{"id":3464,"date":"2015-06-28T08:00:02","date_gmt":"2015-06-28T06:00:02","guid":{"rendered":"http:\/\/ubfheidelberg.org\/?p=3464"},"modified":"2022-11-18T12:22:10","modified_gmt":"2022-11-18T11:22:10","slug":"predigt-lukas-928-36","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-lukas-928-36\/","title":{"rendered":"Predigt: Lukas 9,28 \u2013 36"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Lk-P09-2836.doc\"><strong>Download<\/strong><\/a><\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\">Dieser ist mein auserw\u00e4hlter Sohn<\/h2>\n<h3 style=\"text-align: center;\">\u201eUnd es geschah eine Stimme aus der Wolke, die sprach:<br \/>\nDieser ist mein auserw\u00e4hlter Sohn; den sollt ihr h\u00f6ren.\u201c<\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\">(35)<\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Calibri,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Unser heutiger Text berichtet von einem einmaligen und ganz herausragenden Ereignis in der Geschichte. Denn nachdem Jesus seinen J\u00fcngern seinen Weg des Leidens und der Auferstehung gelehrt hatte und sie zur Nachfolge aufgefordert hatte, wurde er vor den Augen von drei seiner J\u00fcnger auf einem hohen Berg gr\u00fcndlich verwandelt, er wude verkl\u00e4rt. Er erschien ihnen in himmlischer Herrlichkeit, die sie \u00fcberw\u00e4ltigte und die sie ihr Leben lang nicht vergessen konnten. Und beim Anblick dieser Herrlichkeit h\u00f6rten sie pl\u00f6tzlich aus einer Wolke eine Stimme, die Jesus als Gottes Sohn best\u00e4tigte und sie dazu aufforderte, auf ihn zu h\u00f6ren. Lasst uns in unserem Geist mit den J\u00fcngern auf den Berg steigen und einen Blick auf die Herrlichkeit, in der Jesus dort erschien. Lasst uns Gottes Stimme h\u00f6ren und die Bedeutung seiner Ermahnung, auf ihn zu h\u00f6ren, zu Herzen zu nehmen. Gott helfe uns dabei!<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Calibri,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Unser Abschnitt beginnt <b>\u201eUnd es begab ich, etwa acht Tage nach diesen Reden &#8230;\u201c<\/b> und nimmt damit deutlich Bezug auf Jesu Worte im vorigen Abschnitt. Da hatte Jesus den J\u00fcngern nach dem Christus-Bekenntnis von Petrus den J\u00fcngern angek\u00fcndigt, dass er viel leiden und verworfen und get\u00f6tet werden und am dritten Tag auferstehen w\u00fcrde. Danach hatte Jesus alle dazu eingeladen, ihm nachzufolgen und dazu sich selbst zu verleugnen und sein Kreuz auf sich zu nehmen. Diese Worte waren ganz anders als was die J\u00fcnger sich vorgestellt hatten. Seine Aufforderung, sich zu verleugnen und ihr Kreuz auf sich zu nehmen und ihr Leben f\u00fcr Jesus zu verlieren, waren weit mehr und anders, als was sie bisher unter der Nachfolge verstanden hatten, und ersch\u00fctterten die Grundfesten ihres Lebens. In den acht Tagen danach m\u00fcssen in den J\u00fcngern diese Worte gearbeitet und sie besch\u00e4ftigt haben. Was w\u00fcrde sein, wenn Jesus verworfen und get\u00f6tet wird? Was bedeutete es genau, dass sie sich selbst verleugnen und t\u00e4glich ihr Kreuz auf sich nehmen sollten? Wie konnten sie sogar ihr Leben verlieren f\u00fcr ihn verlieren? Solche Fragen m\u00fcssen sie besch\u00e4ftigt und innerlich hin- und hergerissen haben zwischen der bestechenden Klarheit der Worte Jesu und dem Wunsch, Jesus wahrhaft zu folgen, und andererseits ihren Sorgen, W\u00fcnschen und \u00c4ngsten und Fragen, bis hin zu der Frage, ob sie wirklich so leben k\u00f6nnten und wollten. <\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Calibri,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">In dieser Zeit nahm Jesus Petrus, Johannes und Jakobus mit sich und ging auf einen hohen Berg, um zu beten. Diese drei J\u00fcnger waren von Jesus auch schon allein mitgenommen worden, als er die tote Tochter von Jairus auferweckt hatte. Sie waren so genannte \u201eSpitzenj\u00fcnger\u201c, die auch in der Liste der Apostel zuerst genannt werden und die wohl unter den J\u00fcngern geistlich am weitesten fortgeschritten waren. Man wei\u00df nicht sicher, auf welchen Berg Jesus mit ihnen hochgestiegen ist. Nach dem Markusevangelium war Jesus in dieser Zeit in den D\u00f6rfern bei C\u00e4sarea Philippi, also am Fu\u00df des Hermongebirges. Traditionell nimmt man an, dass es sich um den Berg Tabor handelte, wo man sp\u00e4ter auch eine Verkl\u00e4rungsbasiklika gebaut hat. <\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Calibri,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Als Jesus oben angekommen war, betete er. Wir erfahren nicht, wof\u00fcr er gebetet hat. Jesus muss wohl f\u00fcr die J\u00fcnger gebetet haben. Er muss aber auch den Vater gepriesen und gelobt haben f\u00fcr sein Wesen, f\u00fcr sein gro\u00dfartiges Werk, die S\u00fcnder zu erretten, f\u00fcr die Herrlichkeit, die er f\u00fcr Jesus bereitet hat und f\u00fcr alle, die ihm nachfolgen. Was geschah dann? Betrachten wir Vers 29: <b>\u201eUnd als er betete, wurde das Aussehen seines Angesichts anders, und sein Gewand wurde wei\u00df und gl\u00e4nzte.\u201c <\/b>Jesus wurde w\u00e4hrend seines Gebets ver\u00e4ndert, er wurde verkl\u00e4rt. Ver-Kl\u00e4rung meint ein Klar-Werden, Offenbar-Werden, durchsichtig-Werden. Das Wort im griechischen Urtext hier ist Metamorphosis, was mehr als eine \u00e4u\u00dferliche Ver\u00e4nderung meint, vielmehr eine wesentliche Verwandlung. Auf dem Berg nahm Jesus eine andere Gestalt an, die himmlische Herrlichkeit hatte. Lukas wagte nicht Jesu Angesicht zu beschrieben, wohl weil alle Worte unzureichend w\u00e4ren, um zu beschreiben, was da zu sehen war. Matth\u00e4us schreibt: \u201eUnd er wurde verkl\u00e4rt vor ihnen, und sein Augesicht leuchtete wie die Sonne, und seine Kleider wurden wei\u00df wie das Licht.\u201c (Mt 17,2) \u00dcbereinstimmend schreiben die drei synoptischen Evangelisten von dem \u00fcbernat\u00fcrlichen Licht, das von ihm ausging und sogar seine gew\u00f6hnlichen, eher schmutzigen Kleider hell mit \u00fcbernat\u00fcrlichem Glanz leuchten lie\u00df. Jesus erschien in himmlischer Herrlichkeit. Normalerweise hat Jesus auf der Erde wohl gew\u00f6hnlich ausgesehen (Jes 53,2). Aber bei der Verkl\u00e4rung zeigte sich Jesus voller Herrlichkeit und offenbarte dadurch sein eigentliches Wesen. Seine verkl\u00e4rte Erscheinung erinnert uns an die Erscheinung, die Johannes in der Offenbarung schauen durfte. In Offenbarung 1,12-16 schrieb er: \u201eUnd als ich mich umwandte, sah ich sieben goldene Leuchter\u00a0und mitten unter den Leuchtern einen, der war einem Menschensohn gleich, angetan mit einem langen Gewand und geg\u00fcrtet um die Brust mit einem goldenen G\u00fcrtel.\u00a0Sein Haupt aber und sein Haar war wei\u00df wie wei\u00dfe Wolle, wie der Schnee, und seine Augen wie eine Feuerflamme\u00a0und seine F\u00fc\u00dfe wie Golderz, das im Ofen gl\u00fcht, und seine Stimme wie gro\u00dfes Wasserrauschen;\u00a0und er hatte sieben Sterne in seiner rechten Hand, und aus seinem Munde ging ein scharfes, zweischneidiges Schwert, und sein Angesicht leuchtete, wie die Sonne scheint in ihrer Macht.\u201c Jesus ist der Sohn Gottes, der K\u00f6nig der K\u00f6nige, voller Herrlichkeit. <\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Calibri,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Bei seiner Verkl\u00e4rung auf dem Berg war Jesus nicht allein. Wer erschien dabei noch? Betrachten wir die Verse 30 und 31: <b>\u201eUnd siehe, zwei M\u00e4nner redeten mit ihm; das waren Mose und Elia. Sie erschienen verkl\u00e4rt und redeten von seinem Ende, das er in Jerusalem erf\u00fcllen sollte.\u201c<\/b> Mose und Elia waren zwei der gr\u00f6\u00dften Knechte Gottes im Alten Testament, die selbst viel gelitten hatten. Mose hat 40 Jahre lang das Volk getragen; Elia hat f\u00fcr Gott geeifert, als fast alle in Israel Gott den R\u00fccken gekehrt hatten. Ihr Erscheinen in verkl\u00e4rter Gestalt zeigt, dass sie in Gott lebten, auch wenn ihre Lebzeit auf der Erde schon seit Jahrhunderten vorbei war. Sie redeten mit Jesus von seinem Ende in Jerusalem; ermutigten ihn also, sich auf sein Leiden und seine Tod am Kreuz vorzubereiten, und best\u00e4rkten ihn in seiner Zuversicht auf seine Auferstehung. Durch ihr Erscheinen in verkl\u00e4rter Gestalt vervollst\u00e4ndigten sie nicht nur die herrliche Szene; sie bezeugten durch ihr Erscheinen auch, dass es das Leben nach dem Tod wirklich gibt und dass in Gott alle leben. <\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Calibri,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Wie reagierten die J\u00fcnger? Verse 32 und 33 berichten: <b>\u201ePetrus aber und die bei ihm waren, waren voller Schlaf. Als sie aber aufwachten, sahen sie, wie er verkl\u00e4rt war, und die zwei M\u00e4nner, die bei ihm standen. Und es begab sich, als sie von ihm schieden, da sprach Petrus zu Jesus: Meister, hier ist f\u00fcr uns gut sein! Lasst uns drei H\u00fctten bauen<\/b>, <b>dir eine, Mose eine und Elia eine. Er wusste aber nicht, was er redete.\u201c<\/b> Die J\u00fcnger hatten oben auf dem Berg wohl auch versucht zu beten. Aber sie waren eingeschlafen, vielleicht weil sie vom Aufstieg so m\u00fcde waren, vielleicht auch von dem inneren Kampf, der in ihnen stattgefunden hat, seitdem Jesus ihnen seinen Weg angek\u00fcndigt und sie zu diesem Weg eingeladen hat. So h\u00e4tten dieses bedeutungsvolle und herrliche Ereignis fast verschlafen. Aber als sie aufwachten, sahen sie Jesus in herrlicher Gestalt und auch Mose und Elia, die verkl\u00e4rt waren. Sie waren von der Herrlichkeit, die sie sahen, \u00fcberw\u00e4ltigt. Petrus war davon so begeistert, dass er diese Situation unbedingt festhalten und weiter genie\u00dfen wollte. Jesu Herrlichkeit war so wunderbar sch\u00f6n! Petrus wollte mit diesem Jesus sofort und f\u00fcr immer zusammen sein. Er verga\u00df v\u00f6llig, dass Jesus sie vor acht Tagen gelehrt hatte, dass er zuerst leiden und sterben m\u00fcsste, bevor er aufersteht, und dass die J\u00fcnger ihm auf diesem Weg folgen sollten. <\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Calibri,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Welches unerwartete Ereignis passierte dann? Betrachten wir die Verse 34 und 35: <b>\u201eAls er aber dies redete, kam eine Wolke und \u00fcberschattete sie; und sie erschraken, als sie in die Wolke hineinkamen. Und es geschah eine Stimme aus der Wolke, die sprach: Dieser ist mein auserw\u00e4hlter Sohn; den sollt ihr h\u00f6ren!\u201c<\/b> Eigentlich ist eine Wolke auf einem hohen Berg nichts Ungew\u00f6hnliches. Aber bei dieser Wolke erschraken die J\u00fcnger, denn die Wolke bedeutete Gottes Anwesenheit. Gott war im Alten Testament den Israeliten oft in einer Wolke erschienen, u.a. hat er sie 40 Jahre lang in einer Wolkens\u00e4ule geleitet. Aber im Bneuen Testament ist Gottes Erscheinen noch Ungew\u00f6hnlicher, weil Gott sich in Jesus eigentlich hinreichend offenbart hat. Gottes Botschaft f\u00fcr die J\u00fcnger war so wichtig. Gott sagte: \u201e<b>Dieser ist mein auserw\u00e4hlter Sohn.\u201c <\/b>Gott best\u00e4tigte klar, was durch die herrliche Erscheinung bereits offenbart war, n\u00e4mlich dass Jesus Gottes auserw\u00e4hlter Sohn ist. Dann gab Gott die Anweisung: \u201e<b>Den sollt ihr h\u00f6ren!\u201c <\/b>Gottes Aufforderung war so klar wie sie kurz war. Eigentlich hatten die J\u00fcnger bereits auf Jesus geh\u00f6rt. Sie h\u00f6rten zu, wenn Jesus redete, und versuchten es zu verstehen, einzuordnen und danach zu leben. Aber Gott war damit nicht zufrieden, sondern sagte zu ihnen: <b>\u201eDen sollt ihr h\u00f6ren!\u201c<\/b> Was bedeutete das? Es ging um ihre Haltung. Sie sollten Jesu Worte als Worte Gottes h\u00f6ren und sollten sie daher sofort und bedingungslos annehmen und entsprechend denken und glauben und danach leben. Sie sollten auf Jesus h\u00f6ren und nicht auf ihre eigenen Gedanken, ihre Sorgen und W\u00fcnsche und Jesu Worte dadurch relativieren. Jesus hatte vor acht Tagen bezeugt, dass er viel leiden und verworfen und get\u00f6tet werden w\u00fcrde und nach drei Tagen auferstehen. Seine Erscheinung in herrlicher, verkl\u00e4rter Gestalt hatte bezeugt, dass sein Wort wahr ist. Jesu Verkl\u00e4rung und Gottes Aufforderung waren zusammen eine starke Botschaft an die J\u00fcnger, auf Jesu Worte wirklich zu h\u00f6ren. <\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Calibri,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Was k\u00f6nnen wir davon lernen? Das Ereignis der Verkl\u00e4rung Jesu war ein einmaliges historisches Ereignis. Doch obwohl wir nicht dabei waren, l\u00e4sst zum einen auch uns mehr erkennen, wer Jesus eigentlich ist. Wie die J\u00fcnger k\u00f6nnten wir ein Bild von Jesus haben, das seiner Realit\u00e4t nicht gerecht wird. Auch wir k\u00f6nnen Jesus vor allem als den guten Hirten sehen, der die S\u00fcnder annahm, die Kranken heilte und den Armen das Evangelium predigte. Tats\u00e4chlich lebte Jesus ohne Ansehen und Namen und wurde von den ma\u00dfgeblichen Leuten verleumdet und von den meisten verkannt. Schlie\u00dflich wurde er \u00f6ffentlich verurteilt und hingerichtet und wurde so Gottes Lamm, das die S\u00fcnde der Welt tr\u00e4gt. Aber Jesus erstand auf und fuhr auf in den Himmel und hat nun gro\u00dfe Herrlichkeit. Jesus ist herrlicher Gott. Sein Licht, seine g\u00f6ttliche Liebe und Freundlichkeit und Wahrhaftigkeit leuchten in die ganze Welt und machen \u00fcberall, wo sie eingelassen werden, die Finsternis hell. Jesu Herrlichkeit ist so gro\u00df, dass wir ihn mit dem Engeln ewig bewundern und anbeten werden. Bei seiner Verkl\u00e4rung auf dem Berg kam davon St\u00fcck zum Vorschein, sie war wie ein Vorgeschmack der wahren und ewigen Herrlichkeit. <\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Calibri,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Dies weist uns darauf hin, warum Gott den drei J\u00fcngern Jesus in verkl\u00e4rter Gestalt zeigte. Gott wollte, dass sie ein Bild von der Herrlichkeit Jesu im Herzen h\u00e4tten und w\u00fcssten, wer er eigentlich ist. Und zwar gerade in der Zeit, in der Jesus ihnen gesagt hatte, dass er viel leiden und verworfen und get\u00f6tet und am dritten Tag auferstehen w\u00fcrde, und sie eingeladen hatte, ihm auf diesem Weg nachzufolgen. Durch den Anblick der Verkl\u00e4rung Jesu sollten die J\u00fcnger erkennen, dass am Ende des Weges wirklich Herrlichkeit kommt, und zwar \u00fcberw\u00e4ltigende Herrlichkeit. Im Hinblick auf diese Herrlichkeit sollten sie sich neu daf\u00fcr entscheiden, Jesus nachzufolgen und sich dabei nicht zu scheuen, ihr Kreuz zu tragen. Sie sollten Jesus mit Zuversicht bis zum Ende nachfolgen mit der Hoffnung auf die herrliche Auferstehung. Und schon w\u00e4hrend ihrer Nachfolge hier sollten sie die Herrlichkeit Jesu, seiner Person und seines Wesens, immer mehr erfahren und in ihrer Liebe zu ihm wachsen. Tats\u00e4chlich konnten Petrus, Jakobus und Johannes ihr ganzes Leben f\u00fcr Jesus einsetzen und es f\u00fcr ihn auch verlieren, weil sie die Hoffnung auf die Herrlichkeit in sich trugen. Dass Petrus sich selbst am Ende seines Lebens noch an das Ereignis der Verkl\u00e4rung Jesu erinnern konnte, erfahren wir in seinem 2. Brief, wo er schrieb: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Calibri,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201e<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Calibri,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>Denn wir sind nicht ausgekl\u00fcgelten Fabeln gefolgt, als wir euch kundgetan haben die Kraft und das Kommen unseres Herrn Jesus Christus; sondern wir haben seine Herrlichkeit selber gesehen.<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Calibri,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u00a0<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Calibri,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>Denn er empfing von Gott, dem Vater, Ehre und Preis durch eine Stimme, die zu ihm kam von der gro\u00dfen Herrlichkeit: Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe.<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Calibri,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u00a0<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Calibri,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>Und diese Stimme haben wir geh\u00f6rt vom Himmel kommen, als wir mit ihm waren auf dem heiligen Berge.<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Calibri,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u00a0<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Calibri,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>Umso fester haben wir das prophetische Wort, und ihr tut gut daran, dass ihr darauf achtet als auf ein Licht, das da scheint an einem dunklen Ort, bis der Tag anbreche und der Morgenstern aufgehe in euren Herzen\u201c <\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Calibri,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">(2. Petr 1,16-19). <\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Calibri,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Auch Apostel Paulus kannte die Herrlichkeit Jesu und wurde davon motiviert und geleitet. So konnte er unerm\u00fcdlich f\u00fcr Jesus und die Verbreitung seines Evangeliums leben und trotz aller R\u00fcckschl\u00e4ge und Probleme immer weitergehen, weil er ein Bild von der Herrlichkeit in sich trug und wusste, dass dieser Zeit Leiden nicht ins Gewicht fallen gegen\u00fcber der Herrlichkeit, die an uns offenbar werden sollen (R\u00f6m 8,18).<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Calibri,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Auch f\u00fcr uns ist es wichtig, dass wir ein Bild von Jesu Herrlichkeit in unserem Herzen haben. Wenn wir versuchen, uns selbst zu verleugnen und unser Kreuz auf uns zu nehmen und Jesus zu folgen, ohne die Herrlichkeit zu sehen, die Jesus hat und an der er uns teilhaben lassen will, werden wir fr\u00fcher oder sp\u00e4ter m\u00fcde und kraftlos. Wir k\u00f6nnen Jesus nur dann treu und bis zum Ende nachfolgen, wenn wir durch den Glauben die Herrlichkeit, die danach kommt, im Blick haben und sie im Glauben auch schon auf dem Weg ein St\u00fcckweit erleben. Lasst uns beten, dass Gott uns hilft, auf Jesus zu sehen, bis ein Bild von seiner Herrlichkeit in unseren Herzen entseht. Lasst uns unser Bibellesen und Gebet und t\u00e4gliches Leben so gestalten, dass wir auf ihn h\u00f6ren und dadurch sein herrliches Wesen und die Herrlichkeit, die auf uns wartet, immer klarer erkennen k\u00f6nnen! Er helfe uns, mit diesem Bild im Herzen ihn \u00fcber alles zu lieben und unser Kreuz t\u00e4glich treu zu tragen und ihm in allem nachzufolgen!<\/span><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download Dieser ist mein auserw\u00e4hlter Sohn \u201eUnd es geschah eine Stimme aus der Wolke, die sprach: Dieser ist mein auserw\u00e4hlter Sohn; den sollt ihr h\u00f6ren.\u201c (35) Unser heutiger Text berichtet von einem einmaligen und ganz herausragenden Ereignis in der Geschichte. 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