{"id":3352,"date":"2015-03-08T11:00:22","date_gmt":"2015-03-08T10:00:22","guid":{"rendered":"http:\/\/ubfheidelberg.org\/?p=3352"},"modified":"2022-11-18T12:22:15","modified_gmt":"2022-11-18T11:22:15","slug":"predigt-lukas-61-19","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-lukas-61-19\/","title":{"rendered":"Predigt: Lukas 6,1 \u2013 19"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/Lk-P06-0119.doc\"><strong>Download<\/strong><\/a><\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\">Jesus erw\u00e4hlt die Zw\u00f6lf<\/h2>\n<h3 style=\"text-align: center;\">\u201eUnd als es Tag wurde, rief er seine J\u00fcnger und erw\u00e4hlte zw\u00f6lf von ihnen, die er auch Apostel nannte.\u201c<\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\">(13)<\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Courier New,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Letzte Woche haben wir geh\u00f6rt, dass Jesus gekommen ist, um S\u00fcnder zur Bu\u00dfe zu rufen und nicht die Gerechten. Das ist eine gute Nachricht f\u00fcr alle, die sich als S\u00fcnder erkennen, und eine Einladung an alle anderen, sich als S\u00fcnder zu erkennen und seine Einladung zur Umkehr zu h\u00f6ren. Danach machte Jesus deutlich, dass das alte starre gesetzliche Denken der Pharis\u00e4er mit dem neuen dynamischen Evangelium nicht zusammenpasst und dass sie ein geeignetes Gef\u00e4\u00df f\u00fcr den neuen Wein werden sollen. In unserem heutigen Text geht es um zwei weitere Auseinandersetzungen Jesu mit Pharis\u00e4ern, und zwar \u00fcber den Sabbat, der damals eine zentrale Rolle im religi\u00f6sen Leben spielte. Dabei lehrte Jesus nicht nur eine richtige Einstellung gegen\u00fcber dem Sabbat, sondern offenbarte sich selbst als ein Herr \u00fcber den Sabbat. Als sie seine Offenbarung entschieden ablehnten, erw\u00e4hlte Jesus zw\u00f6lf seiner J\u00fcnger und setzte sie als Apostel ein. Lasst uns dieses Ereignisse n\u00e4her betrachten und begreifen, was sie f\u00fcr uns bedeuten!<\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Courier New,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>I. Jesus ist ein Herr \u00fcber den Sabbat (1-12)<\/b><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><a name=\"_GoBack\"><\/a> <span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: medium;\"><span style=\"font-family: Arial,serif;\">Betrachten wir den Text. Vers 1 sagt: <\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><b>\u201eUnd es begab sich an einem Sabbat, dass er durch ein Kornfeld ging; und seine J\u00fcnger rauften \u00c4hren aus und zerrieben sie mit den H\u00e4nden und a\u00dfen.\u201c <\/b><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\">Jesus und seine J\u00fcnger gingen an einem Sabbat durch ein Kornfeld. Das zeigt, dass Jesus am Sabbat nicht einfach nur ausruhte, sondern auch an andere Orte ging, um auch den Menschen dort das Evangelium zu bringen. Die J\u00fcnger folgten Jesus vertrauensvoll nach. Offenbar erlaubte ihnen die Nachfolge Jesu aber manchmal keine geregelten Mahlzeiten. Als sie durch ein Kornfeld gingen, rauften sie daher einige \u00c4hren aus und zerrieben sie mit den H\u00e4nden, um mit den K\u00f6rnern ein wenig ihren Hunger zu stillen. Bis dahin sieht die Szene friedlich, ja fast idyllisch aus. Aber &#8230; <\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><b>\u201eEinige der Pharis\u00e4er aber sprachen: Warum tut ihr, was am Sabbat nicht erlaubt ist?\u201c <\/b><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\">(2)<\/span><b> <\/b><span style=\"font-family: Arial,serif;\">Sie wurden von einigen Pharis\u00e4ern stark kritisiert. Man kann sich fragen, wieso einige Pharis\u00e4er es bemerkten, dass Jesu J\u00fcnger im Kornfeld nebenbei einige \u00c4hren abrupften und K\u00f6rner a\u00dfen. Sie m\u00fcssen am Sabbat sehr flei\u00dfig sich daf\u00fcr engagiert haben, \u00fcber die Einhaltung der Sabbatsatzungen zu wachen. Der Vorwurf war nicht, dass die J\u00fcnger K\u00f6rner von einem fremden Acker a\u00dfen \u2013Mundraub war nach dem Gesetz des Mose ausdr\u00fccklich erlaubt. Die Pharis\u00e4er m\u00fcssen das Abrupfen der \u00c4hren als Ernten und das Auspulen der K\u00f6rner als Dreschen eingestuft haben. So warfen sie den J\u00fcngern vor, durch Arbeit das Sabbatgebot zu brechen. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: medium;\"><span style=\"font-family: Arial,serif;\">Wie reagierte Jesus auf den Vorwurf gegen seine J\u00fcnger? Jesus nahm seine J\u00fcnger in Schutz. Verse 3 und 4 sagen: <\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><b>\u201eUnd Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Habt ihr nicht das gelesen, was David tat, als ihn hungerte und die, die bei ihm waren? wie er in das Haus Gottes ging und die Schaubrote nahm und a\u00df, die doch niemand essen durfte als die Priester allein, und wie er sie auch denen gab, die bei ihm waren?\u201c <\/b><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\">Jesus verwies die Kritiker auf David, der auf seiner Flucht vor Sauls M\u00e4nnern den Priester Abjatar bat, ihm und seinen M\u00e4nnern die Schaubrote zu geben. F\u00fcr David ging es dabei um Leben und Tod, aber formal gesehen brach er damit das Gebot \u00fcber die Schaubrote, die eigentlich nur die Priester essen durften. Trotzdem wird David an keiner Stelle in der Bibel daf\u00fcr getadelt oder bestraft. Das lag nicht daran, dass David bei Gott eine Art Sonderstatus genoss \u2013 wir wissen, dass es bei Gott kein Ansehen der Person gibt und dass er f\u00fcr seine S\u00fcnde mit Batseba sehr wohl von Gott gez\u00fcchtigt wurde. Das weist uns aber darauf hin, dass David bei den Schaubroten keine S\u00fcnde begangen hat. Inwiefern hat er das Gesetz nicht gebrochen? Er hat das Gesetz seinem grundlegenden Geist nach doch gehalten. Jesus lehrte an anderer Stelle, dass das h\u00f6chste Gebot von allen Geboten Gottes ist, Gott zu lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von ganzem Gem\u00fct und von all seinen Kr\u00e4ften, und seinen N\u00e4chsten zu lieben wie sich selbst (Mk 12,30.31). Und diesem Geist nach hat David das Gesetz gehalten. David a\u00df von den Broten und gab es auch seinen M\u00e4nnern in Respekt gegen\u00fcber Gott und im Glauben an seinen Willen, dass er weiter am Leben bleiben und Gott dienen sollte. Was hatte das mit den Pharis\u00e4ern zu tun? Die Pharis\u00e4er versuchten, das Sabbatgebot genau zu halten, indem sie \u00fcber 600 Satzungen aufstellten, die genau regelten, was man am Sabbat tun sollte und was nicht. Aber sie scheiterten letztlich daran, den Gottes Willen zu tun und am Sabbat wahre Ruhe zu finden, weil sie das Gebot nur nach dem Buchstaben halten wollten, aber den Geist des Gesetzes nicht verstanden. Die J\u00fcnger dagegen lebten im Vertrauen auf Jesus und folgten ihm, wohin er auch ging, auch am Sabbat. Auch wenn sie dabei offenbar manchmal \u00c4hren abrissen und K\u00f6rner a\u00dfen oder mehr als einen Sabbatweg zu Fu\u00df gingen, hatten sie Ruhe im Herzen, weil sie Jesus folgten und die Gewissheit hatten, dass das vor Gott richtig war. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Courier New,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Jesus wollte es nicht nur bei dem Hinweis auf das Beispiel von David belassen. Jesus nutzte diese Gelegenheit, um sich ihnen selbst zu offenbaren. Betrachten wir Vers 5: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eUnd er sprach zu ihnen: Der Menschensohn ist ein Herr \u00fcber den Sabbat.\u201c <\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Was bedeutet Jesu Verk\u00fcndigung? Der Sabbat war von Gott eingesetzt und sp\u00e4ter den Israeliten als ein Ruhetag verordnet, an dem sie nicht arbeiten sollten. Dass Jesus sich nun als der Herr \u00fcber den Sabbat offenbart, bedeutet, dass er der Gesetzgeber ist, der kompetent ist, zu lehren, wie man den Sabbat halten sollte. Dass Jesus Herr \u00fcber den Sabbat ist, besagt letztlich, dass er Gott ist, der \u00fcber seinen Geboten steht. <\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Courier New,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Aber Jesus sagt damit noch mehr, n\u00e4mlich dass sie Jesus brauchen, um den Sabbat richtig zu verstehen und wirklich Ruhe an ihm zu finden. Gott hatte den Israeliten den Sabbat eigentlich als Ruhetag gegeben, an dem sie Zeit haben sollten, an Gott zu denken, ihm zu danken und sich geistlich und k\u00f6rperlich zu erholen. Aber sie konnten keine wahre Ruhe finden. Die Juden zur Zeit Jesu waren am Sabbat angespannt, weil sie st\u00e4ndig darauf achten mussten, dass sie und ihre Famillienangeh\u00f6rigen gegen keine der Satzungen verstie\u00dfen. Die Pharis\u00e4er waren insbesondere angespannt, weil sie es sich au\u00dferdem zur Aufgabe gemacht hatten, dar\u00fcber zu wachen, dass keiner im Volk auch nur eine ihrer Sabbat-Satzungen brach. Aber als Jesus kam und sich als Herrn \u00fcber den Sabbat offenbarte, machte er deutlich, dass sie von ihm lernen sollten, den Sabbat in Gottes Sinne zu verbringen, ja dass sie ihn brauchten, um am Sabbat wahre Ruhe zu finden. In diesem Sinne ist Jesus auch das Ziel bzw. Erf\u00fcllung des Sabbats.<\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Courier New,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Das gilt auch f\u00fcr uns. Nur in Jesus, wenn wir mit ihm eng verbunden sind, k\u00f6nnen wir wahre Ruhe finden. Wenn wir nicht mit Jesus verbunden sind, k\u00f6nnen wir auch am Sonntag keine wahre Ruhe finden, auch wenn wir nicht arbeiten und lauter Dinge tun, die zu unserer Entspannung dienen sollten, wie z.B. l\u00e4nger schlafen, Musik h\u00f6ren, nur zu Hause zu chillen zu versuchen oder mit andern etwas unternehmen. Tief im Innern k\u00f6nnen wir keine wahre Ruhe erlangen, weil wir von unseren Erfahrungen der letzten Woche nicht einfach frei werden, zum Beispiel einem Misserfolg im Studium oder einer Kritik von unserem Chef, von Entt\u00e4uschungen \u00fcber andere oder uns selbst, von \u00c4rger oder Sorgen wegen der Kinder, wegen unserem Arbeitsplatz, unserer Gesundheit oder der unserer N\u00e4chsten, wegen der Fruchtbarkeit unseres geistlichen Lebens, und von auf uns geladener Schuld. Selbst im Gottesdienst k\u00f6nnen wir keine wahre Ruhe finden, wenn wir nicht in Jesus sind, wenn wir seine Gnade der Vergebung nicht annehmen, seinen Willen und F\u00fchrung in unserem Leben nicht annehmen, wenn wir auf seine Zusage und Verhei\u00dfung f\u00fcr unsere Zukunft nicht vertrauen. Nur<\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><i> in Jesus<\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> k\u00f6nnen wir wahre Ruhe finden. Nur in Jesus werden wir frei von unseren Entt\u00e4uschungen und Verletzungen, unseren Sorgen und \u00c4ngsten und von unserer Schuld. Nur in Jesus k\u00f6nnen wir Gottes Hoffnung und seinen Willen f\u00fcr uns sehen und neu seine richtige Perspektive f\u00fcr unser Leben sehen. Als Jesus sagte: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eDer Menschensohn ist ein Herr \u00fcber den Sabbat\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">, lud er die Umstehenden damals und auch uns heute dazu ein, zu ihm zu kommen und bei ihm wahre Ruhe zu finden. An einer anderen Stelle sagt Jesus: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eKommt her zu mir alle, die ihr m\u00fchselig und beladen seid; ich will euch erquicken. Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir; denn ich bin sanftm\u00fctig und von Herzen dem\u00fctig; so werdet ihr Ruhe finden f\u00fcr eure Seelen\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> (Mt 11,28.29). Jesus l\u00e4dt uns alle ein, zu ihm zu kommen und bei ihm wahre Ruhe f\u00fcr unsere Seelen zu finden. <\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Courier New,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Und Jesus zeigt hier noch mehr: Mit seiner Verk\u00fcndigung, dass er der Herr \u00fcber den Sabbat ist, zeigte er auch, dass er der Herr \u00fcber das ganze Leben sein will. Der, der kompetent ist, den Sabbat zu bestimmen, damals das Hauptelement des religi\u00f6sen Lebens, der kann \u00fcber das ganze Leben bestimmen. Jesus will nicht nur \u00fcber unseren Ruhetag bestimmen und dabei im Mittelpunkt stehen, sondern auch an den anderen sechs Tagen in der Woche, in unserem ganzen Leben. Unser ganzes Leben soll sich um ihn drehen. In allen Bereichen sollen wir auf ihn h\u00f6ren und in ihm und auf ihn hin leben und sollen so seinen Gr\u00f6\u00dfe und Herrlichkeit und seinen gro\u00dfen Segen erfahren, den er uns geben will. Dadurch will er sich uns erweisen als der, der er ist, als unser Heiland und guter Herr unseres Lebens, der uns zu seinem Ziel bringt. Preis sei Jesus, der der Herr \u00fcber den Sabbat und \u00fcber uns ganzes Leben ist! <\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: medium;\"><span style=\"font-family: Arial,serif;\">Betrachten wir die Verse 6ff. An einem anderen Sabbat ging Jesus in die Synagoge und lehrte. Dort gab es einen Mensch, dessen rechte Hand verdorrt war. Der Mann muss als Schwerbehinderter elend gelebt haben, nicht nur weil er keinen Beruf aus\u00fcben konnte und von anderen abh\u00e4ngig war, sondern weil solcheBehinderungen bei den Juden damals als Folge einer schweren S\u00fcnde angesehen wurde (vgl. Joh 9,1). Vers 7 sagt: \u201e<\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><b>Aber die Schriftgelehrten und Pharis\u00e4er lauerten darauf, ob er auch am Sabbat heilen w\u00fcrde, damit sie etwas f\u00e4nden, ihn zu verklagen.\u201c <\/b><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\">Die Pharis\u00e4er hatten kein Mitleid mit dem Mann. Sie betrachteten ihn als ein Mittel, mit dem sie Jesus m\u00f6glicherweise wegen Bruch des Sabbatgebots anklagen konnten. Dies zeigt, dass sie gegen\u00fcber Jesus keine Lernwilligkeit und keinen Respekt hatten. Sie hatten ihr Urteil schon getroffen und wollten Jesus anklagen und warteten nur noch auf eine geeignete Gelegenheit.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: medium;\"><span style=\"font-family: Arial,serif;\">Wie reagierte Jesus in dieser prek\u00e4ren Situation? Vers 8 sagt: \u201e<\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><b>Er aber merkte ihre Gedanken und sprach zu dem Mann mit der verdorrten Hand: Steh auf und tritt hervor! Und er stand auf und trat vor.\u201c <\/b><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\">Jesus sagte dem Mann nicht, dass er ihn nach dem Gottesdienst hinter der Synagoge oder am n\u00e4chsten Tag treffen k\u00f6nnte. Jesus forderte den Mann auf, nach vorne zu treten. Jesus wollte dem Mann helfen und ihn sofort heilen, weil dies dem Willen Gottes entsprach. Jesus wollte auch den religi\u00f6sen Leitern helfen, durch das Wunder aus ihrer verkehrten Haltung gegen\u00fcber ihm und dem Willen Gottes herauszukommen. Dazu fragte Jesus sie: \u201e<\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><b>Ich frage euch: Ist&#8217;s erlaubt, am Sabbat Gutes zu tun oder B\u00f6ses, Leben zu erhalten oder zu vernichten?\u201c <\/b><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\">Jesus stellte eine einfache Frage, die eigentlich jeder leicht beantworten kann. Sie hatten sich in ihrer jahrzehntelangen Besch\u00e4ftigung mit ihren vielen Hundert Satzungen verstiegen; aber Jesus wollte ihnen helfen, den Blick auf den eigentlichen Willen Gottes zu lenken. Er appelliert an ihre Vernunft. Eigentlich konnte jedes Kind sagen, dass es Gottes Willen ist, dass man am Sabbat Gutes tun sollte und nicht B\u00f6ses, Leben erhalten und nicht t\u00f6ten. Aber sie antworteten Jesus nichts, weil sie ihr Gedankengeb\u00e4ude und ihre ablehndende Haltung gegen\u00fcber Jesus nicht aufgeben wollten. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: medium;\"><span style=\"font-family: Arial,serif;\">Wie reagierte Jesus darauf? Jesus lie\u00df sich von ihrer Verweigerung nicht abschrecken. Vers 10 sagt: <\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><b>\u201eUnd er sah sie alle ringsum an und sprach zu ihm: Strecke deine Hand aus! Und er tat&#8217;s; da wurde seine Hand wieder zurechtgebracht.\u201c<\/b><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"> Jesus wollte den Mann sofort heilen, auch wenn er wusste, dass er sich den t\u00f6dlichen Hass der religi\u00f6sen Leiter zuziehen w\u00fcrde. Der Mann sollte vor allen die Hand ausstrecken, ausgerechnet das K\u00f6rperteil, dessen er sich immer gesch\u00e4mt hatte, wegen dem er in seinem Leben so viel gelitten hatte. Es war f\u00fcr ihn eine Herausforderung zum Glauben. Er sollte glauben, dass Jesus ihn gesund machen w\u00fcrde. Als der Mann Jesus seine Hand ausstreckte, wurde sie wieder gesund. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: medium;\"><span style=\"font-family: Arial,serif;\">Jesu Heilungstat war eine Hilfe f\u00fcr die Pharis\u00e4er, da sie aus n\u00e4chster N\u00e4he Jesu Wun\u00adder sehen konnten. Doch wie reagierten sie? Vers 11 sagt: \u201e<\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><b>Sie aber wurden ganz von Sinnen und beredeten sich miteinander, was sie Jesus tun wollten.\u201c <\/b><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\">Statt die Chance zu nutzen, Jesus zu erkennen und Bu\u00dfe zu tun, verh\u00e4rteten sie ihr Herz noch mehr und wurden wie verr\u00fcckt. Das Markusevangelium sagt an dieser Stelle, dass sie miteinander beredeten, wie sie Jesus umbr\u00e4chten. Durch ihre Verstocktheit erwiesen sie dadurch als Leute, die nicht bereit waren, Gottes Wirken \u00fcberhaupt wahrzunehmen. Sie waren unf\u00e4hig, Gottes Heilswerk anzunehmen oder gar daf\u00fcr gebraucht zu werden. Was tat Jesus in dieser Situation?<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Courier New,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>II. Die Berufung der Zw\u00f6lf (12-19)<\/b><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: medium;\"><span style=\"font-family: Arial,serif;\">Betrachten wir Vers 12: <\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><b>\u201eEs begab sich aber zu der Zeit, dass er auf einen Berg ging, um zu beten; und er blieb die Nacht \u00fcber im Gebet zu Gott.\u201c <\/b><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\">Jesus ging extra auf einen Berg um zu beten. Wir erfahren nicht, wof\u00fcr er gebetet hat. Aber vom Kontext her k\u00f6nnen wir davon ausgehen, dass Jesus daf\u00fcr gebetet hat, wie er in dieser Lage Gottes Heilswerk dienen sollte. Die religi\u00f6sen Leiter, die eigentlich daf\u00fcr pr\u00e4destiniert waren, dabei eine wichtige Rolle zu spielen, hatten sich wegen ihrer Verstocktheit als unf\u00e4hig erwiesen. Jesus kannte den Willen des Vaters, dass er die ganze Welt durch sein Evangelium erretten wollte. Wie sollte das weitergehen? Jesus fragte den Vater nach seiner Orientierung. Jesus betete und betete, er betete die ganze Nacht durch.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: medium;\"><span style=\"font-family: Arial,serif;\">Was tat er am n\u00e4chsten Morgen? Vers 13 sagt: \u201eUnd <\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><b>als es Tag wurde, rief er seine J\u00fcnger und erw\u00e4hlte zw\u00f6lf von ihnen, die er auch Apostel nannte:\u201c <\/b><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\">Jesus hatte am n\u00e4chsten Morgen klare Orientierung. Er rief seine J\u00fcnger und erw\u00e4hlte zw\u00f6lf von ihnen, die er auch Apostel nannte. Apostelos bedeutet Bote, Gesandter (mit Vollmacht). Sie sollten also Jesu Boten sein, die seine Botschaft verk\u00fcndigen und ihn selbst vertreten. Dass Jesus sie erw\u00e4hlte und Apostel nannte, war eine besondere Berufung und Ausdruck seiner Hoffnung, dass sie seine Vertreter w\u00fcrden und als seine Boten wirken w\u00fcrden, wenn er zur\u00fcck zum Vater ginge. Wir erfahren keine Kriterien f\u00fcr Jesu Erw\u00e4hlung. Seine Wahl geschah aus Gottes einseitiger Gnade und Souver\u00e4nit\u00e4t.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: medium;\"><span style=\"font-family: Arial,serif;\">Was f\u00fcr M\u00e4nner erw\u00e4hlte Jesus? Vers 14-16 sagt: <\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><b>\u201eSimon, den er auch Petrus nannte, und Andreas, seinen Bruder, Jakobus und Johannes; Philippus und Bartholom\u00e4us; Matth\u00e4us und Thomas; Jakobus, den Sohn des Alph\u00e4us, und Simon, genannt der Zelot; Judas, den Sohn des Jakobus, und Judas Iskariot, der zum Verr\u00e4ter wurde.\u201c <\/b><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\">Sie waren<\/span><b> <\/b><span style=\"font-family: Arial,serif;\">gew\u00f6hnliche M\u00e4nner \u2013 unter ihnen gab es keine Schriftgelehrten oder W\u00fcrdentr\u00e4ger. Mindestens vier von ihnen waren Fischer, einer war Z\u00f6llner, der mit den R\u00f6mern zusammengearbeitet hatte, und einer ein Zelot, der f\u00fcr die Befreiung Israels von den R\u00f6mern gek\u00e4mpft hatte. Sie waren alle verschieden. Aber Jesus nahm sie alle an und liebte sie und diente ihnen mit seiner Hoffnung. Jesus nannten sie Apostel \u2013 was seinen gro\u00dfe Hoffnung f\u00fcr sie ausdr\u00fcckte. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Courier New,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Welche Bedeutung hat die Erw\u00e4hlung der Zw\u00f6lf? Jesus hat auch danach weiter das Volk gelehrt und Kranke geheilt. Aber er hat von da an seine Zeit und Kraft besonders daf\u00fcr eingesetzt, den Aposteln zu helfen, geistlich zu wachsen, damit sie die geistliche Menschen und Leiter werden konnten, die mit ihrer Person und Leben ihn vertreten und sein Evangelium in die ganze Welt bringen konnten. Von der Apostelgeschichte und der christlichen Geschichte wissen wir, dass dieses Werk Jesu geistlich sehr erfolgreich war. Die Zw\u00f6lf wurden tats\u00e4chlich geistliche Leiter, die Jesu Evangelium vollm\u00e4chtig bezeugen konnten und mit ihrem Leben daf\u00fcr einstanden. Durch die Apostel wurde das Evangelium schon im ersten Jahrhundert trotz heftiger Widerst\u00e4nde nach Afrika und nach Asien verbreitet und in die damalige Welthauptstadt Rom und trat seinen Siegeszug an, der bis heute anh\u00e4lt. Dass wir heute hier versammelt sind, ist Jesu Werk zu verdanken, dass er die Apostel berufen und als geistliche Leiter erzogen hat. <\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Courier New,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Nachdem Jesus f\u00fcr die S\u00fcnde der Welt am Kreuz gestorben und wieder auferstanden war, gab er den Aposteln den Auftrag, nun selbst andere zu J\u00fcngern zu machen, indem er sagte: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eMir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden. Darum gehet hin und machet zu J\u00fcngern alle V\u00f6lker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende\u201c <\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">(Mt 28,18-20) Dadurch hat Jesus ihnen das Werk, Menschen zu J\u00fcngern zu machen, das er selbst getan hatte, anbefohlen. Sie sollten Menschen das Evangelium verk\u00fcndigen und sie zur Umkehr zu Jesus f\u00fchren, die sich in der Taufe ausdr\u00fccken sollte; aber das war nicht das Ende, sie sollten die zum Glauben Gekommenen alles halten lehren, was Jesus ihnen selbst befohlen hat, sodass sie als J\u00fcnger Jesu leben konnten. Auf diese Weise will Jesus sein Werk, die ganze Welt zu erl\u00f6sen, vorantreiben und sein Reich bauen. Er hat auch uns zum Glauben gef\u00fchrt und zu J\u00fcngern Jesu gemacht durch Menschen, die diesen Auftrag vernommen und zu Herzen genommen haben. Er hat uns auch dazu berufen, diesem Werk zu dienen, Menschen zu J\u00fcngern Jesu zu machen. Lasst uns diesen Auftrag neu bewusst wahrnehmen und daf\u00fcr beten und zusamen wirken, dass wir hingehen und junge Menschen in Heidelberg zu Jesus f\u00fchren und durch unser Gebet und Bibelstudium zu Jesu J\u00fcngern machen k\u00f6nnen!<\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Courier New,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Betrachten wir die Verse 17-19: \u201e<\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>Und er ging mit ihnen hinab und trat auf ein ebenes Feld. Und um ihn war eine gro\u00dfe Schar seiner J\u00fcnger und eine gro\u00dfe Menge des Volkes aus ganz Jud\u00e4a und Jerusalem und aus dem K\u00fcstenland von Tyrus und Sidon, die gekommen waren, ihn zu h\u00f6ren und von ihren Krankheiten geheilt zu werden; und die von unreinen Geistern umgetrieben waren, wurden gesund. Und alles Volk suchte, ihn anzur\u00fchren; denn es ging Kraft von ihm aus, und er heilte sie alle.\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> Nach der Einsetzung der Zw\u00f6lf ging Jesus auf ein ebenes Feld. Viele Menschen str\u00f6mten aus allen m\u00f6glichen Gegenden zu ihm, sogar aus dem Ausland. Jesus heilte sie alle und trieb die b\u00f6sen Geister aus. Der Text betont die Kraft, die Jesus hatte, mit der Jesus sie alle heilte. Die Apostel konnten dadurch erneut Jesu Vollmacht lernen, mit der er den Menschen half. Sie konnten auch sein Hirtenherz lernen, mit dem er alle annahm, die zu ihm kamen, und allen nach ihrem Bed\u00fcrfnis half.<\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Courier New,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Heute haben wir gelernt, dass Jesus der Herr \u00fcber den Sabbat ist. Jesus hat sich dadurch als Gott offenbart, den wir brauchen, um Gottes Willen richtig zu verstehen und danach zu leben. Jesus will, dass wir zu ihm kommen und wahre Ruhe in ihm finden, sowohl am Sonntag als auch an allen anderen Tagen der Woche. Jesus, der Herr \u00fcber den Sabbat, will der Herr \u00fcber unser ganzes Leben sein und bestimmen, wie wir es f\u00fchren. Im zweiten Teil haben wir gelernt, dass Jesus dem Evangeliumswerk dadurch gedient hat, dass er zw\u00f6lf M\u00e4nner als Apostel eingesetzt hat, die er mit seiner Liebe und Hoffnung zu geistlichen Leitern erzogen hat. M\u00f6ge Gott uns helfen, Jesus in allen Bereichen unseres Lebens als den Herrn anzuerkennen und nicht auf unsere Weise, sondern in ihm mit ihm verbunden nach seinem Willen zu leben. M\u00f6ge Gott uns helfen, Jesu Beispiel und Auftrag zu folgen und in unserer Zeit durch unser Gebet, Einladen und Bibelstudium Menschen zu seinen J\u00fcngern zu machen! Lesen wir noch einmal das Leitwort, Vers 13: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eUnd als es Tag wurde, rief er seine J\u00fcnger und erw\u00e4hlte zw\u00f6lf von ihnen, die er auch Apostel nannte.\u201c<\/b><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download Jesus erw\u00e4hlt die Zw\u00f6lf \u201eUnd als es Tag wurde, rief er seine J\u00fcnger und erw\u00e4hlte zw\u00f6lf von ihnen, die er auch Apostel nannte.\u201c (13) Letzte Woche haben wir geh\u00f6rt, dass Jesus gekommen ist, um S\u00fcnder zur Bu\u00dfe zu rufen und nicht die Gerechten. 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