{"id":3441,"date":"2015-05-31T23:55:55","date_gmt":"2015-05-31T21:55:55","guid":{"rendered":"http:\/\/ubfheidelberg.org\/?p=3441"},"modified":"2022-11-18T12:22:12","modified_gmt":"2022-11-18T11:22:12","slug":"predigt-lukas-822-39","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-lukas-822-39\/","title":{"rendered":"Predigt: Lukas 8,22 &#8211; 39"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Lk-P08-2239.doc\"><strong>Download<\/strong><\/a><\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\">Jesus heilt einen besessenen Gerasener<\/h2>\n<h3 style=\"text-align: center;\">\u201eUnd Jesus fragte ihn: Wie hei\u00dft du? Er antwortete: Legion. Denn es waren viele b\u00f6se Geister in ihn gefahren.\u201c<\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\">(30)<\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-size: medium;\">Wir beten in diesem Jahr f\u00fcr das Anliegen, die Herrlichkeit Gottes im Angesicht Jesu Christi tiefer zu erkennen und davon erleuchtet andere auf ihn hinzuweisen. Bisher haben wir im Lukasevangelium erfahren, wie Jesus viele Kranke geheilt, ihnen die S\u00fcnden vergeben und sie als seine J\u00fcnger berufen und gelehrt hat. Unser heutiger Text berichtet von zwei Ereignissen, in denen Jesus noch mehr von seiner Herrlichkeit offenbart hat \u2013 einmal inmitten eines heftigen Sturms, danach an einem Mann, der von tausenden von b\u00f6sen Geistern besessen war. Gott helfe uns, Jesus Offenbarung wahrzunehmen und mit dem entsprechenden Glauben darauf zu reagieren!<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>Teil 1: Die stillt einen starken Sturm (22-25)<\/b><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-size: medium;\">Wie begann dieses Ereignis? Der Vers 22 sagt: <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eUnd es begab sich an einem der Tage, dass er in ein Boot stieg mit seinen J\u00fcngern; und er sprach zu ihnen: Lasst uns \u00fcber den See fahren. Und sie stie\u00dfen vom Land ab.\u201c <\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\">Jesus stieg mit seinen J\u00fcngern am See Genezareth in ein Boot und forderte sie auf, auf die andere Seite zu fahren. Das macht ganz klar, dass die J\u00fcnger hier nicht eigenwillig handelten, sondern Jesus treu folgten. Der Vers 23a sagt: <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eUnd als sie fuhren, schlief er ein.\u201c<\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\"> Die Fahrt muss anfangs glatt verlaufen sein. Dass Boot glitt \u00fcber das Wasser und die J\u00fcnger genossen es, eine Zeitlang unter sich zu sein, ohne dass die Menge sie st\u00f6ren konnte. Dass Jesus einschlief, zeigt nicht nur, dass die Fahrt glatt verlief, sondern auch wie viel Jesus Gott und den Menschen gedient hat, sodass w\u00e4hrend dieser Art Pause einschlief. F\u00fcr die J\u00fcnger war es wie eine sch\u00f6ne Ausflugsfahrt. <\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-size: medium;\">Aber das blieb nicht lange so. Vers 23 sagt weiter: <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eUnd es kam ein Windwirbel \u00fcber den See und die Wellen \u00fcberfielen sie, und sie waren in gro\u00dfer Gefahr.\u201c<\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\"> Der See Genezareth ist von verschiedenen Bergen umgeben. Die Fallwinde, die von den T\u00e4lern aus auf ihn str\u00f6men, k\u00f6nnen recht schnelle Wetterumschw\u00fcnge mit Wirbelst\u00fcrmen verursachen. Das passierte auch w\u00e4hrend der Bootsfahrt der J\u00fcnger mit Jesus. Anfangs m\u00fcssen die J\u00fcnger, von denen mindestens vier Fischer waren, gedacht haben: \u201eDas kriegen wir schon hin.\u201c Sie wussten, was in solchen Situationen zu tun war, und setzten alle auf die dem Wind zugewandte Seite und verkleinerten das Segel, um ihr Boot auf Kurs zu halten. Aber der Sturm war st\u00e4rker als gedacht. Die Wellen wurden immer h\u00f6here und \u00fcberfielen sie, das hei\u00dft, sie schlugen bereits ins Boot. Mit jeder Welle wurden etliche zig oder hundert Liter Wasser ins Boot gesp\u00fclt. Die J\u00fcnger m\u00fcssen wie verr\u00fcckt versucht haben, das Wasser aus dem Boot zu sch\u00f6pfen; aber es half nichts. Markus schreibt in seinem Bericht, dass das Boot \u201eschon voll wurde\u201c (Mk 4,37). Sie waren in akuter Seenot. Es war nur noch eine Frage von wenigen Minuten, dass ihr Boot sinken w\u00fcrden \u2013 und dann h\u00e4tten sie kaum \u00dcberlebenschancen. Denn auf einem st\u00fcrmischen See mit so hohen Wellen kann man sich nicht lange \u00fcber Wasser halten, und in einem Sturm an Land zu schwimmen, ist illusorisch. Zusammenfassend schreibt Lukas: <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eSie waren in gro\u00dfer Gefahr.\u201c<\/b><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-size: medium;\">Was machten die J\u00fcnger dann? Als sie im Begriff waren, unterzugehen, dachten sie an Jesus, der die ganze Zeit mit ihnen im Boot war und immer noch schlief. Sie weckten ihn auf und sprachen: <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eMeister, Meister, wir kommen um!\u201c<\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\"> Es war gut, dass die J\u00fcnger sich wenigstens jetzt an Jesus wandten, aber was sie sagten, war kein Gebet des Glaubens. Sie schrien voller Angst: <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eWir kommen um!\u201c<\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\"> Sie waren nicht von Glauben, sondern von Angst erf\u00fcllt. Genau genommen baten sie Jesus gar nicht um Hilfe, sondern teilten ihm mit, dass sie nun sterben. <\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-size: medium;\">Wie reagierte Jesus? Lesen wir gemeinsam den Vers 24b: <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eDa stand er auf und bedrohte den Wind und die Wogen des Wassers, und sie legten sich und es entstand eine Stille.\u201c <\/b><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-size: medium;\">Jesus reagierte sofort und half. Er stand auf und bedrohte den tobenden Wind und die Wellen. Nach dem Bericht von Markus sprach Jesus zu dem Wind und dem Meer: <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eSchweig und verstumme!\u201c<\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\"> Was war die Folge? Es entstand eine Stille. Der st\u00fcrmische Wind, der ihnen eben noch um die Ohren gepfiffen hat, und das tosende Wasser wurden ganz still. Eigentlich kann niemand einen tosenden Sturm und die Wellen bedrohen und eine Stille bewirken. Au\u00dferdem kann kein Sturm schlagartig aufh\u00f6ren wegen den gro\u00dfen Luftmassen, die in Bewegung sind und noch nachstr\u00f6men. Und selbst wenn der Wind auf einen Schlag aufh\u00f6ren k\u00f6nnte, dauert es trotzdem mindestens 10 Minuten, bis die Wellen nachlassen und aufh\u00f6ren, zu rauschen, weil die Wassermassen dem Gesetz der Tr\u00e4gheit der Massen folgen m\u00fcssen. Aber als Jesus aufstand und den Wind und die Wogen des Wassers bedrohte, mussten sie ihm gehorchen und legten sich: es entstand eine Stille. Markus betont, dass es eine gro\u00dfe Stille war. Jesus ist der Herr \u00fcber die Natur und alle ihre Gesetze. Jesus ist der allm\u00e4chtige Gott, der an die Gesetze der Natur nicht gebunden ist, sondern volle Autorit\u00e4t \u00fcber sie hat. Es muss ein unvergessliches Erlebnis f\u00fcr die J\u00fcnger gewesen sein. <\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-size: medium;\">Was sagte Jesus zu ihnen, nachdem er den Sturm gestillt hatte? Er fragte sie: <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eWo ist euer Glaube?\u201c <\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\">Die J\u00fcnger, die bis eben um ihr Leben gek\u00e4mpft hatten, m\u00fcssen nach dem Sturm k\u00f6rperlich und psychisch am Ende gewesen sein. Aber Jesus, der sie gut verstand, ersparte ihnen trotzdem nicht diese Frage. Das zeigt, dass Jesus wirklich Glauben bei den J\u00fcngern sehen wollte. Aber nach diesem Wort hatten sie keinen Glauben. Sie hatten wohl alles verlassen und waren Jesus nachgefolgt. Wir k\u00f6nnen sagen, dass sie das aus Glauben getan hatten. Sie m\u00fcssen auch selbst gedacht haben, dass sie guten Glauben h\u00e4tten, da sie jeden Tag weiter Jesus nachfolgten. Aber Jesus war nicht zufrieden damit, dass sie im Sturm nicht auf ihn vertraut hatten, sondern blo\u00df mit eigener Kraft versucht hatten, das Problem zu l\u00f6sen, und als sie es nicht schafften, hilflos und verzweifelt wurden. <\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-size: medium;\">Wir k\u00f6nnten fragen: Wie h\u00e4tten sie denn diesen Glauben haben sollen? Sie hatten ja vorher noch nie erlebt, dass Jesus einen Sturm gestillt hat. Aber der Fakt, dass Jesus die J\u00fcnger fragte: \u201eWo ist euer Glaube?\u201c zeigt, dass er sich w\u00fcnschte, dass sie doch Glauben behabt h\u00e4tten, dass sie es also auch gekonnt h\u00e4tten. Sie hatten Jesus schon viel erfahren. Sie hatten seine Liebe zu ihnen pers\u00f6nlich erlebt. Sie wussten, dass Jesus viele Kranke geheilt und sogar einen Toten auferweckt hatte. Sie h\u00e4tten mit diesen Tatsachen ihre Herzen tief pr\u00e4gen und ein dementsprechendes Vertrauen auf Jesus haben sollen, das sie auch in Schwierigkeiten tr\u00e4gt. Aber diese Dinge waren wohl eher nur in ihrem Kopf geblieben. Als sie selbst in Not gerieten, hatten sie keinen Glauben. <\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-size: medium;\">Wie reagierten die J\u00fcnger? V. 25b sagt: <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eSie aber f\u00fcrchteten sich und verwunderten sich und sprachen zueinander: Wer ist dieser? Auch dem Wind und dem Wasser gebietet er und sie sind ihm gehorsam.\u201c <\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\">Die J\u00fcnger bekamen vor Jesus einen gottesf\u00fcrchtigen Respekt. Vorher war Jesus eher ihr wunderbarer Freund, der gro\u00dfe Dinge tun konnte, der ihnen sehr vertraut geworden war. Sie hatten nun erlebt, dass Jesus auch \u00fcber Naturgewalten herrscht. Sie stellten fest, dass sie Jesus noch gar nicht richtig erkannt hatten. In ihnen entstand neu die Frage: <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eWer ist dieser? Auch dem Wind und dem Wasser gebietet er, und sie sind ihm gehorsam.\u201c<\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\"> Wer ist dieser? Sie bekamen ein Problembewusstsein f\u00fcr ihre mangelnde Erkenntnis und dadurch einen Wunsch, in ihrem Glauben zu wachsen. <\/span><span style=\"font-size: medium;\">So wurde die Not f\u00fcr die J\u00fcnger eine Gelegenheit, ihre geistliche Lage zu erkennen und durch die Erfahrung der Hilfe Jesu auch Glauben zu lernen. <\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-size: medium;\">Was bedeutet das f\u00fcr uns? Zun\u00e4chst lehrt uns das Ereignis vom Sturm auf dem See, dass in unserem Leben nicht alles glatt geht wenn wir Jesus nachfolgen. <\/span><span style=\"font-size: medium;\">Wir geraten auch in St\u00fcrme, wenn wir Jesus nachfolgen. Niemand sollte denken, dass Jesus nachzufolgen eine Art Garantie w\u00e4re, dass wir keine echten St\u00fcrme bzw. schwierige und bedrohliche Situationen erleben w\u00fcrden, z.B. Misserfolge oder Scheitern im Studium oder am Arbeitsplatz, schwere Beziehungsprobleme mit anderen in der Familie oder Gemeinde, schwere oder sogar lebensbedrohliche Krankheit, der Tod von geliebten Menschen. Sie sind k\u00f6nnen wie St\u00fcrme sein, die \u00fcber unsere Kr\u00e4fte und F\u00e4higkeiten gehen, die wir nicht selbst l\u00f6sen k\u00f6nnen auch nicht mit der Hilfe unserer Freunde. Der Text lehrt uns aber auch, dass Jesus gr\u00f6\u00dfer ist als St\u00fcrme und jederzeit gerne bereit ist, uns zu helfen. Wir sollten nie im Sturm denken, dass Gott ihn zugelassen hat, weil er uns nicht liebt oder uns vergessen hat. Es ist oft nicht m\u00f6glich f\u00fcr uns zu erkennen, warum bestimmte N\u00f6te oder Probleme in unserem Leben zugelassen wurden. Aber wir sollen festhalten, dass kein Sturm dazu da ist, dass wir darin untergehen. Kein Sturm ist ein Ausdruck davon, dass Gott uns nicht mehr oder weniger lieben w\u00fcrde als andere. St\u00fcrme sind dazu da, dass wir unseren Glauben erkennen, dass wir Jesus unseren Glauben erweisen und seine m\u00e4chtige Hilfe erfahren. Jesus will, dass wir Glauben haben, der auch im Sturm h\u00e4lt. Wir sollen nicht nur Glauben eine gute Entscheidung getroffen haben und ihm nachfolgen, aber in St\u00fcrmen hilflos werden. Wir sollen in allen Lagen Glauben an Jesus haben, wirklich auf Jesus vertrauen, praktisch und konkret. Auch wenn unsere Lage lebensbedrohlich erscheint, w\u00fcnscht sich Jesus, dass wir Glauben an ihn haben. Glauben dr\u00fcckt sich dadurch aus, dass wir bereits dann beten, wenn ein Problem am Horizont auftaucht, und dass wir im Vertrauen auf Jesu, der uns liebt und gerne hilft, beten und handeln, statt nur mit eigener Kraft zu k\u00e4mpfen und schlie\u00dflich in Angst und Verzweiflung zu geraten, wenn wir erkennen m\u00fcssen, dass wir es nicht bew\u00e4ltigen k\u00f6nnen. Jesus fragte seine J\u00fcnger nach dem Sturm: \u201eWo ist euer Glaube?\u201c, weil er wollte, dass sie auch im Sturm fest auf ihn vertrauen. Jesus w\u00fcnscht sich von uns, dass wir in echten Notlagen, in Problemen, mit denen wir nicht fertig werden k\u00f6nnen, nicht an seiner Liebe zweifeln, uns nicht verstricken in der Frage: \u201eWarum hat Gott das zugelassen?\u201c, sondern gerade in der Not auf ihn, auf seine Liebe und Hilfe fest vertrauen! Dann werden St\u00fcrme und N\u00f6te in unserem Leben zu Gelegenheiten, in denen wir ihm unseren Glauben erweisen und seine wunderbare Hilfe erfahren sollen. <\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>Teil 2: Jesus heilt einen besessenen Mann (26-39)<\/b><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-size: medium;\">Was passierte, als Jesus mit den J\u00fcngern auf der anderen Seite des Sees ankam? Betrachten wir die Verse 26 und 27: <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eUnd sie fuhren weiter in die Gegend der Gerasener, die Galil\u00e4a gegen\u00fcberliegt. Und als er ans Land trat, begegnete ihm ein Mann aus der Stadt, der hatte b\u00f6se Geister; er trug seit langer Zeit keine Kleider mehr und blieb in keinem Hause, sondern in den Grabh\u00f6hlen.\u201c <\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\">Auf der Ostseite des Sees ist die Gegend der Gerasener, ein in der Zeit Jesu heidnisches Gebiet. Als Jesus dort am Ufer ankam, kam zu ihnen ein Mann, der seit langem keine Kleider mehr trug und in keinem Haus blieb, sondern in Grabh\u00f6hlen lebte. Bei Toten zu leben, ist eigentlich der widerlichste Ort zu leben. Das ganze Verhalten des Mannes war verwirrend. Markus berichtet, dass er laut schrie und sich mit Steinen schlug. Lukas sagt uns erkl\u00e4rend, dass der Mann b\u00f6se Geister hatte. Er war besessen von Satans Dienern, die in ihm regierten. Wie weit das ging, zeigt sein Verhalten gegen\u00fcber Jesus. <\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-size: medium;\">Betrachten wir Vers 28.<\/span><b> <\/b><span style=\"font-size: medium;\">Er schrie auf und fiel vor ihm nieder und rief laut: <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eWas willst du von mir, Jesus, du Sohn Gottes des Allerh\u00f6chsten? Ich bitte dich: Qu\u00e4le mich nicht!\u201c <\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\">Er hatte ein Wissen, dass Jesus der Sohn Gottes des Allerh\u00f6chsten war \u2013 und doch rebellierte er und qu\u00e4lte Menschen, die Jesus befreien wollte. Er hatte<\/span><b> <\/b><span style=\"font-size: medium;\">Wissen um die Macht und Autorit\u00e4t Jesu und verhielt sich doch ihm gegen\u00fcber rebellisch. Vers 29 erkl\u00e4rt: <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eDenn er hatte dem unreinen Geist geboten, aus dem Menschen auszufahren. Denn der hatte ihn lange Zeit geplagt; und er wurde mit Ketten und Fesseln gebunden und gefangen gehalten, doch er zerriss seine Fesseln und wurde von dem b\u00f6sen Geist in die W\u00fcste getrieben.\u201c <\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\">Niemand hatte dem Mann helfen k\u00f6nnen. Die Menschen hatten nur den hilflosen Versuch unternommen, den Mann zu fesseln, um andere und ihn selbst vor sich zu sch\u00fctzen. Aber es hatte nichts genutzt; denn er hatte mit \u00fcbermenschlichen Kr\u00e4ften die Fesseln zerrissen. Bei Besessenheit helfen weder Gespr\u00e4che noch Arbeitstherapien oder Medikamente, weil b\u00f6se Geister mit ihrer Macht einen Menschen beherrschen. Gegen sie sind wir Menschen hilflos. Aber Jesus hatte dem unreinen Geist geboten, aus dem Menschen auszufahren. Jesus erkannte also sofort was das Problem war, er stellte die richtige Diagnose und machte sofort die richtige Behandlung: Jesus befahl mit seiner Autorit\u00e4t den Geistern, aus dem Mann auszufahren. Und Jesu Befehl hat sofort gewirkt. Jesu Macht ist weit st\u00e4rker, viel gr\u00f6\u00dfer als die Macht von D\u00e4monen. Der D\u00e4mon in dem Mann wusste, dass Jesus \u00fcber sein Schicksal bestimmen w\u00fcrde, daher bat er Jesus quasi flehentlich, dass Jesus ihn nicht qu\u00e4len m\u00f6ge. <\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-size: medium;\">Was sagte Jesus weiter? Lesen wir gemeinsam Vers 30: <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eUnd Jesus fragte ihn: Wie hei\u00dft du? Er antwortete: Legion. Denn es waren viele b\u00f6se Geister in ihn gefahren.\u201c <\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\">Der besessene Mann hatte jahrelang abseits der Zivilisation in Grabh\u00f6hlen und in der W\u00fcste gelebt und sich mit Steinen geschlagen. Er muss schrecklich ausgesehen haben, sowohl sein von Wunden \u00fcbers\u00e4ter K\u00f6rper als auch sein unheimlicher Gesichtsausdruck. Kein Mensch wollte den Mann sprechen oder irgendwas mit ihm zu tun haben. Er sah schrecklich aus und war schrecklich! Deshalb wollte man ihn einfach wegsperren und sich vor ihm sch\u00fctzen. Aber Jesus interessierte sich f\u00fcr den Mann. Obwohl er so chaotisch war, wollte Jesus zu ihm vordringen und eine Beziehung zu ihm ankn\u00fcpfen. Daher fragte Jesus ihn liebevoll: <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eWie hei\u00dft du?\u201c <\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\">Aber der Mann antwortete: \u201eLegion\u201c. Er konnte nicht mehr f\u00fcr sich selbst sprechen, sondern auch sein Gehirn und sein Mund waren unter der Kontrolle der b\u00f6sen Geister. Eine Legino umfasste mehrere Tausend Soldaten. Der Verfasser kommentiert: <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eDenn es waren viele b\u00f6se Geister in ihn gefahren.\u201c <\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\">Durch die Frage Jesu wurde deutlich, wie es um den Mann stand. Jesus deckte so die Realit\u00e4t auf. <\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-size: medium;\">Worum baten die b\u00f6sen Geister Jesus? Vers 31 und 32 sagt:<\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b> \u201eUnd sie baten ihn, dass er ihnen nicht gebiete, in den Abgrund zu fahren. <\/b><\/span><sup><span style=\"font-size: medium;\"><b>32<\/b><\/span><\/sup><span style=\"font-size: medium;\"><b> Es war aber dort auf dem Berg eine gro\u00dfe Herde S\u00e4ue auf der Weide. Und sie baten ihn, dass er ihnen erlaube, in die S\u00e4ue zu fahren.\u201c <\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\">Die b\u00f6sen Geister wussten, dass sie keine Chance vor der Macht Jesu hatten. Sie fragten, ob sie in die Herde Schweine fahren durften, die dort in der N\u00e4he friedlich weidete. Vers 32b sagt: <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eUnd er erlaubte es ihnen.\u201c<\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\"> Jesus stimmte zu. Jesus war bereit, alles zu tun, um den besessenen Mann zu erretten. Nat\u00fcrlich hat Jesus es nicht n\u00f6tig gehabt, den b\u00f6sen Geistern entgegenzukommen. Vielmehr hat er dadurch, dass er es erlaubte, dass sie in die Schweine fahren, sein Wertsystem gezeigt und auch das b\u00f6se Wesen der Geister sichtbar gemacht. <\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-size: medium;\">Denn was passierte, als die Geister in die Schweine fuhren? Vers 33 sagt: <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eDa fuhren die b\u00f6sen Geister von dem Menschen aus und fuhren in die S\u00e4ue; und die Herde st\u00fcrmte den Abhang hinunter in den See und ersoff.\u201c <\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\">Die b\u00f6sen Geister fuhren in die Schweine und die Schweine st\u00fcrmten den Abhang hinab in den See und ersoffen. So etwas tun Tiere, die auf der Weide friedlich lagerten und fra\u00dfen, eigentlich nicht. Ihr Selbstmord zeigt das aber m\u00f6rderische Wesen der b\u00f6sen Geister. Er zeigt, wie sehr Jesus den Mann liebte und nicht z\u00f6gerte, auch eine Herde Schweine zu opfern f\u00fcr seine Rettung. Jesus war bereit, f\u00fcr ihn und f\u00fcr alle Menschen, die unter der Macht der S\u00fcnde leiden, sein eigenes Leben zu opfern und am Kreuz zu sterben, um uns zu erretten und neues Leben mit Gott zu erkaufen. Preist Jesus!<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-size: medium;\">Wie reagierten die Menschen, die das beobachteten? Betrachten wir die Vers 34-37: <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eAls aber die Hirten sahen, was da geschah, flohen sie und verk\u00fcndeten es in der Stadt und in den D\u00f6rfern. <\/b><\/span><sup><span style=\"font-size: medium;\"><b>35<\/b><\/span><\/sup><span style=\"font-size: medium;\"><b> Da gingen die Leute hinaus, um zu sehen, was geschehen war, und kamen zu Jesus und fanden den Menschen, von dem die b\u00f6sen Geister ausgefahren waren, sitzend zu den F\u00fc\u00dfen Jesu, bekleidet und vern\u00fcnftig, und sie erschraken. <\/b><\/span><sup><span style=\"font-size: medium;\"><b>36<\/b><\/span><\/sup><span style=\"font-size: medium;\"><b> Und die es gesehen hatten, verk\u00fcndeten ihnen, wie der Besessene gesund geworden war. <\/b><\/span><sup><span style=\"font-size: medium;\"><b>37<\/b><\/span><\/sup><span style=\"font-size: medium;\"><b> Und die ganze Menge aus dem umliegenden Land der Gerasener bat ihn, von ihnen fortzugehen; denn es hatte sie gro\u00dfe Furcht ergriffen. Und er stieg ins Boot und kehrte zur\u00fcck.\u201c <\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\">Die Menschen aus der Gegend freuten sich nicht \u00fcber die Heilung des besessenen Mannes, der f\u00fcr sie nichts wert war. Sie hatten vielmehr Angst, dass Jesus noch weitere Heilungen vollbringen k\u00f6nnte, die f\u00fcr sie mit materiellen Verlusten verbunden waren. Sie wollten mit ihm liebler nichts zu tun haben und schickten ihn weg. Jesus hat das respektiert und ist gegangen. Dass Jesus unseren Willen auch respektiert, wenn wir ihn ablehnen, ist ein unheimlicher Teil der geistlichen Realit\u00e4t. <\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-size: medium;\">Wie reagierte der geheilte Mann? Vers 38 sagt: <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eAber der Mann, von dem die b\u00f6sen Geister ausgefahren waren, bat ihn, dass er bei ihm bleiben d\u00fcrfe. Aber Jesus schickte ihn fort und sprach: <\/b><\/span><sup><span style=\"font-size: medium;\"><b>39<\/b><\/span><\/sup><span style=\"font-size: medium;\"><b> Geh wieder heim und sage, wie gro\u00dfe Dinge Gott an dir getan hat. Und er ging hin und verk\u00fcndigte \u00fcberall in der Stadt, wie gro\u00dfe Dinge Jesus an ihm getan hatte.\u201c D<\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\">er Mann zeigte Dankbarkeit und bat Jesus, dass er bei ihm bleiben d\u00fcrfe. Aber Jesus schickte ihn fort mit der Mission, in seiner Heimat zu sagen, wie gro\u00dfe Dinge Gott an ihm getan hat. Dadurch bekamen die Menschen, die Jesus weggeschickt haben, doch nochmal eine Chance, an Jesus zu glauben. Sein Zeugnis hatte gro\u00dfes Gewicht, weil sie ihn kannten und sehen konnten, wie er ver\u00e4ndert worden war durch die Macht Jesu. <\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-size: medium;\">Was bedeutet die Heilung des besessenen Geraseners f\u00fcr uns? Jesu Heilung zeigt seine Vollmacht in der geistlichen Welt, mit der er alle geistlichen Probleme l\u00f6sen kann. Der Mann lit in extremer Form unter der Macht des Teufels. Aber es bedurfte nur eines Befehls von Jesus, dass der Mann frei wurde .Wir erleben auch die Macht der S\u00fcnde und des B\u00f6sen in unserer Gesellschaft, in unseren Bibelsch\u00fclern und in uns selbst. Wir sollen aber nicht hilflos werden, sondern mit dem pers\u00f6nlichen, praktischen Glauben leben, dass Jesus die Macht hat, jeden von aller Macht des B\u00f6sen zu befreien. Wenn wir mit diesem Glauben leben und beten, werden wir viele Wunder erleben.<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-size: medium;\">Heute haben wir erfahren, dass Jesus der Herr \u00fcber die Natur ist und absolute Autorit\u00e4t \u00fcber sie hat. Jesus ist der Herr und hat Vollmacht \u00fcber die geistliche Welt. Inmitten dieser Ereignisse stellt Jesus den J\u00fcngern die Frage: <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eWo ist euer Glaube?\u201c<\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\"> Wir sollen an Jesus glauben, wie es seiner Offenbarung entspricht. Wir sollen pers\u00f6nlichen und praktischen Glauben an Jesus haben, der auch in der Not auf ihn vertrauen, und sollen in allen Situation mit seiner Gegenwart, Liebe und Macht rechnen. M\u00f6ge Gott uns dabei helfen. Lesen wir nochmals das Leitwort: <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eUnd Jesus fragte ihn: Wie hei\u00dft du? Er antwortete: Legion. Denn es waren viele b\u00f6se Geister in ihn gefahren.\u201c<\/b><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download Jesus heilt einen besessenen Gerasener \u201eUnd Jesus fragte ihn: Wie hei\u00dft du? Er antwortete: Legion. 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