{"id":3332,"date":"2015-03-01T13:17:33","date_gmt":"2015-03-01T12:17:33","guid":{"rendered":"http:\/\/ubfheidelberg.org\/?p=3332"},"modified":"2022-11-18T12:22:16","modified_gmt":"2022-11-18T11:22:16","slug":"predigt-lukas-527-39","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/predigt-lukas-527-39\/","title":{"rendered":"Predigt: Lukas 5,27 &#8211; 39"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/ubfheidelberg.org\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/Lk-P05-2739.doc\">Download<\/a><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"center\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: x-large;\"><b>Jesu neues Gnadenwerk<\/b><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"center\">\u201e<span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>Ich bin gekommen, die S\u00fcnder zur Bu\u00dfe zu rufen und nicht die Gerechten.\u201c<\/b><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"center\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">(31)<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">In allen drei synoptischen Evangelien (Markus, Lukas und Matth\u00e4us) werden die beiden heutigen Ereignisse nacheinander berichtet, die Berufung des Levi und die Frage nach dem Fasten. Kein Evangelist sah einen Grund, diese Geschichten zu trennen (was nicht immer der Fall ist), d.h. Markus, Lukas und Matth\u00e4us sahen \u00fcber die chronologische Anordnung hinaus einen Zusammenhang zwischen diesen Ereignissen. Auch wir betrachten diese beiden Geschichten in Tandem. Welche Zusammenh\u00e4nge und Gemeinsamkeiten finden wir? In beiden F\u00e4llen wurde Jesus mit Vorw\u00fcrfen konfrontiert: \u201e<\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><i>Warum esst und trinkt ihr mit <\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><i>den Z\u00f6llnern und S\u00fcndern?\u201c<\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> (30) <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><i>\u201eDie J\u00fcnger des Johannes fasten oft und beten viel, ebenso die J\u00fcnger der Pharis\u00e4er; aber deine J\u00fcnger essen und trinken.\u201c <\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">(33) Und beide Fragen bzw. Vorw\u00fcrfe entsprangen dem Zeitgeist. (Die Menschen kannten nichts anderes, das war ihr Status quo). Und in beiden Teilen gab Jesus eine personifizierte Antwort. Er selbst ist jeweils die Antwort! Jesus als Arzt (31.32) und Jesus als Br\u00e4utigam (34.35). In beiden F\u00e4llen macht Jesus deutlich, dass durch seine Person eine neue Zeit anbricht, eine gute Zeit, eine erl\u00f6sende Zeit. Das sehns\u00fcchtige und schmerzhafte Warten ein Ende hat! Der Kranke muss nicht mehr leidend auf den Arzt warten, die Genesung naht mit dem Arzt. Und die Hochzeitsg\u00e4ste m\u00fcssen nicht mehr ungeduldig auf den Br\u00e4utigam warten, die Feierlichkeiten beginnen mit der Ankunft des Br\u00e4utigams. (<\/span><\/span><span style=\"font-family: Wingdings;\"><span style=\"font-size: medium;\">\uf0e0<\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> daraus ist der heutige Titel abgeleitet. Durch Jesus geschah ein neues Gnadenwerk\/-jahr)<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Betrachten wir die Einzelheiten des heutigen Textes.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>Erstens \u2013 Jesus ruft Levi zur Bu\u00dfe (27-32)<\/b><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Betrachten wir die Verse 27 und 28: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eUnd danach ging er hinaus und sah einen Z\u00f6llner mit Namen Levi am Zoll sitzen und sprach zu ihm: Folge mir nach! Und er verlie\u00df alles, stand auf und folgte ihm nach.\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> Jesus kam in das Leben eines Mannes, der gesellschaftlich ge\u00e4chtet war; nicht etwa wegen seines h\u00e4sslichen Aussehens oder weil er auss\u00e4tzig war, sondern weil er sich durch betr\u00fcgerisch hohe Zolleinnahmen bereicherte, w\u00e4hrend die meisten seiner Mitb\u00fcrger am Existenzminimum nagten. (Robert Stein erw\u00e4hnt, dass Positionen als Z\u00f6llner so begehrt waren, dass man sich nicht im klassischen Sinne darauf bewerben konnte; sie wurde in einer Auktion versteigert! (Stein, Luke, 133)) Wem aus unserer Zeit gleicht der Z\u00f6llner Levi? Vielleicht einem gierigen Investmentbanker, wie Geraint Anderson, der als Londoner \u201eCityboy\u201c Bekanntheit erlangte. \u00dcber seine Motive sagte er gegen\u00fcber dem Handesblatt: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201e<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><i>Cityboys tun alles, was sie k\u00f6nnen, um schnell Geld zu machen. Moral und Ethik bleiben da au\u00dfen vor.<\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> Diese Aussage w\u00fcrde auch auf Levi zutreffen! (Dann ging er auf seine Methoden ein. Er setzte Ger\u00fcchte \u00fcber ein Unternehmen in die Welt und als Reaktion darauf schossen die Aktien erwartungsgem\u00e4\u00df nach oben oder nach unten. In beiden F\u00e4llen erwirtschaftete er horrende Summen, wobei er anderen erheblichen Schaden zuf\u00fcgte. Im Extremfall ging das Unternehmen, \u00fcber das er Ger\u00fcchte verbreitete, unter; so dass Tausende ohne Jobs dastanden!) Gerade im Hinblick auf die Finanzkrise sackten Leute wie er Millionen ein, w\u00e4hrend etliche ihre Existenzgrundlage einb\u00fc\u00dften. Er f\u00fcgte hinzu: \u201e<\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><i>Wenn man cleveren, gierigen und skrupellosen Bankern so viel Macht gibt, bekommt man Probleme. Diese Menschen sind nicht am Wohlergeben der gesamten Gesellschaft interessiert.<\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">\u201c Auch Levi hatte die Autorit\u00e4t, Zoll einzufordern. Er arbeitete im Auftrag der R\u00f6mer und des Herodes, was ihn in der Beliebtheitsskala auf die gleiche Ebene setzte wie Gesetzesbrecher und Prosituierte. Die Folge war ein reiches aber gebrandmarktes und einsames Leben.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Ich frage mich, wie oft Levi bei der Arbeit aber auch in seiner Freizeit beschimpft wurde, als Blutsauger, als Vaterlandsverr\u00e4ter und skrupelloser S\u00fcnder. Daran war Levi selber schuld. Die Bibel sagt: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eDenn Geldgier ist eine Wurzel alles \u00dcbels\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> (1.Tim 6.10) Seine grenzenlose Gier nach Geld und sein Opportunismus sind Ausdruck seiner Selbstsucht. Wahrscheinlich wollte kein normaler Mensch etwas mit ihm zu tun haben, geschweige denn die Pharis\u00e4er und Schriftgelehrten, die in Levi einen hei\u00dfen \u201eH\u00f6llenkandidaten\u201c sahen. Doch wie so oft zeigt sich Jesu Gnade gerade dadurch, dass er Menschen zu sich ruft, von denen man es am wenigsten erwartet. W\u00e4hrend andere in Levi nur Abschaum sahen, sah Jesus eine hoffnungsvolle Zukunft! Jesus beobachtete ihn am Zoll sitzend, wie er betrog und s\u00fcndigte, doch Jesus sah in Levi einen J\u00fcngerkandidaten, einen potentiellen Apostel, ein Mitarbeiter des Reich Gottes, ein Mann, der ein Segen sein w\u00fcrde f\u00fcr die Menschheit. W\u00e4hrend alle nur Hass f\u00fcr Levi \u00fcbrig hatten, zeigt sich durch Jesu Hirtenherz seine Liebe zu einem verlorenen S\u00fcnder.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Welche guten Ratschl\u00e4ge h\u00e4tten Levi helfen k\u00f6nnen? Was konnte seiner Gier ein Ende setzen, der nicht vom Zoll wegkam? Nur der g\u00f6ttliche Ruf Jesu: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eFolge mir nach!\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> konnte Levi vom Zoll entrei\u00dfen, \u00fcber den es hei\u00dft: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eUnd er verlie\u00df alles, stand auf und folgte ihm nach.\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> Nur Jesus, der reicher ist als alle Reicht\u00fcmer dieser Welt und der sich als Gott offenbart, weil er im Gegensatz zu allen G\u00f6tzen dieser Welt, unser Herz wirklich erf\u00fcllen kann, ohne dass uns etwas fehlt, konnte Levi aus seinem alten Leben herausrei\u00dfen und ein v\u00f6llig neues Leben im Reich Gottes erm\u00f6glichen. (Er gleicht Simon und den anderen J\u00fcngern, die den Fischfang ihres Lebens samt Boote stehen lie\u00dfen, um ein neues Leben mit Jesus zu beginnen). Jesu Liebe und seine Hoffnung f\u00fcr Levi kommen durch diese 3 Worte zum Ausdruck, 3 g\u00f6ttliche Worte: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eFolge mir nach!\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> Diese g\u00f6ttlichen Worte Jesu hallen noch immer nach und zeigen auch Jesu Liebe und Hoffnung f\u00fcr dich und mich! Die 3 Worte Jesu haben die g\u00f6ttliche Macht, in deinem Leben zu bewirken, was kein guter Ratschlag je bewirken kann. F\u00fcr Levi war die Stunde seines Lebens gekommen und er vermasselte es nicht! Vielleicht traf er zum aller ersten Mal die richtige Entscheidung. Er verlie\u00df alles und folgte Jesus ein f\u00fcr alle Mal nach. M\u00f6gen Jesu Ruf der Nachfolge auch in uns wirksam sein.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Seine Freude \u00fcber sein neues und ver\u00e4ndertes Leben, als J\u00fcnger Jesu, \u00e4u\u00dferte sich durch ein gro\u00dfes Mahl, in seinem Haus, zudem viele Z\u00f6llner gekommen waren, weil die meisten seiner Freude nun mal Z\u00f6llner waren; was den Pharis\u00e4ern und Schriftgelehrten ein Dorn im Auge war. Wie sehr gingen die Meinungen an dieser Stelle auseinander. F\u00fcr Levi war es der sch\u00f6nste Tag in seinem Leben. Er feierte quasi seinen geistlichen Geburtstag, mit Jesus! (Was kann es sch\u00f6neres geben?) F\u00fcr Jesus war es ebenfalls ein Tag der Freude, denn ein verlorener S\u00fcnder war umgekehrt. Selbst die Engel Gottes freuten sich im Himmel, weil ein S\u00fcnder Bu\u00dfe getan hatte (vgl. Lk 15,10). Aber f\u00fcr die Pharis\u00e4er und Schriftgelehrten war es ein entsetzliches Bild, aus dem sie nicht schlau wurden. Denn das Gesetz trennt S\u00fcnde von Nichts\u00fcnde, Heiligkeit von S\u00fcndhaftigkeit. (Das verstanden die Juden besser als jedes andere Volk, selbst ihr Tempel war getrennt durch einen Vorhang, der Gott im Allerheiligsten vom Rest der Welt trennte.) Deshalb auch ihre Frage:<\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b> \u201eWarum esst und trinkt ihr mit den Z\u00f6llnern und S\u00fcndern?\u201c<\/b><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Lesen wir Jesu Antwort in den Versen 31 und 32:<\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b> \u201e<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen:<\/b><\/span><\/span> <span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>Die Gesunden bed\u00fcrfen des Arztes nicht, sondern die Kranken.<\/b><\/span><\/span> <span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>Ich bin gekommen, die S\u00fcnder zur Bu\u00dfe zu rufen und nicht die Gerechten.\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> Jesus kl\u00e4rt die Situation, indem er sich als Arzt offenbart. Es war nicht schwer, Jesus mit einem Arzt zu vergleichen, weil er unz\u00e4hlige Kranke heilte. Dar\u00fcber hinaus offenbart sich Jesus als geistlicher Arzt, der mit dem Missionsauftrag gekommen ist, den geistlich Kranken zu helfen. Er ist gekommen, die S\u00fcnder zur Bu\u00dfe zu rufen und nicht die Gerechten. Es gab also keinen Grund, f\u00fcr die Pharis\u00e4er und Schriftgelehrten, die Gemeinschaft Jesu mit den Z\u00f6llnern und S\u00fcndern zu kritisieren. Es ist absolut nat\u00fcrlich und selbstverst\u00e4ndlich, dass der Arzt f\u00fcr die Kranken da ist! Der Heiland ist f\u00fcr die S\u00fcnder da, f\u00fcr wen sonst? Wer sonst ben\u00f6tigt den Erl\u00f6ser, wenn nicht der S\u00fcnder?<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Wir sehen, dass durch Jesus eine neue Zeit angebrochen ist, eine Zeit der Gnade! S\u00fcnder werden nicht verurteilt und gerichtet, sondern angenommen und zur Bu\u00dfe gerufen. Durch Jesus hat das Gnadenjahr des Herrn begonnen und er ist f\u00fcr die Hoffnungslosen gekommen, die gefangen sind in ihrem s\u00fcndhaften Leben. Diese befreit Jesus, indem er sie zur Bu\u00dfe ruft. Wir k\u00f6nnen uns nicht am eigenen Schopf packen und aus der S\u00fcnde herausziehen. Wir ben\u00f6tigen den Ruf Jesu, um Bu\u00dfe zu tun und von der S\u00fcndenkrankheit geheilt zu werden.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Wir kommen zu den Anwendungen.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Anwendung 1. An Jesus und an den Worten Jesu: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eDie Gesunden bed\u00fcrfen des Arztes nicht, sondern die Kranken. Ich bin gekommen, die S\u00fcnder zur Bu\u00dfe zu rufen und nicht die Gerechten\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> scheiden sich sofort die Geister. Jeder, der Jesus h\u00f6rt, ist angehalten, sich mit einer dieser beiden Gruppen zu identifizieren, krank oder gesund, S\u00fcnder oder gerecht; es gibt kein Mittelding, nur entweder\/oder. (Nat\u00fcrlich ist es nicht einfach, sich seiner Krankheit einzugestehen, weil jeder lieber gesund sein will und ein gesundes Bild von sich vermitteln m\u00f6chte. Eckard von Hirschhausen sagte einmal: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><i>\u201eEs gibt keine gesunden Menschen. Nur solche, die nicht lange genug untersucht wurden.\u201c<\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> (op-online)). Obwohl die Bibel ganz klar lehrt: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eDa ist keiner, der gerecht ist, auch nicht einer\u2026.Da ist keiner, der Gutes tut, auch nicht einer\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> (R\u00f6m 3,10.12), hielten sich die Pharis\u00e4er und Schriftgelehrte f\u00fcr gerecht und distanzierten sich von \u00f6ffentlichen S\u00fcndern, wie den Z\u00f6llnern. Das zeigt ihre Selbstgerechtigkeit. Sie waren zu stolz, um sich selbst als kranke S\u00fcnder zu identifizieren. Doch wer seine Krankheit nicht anerkennt, geht auch nicht zum Arzt. Wer seine S\u00fcnde nicht eingesteht, ben\u00f6tigt Jesus nicht und auch nicht Jesu Ruf zur Bu\u00dfe. C.S. Lewis schrieb einmal (frei \u00fcbersetzt): <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><i>\u201eDas Christentum sagt den Menschen, sie sollen Bu\u00dfe tun und verspricht ihnen Vergebung. Es hat nichts (soweit ich wei\u00df) zu sagen zu Leuten, die meinen, f\u00fcr nichts Bu\u00dfe tun zu m\u00fcssen und der Ansicht sind, keine Vergebung n\u00f6tig zu haben\u201c<\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> (Lewis, Mere Christianity, 37). Levi erkannte Jesus als seinen pers\u00f6nlichen Arzt an und gestand seine S\u00fcndenkrankheit und nahm den Ruf Jesu an, umzukehren. Seine Bu\u00dfe leitete Jesu pers\u00f6nliche Vergebungsgnade in seinem Leben ein.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Wie steht es um uns? Ich gehe davon aus, dass nahezu jeder von uns kein Problem damit hat, Jesus als Arzt anzuerkennen und sich selbst als S\u00fcnder. Ich gehe auch davon aus, dass die meisten von uns prinzipiell Jesu Ruf zur Bu\u00dfe angenommen haben. Wir haben also kein Problem, uns mit der Gruppe der Kranken und S\u00fcnder zu identifizieren (was viel wert ist). Soweit so gut. Die Frage ist, wann, wie und wo identifizieren wir uns als Kranke und S\u00fcnder? Nur auf einer allgemeinen Ebene (weil es auch f\u00fcr alle anderen gilt) oder in allen spezifischen Ebenen unseres Lebens, wie z.B. in der Familie, unter Kollegen und in der Gemeinde? Angenommen du befindest dich im Streit mit anderen, mit deinem Ehepartner, mit deinen Kindern und deine Ehe oder Familie macht keinen gesunden Eindruck. Wen h\u00e4ltst du f\u00fcr den S\u00fcnder und wen f\u00fcr gerecht? Es gibt so viele kaputte und zerbrochene Beziehungen mit anderen innerhalb und au\u00dferhalb der Gemeinde. Wer ist schuld? Wer ist der S\u00fcnder? Immer die anderen, nicht wahr? Gleichen wir dabei nicht den Pharis\u00e4ern und Schriftgelehrten? Lasst uns von Levi lernen, das Problem bei uns zu finden. Die gute Nachricht ist, dass Jesus sagt: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eIch bin gekommen, die S\u00fcnder zur Bu\u00dfe zu rufen und nicht die Gerechten.\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> Die gute Nachricht ist, dass Jesus da ist, um uns in allen Facetten unseres Lebens zu heilen. Lasst uns deshalb auch auf allen Ebenen als S\u00fcnder erkennen und bekennen und Jesu Ruf der Bu\u00dfe Folge leisten. Gott heile somit unsere Beziehungen in der Familie und in der Gemeinde und dar\u00fcber hinaus.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Noch etwas. Jesus nahm Levi an und Jesu Gnade ver\u00e4nderte sein Leben. Wir gehen davon aus, dass er zum J\u00fcnger Matth\u00e4us geworden ist, der das Matth\u00e4us-Evangelium geschrieben hat (vgl. Mt 9,9), das zum Segen f\u00fcr Millionen von Christen geworden ist und auch weiterhin sein wird. Die Schriftgelehrten und Pharis\u00e4er aber richteten ihn. Wir sollten uns davor h\u00fcten, andere zu richten, insbesondere, wenn sie mit Jesus wandelt, auch wenn wir Probleme damit haben, ihren Glaubenswandel anzuerkennen, weil ihr Glaubenswandel sich von der unsrigen unterscheidet. Wenn Jesus sie anerkennt, haben wir keinen Grund es nicht zu tun.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Anwendung 2. Der heutige Text zeigt uns, dass wir Bu\u00dfe tun sollen und zwar wirkliche Bu\u00dfe, mit aller Zerschlagenheit des Herzens und der Seele. Aber der heutige Text zeigt auch ganz klar, wozu Bu\u00dfe f\u00fchrt. Bu\u00dfe f\u00fchrt zur Vergebungsgnade und zu gro\u00dfer Freude (siehe das gro\u00dfe Mahl des Levi!). Somit ist Bu\u00dfe wie ein kontinuierlicher Fluss, der in einen gro\u00dfen Ozean der Gnade m\u00fcndet. Wir sollten also kein einseitiges Bild vom Leben als J\u00fcnger Jesu haben. Demut und Bu\u00dfe sind die eine Seite der Medaille, Vergebung, Freude und Freiheit die andere Seite derselben Medaille. Echte Bu\u00dfe f\u00fchrt zum Freudenfest im Reich Gottes. (Das sollte nicht zu kurz kommen).<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>Zweitens \u2013 Die Frage nach dem Fasten (33-39)<\/b><\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Womit wurde Jesus im zweiten Textabschnitt konfrontiert? Vers 33: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eSie aber sprachen zu ihm: Die J\u00fcnger des Johannes fasten oft und beten viel, ebenso die J\u00fcnger der Pharis\u00e4er; aber deine J\u00fcnger essen und trinken.\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> Der Vorwurf lautete: W\u00e4hrend die ultrareligi\u00f6sen Pharis\u00e4erj\u00fcnger und die ernsthaft gl\u00e4ubigen Johannesj\u00fcnger fasten und ein religi\u00f6ses Leben f\u00fchren, besch\u00e4ftigen sich deine J\u00fcnger mit ungeistlichen Dingen, wie Essen und Trinken (sogar mit Z\u00f6llnern und S\u00fcndern). So lautete der Vorwurf, dass weder die J\u00fcnger, noch Jesus, den die J\u00fcnger repr\u00e4sentierten, einen gottgef\u00e4lligen Glaubenswandel f\u00fchrten.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Wie ging Jesus mit dieser Kritik um? Auch diese Frage beantwortete Jesus mit seiner eigenen Person. Lesen wir Verse 34 und 35: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eJesus sprach aber zu ihnen: Ihr k\u00f6nnt die Hochzeitsg\u00e4ste nicht fasten lassen, solange der Br\u00e4utigam bei ihnen ist. Es wird aber die Zeit kommen, dass der Br\u00e4utigam von ihnen genommen wird; dann werden sie fasten, in jenen Tagen.\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> Jesus sagt mit anderen Worten: Ich bin der Br\u00e4utigam und meine Ankunft ver\u00e4ndert alles! Es muss z.B. nicht mehr gefastet werden! Wieso nicht? Was bedeutet das Fasten? (Eine vllt. nicht uninteressante Frage, da wir uns in der sogenannten \u201eFastenzeit\u201c befinden). Und wieso korreliert das Fasten mit Jesus?<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Heutzutage wird das Fasten zunehmend s\u00e4kularisiert. Ich habe Kollegen, die von Aschermittwoch bis Ostern fasten, obwohl sie alles andere als gl\u00e4ubig sind. Der eine isst kein Fleisch, der andere trinkt keinen Kaffee. Ich habe das Gef\u00fchl, dass durch Verzicht von z.B. bestimmten Lebensmitteln die eigene Willensst\u00e4rke unter Beweis gestellt wird. (Heilfasten gibt es auch noch&#8230;) Wie war es im antiken Israel? N.T. Wright schreibt: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><i>\u201eFasten war im Judaismus und in den verschiedenen Sekten und Gruppieren, zur Zeit von Jesus, ein Zeichen des Wartens, des Klagens \u00fcber die Gegenwart, da Gottes Reich noch nicht gekommen war.\u201c<\/i><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> (Wright, Luke for everyone, 64) Er bezeichnete das Fasten als ein klagendes Warten auf das Reich Gottes! Auch in der Parallelstelle aus Matth\u00e4us lesen wir statt fasten: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eWie k\u00f6nnen die Hochzeitsg\u00e4ste Leid tragen\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> (Mt 9,15). Es muss wirklich furchtbar gewesen sein, auf das Reich Gottes warten zu m\u00fcssen bzw. auf den Messias warten zu m\u00fcssen. Wann w\u00fcrde der Heiland kommen und Erl\u00f6sung bringen? Wann w\u00fcrde geistliche Freude herrschen, statt Leid und Trauer? (K\u00f6nnt ihr euch diese Zeit vor Chr. vorstellen?) An Jesu Beispiel angelehnt muss es wie auf einer Hochzeit zugegangen sein, auf der man eine gef\u00fchlte Ewigkeit auf den Br\u00e4utigam warten musste. Alle G\u00e4ste sind angekommen und haben ihre Pl\u00e4tze eingenommen. Sie warten mit Vorfreude und k\u00f6nnen es kaum erwarten, bis die Feier losgeht, bis die Torte angeschnitten wird und vor allem das festliche Buffet er\u00f6ffnet wird. Allerdings verz\u00f6gert sich alles, weil der Br\u00e4utigam noch nicht da ist. Also m\u00fcssen alle warten und warten und warten&#8230; Jahrhunderte, Jahrtausende vergingen! So erging es Israel.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Als Jesus sich als Br\u00e4utigam offenbarte, machte er allen klar, dass die Zeit des Wartens ein Ende hat! Der Br\u00e4utigam ist da! Das Reich Gottes ist herbeigekommen! Das Gnadenjahr hat begonnen! Das traurige Warten soll abgel\u00f6st werden durch die Freude am Br\u00e4utigam und an seiner Hochzeitsfeier.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Mit welchen weiteren Beispielen verdeutlichte Jesus, dass durch ihn eine neue Zeit angebrochen war? Wir lesen ab Vers 36: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eUnd er sagte zu ihnen ein Gleichnis: Niemand rei\u00dft einen Lappen von einem neuen Kleid und flickt ihn auf ein altes Kleid; sonst zerrei\u00dft man das neue und der Lappen vom neuen passt nicht auf das alte.\u201c <\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Laut Robert Stein liegt die Betonung dieses Gleichnisses im Lukas-Evangelium auf das neue Kleid (vgl. Stein, Luke, 186). Wenn ein \u00e4lteres Kleidungsst\u00fcck Risse oder L\u00f6cher aufweist, dann muss es ersetzt werden. Wir kaufen in der Regel ein neues Kleidungsst\u00fcck. Aber nicht um das neue zu zerschneiden und die L\u00f6cher des alten Kleidungsst\u00fcckes zu reparieren. Nein, das Neue ersetzt das Alte. Alt und Neu passen nicht zusammen. (Wenn man so will, hatten die Juden ihr altes Kleid von Mose erhalten. Dieses trugen sie \u00fcber Jahrhunderte. Ein neues war l\u00e4ngst \u00fcberf\u00e4llig. Jesus brachte ein neues Hemd.) Durch Jesus geschah ein neues Werk. Durch ihn begann eine neue Zeit (wir haben sogar unseren Kalender danach gestellt). Durch Jesus kam der neue Bund. Wir m\u00fcssen unser Leben nicht mehr nach dem mosaischen Gesetz f\u00fchren, uns beschneiden lassen oder Opfertiere schlachten. Das Evangelium verk\u00fcndet uns das Reich Gottes. Und jeder Versuch, den alten Bund zu behalten und ausgeschnittene aus dem neuen Bund hinzuzuf\u00fcgen ist zum Scheitern verurteilt.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Lesen wir die Verse 37-39: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eUnd niemand f\u00fcllt neuen Wein in alte Schl\u00e4uche; sonst zerrei\u00dft der neue Wein die Schl\u00e4uche und wird versch\u00fcttet und die Schl\u00e4uche verderben. Sondern neuen Wein soll man in neue Schl\u00e4uche f\u00fcllen. Und niemand, der vom alten Wein trinkt, will neuen; denn er spricht: Der alte ist milder.\u201c <\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Auch in diesem Beispiel passen alt und neu nicht zusammen. Der neue Wein g\u00e4rt noch einige Zeit und ben\u00f6tigt neue, elastische Schl\u00e4uche. Alte Schl\u00e4uche k\u00f6nnen den neuen Wein nicht behalten. Sie gehen daran kaputt und versch\u00fctten den neuen Wein. Der neue Wein verlangt neue Schl\u00e4uche.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Die Pharis\u00e4er und Schriftgelehrte waren wie alte Schl\u00e4uche. Sie waren alles andere als Empfangsbereit f\u00fcr das neue Heilswerk Jesu Christi. Sie liebten ihren alten Wein, daran hatten sie sich gew\u00f6hnt, dieser war mild und angenehm in ihrem Gaumen. So schwer es auch sein mag, Jesus verlangt von uns, neue Schl\u00e4uche zu werden, um den neuen Wein aufnehmen zu k\u00f6nnen.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">(Ich schlie\u00dfe mit einer Beobachtung und mit einer Anwendung ab)<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Beobachtung 1. Johannes und die Pharis\u00e4er sind kaum miteinander zu vergleichen, was wahrscheinlich auch f\u00fcr ihre J\u00fcnger zutraf. (Pharis\u00e4er verurteilten die S\u00fcnder, Johannes rief sie zur Bu\u00dfe) Doch der heutige Text wirft sie in ein und dieselbe Kategorie, weil beide Parteien trotz allen Offenbarungen im Hinblick auf das Kommen des Messias lebten, w\u00e4hrend die J\u00fcnger Jesu ein Glaubensleben f\u00fchrten, das in der bereits geschehenen Ankunft Jesu gegr\u00fcndet war. Drastisch ausgedr\u00fcckt hungerte die eine Gruppe, w\u00e4hrend die andere feierte. Welcher Gruppe \u00e4hneln wir, mit unserem Glaubensleben? (Auch wir predigen den Menschen gerne den Weg der Bu\u00dfe). Ist unser Glaubensleben erf\u00fcllt mit dem Geist der Freude? \u00c4hnelt sie einer geistlichen Hochzeit? Sind wir vollkommen fr\u00f6hlich, satt und erf\u00fcllt, weil Jesus mitten unter uns ist und wir mitten im Gnadenjahr des Herrn \/ im Reich Gottes sind? Oder gleicht unser Glaubensleben viel zu oft einem gequ\u00e4lten Warten auf bessere Zeiten?<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Anwendung 3. Jesus macht alles neu. Er schenkt uns ein neues Kleidungsst\u00fcck, das wir unzerteilt tragen sollen. Er schenkt uns den neuen Wein, den wir mit neuen Schl\u00e4uchen aufnehmen sollen. Das neue Werk Jesu soll eine signifikante Wirkung auf unser Glaubensleben haben. Z.B. auch auf unser Fasten. Wenn wir fasten, dann auf eine Art und Weise, die zum neuen Heilswerk Christi passt. Dazu sagte Jesus an einer andern Stelle: <\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>\u201eWenn ihr fastet, sollt ihr nicht sauer dreinsehen wie die Heuchler&#8230;<\/b><\/span><\/span><b> <\/b><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>Wenn du aber fastest, so salbe dein Haupt und wasche dein Gesicht\u201c<\/b><\/span><\/span><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"> (Mt 6,16.17) Die Freude \u00fcber Jesus, unseren Heiland, der uns angenommen hat und unsere S\u00fcnden vergeben hat, soll sich in allen Bereichen unseren Lebens auswirken, selbst wenn wir fasten! Selbst wenn wir Stellungnahme schreiben und alle unsere S\u00fcnden bekennen und unser Versagen, sollte das wichtigste nicht fehlen, n\u00e4mlich die Wirkung des Reiches Gottes, die Wirkung des Evangeliums Christi im Leben von versagenden S\u00fcndern. Wir sollten auf keinen Fall so leben, als w\u00e4re die frohe Botschaft noch nicht verk\u00fcndet worden und als w\u00e4re das Reich Gottes noch nicht mitten unter uns. M\u00f6ge unser Herr uns einen neuen Geist schenken und m\u00f6ge uns gerade sein Wort aus dem Lukasevangelium ein Glaubensleben erm\u00f6glichen, das seiner w\u00fcrdig ist.<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" align=\"justify\"><span style=\"font-family: Times New Roman,serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Gebet: Herr, danke f\u00fcr Jesus, der gekommen ist, als unser Arzt, denn nur er kann uns heilen. Danke f\u00fcr Jesus, der gekommen ist, uns S\u00fcnder zur Bu\u00dfe zu rufen. M\u00f6ge Jesu Ruf der Nachfolge uns zur Umkehr und Bu\u00dfe f\u00fchren. M\u00f6ge dein neues Heilswerk das Reich Gottes in unseren Herzen aufgehen lassen. Danke f\u00fcr den Br\u00e4utigam, der alles ver\u00e4ndert. Lass uns neue Schl\u00e4uche sein, die den neuen Wein behalten. <\/span><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download Jesu neues Gnadenwerk \u201eIch bin gekommen, die S\u00fcnder zur Bu\u00dfe zu rufen und nicht die Gerechten.\u201c (31) In allen drei synoptischen Evangelien (Markus, Lukas und Matth\u00e4us) werden die beiden heutigen Ereignisse nacheinander berichtet, die Berufung des Levi und die Frage nach dem Fasten. 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