{"id":3450,"date":"2015-06-14T12:00:37","date_gmt":"2015-06-14T10:00:37","guid":{"rendered":"http:\/\/ubfheidelberg.org\/?p=3450"},"modified":"2022-11-18T12:22:11","modified_gmt":"2022-11-18T11:22:11","slug":"predigt-lukas-91-17","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-lukas-91-17\/","title":{"rendered":"Predigt: Lukas 9,1 &#8211; 17"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Lk-P09-0117.doc\"><strong>Download<\/strong><\/a><\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\">Die Ausbreitung des Reiches Gottes durch Jesus und die Apostel<\/h2>\n<h3 style=\"text-align: center;\">\u201eDa nahm er die f\u00fcnf Brote und zwei Fische und sah auf zum Himmel und dankte, brach sie und gab sie den J\u00fcngern, damit sie dem Volk austeilten.\u201c<\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\">(16)<\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Im Kap. 4 verk\u00fcndete Jesus das Gnadenjahr des Herrn. Durch vielseitige Werke und Wunder brachte Jesus das Reich Gottes mitten in diese Welt. Wie ging es weiter? Wie stellte Jesus (auch im Hinblick auf das baldige Kreuz) die Weichen, f\u00fcr die zuk\u00fcnftige Ausbreitung des Reiches Gottes?<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Die 3 Fragen des Textes werden sein: 1) Wie sollte sich Gottes Reich unmittelbar ausbreiten? 2) Bis wohin ging die Kunde des Reiches Gottes ? 3) Wie sollte sich Gottes Reich nachhaltig ausbreiten?<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>Erstens \u2013 Die Ausbreitung des Reiches Gottes durch die unmittelbare Aussendung der Apostel (1-6)<\/b><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Die ersten Worte der Verse 1 und 2 verk\u00fcnden einen historischen Augenblick im Leben der Apostel und gleichzeitig auch f\u00fcr das Werk\/Reich Gottes. Wir lesen \u00fcber Jesus: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eEr rief aber die Zw\u00f6lf zusammen\u2026und sandte sie aus\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> (1a.2a). Bereits im Kapitel 6 (unmittelbar vor der Predigt auf dem Felde) hatten wir folgendes \u00fcber Jesus gelesen: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201erief er seine J\u00fcnger und erw\u00e4hlte zw\u00f6lf von ihnen, die er auch Apostel nannte\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> (Lk 6,13). Jesus hatte nach einer Gebetsnacht unter der Vielzahl der J\u00fcnger, die sich zu ihm bekannten, zw\u00f6lf als Apostel erw\u00e4hlt. Wie wir vielleicht. wissen, leitet sich das Wort \u201eApostel\u201c vom griechischen \u201eapostolos\u201c ab, was \u201eGesandter\u201c bedeutet. Jesus berief sie als Apostel\/Gesandte und nannte sie auch so, obwohl sie noch nicht ausgesandt waren. Durch diese Bezeichnung zeigte Jesus ihnen klar, was ihre Berufung\/Mission sein w\u00fcrde. Sie sollten gehen und Jesu Botschafter in der gro\u00dfen, weiten Welt sein. Gottes Reich sollte sich durch sie ausbreiten. Der heutige Text verk\u00fcndet uns den ersten Schritt in diese Richtung. Wir lesen: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eund sandte sie aus\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> und im Urtext steht daf\u00fcr: \u201eapostello\u201c (Vgl. Stein, Luke, 1992, 266). D.h. durch die heutige Initiative Jesu wurden die Apostel ihrem Namen und Amt teilweise gerecht. (Teilweise deshalb, weil Jesus sie nicht f\u00fcr immer aussandte. Robert Stein bezeichnet diese tempor\u00e4re Aussendung als eine Ausbildung der Apostel (Vgl. Stein, Luke, 1992, 269)).<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Jesus sandte seine J\u00fcnger nicht auf gut Gl\u00fcck aus. Was gab er ihnen mit auf dem Weg und was gab er ihnen nicht mit? Verse 1 und 2 beschreiben: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eEr rief aber die Zw\u00f6lf zusammen und gab ihnen Gewalt und Macht \u00fcber alle b\u00f6sen Geister und dass sie Krankheiten heilen konnten und sandte sie aus, zu predigen das Reich Gottes und die Kranken zu heilen.\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> Jesus gab seinen J\u00fcngern Gewalt, d.h. Autorit\u00e4t aber auch die notwendige Macht, die er selbst vom Vater empfangen hatte: \u00fcber alle b\u00f6sen Geister, Krankheiten und zu predigen das Reich Gottes. Sie sollten also genau das ausf\u00fchren, was sie die ganze Zeit durch Jesus gesehen und erfahren hatten. Sie sollten sich an der aktiven Ausbreitung des Reiches Gottes beteiligen, mit der Vollmacht, die Jesus ihnen gab. Schlie\u00dflich w\u00fcrde ihr Herr nur noch eine kurze Zeit unter ihnen weilen und Gottes Reich sollte sich durch die Apostel weltweit ausbreiten.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Warum sind Gewalt und Macht notwendig? (Warum reicht der gute Wille nicht aus? Oder Luft und Liebe? Flower Power?) Der Teufel wird als der Herr dieser Welt bezeichnet. Er hat die Sch\u00f6pfung zu Fall gebracht, er verf\u00fchrte uns zur S\u00fcnde, mit ihren Folgen: Krankheit und Tod. Au\u00dferdem qu\u00e4len seine unreinen Geister die Menschen, ohne Hoffnung auf Befreiung von ihrer Besessenheit. Durch Jesus kam das Reich Gottes herab und wo immer Jesus auf Besessene traf (mit einem b\u00f6sen Geist oder 7 oder 6000) da mussten sie dem Reich Gottes weichen, denn Jesus hatte Gewalt und Macht und brachte das Reich Gottes mit Gewalt und Macht. Deshalb ist das Reich Gottes in der Lage, die finsteren M\u00e4chte dieser Welt zu bezwingen. (Wann immer Jesus mit Unreinheit und Krankheit in Ber\u00fchrung kam, wurde er weder infiziert noch unrein, sondern die anderen wurden gesund, denn das Reich Gottes hat Gewalt und Macht. Erst am Kreuz zahlte Jesus den vollen Preis unserer S\u00fcnde und Unreinheit, als makelloses Lamm, ohne eigenen Fehl und Schuld).<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Mit welchen Emotionen nahmen die Zw\u00f6lf, Jesu Aussendungsvorhaben vermutlich entgegen? Vermutlich \u00fcberwog die Vorfreude, gepaart mit gro\u00dfer Aufregung, denn sie w\u00fcrden Gewalt und Macht \u00fcber die Sch\u00f6pfung und \u00fcber die geistliche Welt erlangen! (Das muss ziemlich aufregend sein!) Sie w\u00fcrden die gleichen Wunder vollbringen wie Jesus! Sie w\u00fcrden auf gleiche Weise ein Segen sein f\u00fcr viele, auf \u00e4hnliche Weise Gottes Reich predigen und den Menschen in der Finsternis die frohe Botschaft des Evangeliums verk\u00fcnden. Ich stelle mir vor, wie jeder sogleich nach seiner Tasche griff, um zu packen und sich auf die anstehende Missionsreise vorzubereiten. Wie viel Brot soll ich mitnehmen, wie viel Geld ben\u00f6tige ich, wie viele Hemden soll ich einpacken etc. Doch Jesus griff ein uns sagte: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eIhr sollt nichts mit auf den Weg nehmen, weder Stab und Tasche noch Brot noch Geld; es soll auch einer nicht zwei Hemden haben. <\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>Und wenn ihr in ein Haus geht, dann bleibt dort, bis ihr weiterzieht.\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> (3.4) Bibelkommentare erw\u00e4hnen, dass es sich hier um eine spezifische Aussendung der Apostel handelte, die kein prinzipielles Missions-Modell f\u00fcr die Urchristen war. Apostel Paulus war es bspw. sehr wichtig, als selbstversorgender Apostel zu wirken, um niemandem zur Last zu fallen. Ein Faktor f\u00fcr die Aussendung im heutigen Text ist z.B. die damals \u00fcbliche Gastfreundschaft der Juden. Gott w\u00fcrde diese Gastfreundschaft gebrauchen, um die Apostel zu versorgen. (In der Phase der Kreuzigung und danach w\u00fcrde diese Gastfreundschaft gr\u00f6\u00dftenteils wegfallen.) Hier sollten sich die Apostel aber keine Sorgen um ihre Verpflegung machen.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Trotz des spezifischen Charakters dieser Aussendung k\u00f6nnen wir einige allgemeing\u00fcltige Prinzipien f\u00fcr das christliche (Missions-)Leben ableiten. Die Apostel sollten bspw. in den H\u00e4usern bleiben, in denen sie aufgenommen wurden, ohne sich bessere und bequemere H\u00e4user auszusuchen. Sie sollten keine Taschen, auch keine leeren Geldbeutel, bei sich haben, um auf Provision zu wirken \/ predigen, wie es Wanderphilosophen damals zu tun pflegten (Vgl. Wright, Luke for everyone, 2004, 107). Sie sollten sich ihrer Mission selbstlos hingeben und das Heil der Menschen vor Augen haben. Gott w\u00fcrde sich um sie k\u00fcmmern, sie zu Menschen f\u00fchren, die ihre H\u00e4usert\u00fcre und ihre Herzenst\u00fcre auftun w\u00fcrden, f\u00fcr Jesus und f\u00fcr das Evangelium. Die Apostel sollten sich vollst\u00e4ndig auf die F\u00fchrung Gottes verlassen. Und das setzt Glauben voraus. Sobald Menschen mit den Verhei\u00dfungen Gottes konfrontiert sind (ohne i.d.R. das Ergebnis dieser Verhei\u00dfungen gesehen zu haben), ist der Glaube gefragt. Und ihr Glaube hatte sich gelohnt. Vers 6 berichtet: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eUnd sie gingen hinaus und zogen von Dorf zu Dorf, predigten das Evangelium und machten gesund an allen Orten.\u201c <\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Sp\u00e4ter, im Vers 10 berichteten sie von den gro\u00dfen Dingen, die sie getan hatten und einige Kapitel sp\u00e4ter gaben sie auf die Frage Jesu: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eAls ich euch ausgesandt habe ohne Geldbeutel, ohne Tasche und ohne Schuhe, habt ihr da je Mangel gehabt?\u201c <\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">folgende Antwort: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eSie sprachen: Niemals.\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> (Lk 22,35)\u00a0Es ist erstaunlich, welchen Glauben die J\u00fcnger an dieser Stelle aufgebracht haben. Sie glaubten an Jesu Wort und gingen hinaus, um zu tun, was Jesus geboten hatte! So k\u00f6nnen wir zum einen Glauben an die Verhei\u00dfungen Gottes lernen, die wahr sind und sich bewahrheiten werden, auch wenn wir das Ergebnis nicht sehen. Der Glaube erm\u00f6glicht uns, Jesu Wort zu vertrauen, darauf zu bauen und Jesu Anweisungen umzusetzen. Zum anderen lernen wir, dem Werk Gottes selbstlos und mit Hingebe zu dienen, anstatt unsere eigene Ehre zu suchen.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Robert Stein wird nicht m\u00fcde, die enorme Bedeutung dieser Missionsreise zu betonen, im Hinblick auf die J\u00fcnger, auf der einen Seite aber auf der anderen Seite auch auf die Evangelien, in der Form, wie wir sie heute auffinden. Betrachten wir nochmals Vers 6: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eUnd sie gingen hinaus und zogen von Dorf zu Dorf, predigten das Evangelium und machten gesund an allen Orten.\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> Immer wieder und wieder zogen die Apostel (laut Mk 6,7 in Zweiergruppen) von Haus zu Haus und von Dorf zu Dorf. Und w\u00e4hrend sie das Evangelium vom Reich Gottes predigten und Menschen im Namen Jesu heilten und von Besessenheit befreiten, wurden sie immer wieder mit denselben Fragen konfrontiert. Wie ist so etwas m\u00f6glich, wer seid ihr\/wer hat euch bevollm\u00e4chtigt? Und immer wieder wiesen die Apostel auf Jesus hin, von dem sie Gewalt und Macht bekommen hatten. Und immer wieder bezeugten sie die gleichen Geschichten \u00fcber Jesus und erz\u00e4hlten von den vielen Zeichen und Wundern, die sie gesehen und erlebt hatten. Dadurch festigte sich der Glaube der Apostel. Das ist der positive Effekt f\u00fcr sie selbst. Und w\u00e4hrend sie immer wieder Zeugnis von Jesus gaben, lernten sie, die Berichte \u00fcber Jesus so zu Clustern, dass es f\u00fcr die Zuh\u00f6rer leicht verst\u00e4ndlich und annehmbar wurde. Diese m\u00fcndlichen Zeugnisse stellten schlie\u00dflich die Vorlage f\u00fcr die schriftlichen Evangelien dar, z.B. auch f\u00fcr das Evangelium nach Lukas, das uns bereits zu Beginn bezeugt hat: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eBericht zu geben von den Geschichten, die unter uns geschehen sind, wie uns das \u00fcberliefert haben, die es von Anfang an selbst gesehen haben und Diener des Worts gewesen sind.\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> (Lk 1,1.2) Das ist der andere Effekt dieser Missionsreise, der f\u00fcr uns Leser und H\u00f6rer des Evangeliums zugutekommt. (<\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Vgl. Stein, Luke, 1992, 266-269<\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">)<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Was bedeutet der erste Teil f\u00fcr uns noch? Die Apostel bekamen Gewalt und Macht von Jesus. Sie konnten sich nicht aussuchen, wor\u00fcber sie Gewalt und Macht bekamen und wor\u00fcber nicht. Diese Entscheidung traf Jesus f\u00fcr sie. Das, wozu Jesus sie bevollm\u00e4chtigte, sollten sie ohne zu verhandeln, f\u00fcr ihre Mission annehmen und einsetzen: Das Reich Gottes unter den Menschen auszubreiten. Auch wir k\u00f6nnen uns nicht aussuchen, welche Autorit\u00e4t wir von Jesus erhalten. Wunderheilen ist sicherlich aufregend oder Exorzismus. Einige Gl\u00e4ubige haben wom\u00f6glich diese Macht erhalten. Das Reich Gottes predigen geh\u00f6rt dazu. Das Gute ist, dass wir nichts aus eigener Kraft vollbringen m\u00fcssen. Wozu auch immer Jesus uns gebrauchen m\u00f6chte, dazu wird er uns bevollm\u00e4chtigen. M\u00f6ge er auch uns gebrauchen, auch uns Gewalt und Macht geben, um sein herrliches Reich aufzurichten.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>Zweitens \u2013 Die Kunde des Reich Gottes erreichte den f\u00fcrstlichen Hof (7-9)<\/b><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Wen erreichte die Kunde vom Reich Gottes? Ab Vers 7 lesen wir: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eEs kam aber vor Herodes, den Landesf\u00fcrsten, alles, was geschah; und er wurde unruhig, weil von einigen gesagt wurde: Johannes ist von den Toten auferstanden; von einigen aber: Elia ist erschienen; von andern aber: Einer von den alten Propheten ist auferstanden. Und Herodes sprach: Johannes, den habe ich enthauptet; wer ist aber dieser, \u00fcber den ich solches h\u00f6re? Und er begehrte ihn zu sehen.\u201c<\/b><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\">\u201e<span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>Alles was geschah\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> bezieht sich auf Christi Wirken aber mit Sicherheit auch auf das Wirken der Apostel, in der Zeit ihrer Aussendung. Das Reich Gottes wurde verk\u00fcndet und erreichte alle Gesellschaftsschichten, von ganz unten, bis hin zum Landesf\u00fcrsten. Interessanterweise taucht der Name Jesu in diesem Textabschnitt kein einziges Mal auf, doch er ist die Hauptperson, um die sich alles dreht. Jesus wurde unmittelbar mit den geistlichen Gr\u00f6\u00dfen in Verbindung gebracht, wie Johannes dem T\u00e4ufer, der von den Toten auferstanden sein sollte, mit dem gro\u00dfen Propheten Elia, der angeblich wieder in Erscheinung getreten war oder mit einem der alten Propheten, wie z.B. Mose. Doch knapp daneben ist auch vorbei. Jesus ist nicht nur einer der Gro\u00dfen. Er ist der Herr der Herren. Als Messias und Heiland h\u00e4tten sie ihn erkennen und annehmen sollen.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Herodes schrak zun\u00e4chst auf, weil er Johannes Namen h\u00f6rte, den er gek\u00f6pft hatte. (Sollte er wieder gekommen sein, um sich zu r\u00e4chen?) Aber schnell beruhigte er sich wieder, denn er hatte keinen Auferstehungsglauben. Und so blieb seine Frage unbeantwortet: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><i>\u201eWer ist aber dieser, \u00fcber den ich solches h\u00f6re? Und er begehrte ihn zu sehen.\u201c<\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> Nicht nur Herodes stellte diese Frage. Sp\u00e4ter w\u00fcrde sie auch vom Hohepriester gestellt werden und schlie\u00dflich vom r\u00f6mischen Statthalter. Wer ist Jesus? Wer ist dieser? Das ist und bleibt die entscheidende Frage unserer Spezies. Selig sind, die in ihm den Heiland finden und annehmen. Wehe denen, die sich zwar f\u00fcr ihn interessieren, wie Herodes aber nicht bereit sind ihre Herzen f\u00fcr das Reich Gottes zu \u00f6ffnen.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Wir k\u00f6nnen mitnehmen, dass das Reiches Gottes ihre Wirkung hat und ihren Weg zu den Menschen in der Gesellschaft findet. Menschen, die nichts anderes kennen, als diese verlorene Welt, kommen in Ber\u00fchrung mit dem Reich Gottes, selbst wenn wir im Kleinen anfangen, wie mit einem einzigen Gespr\u00e4chspartner. Die Entscheidung, f\u00fcr oder gegen Jesus, obliegt in der Verantwortung der Empf\u00e4nger des Evangeliums. Wir hoffen und beten, dass das Evangelium angenommen wird, damit viele gerettet werden und nicht verloren gehen.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>Drittens &#8211; Das Wunder der Speisung im Hinblick auf die nachhaltige Ausbreitung des Reiches Gottes durch die Apostel (10-17)<\/b><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Betrachten wir, was geschah, als die Apostel zur\u00fcckkehrten: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eUnd die Apostel kamen zur\u00fcck und erz\u00e4hlten Jesus, wie gro\u00dfe Dinge sie getan hatten. Und er nahm sie zu sich und er zog sich mit ihnen allein in die Stadt zur\u00fcck, die hei\u00dft Betsaida. Als die Menge das merkte, zog sie ihm nach. Und er lie\u00df sie zu sich und sprach zu ihnen vom Reich Gottes und machte gesund, die der Heilung bedurften.\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> (10.11) Nach ihrer aller ersten Missionsreise hatten die Apostel Jesus sicher vieles zu erz\u00e4hlen. Gro\u00dfe Dinge war durch die Gewalt und Macht, die ihnen Jesus gegeben hatte, geschehen. Nachdem sie Jesus in Empfang nahm, zog er sich mit ihnen nach Betsaida zur\u00fcck. Es hei\u00dft <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201emit ihnen allein\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> und ist bezeichnend f\u00fcr die abgeschiedene Gemeinschaft, die Jesus in Ruhe mit seinen J\u00fcngern verbringen wollte. Doch das Volk schlief nicht: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eAls die Menge das merkte, zog sie ihm nach.\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> Und Jesus nahm sie an. (Sp\u00e4ter w\u00fcrde Jesus lehren: \u201e<\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>wer da sucht, der findet; und<\/b><\/span><\/span> <span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>wer da anklopft, dem wird aufgetan.<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">\u201c (Lk 11,10)) Zur Zeit oder zur Unzeit nahm Jesus die Menge auf und widmete sich v\u00f6llig ihren Anliegen, denn er hatte ein Herz f\u00fcr sie. Darum lie\u00df er sie zu sich und <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201esprach zu ihnen vom Reich Gottes und machte gesund, die der Heilung bedurften.\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> Diese ganz besonderen Sessions mit Jesus und der Menge, in Kombination mit der Predigt des Reiches Gottes und Heilungen, m\u00fcssen den ganzen Tag in Anspruch genommen haben. So lesen wir: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eAber der Tag fing an, sich zu neigen.\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> Des einen Freud war wohl des andern Leid; jedenfalls war es sicher herausfordernd, unter den landes\u00fcblichen klimatischen Bedingungen den ganzen Tag im Freien auszuharren, um Jesu Wirksamkeit zu erleben. Aber den Menschen war es wert! Sie nahmen es im Kauf, um Jesus zu begegnen. Doch den J\u00fcngern reichte es. <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eDa traten die Zw\u00f6lf zu ihm und sprachen: Lass das Volk gehen, damit sie hingehen in die D\u00f6rfer und H\u00f6fe ringsum und Herberge und Essen finden; denn wir sind hier in der W\u00fcste.\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> Nun, wie deutet man so eine Aussage? (Es ist nicht ganz so einfach.) Auf der einen Seite dachten sie an die Belange des Volkes, die in der W\u00fcste Hunger oder Durst hatten und keine Herberge. Auf der anderen Seite w\u00e4ren sie sicher froh, ihre Ruhe zu haben und private Zeit mit Jesus. (Wir kommen darauf noch zu sprechen.) Jedenfalls war der Vorschlag der J\u00fcnger nicht unproblematisch, denn Jesus ging \u00fcberhaupt nicht darauf ein, lehnte sie ab und machte einen Gegenvorschlag:<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\">\u201e<span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>Er aber sprach zu ihnen: Gebt ihr ihnen zu essen.\u201c <\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Und dieses Wort muss eine aufwallende Welle der Emp\u00f6rung in den J\u00fcnger ausgel\u00f6st haben.<\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b> Sie sprachen: Wir haben nicht mehr als f\u00fcnf Brote und zwei Fische, es sei denn, dass wir hingehen sollen und f\u00fcr alle diese Leute Essen kaufen. Denn es waren etwa f\u00fcnftausend Mann.\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> Die J\u00fcnger waren absolut perplex. Absolut \u00fcberfordert! Aber Jesus lie\u00df sie in ihrer Hilflosigkeit nicht allein, sondern gab ihnen technische Unterst\u00fctzung: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eLasst sie sich setzen in Gruppen zu je f\u00fcnfzig.\u201c<\/b><\/span><\/span> <span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Und daraufhin geschah, was die Welt noch nicht gesehen hatte. Aus 5 Broten und 2 Fischen wurden 5.000 M\u00e4nner nicht nur gespeist (was schon ein Wunder ist), sondern auch satt (was ein noch ein viel gr\u00f6\u00dferes Wunder ist).<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Welche Bedeutung hatte Jesu Antwort und Appell an die Apostel: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eGebt ihr ihnen zu essen\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> (Au\u00dfer, dass sie es technisch ausf\u00fchren sollten, was sie im Anschluss auch getan haben)? Wenn wir dar\u00fcber nachdenken, finden wir viele Punkte, die erw\u00e4hnenswert sind. 1) Wir sehen Jesu Herz f\u00fcr die Hungrigen und Hilfsbed\u00fcrftigen 2) Wir sehen Jesu Herz f\u00fcr seine J\u00fcnger, denen er etwas Gro\u00dfartiges beibringen wollte: Seine unbegrenzte Macht und seine unbegrenzte Barmherzigkeit. Wir kennen auch die klassischen Lehren, die man aus diesem Text schlussfolgern kann: 3) Suche und finde deine 5 Brote und 2 Fische, d.h. die Mittel, die du hast, auch wenn sie verschwindend gering aussehen 4) Bringe deine 5 Brote und 2 Fische zu Jesus, also mit dem Glauben, dass er aus dem Geringen etwas Gro\u00dfes bewirken kann, anstatt kleinm\u00fctig aufzugeben 5) Habe ein Herz f\u00fcr die Belange anderer Menschen. K\u00fcmmere DU dich um sie, gibt DU ihnen etwas zu essen. Habe Hirtenherz. 6) Es ist zu wenig, die Bibelsch\u00fcler nach dem BS wegzuschicken. Sei nicht nur w\u00e4hrend des BS f\u00fcr die Bibelsch\u00fcler da, sondern auch dar\u00fcber hinaus und hilf ihnen bei ihren Alltagsproblemen.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Das sind klassische Anwendungen, die die durchaus legitim sind.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Ich habe mir Gedanken \u00fcber die (spannungsgeladene) Konversation zwischen den J\u00fcngern und Jesus gemacht: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><i>\u201eLass das Volk gehen, damit sie hingehen\u2026und Herberge und Essen finden\u2026\u201c<\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> und <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eGebt ihr ihnen zu essen.\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> Dabei ist mir folgendes Problem aufgefallen. Die Apostel wollten Menschen, denen sich Jesus voll und ganz hingab, von ihm fortschicken. Und das kann einfach nicht die Aufgabe eines Apostels (eines Christen) sein! Jeder Gl\u00e4ubige hat die priesterliche Verantwortung, zwischen Gott und den Menschen zu vermitteln und beide Parteien zusammenzubringen und nicht Menschen von Jesus zu trennen. Der Vorschlag der J\u00fcnger deckt ein Glaubensdebakel auf. So lange waren sie mit Jesus unterwegs und hatten sogar dasselbe Werk getan, wie ihr Herr, doch sie zogen eine Grenze, bis zu der sie an Jesu Wirksamkeit glaubten und ab wo die Menschen sich anderweitig Hilfe suchen sollten. Wenn es um Krankheiten, Besessenheit oder sonstige geistliche Probleme ging, war Jesus f\u00fcr die Menschen hilfreich, doch wenn es um Herberge, Nahrung und sonstige praktische Dinge des Alltages ging, konnte Jesus ihnen nicht helfen.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Aber Jesus sagte ganz klar: Stopp! Das Reich Gottes ist nicht nur bis zum Abendessen wirksam. Das Abendessen selbst soll eine gro\u00dfe Demonstration des Reiches Gottes werden und ihr werdet eine tragende Rolle dabei spielen.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Was k\u00f6nnen wir daraus lernen? Es w\u00e4re fatal, wenn Jesus in unserem Weltbild nur eine limitierte \/ eingeschr\u00e4nkte Rolle zugeteilt bek\u00e4me: Wenn Jesus z.B. nur da ist, wenn ich ges\u00fcndigt habe, damit ich ein Bu\u00dfgebet zu ihm spreche und gut ist. Mit der Speisung der 5.000 M\u00e4nner demonstriert Jesus geradezu, dass er nicht nur Ansprechpartner f\u00fcr Teilbereiche oder Teilprobleme unseres Lebens ist, sondern f\u00fcr unser ganzes Wesen und unser ganzes Leben. Mit der Speisung schreit Jesus quasi die Botschaft hinaus: Ich bin genug! Ich bin hinreichend! Durch mich allein! Und diesen Glauben sollten die J\u00fcnger aufbringen, dass die Welt Jesus ben\u00f6tigt und Jesus allein. <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eKommt her zu mir, alle die ihr m\u00fchselig und beladen seid\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> (Mt 11,28) spricht Jesus und meint uns in allen Verfassungen unseres Lebens. Sp\u00e4ter lehrte Jesus seinen J\u00fcngern das Beten \u201e<\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>Unser t\u00e4gliches Brot gib uns Tag f\u00fcr Tag<\/b><\/span><\/span> <span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>und vergib uns unsre S\u00fcnden\u201c.<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> (Lk 11,3.4a) Jesus k\u00fcmmert sich um unsere Seele und unseren Leib. Er ist da, f\u00fcr all unsere Probleme, in der Ehe, in der Familie, mit anderen Menschen, mit kritischen Situationen und wenn wir geistlich hoffnungslos sind. Jesus ist immer f\u00fcr uns da!<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Die Frage ist, wieso Jesus uns vollkommen helfen kann? Wir kommen zu einer weiteren Botschaft, welche durch die Speisung kommuniziert wird. Beide Kommentare, die ich als Vorbereitung gelesen habe (Robert Stein, Luke und N.T.Wright, Luke for everyone), weisen darauf hin, dass die Speisung der 5.000 (die wohl eine der bekanntesten Abendessen der Menschheitsgeschichte darstellt) auf ein anderes (wohl noch bekannteres) Abendessen (wenn nicht das bekannteste Abendessen \u00fcberhaupt) hinweist, n\u00e4mlich auf das Abendmahl. Betrachten wir Vers 16: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eDa nahm er die f\u00fcnf Brote und zwei Fische und sah auf zum Himmel und dankte, brach sie und gab sie den J\u00fcngern, damit sie dem Volk austeilten.\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> Es sind fast die gleichen Worte, die wir sp\u00e4ter \u00fcber Jesus lesen, kurz vor seiner Kreuzigung. So weist das Wunder der Speisung der 5.000 auf ein noch viel gr\u00f6\u00dferes Wunder Jesu hin (auf eine noch gr\u00f6\u00dfere Speisung, wenn man so will), die absolut notwendig war. Alle M\u00e4nner, die durch das gebrochene Brot Jesu satt und gl\u00fccklich geworden waren, w\u00fcrden erneut hungrig werden, immer und immer wieder, jeden Tag, ca. 3 Mal. Doch eines Tages w\u00fcrde Jesus ein Brot brechen, das ein f\u00fcr alle Mal satt machen w\u00fcrde. So folgt im Evangelium nach Johannes unmittelbar nach der Speisung der 5.000 die aufschlussreiche Botschaft Jesu: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201e<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern; und wer an mich glaubt, den wird nimmermehr d\u00fcrsten.\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> (Joh 6,35) Durch das Kreuz und die N\u00e4gel des Kreuzes wurde unser Brot des Lebens gebrochen, damit wir wahrhaftig satt und gl\u00fccklich werden. Und weil Jesus am Kreuz unser Heil vollbracht hat, erf\u00fcllt seine Hilfe vollst\u00e4ndig die notwendige und hinreichende Bedingung in unserem Leben. Und in beiden bekannten Abendessen (der Speisung und dem Abendmahl) wurde das gebrochene Brot durch die Hand der J\u00fcnger ausgeteilt. Die J\u00fcnger Jesu haben eine tragende Rolle im Evangeliumswerk Christi. Mit dieser Hoffnung, Gnade und Liebe im Herzen befahl Jesus: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eGebt ihr ihnen zu essen.\u201c<\/b><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">(Herr Jesus, nur Du schafft es, aus einem einfachen Abendessen ein himmlisches, messianisches Bankett zu machen. Danke f\u00fcr deine Liebe und Barmherzig zu verlorenen und armseligen Menschen, in denen Du das Reich Gottes aufrichten willst. Lass uns Anteil haben, an diesem herrlichen Werk. 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