeit blo\u00dfzustellen, keine effektiven Evangelisten sein k\u00f6nnen.<br \/>\nAber hier ist eine Mission, durch welche wir uns sehr viele Feinde machen werden. Niemand will gerne h\u00f6ren, dass das, worauf man sein ganzes Leben gebaut hat, in Wirklichkeit eine L\u00fcge war. Vor allem wird uns diese pluralistische Gesellschaft vorwerfen, religi\u00f6se Fanatiker zu sein. Jeder wird uns sagen: \u201eAlle Religionen sind doch gleichberechtigt! Warum bist du so intolerant? Keiner hat das Recht, seine religi\u00f6sen Ansichten \u00fcber andere zu erheben.\u201c Wir sollen verstehen, dass gerade diese Haltung ebenfalls eine exklusive religi\u00f6se Ansicht ist, die den Anspruch erhebt, absolut zu sein.<br \/>\nLesen wir den Vers 32: \u201eVon dem Tag an nannte man Gideon Jerubbaal, das hei\u00dft \u201aBaal streite mit ihm\u2019, weil er seinen Altar niedergerissen hat.\u201c Gott, der HERR, sucht die Jerubbaals unserer Generation. Bist du bereit daf\u00fcr?<\/p>\n<p>Lesen wir gemeinsam das Leitwort: \u201eDa erschien ihm der Engel des HERRN und sprach zu ihm: Der HERR mit dir, du streitbarer Held!\u201c Wir sind am Ende des Textes. Wir wollen aber noch \u00fcber einen letzten Punkt nachdenken. Wenn wir an Gottes Stelle w\u00e4ren, wen h\u00e4tten wir berufen? H\u00e4tten wir nicht auf die Besten der Besten gesetzt? H\u00e4tten wir nicht nach den Arnold Schwarzeneggern der damaligen Zeit gesucht? Und doch scheint es immerzu Gottes Art und Weise zu sein, den menschlich unm\u00f6glichsten und den unkonventionellsten Weg zu gehen. Nicht nur im heutigen Text, sondern in der ganzen Bibel.<br \/>\nZum Beispiel: wenn du ein Volk aus dem nichts erschaffen willst, nimm dir einen alten, kinderlosen Rentner mit einer unfruchtbaren Frau. Wenn du eine Stadt erobern willst, dann gehe sieben Tage lang um die Stadt und blas am letzten Tag ein wenig Trompete dabei. Wenn du einen Riesen erlegen willst, der gerade ein ganzes Land tyrannisiert, halte Ausschau nach einem Pizzaboten mit einer Steinschleuder. Wenn du willst, dass Feuer vom Himmel dein Brandopfer verzehrt, dann gie\u00dfe 12 Eimer Wasser dar\u00fcber. Wenn du eine Menge von 5000 Menschen speisen willst, dann suche einen Jungen und kn\u00f6pfe ihm sein Mittagessen ab. Wenn du die ganze Welt evangelisieren willst, stelle 12 \u00e4ngstliche J\u00fcnger auf. Und wie wir heute geh\u00f6rt haben: wenn du ein unz\u00e4hlbares Heer von midianitischen Terroristen loswerden willst, berufe daf\u00fcr einen Verlierer. Ist das alles nicht zu wunderbar und zu hoch f\u00fcr unseren menschlichen Verstand?<br \/>\nZwei Prinzipien wollen wir hierdurch behalten. Erstens, Gott beruft nicht die F\u00e4higen, sondern er bef\u00e4higt die Berufenen. Zweitens, Gott w\u00e4hlt immer den Weg, durch welchen er am Ende die meiste Ehre und die meiste Herrlichkeit bekommt. Haben wir das verstanden?<br \/>\nM\u00f6ge unser Leben daher menschlich unkonventionell, menschlich unm\u00f6glich, ja sogar menschlich verr\u00fcckt und unsinnig verlaufen, solange es Gott Preis, Ehre, Ruhm und Herrlichkeit bringt: jetzt und in alle Ewigkeit!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download Gott macht aus Gideon Jerubbaal \u201eDa erschien ihm der Engel des HERRN und sprach zu ihm: Der HERR mit dir, du streitbarer Held!\u201c Richter 6,12 Wir setzen unser Studium des Buches Richter fort. Wie die meisten von euch wissen, finden wir im Buch Richter einen Zyklus, der sich auf erschreckende Weise wiederholt. Der Zyklus [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":14,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[4,54],"tags":[],"class_list":["post-354","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-predigt","category-richter"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/354","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/14"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=354"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/354\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3430,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/354\/revisions\/3430"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=354"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=354"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=354"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}