{"id":3395,"date":"2014-12-21T23:08:12","date_gmt":"2014-12-21T22:08:12","guid":{"rendered":"http:\/\/ubfheidelberg.org\/?p=3395"},"modified":"2022-11-18T12:22:23","modified_gmt":"2022-11-18T11:22:23","slug":"predigt-lukas-21-20-weihnachtsgottesdienst","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-lukas-21-20-weihnachtsgottesdienst\/","title":{"rendered":"Predigt: Lukas 2,1 &#8211; 20 (Weihnachtsgottesdienst 2104)"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/Lk-P02-0120.doc\">Download<\/a><\/strong><\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\">Euch ist heute der Heiland geboren<\/h2>\n<h3 style=\"text-align: center;\">\u201eUnd der Engel sprach zu ihnen: Siehe, ich verk\u00fcndige euch gro\u00dfe Freude, die allem Volk widerfahren wird. Denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids\u201c<\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\">(2,11)<\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: medium;\">Heute betrachten wir die Geburt Jesu und die Worte des Engels, der in derselben Nacht die Bedeutung erkl\u00e4rt hat. Dabei nennt der Engel Gottes die Nachricht von Jesu Geburt eine gro\u00dfe Freude f\u00fcr alles Volk. Was ist f\u00fcr uns ein Grund zu wirklich gro\u00dfer Freude? Einige haben sich dieses Jahr gefreut, dass sie ihr Abitur geschafft haben, und haben ein paar Tage gefeiert. Aber ist das heute noch Grund zu gro\u00dfer Freude? Viele suchen Freude durch Erfolg im Studium oder Beruf, durch den Kauf eines neuen Smartphones oder Notebooks, durch Hobbys oder Erlebnisse auf Reisen. Aber solche Dinge k\u00f6nnen uns h\u00f6chstens f\u00fcr kurze Zeit Freude machen. Vier Familien unter uns haben dieses Jahr ein Kind bekommen, eine ihr erstes M\u00e4dchen, die anderen ihren dritten Jungen. Die Eltern freuen sich sicher bis heute dar\u00fcber, aber das ist keine Freude f\u00fcr alle Menschen. Doch welche Nachricht bedeutet wirklich gro\u00dfe Freude f\u00fcr alle Menschen? Lasst uns das heute heute neu erfahren!<\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: medium;\">Wie beginnt der Verfasser Lukas seinen Bericht von Jesus Geburt? Die Verse 1-3 lauten: <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eEs begab sich aber zu der Zeit, dass ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, dass alle Welt gesch\u00e4tzt w\u00fcrde. Und diese Sch\u00e4tzung war die allererste und geschah zur Zeit, da Quirinius Statthalter in Syrien war. Und jedermann ging, dass er sich sch\u00e4tzen lie\u00dfe, ein jeder in seine Stadt.\u201c<\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\"> Lukas beginnt mit dem historischen Hintergrund. Augustus, ein Neffe und Nachfolger von Julius C\u00e4sar, war der erste r\u00f6mische Kaiser, der von 30 v.-14 n.Chr. regierte. August herrschte \u00fcber die ganze damals zivilisierte Welt, was der Ausdruck \u201ealle Welt\u201c zum Ausdruck bringt. Er herrschte mit der ber\u00fchmt-ber\u00fcchtigten Pax Romana &#8211; unterdr\u00fcckte die L\u00e4nder im ganzen Mittelmeerraum mit milit\u00e4rischer Macht und hohen Steuerauflagen. Wer nicht gehorchte, bekam das zu sp\u00fcren. Er lie\u00df eine Sch\u00e4tzung vornehmen, eine Art Volksz\u00e4hlung, um das Steueraufkommen in seinem Reich zu ermitteln. Das Gebot des Kaiser musste in allen L\u00e4ndern seines Reichs befolgt werden. Der Hinweis in Vers 3, dass jedermann ging, dass er sich sch\u00e4tzen lie\u00dfe, betont die gro\u00dfe Macht des Kaisers auf dem Thron in Rom. <\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: medium;\">Es sah aus, als ob die Zeit des Augustus die passende Zeit w\u00e4re dass der Messias kommt. Es sah nicht so aus, als ob es die Zeit Gottes w\u00e4re, den Messias zu senden. Sein Volk war in sehr schlechtem Zustand! Geistlich und politisch und praktisch ging es ihnben nicht gut. Aber es war Gottes Zeit, in der er sein Volk besuchen wollte. Aber es war die Zeit, in der der Messias Jesus zu uns Menschen kommen sollte. <\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: medium;\">Betrachten wir die Verse 4 und 5: \u201e<\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>Da machte sich auf auch Josef aus Galil\u00e4a, aus der Stadt Nazareth, in das j\u00fcdische Land zur Stadt Davids, die da hei\u00dft Bethlehem, weil er aus dem Hause und Geschlechte Davids war, <\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>5 <\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>damit er sich sch\u00e4tzen lie\u00dfe mit Maria, seinem vertrauten Weibe; die war schwanger.\u201c<\/b><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: medium;\">Weil Josef als auch Maria beide aus dem Stamm Davids kamen mussten sie zur Steuersch\u00e4tzung beide nach Bethlehem, der Stadt Davids, reisen. Es war eine weite bescherliche Reise von \u00fcber 100 km. Aber weil das Gebot des Kaisers so streng war, mussten sie dorthin gehen, obwohl Maria hochschwanger war. Denn Gott hatte bestimmt, dass der Heiland aus Bethlehem im j\u00fcd. Land kommen sollte. Micha 5,1 sagt: <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>Und du, Bethlehem Efrata, die du klein bist unter den St\u00e4dten in Juda, aus dir soll mir der kommen, der in Israel Herr sei, dessen Ausgang von Anfang und von Ewigkeit her gewesen is<\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\">t.\u201c Eigentlich gab es keinen Grund, dass Josef und Maria nach Bethlehem ziehen w\u00fcrden. Aber Gott f\u00fcgte es so, dass der Kaiser August gerade in dieser Zeit die Volksz\u00e4hlung anordnete Auf diese Weise f\u00fcgte es Gott, dass sein Wille sich erf\u00fcllte, dass Jesus in Bethlehem geboren w\u00fcrde. Scheinbar regierte Augustus die damalige bekannte Welt \u2013 aber in Wirklichkeit regiert Gott \u00fcber alle Menschen und aller Herzen. Gott ist der souver\u00e4ne Herr \u00fcber die Geschichte! Er lenkt sie und f\u00fchrt sie zu seinem Ziel nach seinem souver\u00e4nen Willen!<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><span style=\"font-family: Calibri,serif;\">Betrachten wir Vers 6 und 7:<\/span><span style=\"font-family: Calibri,serif;\"><b> \u201e<\/b><\/span><span style=\"font-family: Calibri,serif;\"><b>Und als sie dort waren, kam die Zeit, dass sie geb\u00e4ren sollte.<\/b><\/span> <span style=\"font-family: Calibri,serif;\"><b>Und sie gebar ihren ersten Sohn und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe; denn sie hatten sonst keinen Raum in der Herberge.\u201c Hier berichtet Lukas schlicht von Jesu Geburt. Obwohl er Gottes Sohn und der Heiland der Welt war, musste er dort geboren werden, wo die Tiere lebten und fra\u00dfen und in eine Futterkrippe gelegt werden. Der Verfasser sagt schlicht, dass es <\/b><\/span><span style=\"font-family: Calibri,serif;\">es keinen anderen Raum in der Herberge gab. Von Anfang hat hatten die Menschen keinen Raum f\u00fcr ihn. Wie niedrig wurde, dass er ein Mensch wurde und sogar dort zur Welt kam und schlief, wo die Tiere lebten. Wie dem\u00fctig ist er, welches Wunder ist die Gnade. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><span style=\"font-family: Calibri,serif;\">Bis dahin geschah die Geburt Jesu ganz im Verborgenen. Niemand au\u00dfer Maria und Josef nahmen davon Notiz, Niemand hat sich daf\u00fcr interessiert. Aber Gott lie\u00df die Geburt und ihre Bedeutung noch in derselben Nacht verk\u00fcndigen. Die Verse 8 und 9 lauten: \u201e<\/span><span style=\"font-family: Calibri,serif;\"><b>Und es waren Hirten in derselben Gegend auf dem Felde bei den H\u00fcrden, die h\u00fcteten des Nachts ihre Herde. Und der Engel des Herrn trat zu ihnen, und die Klarheit des Herrn leuchtete um sie; und sie f\u00fcrchteten sich sehr.\u201c <\/b><\/span><span style=\"font-family: Calibri,serif;\">Der Engel des Herrn erschien in jener Nacht den Hirten auf dem Feld. Warum lie\u00df Gott gerade ihnen als Ersten die frohe Botschaft von der Geburt des Heilands sagen? Manche sagen, dass der Grund war, dass die Hirten eben die Einzigen waren, die in der Nacht noch wach waren. Das ist zwar plausibel, aber als Grund nicht ganz ausreichend; denn wenn Gott es anderen als Erstes h\u00e4tte sagen wollen, h\u00e4tte er sie wecken k\u00f6nnen. Wer waren denn damals Hirten? Hirten waren damals Menschen, die am Rand der Gesellschaft standen. Ihr Beruf galt zwar nicht als unrein; aber weil das Weideland in Israel sehr begrenzt war, mussten sie mit ihren Schafen von Ort zu Ort ziehen und hatten keinen festen Wohnsitz. Wenn dann in einem Dorf etwas gestohlen wurde, verd\u00e4chtigte man oft als Erstes die Fremden, die Hirten, die drau\u00dfen vor dem Dorf ihre Herde weideten. Nat\u00fcrlich war dieser Verdacht oft unberechtigt; aber wie wir wissen, reicht oft die permanente Verd\u00e4chtigung aus, um bestimmte Gruppen in der Gesellschaft zu stigmatisieren. Au\u00dferdem wussten die Hirten, dass einige unter ihnen sich tats\u00e4chlich schon etwas hatten zu Schulden kommen lassen. Vor allem wussten sie, dass sie ihr Leben nicht so f\u00fchrten, wie Gott es im Gesetz verlangt hatte. Ihr Job verlangte, dass sie sieben Tage die Woche Tag und Nacht arbeiteten; deshalb konnten sie den Sabbat nicht halten, wie es das Gesetz verlangte, und keinen Gottesdienst in einer Synagoge besuchen. Sie konnten auch nicht die t\u00e4glichen Gebetszeiten halten, wie es die frommen Leute im Land taten. Viele Hirten waren sich daher bewusst, dass ihr Leben vor Gott nicht so war, wie es sein sollte; sie konnten keine Zuversicht haben, dass sie vor Gott bestehen und von ihm angenommen w\u00fcrden. Aber obwohl sie wussten, dass Gott und seine Anerkennung viel wichtiger ist als alles andere, konnten sie ihren Job nicht \u00e4ndern; denn sie hatten nichts anderes gelernt und besa\u00dfen kein Land, auf dem sie h\u00e4tten Ackerbau betreiben k\u00f6nnen. Vor allem konnten sie sich selbst nicht \u00e4ndern, auch wenn sie ahnten oder wussten, dass sie nicht so waren, wie sie vor Gott sein sollten, und nicht so lebten, wie sie es nach seinem Gesetz tun sollten. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: medium;\">Solchen Menschen ist der Engel Gottes erschienen, ihnen sollte als erstes verk\u00fcndigt werden, was in dieser Nacht passiert war. (Das ist ein Hinweis, f\u00fcr was f\u00fcr Menschen der Heiland geboren wurde.) Der Engel erschien nicht Leuten, die sich etwa aufgrund ihrer Religiosit\u00e4t oder ihrer guten Werke einbildeten, dass sie vor Gott ganz in Ordnung w\u00e4ren. Diese Leute schliefen alle. Aber die Hirten waren in jener Nacht nicht nur wach, sondern auch f\u00fcr die Botschaft des Engels empf\u00e4nglich, weil sie wussten, dass ihr Leben vor Gott nicht in Ordnung ist. Diesen Hirten erschien der Engel Gottes. Als sie den Engel sahen und in der Finsternis sie pl\u00f6tzlich das himmlische Licht umleuchtete, f\u00fcrchteten sie sich sehr. Sie f\u00fcrchteten sich vor Gott, vor dem ihr Leben nicht in Ordnung war. Keines Menschen Leben ist vor Gott in Ordnung, aber die Hirten waren sich dessen bewusst. <\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: medium;\">Doch was sagte der Engel zu ihnen? Es hei\u00dft in Vers 10: <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eUnd der Engel sprach zu ihnen: F\u00fcrchtet euch nicht! Siehe, ich verk\u00fcndige euch gro\u00dfe Freude, die allem Volk widerfahren wird\u201c. <\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\">Die Hirten brauchten sich nicht zu f\u00fcrchten; denn der Engel war gekommen, um ihnen ihre Fehler und S\u00fcnden vorzuhalten, sondern ihnen gro\u00dfe Freude zu verk\u00fcndigen, die nicht nur ihnen, sondern allem Volk widerfahren w\u00fcrde. In den wichtigsten englischen \u00dcbersetzung hei\u00dft es hier \u201efor all the people\u201c bzw. \u201eto all people\u201c \u2013 f\u00fcr alle Menschen. Was konnte das f\u00fcr eine Nachricht sein, die f\u00fcr die Hirten und alle Menschen gro\u00dfe Freude bedeutet? Wenn der Kaiser Augustus oder der Statthalter Quirinius durch einen Nachfolger abgel\u00f6st w\u00fcrde, w\u00fcrde das ihr Leben kaum beeinflussen. Wenn sie k\u00fcnftig nur noch sechs Tage in der Woche oder nur noch tags\u00fcber arbeiten m\u00fcssten und nachts frei h\u00e4tten, w\u00e4re das zwar eine sp\u00fcrbare Erleichterung, aber auf Dauer kein Grund zu gro\u00dfer Freude in ihrem Leben.<\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: medium;\">Welche Nachricht verk\u00fcndigte der Engel Gottes, die f\u00fcr alle Menschen gro\u00dfe Freude bedeutet? Er sagt weiter: <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201e&#8230; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids.\u201c <\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\">Der Grund zu gro\u00dfer Freude f\u00fcr alle Menschen liegt in der Geburt des Kindes. Warum? Der Engel beschreibt das Kind mit drei Bezeichnungen, um den Hirten klar zu machen, wer er ist. Als erstes sagt er, dass er der <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>Heiland<\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\"> ist. Das Wort im Urtext f\u00fcr \u201eHeiland\u201c ist \u201esoter\u201c, was Retter bedeutet. Deshalb hei\u00dft es hier in einer anderen \u00dcbersetzung: \u201eDenn euch ist heute ein Retter geboren\u201c. Im Alten Testament hatte es \u00f6fter Retter bzw. Heilande gegeben, zum Beispiel werden die Richter so genannt, die Gott zur Rettung seines Volks berufen hat. Gott hat sich in der Bibel vor allem selbst als Heiland bezeichnet (z.B. Jes 43,3.11). Dass der Heiland, der jetzt geboren ist, nicht mit jenen Helden im Alten Testaments zu vergleichen ist, macht der Engel ganz klar, indem er danach sagt, dass er <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>Christus<\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\"> ist. Christus bedeutet, wie viele von uns wissen, der Gesalbte, auf Hebr\u00e4isch Messias. Dieser Titel muss den Hirten viel gesagt haben. Gesalbt wurden in Israel eigentlich Priester bei ihrer Einsetzung; sp\u00e4ter waren in Israel die K\u00f6nige die Gesalbten. Aber Gott k\u00fcndigte dem K\u00f6nig David einen Nachkommen an, dem er seinen Thron ewig best\u00e4tigen wollte. Gott verhie\u00df durch viele weitere Propheten wie Jesaja oder Daniel den Messias, der die Kranken heilen und die Gefangenen befreien und ein Reich aufrichten w\u00fcrde, in dem er mit Frieden und Gerechtigkeit herrschen und das ewig besteht w\u00fcrde. Dieser Messias, auf den die Juden seit Jahrhunderten gewartet hatten, war nun geboren. Schlie\u00dflich f\u00fcgt der Engel noch die Bezeichnung <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>der Herr<\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\"> an. Damit macht er vollends klar, wer der geborene Heiland ist. Denn das verwendete griechische Wort \u201eKyrios\u201c wurde nur f\u00fcr den Kaiser in Rom oder f\u00fcr Gott verwendet. Das Kind, das als unser Retter geboren war, ist Gott selbst. Schlie\u00dflich sagte der Engel den Hirten, dass der Christus in der Stadt Davids geboren war. Damit sagte er, dass die Geburt des Heilands im Einklang mit der Verhei\u00dfung Gottes im Buch Micha stand, die voraussagte, dass der verhei\u00dfene Messias aus Bethlehem kommen sollte. Das Kind Jesus, das geboren ist, ist der Heiland, Retter f\u00fcr alle Menschen, der von Gott verhei\u00dfene K\u00f6nig und Herr. <\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: medium;\">Das sagt klar, warum die Nachricht von seiner Geburt ein Grund zu gro\u00dfer Freude ist. Jesu Geburt bedeutet gro\u00dfe Freude f\u00fcr alle Menschen, weil nur er uns von unseren S\u00fcnden rettet. Wir m\u00f6gen verschiedene Probleme im Leben haben, die uns die Freude nehmen und das Gelingen unseres Lebens scheinbar verhindern. Aber unser eigentliches Problem besteht nicht an unserem Arbeitsplatz oder darin, dass wir bestimmte Dinge nicht besitzen, die andere haben, an unseren Eltern oder unseren Kindern oder darin, dass wir unseren Lebens\u00adpartner noch nicht gefunden haben. Unser eigentliches Problem ist unsere gest\u00f6rte Beziehung zu Gott und dass wir deswegen nicht so sind, wie wir sein sollten, und nicht so leben, wie wir leben sollten. Wenn wir andere etwa nicht genug lieben k\u00f6nnen, ungeduldig, undankbar, neidisch, stolz, leicht verletzt, \u00e4rgerlich oder st\u00e4ndig unzufrieden sind, ist das nicht blo\u00df die Folge unserer Lebensbedingungen, sondern vor allem ein Ausdruck unserer gest\u00f6rten Beziehung zu Gott, der uns geschaffen hat und uns liebt und uns alles geben will, was wir zu einem gelungenen Leben brauchen. Aber niemand kann von sich aus S\u00fcnde \u00fcberwinden und die Beziehung zu Gott von sich aus wiederherstellen. Es ist nicht eine Frage von guten Vors\u00e4tzen und Disziplin. S\u00fcnden wie die Liebe zu uns selbst oder Hochmut sind in uns tief verwurzelt, sodass wir uns nicht davon befreien k\u00f6nnen, egal, wie wir dagegen ank\u00e4mpfen. Selbst wenn wir ab heute heilig leben k\u00f6nnten, k\u00f6nnten wir damit niemals vor Gott unsere fr\u00fcher begangenen S\u00fcnden kompensieren. Die S\u00fcnde ist wie ein Schicksal, wie eine t\u00f6dliche Erbkrankheit, gegen die es weltweit keine wirksame Therapie gibt. Wir haben keine andere Wahl als mitanzusehen, wie sie in unserem Leben immer weiter voranschreitet und uns schlie\u00dflich den Tod und vor Gottes Gericht bringt. Das ist unser reales Problem. Aber h\u00f6ren wir nochmal auf die Botschaft des Engels: <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eSiehe, ich verk\u00fcndige euch gro\u00dfe Freude, die allem Volk widerfahren wird. Denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids.\u201c <\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\">Uns ist der Heiland geboren, Jesus, der wahre Priester-K\u00f6nig, der Christus, der uns v\u00f6llig mit Gott vers\u00f6hnt und in sein gutes ewiges Reich f\u00fchrt. Seine Geburt bedeutet f\u00fcr uns gro\u00dfe Freude, weil er uns von unserer S\u00fcnde rettet und uns ein neues Leben in der Beziehung zu Gott erm\u00f6glicht. Er kam zu uns als ein Mensch, um uns Gottes Liebe und den Weg in sein Reich zu lehren und vorzuleben. Um uns zu retten, hat er schlie\u00dflich unsere S\u00fcnde auf sich genommen und hat die Strafe daf\u00fcr am Kreuz bezahlt, damit wir Vergebung und Frieden mit Gott haben k\u00f6nnen. Danken wir Gott f\u00fcr Jesus, der als unser Heiland, Christus und Herr gekommen ist, um uns zu retten und in sein herrliches Reich zu f\u00fchren!<\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: medium;\">Welches Erkennungszeichen gab der Engel den Hirten? Er sagt ihnen weiter: <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eUnd das habt zum Zeichen: Ihr werdete finden das Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen.\u201c<\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\"> Der Engel gab ihnen ein dreifaches Zeichen. Zum einen w\u00fcrde der Heiland der Welt und wahre K\u00f6nig nicht ein starker Mann auf einem Thron sein, sondern ein Kind. Zum zweiten w\u00fcrde das Kind in Windeln gewickelt sein. Dass Jesusu in Windeln gewickelt war, war damals nicht un\u00fcblich und zeigt, dass er kein Wunderkind war, das sich von Anfang an selbst bewegen und ern\u00e4hren konnte, sondern ein hilfloses Baby wie andere auch. Zum dritten w\u00fcrden sie das Kind in einer Krippe liegen sehen. Das war auch damals h\u00f6chst ungew\u00f6hnlich. Selbst die \u00e4rmsten Familien legten ihr neu geborenes Kind in ein Art Bett oder ein Lager von Decken. Aber der Heiland der Welt musste in einer Futterkrippe liegen. Welche Demut, welche Sanftmut und Erniedrigung strahlen diese Zeichen aus! <\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: medium;\">Was geschah dann? Die Verse 13 und 14 lauten: <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eUnd alsbald war da bei dem Engel die Menge der himmlischen Heerscharen, die lobten Gott und sprachen: Ehre sei Gott in der H\u00f6he und Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens.\u201c<\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\"> Als der Engel seine Rede beendet hatte, war neben ihm pl\u00f6tzlich eine Menge von Engel, die Gott lobten. Ihr himmlischer Lobgesang muss \u00fcberw\u00e4ltigend gewesen sein und hat verschiedene Musiker zur Vertonung animiert (\u201eGloria\u201c). Ihr Lobgesang zeigt uns, welche Bedeutung die Geburt in dieser Nacht f\u00fcr Gott und f\u00fcr die Menschen hat. Jesu Geburt bringt Gott Ehre in der H\u00f6he; weil Gott damit den entscheidenden Schritt tut, um nun seinen unfassbaren Plan zu erf\u00fcllen, durch den Heiland uns S\u00fcnder zu erretten und dabei gleichzeitig seine Gerechtigkeit zu bewahren. Niemand k\u00f6nnte sich so einen Plan \u00fcberhaupt ausdenken, der auf diese Weise seine Gesch\u00f6pfe rettet, die st\u00e4ndig gegen ihn aufbegehrt haben, und dabei den n\u00f6tigen Preis selbst bezahlt. Aber Gott fasste diesen Entschluss und k\u00fcndigte ihn durch die Propheten immer wieder an. Jesu Geburt ehrt Gott, weil er mit diesem Werk seine allergr\u00f6\u00dften Verhei\u00dfungen erf\u00fcllt. Andererseits bedeutet Jesu Geburt f\u00fcr uns Menschen auf der Erde Frieden, wobei mit \u201eFrieden\u201c alle Segnungen zusammengefasst sind, die wir in Jesus Christus bekommen. Jesus schenkt jedem, der ihn annimmt, v\u00f6llige Vers\u00f6hnung und Frieden mit Gott, der hier und in Ewigkeit bleibt, dadurch auch Frieden mit sich selbst und die Kraft, mit anderen Frieden zu halten. Dieser Segen und diese Freude steht jedem offen, der Jesus als seinen Heiland und Christus akzeptiert. Jesus hat sich so niedrig gemacht, dass niemand gehindert wird, sondern jeder zu ihm kommen und ihn annehmen kann. Ob Weihnachten eine gro\u00dfe Freude f\u00fcr dich wird oder blo\u00df ein Tag mit Traditionen und Geschenken, h\u00e4ngt ganz davon ab, ob du Jesus als deinen Heiland anerkennst. Diejenigen, die ihn annehmen, sind die Menschen seines Wohlgefallens. <\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: medium;\">Wie reagierten die Hirten, als die Engel wieder gen Himmel fuhren? Sie sagten zueinander: <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eLasst uns nun gehen nach Bethlehem und die Geschichte sehen, die da geschehen ist, die uns der Herr kundgetan hat\u201c<\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\"> (15). Die Hirten blieben nicht indifferent und passiv. Sie reagierten auf die Botschaft des Engels mit der Entscheidung, selbst zu diesem besonderen Kind zu gehen. Was erlebten sie, als sie den Engel beim Wort nahmen und sich zu Jesus aufmachten? Vers 16 sagt: <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eUnd sie kamen eilend und fanden beide, Maria und Josef, dazu das Kind der Krippe liegen.\u201c<\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\"> In diesem Vers ist das Wort \u201efanden\u201c wichtig. Als sie den neugeborenen Heiland suchten, fanden sie ihn. Sie fanden auch Maria und Josef und fanden die Zeichen des Engels erf\u00fcllt, denn das Baby Jesus lag tats\u00e4chlich in einer Krippe. Welche Zuversicht und Freude m\u00fcssen sie bekommen haben, als sie den Heiland sahen, der in einer Krippe lag! Die Verse 17 und 18 berichten: <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eAls sie es aber gesehen hatten, breiteten sie das Wort aus, das zu ihnen von diesem Kinde gesagt war. Und alle, vor die es kam, wunderten sich \u00fcber das, was ihnen die Hirten gesagt hatten.\u201c<\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\"> Sie m\u00fcssen so froh gewesen sein, dass sie das Erlebte nicht f\u00fcr sich behalten konnten. Sie verbreiteten die Botschaft des Engels von dem neu geborenen Kind, das der Heiland, Christus und Herr ist, und von ihrer ersten Begegnung mit ihm. Dadurch wurden die Hirten, ausgerechnet die Hirten die ersten Boten des Evangeliums im Neuen Testament. Ihre Botschaft von der Geburt des Heilands machte viele Menschen auf Jesus aufmerksam. Auch von Maria hei\u00dft es, dass sie alle diese Worte behielt und in ihrem Herzen bewegte. <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eUnd die Hirten selbst kehrten wieder um, priesen und lobten Gott f\u00fcr alles, was sie geh\u00f6rt und gesehen hatten, wie denn zu ihnen gesagt war<\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\">\u201c (20). Die Hirten waren so froh, priesen und lobten Gott f\u00fcr alles, was sie \u00fcber den Heiland geh\u00f6rt und dann selbst gesehen hatten. Sie waren die ersten, die an Weihnachten gro\u00dfe Freude hatten, weil sie begriffen, dass Gott ihnen den Retter und Christus gesandt hat, der sie mit Gott vers\u00f6hnen und ihnen f\u00fcr immer Frieden geben w\u00fcrde. Danken wir Gott f\u00fcr seine Liebe zu uns Menschen! Danken wir Jesus, der als ein Kind zu uns kam, um unser Heiland und K\u00f6nig zu sein und uns aus unseren S\u00fcnden zu retten und uns in sein herrliches ewiges Reich zu f\u00fchren! Frohe Weihnachten!<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download Euch ist heute der Heiland geboren \u201eUnd der Engel sprach zu ihnen: Siehe, ich verk\u00fcndige euch gro\u00dfe Freude, die allem Volk widerfahren wird. Denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids\u201c (2,11) Heute betrachten wir die Geburt Jesu und die Worte des Engels, der in derselben [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":14,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[13,4],"tags":[],"class_list":["post-3395","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-lukas","category-predigt"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3395","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/14"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3395"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3395\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3399,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3395\/revisions\/3399"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3395"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3395"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3395"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}