{"id":3508,"date":"2015-08-30T12:00:03","date_gmt":"2015-08-30T10:00:03","guid":{"rendered":"http:\/\/ubfheidelberg.org\/?p=3508"},"modified":"2022-11-18T12:22:07","modified_gmt":"2022-11-18T11:22:07","slug":"predigt-lukas-121-12","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-lukas-121-12\/","title":{"rendered":"Predigt: Lukas 12,1 &#8211; 12"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\"><a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Lk-P12-0112.doc\"><strong>Download<\/strong><\/a><\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\">Wahre Gottesfurcht<\/h2>\n<h3 style=\"text-align: center;\">\u201eIch sage aber euch, meinen Freunden: F\u00fcrchtet euch nicht vor denen, die den Leib t\u00f6ten und danach nichts mehr tun k\u00f6nnen.\u201c<\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\">(4)<\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Im heutigen Text kommt das Wort f\u00fcrchtet\/f\u00fcrchten 5 Mal vor und zieht sich durch den Text. Jesus thematisiert einige menschliche \u00c4ngste. Viele \u00c4ngste sind Ausdruck einer gr\u00f6\u00dferen Angst. Ein Bsp. Warum gibt es Flugangst oder H\u00f6henangst? Weil man Angst davor hat, zu fallen und zu sterben. Warum haben wir Angst vor Dunkelheit? Weil wir Angst davor haben, dass uns etwas Schlimmes passiert. Oder warum haben Menschen Angst vor wilden Tieren, Naturkatastrophen, Hochspannungsleitungen etc. weil sie unser Leben bedrohen. Wir f\u00fcrchten uns vor dem Tod. Und genau diese Angst wir von Jesus thematisiert.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">\u00c4ngste sind eine Qual f\u00fcr unser Leben aber auch f\u00fcr unsere Gemeinschaft. Manchmal haben wir Angst begangene Fehler einzugestehen und uns zu entschuldigen. Gro\u00dfe wie kleine \u00c4ngste zeigen, dass etwas nicht in Ordnung ist (entweder mit mir oder mit anderen, oder der Umgebung etc). Und hier kommt Jesus ins Spiel. Er ist derjenige, der unsere kaputte Welt wieder in Ordnung bringt. In seinem Reich herrschen keine \u00c4ngste, nur Gottesfurcht. Und Gottesfurcht besiegt unsere Lebens\u00e4ngste.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Wir wollen den Text in 3 Abschnitten betrachten.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>Erstens \u2013 Jesus warnt vor Heuchelei (1-3)<\/b><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Betrachten wir Vers 1: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eUnterdessen kamen einige tausend Menschen zusammen, sodass sie sich untereinander traten. Da fing er an und sagte zuerst zu seinen J\u00fcngern: H\u00fctet euch vor dem Sauerteig der Pharis\u00e4er, das ist die Heuchelei.\u201c<\/b><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Tausende Menschen kamen zusammen, um Jesus zu sehen. Sie dr\u00e4ngten so dicht zusammen, dass sie anfingen sich gegenseitig auf die F\u00fc\u00dfe zu treten. Je mehr Menschen zusammenkamen, umso unruhiger wurde es um Jesus. Erwartungsgem\u00e4\u00df h\u00e4tte sich Jesus um sein ungeduldiges Publikum k\u00fcmmern m\u00fcssen. Doch Lukas erw\u00e4hnt, dass Jesus \u201ezuerst\u201c zu seinen J\u00fcngern sprach. Dass Jesus sich nicht aus der Ruhe bringen lie\u00df und \u201ezuerst\u201c zu seinen J\u00fcngern gesprochen hat, zeigt, wie wichtig sein Anliegen war. Es lautet: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eH\u00fctet euch vor dem Sauerteig der Pharis\u00e4er, das ist die Heuchelei.\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> Wie selten zuvor hatte Jesus die Pharis\u00e4er mit deutlichen Worten gescholten. Sie lie\u00dfen ein wenig Wasser \u00fcber ihre H\u00e4nde laufen und demonstrierten geistliche Reinheit, ihr inneres war jedoch voller Raubgier und Bosheit. <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eH\u00fctet euch\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> warnte Jesus seine J\u00fcnger scharf. H\u00fctet euch vor ihrer Heuchelei, denn sie ist wie Sauerteig. (Was ist Sauerteig? Ein Teig wird durch die geringf\u00fcgige Zugabe von Mikroorganismen zum Sauerteig. <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><i>(Vgl. Deutsches Lebensmittelbuch, 2006, 1.11)<\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">) Ein wenig reicht aus, um alles zu durchs\u00e4uern.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Warum ist Heuchelei gef\u00e4hrlich und wirksam wie Sauerteig? Zu heucheln bedeutete urspr\u00fcnglich zu schauspielern, also Menschen etwas vorzumachen, was nicht der Realit\u00e4t entsprach. Was auf der B\u00fchne einen Unterhaltungswert hat, basiert im wirklichen Leben auf Lug und Trug. Pharis\u00e4er waren Meister in Sachen Heucheln. Ein Pharis\u00e4er war sicher nicht von Anfang an ein formvollendeter Heuchler. Pharis\u00e4erj\u00fcnger hatten sicherlich geistliche Ambitionen und suchten Gott zu gefallen. Doch immer mehr erkannten sie das heuchlerische Verhalten ihrer Lehrer und Kommilitonen und wurden davon beeinflusst. Zun\u00e4chst geringf\u00fcgig, eine kleine Notl\u00fcge hier, eine unerhebliche Schwindelei da, bis der Sauerteig sie g\u00e4nzlich durchs\u00e4uerte. <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eH\u00fctet euch vor dem Sauerteig der Pharis\u00e4er\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> warnte Jesus <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201edas ist die Heuchelei\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Warum heucheln Menschen? Heuchelei verfolgt gewisse Ziele, z.B. Ansehen und Anerkennung vor Menschen. Man kann einen scheinheiligen Eindruck von sich vermitteln und von anderen gelobt werden, in Wirklichkeit aber in S\u00fcnde leben. Man kann so tun, als sei man fromm aber in der Realit\u00e4t keine Beziehung zu Gott haben. Das m\u00f6gen ihre Ziele sein aber was ist die treibende Kraft hinter der Heuchelei? Die treibende Kraft ist eine Angst! Die Angst davor, zu zeigen, wer und wie ich wirklich bin. Denn man denkt, dass wenn die anderen w\u00fcssten, wer und wie ich wirklich bin, sie nichts mehr mit mir zu tun haben wollen und mich verachten. Hinter Heuchelei steckt also die Angst davor, an Wert zu verlieren.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Aus welchen Gr\u00fcnden ist diese Angst unangebracht? Betrachten wir Verse 2 und 3: Jesus erkl\u00e4rt: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eEs ist aber nichts verborgen, was nicht offenbar wird und nichts geheim, was man nicht wissen wird. Darum, was ihr in der Finsternis sagt, das wird man im Licht h\u00f6ren; und was ihr ins Ohr fl\u00fcstert in der Kammer, das wird man auf den D\u00e4chern predigen.\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> Ein Sprichwort sagt: \u201eL\u00fcgen haben kurze Beine\u201c \u2013 mit Lug und Trug kommt man nicht weit. Heuchelei kommt irgendwann ans Licht (Der k\u00fcrzlich verstorbene Literatur-Nobelpreistr\u00e4ger G\u00fcnter Grass gab erst im Jahr 2006 zu, Teil der Waffen-SS gewesen zu sein. Obwohl er von anderen stets gefordert hatte, sich zu ihrer Vergangenheit zu bekennen, hat er 60 Jahre geschwiegen. Ein Kulturmagazin kommentierte: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><i>\u201eMusste\u00a0G\u00fcnter Grass\u00a0l\u00fcgen, um der Bundesrepublik die\u00a0Wahrheit\u00a0predigen zu k\u00f6nnen? Warum schwieg der Kritiker des\u00a0Beschweigens? Warum l\u00fcftete der Ver\u00e4chter des\u00a0Miefs\u00a0nicht das Geheimnis? Seit\u00a0Zidanes Kopfsto\u00df\u00a0hat keine Frage die Feuilletons st\u00e4rker<\/i><\/span><\/span><i> <\/i><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><i>bewegt.\u201c<\/i><\/span><\/span> <span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><i>(perlentaucher.de, 16.08.2006, G\u00fcnter Grass, die SS, das Bekenntnis)<\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">; manchmal, wie in diesem Fall, kommt Heuchelei gewollt ans Licht, oftmals aber ungewollt, manchmal zu Lebzeiten, manchmal nach dem Tod.) Selbst wenn man Menschen erfolgreich etwas vormachen kann, wer ist in der Lage, Gott etwas vorzumachen? Gott, der jeden unserer Gedanken kennt und in das innere unseres Herzens schaut? Wenn nicht hier, wird sp\u00e4testens vor dem Richterstuhl Gottes alles offenbar, nichts wird mehr geheim sein, keine versteckte S\u00fcnde, keine aufrechterhaltene Maskerade.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Jesus kennt seine J\u00fcnger und er kennt die Versuchung, etwas zu heucheln und ihre Angst davor, Ansehen und Wert vor Menschen zu verlieren. Welche grundlegende Hilfe liefert sein Evangelium als Alternative zur Heuchelei? Jesu Evangelium hilft uns, indem es uns die Wahrheit vermittelt, n\u00e4mlich die Wahrheit \u00fcber uns selbst, n\u00e4mlich, dass wir Menschen schon l\u00e4ngst unseren gottgegebenen Wert verspielt und verloren haben, und zwar in dem selben Garten, indem uns unsch\u00e4tzbarer Wert als Krone der Sch\u00f6pfung und sehr gutes Gesch\u00f6pf zugesprochen wurde. Unsere S\u00fcnde hat Gottes G\u00fctesigel, Gottes Bild, in uns zerst\u00f6rt. Dieses Bild kann nicht wiederhergestellt werden, indem wir so tun als ob (siehe das Heucheln der <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">HeH<\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Pharis\u00e4er). Der einzige Weg, unseren Wert wiederzuerlangen, geschieht durch den Tausch, den Jesus uns anbietet. Er, der unfassbar wertvoll ist, bietet an, mit uns zu tauschen. Er erniedrigt sich f\u00fcr uns, damit wir durch sein Opfer erh\u00f6ht werden. Das ist die gute Nachricht des Evangeliums. Damit dieser Tausch vollzogen werden kann, m\u00fcssen wir alle Masken ablegen und freiwillig und bereitwillig in Jesu Licht treten. Er nimmt uns an. Und genau so wird auch seine Gemeinde uns annehmen, wenn wir ehrlich und authentisch unsere Schw\u00e4chen und S\u00fcnden ins Licht Christi bringen.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Das Evangelium Christi ist die L\u00f6sung gegen Heuchelei und der \u00c4ngste, die ihr vorausgehen. Dank sei Christi daf\u00fcr!<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Sie sind aber nicht die einzigen \u00c4ngste. Welche weiteren \u00c4ngste werden von Jesus thematisiert?<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>Zweitens \u2013 Gottesfurcht statt Lebens\u00e4ngste (4-7)<\/b><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Betrachten wir Vers 4: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eIch sage aber euch, meinen Freunden: F\u00fcrchtet euch nicht vor denen, die den Leib t\u00f6ten und danach nichts mehr tun k\u00f6nnen.\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> Jesus spricht 2 \u00c4ngste an: Menschenfurcht und Todesangst. Wenn man bedenkt, dass sich Jesus auf dem Weg nach Jerusalem befand, um \u2013 wie mehrfach angek\u00fcndigt \u2013 von den religi\u00f6sen Oberen verworfen und sogar get\u00f6tet zu werden, dann sind Menschenfurcht und Todesangst kein triviales sondern relevantes Thema f\u00fcr seine J\u00fcnger. Jesu J\u00fcnger sollten sich nicht f\u00fcrchten, auch wenn die Pharis\u00e4er und Schriftgelehrten zornig und hasserf\u00fcllt waren. Sie sollten sich auch dann nicht f\u00fcrchten, wenn ihnen solche Menschen nach dem Leben trachten w\u00fcrden. Nun, das ist leicht gesagt aber wie kann Jesus so etwas von seinen J\u00fcngern fordern bzw. wie k\u00f6nnen seine J\u00fcnger ihre Furcht im Angesicht des Todes ablegen?<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Lesen wir dazu Vers 5: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eIch will euch aber zeigen, vor wem ihr euch f\u00fcrchten sollt: F\u00fcrchtet euch vor dem, der, nachdem er get\u00f6tet hat, auch Macht hat, in die H\u00f6lle zu werfen. Ja, ich sage euch, vor dem f\u00fcrchtet euch.\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> Jesus sagt nicht, dass ein k\u00fchnes, furchtloses Leben die L\u00f6sung des Problems ist. (Einige Kapitel sp\u00e4ter bringt Jesus das Beispiel eines ungerechten Richters. Richter sind da, um f\u00fcr Gerechtigkeit zu sorgen. Doch dieser war ungerecht, denn er f\u00fcrchtete sich nicht vor Gott und scheute sich vor keinem Menschen (Vgl. Lk 18,1-4). Fehlende Gottesfurcht f\u00fchrte zu Ungerechtigkeit.)<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Jesus lehrt Gottesfurcht, als die einzig legitime Furcht. Jesus lehrt zudem, dass Gottesfurcht die L\u00f6sung unserer Lebens\u00e4ngste ist. Pharis\u00e4er, Hohepreister etc. konnten die J\u00fcnger Jesu anklagen, zum Tode verurteilen und hinrichten lassen. Aber Jesus sagt: Sie k\u00f6nnen <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eden Leib t\u00f6ten und danach nichts mehr tun\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">. Ihr teuflisches Vorhaben und ihre finstere Macht reichten nur bis zum leiblichen Tod. Dar\u00fcber hinaus haben sie keine Vollmacht. Aber Gott ist derjenige, <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eder, nachdem er get\u00f6tet hat, auch Macht hat, in die H\u00f6lle zu werfen.\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> Unser Schicksal liegt nicht in der Hand b\u00f6ser Menschen. Gott allein ist der souver\u00e4ne Herr \u00fcber Tod und Leben, Himmel und H\u00f6lle. Nur er hat ewigen Einfluss auf unser Dasein. Deshalb sind Menschenfurcht oder leibliche Todesangst fehl am Platz. Gottesfurcht befreit uns von unseren Lebens\u00e4ngsten.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Deshalb lehrt die Bibel klar: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eDer Weisheit Anfang ist die Furcht des Herrn und den Heiligen erkennen, das ist Verstand.\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> (Spr 9,10) Gottesfurcht befreit von allen anderen \u00c4ngsten. Ok. Aber ist es nicht so, dass je mehr wir Gott kennen lernen und erfahren, desto mehr seiner Heiligkeit und Gerechtigkeit begegnen? Sollte dann die Furcht vor Gott, die alle anderen \u00c4ngste vertreibt, nicht gr\u00f6\u00dfer sein, als alle zuvor gekannten \u00c4ngste, weil Gott Vollmacht hat, Dinge zu tun, die kein anderer tun kann, z.B. in die H\u00f6lle zu werfen, weil seine Heiligkeit und Gerechtigkeit eine Bedrohung f\u00fcr unser s\u00fcndhaftes Wesen darstellt? Eigentlich ja! Im Grunde genommen m\u00fcssten wir mit Jesaja einstimmen, der vor Gottes Angesicht einen Todesschrei, nicht nur des Leibes, sondern der Seele, ausstie\u00df: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eWeh mir, ich vergehe! Denn ich bin unreiner Lippen und wohne unter einem Volk von unreinen Lippen; denn ich habe den K\u00f6nig, den HERRN Zebaoth, gesehen mit meinen Augen.\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> (Jes 6,5) Je mehr er Gott erkannte, Gottes Heiligkeit und Gerechtigkeit, umso mehr wurde er sich seiner Verlorenheit bewusst.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Wie l\u00f6st Jesus dieses Dilemma f\u00fcr seine J\u00fcnger? Die Antwort lautet: Durch das Evangelium! Evangelium bedeutet frohe Botschaft. Und in der Tat hat Jesus eine frohe Botschaft f\u00fcr seine J\u00fcnger. Betrachten wir nochmals seine Wortwahl im Vers 4: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eIch sage aber euch, meinen Freunden\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">. Jesu J\u00fcnger sind seine Freunde. Was hei\u00dft es, Jesus als Freund zu haben? Aus Erfahrung wissen wir, dass es gut ist, die richtigen Freunde zu haben. Gute Freunde sind f\u00fcr dich da. Gute Freunde stehen dir bei. Gute Freunde haben ein Herz f\u00fcr dich. Ein gutes, biblisches Beispiel ist die Freundschaft zwischen Jonathan und David. Eigentlich geh\u00f6rten sie unterschiedlichen, sich konkurrierenden Lagern an (Jonathan war Sauls Sohn, der David umbringen wollte). Aber ihre Freundschaft \u00fcberwand alle politischen Barrieren. Sie schlossen sogar einen (Freundschafts-)Bund. Und Jonathan riskierte sein eigenes Leben, um David vor seinem Vater zu retten. (Erst als Jonathan mit seinem Vater im Kampf fiel, wurde David K\u00f6nig \u00fcber Juda.) Wie beneidenswert ist es, solche Freunde zu haben! Manchmal sind wir traurig, weil uns solche Freundschaften fehlen oder beneiden andere um ihrer Freunde wegen. Doch Jesus spricht zu seinen J\u00fcngern (also zu euch): <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eIch sage aber euch, meinen Freunden\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">. Jesus sagt: Ihr seid meine Freunde. (Jesus sollte nicht unbedingt unser einziger Freund sein aber er ist unser bester, wichtigster Freund) \u201eWelch ein Freund ist unser Jesus\u201c lautet die erste Zeile eines Liedes. (\u201eEr hat uns mit Gott vers\u00f6hnet\u201c ert\u00f6nt in der zweiten Zeile. \u201eSind mit Sorgen wir beladen\u2026Sind von Freunden wir verlassen\u2026so ist uns Jesus alles: K\u00f6nig, Priester und Prophet\u201c.) Was bedeutet es, Jesus als Freund zu haben? Er ist ein Freund, der uns mehr liebt, als Jonathan David geliebt hat und umgekehrt. Er hat nicht irgendeinen Freundschaftsbund mit uns geschlossen, sondern den neuen Bund, in seinem Blut, das ewige G\u00fcltigkeit besitzt, in diese Welt, wie im Reich Gottes. Und auch er hat sich hingegeben, nicht als Prinz, sondern als K\u00f6nig, als Sohn Gottes, um uns zu retten. Und er hat uns gerettet, vor allen Feinden der Finsternis. Sein Blut macht uns rein von der S\u00fcnde, sein Wort zerschl\u00e4gt die M\u00e4chte des Satans, sein Tod und seine Auferstehung besiegen den letzten Feind, den Tod. Selig sind die Freunde Jesu, denn der heilige und gerechte Gott, hat uns diesen Freund gesandt. Der heilige und gerechte Gott nimmt die Freunde seines Sohnes an, anstatt sie zu richten. Denn Gottes heiliger und gerechter Zorn, der uns h\u00e4tte treffen sollen, traf an unserer Stelle Jesus. Das ist Gnade vor Recht, die frohe Botschaft, das Evangelium Jesu Christi. <\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">So lautet die Botschaft Jesu an seine Freunde: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eF\u00fcrchtet euch nicht vor denen\u2026\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> also den Menschen, sondern f\u00fcrchtet Gott. Dank Christi Evangeliums ist Gottesfurcht keine bedrohliche Angst mehr f\u00fcr uns, sondern eine Lebensweise der Kinder Gottes. Wir ehren Gott, voller Ehrfurcht und loben und preisen ihn, f\u00fcr sein gn\u00e4diges Werk an uns, in Jesus Christus. Und das umso mehr, weil dieser heilige und gerechte Gott, sich um alle Kleinigkeiten unseres Lebens k\u00fcmmert und sich f\u00fcr alle Details unseres Lebens interessiert. Er z\u00e4hlt sogar die Haare auf deinem Kopf! (Stellt dir das mal vor!) Und er vergisst keinen einzigen von uns. <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eDarum f\u00fcrchtet euch nicht\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">, sagt Jesus im Vers 7. Gottesfurcht befreit uns von allen gro\u00dfen wie kleinen \u00c4ngsten, wie Todesangst, Existenz\u00e4ngste, Minderwertigkeits\u00e4ngste usw. Lasst uns also ein Leben vor unserem Gott f\u00fchren.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>Drittens \u2013 Jesus und der Heilige Geist (8-12)<\/b><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Wozu ermutigte bzw. ermahnte Jesus seine J\u00fcnger? Lesen wir Verse 8 und 9: <b>\u201eIch sage euch aber: Wer mich bekennt vor den Menschen, den wird auch der Menschensohn bekennen vor den Engeln Gottes. Wer mich aber verleugnet vor den Menschen, der wird verleugnet werden vor den Engeln Gottes.\u201c<\/b> <\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Jesus vor Menschen zu bekennen dr\u00fcckt nicht nur aus, welcher Religionsgemeinschaft wir angeh\u00f6ren. Es hat weitaus gr\u00f6\u00dfere Bedeutung. Jesus sagt: <b>\u201eden wird auch der Menschensohn bekennen vor den Engeln Gottes.\u201c<\/b> Das Bekenntnis ist von fester und gegenseitiger Wechselwirkung. Jesus selbst wird sich vor der himmlischen Kulisse der Engelscharen zu uns bekennen. Wie gro\u00dfartig ist das! Auch Paulus betont im R\u00f6merbrief die Bedeutung unseres Glaubensbekenntnisses: <b>\u201e<\/b><b>Denn wenn du mit deinem Munde bekennst, dass Jesus der Herr ist, und in deinem Herzen glaubst, dass ihn Gott von den Toten auferweckt hat, so wirst du gerettet. Denn <\/b><strong>wenn man von Herzen glaubt, so wird man gerecht; und wenn man mit dem Munde bekennt, so wird man gerettet.\u201c<\/strong><strong> (R\u00f6m 10,9.10)<\/strong><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Eigentlich ist es f\u00fcr einen J\u00fcnger Jesu das Nat\u00fcrlichste der Welt, seinen Herrn gegen\u00fcber anderen Menschen zu bekennen. Eigentlich ist es kein au\u00dfergew\u00f6hnlicher oder besonderer Schritt. Es ist selbstverst\u00e4ndlich. Warum f\u00e4llt es uns dennoch schwer, uns in bestimmten Situationen zu Jesus zu bekennen? Das Problem ist wiederum eine Angst. Zur Zeit Jesu war es vielleicht weniger Scham-getrieben, sondern eher die Angst vor aktiver Verfolgung, also der Angst, ins Fadenkreuz der religi\u00f6sen Oberen zu geraten, die Jesu J\u00fcnger genauso hart verfolgen und am liebsten tot sehen w\u00fcrden, wie ihren Herrn. Bestes biblisches Beispiel ist Simon Petrus. Trotz Jesu warnende Ank\u00fcndigung leugnete er Jesus dreimal, weil er Angst davor hatte, die Fesseln der Gefangenschaft mit seinem Herrn zu teilen. Jesus kannte die reale Versuchung der J\u00fcnger, ihn aus Angst vor Verfolgung zu verleugnen.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Wie k\u00f6nnen wir frei sein von dieser Versuchung und unser Glaubensleben als ein authentisches Glaubensbekenntnis f\u00fchren? 2 Anwendungen fallen mir ein, eine sehr gute und eine weniger gute. Die weniger gute Anwendung ist: Sich zu zwingen, Jesus immer und \u00fcberall zu bekennen. <span style=\"font-family: Wingdings;\">\uf0e0<\/span> diese Anwendung ist aus folgenden Gr\u00fcnden nicht gut: Es ist kein authentisches Zeugnis, weil es nicht auf tiefstem Herzen kommt. Jesus f\u00fchlt sich wenig geehrt und auch die Empf\u00e4nger dieses Bekenntnisses nehmen es nicht an! Sie durchschauen, dass es nicht aus tiefster \u00dcberzeugung kommt, sondern auch Zweckm\u00e4\u00dfigkeit und verschlie\u00dfen sich genervt, als sich mit dem Zeugnis zu befassen.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Nun die gute Anwendung. Sie lautet: Das Bekenntnis auf nat\u00fcrlich Weise entstehen zu lassen, anstatt es zu forcieren. Wie entsteht ein Bekenntnis? Ein Bekenntnis ist dann am St\u00e4rksten, wenn wir von etwas begeistert und \u00fcberzeugt sind. Ein Bsp. aus dem Fu\u00dfball: 2013 war es kein Problem, in aller \u00d6ffentlichkeit mit einem Bayern-Trikot herumzulaufen, weil sie das historische Tripel unter Heynckes geholt hatten. Mittlerweile f\u00e4llt das Bekenntnis etwas verhaltener aus.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Wie sehr sind wir von Jesus begeistert? Entsprechend armselig oder lebendig f\u00e4llt unser Bekenntnis aus. Wie k\u00f6nnte eine eingerostete\/eingeschlafene Begeisterung \/ Bekenntnis aufgefrischt werden? Die Antwort lautet: Indem wir Jesus vor Augen haben.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Ein hervorragendes biblisches Beispiel ist der erste christliche M\u00e4rtyrer Stephanus. Angeklagt vor dem Hohen Rat, noch bevor jemand handgreiflich wurde, geschah etwas Bemerkenswertes. Die Apg. berichtet: <b>\u201eE<\/b><b>r aber, voll Heiligen Geistes, sah auf zum Himmel und sah die Herrlichkeit Gottes und Jesus stehen zur Rechten Gottes\u201c<\/b> (Apg 7,55). Durch den Heiligen Geist sah er Gottes Herrlichkeit und Christi Herrlichkeit. Und als er diese Herrlichkeit sah, bekannte er: <b>\u201eSiehe, ich sehe den Himmel offen und den Menschensohn zur Rechten Gottes stehen.\u201c <\/b>(7,56) Obwohl sein Zeugnis sein Todesurteil besiegelte, konnte er nicht schweigen, weil er Gottes und Christi Herrlichkeit vor Augen hatte. Je deutlich wir Jesus sehen, seine Herrlichkeit, seine Gnade in unserem Leben, seine unvergleichliche Hingabe und Liebe, die einzigartige Hoffnung, die er uns schenkt, umso selbstverst\u00e4ndlicher bekennen wir ihn vor den Menschen. Der Heilige Geist \u00f6ffne unsere Augen f\u00fcr Jesus!<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Betrachten wir die Verse 11 und 12: <b>\u201eWenn sie euch aber f\u00fchren werden in die Synagogen und vor die Machthaber und die Obrigkeit, so sorgt nicht, wie oder womit ihr euch verantworten oder was ihr sagen sollt; denn der Heilige Geist wird euch in dieser Stunde lehren, was ihr sagen sollt.\u201c<\/b> In den letzten Versen tr\u00f6stet Jesus seine J\u00fcnger durch den Heiligen Geist. Die Verhei\u00dfung des Heiligen Geistes sollte ihre Angst nehmen, w\u00fcrden Sie vor Gericht angeklagt werden.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Stephanus war ein Mann voll Heiligen Geistes. Der Heilige Geist lehrte ihn, was er sagen sollte. Bei seinem Verh\u00f6r, vor dem hohen Rat, predigte er die B\u00fccher Genesis und Exodus und weitere Teile der Schrift. Er predigte die Schrift, wobei Jesus den H\u00f6hepunkt und die Schlussfolgerung seiner Predigt darstellte. Furchtlos und mit Engelsangesicht bekannte er Jesus. Jesus verhei\u00dft seinen J\u00fcngern den Heiligen Geist und nimmt uns unsere \u00c4ngste und Sorgen, wie wir uns verantworten sollen. Lasst uns im Vertrauen auf Jesu Wort und im Vertrauen auf den Heiligen Geist leben.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Betrachten wir schlie\u00dflich was Jesus im Vers 10 \u00fcber sich und den Heiligen Geist verk\u00fcndete: <b>\u201e<\/b><b>Und wer ein Wort gegen den Menschensohn sagt, dem soll es vergeben werden; wer aber den Heiligen Geist l\u00e4stert, dem soll es nicht vergeben werden.\u201c <\/b>Am Kreuz betete Jesus f\u00fcr alle Menschen, die ihn mit den \u00fcbelsten Worten beschimpft hatten. Er sprach: \u201e<strong>Vater, vergib ihnen; denn<\/strong> <strong>sie wissen nicht, was sie tun!\u201c<\/strong><strong> (Lk 23,34) Dadurch sehen wir die dem\u00fctige Lammesart unseres Herrn, der nicht nachtragend ist, sondern bereit, zu vergeben. Zugleich warnt Jesus davor, den Heiligen Geist zu l\u00e4stern. Was bedeutet es, den Heiligen Geist zu l\u00e4stern? Wahrscheinlich kann der Heilige Geist auf aktive sowie passive Weise gel\u00e4stert werden. Die aktive Art w\u00e4re, den Heiligen Geist anzugreifen und in offensichtlicher Feindschaft zu ihm zu leben. Die passive Art w\u00e4re, seine Existenz im Unglauben zu leugnen (zu behaupten, es g\u00e4be Gott nicht, obwohl er lebt, ist auch eine Form der Gottesl\u00e4sterung). Beide Wege f\u00fchren in ihrer finalen Konsequenz zur Verdammnis. Manche Menschen (Gl\u00e4ubige oder Nichtgl\u00e4ubige) geraden in Panik und tiefster Verzweiflung, weil sie meinen, den Heiligen Geist bewusst oder unbewusst gel\u00e4stert zu haben. Sie f\u00fcrchten sich vor der ewigen Verdammnis. Jesus lehrte an anderer Stelle \u00fcber den Heiligen Geist: \u201e<\/strong><b>Und wenn er kommt, wird er der Welt die Augen auftun \u00fcber die S\u00fcnde und \u00fcber die Gerechtigkeit und \u00fcber das Gericht\u201c<\/b>. (Joh 16,8.9) Es ist also das Werk des Heiligen Geistes, wenn ein Mensch seine S\u00fcnde erkennt und Bu\u00dfe tut. Somit nimmt Jesus seinen J\u00fcngern auch die letzte Angst, n\u00e4mlich die Angst vor der Verdammnis, wenn der Heilige Geist sie ihrer S\u00fcnde \u00fcberf\u00fchrt und zur Bu\u00dfe leitet.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Danken wir Jesus, dass er uns hilft, ein Leben vor Gott zu f\u00fchren und Gott allein zu f\u00fcrchten. Danken wir Jesus daf\u00fcr, dass er uns von allen \u00c4ngsten und Sorgen befreit, die unser Leben plagen. Jesus nimmt uns allen Grund, zu heucheln und gibt uns allen Grund, uns von Herzen zu ihm zu bekennen.<\/span><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download Wahre Gottesfurcht \u201eIch sage aber euch, meinen Freunden: F\u00fcrchtet euch nicht vor denen, die den Leib t\u00f6ten und danach nichts mehr tun k\u00f6nnen.\u201c (4) Im heutigen Text kommt das Wort f\u00fcrchtet\/f\u00fcrchten 5 Mal vor und zieht sich durch den Text. Jesus thematisiert einige menschliche \u00c4ngste. Viele \u00c4ngste sind Ausdruck einer gr\u00f6\u00dferen Angst. Ein Bsp. 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