{"id":3359,"date":"2015-03-22T11:00:18","date_gmt":"2015-03-22T10:00:18","guid":{"rendered":"http:\/\/ubfheidelberg.org\/?p=3359"},"modified":"2025-12-21T09:54:09","modified_gmt":"2025-12-21T08:54:09","slug":"predigt-lukus-639-49","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-lukus-639-49\/","title":{"rendered":"Predigt: Lukas 6,39 \u2013 49"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/Lk-P06-3949.doc\"><strong>Download<\/strong><\/a><\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\">Jesu Predigt auf dem Felde (II)<\/h2>\n<h3 style=\"text-align: center;\">\u201eWer zu mir kommt und h\u00f6rt meine Rede und tut sie \u2013 ich will euch zeigen, wem er gleicht. Er gleicht einem Menschen, der ein Haus baute und grub tief und legte den Grund auf Fels. Als aber eine Wasserflut kam, da riss der Strom an dem Haus und konnte es nicht bewegen; denn es war gut gebaut.\u201c<\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\">(47.48)<\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Der heutige Textabschnitt behandelt den zweiten Teil der Predigt Jesu auf dem Felde. Der erste Teil beinhaltete die Seligpreisungen (die zeigen, dass ein J\u00fcnger Jesu dem Reich Gottes zugeh\u00f6rig ist) und die Weherufe, sowie die Feindesliebe und die N\u00e4chstenliebe. Und dieser erste Teil der Predigt Jesu stellt uns als Christen und J\u00fcnger Jesu vor einer gewaltigen Herausforderung (Wir sollen das Reich Gottes sehen und wir sollen nach dem Reich Gottes leben. Oder habt ihr schon alle eure Feinde geliebt und alle N\u00e4chsten?) Im zweiten Teil seiner Predigt kn\u00fcpft Jesus anhand von vier Gleichnissen an diese Thematik an, um uns zu helfen, seine Predigt \/ das Evangelium nicht nur zu h\u00f6ren, sondern in unser Leben zu implementieren. Wir erfahren heute also, wie wir uns die angemessene und w\u00fcrdige Lebensweise des Reiches Gottes aneignen k\u00f6nnen (was ich als unheimlich relevant und wertvoll erachte).<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Wir wollen auf die 4 Gleichnisse Jesu eingehen und sie im Anschluss in Zusammenhang bringen.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Gleichnis 1 \u2013 Der blinde Blindenf\u00fchrer (39.40). Vers 39: <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eEr sagte ihnen aber auch ein Gleichnis: Kann auch ein Blinder einem Blinden den Weg weisen? Werden sie nicht alle beide in die Grube fallen?\u201c<\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\"> Jesu Gleichnisse sind wie verbale Karikaturen. Sie wirken komisch, insbesondere die ersten beiden Gleichnisse, verdeutlichen zugleich den Ernst der Lage (vgl. N.T.Wright, Luke for everyone, 76). Im ersten Gleichnis geht es um Blinde. Ein blinder Mensch hat heutzutage diverse M\u00f6glichkeiten, sich in der Stadt zu orientieren, weil wir eine gute Infrastruktur haben. Wir haben gut ausgebaute Gehwege und Stra\u00dfen, an Ampeln sind akustische Laute angebracht. So k\u00f6nnen sich Blinde in unserer Umgebung mit einem Blindenstock einigerma\u00dfen gut orientieren. Im antiken Pal\u00e4stina waren Blinde ganz anderen Umst\u00e4nden ausgesetzt. Gefahren wie Gruben lauerten an jeder Ecke. Ein Blinder war auf einen Blindenf\u00fchrer angewiesen. Was aber, wenn jemand zum Blinden kommt und sagt: Ich weise dir den Weg. Lege deine Hand auf meine Schulter und folge mir\u2026obwohl er selbst blind ist? Der Blinde kann es nicht verifizieren, folgt seinem blinden Blindenf\u00fchrer und beide fallen in die Grube.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Welche Bedeutung hat dieses Gleichnis f\u00fcr die J\u00fcnger? 1) Folgt niemandem, der geistlich blind ist, z.B. den Pharis\u00e4ern! Ihr fallt sonst alle in die Grube! Gerade die religi\u00f6se Elite des Landes war geistlich gesehen stockblind aber eifrige Blindenf\u00fchrer. Sie waren blind f\u00fcr Jesus, das Licht der Welt! Sie waren auch blind f\u00fcr ihrer eigene S\u00fcnde und Verkehrtheit des Herzens. Unter ihrer Leitung fielen Menschen massenweise in die Grube. Niemand sollte ihnen folgen. 2) Die J\u00fcnger sollten Jesus nachfolgen. Jesus ist das Licht der Welt (vgl. Joh 8,12). Er ist der einzige, der von Anfang an geistlich sehend ist und nicht blind. Er ist derjenige, der uns den Weg weist, ohne dass wir in die Grube fallen. Unter seiner Leitung kommen wir sicher ans Ziel. Nicht ohne Grund wird er im Lukas<\/span><span style=\"font-size: medium;\">evangelium<\/span><span style=\"font-size: medium;\"> mehrfach als \u201eHeiland\u201c bezeichnet. Nur Jesus sollte man folgen. 3) Jesu J\u00fcnger sollten sich davor h\u00fcten, blinde Blindenf\u00fchrer zu sein. Ein J\u00fcnger Jesu sollte niemals im eigenen Auftrag handeln. Er sollte niemals aufgrund seines eigenen Ermessens agieren, niemals etwas lehren oder verk\u00fcndigen, was nicht im Einklang mit dem Evangelium Jesu Christi steht. Betrachten wir in diesem Zusammenhang den Vers 40: <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eDer J\u00fcnger steht nicht \u00fcber dem Meister; wenn er vollkommen ist, so ist er wie sein Meister.\u201c<\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\"> Ein J\u00fcnger Jesu darf sich unter keinen Umst\u00e4nden \u00fcber seinen Meister stellen\/erheben. Er soll sein Leben lang von ihm lernen und zu ihm hinwachsen. Im allerbesten Fall, wenn er vollkommen ist, dann ist er wie sein Meister aber kein bisschen mehr (aber da muss man erstmal hin).<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Was bedeutet das erste Gleichnis f\u00fcr uns? Als J\u00fcnger Jesu haben wir die nat\u00fcrliche Pflicht, Jesus, unserem Herrn zu folgen und ihm immer \u00e4hnlicher zu werden und zu ihm hinzuwachsen (vgl. Eph 4,15). Das ist die gro\u00dfe Herausforderung aber auch M\u00f6glichkeit unserer J\u00fcngerschaft. Jesus ist unser Herr, er geht voran, er leitet, er bestimmt, er regiert. Wir folgen ihm im Vertrauen, wir glauben ihm. Sein Evangelium soll in uns Platz finden und aufgehen, damit wir ihm immer \u00e4hnlicher werden. Auf diese Weise k\u00f6nnen wir ein immer gr\u00f6\u00dferer Segen f\u00fcr unsere Mitmenschen sein und sie zu Jesus f\u00fchren, der geistlich Blinde sehend macht.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Gleichnis 2 \u2013 Der Splitter und der Balken (41.42). Lesen wir die Verse 41 und 42: <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eWas siehst du aber den Splitter in deines Bruders Auge und den Balken in deinem Auge nimmst du nicht wahr? Wie kannst du sagen zu deinem Bruder: Halt still, Bruder, ich will den Splitter aus deinem Auge ziehen, und du siehst selbst nicht den Balken in deinem Auge? Du Heuchler, zieh zuerst den Balken aus deinem Auge und sieh dann zu, dass du den Splitter aus deines Bruders Auge ziehst!\u201c<\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\"> Auch dieses Gleichnis liest sich wie eine Karikatur, mit einer ernsten Botschaft. Jesus spricht ein typisch menschliches Verhaltensmuster an: Gro\u00dfz\u00fcgig mit den eigenen S\u00fcnden und Fehlern umzugehen aber die Fehler und S\u00fcnden der anderen durch eine gro\u00dfe Lupe zu betrachten. Ein Splitter ist nur ein Bruchteil eines Balkens. Aus einem Balken k\u00f6nnen tausende Splitter erzeugt werden. Dennoch fallen auch uns Christen die Schw\u00e4chen unserer Schwestern und Br\u00fcder sofort \u201eins Auge\u201c und wir k\u00f6nnen einfach nicht still halten, denn in uns steigt ein quasi heroisches Pflichtbewusstsein, rettend zur Tat zu streiten und das Problem l\u00f6sen. Dann wird der Bruder oder die Schwester unter Umst\u00e4nden blo\u00dfgestellt und mit den besten Ratschl\u00e4gen der Welt beschossen: \u201eDu muss dies und jenes lassen\u2026 ist doch ganz einfach\u2026schau mich an\u201c und im allerbesten Fall sind die Worte zu h\u00f6ren: \u201eDu musst wirklich Bu\u00dfe tun\u201c. Doch was wir nicht sehen ist der gewaltige Balken im eigenen Auge und dieser wiegt tausendfach schwerer, als der Splitter im Auge des anderen. <\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Wir sehen die Verwandtschaft zwischen den Gleichnissen 1 und 2. Der Blindenf\u00fchrer war wirklich blind f\u00fcr sein eigenes Problem, so ist es auch mit dem \u201eBalkentr\u00e4ger\u201c im zweiten Gleichnis. Die J\u00fcnger Jesu sollten auf keinen Fall wie die Pharis\u00e4er und Schriftgelehrten werden, die andere kritisierten, selbst Jesus und seine J\u00fcnger, aber ihren eigenen Balken nicht wahrnahmen! Das ist wirklich heuchlerisch.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Was bedeutet dieses Gleichnis f\u00fcr uns? Interessanterweise sagte Jesus nicht, dass die jeweiligen Splitter im Auge des Bruders erhalten bleiben sollen. Ein Splitter im Auge beschreibt einen wirklich schmerzhaften Zustand! Hilfe ist notwendig! Und offenbar haben andere ein besseres Problembewusstsein, andere sehen dein Problem deutlicher, als du selbst. Kurzum Jesus sagt: <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201esieh dann zu, dass du den Splitter aus deines Bruders Auge ziehst!\u201c<\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\"> Christen sollen sich gegenseitig die Splitter aus dem Auge ziehen. ABER, Jesus sagt auch: <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eDu Heuchler, zieh zuerst den Balken aus deinem Auge\u201c<\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\">. F\u00fcr dich und mich hei\u00dft es, zuerst unser \u201eBalkenproblem\u201c zu l\u00f6sen, bevor wir uns an die Splitter der anderen ranmachen. Zuerst m\u00fcssen wir Bu\u00dfe tun. Zuerst m\u00fcssen wir zu Jesus kommen. Im Bewusstsein, dass wir selbst nicht vollkommen sind und \u00e4hnliche Schw\u00e4chen haben, wie unsere Geschwister, k\u00f6nnen wir einander in Demut und Barmherzigkeit helfen, und uns gegenseitig von unseren Splittern befreien! M\u00f6ge Jesu Wort uns helfen, uns von unseren Balken zu befreien und eine richtende Atmosph\u00e4re vorzubeugen und stattdessen eine liebevolle und barmherzige Gemeinschaft zu etablieren. M\u00f6ge Jesus eine Umgebung schaffen, in der unsere Augen genesen k\u00f6nnen.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Gleichnis 3 \u2013 Der Baum und die Fr\u00fcchte. Lesen wir die Verse 43-45: <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eDenn es gibt keinen guten Baum, der faule Frucht tr\u00e4gt und keinen faulen Baum, der gute Frucht tr\u00e4gt. Denn jeder Baum wird an seiner eigenen Frucht erkannt. Man pfl\u00fcckt ja nicht Feigen von den Dornen, auch liest man nicht Trauben von den Hecken. Ein guter Mensch bringt Gutes hervor aus dem guten Schatz seines Herzens; und ein b\u00f6ser bringt B\u00f6ses hervor aus dem b\u00f6sen. Denn wes das Herz voll ist, des geht der Mund \u00fcber.\u201c<\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\"> Jesu drittes Gleichnis besteht aus einem sch\u00f6nen und nat\u00fcrlichen Beispiel aus der Pflanzenwelt. Unge\u00fcbte Augen k\u00f6nnen gesunde B\u00e4ume von kranken nicht sofort unterscheiden. Oftmals erkennen nur Experten mit Fachkenntnis anhand der Rinde, den Bl\u00e4ttern etc. den Unterschied zwischen einem gesunden und einem ungesunden Baum. Allerdings kann jeder Laie anhand guter oder fauler Fr\u00fcchte auf den Zustand des Baumes R\u00fcckschl\u00fcsse ziehen. Z.B. muss der Feigenbaum im Zentrumsgarten ein guter Feigenbaum sein, weil er gute Feigen hervorbringt. W\u00fcrde er stets faule Feigen hervorbringen, h\u00e4tte Markus l\u00e4ngt etwas mit ihm angestellt. Weil wir aber seine guten Fr\u00fcchte kennen, k\u00f6nnen wir schlussfolgern, dass seine Wurzeln mit gen\u00fcgend Wasser und N\u00e4hrstoffe und seine Bl\u00e4tter mit gen\u00fcgend Sonnenlicht versorgt werden.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Wie deutet Jesus sein Gleichnis? Der Baum steht f\u00fcr unser Herz und die Frucht f\u00fcr die Worte und Taten, die aus dem Herzen heraus geschehen. B\u00f6se Menschen haben ein b\u00f6ses Herz und reden b\u00f6se Worte und tun b\u00f6se Dinge. Ein guter Mensch hat einen guten Schatz des Herzens und bringt Gutes hervor und redet gute Dinge. Soweit so klar und nachvollziehbar. Nur, wer ist gut und wer ist b\u00f6se? Bez\u00fcglich dieser Thematik sagte Jesus einmal: <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eNiemand ist gut als Gott allein.\u201c<\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\"> (Lk 18,19) Und \u00fcber das menschliche Herz sagte Jesus: <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eWas aber aus dem Mund herauskommt, das kommt aus dem Herzen, und das macht den Menschen unrein.&nbsp;Denn aus dem Herzen kommen b\u00f6se Gedanken, Mord, Ehebruch, Unzucht, Diebstahl, falsches Zeugnis, L\u00e4sterung.\u201c<\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\"> (Mt 15,18.19) Die Bibel lehrt klar und eindeutig, dass kein Mensch von sich aus gut ist. Kein menschliches Herz ist von sich aus gut. So halten auch die besten menschlichen Errungenschaften und die sch\u00f6nsten menschlichen Worte, so gut sie auch gemeint sind, Gottes Qualit\u00e4tspr\u00fcfung nicht stand, denn <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eNiemand ist gut als Gott allein.\u201c<\/b><\/span> <\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Was bedeutet dieses Gleichnis f\u00fcr uns? Wie k\u00f6nnen wir das Gleichnis auf uns anwenden? Es gibt 2 Ansatzm\u00f6glichkeiten, eine gute und eine weniger gute. Die weniger gute: Wir versuchen zwanghaft die faule Frucht zu behandeln. Bsp. ich treffe mich heute mit anderen. Ich wei\u00df, es gef\u00e4llt Jesus, wenn ich ein Segen f\u00fcr andere bin. Aber ich wei\u00df auch, dass sich mein Herz in keinem guten Zustand befindet und ich kann antizipieren, dass keine guten Worte und keine guten Taten aus mir herauskommen werden und dass ich alles andere als ein Segen f\u00fcr die Gemeinschaft sein werde. Jetzt kann ich w\u00e4hrend der Gemeinschaft nat\u00fcrlich zwanghaft versuchen, meine schlechten Worte durch gute zu ersetzten. (Angenommen ich bin furchtbar ver\u00e4rgert und will mich beschweren und beklagen, sagte aber im letzten Moment: Halleluja) Wem ist damit geholfen? Meine zwanghaft guten Worte sind so authentisch wie Feigen auf Dornen und Trauben auf Hecken. Es ist also nicht zielf\u00fchrend, gute Frucht an einen faulen Baum anzubringen. (Die gute Frucht wird ohnehin nicht lange gut bleiben, sondern faulen!)<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Wie sieht die Alternative aus? Stattdessen muss der Baum behandelt werden! Sobald ich merke, dass mein Herz und das was aus dem Herzen kommt nicht gut sind, d.h. nicht dem Evangelium Christi entsprechen, muss ich zu Jesus kommen und mein krankes, verkr\u00fcppeltes Herz mit seiner Gemeinschaft heilen lassen. Die Gemeinschaft mit unserem Herrn ist, als wenn ein krankhafter Baum mit frischer Erde, frisches Wasser, frischem D\u00fcnger und viel Sonnenlicht versorgt wird. Dadurch erholt sich der Baum und f\u00e4ngt an auf nat\u00fcrliche Weise gute Frucht zu bringen. Ein Leben mit Jesus bringt auf nat\u00fcrliche Weise gute Frucht in uns hervor. M\u00f6ge die Gemeinschaft Jesu unsere Herzen ver\u00e4ndern, damit wir viele Lebensfr\u00fcchte hervorbringen.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Gleichnis 4 \u2013 Vom Hausbau. Welches Problem geht dem vierten Gleichnis voran? Vers 46: <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eWas nennt ihr mich aber Herr, Herr und tut nicht, was ich euch sage?\u201c<\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\"> Unter den vielen J\u00fcngern und Zuh\u00f6rern Jesu gab es offenbar viele Mitl\u00e4ufer, die sich nur mit ihren Lippen zu Jesus bekannten, die seine Rede zwar h\u00f6rten, jedoch ohne die geh\u00f6rte Botschaft des Evangeliums auf ihr Leben anzuwenden und danach zu leben. Sie taten einfach nicht, was Jesus ihnen sagte. Und das ist ein Widerspruch. Man ist kein J\u00fcnger Jesu, wenn man nicht tut, was Jesus sagt. Als Jesus zu Levi sagte: <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eFolge mir nach\u201c<\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\">, dann wurde Levi gerade dadurch ein J\u00fcnger, weil er tat, was Jesus sagte.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Welches Gleichnis gab Jesus denen, die ihn nur Herr nannten, aber nicht taten, was er ihn sagte? Lesen wir Verse 47-49: <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eWer zu mir kommt und h\u00f6rt meine Rede und tut sie \u2013 ich will euch zeigen, wem er gleicht. Er gleicht einem Menschen, der ein Haus baute und grub tief und legte den Grund auf Fels. Als aber eine Wasserflut kam, da riss der Strom an dem Haus und konnte es nicht bewegen; denn es war gut gebaut. Wer aber h\u00f6rt und nicht tut, der gleicht einem Menschen, der ein Haus baute auf die Erde, ohne Grund zu legen; und der Strom riss an ihm und es fiel gleich zusammen und sein Einsturz war gro\u00df.\u201c<\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\"> Im vierten Gleichnis Jesu bauen sowohl die H\u00f6rer als auch die T\u00e4ter des Wortes Jesu ein Haus. Das Haus mag sogar ein identisches Design haben, d.h. sie sind von au\u00dfen kaum zu unterscheiden. Der entscheidende Unterschied liegt im Fundament. W\u00e4hrend das eine Haus auf einem festen, felsigen Grund gebaut wird, steht das andere auf der Erde, ohne vorher den Grund gelegt zu haben. Die unterschiedliche Bauweise wird erst dann f\u00fcr alle sichtbar, wenn es zur Flut kommt. Das eine Haus \u00fcbersteht den Strom, w\u00e4hrend das andere davongerissen wird.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Welche Wasserfluten erwarten uns im Laufe unseres Lebens? Die Antwort ist: Sehr viele! Unser Leben in dieser Welt ist sehr st\u00fcrmisch, unser Wesen zerbrechlich. In der Schule, im Studium, im Beruf, im privaten und gesundheitlich sind wir Fluten ausgesetzt. Herbe Niederschl\u00e4ge in diesen Bereichen k\u00f6nnen unser Haus zum Einsturz bringen, wenn wir kein solides Fundament haben. Das ist noch nicht alles. Schlie\u00dflich kommen Tod und Gericht auf uns Menschen zu. Die Frage ist: Wird unser Haus von diesen Fluten niedergerissen und davongesp\u00fclt? Oder wird es allem standhalten? Und wovon h\u00e4ngt es ab? <\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">H\u00e4ngt es von unserem Gehorsam ab? Damit es keine Missverst\u00e4ndnisse gibt. Wir sollen Jesu Rede tun! Wenn wir sie nicht tun, sind wir keine J\u00fcnger! Jesu Rede soll nicht spurlos an uns vorbei gehen. Jesu Evangelium soll unsere Herzen bewegen und das Tun seiner Rede bewirken. Die Frage jedoch ist, ob unser Gehorsam das Fundament unserer J\u00fcngerschaft und das Fundament unserer Errettung ist. (Kurze Erinnerung: Wir legen den Grund, auf dem Fels aber wir legen nicht den Fels!) <\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Wenn alles von unserem Gehorsam abh\u00e4ngt, dann w\u00e4re ein (milit\u00e4rischer) Gehorsam die L\u00f6sung f\u00fcr alle meine Probleme als J\u00fcnger Jesu. Wenn aber mein Gehorsam das Fundament meiner Errettung ist, dann spielt die Ver\u00e4nderung meines Herzens eine nachranginge Rolle (Hauptsache in gehorche, unabh\u00e4ngig davon was sich in meinem Herzen abspielt) \u2013 und widerspricht dem Gleichnis mit dem Baum und den Fr\u00fcchten. Wenn sich alles um den extrinsischen Gehorsam und Tun der Gebote Jesu dreht, dann gleicht der ideale J\u00fcnger Jesu einem dieser heuchlerischen Pharis\u00e4er, die sich sogar an die Buchstaben des Gesetzes hielten &#8211; ein solcher Lebenswandel widerspricht den ersten beiden Gleichnissen Jesu (Blinder Blindenf\u00fchrer und Balken und Splitter, 39-42).<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Fundament unseres Glaubens, unserer J\u00fcngerschaft und unserer Errettung ist nicht unser Gehorsam, sondern Christi Gehorsam. (Unser Gehorsam ist die Folge unserer Beziehung zu Jesus. Der Gehorsam Christi ist die Grundlage dessen.) Der Gehorsam Christi trifft unsere Herzen, versetzt sie in Bewegung und bewirkt in uns den Wunsch, ihm zu folgen, ihm zu danken und sein Wort zu tun und es gerne zu tun. Christi Gehorsam ist die frohe Botschaft f\u00fcr uns, der wir in einer Zusammenfassung unsere Aufmerksamkeit widmen wollen.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Zusammenfassung \u2013 die frohe Botschaft des Evangeliums. Wisst ihr, als Blinde h\u00e4tten wir uns selbst \u00fcberlassen werden k\u00f6nnen. Wir h\u00e4tten genauso gut mit unserem Balken im Auge allein gelassen werden k\u00f6nnen. Als faule B\u00e4ume h\u00e4tten wir verfaulen oder abgehauen werden und als Menschen, ohne Fundament, den Fluten \u00fcberlassen werden k\u00f6nnen. Aber Jesus lie\u00df das nicht zu. Er k\u00fcmmert sich um uns, um den Hilfsbed\u00fcrftigen. Wie macht er das? Er tat es, indem er seine Sicherheiten aufgab, um uns Sicherheit zu geben. Er tat es also durch einen Tausch und dieser Tausch ist die frohe Botschaft \/ das Evangelium f\u00fcr uns. Obwohl wir in unserer Blindheit in die Grube h\u00e4tten fallen sollen, kam er und lie\u00df sich selbst in die Grube des Todes fallen, damit wir verschont bleiben. Um uns von den schmerzhaften Balken in unseren Augen zu befreien, kam er und litt an einem ganz anderen Balken, den er bis nach Golgatha trug, der nicht nur seinen Augen Schmerzen bereitete, sondern seinen gesamten Leib zerschmetterte. Obwohl wir als faule B\u00e4ume h\u00e4tten abgehauen und mit Feuer verbrannt werden sollen, lie\u00df er sich an unserer Stelle von Gott verdammen und verfluchen. Obwohl wir in den Wasserfluten des Todes h\u00e4tten dahingerissen werden sollen, bekam er die volle Wucht des Sturmes ab und ging unter Wasser, so dass wir den Fluten standhalten k\u00f6nnen.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Bevor wir so werden k\u00f6nnen wie Jesus, wurde er wie wir. Wir k\u00f6nnen so werden wie er, weil er so wurde wie wir. M\u00f6ge Christi Evangelium immer Grundlage und festes Fundament unseres Glaubens, unserer J\u00fcngerschaft und unserer Errettung sein. M\u00f6ge sein Reich zunehmend in unseren Herzen aufgehen und gute Frucht in uns bewirken und uns nicht nur zu H\u00f6rern, sondern auch zu T\u00e4tern seines Wortes machen.<\/span><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download Jesu Predigt auf dem Felde (II) \u201eWer zu mir kommt und h\u00f6rt meine Rede und tut sie \u2013 ich will euch zeigen, wem er gleicht. Er gleicht einem Menschen, der ein Haus baute und grub tief und legte den Grund auf Fels. Als aber eine Wasserflut kam, da riss der Strom an dem Haus [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":14,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[13,4],"tags":[],"class_list":["post-3359","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-lukas","category-predigt"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3359","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/14"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3359"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3359\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":13622,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3359\/revisions\/13622"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3359"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3359"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3359"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}